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Einrückungsgeoubr:Die8gssv.KolonelzeiIeod. deren Raum 80 Psg.. die 4Befp. Seile i.Sletlame» teil 2.50 Mk°loTeuerungszuschl. DRertgebühr A) Psg. Bezugspreis: Vierteljährlich 10.50 Mk., monatl. 3.50 Mk.. für Postbezug vierteliährl. 10.50 Mark, monatl. 3.50 Mk. Die Nummer 15JBfg.

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AiMchrs Organ für Skadl- und Landkreis Lauan

Erschein! täglich mit Ausnahme bet Sonn- und Feiertags

Verlagsleitung: Ad. Jndermuble. twortlich: für politischen und allgemeinen lieb, öultirfi; für lokalen und orovinziellen ^.. iowie Sport W. Moritz: für Anzeigen und Reklamen A. Stobt, alle in Hanau a.M. Rotationsdruckd.Waiienbausbuchdruckerei Hanau Fernivrechanichlüsss Nr. 1237 und 1238

gr. 112

Das Neueste.

Das Kabinett Nitti hat dem italienischen M Demission unterbreitet. ,

König

In ganz Irland haben planmäßige Einäscherungen ,« Polizeibüros stattgefunden.

"^ie französische Streikbewegung nimmt an 93er» ßärsnng zu.

Nachrichten aus dem Orient lassen eine allgemeine Icvegung gegen die Entente erkennen.

Die WteSergulmachARg.

An Urteil des RerÄSsinanzministers Dr Wirth.

Der Reichrfinanzministcr Dr. Wirth bat dem Ver- trefer des LondonerDaily Ervress" eine Unterredung geiubfirt. Er führte u. a. folgende» aus:Es ist äitiebmgt notwendig, dass die Leistungen, die Deutscb- hnb zu vollziehen hat, au? »»gemessenen in fest unb Her bestimmte verwandelt werden und dass diese feste summe sich in einer Höhechält. welche her Leistungs- tibigfeit Deutschland? entsprichst Solange da? Damoklek-Schwert von ttngemeffenett Leistungen über Deutschland fAtvebt, ist an eine hinreichende Erholung itr Valkswirtschatt nicht zu denken. Das Bewußtscin, i«6 alle Früchte einer vermehrten Anch.annung der Irbeit?froft einzig und allein dem Gegner zugute kmmen sollen, ohne die heimische Not zu lindern. ie§ alle Anstrengung und Arbeit, um aus der Not der Gegenwart berauszukommen, lediglich dazu dienen, den vom Ausland auSgeübten Druck zu er» loben, müßte naturgemäß jede Arbeitsfrendigkeit er» ton. Das Volk müßte sich in einem solchen Fall lagen: eS hat keinen Zw^ck zu arbeiten. Ar Erfolg würde dann der fein, dass nicht nur daS dmtsche Wirtschaftsleben ^ufammenbrecbcn müßte, son- bern, dass auch die Geaner viel weniger erhalten Ä^ M^cstEr^QMMiaen, iinMhmen, Ä wirtkchaftl'chen Leistungssäbigkeit bleibenden fbeu« lchung der Entschädigungssumme, litt gemessene Ver­nichtungen üben eine vernichtende Wirkirng auf jede Wirtschaftstätigkeit aus. Ohne klare, festumrissene Begrenzung str deutschen Verpflichtungen aus dem isriedenSvertrag ist ein Wiederaufbau Europas nicht möglich. Klarheit ist aber auch notwendig mit Rücksicht auf die Sanierung der ifinanjen in den einzelnen Ländern, besonders in Deutschland und in Frankreich. Wie sollen wir zu einer geordnet/n Finanzwirtschaft kommen, wenn un= erfüllbare oder gar vollkommen unsichere Forderungen in uns gestellt werden, wenn wir nicht einmal wissen. i>as wir leisten müssen. Aber auch Frankreich lann zu einer Neuordnung seiner Finanzen nicht lammen, wenn die Fordeningen so sind, dass sie ein« sich nicht erfüllt werden können. Auch für die ganze Weltwirtschaft ist es von grösster Wichtigkeit, dass endlich sie Verpflichtungen Deutschlands genau festgelegt werden. Aas wir wollen, ist eine ehrliche Verständigung, die 3 ermöglicht, aus den Trümmern Europas wieder Mfjubaucit und die schweren Schäden zu heilen, die an Krieg allenthalben verursacht hat. Die Forderungen, sie man an uns stellt, müssen volkswirtschaftlich er» Mbar fein. Wir werden bei den Vervandlungen den Snftaub unserer Volkswirtschaft objektiv schildern und MschlSge machen, von denen wir glauben, dass sie Ach auszuführen sind, sofern man der deutsche« Volks­wirtschaft wieder ausziibelfen bereit ist."

WB. Paris, 13. Mai. Wie Temps aus London ®Ibct, beschäftigt sich Lord Ciirzoii mit der Liste der toeblidjen Verletzungen des FriedeNsvertrages durch Deutschland. Das englische Mirnster'nm des Aeußer» e gs Pari? eine ausführliche Liste darüber er» Wien, da England bis jetzt dieser Frage nicht die Leiche Aufmerksamkeit geschenkt habe wie Frankreich.

Die WsrÄerertungsn für Spa.

WB Paris, 13. Mai. Nach Havasberichten Der» Met, dass nach den letzten Verciiibamiizen die Zu- 'Mmeukuntt zwischen Lloyd George und Millerand Ende der Woche in Hythe, einem kleinen Orte bei feftone, stattsinden wird. Millwaud wird von dorsal begleitet fein. Im Laufe der nächsten Woche werden dann in England Besprechungen zwischen Lloyd George, dem belgischen Minister des Aeusseru und 0cm Wichen Wirtschaftsnnnister stattsinden. Nach der ^nsercnz von Folkestone durfte dann mit Sicherheit i« erfahren sein, ob die Konferenz in Spa verichoben ®ifb ober nicht. Das erste wird in maßgebenden Wen für das Wahrscheinlichere gehalten, da die datierten Zeit zu haben wünschen, um die Wfteder- WnUKbmigütrage in allen Einzelheiten zu prüfen.

AttÜS DsMisf'wn.

_ Paris, 12. Mar. Die italrenischrn ?Pialisten hatten in der gestrigen Kammer- hBung den Antrag eingebracht, hie Kammer ^8e sich mit dem jüngsten Zmischenfall "lnrrhalb der Postüeamtenschaft beschäftigen. «>'nisterpräsident N'ittl forderte die Ablehnung ?es Antrags und stellte die BerLra:.ens- f^se. Bei der Abstimmung blieb die Ne- 8>erung in der NUnderheit. Es wurden

Stimmen für Nitti, 195 gegen ihn "bgegeSen.

Nom, 13. Mai. Nitti erklärte, daß das Kabinett infolge der gestrigen Abstimmung dem ^sia seine Demission unterbreitet Labe. Er

Freitag den 14. Mai

forderte die Kammer auf, sich bis nach Lösung der Krise zu vertagen. Die Sozialisten haben einen Antrag eingebracht, daß die Kammer weitertagen solle, um über die Bewegung der Post- und Telegraphenbeamten zu beraten.

Der Rücktritt Nittis stand, wie'rr auch kürzlich berichteten, schon seit einiger Zeit zu erwarten. Wenn auch die Blätter schreiben, daß-das Kabinett Nitti nicht ein Opfer einer Frage einer inneren oder engeren Politik, sondern lediglich der parlamentarischen Geschrits- ordnung sei, so glauben wir feststellen zu können, doch die Hauptgründe doch in den innernolitischen Verhältnissen Italiens zu suchen sind. Richtig ist zwar,daß das Mißtrauensvotum nurmöglichwar, weil die katholische Volksvartei sich mit denSozial- demokraten solidarisch erklärte. Doch, wenn wir an eine kürzlich gebrachte Meldung erinnern dürfen, aus der bervorging, daß die katholische Volks-« partei das Bedürfnis hat, in die Regierung einzutreten. so wird man diefts Zusammengehen der beiden Parteien und damit auch die Minister- krise verstehen. Es ist verständlich, wenn der Avantich den Sturz des Kabinetts Nitti mit Jubel begrüßt und dabei die Behauptung auf- stellt, bn? die sozialistische Partei sich auch mit den Katholiken behaupten werde, mit deren Hilfe sie den Sturz Nittis herbei^ührte. Das Blatt spricht von einer fortschreitenden Zer­setzung aller bürgerliche Parteien und Gruppen, so' daß jede bürgerliche Regierung von vorn­herein zum Mißerfolg verurteilt sei., Der Seeolo" rechnet mit der Möglichkeit eines Ministeriums Meda mit Boninie als Kriegs­minister. Das Blatt meint aber, es sei die Möglichkeit vorhanden, daß Nitti von neuem

Änqe^efltstl des Post- und Telegraphettmefens die Arbeit nach der gestrigen Kammersitzung

bekannt.

wieder aufnahmen.

Ueber den Nachfolger Nittis ist noch nichts

Natürlich werden eine Reihe von Namen genannt, darunter wie immer -£ Giolitti. Das sind aber alles nur Vermutungen, auf die einzugehen heute noch keinen Zweck hat. Ob der Regierungswechsel in Italien auch eine Annäherung an Deutschland bringen wird, wie wir sie erhoffen, läßt sich erst sagen, wenn die neue Regierung und ihr Programm

bekannt sind.

Die fxÄNZHMche SZreilrdeWSgmrg

Millerand gegen die Gewerkschaftskommirsion

In der Sitzung des französischen Ministerrates von Dienstag wurde auf Antrag des JustizmiNist-rS der Beschluß gefasst,' gegen die französische Gewechchafts- kommlssion (Coufödcration Gsnöralc du Travail! eine »Untersuchung eiiizuleiien, die beabsichtigt, deren Auf­lösung herbcizufü iren. Begründet wird der An-rag damit, dass die Gewcrkschnftskommiqion die ihr durch dar Gesetz vom Jahre l'«84 zustehenden Rechte über­schritten hat, indem sie sich nicht auSicfjlieiM mit her Bertcidigung der gewerkschastlichen Hüteressen der Ar- be terschaft beschäftigt, sondern diese für politische Zwecke mißbraucht bat.

Dik'er Beschluss wirrde von den sozialistischen Kam- mermi.gliedern, sowie vom'Ratiourlrar^und dem stän­digen VerwaltuugSauSschuss der Sozialistischen Partei Mit einem scharfen Prolet ausgenommen. Sie nennen das Aorgehcu der Regierung einen Gemaltstreich, eine RechKwidrigkeit. Auch die C. G. T. selbst protestiert natürlich gegen die Absicht der Regierung., Andre Stegirrungen hätten bereits früher die . uflösung der E. G. T. versucht, aber sie bitten darauf verzichten müssen. Die C. G. T. moue die gegenwärtige Ar­beiterbewegung in der Hand behalten; sie werde nor­mal «erlaufen, um das Ziel zu erreichen, des sie sich gest ckt habe, neue Kräfte seien bereits in den Kaprps eingetreten.

Hilferuf an die Jittepnationale.

WB. Paris, 13. Mast Der Allgemeine Arbeiter­verband (C. G. T.) teilt mit, dass er fi b an die gewerllchaftllche Suternatioim'c gewandt habe, damit sie iWn Protest mit beut des französischen Proletariats bereinige zum Zwecke der V.rteigigung der Orgam- satioii Die Berhaitiinreil von Streikführern werden in ganz Frankreich fortgesetzt. Nach demExcelsior" wureen geitern 42 V-rbaitungen vorgenomm n.

Zur Streiclage liegen folgende Havadmeldunie» vor: Der Sir ' der Bergarbeiter im Pas de Ca a- und im Norden ist allgemein. In dein Balsin von -inzril hat sich der ©frei! gestern am vier weitere Gruben ausgedehnt. Jil Lorieut ist der Streik im Baugew rbe allgemein. Die Metall-, Gas- und Elektrizilätsa^beiter streiken nur zum T'il. Die Haieu- arbeiter haben sich dein Streik nicht angef blah m. Jii Foix haben sämtliche Eiscn>mhner die Arbeit wirrer ausgenommen. In Toulonie macht sich de» streit ifur wenig fühlbar. Es streikt nur ein De ' der Dietanarbeiter. In Marseille konnte der Straem ahn betrieb zum Teil wieder cn'euont mit w en Ja Mignon behüt' sich der ~*re c auf. I» ' 'b zeigt sich eine Abnahme des Streits

V^Ü. Parti», 13. Mm. Nach einer Hava nneldmi; luerben die Gasärbener von Paris und Umgebung morsen früh die Arbeit nitberleaen. Die Nord- und

Lüdbabn bat verschiedene Werkstätten, so in Tours, Meziercs usw. schließen und ihre Reparaturen der Privatindustrie geben müssen. Die C. G. T. bat in Erwiderung der Maßnahmen der Regierung den Etrpk der BeleucbtungSindnstne augeordnet und bot muh Verhandlungen eingeleitet, um die gesamte Möbel­industrie silllzulegen.

WB. Paris, 14. Mai. Die Direktion der StaatS- babn hat folgende an das Personal der Staatsbahn gerichtete Bekanntmachung erlassen:

Die StaatSbahn widerv^ibre Angestellten zum lebten Male auf,, die Arbeit wieder anfzunehmen. Die ausgesprochenen Aussperrungen urld.Ztreicbuiigen bleibest bestehen, desgleichen die getroffenen somtiaci Maßregeln? Was die disziplinarischen Maßnabmen anbetrifft, so verschärfen sie sich, je' nach der Dauer der Abwesenheit von b-r Arbeit.

WB. Paris, 13. Mai. Die Arbeiter der Pariser Elektrizitatswerke haben die Arbeit wieder ausge­nommen.

Wie AsVsMiOA in Msxrks.

WB. London, 12. Mai. Das _ revo/ntionäre Hauptquartier von Mexiko erklärt, daß sich die neue Regierung konsolidiere. Huerta ist tatsächlich daS Haupt "her Regierung, General Salvatore über­nahm die Finanzen.

WB. Weracen", 18. Mai. Reuter. Dir Auf­ständischen sind nicht im Stande, Carranza aus San Marcus zu vertreiben. Der amerikanische Konsul teilt mit, dass Leben und Eigentum der Ausländer ge­fährdet ist. und gibt den Rat, die amerikaui icben Streit­kräfte znrnckznziehen, um nach Möglichkeit Reibungen auszuschalten.

Der Orisnt gegen Sie En?sk??e.

Eine geschlossene Bewegung des Aslsms.

Jpu. London, 13. Mai. Wie Nachrichten aus Delhi (Britisch-Indiens berichten, haben die moham­

medanischen Geistlichen in Lahore, Rangoon und

ie Haiderapaü in

den letzten Wochen einen Amm. La MrLrMn HauptveMmmluua des H-t'». es die Pflicht eines jeden Moßam- Mundes wurde beschlossen, für den Zusam-

verkündet, daß es die Pflicht eines jeden Mohaw

medaners sei, alle Anordnungen des Khalifates, die zur Erhaltung der Macht des Islam erforder­lich waren, zu erfüllen. Die Gläubigen müssen sich in den Moscheen durch Ablegung eines Eides ver­pflichten, den religiösen Gesetzen nachzukommen. Es herrscht überall große Begeisterung unter den Muselmännern, als ob es zumMieg ginge. Die englischen Behörden wachen sehr scharf über bie. Ansammlung geheimer Warenlager.

Jpu. Komtantnropcl, 13. Mai. Verschiedene Vorgänge deuten darauf hin, daß mit der Übergabe des Friedensvertrages für die Türkei sich Dinge abspielen werden, die auf eine geschlossene Kund­gebung des Islam hindeuren. Gerüchtweise ver­lautet, daß der Sultan entschlossen sein soll, mit seiner ganzen Familie gemeinsam mit dem neuen Kabinett die Regierung niederzulegen, was eine ungeheure Aufregung untert den Mohammedanern verursachen werde. Noch immer soll beim Sultan die Absicht bestehen, sich nach Anatolien zurückzu- ziehen. Eine Flucht scheint aber unter der heutigen strengen Bewachung der Entente unmöglich zu sein.

Gemeinsame Führurrg der Bewegurrg.

Jpu, Konflautinypel, 13. Mai. Die Nach­richten aus dem Kaukasus und Anatolien stimmen darin überein, daß die Aufständsbewegung gegen die Entente jetzt von den türkischen Nationalisten, den Arabern, den Volschewisten und den aufstän­dischen Elementen in Persien und Afghanistan unter gemeinsame Führung gebracht ist. - Das Haupt­quartier dieser, gemeinsamen Opposit on befindet sich in Tiflis, wohin 20000 Sowjettruppen trans­portiert worden sind und wohin auch die Leitung des bevorstehenden Krieges übersisdelte. In Afghanistan werden Freiwillige mobilisiert, um dort eine besondere Aktion zu organisieren. In Palästina nimmt die Zahl der aufständischen Araber, die sich der französischen Herrschaft widersetzten, fortwährend zu. Aus dem Kaukasus wird russisches Kriegs­material durch Karawanen nach Mesopotamien und Palästina gebracht. Es bildet sich eine Macht, gegen die die Entente nur mit einem großen Truppen- aufoebot etwas erreichen kann

Jpu. Ath-n> 13. IM Mit der griechischen Mobilisation, die von England veranlaßt wurde, um geg i alle Fälle in der Türkei gesichert zu sein geht es nur langsam voran, da die Opposition Griechenland sich in heftiger Weise gegen d Mobilisation wendet. Die Handelsvetbande haben ebenfalls protestiert, daß ihre Angestellten weg- genommen werden tollen und die A beuer.drohen

einem streit zu

Dorten. wenn die Regierung,

ubn den W:<; u Gebrauch machen sollte, um sie nach der Türkei zu senden.' Der General Para >- kevopulo, der den Aufruf an die Dienstpflicht erließ, hat der Neaieruna die Undurchführbarkett

1920

i^gsrnu^:;,2^^ ........... ins iiiaiwin dieser Mobilisation mitgeteilt und hat nun ei Freiwilligensystem entworfen.

Die Anruhsn in Irland.

WB. London, 14. Mai. Gestern eingtlanfent? Tcb"ramme melden, dass in ganz Irland planmäßige Einäscherungen von Polizei-, ferner Zoll- unb Steuer» büro? stattgefunden haben in einem Umfange, wir dies noch nicht geschehen ist.

Deutschland und Dänemark.

^Vll. ffopsnhaqen/13. Mai. (Ritzau.) Da der deutsche Gesandte in seiner Note vom 11. Mai die Aufmerksamkeit des dänischen Ministers des A-ussern darauf lenkte, dass er bei seinem Switch im Ministerium teS Aeußern am 7. Mai den Minister deS Ae>lßcn, «fragt habe, ob die dänische Regierung bereit sei, eine Uebereinlunft mit der deutschen Regierung betreffend 8 ch n tz d e r s ch l e s w i q t Ä : u M i n d e r h e il e « abzUschliessen, hat her dänische Minister des Aeußera am 12. Mai dem deutschen Gesandten mitgeteilt, die bei der genannten OHegenbeit' vorgebrachten Aeuße­rungen seien von ihm nicht als Vorschlag, sondern nur als zufällige Bemerkung in der genannten Sache auf« gefasst worden. Der Minister habe daher die Sache seinen Kollegen nicht vorgelegt, was anbernfaüs ge­schehen wäre. Weiter wurde dem deutschen Gesandten mitgeteilt, dass der Minister beS Aeußern, da jetzt aus der oben genannten Note hervorgche, dass bie ihm am 7. gemachten Aeusserungen als eigentlicher Vorschlag betreffend Abschluss eines UebereinlominenS über die Rechtsstellung der Minderheiten verstanden werden tollten, die Sache mit seinen Kollegen erörtert habe und dass die dänische Regierung im gegenwärtigen Zeit- vlinkt bedauere, sich nicht im Stande zu sehen, Ver­handlungen mit Deutschland in dieser Frage aufzn- nehmen.

Fkr eilte GswerkschasZ der Anfernehmer.

rn e n s ch l u ß aller «ingelnen wirtschaftlichen und aller fachwirtschaftlichen Organisationen im Hcmsabund für Gewerbe, Handel und Industrie einzutreten. In einem Aufruf heißt es:

Um dem Unternehmertum Gleichberechtigunz

im Staats- und WirtschaftZleben zu erhalten, ist die Bildung einer Einheitsfront dringende For­derung 5x8 Tages. Neue Organisationen in die­ser Zeit zu schaffen, ist überflüssig und bedenk­lich. Wir wollen dieses Ziel in dem Zusarmuen-- schlusse aller Einzelwirtschaftler und aller Fach°> und Wirtschaftsorganisationen im Hansabund für Gewerbe, Handel und Industrie verwirk­lichen. Diese Einheitsfront als Gewerkschaft der Unternehmer stellt sich in den Dienst des stets vom Hansabund erstrebten friedlichen Ausgleichs widerftreitender Interessen zwischen Arbeit­gebern und Arbeitnehmern, soll aber gegenüber der gewerkschaftlichen Kampffront der ^Arbeitneh­mer als gleichfalls geschlossene Abwehrsront der Unternehmer austreten. Das gesamte Unterneh­mertum rufen wir unter Vorbehalt organisa­torischer Einzelheiten heute auf, sich geschlossen und tatkräftig dieser Arbeit zur Verfügung zu stellen. Die parteipolitische Stellung des. ein­zelnen Unternehmers bleibt dabei unberührt. Die Entwicklung der russischen Verhältnisse beweist, daß wir, wenn wir das Unternehmertum als gleichberechtigten Faktor des Wiederaufbaues er­halten, eine nationale Pflicht erfüllen. Wir er­warten deshalb tatkräftige Unterstützung und Mithilfe.

Ferner wurde ein Protest gegen die Ausfuhr- abgabe für Fertigerzeugnisse angenommen und in der Frage der Ablieferung des Schiffsraumes energische Stellungnahme der Regierung ver­langt.

Drs W§triehsralsWah!Ltr bei den

. Muhr.M^en.

Essen, 12. Mai. Die W W zum Betriebsrat bei 192 rheinisch-westfälischen Z e - chen hatten folgendes Ergebnis:

Ferner nennt die Essener Aibeiterzeitung . noch eine GruppeMischmasch", die 53 433 Stimmen, 517 Mandate und 60 Ergänzungsman­date erhalten hat. Zu diesem sogenanten Misch­masch gehören die Umonisten, Syndikalisten, Freie Vereinigung, Freie Arbeitervereinigung. die Wirtschaftsfriedlichen und Zechenvereiui- qwngen und Vereinigungen der Belegschasien 'in^elner Sedjen u. a. - Der 2Hte Bergarbeiter.

-rbanb. der im März 1915 101 965 und im De- -ember 1914 58 873 Mitglieder zählte, hatte tut Dezember 1919 436 527 Mitglieder, die sich aus Bergleuton der sämtlichen Reviere Deutschlands, nicht nur des Ruhrgebiets, zusammensetzten. prKf Ersuchen des Bn'garbciterverbandes hat der Zechenperband eingewilligt, daß die Feierschicht vom 1 Mai nicht "aus die Urlaubstage angerech. net werde.