Sauaner 1 Anzeiger
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General-Anzeiger
AmMches Organ für Stab!- «ad Landkreis Sanas
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertags
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Das Neueste.
ßtichrpräfident und ReichSregierung richteten an $ Bevölkerung der Abstimmungsgebiete einen Aufruf.
Sie polnische Offensive gegen die Ukraim schreitet i»*
8» der Sowjetfront ist eine Kommission deutscher Miere eingetroffen, um über den Eintritt in die LMjetarmee zu verhandeln.
Kach einer Meldung aus Koblenz soll sich ein Mmkanische» Banksyndikat bereit erklärt haben, die smtschr Kriegsschuld zu übernehmen.
Die ReichswahlWem.
Das neue Reichswahlgefetz erlaubt, wie man «iß, der einzelnen Partei, ihre Kreislisten innerhalb eines Wahlkreis Verbandes miteinander )u verbinden. Es ist so gut wie selbstverständlich, daß die Parteien überall von dieser Freiheii Ge- diauch machen werden, um eben mit summierten Reststimmen noch einen Sitz für einen im Bezirk ansässigen und bekannten Mann zu erringen, der int Wahlkamps persönlich seine Sache verfochten hat. Da je 60 000 Stimmen ein Mandat liefern, so wird jede Partei in jedem Verbände 0 bis 59999 Stimmen übrig behalten, die dann auf der Reichsliste verrechnet werden. Das ergibt einen Durchschnitt von 30 000 Stimmen. Im ganzen seht dar Gesetz 19 Wahlvecbande vor; davon Immen vorläufig zwei oder gar drei (Ostpreu- fm, Oberschltsien, Schleswig) wegen der im Friedensvertrag vorgesehenen Volksabstimmung nicht in Betracht, da hier die Wahlen vorläufig Mgesetzt werden sollen; es bleiben also 17 oder m 16 Verbände. Das gibt für jede PgM.gn Reststimmen für die Reichsliste 17 oder 16 mal 30 000 - 510 000 oder 480 000, das sind acht Sitze der Reichslistel Dabei ist vorausgesetzt, daß jede Partei in allen Verbänden als Partei aus- tritt und arbeitet; ist sie nur in 10 oder 8 Ver- iMden vertreten, so kann sie auch nur 10- oder 8ml 30 000 Reststimmen für die Reichsliste auf- iringen, das sind gar mir 5 oder 4 Reichssitze! Tchon aus dieser Ueberlezung ergibt sich, daß die Reichsliste an Bedeutung hinter den Kreislisten Veit zurücktritt. Auch die großen Parteien, die bei den letzten Wahlen 75, 91 und 163 Sitze erober- kn, werden diesmal die große Mehrzahl der Mandate in Kreis und Verband erringen müssen; die Reichsliste kann ihnen nur kleine Ergänzungen fingen in dem bescheidenen Umfang der angeführten einstelligen Zahlen. Selbst wenn ihnen der Zufall überall größer« Reste als den Durchschnitt von 30 000 Stimmen, sagen wir 40- oder 50000, bescheren sollte, so ergäbe das immer erst n bis 14 Reichssitze, denen an Kreissitzen ein Vielfaches gegenüberstünde. Für die großen Parteien» verliert damit auch die Bestimmung, daß tiner Partei höchstens so viel Reichssitze zuge- tolefen werden dürfen, wie sie vorher Kreissitze dekommen hat, jegliche praktische Bedeutung. Anders steht es bei den kleineren Parteien. Für sie ^ird diese Bestimmung außerordentlich wichtig.
eine solche Partei in allen 17 oder 16 Wahl- derbanden vertreten, so liefert sie normalerweise 500 000 Reststimmen, denen 8 Reichssitze ent- l^en. Sie muß also in Kreis und Verband Ich schon 8 Sitze gesichert haben, ehe sie auf diese ^tecn Sitze Anspruch machen kann. Bringt sie "ur 2, 4 oder 6 örtliche Sitze durch, so kann sie M nur 2, 4 oder 6 von den 8 Reichssitzen be- dmmen. Fügt es der Zusall gar, daß ihr im Durchschnitt mehr als 30 000 Reststimmen, etwa 000, verbleiben, so ergibt das zwar einen An- !t>ruch auf 12 oder 13 Sitze, er kann aber nur geltend gemacht werden, wenn die Pactei sich Aon 12 oder 13 örtliche Sitze . gesichert hat. ^aus läßt sich erkennen, daß eine kleinere Par- «i alles aufbieten muß, um möglich viele Be- werber schon im Kreis oder Verband durchzu- Nsigen, da von dieser Zahl die Anzahl der ^ichzsitze abhängt, die ihr zugesprochen werden Mnen. Versagt sie bei den örtlichen Wahlen, so d.sede Hoffnung auf die Reichsliste, jede Der- ^ostung auf die große Summe der Resfftinnnen, da zur Geltung kämen, eitel Wahn und Trug:
sie im Kreis und Verband nur eine Hand- M Bewerber durch, so nützt auch die höchste Rest- lunimenzahl nichts, sie wird den Bestand immer p um die gleiche Handvoll Bewerber vermehren Mnen. Also heißt's alle Kräfte anspannen für örtlichen Kampf, damit hier Erfolge und "'"glichst viel Erfolge errungen werden; erst dann ?Met sich die Aussicht, daß auch die Reichsliste die Partei wertvoll wird.
Die Reichswahlordnung.
Bexlin, 1. Mai. In der gestrigen Sitzung des ^lÄSrats wurde dem Entwurf, einer ReiM-
Samslag den 1. Mai
Wahlordnung zugestimmt. Die Ausschüsie des Reichsrats haben an der Regierungsvorlage einige Abänderungen vorgenommen. Die Bestimmungen über den Wahlschein sind dahin erweitert worden, daß Personen, die durch ein körperliches Leiden behindert sind, die Möglichkeit erhalten, zu wählen, und daß somit auch in Krankenhäusern Wahlen ermöglicht werden. Die Länder sollen lediglich befugt fein, die Stimmzettel amtlich herzustellen und nach Benehmen mit den Parteien zu verteilen. Die Berechnung der Parteien für die Herstellung der Stimmzettel hat zum Selbstkostenpreis zu erfolgen. Gestrichen wurde eine Bestimmung, die den Parteien die Verteilung der Stimmzettel erleichtern sollte derart, daß sie sie in Umschlägen bei den Behörden einliefern, die Sendung als behördlich unfrankiert gilt und das Porto später erhoben wird. Der Reichsrat strich diese Bestimmung, weil sie für die Behörden eine Belastung wegen der Abrechnung ergeben würde. Auch hat das Reichs- finanzministerium Bedenken geäußert, daß auf diese Weise den Parteien Zuwendungen in einer Höhe gemacht werden könnten, die erheblicher ist als der Betrag, den die Parteien nach § 40 des Wahlgesetzes zu erhalten haben-
An die Deutschen Lu den NÄMmmurrgsbezirKen.
Ein Aufruf der Rsichsregierung.
Der Reichspräsident und die Reichsrezierukig erlassen folgenden Aufruf:
An die Deutschen in Oberschlesien, in Ostpreußen, in Schlest^ig-Holstein, Eupen und Mal- medy und des Saargebiets! Am 6. Juni soll der deutsche Reichstag gewählt werden. Aus Rücksicht auf die Abstimmungsgebiete waren ursprüng- lich die Wahlen erst für die Zeit nach der Ernte in Aussicht genommen. Die Ereignisse des 13. März stellten die Regierung vor eine neue Lage.
Ein Aufruf an das deutsche Volk, jetzt bereits an die Wahlurne zu treten, war unvermeidlich geworden.
Die Bewohner der Abstimmungsgebiete werden an dieser Reichstagswahl nicht teilnehmen. Es ist nicht daran zu zweifeln, daß die Abstimmungsgebiete am Tage der Entscheidung mit überwältigender Mehrheit bekunden werden, für alle Zeit bei Deutschland verbleiben zu wollen. Dieser Gedanke beseelt das gesamte Deutschtum in diesen Gebieten ohne Unterschied der Parteistellung.
Nicht zu verantworten wäre es, wenn die deutsche Einheitsfront, die sich überall in den Abstimmungsgebieten gebildet hat, durch Wahlkämpfe gefährdet würde, Nur die Liebe zum gemeinsamen, hart bedrängten und doch so teuren Vaterlands darf unser Handeln bestimmen.
Reichsregierung ' und Nationalversammlung sind daher, wenn auch schweren Herzens, über- eingekommen, die Reichstagswahlen in den Abstimmungsgebieten und in ihren unmittelbar benachbarten Reichsgebieten bis nach der Entscheidung über die nationale Zugehörigkeit zu verschieben- Das Gleiche soll für Schleswig-Holstein gelten, da die Entscheidung über die Grenzziehung in Nordschleswig noch nicht gefallen ist.
Wenn sonach die Bevölkerung einzelner Wahlbezirke am 6. Juni nicht zur Wahl schreitet, bleibt sie doch nach wie vor unlösbar mit der deutschen Volksgemeinschaft verbunden. Das Recht, Männer und Frauen Eures Vertrauens in den Deutschen Reichstag zu entsenden, wird Euch zuteil werden, sobald die Hinderungsgründe nicht mehr bestehen. Bis dahin gelten die für diese Bezirke im die Nationalversammlung entsandten Vertreter als Abgeordnete des Reichstags. .
Die harten Bestimmungen des Frredensver- trages machen in Eupen und Malmedy und im Saargebiet eine Wahl unmöglich. Die deutsche Heimat gibt diese Gebiete nicht preis. Den Brüdern und Schwestern in diesen hart bedrängten Gebieten verspricht die Heimat feierlich, auch wenn sie im Reichstag nicht vertreten sind, daß sie für ihre Sorgen, Klagen und Schmerzen stets ein aufmerksames Ohr haben wird.
Die Volksbefragung in Eupen und Malmedy.
WB. Berlin, 30. April. Der belgische Obex- kommissar für die Kreise Eupen und Malmedy erließ folgende Verordnung: „Mit Geldstrafe bis zu 1000 Franken und Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit einer dieser Strafen wird bestraft, wer versucht, neben den von den belgischen Behörden aufgelegten Listen zur Volksbefragung besondere Listen auszulegen oder zirkulieren zu lassen oder sich in solche Listen einzeichnet ober, eine Aenderung des im Friedensvertrage vorgesehenen Abstimmungsvertrages betreibt."
Schon vor einiger Zeit meldeten belgische Zeitungen, dak unter der Bevölkeruim von
Eupen und Malmedy Listen umliefen, worin die Bewohner ihren Willen, ob sie deutsch bleiben oder belgisch werden wollen, zum Ausdruck bringen sollen. Damit hängt diese Verordnung offenbar zusammen. Erstaunlich wäre es nicht, wenn die Bevölkerung aus sich selbst heraus es versuchen sollte, ein klares, unverfälschtes Bild über die Gesamtstimmung zu erhalten. Denn die Eintragung in die von den belgischen Behörden ausgelegten Listen wird ihr durch kaum glaubliche Vergeltungsmaßnahmen, womit die belgischen Behörden gegen jeden vorgehen, der für Deutschland stimmt, geradezu unmöglich gemacht. Die neue Verordnung kennzeichnet den Willen der belgischen Behörden, mit allen erdenklichen Mitteln zu verhindern, daß ein klares Bild von der wirklichen Stimmung der Bevölkerung zustande kommt.
Ms VerhgnölnZrgen in Spa.
Br üffcl, 30. April. Die Lütticher Zeitung „Le Meuse" meldet, daß die Verwaltung der Stadt Spa bereits Vorbereitungen zum Empfang der Teilnehmer an der nächsten ^riebenskonferenz trifft.
Mailand, 30. April. Dem römischen Korrespondenten der „Carriere della Sera" zufolge, wird Nitti an der Konferenz in Spa teilnehmen. Am 23. Mai wird er in Wien erwartet.
Brüssel, 30. April. Die „Nation Bulge" meldet: Die internationale Finanzkönferenz, die Ende Mai in Brüssel zusammentreten sollte, wird um einige Tage verschoben werden müssen, da der Oberste Rat am 25. Mai in Spa tagt.
Drei Fragen an den Kanzler.
WB. Paris, 30. April. Wie der Londoner Korrespondent des „Tems" mitteilt, versicherte ihm eine Persönlichkeit aus der unmittelbaren Umgebung Lloyd Georges, der deutsche Kanzler müsse in Spa die folgenden drei Fragen beantworten: ersten?, warum
wie will es bem ch"HümMvorvtttgm^bMkrW': welches sind die wirklichen Quellen, über die Deutschland verfügt und weiches sind feint Zukunftsmözlichkeite» ? Der Eindnrck der englischen Regieruvg, der-sich auf verschiedene Berichte,'die sie aus Deutschland erhielt, stütze, sei der, daß die Regiermig von Berlin sich loyal bemühe, alles zu tun, was ihr möglich sei, um den Friedeusvertrag anSzufübrcn. Man glaube in London, daß die Regierunz von Berlin jede Hoffnung aufgab, des Friedeusvertrag zu revidieren angesicht« »er Willensrinheit der Alliierte» nach dieser Richtung.
DeMchlands AbrWung.
WB Berli«, 30. April. -Jm Anschluß an die Mitteilungen der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" über bie Ausführung des Friedensvertrages stellen die Abendblätter aufgrund von Jnforniationen von zuständiger Stelle fest, daß die Abrüstung der Luftfahrzeuge große Fortschritte gemacht habe und daß der Betchl, die letzten Reste der ehemaligen Fliegertruppe azurnsten, jetzt erteilt worden sei. Mehrere Hundert Flugzeuge und Flirgmotore sind für den Abtransport nach den Ententeländern bereit gestellt. Die in den Festungen Königsberg i. Pr. und Königstein i. S. befindlichen Geschütze sind den Verbandsvertretern angegeben worden. Die Differenzen über die Heeresstärke sind zum Teil darauf zurückzuführen, daß gewisse Formationen, die keine militärischen Formationen mehr sind, bom Verbände mit gerechnet werden, so vor allem die AbwicklnugSstellen. Die Heeresstärke beträgt etwa 11500 Offiziere und etwa 220 000 Mann. Wenn die Herabsetzung bis zum 10. April auf. 200 000 Mann nicht dürchgefüürt wurde, so hängt das mit den inneren Unruhen zusammen. Bis zum 15. Mai wird sich b.e vorgeschriebene Herabmindcrung vollziehen.
Amerikmusche KreÄtte auf Sie Seuifche LlriegsschulZ?
Jpu. Koblenz, 1. Mai. Die „Amaroc" erfährt ans Washington: Nach zuverlässigen Meldungen hat sich ein muerikanisches Banffyndikat bereit gefunden, die deutsche Kriegsschuld zu übernehmen. Nach einer weiteren Meldung aus Paris belauft sich die deutsche Kriegsschuld auf50 Milliarden Mark.
(„The Amaroc News" ist die in Koblenz erscheinende amerikanische Zeitung. Die Nachricht wurdS auch durch die Preffewarte des Auswärtigen Amtes verbreitet, sie bedarf aber noch der Bestätigung. Wir zweifeln an bet Richtigkeit, da wir nicht verstehen sönnen,_ daß, wenn die Nachricht zutreffen sollte, man sie vor der Konferenz von Spaa an die große Glocke hängt. D. Red.)
DLePoleu gegen öieBs!fcheW?fSsn
Die 12. Sowjetarmee fast voü ändig vernichtet.
WB. Warschau, 30. April. Ein Bericht des Generalstabs befaßt:
Die Offensive in der Ukraine beginnt sich günstig zü entwickeln. Nachdem sie die ersten fenwlichen Stellungen genommen hatte», setzten unsere Truppen die Offensive fort und haben Diebilen am Dniektr belebt Seit
1920
Beginn der Offensive ist die 12. Sowjetarmee, fast"vollständig vernichtet worden. Die bolschewistifcheuTrupve» fliehen in Unordnung nach Osten und Süden. " Bit jetzt zählt man 15000 Gefangene und bedMendeß Kriegsmaterial.
Ein Friedensangebot der S»wjet< ,
Wie die „Prawda" mitteilt, stellte die russische Sowjetregierung an Polen folgende Friedens- bedingungen: Die Polen räumen bie bon- ihnen besetzten littauischen, russischen und ukrainischen ' Gebiete, worauf ihre Zukunft durch eine Volksabstimmung entschieden werden soll. Bei bietet dürfen nur Personen stimmen, die in diesen Gebieten geboren sink Räterußland behält sich das Recht einer freien Verbindung mit Deutschland über Polen vor.
Jpu. Warschau, 30- April. Von Odessa auS ist eine neue Expedition gegen die Truppen der Sowjetregierung unternommen worden und gleichzeitig ein Aufstand gegen die Bolschewisten in den Nachbargebieten der Ukraine ausge- brochen. Aus Kiew mußten sogar Sowjettruppen nach dem Süden transportiert werden. Jedenfalls ist diese neue Bewegung unternommen worden, um die 16 000 Soldaten der Denikinschen Armee, die von den Sowjettruppen seit 4 Wochen umzingelt sind, zu befreien.
Aufnahme Zeustcher Truppen in die Sorojet-Mmee?
Jpu. Warschau. 30. April. An der Sowjetfront ist eine Kommission deutscher Offiziere angekommen, die nach Moskau geleitet wurde, um Verhandlungen über den Eintritt deutscher Offiziere und Truppen in die Sowjet-Armee zu füh-
ren-
Wie von russischer Seite mitgeteilt wird,
hat jedoch die Sowjetregierung dieses, Ansinnen abgelehnt, soweit bürgerliche Offiziere in Frage rommen. Die Aufnahme deutscher Soldaten in die Sowjet-Armee wird nur in befchräMcm Umfange zugelaffen, soweit es sich um Arbeiter handelt, deren politische Ueberzeugung sich mit der der Bolschewisten deckt. Die deutsche Konnnis- sion soll nach der Front zurückgebracht werden, jedoch steht zu erwarten, daß sie von den polnischen Behörden ungehalten wird.
PMuLsrungerriu öenUranÄsurter und Kanaris? Kavernen.
WB. Frankfurt a. M., 30. April. Aus Befehl der französischen Bs'atzungsbshörden soll folgende Notiz in den Blättern des neu besetzten Gebietes veröffentlicht werden:
„Infolge der Besetzung der Städte Frank- für t und H a n a u durch die französt'chen Truppen wurden diese letzteren beschuldigt, Plünderungen und Zerstörungen in den Kasernen der zwei genannten Städte begangen zu haben.
Eine eingehende Untersuchung wurde am Orte selbst eingeleitet, um mit aller wünschenswerten Unparteilichkeit nachzuforschen, was an diesen Beschuldigungen begründet sein könnte.
Aus dieser Untersuchung geht hervor, daß. die zur Last gelegten Handlungen lediglich folgenden Personen anzurechnen sind:
entweder den deutschen Zivilisten, die, als unsere Truppen angekommen sind, in den in Frage kommenden Kasernen wohnten und in den sich abspielenden Ereignissen eine günstige Gelegenheit erblickt haben, um sich das an- zueignen, was ihnen von Nutzen sein konnte;
oder den Angehörigen der Sicherheitswehr, die das Material, welches regelmätzigerweise in die Hände der Besatzungstruppen fallen sollte, aus Trotz zu entziehen und zu zerstören suchten. Die französischen Truppen find folglich für die begangenen Beschädigungen keineswegs verantwortlich."
(Es ist Pflicht der deutschen Behörden, die hier gegen Deutsche erhobenen schweren Beschuldigungen einer gründlichen Untersuchung zu unterziehen und die Öffentlichkeit von dem Er» gebnis zu unterrichten.)
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Dir neuen Postgebühren treten erst am 6. Mm in Kraft. Wir werden dir neuen Sätze rechtzeitig uut< teilen.
besuche aus der Frankfurter Messe die £
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