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AmMches Organ für Slaöl- und Landkreis Lana«

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Rotationsdruckd.Waisenhausbuchdruckerei Hanau Fernivrechanicklüsse Nr. 1237 und 1238

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G

Sr. 119

Dienstag den 11. Mai

1920

Das Neueste.

Eine Meldung aus Paris besagt, daß von einer Aufhebung der Frankfurter Besetzung feine Rede ist.

Die Konferenz in Spa scheint doch vertagt ;h werden.

In Linz in Oesterreich fanden gestern nach- Mag kommunistische Unruhen statt, sodaß die Regierung das Stand recht über die Stadt ver­engte.

Die Streikbewegung in Frankreich hat an Ausdehnung zugenommen.

Auf der interparlamentarischen Hanvels- bnferenz beschäftigte man sich ausschließlich mit der Frage, wie der Lebensmittebunterhalt zu »erbilsigen ist

Keine Rüumuug desMaingaues.

Ipn. Paris, 11. Mai. Von diplomatischer Seite wird entgegen anders lautenden gerächten mitgeteilt daß von einer Aufhebung der Frankfurter Besetzung keine Rede ist. Man nimmt sogar an, daß diese Frage euch nach der Räumung des Ruhrgebietes nicht zur Erledigung komme, da die An­gelegenheit mit anderen strittigen Punkten verbunden wird. Dagegen stehe zu erwarten, daß Amerika seine Truppen bald zuriicknehmen werde, wodurch eine schwierige Krisis entstehe, da man nicht wisse, wer die srsiwrrdende Miete besetzen solle. England ist dazu Ächt Ü^sigt.

Spa.

FranzösischeVorbei erkungen". 1

Die Erklärung der deutschen Regierung, daß sie um eine Verschiebung der Konferenz von Spa sucht, nachgesucht habe, kommt der französischen Pvesst nicht schr gelegen.Petit Parisien" ge- Rt, daß die Konferenz wegen der Verzöge­rung, welche die Besprechungen der Alliierten untereinander erfahren, verschoben werden dürfte. Aus London wird demselben Blatte ge­meldet, daß bi.e englische Regierung einer Ver­schiebung der Konferenz nicht zustimmen würde, obwohl die Franzosen eine solche wünschen. Es als feststehend betrachtet werden, daß Frankreich auf eine Zusammenkunft mit Ver­tretern Deutschlands nicht allzusehr bringen Ärd. bevor es nicht weiß, ob es Millerand bei Zusammenkunft mit Lloyd George gelingen Wirb, diesen zu seinen Anschauungen zu be- ehren. Darüber besteht heute schon kein Zwei- daß Frankreich nichts unversucht lassen wirb, um in Spa die Festsetzung der Gesamt- summe der von Deutschland zu zählenden Ent- Mdigung zu hintertreiben. Noch wichtiger als bie Konferenz in Spa dürften die Bcsprachun- M zwischen dem französischen und englischem Aimsterprästhenten vom 13. bis 15. Mai fein, w welcher Absicht Millerand nach Folkestone ssist, beweist am besten die Tatsache, daß er Foch als Begleiter mitnimmt. Dazu kommt die schlicht, daß Kriegsminister Andree Lefevre, dessen Amtsniederlegung bis sicher angenommen werben mußte, plötzlich von seiner Krankheit Lieder genesen ist und sein Amt an getreten hat. Killerand' wird also von seinen militärischen ^gebetn unterstützt in Folkestone arbeiten. An dem Ausgang dieser Besprechungen mit Aoyd George wird eigentlich das Schicksal der Konferenz von Spa abhängen.

Wb. Amsterdam, 10. Mai. DerTelegraas" meldet aus Brüssel: An der Konferenz in Spa werben Frankreich, England, Italien, Japan Belgien teiln es men. Der amerikanitche Delegierte wird den Sitzungen beimohnen, ohne ""er an den Erörterungen teilzunehmen. Man "wartet, die Konferenz werde voraussichtlich bis 400 Personen umfassen, da fede Delegation einen zahlreichen Stab mitbringt. e Wb. Paris, 10. Mai. Der Londoner Korrespondent desTemps" berichtet: Bei der Zusammenkunft von Millerand und Lloyd George werde Frankreich keine Mühe haben, seine vitorität für die Entschädigungen der Aemaligen Kampfzone geltend zu machen. Die llsage der Maßnahmen, die ergriffen werden wllten, um die deutsche Schuld zu diskontieren, werde mehr Schwierigkeiten bereiten. Man

auch Grund, annmebmen, daß die in San Aeuro getroffenen militärischen Entscheidungen, was die eventuellen Sanktionen betreffe, bei eJ folgenden Rücksprache Abänderungen er- Khren werde.

Doch Lerlagung der Ksuferenz?

wb. Brüssel, 11. Mai. Der Minister für Wirtschaftsangelegenheiten, der im Laute des gestrigen Abends aus Paris zurückgekehrt ist, bestätigte, daß dieKonferenz in Spa wahrscheinlich verschoben wird, und daß deshalb auch der Beginn der internationalen Finanzkonferenz bis Anfang Juli vertagt.werden muß.

Die Lr?Mch--fr6nzWschLN

WirLschWsVLrhrmKluugeu.'

WB. Paris, 10. Mai. Ueber dir bevorücbevdm iranzösisch-deut'chen wirtschaftlichen Verbannungen ibreibt derTemps", nun werde zuerst über den Wiederaufbau sprechen. Die französischen Sachverständigen würden die Bedürfnisse der ehemaligen Kampfzone und die Art und Weise, wie die deutsche Industrie in gewissem Maße dabei mitarbeiten könnte, auseinandersetzen. Die deutschen Sachverständigen ihrerseits würden alsdann ohne Zweifel auScnmnder- setzen, in welchem Maß Deutschland und die deutsche Industrie durch Lieferung von Materialien und Ge­stellung von Arbeitskräften Mitarbeiten sonnte. Mau würde alsdann Kombinationen bilseu, um an den Wiederaufbauarbeiten französische und deutsche Unter­nehmer zu beteiligen. Alsdann werde man zu Ver­handlungen über den wirtschaftlichen Austausch über* aeben und namentlich Vereinbarungen zu treffen suchen über die Ein- und Ausfuhr von Waren so­wie auch über die rationelle Zusammenarbeit der beiden Länder. Man scheine für gewisse Industrien Kombi­nationen ermöglichen zu können. Deutschland werde von Frankreich die notwendigen R o h-

I a f ü r F r a n k r e i cb halbfertige Fabrikate liefern. Die fran­zösische Industrie ihrerseits werde dann die halbfertigen Produkte fertigstellen. Dos sei aber nur ein einziges Beispiel. Es ergeben sich aber weitere andere Mög­lichkeiten. Im ganzen sei man aber in sranzösi'ch-n Kreisen von dem Wunsche beseelt, billige und praktische Lösungen zu finden.

Aus Nr mlerparLamsnkgrischeu Kandelskonferenz.

Jpu. Paris, 11. Mai. Auf der interparla- meni arischen Handelskonferenz dieser Tage be­schäftigte man sich ausschließlich mit der Frage, wie der Lebensunterhalt zu ver­billigen ist. Der Zwischenhandel muß nach Ansicht zahlreicher Länder im Lebensmittel- h an bei sowie bei den notwendigsten V-erbrauchs- aitikeln fast ganz ausgeschaltet werden und ge­nossenschaftlicher Einkauf an seine Stelle treten. Auf diese Weise ließen sich auch die Kreditver- Haltnisse der VoKsmasien regeln, durch deren Arbeitsvermehrung eine Gesundung zu erwar­ten ist. Von französischer Seite ist auch die Frage wieder angeschnitten worden, die Kriegs­schulden aller Länder durch internationale An­leihen abzulösen und zu garantieren, da da­durch eine Gesundung der Valutafrage zu er­warten sei. Vollständig einig ist man sich über die Frage, daß nur international in dieser Frage vorgegangen werden müsse und daß alle einseitige Politik auszuschalten ist.

KvMnNsche Lebensrnittel für Deulschlanö

j Nach der zwischen der deutschen und der hollän­dischen Regierung getroffenen Ueberemkunft sollen, wie verschiedene Blätter mitteilen, 80 500 000 Golden für den Anlauf von Lebensrnitteln in Holländisch-Jndien ausgegeben werden. Die holländische Regierung ver­pflichtet sich, 50 000 Tonnen Weizen zum Betrage von 1 570 000 Gulden an Deutschland zu verkaufen, ferner 540a Tonnen Fleisch zum Breite von 6 750 090 Gulden. Die deutsche Regierung erklärt sich bereit, Heringe ein* zukaufen zum Betrage von 8'/' Millionen Guldm, Milch und Milchprodukte für 6 Millionen, Kokosöle und Kokosnüsse für 2 660 000 Gulden, Tee für 8 Millionen Gulden, Marmelade für eine Million Silben.

Besprechung der

Ernühruugsfragen.

Wie das Bcrl. Tageblatt hört, treten am Sämling dieser Woche unter dem Re>chsernä rungruniuster Her­mes die Ernähruugsunnister iänitiichcr Staaten zu eu er Besprechung deS neuen Ernte- jahreS in Berlin zuiauinicu. ES danbeli iim um o>e EMust.bttun des GeireideS und der Ku>tosseln. Bayern meioe. wie verlautet, n er !e neu Umstaüdeu die Kartoffeln und das Setrebe der Zwaugswiuichast entziehen lassen. <

Die SSreMveWegung in Frankreich.

wb. Paris, 10 Mai. Sanas berichtet über den für heute erklärten Streik der Bau-, Metall- und Transportarbeiter folqendes: In Lyon streiken die Eisenbahner. In Marseille und St. Etienne ist der Streik allgemein. In Toulon streiken 600 bis 800 Arsenalarbeiter. Im Saone-Departement streiken die Bau- und Metallarbeiter nicht. In Dünkirchen macht sich nur ein Teil streik bemerkbar. 3n Lille sind die Metall- und Bauarbeiter int Streik. In den Minen von Anzin streiten 10Ö0 Minen- arbeiter. In Anichy arbeiten 50 Prozent, in Bruay 20 Prozent, in Marles 50 Prozent, in Bethuns 40 Prozent, in Noeux 25 Prozent. In Lille und Halemmss haben die Eisenbahner die Arbeit nicht verlassen. In Limoges ist die Hälfte der Metall- und Bauarbeiter im Streik.

Nach demBon Soir" ist in Paris der Bauarbeiterstreik allgemein. Der Streik in der Metallbranche hat sich ausgedehnt. Die Kraftdroschken verkehren nicht. Dagegen sanktioniert der Dienst der Untergrundbahn, der Autobusse und der Straßenbahn. Die Ge­werkschaft der Eisenbahner erklärt, der Eisen­bahnerstreik habe an Ausdehnung gewonnen. Die Regierung erklärt, er habe sich im Gegenteil verringert.

^VMMUnifkische Anruhen in Orfterreich.

WB. Linz, 10. Mai. Hier fand nachmittags eine kommunistische Versammlung statt, nach deren Schluß die Teilnehmer zu der Landesre­gierung ziehen wollten, angeblich um den Rück- lUtl ves .Miaiöe.lMMiG^ |Ä>B mann-Stellvertreter's Grube zu erzwingen. Der Hauptplatz und bie Zugänge zur Landesregie­rung war indes durch Gendarmen und Volks­wehr gesichert. Ungefäh-r 500 meist jugendliche Elemente verlangten stürmisch deren Abzug und blieben stundenlang vor dem Kordon stehen, wo­bei Ansprachen gehalten wurden. Gegen %9 Uhr zog ein Teil der Demonstranten zur Schloß- kaserne, um die Freilassung eines Kommunisten zu erzwingen, mußten aber unverrichteter Sache wieder abziehen. Die auf dem Hauptplatz zu­rückgebliebene Menge drängte i-ndessen wieder holt gegen die Volks wehr vor, wobei es zu Tät­lichkeiten gegen die Volkswehr kam, die schließ­lich gegen 9 Uhr mit blanker Waffe gegen die Demonstranten vorging. Hierbei fiel ein Schuß gegen die Volkswehr, die nun auch ihrer sei is feuerte. Die Demonstranten erwiderten das Feuer aus Häusern; auch aus den Seitengassen wurde gegen die Volkswehr geschossen. Hierbei wurden zwei Personen von der Menge getötet und 8 verwundet, während von der Volkswehr zwei Mann verwundet wurden. Spät abends setzte sich die Schießerei zwischen den Demon­stranten und den Volkswehrpatrouillen fort.

WB. Linz, 11 Mai. Sie Reichsrcgiecung beschloß gestern abend 11 Uhr die sofortige Der- bänWng des Standrechtes über Linz. Das Feuergefecht dürfte mehr Opfer gefordert haben, als ursprünglich angenommen wurde. Die Volls- wehr wurde von der Donaubrücke aus beschossen und erwiderte das Feuer.

Sowjsl-RntzsKnd und die Türkei.

Ein Militärvertrag. '

WB. London, 10. Mai. DieTimes" meldet aus Teheran: Zwischen Towjrt-Rnßland und den türkischen Nationalisten ist ein Militär- vertrag für den Zeitraum von 20 Fahren abgeschlossen worden. Die türkischen Ratio na!i en übernehmen die Berpflichtnug, in eine V« Minderung der türkischen Sonv.« ' änitä' nicht cinzn'vi lüge», während Towjet- Ru'ttand sich verpflich et, den Türken im Falle eines Äuzriffes der Alliierten beiMstehcn.

Die VerhLnd!ttNften FMischen DKMu und Rußland.

spn. Tokio, 10. Mai. (Ostasiatischer Dienst.) Die Berbanblnnge» zwischen Japan und Sowiet-Rußland sind soweit zum Abschlüsse gekommen, daß sich nun die Regierung in Moskau eniicheiden muß, ob sie Japan? Bedingungen anuiiumt. Japan bat gefordert, daß Sowjec-Rußland jede bolschewistische Propaganda in Sibirien anmeten muß und sich nicht in die innre o itik von Echiua und Korea c nmischeu barst Fa'is bie Soivjet Regierung hier Bedvi ungen annebmen mitte, dann i t Japan bereit, die Beziehungen m t oer Lowjet-Revnbl! mieser an ZnuehMen uns auch Gc- iaudte-und Koissuln der.Moskauer Reg^rnng zuzus lassen. Ehuia hat sich oen japauijchen Forseruiigeu aiiMfdjloifciL

Die Reyv!lttion in Mexiko.

Ipn. Mexiko, 10. Mai. Die Revolutionär« haben einen Ingenieur Dominznez zum vor- länngen Präsidenten ernannt. Carranza hat auf dit Forderung der Revolutionäre, am 26. Mai abzutreten, nicht geantwortet. Es wird eine umfangreiche Be­kämpfung der Ausständigen vorbereitet. Ob diese ge­lingen wird, hängt von der Bolksstimmung ab, die fehl zweifelt äst geworden ist. Die revolutionären Leitn haben auch bereits Beziehungen mit ausländische» Kapitalisten, besonders Amerikanern, ausgenommen, u» Kredite für die neue Regierung zu erhalten.

WB. Amsterdam, 10. Mai. AuS Washington wird gemelset: Etwa 1200 Seesoldaten erhielten Be­fehl, von Philadcipbia nach Kewest abzugehen, um sich dort für den Dienst in Mexiko bereitzuhalten. Marine- sekretär Daniels erklärte, daß eS sich um Vorsicht«, maßregeln handele. Die Seesoldaten würden nur nach Mexiko gesandt, wenn dies zum Schutze der dortige» Amerikaner nötig wäre. Präsident Carranzo begab sich mit der Eisenbahn von Mexiko nach Tlax< cala und flüchtete von dort aü8 z» Pserde.

WB. Paris, 10. Mai, Havas meldet au« Was­hington, die amerikanische Botschaft in Mexiko bestätige die Nachricht, daß sich die Rebellen am Freitag mittag der Hauptstadt bemächtigt haben. Alle Ausländer befinden sich wohl.

WB. El Paso, 10. Mai. Nach einem Berichte aus amerikanischer Quelle sollen die im Militärgefäng­nis zu Santiago (Mexiko) untergebrachten politischen Gefangenen massenweise niedergemetzelt worden sein. Unter den Getöteten sollen sich 15 Amerikaner befinden.

Me gissten der amerikanischen Bssatzungstrup«en.

fpu. Wafhinoto», 10.

der Vorsitzende für militärische Angelegen betten mit, daß Deut'chland den Zahlungen der Unterhaltungs­kosten der amerikanischen Bciatziingsttflppen bisher nicht voll eiltpro ben habe. Der Unterhalt der amerika­nischen Trupven koste täglich 1220 000 Dollar. Der Bankier Kahn fügte noch hinzu, bei er sehr bezweifle, ob Deutsch land jemals in der Lage sei, diese riesigen Schulden zu bezahlen. Bisher feien nur Teilzahlungen von der deutichen Regierung gemacht worden. BiS zum 4. April waren erst 433 Millionen Mark bezahlt worden.

Die polnischen Wahlen in Westpreutzen.

Berlin, 10. Mai. Offizielle Zahlen über den Mahlausfall in den abgetretenen Teile» Westpveußens liegen bisher noch nicht vor. So viel aber steht, wie beiGraudenzer Gesellige" meldet, bereits fest, daß die Vereinigung des deutschen DoWtumS in Polen nach den bis­herigen Ergebnissen glä-nzend abgefänitten hat. In Th orn-Sta vt erhielt sie bie zweit­größte Stiwwenzcchl, in den übrigen Orten, so oesonders in Neuenburg, behauptete sie von den deutschen Listen fast allein das Feld. In Thorn-Stadt wären die deutschen Stimmen bebeutenb höher, wenn nicht die Sozialdemokva- ten für die polnischen Listen gestimmt hätten. Nach Privatmeldungen sollen bisher im Wahl- k.eise G r a u b e n z gezählt worden, sein: Für die Liste Vereinigung des deutschen Volkstums 33 000 für die Liste der deutschen Arbeitsge- meinschafi über 8500 Stimmen, das würde zu­sammen über 41500 Stimmen ergeben, svdaß drei deutsch« Abgeordnete bestimmt als gewählt in Frage kommen, und zwar voraussichtlich slle drei aus der Liste der Vereinigung des deutschen Volkstums Demgegenüber dürften mindestens 110 000 polnische Stimmen abgegeben worden sein und 8 polnische Abgeordyete dafür in Frage tommen Nach den bisherigen Feststellun­gen sind die meisten Stimmen auf bie Liste der national-polnischen Arbeiterpartei gefallen. Diese erhält voraussichtlich 67 Mandate Der nationale Verband (C. L. N) trägt voraussicht­lich 23 Mandate davon. Bei der deutschen Liste kommen als gewählte Abgeordnete in Ve-c Iracht: 1. Erwin Hasbach, Domänenpächter, Schloß Briglau (Kreis Thorn), 2. Karl Daczlo, Schulrat in Tuchel, 3 Albrecht Lucdeke, Kauf­mann in Graudenz.

Kurze Meldungen.

* Der Londoner Korrespondent desTemps" meldet, die liberale Koalition würde eine neue Partei, die den NamenNationalliberaie Par­tei" führen werde, bilden. Diese Parte' werde Lloyd George zu ihrem Führer erklären.

* Nach Berichten aus Gent explodierte bet einer militärischen Festlichkeit eine Handgva- nate, wodurch zwei Soldaten schwer und eüva 30 Zivilpersonen leichter verletzt wurden.