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General-Anzeiger
Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kann«
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Rotationsdruckd.Waisenbausbuchdruckerei Hana« Fernspreckanschlusse Nr. 1237 und 1238
Sr. 56
Samstag den 6. März
1926
Das Neueste.
Sie niederländische Regierung bleibt in der Auslieserungsfrage des vormaligen deutschen Kaisers auf ihrem früheren Standpunkt stehen und Ünt die Auslieferung ab.
Der französische Ministerrat bezeichnet die wirt- ^aitliche Wiederherstellung Deutschlands vor Wiederherstellung der zerstörten französischen Gebete als einen Skandal.
Die Lage in Portugal wird für ziemlich kritisch falten.
Unsere Verkehrsnol.
General Grüner, der Leiter der Eisenbahn - Abteilung des Großen Goneralstabes im Kriege, der zweifelsohne große Ecfahrangen im Eisenbahnwesen besitzt, äußert.sich yt den „L. N. N." über unsere Verkehrsnot. Er entwickelt ein längeres Programm, dem wir folgendes entnehmen:
| Wenn man den Gründen unserer Eisenb ahn- | Mamität an den Leib will, so muß man völlig I wm ab schon, ob die primären Ursachen im Ver- | Hr liegen oder in anderen Gründen. Schließlich I ist es im Staats leben wie auch in der Wirtschaft immer so, daß ein ganzer Kornplex von Ursachen I me Wirkung hat. Zurückzuführen sind allerdings unsere augenblicklichen Schwierigkeiten in erster [ Linie auf den Krieg und seine Folgen. Auch muß M sagen, daß die Art und Weise, wie vor i Stieg sich vor allem durch den Stellungskrieg ent- A'Llte. mit feinen Ansprüchen an unsere wirt- ist im sr^friftinfrif hrr w irisch aktuellen AW des Volkes nicht entsprochen yar Vom Neujahr 1916 auf 1917 — das ist der Augenblick, der für mich immer der politische und witt- schastliche Wendepunkt gewesen ist — ging der k Krieg über unsere Kraft. Dementsprechend wurde M, was zur Kriegführung beitrug, erheblich l ^abgewirtschaftet und an dieser Ueberlastung I krankten auch die Eisenbahnen, die schließlich bis IM Schluß das Menschenmögliche geleistet haben. Die Verluderung ist allerdings erst später in bett Revolutionsmonaten eingetreten. Der | Merlaftung folgte der Zusammenbruch. Natür- | lich war es nicht notwenvig, daß die Schwierig- I leiten so groß wurden. Das liegt lediglich da- I M, daß man die revolutionären Erscheinungen I frühzeitig genug bekämpft hat.
i Im großen und ganzen steht für die Beseitt- | Mg der Miß stände die Lokomotivftage an erster I Stelle. Bei Kriegs beginn hatten wir einen | tadellosen Lokomotivpark, der stark herrmterge- I Hurt schaltet wurde. Das Herausreißen der kup- I Wen Feuerbuchsen, vas schlechte Schmiermate- I nnl und die ganze Ersatzwirtschaft hat den Repa- I haturstand von 1916 ab stark in die Höhe ge- I Weben. Hier muß schleunigst eingesetzt werden. I Ane zweit« । Forderung ist für den schnellen I Wiederaufbau die Auftichtung der Disziplin in | Verwaltung. Man kann auch wohl sageu. I Personal, das ich sehr genau kenne - ich | bade auch heute noch enge Fühlung —- ist bis I den heutigen Tag glänzend. Natürlich ist I vorübergehend verdorben durch die revolutio- I "?ren Erscheinungen. Eine kleine Minderheit, I über das große Maul verfügt, vergewaltigt I große Mehrheit. Da bleibt nichts anderes I als diese Minderheit kurz entschlossen zu I ^tstrnen. Anders geht es einfach nicht. Selbst- I Kindlich wird eine kluge und vorausschauende I ^swaltuyg bemüht sein, ihre Beamten und Ac- I ?lter ^durch menschenwürdige Entlohnung lei- I ^rgzfghjg zu erhalten, entsprechend dem sckwe- I ^ Dienst, der von den Eisenbahnern geleistet I muß. Gerade bei den Eisenbahnbeamten I M inan ebenso wie von Soldaten, wenn nicht I Assist noch me^r, äußerste Pflichterfüllung und I Dienstbereitschast fordern, je nach der I i^ntung und der Verkehrslage, wenn es der | iÄ erfordert. Bei Stockungen ober Verkehrs- I müssen sie auch einmal 16 statt 8 Stunden I ^/"en. Das war das Große in dem Kriege, I . fugeheure Dienstbereitschast. Wenn ich va- I denke, daß die Eisenbahner 1914, ja, noch I iiini6 ^16, Tag und Nacht über 24 Stunden I ,,,^"inander im Dienst gewesen sind, so liegt I n der Kern der Sache.
1 dritte Punkt, der nach meiner Meinung I G Nachdruck in Angriff genommen wer- I ist die Korruption, die heute unser gan- 1 siä^ictschaftliches, und wie es scheint auch poli- ■ Leben beherrscht. Sie ist, soweit ich die ■ |ltl 9c ffhen kann, nicht Ursache, sondern Wir- erstanden aus der allgemeinen Güierknapp- 1 ^^dst Jagd nach Waren und persönlichem
Unser ganzes Volklst eben krank, kränker vielleicht, als wir selbst wissen, und es mag ein Mensch enaltec darüber vergehen, bis die letzten Spuren verschwunden sind. Wenn wir es fertig bekommen, trotz des Verlustes von zwei Millionen Menschen, ttotz der Wirkungen der Hungerblockade unsere gesunde Zeugungskraft uns zu erhalten und die Lücken auszusüllen, die der Krieg gerissen hat, dann haben wie zuletzt doch noch gesiegt. Aber auch dann erst kann sich zeigen, ob das deutsche Volk den Aufgaben gewachsen ist die ihm gestellt sind. Doch das nur nebenbei. Ich habe ein ungeheures Zutrauen zu unserer Beamtenschaft, sie wird den Keim dieser Korruption schon abstoßen.
Wenn man etwas tun will, dann muß man diese Ausgaben besonderen Persönlichkeiten übertragen, die den nötigen Fonds von Vertrauen in sich tragen, die überall in die Betriebe hineinsteigen, sofort 'durchgreisen können und mit den nötigen Vollmachten versehen sind, um Miß- stände, wo sie sich zeigen, zu beseitigen. Solche, ich möchte sagen VerttauenSkommissare, werden rasch die guten Elemente stärken, die doch überall noch drin stecken. Die Vertraueysvecbindung von oben nach unten kann gar nicht eng genug gezogen werden. Deshalb halte ich es auch nicht für richtig, diese Aufgaben den normalen Vorgesetzten zu übertragen. Sie sind nach meinem Einblick »eingespannt in die tägliche Bureauarbeit, über die sie schwer hinausblicken. Der Kampf gegen die Korruption erfordert besondere Maß- nabmen.
Das alles sind natürlich nur Mittel für den Augenblick. Mer in unserem Verkehrswesen liegt noch eine Fülle von Problemen, die Jahr und Tag in Anspruch nehmen werden. So spricht man cheute viel von einer Aenderung der Orgacki-
Wechsel in der ganzen Eisen b ahn wiMchSfsi Staatsbetrieb, Privatbetrieb oder gemischtwirtschaftlicher Betrieb- Was 'das Richtige ist, wird sich erst in späterer Zukunft zeigen. Auf die Verreichung der Eisenbahnen möchte ich nicht eingehen, da ich ohne jede amtliche Fühlung bin- Wir müssen zu einer Vereinfachung auf allen Gebieten der Wirtschaftsführung kommen. Denn wenn das Verkehrs- minifterium die gewaltigen Aufgaben erledigen soll, die ihm zufallen, dann soll es ja nicht nur die Bahn in Ordnung bringen, sondern auch Wie Binnenschiffahrt organisch mit der Eisenbahn verbinden. Das hat uns im Kriege so schwer gefehlt und fehlt uns heute noch mehr. Dazu tbm= men die Fragen des Last- und Kraftwagenver- kehrs, das Flugzeugwesen, kurz eine unabsehbare Fülle von Ausgaben, daß man nicht genug vor der Hypertrophie warnen kann. Mit einem Wasserkovf an der Spitze macht man feine gesunde und rasche Arbeit,
Es sammt vielmehr dacauf an, mit einem Minimum von Arbeitskräften rasche Arbeit zu leisten, also müssen wir zu einer Dezentralisierung lammen. Dabei wäre es zweckmäßig, auf den preußischen Eisenbahnen, die außerordentlich gesund sind, weiterzubauen. Sie haben das größte Netz. Also schon aus taktischen Gründen empfiehlt es sich, sie zur Grundlage zu machen. Selbstverständlich bedarf das Netz der Weiterbildung. Da schwebt mir nun folgende Aenderung vor, die kein absolutes Arkanum ist, aber nach meinen Erfahrunaen während des Krieges das Reste wäre: Es sollten ohne Rücksicht auf die Landesgrenzen lediglich nach wirtschaftlichen Zusammenhängen eigene Generaldirektionen gebildet werden, die eigentlich die Träger der Ver- maltung waren, sodaß nur die Ausarbeitung der Gesetze und der Verwaltungsrichtlinien beim Ministerium bleibt. Ob man vier oder fünf oder mehr Generaldirektionen schaffen will, wäre -u erörtern. Ich warne nur. vor zu vielen. Diese Generadirektionen hätten auch den einheitlichen Ausbau ihres Bahnnetzes zU bearbeiten. ©trabe hier schadet die Zentralisierung. ,
Unter den Generaldirektionen stäuben die ^Eisenbahndirektionen, die man vielleicht besser als Betriebsdirektionen bezeichnete, um die Art ihrer Aufgaben auch im Namen schon zu kennzeichnen. Ihnen bliebe die Unterhaltung des BetriebSaptzarates, des Verkehrsnetzes und die Vornahme von Ergänzungsbauten vorbehalten. Ich möchte dabei noch einem besonderen Wunsche Ausdruck Heben, daß man den technischen Beamten künftig größeren Emfluß gewährt. Das Juristenmonopol kann aber in dem gegenwärtigen Umfange nicht beibehalten werden. Die Techniker müssen viel mehr herangezogen werden. Das muh auch in ihrer Vorbildung bereits bedacht werden.
Natürlich wäre noch viel zu sagen. D'e Frage der mittleren Beamten, die einer gesunden Lösung entaeaenaefübrt werden muß. die Fraae der Ar-
bester und vieles andere. Nicht zuletzt der Tarif. Heute sind wir glücklich so weit, daß nur die Schieber noch erster und zweiter Klasse fahren können. Man muß doch einmal inerten, daß es nicht gut ni, immer nur den Verkehr durch Erhöhung ver Tarife zu belasten. Das geht aus die Dauer nicht. Wir müssen vielmehr möglichst große Sparsamkeit einschalten. Darunter verstehe ich nicht, daß man schematisch spart, wie der grüne Tisch es. möchte, sondern daß man versucht, durch Organisation und Besserung im Betriebe und in der Verwaltung Hochleistungen zu erzielen-
DsEchLands Wiederaufbau.
Frankreich bekämpft den Plan Nittis, der von Lloyd George unterstützt wurde und die Ausschreibung einer intermtionalen Anleihe enthält, aufs schärfste. Nitti und Lloyd George wollen, daß die Anleihe, welche in allen während des Krieges alliierten wie neutralen Ländern aufgelegt werden soll, den Vorrang auch vor den Ansprüchen aus dem Fricdensvertrage, also vor der Kriegsentschädigung zu genießen habe. Gegen diese Bestimmung wendet sich Frankreich und erklärt, daß der Wiederausrichtung der vernichteten französischen Gebiete das gleiche Interesse entgegengebracht werden müsse. Der . französische Ministerrat vertritt sogar den Standpunkt, daß die wirtschaftliche Wiederherstellung Deutschlands vor Wiederherstellung der zerstörten französischen Gebiete ein Skandal bedeutet. — Die Meldungen über das wirtschaftliche Manifest sind so verschieden, daß man erst dessen Veröffentlichung abwarten muß.
Die sofortige Wiederherstellung Deutschlands Skandal".
Obersten Rates zum wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas hat in der schweizerischen Oeffentlichkeit große Erregung hervorgerufen. Der Pariser Berichterstatter des „Bundes" meldet, es sei noch ungewiß, wann die offizielle Erklärung des Obersten Rates veröffentlicht werden könne, weil die erforderliche Zustimmung Millerands noch unsicher sei. Der Plan Nittis, die Neutralen zur Gewährung einer internationalen Anleihe an Deutschland zu veranlassen, die durch deutsche Pfänder sicher gestellt werden müsse, wurde von Frankreich mit dem Einwand bekämpft, daß dadurch die Anwendung des Ver- sailler Vertrages erschwert werde. Die Schlußfolgerung des Korrespondenten ist, Frankreich fühle, daß England und Italien die Absicht hätten, Deutschland zu schonen und zwar auf Kosten Frankreichs und seiner zerstörten Gebiete. Das wird von dem Pariser Berichterstatter der „Basier Nachrichten" mit der Feststellung unterstrichen, daß die englisch-italienischen Tendenzen gegen die buchstäbliche Anwendung des Ver- sailler Vertrages sich immer stärker geltend machten. Wenn sie sich jetzt angesichts des französischen Widerstandes auch nicht würden durchsetzen können, so sei der Kampf doch noch nicht aufgegeben. Er werde in einer anderen Form bei der Finanzkonferenz des Völkerbundes wieder beginnen.
Wie aus Paris gemeldet wird, beschäftigte sich der französische Ministerrat gestern mit dem Nitti - Projekt einer internationalen neutralen Anleihe für Deutschland. Der Rat vertrat den Standpunkt, daß die wirtschaftliche Wiederherstellung Deutschlands vor Wiederherstellung der zerstörten franzöfischen Gebiete ein Skandal bedeuten würde.
WR. Rotterdam, 6. März. Die „Times" meldet, daß das Manifest über den wirtschaftlichen Wiederaufbau Deutschlands, daß der Oberste Rat aufgesetzt habe, augenblicklich der französischen Regierung zur Genehmigung vor-' liege. Nitti schlägt vor, daß die Alliierten vor allem Deutschland bei der wirtschaftlichen Wiederausrichtung helfen sollten. Alle an Deutschland gestellten Forderungen sollten diesem Ziele untergeordnet werden. Die französischen Detonierten haben jedoch darauf bestanden, daß der Wiederau bau ver vernichteten französischen Gebiete mindestens das gleiche Interesse bei den Alliierten zu beanspruchen habe. Lloyd George schloß sich in diesem Falle der Ansicht Nittis an. Der
sranzösische Abänderungsvorschlag wurde schließlich angenommen.
WB. Paris, 6. März. Die franzüfische Presto machte weiterhin Vorbehalte zu der in London euSge» arbeiteten Denkschrift über die wirtschaftlichen 8er* hältnisse. Die Blätter heben die Unmöglichkeit hervor, in Deutschland eine andere wirtschaftliche Behörde zu schaffen als die Wiedergutmachung-kommission. Sie fügen bei, daß wohl einmütige Uebereinstimmung bezüglich der Notwendigkeit der wirtschaftlichen Wiedet- aufrichtung Deutschlands bestehe, die auch im Interesse Frankreichs selbst liege, aber sie erheben Einspruch gegen jede Lösung der Frage auf Kosten Frankreichs.
WB. Amsterdam. 5. März. „Evening Standard" meldet: Der Oberste 3tot beschloß, Deutschland zu gestatten, eine internationale Anleihe auszuschreiben, um sich die notwendigen Roh^ stofse und Lebensmittel zu beschaffen. Es Msi noch kein Betrag für diese Anleihe festgesetzt, die vor der Summe, die Deutschland zur Sicherung der Entschädigung bezahlen muß, den Vorrang haben würde. Deutschland würde sowohl in den alliierten als den neutralen Ländern und Nord und Südamerika seine Wertpapiere ausgeben dürfen. In Newyorkec Bankkreisen soll laut „Telegraas" sehr wenig Begeisterung für den Plan, eine internationale Anleihe für Deutschland. auszugeben, herrschen. Optimistisches Schätzungen zufolge würden 500 bis 1000 Millionen Dollars untergebracht werden können. Um Erfolg zu haben, müsse die Anleihe jedoch einen Notzinsertrag von 7 Proz. einbringen.
(Diesen Zinsfuß zu bewilligen, dürften wir natürlich außerstande sein. Auswucherung bedeutet
nur eine Verschiebung des
'enbruchs, der
durch sie nur verschlimmert würde. D. Red.) WB. Pavis, 5. März. Der „Temps" erklärt,
diejenige wegen der Beziehungen Sosvieisidtz- lands zu den Randstaaten und wegen der Am leihe, die Deutschland in den neutralen Ländern zum Ankauf von Lebensmitteln und Rohmaterialien solle abschließen 'dürfen. Die französische Regierung bestehe auf der Beaufsichtigung dieser Anleihe durch die Wiedergntmachunaskommission, denn wenn man neben ihr eine andere Autorität schaffe, dann vernachlässige man die berechtigten Interessen der Staaten, die ein Anrecht auf Ent- schädiqunn hätten.
WB. Wien, 5. März. Die Pariser Meldung über das Manifest Ves Obersten Rates betreffend den Wiederaufbau Deutschlands steht an erster Stelle. Die Blätter drücken dabei die Hoffnung aus, daß mit Deutschland auch Oesterreich aus der unglücklichen Lage befreit werde: ^r biete gebe es aber keine andere Rettung als den 9(n schluß an Deutschland.
Die Sozwlösmokratie und öer Bergbau.
In der sozialdemokratischm Fraktion der Nationalversammlung wurde laut „Vorwärts" folgender Antrag einstimmig angenommen:
Die Fraktion hält die Gewährung eines Koblenpreisauffchlags in Höhe von 18 Mark pro Tonne für Ersatz- und Erneuerungsbauten im Kohlenbergbau ohne entsprechende Beteiligung des Reiches am Bergwerksbesitz für vollkommen ausgeschlossen. Die Frattion wird keiner neuen Kavitalbildung im Bergbau auf Kosten der Volksgemeinschaft zustimmen, ohne', daß das Reich als Repräsentant der Volksgemeinschaft am Bergwerksbesitz in entsprechendem Maße beteiligt wird.
Die Ernah^unKslage in Deutsch- Oesterreich.
WB. Prag, 6. März. Eine Abordnung des ParteworstandeS und der Gesellschaft der österreichischen Soualdemokraten sprach gestern beim ErnährungS- minütet vor, um die bedauerliche ErnährungSlage in den deutschen Bezirken darzulegen, wo die' Irbeiter« schütt vor der Gefahr irr Hungersnot stehe. Der »kiniller verwrach sein möglichste? zu tun, aber Me Regierung würde trotz aller Vorkehrungen wohl nicht in der Lage sein, die volle Ration zur Verteilung zu bringen.
Beitritt Hollands zum Völkerbund.
WB. Haaa, 6. März. Die Kammer nahm mit 62 gegen 2 Stimmen die Geiebesvorlage über bot Beitritt Hollands zum Völkerbund an.
Die Lage in Portugal „kritisch".
WB Madrid, 5. März. Die Zeitungen halten einstimmig die Lage in ^Portugal für ziemlich kritisch, bg. jedwede Verbindung mit dem Lande abgeschnitten ist.
^Weitere volttische Nachrichten Seite 3.)