General-Anzeiger
Amtliches Organ für SlaSl- und Landkreis Kanau
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage
Nr. 104 Dienstag den 4. Mai 1920
Das Neueste.
Außenminister Dr. Köster äußerte sich zu Wn Vertreter des „Az Est" über das Ergebnis ^ Verhandlungen von San Remo.
An Frankreich wird heute die allgemeine Wie- mrufnahme der Arbeit durch die Eisenbahner Mrtet.
Die polnische Offensive in der Ukraine dauert in Die Polen besetzten mehrere Ortschasten.
Fn Paris wurden zahlreiche Teilnehmer, an jm Kundgebungen am 1. Mai abgeurteilt.
Er besteht die Absicht, den Obersten Rat als internationales Regierungsorgan einzusetzen.
Köster über San Remo.
WB. Budapest, 3. Mai. In einer Unterredung Bit einem Vertreter der „Az Est" äußerte sich der i-litsche ReichSminister der Neußern Dr. Köster über mi Ergebnis der Verhandlungen von San Remo ichrndermaßen:
Das Ergebnis der Verhandlungen in San Remo »d insbesondere die Interpretation, welche Millerand in der französischen Kammersitznng diesem Ergebnis ich berechtigen keineswegs -«übergroßen Hoffnungen. Daran hindert schon der Passus « der amtlichen HavaSerklärung, wonach sich die Amte die Besetzung weiteren deutschen Gebiets als Zwangsmaßnahme vorbehält, die weder in dem Buch- Dm noch dem Geiste des Friedensvertrages begründet L »«ch och ÄmMi^^ SWMen Vd^Hölkex- »e8, die einen wesentlichen Bestandteil des FriedenS- tntrageS bilden, in Einklang zu bringen ist. In der Menschen Presse wird des öfteren hervorgehoben, daß rasn Schritt hinsichtlich der Berbehaltung eines 200 000 Ann-HeereS ungünstig auf die Entente gewirkt hätte. Silber findet diese Argumentation aus den Entente- Mieru auch in deutschen Blättern ein Echo. Dem- ligenüber lege ich Wert darauf zu betonen, daß die ^te Denkschrift über die Notwendigkeit eines 200 000 Mann»Heere8, die wir der Entente ^erreichten, lediglich die Argumente zusammenfaßt, die Mitte Geschäftsträger in London und Paris wieder- •W den zuständigen militärischen Stellen auf der Seßenfeife gegenüber betonten. ES handelt sich also kineStvegS um eine neue Aktion. Ich kann nur immer wiederholen, daß wir bestrebt sind, alles zu !»n. um den Friedensvertrag loyal Lechzn führen. Dazu ist es notwendig, daß ’it unseren Gegnern restlose Klarheit verschaffen über ^> was wir brauchen und was wir geben können.
bevorstehende mündliche Meinungsaustausch wird, hoffen wir sicher, die leider bei unseren Gegnern N bestehenden Ansichten über unseren mangelnden Willen hinsichtlich einer loyalen Durchführung des 8riedensvertrages zerstreuen. Wir geben nach S p a " ber Hoffnung, daß mit den dortigen Besprechungen une neue Aera anfängt, in der durch gegen- i'iügeS Verstehen und Würdigung der gegenseitigen ^bcnsmöglichkeiten die Ausführung des FriedenSver- ftW in die dem allgemeinen Interesse dienenden nichtigen Bahnen geführt wird. Die Erreichung dieses Heler setzt aber unbedingt voraus, daß alle Hinder- 6lüt aus dem Wege geräumt sind, welche dem natio- Mlen Empfinden jedes Volkes, das noch etwas auf und seine Ehre hält, tödliche Wunden zu schlagen eignet sind. Daher hoffe ich, daß mit der Räumung des MaingaueS nunmehr baldigst et erste Schritt gegenseitiger Verständigung gc- fan ivird. Die dazu notwendigen militärischen "^gruppierungen werden von unS b e s ch l eu- ^gt aurgeführt.
Die Enstchadigungsfrage.
ipu. Paris, 3. Mai. Die Alliierten wollen ^ineinander erst über die Entschädigungssumme, ie Deutschland zu zahlen hat, einig werden, ^ sie mit den Vertretern der deutschen Nehrung in Spa verhandeln. Der Gesandtenrat die Enschädigungsfrage bereits besprochen ^ die französischen und englischen Vorschläge ^eneinander verglichen. Der nächsten Sitzung 63 Rates, die in dieser Woche stattfindet, sollen fitere Berichte von finanziellen und ökonomischen Sachverständigen der Ententeläuder und der ^utralen vorgelegt werden, in denen die »inanz- und Wirtschaftskraft Deutschlands ^eraeleat ist. In dem enalischen Vorschlag
wird die Entschädigungssumme auf 50 Milliarden Gold beschränkt.
Fragen -es besetzten Gebiets.
Darmstadt, 3. Mai. (Wolff.) Ueber Angelegen- heiten des besetzten Hessischen Gebietes wurde heute im Staatsministerium unter dem Vorsitze des Staatsministers Ulrich eine Verhandlung abgehalten, an der ReichSminister Dr. D a v i d, Reichskommissar S t a r ck, Unterstaatssekretär Dr. Hirsch vom Reichs- wirtschaftSministerium,Ministerialdirektor Dr.S ch r e y e r die Geh. Regierungsräte Graf Adelmann vom ReichSministerium des Innern und Klemm vom ReichSernäbrungsamt teilnahmen. Die Mitghxd<r h^ hessischen GesamiministeriumS waren vollzähsj^ er« schienender Landerkommissar für die besetzten hessischen Gebiete, Geheimrat Best, und die zuständigen Mi«isterialre>erenten. Für die ReichSregierung ergriff StaatSminister Dr. David daS Wort und führte an?, die Regierung habe vollstes Verständnis für die Schwierigkeiten^ in denen sich die Bevölkerung der besetzten Gebiete befände. Diese Frage wer^e für die Regierung stets ein Gegenstand besonderer Sorae sein in der festen Absicht, zu helfen, wo eS irgend möglichsei. Rein äußerlich kommt dies auch schon darin -um Ausdruck, daß bei den heutigen Verhandlungen die Vertreter aller in Frage kommenden Zweige vertreten seien. Die Reichsregierung hätte schon früher diese Besprechungen vorgenommen, wenn sie nicht durch die politischen Unternehmungen, die zum Kapp-Putsch führten, fortgesetzt daran verhindert worden wäre. Die Verhandlungen erstreckten sich insbesondere auf Fragen der Reguisition, E i n g u a r t i e r u n g s - lasten und außerordentlichen Inanspruchnahme von Gebäuden sowie «uf Wünsche wirtschaftlicher Art, wie Kohlenliesernng und Ernährung?- möglichkeiten sowie die Ablieferung von Vieh, und nicht zuletzt waren eS Fragen allgemeiner Natur und die Absonderungsbestrebungen. Wie aus den Darlegungen des ReichskommissarS Stares hervorgeht, werden in Koblenz bei allen austauchenden Konflikten stets eingehende Verhandlungen geführr und zumeist auch einigermaßen zufriedenstellende Lösungen gesunde«. ReichSminister Dr. David versicherte zum Schluß der Verhandlungen, die sich bis in die Abendstunden auSdehnten, nochmals, daß die gesamten heutigen Verhandlungen von ihm bei der Reichsregieruna zum Gegenstand besonderer Beratungen des Kabinetts gemacht würden, denn das Reich könne nicht bestehen, wenn einzelne Landesteile notleihen, und umgekehrt. Die Beratung der einzelnen Fragen wird morgen in Mainz fortgesetzt werden.
Aufhebung -es Belagerungszustandes im BruMenkopf Mainz.
WB. Mainz, 3. Mai. Der Oberbefehlshaber der Rheinarmee General Degoutte, erläßt eine Bekanntmachung, wonach angesichts der allgemeinen Lage und der ausgezeichneten Haltung der Bevölkerung feit dem 6. April gemäß Entscheidung der interalliierten Kommission für die besetzten Rheinlande der Belagerungszustand in den früher besetzten Gebieten des Brückenkopfes Mainz, wo er durch Verordnung vom 6. April verhängt worden war, aufgehoben wirv, nämlich in den Bezirken Höchst, Königstein, Eroß-Gerau, Langenschwal- bach und Wiesbaden-Skadt und Land. Ferner treten die auf Grund des Belagerungszustandes angedrohten Strafbestimmungen außer Kraft, beide mit Wirkung vom 2. Mai mittags an. Für die neu besetzten Gebiete des Brückenkopfes Mainz tritt eine Aenderung der Bestimmungen vom 6. April .und der späteren Anordnungen nicht ein.
Dsr französische Streik.
WB. Paris, 3. Mai. Der Allgemeine Arbeiterverband (C. G. T.) erläßt eine Erklärung, in der er sein P r o g r a m m wiederholt, das er der wirtschaftlichen Wiederaufrichtung Frankreichs zu Grunde gelegt hat. In dem Programm tritt er ein für die Errichtung eines internationalen Konsortiums zur Verteilung der Rohmaterialien, für eine internationale, unter der Kontrolle des Völkerbundes stehende Handelsflotte, um die Frachtpreise zu regulieren und die gleichmäßige Ernährung aller Länder zu sichern und ferner für die Kontrolle der Einfuhr und deren Verteilung ohne Einmischung von Vermittlern, für die Reorganisierung der Eisenbahnen, für die wirtschaftliche Zusammengehörigkeit aller Völker, für die internationale Verteilung der Kriegslasten und für die Beendigung der kolonialen Expeditionen sowie endlich auch für eine andere internationale Polifik. Die C. G. T. erklärt, die Arbeiter seien sich des Ernstes der Lage bewußt, aber die Erhöhung der Gehälter stelle das Gleichgewicht nicht wieder her und löse nicht die gestellten Probleme. Eine Umgestaltung der Methoden und eine andere Art der Verwaltung seien erforderlich. Darum drehe sich der Kampf im allgemeinen.
Wß. Paris, 3. Mai. Havas. Auf dem Nord« und Ostbahnhot verkehren die Züge
wieder regelmäßig. Die Bahnhöfe gewähren den gewohnten Anblick, der Reiseverkehr ist beträchtlich. In den Werkstätten ruht die Arbeit nur noch zum Teil. Alle Fernzüge sind pünktlich eingetroffen, nur einzelne Vorortzüge fahren noch nicht.
WB. Paris, 3. Mai. Havas. Die Polizei hat heute morgen den Redakteur M i n e tt e von der Wochenzeitschrift „La Vie Ouvriöre" verhaftet, der einen Pressefeldzug zu Gunsten der Fortsetzung der Eisenbahnerbewegung begonnen hatte. Eine Haussuchung, die in den Räumen der „Vie Ouvridre" vorgenommen wurde, förderte eine Anzahl Dokumente zu Tage.
WB. Paris, 3. Mai. Nach Meldungen aus Earmoux haben die Bergarbeiter beschlossen, in den Ausstand zu treten, dagegen wollen die Bergarbeiter des Loirebezirks, nachdem den Schieferbrucharbeitern die Pension bewilligt wurde, die Arbeit wieder aufnehmen.
WB. Paris, 4. Mai. Im gestrigen Kabinetts- rat erstattete der Arbeitsminister über die Lage bei den Eisenbahnen und den Bergwerken Bericht. Er stellte fest, daß alle lebenswichtigen Betriebe leicht int Gange erhalten werden konnten, da die Mehrzahl der Arbeiter und Beamten auf ihren Posten blieb und eine große Menge Freiwilliger mithalf. — Nach dem „Jntransigeant" habe der Minister Maßregeln ins Auge gefaßt, die sich auf die politische Seite der gegenwärtigen Bewegung beziehen.
WB. Paris, 4. Mai. (Havas.) Die Lage auf den verschiedenen Eisenbahnen ist ziemlich unverändert, doch wird vielfach eine attmählige Wiederaufnahme der Arbeit beobachtet. Für heute wird die allgemeine Wiederaufnahme der Arbeit erwartet. Von den Direktoren der verschiedenen drohung der Aussperrung änfgefordert worden, die Arbeit spätestens heute vormittag wieder auf« zunehmen.
WB. Paris, 3. Mai. Die Tagung der Generalräte wurde heute eröffnet. Aus allen Teilen des Landes liegen heute Havas Berichte und Adressen vor, in denen der Regierung zu ihrem Vorgehen zum Schutze der Arbeitsfteiheit und zur Sicherung der Ernährung der Dank ausgesprochen wird Die Regierung könne der Unterstützung der Mehrheit des Volkes im Kampfe gegen die die Sicherheit des Landes gefährdenden Ruhestörer sicher sein.
Abgekürzres Verfahren.
WB. Paris, 4. Mai. 17 am 1. Mai Verhaftete sind gestern zu 1—6 Monaten Gefängnis verurteilt Word eil, einige auch zu ein- bis zweijährigen'. Aufenthaltsverbot. Die zweite Strafkammer verhängte gegen 12 weitere Teilnehmer an Kundgebungen Gefängnisstrafen von 8 Tagen bis zu 15 Monaten. Ein ehemaliger Unterleutnant der Artillerie, der gerufen hatte „Es lebe die Sowjet-Republik! Nieder mit der Armee!" erhielt 8 Monate Gefängnis.
Der polnisch-ruffische Krieg.
WB. Amsterdam, 3. Mai. Englischen Blättern zufolge richtete die Sowjettegierung einen Aufruf an die Arbeiter, Landleute und roten Soldaten, worin es heißt: „Sowjettußland, welches Deni- kin, Koltschak und Judenitsch besiegt hat, ist imstande, mit Feuer und Stahl den Polen und denen, die hinter ihnen stehen, zu beweisen, daß die Zeit, wo die russische arbeitende Bevölkerung wehrlos war, zu Ende ist. Ihr könnt den polnischen Kapitalisten und Großgrundbesitzern einen solchen Schlag versetzen, daß sein Echo in den Strassen aller Hauptstädte der Welt wiederballt."
— Die „Westminster Gazette" schreibt zu diesem Aufruf, keiner der neugeschaffenen Staaten brauche den Frieden dringender als Polen. Die Alliierten mögen ihren Einfluß dazu verwenden, den Krieg sobald wie möglich zu beenden. —. Die „Daily News" nennt den Krieg verbrecherisch. Die Alliierten sollten der polnischen Regierung keinen Kredit und keine Kriegsmaterialien geben. Der Völkerbundsrat müsse zusammengerufen werden. Die „Times" sieht dagegen in dem polnischen Vorgehen nur einen Akt der Selbitbilr.'.
WB. Newyork, 3. Mai. Die Associated Preß meldet aus Warschau: Die Polen sind am 2. Mai in Kiew eingerückt.
Bericht -es Generalftabes.
WB. Warschau, 4. Mai. Der Bericht des Generalstabes lautet: Die Offensive in der Ukraine geht voran. Wir haben Kelostew, Borditschow, Karotten, Ehemnick und Bax besetzt. Die 44. Division ist fast vollständig vernichtet. Unsere Kavallerie hat Karotten besetzt und 2000 Gefangene gemacht.
Aufhebung russischer Gesandschaflen.
Ipu. London, 4. Mai. Die russischen Ge. sandschaften der Zarenregierung, die bisher aus Veranlassung der Alliierten jede Verbindung, mit der Sowjetregierung abgelehut haben, find' seit dem Sturz der Zarenregierung von der Entente unterhalten worden. Da diese die Kosten der Unterhaltung nicht mehr tragen will, so wird jedenfalls ein Teil der Gesand« schaften aufgehoben.
Die -eurfch-Nvlnifchen
Zufammenfrösze»
WB. Oppeln, 3. Mai. Die überaus erregte Haltung der deutschen Bevölkerung in Oppeln hielt auch heute an. Der polnische Vertreter der Abstim- mungskommission konnte nur unter dem Schutze fran, zöfischer Truppen da? Hotel verlassen, um aus Oppeln abzureisen. Vor dem Hotel hatte sich eine zahlreich« Menschenmenge angesammelt, die eine überaus drohende Haltung einnahm. In Opveln waren heute die Ge< schäfte und Zeitungen der Großpolen geschlossen. ^Da? Polnische Konsulat wurde unter den Schutz französischer Truppen gestellt. Die Räume desselben waren gestern, als sie von der Menge gestürmt wurden, mit Gas ungefüllt. Zu allen Stadtteilen kam eS auch heute zu blutiaen Zwischenfällen. Ein Pole, der gestern auf die deutsche Bevölkerung geschossen hatte, wurde heute erschossen aufgefunden.
WB. Bresla», 3. Mai. Heute fand eine grogt Kundgebung für Oberschlesien statt. In einem an Oberschlesien übermittelten Telegramm beißt «S: 20 000 zu einer Kundgebung in der Jahrhunderthalle in Breslau versammelte Oberschlesier und Nichtober» festester übermitteln ihrer alten Heimat herzliche Grütze mit dem Gelöbnis unverbrüchlicher Treue und fordern außerdem Euch, Ihr Landsleute in Oberschlesien, auf, fest zusammen zu stehen und durchzu halten.
Was Deutschland bisher abge»
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Bis zum 17. April b. I. bat Deutschland laut Artikel 235 des Friedensvertrages folgend« Zahlungen in Naturalien gemacht: 341 842 Kilogramm Farbstoffe, 12 190 Stück Rindvieh, 769 Pserde, 7012 Schafe, 2075 Ziegen, 7535 Stück Geflügel, 69 438 Güter- und Tankwagen,, 11616 unbedeckte Eisenbahnwagen. 6721 verschiedene Wagen und 2215 Lokomotiven, ferner 50 Tonnen Gerste und 250 Tonnen Hafer, so- wie 14 420 verschiedene landwirtschaftliche Maschinen.
Der Oberste Rat internationales Regierungsorgan.
WB. Paris, 4- Mai. Wie der Londoner Set» tretet der „Times" mitteilt, soll man in Kreisen des Obersten Rates der Ansicht sein, dieser müsse internationales Regierungsorgan werden. Es sei nicht unmöglich, daß eines Tages die Aufnahn« der deutschen Delegierten in den Obersten Rat in Bettacht gezogen werde, ebenso früher oder später die Dertteter Rußlands. Dann würde neben dem Völkerbund ein internationales Regierungsorgan aus den Ministerpräsidenten aller Staaten bestehen.
Kurze Meldungen.
♦ Die Kronprinzessin Margarethe von Schweden ist am 1. Mai nachmittags kurz vor 7>«. Uhr verstorben. Die Kronprinzessin war vor kurzem an Gesichtsrose erkrankt. Daraufhin entwickelte sich eine Blutvergiftung, die zum Tode führte.
♦ Die Bankangestellten Schlesiens sind m den AuSstand getreten.
* Petit Journal meldet an3 Lilie: Der erste bei zerstörten Schächte im Kampsqevict bei Anich, wurde am Freitag ivieder in Betrieb genommen. .
* In Kairo wurden zwei englische Offizier« im Schnbraviertel erschossen.
* Laut „Nieuwe Courant" siedelt der vormalig' deutsche Kaiser am 12. Mai von Ameröngen nach seinem neuen Wohnsitz. Haus Doorn. über. • ,
* Am 16. Mai soll in Brüssel eine öffentlich« Demonstration gegen die Rückkeyr der Deutschen nach Belgien siattsinden. Die Inttia- live zu diesem Vorgehen wurde von dem Bund der früheren politischen Gefaugencu, sowie der Verein gung der Kriegsgefangenen unternommen.
* Die Kammer des Arbcitcrvcrbaudes in Neapel beschloß die Beendigung des Generalstreikes. Die Arbell soll heute überall wieder ausgenommen werden.