Einzelbild herunterladen
 

aimne

g

Äb.

s-

uerunasruschl. Öhertgebüdr i s,: Vierteliäbrlich 6.60 Mk» ">wua Diertenäbtt 6.60 Die Nummer 10 Pfs. 59. Frankfurt a. M.

^ÄiLeck-Konto Nr. 26659. Fiankfürt

General-Anzeiger

AmMches Organ für EkaSl- und Canbäreis Satan

Erscheint täglich mit Ausnahme d« Sonn-» und Feiertage

TeilRich.Sultsch^fürlokalen und orooinrielle« Teil sowie Svort W. Moritz: für Anzeigen und Reklamen A. Brodt, alle in Sanau a.M.

Rotationsdruckd.Waifenbausbuchdruckerei Sanas Fernivrecbanscklusse Nr. 1237 und 1238

Nr. 53

Mittwoch den 3. MSrz

1920

Das Neueste.

Der Inhaber der vollziehenden Gewalt hat fir den Bezirk Cassel, zu dem auch H a n a u ge­hört, zur Bekämpfung des Schleichhandels und Wuchers eine Verordnung erlassen, die militä­rische Beschlagnahme von Schiebergut, Auf­hebung des Postgeheimnisses sowie Konfiskation von AutoS enthält.

Der franzöfifche Eilenbahnerstrei! ist beendet.

In der preußischen Landesversammlung wurde gestern die Vorlage über die Abfindung der Hohen- >allem beraten, wobei es zu heftigen Auseinander­setzungen kam.

Auf dem Wiener christlich-sozialen Parteitag machen sich Vertreter von Salzburg und Tirol für den Anschluß an Eesamt-Deutschland aus.

Nach einer Meldung aus London soll die türkische Bevölkerung von 30 auf 6 Millionen reduziert werden. Der Türkei solle nur Konfian- tinovel und Anatolien verbleiben.

Die Koheuzollern- Absindung.

In der preußischen Landesversammlung stand Bern die Auseinandersetzung mit der Krone zur Seratung. In Verbindung damit stand der mhrheitZsozialistische Antrag, eine reichsgesetz- iiche Regelung der Frage herbeizuführen, und ein Antrag der Unabhängigen, die Staatsregierung Lize bei der Reichsregierung darauf hinwirken, Bt Letzter Beschleunigung ein Gesetz ge- werde, wonach die ehemaligen regieren- rstenhäusrr zu Gunsten der Staaten ihres gesamten Vermögens für verluftig erklärt werden. Die Aüfindungsvorlage war bekanntlich von dem sozialistischen Finanzminister Dr. Südekum ge- «einsam mit dem Justizminister ausgearbeitet worden, bei der auch für die Krone Bevollmäch- tigte als Vertreter mitwirkten. Die Einzelheiten for Vorlage sind bekannt. Das Königliche Haus muß zu Gunsten des Staates auf erhebliche Ver­mögenswerte verzichten. Aber der Reichtum der Hohenzollern läßt zu, daß für das königliche Krus angemessene Vermögensteile ausscheiden, die standesgemäße Versorgung der einzelnen mmen sicherstellen. Es handelt sich um Rechts- fagen, denn vor der Verfassung und allgemein «ncrkannten Rechtsgrundsätzen brauchen sich die Lüglieder des königlichen Hauses nicht schlechter

^ lassen, als irgend ein anderer deutscher Staatsbürger. In der gestrigen Sitzung der ^andesveriammlung waren nun Unabhängige Dozialdemokrattn gegen die Vorlage. Abge- wongter Graf, ging mit wohlfeilen Redensarten P das königliche Haus Hohenzollern vor. wird dadurch nicht getroffen, denn der große 8V dstiedrich Wilhelm I., der große König Kaiser Wilhelm I. haben für den Staat so Beträchtliches geleistet, daß diese eoensarten dagegen nicht auflommen. Noch

H stichhaltig, was der Unabhängige Wnann vorbrachte. Die richtige Antwott oinanjminifter Südekum selbst gegeben -, nl der die Hoffmannschen AuSfühiningen als t r e p p e n k l a 1 s ch bezeichnete. Wie ,ff ^/w and ersetz ung mit der Krone sich weiter Wirt, läßt sich noch nicht sagen, da die iS^Kf)^ Seite geschlossen eine Durchbrechung ^Eigentumsrechts für äußerst bedenflich er

iA#«^ ^eM Verlauf der Sitzung der preußl- ^"desversammlung liegt folgender Be- Ä^miniftet Dr. Südekum: Den An- Z Ädolf Hoffmann auf Enteignung des Ver- iM^ ^ ehemaligen Fürstenhäuser kann ich Annahme empfehlen, dagegen würde der U, °? ^täf, der besagt, die ReichSregiening «°» ^ ^^ Staatsregierung aufgefordert ^ "' unverzüglich ein Reichsgefetz herbeizn- ^t ^ Bestimmungen des Artikels 153 dir ^ichs Verfassung zur Geltung bringt, wonach Itil bps to?e^cne Entschädigung und die Zulässig- ^li»? Rechtsweges für die Enteignung des Dor= litt preußischen Königshauses zum Wohle Mr ^^Meinheii anders bestimmt werden kann, ^kien^ einem verträglichen Ergebnis führen

e ° f (Soz.): Der ehemalige Kaiser W-^ Vaterland im Elend zurückgelassen und ^vi ü Holland spazieren. Dem Vaterlands >«r d,. ^e^n von einst lag es ob, das Vaterland hu-fpöffiflen Untergang zu bewahren. Man

** man in den Zeiten bet Wabnunosnot

einer Familie Hunderte von Schlössern zur Ver­fügung belassen kann. Dieser 93ertrag erkennt 39 von diesen Schlössern ohne weiteres als Eigentum der Hohenzollern an. Es handelt sich bei den Hohenzollern um eine sehr reiche Familie, die ihren Reichtum gewiß nicht aus eigener Kraft erworben hat. Wenn man dem Volke einfach die besten Grundstücke wegnimmt, so ist das kein legaler Etgentumstitel. Es wäre übrigens inter­essant zu wissen, wieviel Wilhelm II. eigentlich in den Zeiten der Not an Kriegsanleihe gezeichnet hat. Wie wäre eS denn, wenn der König wenig­stens den Versuch machte, sich an der Deckung der Staatsschuld zu beteiligen, die durch sein Ver­halten entstanden ist. Er hat jetzt keinen Grund, sich zu beklagen. Bisher ist er sehr reichlich be­dacht worden; und er kann ja schließlich auch noch arbeiten. Das atme Volk hat keinen Anlaß, für ihn in die Tasche zu greifen. Die Throninsig- nien sollten nach dem Vertrag in den Besitz des Staates übergehen, aber die Kconjuwelen Eigen­tum der Hohenzollern bleiben. (§eitertest) Wir bedürfen eines Reichszesetzes, das uns von den pttvatrechtlichen Schranken in der Regelung die­ser Vermögensangelegenheit befreit. Dahin zielt unser Anttag ab

Abg. Oppenhoff (Ztt.): Der Vorredner hat weite Kreise des Volkes durch seine Ausfi'ch- rungen verletzt. Wir empfinden Genugtuung da­rüber, daß es gelungen ist, durch diesen Vertrags­entwurf einen ftiedlichen Ausgleich zwischen dem Staate und dem Königshause herbeizuführen. Der Antrag Adoff Hoffmann ist für uns undisku- tierbar, aber auch den Antrag Gräf lehnen wir ab.

Abg. Cassel (Dem.): Auch wir bedauern die Ausführungen des Abg. Gräf. Gegen seinen Antrag haben auch wir die schwersten Bedenken.

lichen Mächte auch geöffnet werben.

Abg. H ergib (D.-Ntl.): Grafs Rede ist nicht nur verletzend, sondern verhetzend gewesen. Auch die Angst vor den Unabhängigen spricht auS ihr. Ich halte es unter meiner Würde, auf die Einzelheiten einzugchen. (Große Unruhe Sei den Soz.) Es ist unsere Ehrenpflicht, dabei mit- zuwirken, daß ein gerechter Vergleich zustandr- kommt. Auch wir wünschen, daß für den Staat herausgeschlagen wird, was herauszuschlagen ist Bei dem Antrag der Sozialbemokcaten handelt es sich um den Plan einer Rechtsbeugung, der man ein Mäntelchen umfängt. Der Vergleich, in dem der König auf vieles verzichtet, zeigt, daß er Friede mit seinem Volke haben will. Unsere früheren Feinde gehen mit dem Gedanken um, dem letzten Träger der Krone die Rückkehr in sein Vaterland zu verwehren. Ich habe die beste Hoffnung, daß das ganze deutsche Volk zusam­menstehen wird, wenn es gilt, einen deutschen Volksgenossen vor Vergewaltigung zu schützen. (Bravorufe rechts, Zischen links.)

Abg. Adolf Hoffmann (U. S.) Nur unter der Sonne des Belagerungszustandes kann man eine so ungeheuerliche Vorlage durchzudrücken versuchen. Die fluchbeladenen landesflüchtigen Hohenzollern werden als gleichberechtigte Kon­trahenten mit dem Staate angesehen. Ueber 60 Möbelwagen ^nb bereits nach Amerongen gegangen. Das Schloß Berlin und das neue Palais sind von allen Kunstschätzen entblöst, ohne daß die Landesversammlung gefragt wurde. Die Sache bedarf der gründlichsten Untersuchung. Es handelt sich durchweg um Gegenstände, die selbst nach diesem Vertrage Staatseigentum werden sollen. Das deutsche Volk hungert und den Hohenzollern sollen Milliarden deutscher Wette überlassen werden, damit sie in Saus und Braus leben können. (Beifall bei den U. S.)

Minister Dr. Südekum: Die Demagogie der eben gehörten Rede überschreitet alles, was man selbst bei diesen Volksvertretern gewohnt ist. Alle seine Beschuldigungen sind Ver­leumdungen oder Übels Hintettreppenklatsch.

Präsident Leinert: Den Vorwurf der Ver­leumdung dürfen Sie gegen ein Mitglied nicht erheben.

Minister Dr. Südekum: Der Wein und die anderen Lebensmittel sind zum großen Teil den Lazaratten zur Verfügung gestellt worden. Die nach Amerongen gebrachten Möbel sind nur von müßigem kunstgewerblichem Wette. Die Silber- chätze sind nicht nach Amerongen gegangen, andern in Deutschland sicher verwahrt. Ich age Herrn Hoffmann doch nicht wo sie aufbe­wahrt werden, denn die Elemente, von denen er bedient ist, könnten ein Interesse daran haben, das zu wissen. (Heiterkeit.) Herr Hoffmann ist in allem, was er hier mit Grabesstimme des Patrioten vorgebracht hat, schmählich angelegen worden. (Beifall.)

Abg. Dr. v. Krause (D.V.P.): Wohin sollen wir kommen, wenn so Reden wie diese von Herrn Hoffmann zur Mode würden. Das ergebe den größten Tiefstand das Parlamen­tarismus. Es kann auf keinen Fall zugegeben werden, daß das Hohenzollernhaus in solchem Maße Schuld am Kriege hat, daß es dafür schadenersatzpflichtig gemacht werden kann. Wenn der Vergleich nicht zustande kommt, dann würde der Rechtsweg bekrittelt werden und der Staat wahrscheinlich noch viel schlechter wegkommen. Ein Schlußantrag wird angenommen. Der Gesetzentwurf mit den zugehörigen Anträgen geht an den Rechtsausschuß. Mittwoch 12 Uhr Anträge und Anfragen. Schluß 6 V« Uhr.

Me MrtschKMchs Wieder- emsrichtlmg SNrvpas.

Pettinax meldet imEcho de Patts"

aus

London, die wittschastliche Abteilung des Obersten Rates habe Leitsätze für die wirtschaftliche Wieder aufrichtung Europas aufgestellt. In diesen Leitsätzen komme zum Ausdruck, daß möglichst viel gespart werden müsse und daß die produttiven Kräfte so zu steigern seien, daß sie Größtmöglichstes ergäben. In den Leit­sätzen wird alsdann erklärt, daß Europa eine einzige wittschastliche Einheit darstelle. Die wirtschaftliche Produktion werde überall normal sein oder sie sei es nirgends. Es wäre deshalb notwendig, Deutschland und Rußland in

dett werden, die Rolle zu spielen, die es vor dem Kriege gespielt und die es ihm ermöglicht habe, in Europa eine wahrhafte Hegemonie aufzuttchten. Er meint auch, die Gedanken des Herrn Keynes dürften nicht zum Vorwand die­nen, die erforderliche germanische Wiederauf- nchtung durchzuführen, aber die gerechten Forde- rungen Frankreichs dabei zu vergessen.

Der Berichterstatter desJournal" in Lon­don sagt, die Frage der Bewilligung langfristiger Kredite sei nicht gelös worden.

SalzZUrF U^H Mrsl wAKfchen UKschlsrß an Grvtz--Dsustch!an-.

WB. Wien, 2. März. In ber gestrigen Schluß­sitzung des christlich-sozmlen Parteitages wurde die Aussprache über die politische Lage beendet. Dr. Rehs e-Salzburg erklärte: Salzburg strebt den Anschluß an Deutschland an. Wir werden als selb­ständiger Gliedstaat im Bundesstaat Groß-Deutschland eintreten. Landerrat S r i d l e r-Zn-bruck versicherte, Tirol wünsche den länderweiftn Auschluß an Gesamt­deutschland, nicht etwa bloß an Bayern, da e» seine Selbständigkeit erhalten wolle, mal bei Bayern nicht der Fall wäre. Unterstaatssekretär N i k l a » erklärte bezüglich ber Koalition, die Christlich-Sozialen müßten im Interesse des deutschen christlichen Volkes die Mitvera»tw»rtung übernehmen. Die Wiener Be­völkerung sei 1'/, Iahn den schwersten politischen Ge- fahren auSgisetzt gewesen, verabscheue aber da» bolsche­wistische Gelüst«.

Dom Obersten Nat.

WB. London, 2. März. Der Oberste Rat tagte am 1. März morgens wieder in zwei Sektionen. An der Sitzung der Ecktion, die sich mit der Teuerung und der WährungSfcage befaßt, nahmen Lloyd George, Ebamderlein, Ritt-, Loncheur und andere Finanz, xnb Wirtschaftssachverständige teil. I» den Hauptzügen wurde eine völlige Uebereinstimmung erzielt. Die Sektion, die über den Friedendoertrag mit der Türkei beratschlagt, hielt ihre Sitzung im Foreign Office ab. Zugegen waren Khucchill, Cambon, Berthelot, Stialoja, Jmperiali und Chinda.

©>e TürkenkraZe.

H«r*»scst»rng »er türkischen ®eU»tter«ne V»n 30 auf 6 Mlüiane«.

WB. Lanva», 8. März. Man glaubt zu wissen, daß die maritimen Klauseln bei FriedenSvertragcS mit der Türkei endgültig geregt't werden, wenn man die Gewißheit bat, daß »te dürfen keine Flotte mehr haben außer einigen Meinen Fahrzeugen für den Zoll- dienst. Die Frage über die türkische Arm« wird «orgex «ereaelt werden. »e ist lebt wahrscheinlich.

daß die türkischen Finanzfragen durch eine Kommission, die sich schon gebildet hat, geregelt werden. Ma, glaubt gleichfalls zu wissen, daß die türkische Be­völkerung von 80 auf 6 Millionen reduziert werde, und man nimmt an, daß der Türkei nur Konstantinopel und Anatolien verbleibe. ES muß noch eine Methode gefunden werden, um du türkische Schuld auf die Türken, welche Türken bleiben wollen und diejenigen, welche losgelöst werden, zy vetteilen.

(Wenn früher von dem in einer näheren oder ferneren Zukunft wahrscheinlichen Zusammendruche bei türkischen Reiche» gesprochen wurde, hieß eS tttttrttt nur, auch bei den gnmdsätzlichen Türkenfeinden, diese» Volk müsse wieder nach Asien abgeschoben werden. An eine Antastung seiner asiatischen Besitze» wurde nicht gedacht. Nun verliert e« seine asiatischen Länder früget als seine noch zu Eurova gerechnete ReichShauptstadt^ Und seine schlimmsten Bedränger sind die Engländer, du vierzig Jahr« vor der Herbst-Krisis von 1918 den ersten Bürgschaftrverttag für bit asiatische Türkei eingegangen waren. Doch e» ist noch nicht aller Tage Abend. Auch die türkischen Patrioten dürften sich von dem Obn* macht»anfall erholen und wieder leben«kr ftig werden. Im Orient schlummern Kräfte, die in vergangenen GesckichtSperioden sogar nach Jahrhunderten der Unter­drückung noch durch Veränderungen in der Weltlagr einer Wiederentbindung teilhaftig »urben. D. Red.)

Der sranzSsischs Eisenbahner- streik beenSet.

Nach einer Reuter-Meldung auS Paris ist da ftanzösische Eisenbahnerstreik beendet. Uwer die Einr- gnngsverbandlunzen zwischen den Direktoren bei Eisenbahn und den Delegierten der streikenden Eisen­bahner, die zu einer Einigung geführt haben, wird berichtet: Das Gewerkschaftsrecht müsse geachtet werden. Die Sobnivten und die Statuten des Eiienbahurrver- bände» müssen auch auf die großen Linien angewenbet werden. Aucy die Regierung solle sich der Lohnskalen bedienen. Auf ben 9tehenbahnen sollen die gleiche«

Unterbleiben von Maßnahmen für die Streikakitor sonnten sich die Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht einigen. Man unterwarf sich daher dem Schieds­spruch der Ministerpräsidenten, der dahmqeht, daß alle anSgesprochenen Disziplinarstrafen aufgehoben werdo und daß die Strerktage nickt bezahlt werden.

WB. PariS, 2. März. Stach den Erklärungen Millerands über den Streik der Eisenbahner in der Kammer nahm diese mit 503 gegen 75 Stimmen eine Tagesordnung an, die die von der Regierung ge­troffenen Maßnahmen zur Beilegung bei Eisenbahner- streiks billigt.

WB. Paris, 2. März. Millerand erklärte heute vormittag Pressevertretern, daß zweifellos von morgen an der Dienst wieder seinen normalen Lauf nehme» werde. Die Regierung unterbreite noch diese Woche der Kammer einen Gesetzentwurf über bei Schieds- gerichtswesen für die öffentlichen Dienstzweige. Di« Einschränkungen hinsichtlich der Schlußstunde Don Theatern und Restaurants würden nicht aufrecht er- halten werden. Dagegen müßte die Einschränkung i« der Lebensmittelversorgung, die schon vor ocm Eisen- bahnerstreik in Aussicht genommen worden wäre, auf­recht erhalten bleiben. Die Delegation der Panstr Eisenbahnergewerkschaft kündigt in einer Mitteilung an die Presse an, den Kampf unverzüglich wieder auf« zunehmen, im Falle die Regierung die Freilassung ihrer verhafteten Genossen verweigern würde.

Angarns Reichsoberhaupt.

Hoethy «cwayu.

WB. ««»apest, 2. März. Die Nationalve» sammlung wählte heute den Admiral NicolauS » Horthy zum RcichLverwescr, worauf dieser den Eid auf die Verfassung ablegte. Die Nationalversammlunj beschloß ferner, der Wahl Gesetzeskraft zu geben und ein Ehrenhonorar von 3 Millionen Kronen für de» Verweser auszuseyen.

PrSsi-euten-Aandi-alur der Vereinigten Staaten.

WB. M ewi; art, 2. März. Der etaatt* ekretär »er Justiz Palm er hat die ih« von bet demokratischen Partei »«geboten« Kandidatnr als Prastdent »er Bereinigten Staaten angenomme«.

Kohlenpreiseryöhuug.

Auf Grund derUebeffchichten, die von den Berg» arbeitern zurHebung derKohlenförderung gefahren und welche mit ttnem 100prozentigen Ausschlag zum llbNchen Lohn entschädigt werden, mußte sich bei Reichskohlenverband mit den Anträgen bei Syndikate, die auf Preiserhöhungen abzielten, befassen. Er beschloß, für die Bezirke bei Rheinisch-Westfälischen Kohlensyndikats, des Niedersächsischen Steinkohlensyndikats und des Steinkohlensyndikats für den Freistaat Sachsen eine Preiserhöhung von 15 Mark für die Tonne Steinkohle und für die dem Bayettschen Kohlen- yndikat angehörenden Braunkohlengmben 80.65 Mark für die Tonne Brikett» und von 26.40 Matt für die Tonne Rohbrannkohle «tw- treten zu lagen.