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onatl. 3.50 Mk., für Postbezug Vierteljahr!. 10.50 ark. monatl. 3.50 Mk. Die Nummer 15 Hfg. Postscheck-Konto Nr. 26659. Frankfurt a. M.

General-Anzeiger

AmMches Organ für Slaöl- und Landkreis Sana»

Erschein! täglich mit Mwahme Vertonn- und Feiertags

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Verlagsleitung: Ad. Jndermüble.

Verantwortlich: für politischen und allgemeinen TeilRich.dultschnür lokalen und provinziellen Teil sowie Sport W. Moritz; für Anzeigen und Reklamen A. Brodt. alle in Hanau a. M.

Rotationsdruckd.Waisenbausbuchdruckerei Sanan Fernsprechanschlüsse Nr. 1237 und 1238

Nr. 105

Mittwoch den 3. Mai

1920

Das Nenesle.

gyrtäfibent Poincars äußert sich in einem Artikel desMatin^ über die von Deutschland z« Mende Entschädigungssumme.

Die deutsche Regierung richtete über die pol- ,jschen Putschpläne in Oberschlesien eine Note N die interalliierte Kommission.

Kultusminister Buck wurde zum sächsischen Wnisterpräsidenten gewählt.

Dänemark beginnt heute mit der militärischen Besetzung der ersten schleswigschen Abstimmungs-

Das Untersuchung amt über die Märzvor- zinge hat bisher 14 Fälle erledigt. Lettow-Vor- däk neben andern nnter Anklage gestellt »erden.

poinears über die

Enlschä-igungssumme.

ExprSsident Pomcars schreibt in einem Artikel im Iatin" unter der UeberschriftStumme Ruinen" : .ES scheine ihm, daß man besser in DiMuiden, & Reims oder verdun eine Konferenz abhalten die der Ausführung des Friedensvertrags ge« »fand sei, all in Spaa. PoincarL erörterte die $rage, ob die Festsetzung der deutschen Schuld von Frankreich angenommen werden könne. Deutschland be^nbe sich wirtschaftlich in der kritischsten Phase seiner tzcschichte, werde ssch aber wieder erhebe«, weil es i«»vndermrgSw2rdige Qualitäten der Arbeit und Disriplm habe, gleichzeitig auch starke« Rationakgefühl. Wer Kerrie die Festsetzung der WiedergutmachungS- falb auzuuehuiLri, zu einer Etrmde, wc m niedrigsten stehe, wo el ihm st tihtler erscheinen zu lassen, all e« sei, riskiere man to nicht, die Zukunft mit Rabatt zu verkaufen oder >» ernten, bevor die Siebten gereift seien?

Jedenfalls widersprächen die Grundsätze die in den Artikeln 233 und folgenden festgesetzt seien, dem System ter Festlegung, das 1919 von den Amerikanern und faglänbern Borgeseblagen, aber schließlich abgelehnt »erben sei. Heute darauf zurückzukommen, bedeute die Wnderung bei Vertrages, der von den Sommern an« genommen und dadurch StaatSgesetz geworden fei, das Riebt ohne Parlament abgeändert werden könne. Wenn box heute die Frist, die man Deutschland gewährte, um Vorschläge |nr Deckung seiner Schuld zu machen, ^längere, so sei daS wiederum eine Revision, die man M$Iase. Er scheine nicht möglich, sie ohne parla- ««tarische Genehmigung gutzuheißen. Auf alle Fälle aber könne man bei Festsetzung der Schuld nicht unter da Betrag ^rabgehe». den einige der französischen Delegierten in früheren Unterhaxdlmigen genannt datten. Der Paragraph 12 (Annex 2) setze tatsächlich 'ch, daß Deutschland sofort zwanzig Dkilliarden bc- lobltn müsse, vierzig Milliarden Goldmark in BonS, iowie daß es gleichzeitig die Verpflichtung übernehmen We, neue Emissionen vorzunehmen, wenn die Wieder- Mtmachnngskommisston es beschließe; und zwar handle £ sich auch hier um vierzig Milliarden Goldmark. Deutschland habe also den Alliierten eine Mindest- tomitt von hundert Milliarden Goldmark versprochen, späteren Festsetzungen vorzugreift«. Von diesen probtet Milliarden seien sechzig Milliarden sofort fällig.

fei sicher erlaubt, erneut nach einer ZahlungSweiie W suchen, wie etwa steigende Jahresraten, und indem sich endgültige Festsetzung Vorbehalte, nehme besser auf die augenblickliche Lage Deutschland« ^cksicht. Man könne ihm auch durch Anleihen helfen, W wieder aufzurichten und seine Schuld gegen Frank» zu begleichen sowie auch seine Schulden bei den autrale« zu liquidieren. Frankreich wünsche ebenso ®'e feine Verbündeten, daß Deutschland sich wirtschast- wikdcrerhebe unb el wünsche auch, wie Millerand la8ü, mit ihm wieder normale Beziehungen aufzu- uebmen, aber dies alles unter der einen Bedingung, A Deutschland an Frankreich bezahle, was es ihm Mde: man wolle nicht, daß in 15 oder 2V Jahren, ^«n Deutschland wieder anigeblüht sei, die armen Stute des französischen Nordens und Osten« immer auf den Trümmern ihrer Heimstätten weinten.

Die Streikbewegung in Frankreich.

a 3n her Ausstandsbewegung der französischen ^stenbahuer ist trotz der Unterstützung des Allge-

. Geweckschaftsverbandes keine ersichtliche Aenderung eingetreten. In einzelnen Bezirken . die Zahl der Streikenden zwar zugenommen, anderen Bezirken sind die Ausständigen da- zur Arbeit zurückgekehrt. Der Fernverkehr W auch heute normal. Dagegen scheint der- «rverkehr, insbesondere die Eilgutbeförderung ins Stocken geraten zu sein. Der vom Allge­

meinen Gewerkschaftsausschuß zur Unterstützung der Eisenbahner angeordnete Ausstand bet Berg­arbeiter und der Seeleute und Hafenarbeiter hat gestern sofort in einzelnen Städten, wie Mar­seille, Bordeaux, Nantes und Le Havre einen großen Umfang erreicht.

WB. Paris, 5. Mai. Der Unterstaats sekretär für Ernährung hält nach einer Havasmeldung die gegenwärtige Lage hinsichtlich der Ernäh­rung von Paris für ausgezeichnet und erachtet es nicht einmal für notwendig, die schon beim letzten Eisenbahnerstreik vorgesehenen Maßnah­men, die Beschlagnahme aller öffentlicher und privater Transportmittel anzuordnen. Die täglich angekündigten Lebensmittel genügten nicht nur für den Verbrauch, sondern gestatteten auch noch die Auffüllung der Vorräte, so daß Paris für drei Wochen versorgt sei.

WB. Paris, 5. Mai. Die Metallarbeiter des Seinebezirks haben sich dem Streik, der in den C. G. T. zusammengeschlossenen Gewerkschaften, angeschlossen. Die genannte Organisation hat der Regierung eine Denkschrift überreicht, in der sie die Forderungen der streikenden Eisenbahner, Bergleute und Dockarbeiter auf völlige Umgestaltung der Betriebe der Bergwerke, für die Eisenbahner Verstaatlichung und für die Dock- arbeiter Umgestaltung der Hafenbetriebe verlangt.

Eine deutsche Note über die polnischen Putschpläue.

WB. Berlin, 4. Mai. In der Angelegenheit der durch die Veröffentlichung geheimer Doku­mente bereits bekannten polnischen Putschpläue in Oberschlesien ist dem Vorsitzenden der inter­alliierten Kommission in Oppeln, General Le

ende Note übergeben worden:

Rond, folg! Nach bi

Nach den Ereignissen der letzten Wochen in Oberschlesien hält sich die deutsche Regierung für ^"^erten

ölt volutionaren Organisation hinzulenken, wcl eine gewaltsame Umwälzung in Oberschlesien zu Gunsten Polens anstreben. Die der deutschen Regierung zur Verfügung stehenden Unterlagen weisen die polnischen Umsturzpläne einwandfrei nach, so zum Beispiel ein Befehl des Komitees zum Schutze Schlesiens, Organisations-Abtei- lung, vom 12. 4. 1920 Nr. 408/20,. in dem zur gewaltsamen Vereinigung OberschlesienZ mit dem polnischen Staate aufgerufen wird. Die Schaffung einer Verschwörung und eines polnischen Auf­standes wird hierin im einzelnen vorbereitet und das Verhalten gegenüber der interalliierten Kom- mission festgelegt, damit aller Verdacht von den Polen abgewendet wird. Außerdem wird die sofortige Mobilisation der polnischen Militär- organisationen in acht oberschlesischen Kreisen, nämlich Beuthen, Kattowitz, Königshütte, Glei- Witz, Zabrze, Myslowitz, Oppeln und Rybnik un­geordnet. Ich beehre mich, sieben Photographien der Originalbefehle und sieben Uebersetzungen der Dokumente beizufügen.

Die deutsche Regierung glaubt nicht fehlzu­gehen in der Voraussetzung, daß nach Bestim­mung und Geist des Friedensvertcages eine der wesentlichsten Aufgaben der interalliierten Kom­mission darstellt, eine gerechte, in Ruhe und Ordnung sich vollziehende Abstim­mung unparteiisch vorzubereiten und daher vor allem jeden Versuch einer gewaltsamen Aent­rang der politischen Verhältnisse in Oberschlesien zu verhindern.

Es bedarf wohl keiner Betonung, daß eine Kampforganisation, wie es die durch die Dokumente aufgedeckte Organisation ist, mit diesen Grundsätzen nicht im Einklang steht und demzufolge ihr Wirken und ihre Ziele nicht die Billigung der interalliierten Kommission finden können. Die deutsche Regierung hält es für ihr Recht und ihre Pflicht, darum zu ersuchen, daß die interalliierte Kommission in Oppeln mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln die aufrühre­rischen polnischen Organisationen in Oberschle- sieü, auch wenn diese nicht von der polnischen offiziellen Regierung, sondern von privaten, pa- triotischen Verbänden geschaffen worden sind, aufhebt und sämtliche damit in Verbindung ge­tretenen Leute des Landes verweist. Es unter­liegt keinem Zweifel, daß alle diese Personen gegen die Bestimmungen in Artikel 88 Anl. 8 3 Abs. 5 des Fri e d e n s v er tr a a verstoßen haben und demzufolge der Ausweisung unterliegen müssen.

Von den deutschen Geschäftsträgern in Lon­don, Paris und Rom wird den dortigen Re­

gierungen von oben stehend er Note Kenntnis ge­geben.

Nach einer Meldung desD. T." aus Dces- laut hat man bei polnischen Mannschaften im Kreise Mlitsch Schriftstücke gefunden, aus denen hervor geht, daß die polnischen Pläne auch dahin zielen, Mittelschlesien bis zur Linie des Flusses Bartsch zu besetzen. Man hat Reichswehrtruppen an die Grmze zur Sicherung geschickt.

Die Wahlen zum polnischen Aeichslag.

.Bromberg, 5. Mai. Deutsch-polnischer Presse­dienst. Das Ergebnis der Wahlen zum polnischen Reichstag, Hie am 2. Mai in dem Pommerellen Westpreußen stattfand, liegt noch nicht vollständig vor, doch läßt sich schon jetzt feststellen, daß die Stimmen derDeistschen trotz der großen Abtvandecung über Erwarten stattliche Ziffern aufweisen. Me Wahlbeteiligung war lebhaft. In einer Reihe von Orten haben die deutschen Stimmen sogar weitaus die Mehr­heit. So wurden abgegeben in Graudenz 6364 deutsche gegen 3731 polnische, in Konitz 2439 deutsche gegen 717 polnische Stimmen. In Thorn- Stadt betrugen die polnischen Stimmen 991 und die deutschen 4918, in Thorn-Land die deut­schen 5666 und die polnischen 13 700- Selbst in der sogenannten polnischen Kurve, die schon im Frieden 5875 Prozent polnische Bevölkerung hatte, erreichten die deutschen Stimmen eine un­erwartete Höhe.

Die Lage im Nuhrgebiel.

Vom Reichswehrministerium ist gestern abend folgender Befehl an das Reichswehrgruppenkom- /w^g . 2, ^ 6 durch­geh eben worden:

1. Die Reichsregierung hat bestimmt, daß die Herstellung verfassungsmäßiger Zustände im Ge­biet südlich der Ruhr und östlich des jetzt von Truppen besetzten Düsseldorfer Gebiets durch Sicherheitspolizei unter Leitung und Verant­wortung ziviler Stellen zu erfolgen hat. Die Reichswehrtruppen finden in diesem Gebiet keine Verwendung.

2. Die Herabsetzung der in der 50 Kilometer- Zone stehenden Reichswehrtruppen auf 20 Ba­taillone, 10 Eskadrons und 2 Batterien ist be­schleunigt weiter durchzuführen.

Berlin, 4. Mai. (Wolfs.) Beim Reichswehr­ministerium laufen täglich Gesuche aus allen Be­völkerungskreisen des Ruhrkohlengebietes ein, die ein weiteres Verbleiben von Reichswehr und Sicherheitspolizei fordern und die der Besorgnis vor einem neuen Aufstand Ausdruck geben. Dem­gegenüber wird darauf hingewiesen, daß die Reichsregierung dauernd bemüht ist, die Ordnung im Ruhrkohlengebiet sicherzustellen und daher auch, wie bekannt, Verhandlungen mit der Entente eingeleitet hat, damit ein hinreichender Schutz in den bedrohten Gebieten belassen wer­den kann.

Die städtischen Arbeiter Düsseldorfs haben der Stadtverwaltung in einem Ultimatum neue Lohnforderungen eingereicht, deren Bewilligung sie innerhalb 24 Stunden verlangen, widrigen­falls mit dem Generalstreik gedroht wird. Die Forderung würde für die Stadt eine Mehrbe­lastung von 28 Millionen Mark bedeuten und das Jahreseinkommen für einen Handwerker auf 17 500 Mark und für einen Straßenbahnschaffner auf 20 500 Mark erhöhen.

Die Bergarbeiterorganisationen haben den Tarif zum 31. Mai gekündigt. Es werden Lohnforderungen gestellt mit Wirkung vom 1. Mai (Erhöhung um acht Mark je Schicht, Erhöhung des Kindergeldes).

Neue Kämpfe.

WB. Düsseldorf, 4. Mai. Die wiederholten Nachrichten von einer Ansammlung bewaffneter Banden in der Gegend von Stoffeln und Wersten veranlaßten ein gemeinsames Vorgehen der Reichswehr, Sicherheitspolizei und städtischen Polizei gegen diese Düsseldorfer Vororte. Es kam zum Gefecht. Die Rotgardisten verloren zwei Tote, 4 Verwundete wurden auf das besetzte Gebiet abgedrängt, wo sie entwaffnet wurden. 12 wurden im unbesetzten Gebiet gefangen r - nonnnen. 2 Maschinengewehre und mehrere Ge­wehre wurden ihnen abgenommen.

Liebesgaben aus Amerika.

Herbert Hoover, der bekannte LebenSmitteldiktator, bat, wie in den anderen Ländern Mttelemwpa«, feil einigen Monaten auch für Deutschland fein System der Versorgung mit LiebeSgabenpaketea aus Amerika durch sein großzügiges Unternehmen, die:American Relief Administration Varehouse« European Ebildrens fund" organisiert.

In Amerika ansässige Personen können danach bei einer der 20 000 zur American Banking Associa­tion zusammengeschlossenen Banken Lebensmittel» bezugrscheinc (Food'-Drasts) zu 10 oder 50 Dol­lar kaufen. DerFood-Draft" wird an den Em­pfänger in Deutschland geschickt. Ein Kontrollschein geht durch die Bank an die Vertretung des ARAWECF in Hamburg. Dorthin schickt auch der Empfänger seinen Food-Drast ein und erkält darauf ein Einheit!« pakct im Werte von 10 oder 50 Dollar. Die Lebens­rnittel werden in Amerika in großem Umfange cinge. kauft, nach Hamburg gebracht, dort aufgesveichert und an Ort und Stelle kostenlos verpackt. Durch dieses Verfahren werden Verzögerungen, Verlust, Verderb und unnötige Unkosten vermieden.

Der Preis der Lebensmittel entspricht ungefähr dem Kleinhandelspreis in Amerika.

Die Ueberfendung ist bei den Keinen Paketen zu 10 Dollar ganz frei, bei den großen Pake­ten zu 50 Dollar trägt der Empfänger die Trans­portkosten. Das Unternehmen arbeitet grundsätzlich ohne Verdienst. Etwa doch erzielte Nrberschüise gehen zugunsten deS KinderhilfSwerkeS in Deutschland, insbesondere der von den amerikanischen Quäkern in den deutschen Großstädten eingerichteten Kinderspeisungen.

Der Plan ist im Einverständnis mit der deutschen Regierung ausgearbeitet. Entsprechend der Wichtig­keit des Unternehmens ist mit Hoover ein 23 er­trag abgeschlossen worden, in dem als besondere Erleichterungen zugesagt sind:

Requisition»-, Beschlagnahme-, Zoll- und Einfuhr- freiheit, sowie kostenloser Transport der Vorräte auf den Eisenbahnen. Es ist ferner festgelegt, daß die Liebesgaben unter keinerlei RationierungSvorschriften fallen, also dem Empfänger ohne jede Anrechnung ver­bleiben. DerDeutsche ZentralauSschußsür die Aurlanor- Hilfe, der die führenden deutschen Karitativen Verbände, die Gewerkschaften, die Verbände der Städte und Land« kreise, die Quäker sowie die betreffenden ReichSbehörden umfaßt, arbeitet mit Hoover in engster Verbindung, entsprechend seiner Aufgabe, die auS dem Auslande eingehenden Liebesgaben in Empfang zu nehmen und planmäßig zu verteilen. Die Verwaltung der Stapel- lager, die Organisation der llntervertcilung, die Ueber- wachung gegen Mißbrauch, die Organisation der Propa­ganda werden in Uebereinstimmung mit den Wünschen der am LiebeSwerk interessierten amerikanischen Kreise durchgeführt. Durch eine in Hamburg geführte Karto­thek ist eine Uebersicht über die Empfänger gegeben. Solchen Personen, bei denen der Verdacht besteht, daß sie die Lebensmittel nicht zum Eigengebrauch verwenden, wird der Food-Drast gesperrt. Eine Beeinträchtigung der übrigen von Amerika ausgehenden LiebcSgabeu- aktionen und privater Versendungen durch das Hoover- System wird nicht herbeigeführt.

Das Unternehmen ist bisher in Deutschland nicht in demselben Umfange wie in den anderen Ländern eingeführt, da die Kenntnis noch nicht genügend ver­breitet ist. ES sind deshalb Postkarten und Druck­schriften angefertigt worden, durch welche die in Betracht kommenden Kreise aufgeklärt werden sollen. Die Ab­gabe geschickt burdt die im Deutschen Zentralausschuß für die Auslandshilfe zusammengeschlossenen Organi­sationen, die Zweigstellen vom Roten Kreuz, fotme burdi die Wohl-ahrtsausschüsse, die als Unterorgane des DeutschewZcntralausschusses für die Auslandshilfe für den Bezirk jede? KommunawerbandeS zu bilden sind.

Erwähnt sei noch, daß'großer Wert darauf gelegt wird, daß die Postkarten, ihrem eigentlichen Zwecke entsprechend, nur an Verwandte und Freunde in Amerika geschickt werden und daß kein Mißbrauch durch Uebersendung an unbekannte Personen womöglich in großer Anzahl getrieben wird. Es ist deshalb auch die Bestimmung getroffen worden, das Karten nur an solche Personen verabfolgt werden, die den Empfänger in Amerika namhaft machen. Nur wenn keine Be­denken in der bezeichneten Richtung bestehen, wird die Karte, mit einem Steinpel versehen, ausgehändigt. Bei den Organisationen werden Listen geführt, die die Namen der Absender und Empfänger enthalten.

Es wird unsere Leser interessieren, auch einiger Nähere über den Inhalt der LiebeSgabensendungen zu erfahren. Die kleinen Pakete sollen enthalten:

A Paket C Paket _

241/« engl. Pfd. Mehl Bohnen

24V» engl. Pfd. Mehl

10 , Bohnen oder 10

8 Speck

8 Dosen Milch Für die großen Pakete i stellungeu vorgesehen: B Paket 140 engl. Pfd. Mehl 50 , , Bohnen

16 , Speck oder 15 , . Schmalz

12 * ., Corned Beef

48 Dosen Milch.

. ,. , Speiseöl

12 Dosen Milch.

sind folgende Zusammen»

D Paket . 140 engl. Pfd. Mehl

50 Bohnen

45 Speiseöl

48 Dosen Milch

Seien Mi W W Der Minder Messe ä WW