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binrückvngsgebü hr:Die8gefv.Kolonelzeileod. beten Raum 60 Pfg^ die 4gesp. Zeile i. Reklame- teil 2.0VMft25°/oTsuerungszuickl. Offertgebühr 25 Pfg. Bezugspreis: Vierteljährlich 6M Mk. monatl. 2.20 Mk., für Postbezug vierteliäbrb 6.60 Mark» monatl. 2.20 Mk. Die Nummer 10 Pfg.

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GMersl-AnzsigW -

AmMches Organ sür SlaSl- und LauSkreis Sana«

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertags

Verlagsleitung: Ad. Indermühle.

Verantwortlich: für politischen und allgemeinen TeilRich. Hultsch' für lokalen und provinziellen Teil sowie Sport W. Moritz: für Anzeigen und Reklamen A. Brodt. alle in Hanau a. M.

Rotationsdruck d. Waisenhausbuchdruckerei Lamm Fernsvrechanschlüsse Nr. 1237 und 1238

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Freilag den 20. Würz

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1920

Das Nenesle.

Die bayerische Bauernschaft protestiert gegen die Bildung einer reinen Arbeiterregierung und droht mit ttttem allgemeinen Bauernstreik.

Heute nachmittag 8 Uhr tritt die Nationalver­sammlung zu einer Tagung zusammen.

Staatskommissar Severing wurde zum preußischen Minister des Innern ernannt.

Die Rote Armee im Industriegebiet setzt den stampf fort.

Prinz AloiS Liechtenstein, einer der mächtigsten und einflußreichsten Politiker des alten Oesterreich, ist gestorben.

unsere Lebensnotwendigkeiten in Ordnung zu bringen, und nur soweit exportieren, als es für die Rohstoffeinfuhr notwendig ist.

Soweit der sächsische Justizminister, ein Mchr- Heitssozialist.Uns droht ein Polizeisozialis­mus, unter dein jeder seufzen muß." so nennt Harnisch den politischen Sozialismus der Gegen­wart, der viel zu sehr Theorie ist, um in der Praxis die Erfolge zeitigen zu können, die man von ihm erwartet hat. Wir haben viel zu viele Kommissionen, Ausschüsse, Deputationen, Räte; wir sind überorganisiert bis an den Hals, und unter dieser Ueberorganisation leidet die persön­liche Freiheit jedes einzelnen. Das istfalscher Sozialismus*.Wir müssen weniger Organifa- tionen schaffen und den einzelnen nur dort tätig werden lassen, wo er etwas versteht." Das ist eine Forderung, die gerade heute ganz besonders unterstützt werden müsse. rh.

reiche Patrouillen, die mit dem Rufe: Straße frei! das schaulustige Publ'kum zur Seite wei­sen, damit durch die einschlagenden Artillerie- treffer keine überflüssigen Verluste an Menschen­leben entstehen. Das Militär ist nach wie vor zuversichtlich. Die verantwortlichen Truppen- sührer haben sich mit ihrer ganzen persönlichen Verantwortung dafür eingesetzt, daß von einer Gefahr für die Stadt keine Rede sei. Allgemein heißt es: Wo bleiben die Verstärkungen? Und die Hoffnung auf diese schwindet in demselben Maße, wie die geängstigt« Phantasie der schwachen Nerven die umlaufenden Räubergeschichten über Svartakidengreuel ins Groteske übertreibt. Die Führer der Gewerkschaften haben sich mit aller Entschiedenheit für die Aufrechterhaltung für Ruhe und Ordnung in der Stadt eingesetzt. Ent­gegen anderslautenden Meldungen sind bisher durch die hiesige Arbeiterschaft keine Versuche ge­macht worden, die Truppen zu einer Aufgabe des Widerstandes zu bewegen. Das Verhältnis zwi­schen Zivil und Militär ist freundschaftlich. Wäh­rend gestern abend eine panikartige Flucht der verschiedenartigen Elemente ins belgisch besetzte Gebiet einsetzte, hat diese Kopflosigkeit heute meist aufgehört, vor allem, weil die Belgier die Brücken ganz gesperrt haben und nur noch in Ausnahmefällen Flüchtlinge aufnehmen, zum Beispiel Verwundete. Der Nacht wird infolge der w ach senden Nervysität und des verstärkten ArftllcriefeuerZ mit Unruhe entgegengefeben.

Essen. 25, März. Eine hier tagende Versa«m- lung der Vertreter sämtlicher VollzugSräte des Rhein-, landes unb Westfalens faßte eine Entschließung, wo­nach sofort ein Bezirksrat zu wählen ist, der nach Ein­vernehmen mit der militärischen Leitung zu Verhand- lmmen und Beschküsien ermächtigt ist. Sitz der Be- zirksrats ist Essen.

" DnispttrA. 25. März. Die belgischen Vrncken- Verkebr nach .Eamuorngewer^ Sanuuche^mnnl schaftcn der Steten Armee werden ungehalten und in­terniert.

.Hagen, (Wests.), 25. Mach. Der Aktionsaus­schuß erläßt eine Erklärung, in der die von der Waffen­stillstandskommission in Bielefeld aufgestellten Richt­linien anerkannt und sämtliche Aktionsausschüsse aus- gefordert werden, eine gleiche Erklärung abzugeben, für die Durchführung dieser Bedingungen im Rahmen der­selben Sorge zu tragen und die wilden ungesetzlichen Beschlagnahumngen, insbesondere »on Lebensrnitteln, im Interesse der Aufrechterhaltung der Lebensmittel­versorgung unbedingt zu unterlassen. Nur so werde es möglich sein, weiteres Blirtvcrgießen zu verhindern und unendlrches Unheil ab zuwenden.

*

Waffel# 25. März. Die Reichswebrbrigade XI teilt mit:

Gotha wurde heute vormittag von den Reichs- Wehrtruppen kampflos besevt. Kavallerievatrouillen drangen in die Lager von O h r d r u f f und Halle vor. Am Mittag entspannte sich die Lage wesentlich. Morgen wird wahrscheinlich die Arbeit wieder ausge­nommen werden.

Halle, 25. März. In den Großbetrieben wird allgemein noch gestreift, doch ist sür morgen dir Wieder­aufnahme der Arbeit zu erhoffen, nachdem die Mehr­zahl der Verhafteten wieder auf freien Fuß gesetzt ist. Lemn o dre englischen Arbeiten.

LanZburp, der aus Rußland nach London heimgekehrt ist, wurde von seinen sozialistischen An- hängern ein großartiger Emvsaua bereitet. Nachdem Lansbucv festgestellt hatte, daß derDailv Herald" weder Papier, noch Geld, noch andere Unterstützung von Rußland erhalten habe, wie seine volitischen Gegner behaupteten, verlas er eine Botschaft Lenins. Darin heißt es:

Falls es etwa in Zukunft gelingen würde, eine friedliche Umwälzung in England herbeizuführen, wurde ich mich freuen, denn Gewalt und Blutver- gießen sind sehr unangenehme Dinge. Arbeuerbemegung und Gewerkschaftsbewegung sollten Ulsammenhalten. Geteilt sollte nicht werden, bevor tue Arbeiter etwas zu teilen baden. Voreilige Streiks und Putsche nützen gar nichts. Haltet zu­sammen, bis das Ziel erreicht ist, unb laßt euch nicht zu Gewalttaten v e r f ü h r c n.

(Unseren deutschen Kommunisten muß Senyt nach dieser Botschaft als krasser Reaktionär erscheinen).

Die Bilbung des SHeid^s&a&kteffs.

Die Verhandlungen über die Umbildung des Rei » fabinettS scheinen noch immer nicht abgeschlossen ; teilt. Die Verhandlungen gestalten sich äußerst schioicr^g, sie sind denn auch verantwortungsvoll, denn von dem Ausfall der Neubildung hängt unter Umständen ' die ganze weitere Entwicklung ab. Wir brauchen« t ü dp t i g e Männer, die die Fähigkeiten besitzen, unser Volk aus tiefem Elend wieder, in eine lichtere Zukunft zu führen. Nur dieser eine Gesichtspunkt sollte bei der Auswahl her neuen Männer maßgebend sein.

IOI)P. Berlin, 24. März. Die Verhandlungen der MehrheitSparieien in der Frage der KabinertS- btlouug haben gestern noch zu keinem eudgültigen Er­gebnis geführt. In letzter Stunde finb neue erhebliche Schwierigkeiten eingetreten, ha der GewerkschastSbund auf Grund der becannten 9 Punkte Einspruch gegen das Verbleiben des Atinisters Schiffer bei der Regie­rung erhoben hat. Die Gewerkschaften begründen

Eine tapfere Rede.

Der Kampf gegen rechts ist aus und vorbei, das deutsche Volk hat ihn so glänzend gewonnen. Der Kampf nach links aber, der Kampf gegen den Bolschewismus muß durchgefochten werden, denn auch hier handelt es sich um den Schutz der Ver- saflung und des Staates. Glaubt man, daß der Volks Wille sich seit Jahresfrist gewandelt hat, dann ist es an der Zeit, durch einen neuen Wahl­gang diesen Willen zu erkunden. Ihm soll und muß Rechnung getragen werden. Das ist der einzig mögliche, der gerade und verfassungsmäßige Weg, den wir gehen müssen und den wir ja auch in Kürze wir haben bereits gemeldet im Mai oder Anfang Juni gehen werden. Nicht durch Waffengewalt, sondern nur durch das freie unbe- WMte Stimmrecht kann der Wille des Volkes heure Mrheit^des

Anhänger des Kommunismus, der Rätediktatur.

Eine kluge und tapfere Rede über den Kom- nmnismus hielt dieser Tage in einer geschlossenen Mitgliederversammlung der sozialdemokratischen Partei der sozialistische sächsiche Justizminister Dr. Harnisch. Die Rede ist so bemerkenswert, bemerkenswerter umsomehr für den, der Harnisch und dessen Wesen näher kennt, daß wir uns ver- rnlaßt sehen, aus ihr folgendes wiederzugeben:

Was ist denn die wirtschaftliche Seite des Kommunismus? Die Zerstörung aller Quellen für Stadt und Staat. Der Staat stirbt, wo der Hauch

Bolschewismus hindringt. Nur der Staat kann leben, der feine Kraft schöpft aus dem wganisierten Volksganzen, nicht aber der, der die Quellen des Volkes mit Gewalt verstopft. Wenn m Rußland noch die Industrie besteht und schein­bar Güter erzeugt, so doch nur deshalb', weil man Ulcht sieht, welchen Kontrast dieses Leben auf- 'vies, als das russische DolkswirtschaftZleben noch Sanz war. Es wird gefordert die Diktatur des Proletariats. Der wahre Sozialismus will keine Drktatur des Proletariats, er will Beseitigung des Proletariats, er will, daß alle Menschen gleich gluülch werden auf Erden. Das Volk will seine peWen Kräfte mobil machen. Der Sozialismus M denwkratisch orientiert, nicht planlos kommu- ^msch. Demokratischer Sozialismus ist nötig, wo jeder ein freier Mensch im freien Staate sein

Seine Kenntnisse, seine seelischen und Ästigen Kräfte muß jeder dem Volks ganzen zur ^ersügung stellen, und diese Kräfte müssen orga- * ^^^- Das ist Demokratie.

Wir Deutschen stehen in der großen Gefahr, n einer Ueberorganisation zugrunde zu gehen. - Ht ein Bureauftatismus, ein Polizei- I Musmus, unter dem jeder seufzen muß, weil s Kontrolliert und schikaniert wird von allen ,JJ , Kommissionen, Ausschüsse, Deputationen ^ Mst welche Korporationen drücken auf unser blieben. Darüber müssen wir uns endlich iiiiwl klar werden- Das Streben nach persön- ,i ^ Freiheit darf nicht verwechselt werden mit

Sozi alis mirs, mit einer falschen

. W i r ssen weniger Organisa- °n schaffen und den einzelnen " dort tätig werden lassen, wo etwas versteht. Wir würden in dieser ^en Stunde unsere Aufgabe klein erfassen, S^ubtm, daß es nun etwa die Aktions- , .'Wisse. sein könnten, die alles in das Gleis ,,^gen könnten. Wir müssen dem Volke dankbar

/ W es sich zusammenschloß zum Schutze der de^ ^*er die Aktionsausschüsse sind nicht

s ' "ttel, um das Volk auf die Dauer weiter ^ ^"Mi. Dazu ist etwas ganz anderes nötig, bisb - ^^' ^^j endlich herauskommen aus dem "^Ngen ziellosen Leben, und daß wir zusireben

nnen planmäßigen Sozialismus. Auf- Z.?.*" müssen wir, um im Julande den "^d. die Wohnungen, die Werkzeuge und alle

Me rote Armee setzt den Kampf fort.

Wie aus Essen gemeldet wird, ist das 'in Bielefeld geschlossene Abkommen bisher ohne Ein­fluß auf den Gang der Ereignisse geblieben. Die bewaffnete Arbeiterschaft hat sich, wie wir schon gestern mitteilten, nicht im geringsten um den Bielefelder Waffenstillstand, an dessen Zustande­kommen auch Vertreter der U. S- P. und der Kommunisten mitgewirkt haben, gekümmert, sie hat den Kampf rücksichtslos fortgeführt. Die Er­folge bei Wesel hat die Masse derart siegestrun­ken gemacht, daß man sich an den Kopf fassen und fragen muß: Wie soll das noch enden. Der Rote Soldatenbund, in dessen Hand die Führung der bewaffneten Arbeiterschaft liegt, will von einer der Roten Armee im Industriegebiet das Signal zu einer bewaffneten Erhebung der gesamten revolutionären Arbeiterschaft im ganzen Reiche werden wird. Für die augenblickliche politische Lage ist es außerordentlich bezeichnend, daß das Ruhrecho", das Organ der U. S. P- D-, das bisher von den in Bielefeld geführten Werhand- lungen keinerlei Notiz nahm, heute über den Ab­schluß des Waffenstillstandes unter der Ueber- schriftEs gibtkein Zurück!" mitteilt:

Es gibt kein Mittelding zwischen der Reak­tion und der Alleinherrschaft der Arbeitecklasse. Nur wenn die Arbeiterklasse in ganz Deutschland in Waffen steht, sind wir vor einer Wiederkehr der Reaktion gesichert. Wenn sich die Arbeiter­schaft durch die Versprechungen einer rein sozia­listischen noch so links gerichteten Regierung ver­führen ließe, die Waffen aus der Hand zu legen, so würde diese Regierung nach kurzer Zeit, um sich halten zu können, gegen die Arbeiterschaft Vorgehen müssen. Sie würde dabei keine andere Stütze als die Reaktion ftnden, das alte Spiel würde von neuem beginnen."

Eine weite Zensurlücke zeigt, daß der Schluß des Artikels, in dem offenbar bic^ Proklamation der Räteregierung gefordert wurde, unterdrückt worden ist-

Die Kampfleitung der Roten Armee veröffent­lichte gestern folgenden Tagesbericht:

Die roten Truppen sind im Laufe des gestrigen Tages weiter vorgerückt. Don Hal­tern aus verläuft die Front, da die Lippe jetzt zum größten Teil überschritten ist, über Erle, biegt dann nach Süden ab, um sich in einem schwachen Bogen nach Westen zu wenden, wo die Roten Truppen zwischen Wesel unb Dins- laken stehen. Ein Detachement hat Friedrichs­feld besetzt und steht in Verbindung mit der Front. Einer kleinen Abteilung gelang e§ bereits, bis Wesel heoanzukonunen, sie konnte aber wegen ihrer Schwäche dort nichts ausrichten. In der Richtung auf Münster zu sind D ü l m e n und N e u st e i n f u r t h von unseren Truppen er­reicht- Erkundungspaftouillen tarnen bis dicht vor Münster und stellten fest, daß in und um Münster wegen des Vormarsches der Roten Armee große Aufregung herrscht."

Der Kampf um Wesel.

Ein von Wesel am 24. März abgesandets Telegramm besagt:

Seit 5 Uhr nachmittags liegt heftiges Artillerieseuer auf der Stadt, nach­dem bisher verhältnismäßig Ruhe herrschte. Sichere Nachrichten über die Stärke und die Stellungen der Spartakiden fehlen. Auch eine Umschau vom Turme der Maria-Himmelfahrts- Kirche aus gibt kein klares Bild. Die Roten stehen im allgemeinen südlich und östlich von Wesel, die­ses in weitem Bogen umfassend, im Süden etwa längs der Lippe. Das Straßenbild der Stadt ist sehr kriegerisch, viel Militär, iaaende Autos, robb

ihren Einspruch damit, daß Schiffer während bei Kapp - Regierung eine sehr zweifelhafte Stellung ein­genommen habe. Wie demBerl. Lokal - Anz." aus demokratischen Kreisen mitgeteilt wird, besteht die demo­kratische Fraktion auf dem Verbleiben Schiffers im Amte und kündigt sogar an, daß die Demoftaten, wenn die Forderung des- GewerkschaftSbundeS ant Rücktritt Schiffers nicht falle, aus der Mehrheittkoa- lition ausscheiden würden.

Die Berhandlungen mit den ttnabhängige»» gescheitert.

Wie dieP. P. N.* melden, hatte die sozialdemo» kratische Fraktion der LandeSversammlung beschlossen, mit der Fraktion der Unabhängigen über die Bildung einer gemeinsamen Regierung zu unterhandeln. Di« Fraktstn der Unabhängigen hat jedoch erklären lassen, daß sie nur an einer rein sozialistischen Regierung teilnehmen kann. Unter diesen Umständen ist der Ver­such einer gemeinsamen Kabinettsbildung mit den Un­abhängigen als gescheitert anzusehen.

WB. Berlin, 25. März. Heute abend wurde» folgende Aenderungen im Reichsministerium al8 fest­stehend betrachtet:

Finanzminister C u n o, Schatzminister Dr. W i r t 8, Reichswehrminister Dr. Geßler, Wiederauibauminister Lüdemann(Mehrheitssozialist), Mitglied derpreuß. LandeSversammlung. Weitere Aenderungen sollen nicht eintreten.

Ssosring preußischer Minister.

'LautB. T." ist der Staatskommissar Severing zum preußischen Minister des Innern ernannt worden.

Die Versinigke« Staaten über Deutschtau-.

WB. Berlin, 25. März. Herr Dresel, der als Vertreter der Vereinigten Staaten in Berlin teerst, hat

Die Regierung der Vereinigten Staate» verfolgt mit Sympathie die Bemühungen der deutscher Regierung zur gleichzeitigen Bekämpfung der Gewalter der militaristischen Reaktion und der Anarchie. D« Regierung der Vereinigten Staaten hat mit Beftiedi. gung fest stellen können, daß das deutsche Volk die Re. gierung in ihrem erfolgreichen Widerstände gegen bt« Ungesetzlichkeit unterstützt bat mrd hofft nunmehr, daß die Anstrengungen, die Demokratie aufrecht zu erhalten unb Ruhe und Ordnung gegen die dunklen antidemo­kratischen Elemcute, deren Obsiege« Deutschland in Anarchie und Chaos stützen würde, erfolgreich fein werden. Die Regierung der Vereinigten Staaten ver­traut auf eine von dem gesunde« Sinn diktierte W i e< derausnadme der Arbeit und der Han­dels in Deutschland und würde einen Umsturz dv gesetzlichen Ordnung, der die von den alliierten uns assoziierten Ländern in Aussicht genommenen Hilfs­maßnahmen unmöglich macht, aufs tiefste bedauern Die für den Wiederaufbau der deutschen Industrie notwendige Wieseraufnahme der Handelsbeziehungen würde dadurch sehr erschwert, wenn nicht überhaupt unmöglich gemacht werden.

Keuke Tagung der AakLonalversammlung.

wb. Berlin, 26. März. Heute naeffmittag

3 Uhr findet die Sitzung der Nationalver­sammlung statt. Es wird mit einer Tagungs- bauet von 34 Tagen gerechnet, da außer dem Notetat noch die Besoldungsvorlage und andere Vorlagen wenigstens in erster Lesung erledigt werden, sollen.

Die bayerische Bauernschaft gegen eine ArbeiZerrsgLerung.

WB. München, 25. März. Der kürzlich gelüldete parlamentarische Aktionsausschuß der vereinigten bayerischen Bauernschaft hat dem Reichskanzler telegraphisch mitgefeilt, daß der Ausschutz den Plan einer reinen Abefterregierung im Reiche mit aller Entschiedenheit ablehnt. Gegebenenfalls wäre ein Bauernstreik in schärfster Form geplant.

Ein neues weULrageudes Geschüs;.

WB. London, 25. März. Im Unterhaus fragte Lord Curzon, ob die Regierung auf die Erfindung eines Geschützes mit einer Trag weift bis zu 150 Meilen aufmerksam gemacht worder sei, ob die französische Regierung das Patent bereits erworben habe und was die Regierung in dieser Sache zu tun gedenke. Lloyd George erwiderte, daß dasKriegsministerium sich in dieser Sache bereits mit der französischen Behörde in Verbindung gesetzt habe. Die Verhandlungen würden fortgesetzt,

(Die Kriegsrüstung scheint auf Seiten bet Entente fortzudauern. Oder befürchtet die englische Regierung die Anwendung des neuen weittragenden Geschützes auf England?)

Wettere Drahtmeldunaen auf Seite 34