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»snatl. 2.20 Mk.. für Postbezug vierteliährl. 6.60 Mark» monatl. 2.2fs Mk. Die Nummer lOJßfß. Posticheck-Kouto Nr. 26659. Frankfurt a. M.
Amtliches SrgM für Slaöl- MS LanSkreis Sana«
Erschein! täglich mit Ausnahme vertonn- und Feiertags
Nr. 38 Samstag den 14. Februar
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1920
Das Neueste.
Der „Matin" glaubt zu wissen, daß die Ant- mt auf die Note der deutschen Regierung vom K Januar Raum für Verhandlungen lasse.
In der neuen Antwortnote an Holland werden sich die Mitorten abermals auf den Stand- mkt stellen, daß durch das Verbleiben des Kai- as in Holland der europäische Friede gestört serbt
Der Wirtschafisrat beim ReichSwirtschasts- „misterium beschloß der Reichsregierung vorzu- Mgen, daß die Zwangswirtschaft für Getreide und Kartoffeln aufrecht erhalten wird
Ungarn erklärt sich bereit, die Verpflegung Oesterreichs für längere Zeit hinaus vollständig zu übernehmen, wenn Oesterreich auf Deutsch- Westungarn verzichtet.
Die Sowjetregierung fordert die Auflösung der Arbeiterräte.
Englische Vernunft?
»Die Amerikaner kommen!" Das war der Aegesruf ClemenceauS in der französischen Krmmer, als die Kräfte der Entente zu erlahmen drohten. Die Amerikaner sind gekommen mit Roß Mb Reisigen, mit ihren unbegrenztenHilssMitteln, Mb haben den Krieg gegen das halbverhungerte deutsche Volk entschieden. Ein halbes Jahr nach Waffenstillstand brachen die Amerikaner ihre Zelte ab und der Schrechndanke zuckte durch alle M«zösischen Gehirne: .Die Amerikaner gehen!" Wm ‘>aaHMMM^
m der Kriegsgeschost der Entente gesteckten Morden waren gerettet, Frankreich war von linzland, dieses von Amerika besiegt. England ßhlte zunächst Zukunftswind um seine Stirne vchen. Europa für England! Das war das bri- Mk KriegSziel. Heute sieht es schon anders aus. Wand hat Sorgen bekommen, die Jnner-Afien betreffen, Sorgen, die wohl zu bersteten sind, ^n man daran denkt, daß im Osten der BolsHe- ^ismus sich nach allen Seiten in Vordringen be- Dazu kommt, daß heute nicht mchr das ffund, sondern der Dollar den Weltmarkt be- Während man früher in Newyork die S«sen umkrempelte, wenn es in London regnete, heute das Wetter im Kapital von Washing- A und der Newyorker Wallstreet gemacht. Ame- M steht also auf den Schultern Englands und Wand auf denen Frankreichs. Frankreich hat ?« Interesse daran, auf den Schultern ^utschiands stehen zu bleiben und von uns Muszuprefsen was nur herauszupressen möglich Der weitblickende amerikanische Geschästs- hat seine Kriegs- und Bündnispolitik in ^mopa liquidiert, er hat sich bei Seite gestellt, Mend England ganz gegen seinen Sinn gute zum bösen Spiel machen muß, da es Mreich sehr gut gebrauchen kann zur Be- r^fiing der im Osten drohenden Gefahr. Eng- Ka °^E einen Verbündeten, um die afia- Völkerwirren zu beschwören, um der Mreitung des Bolschewismus in Asien, die I und — Indien bedroht, mit Machtmitteln I >Menzutreten, Rußland nach Osten hin abzu- I E»en, Frankreich aber benötigt eine hilfreiche I «neu Mitschuldigen, um den letzten Stoß I „^utschland führen zu können, um es in I ..Zogrund zu stoßen in der raffinierten Be- I damit einem gefährlichen Zukunfts- I Verderben preiszugeben und ein für I loszuwerden.
I St i;.® n 6 land liegt die Entscheidung. Wie I e«n toir^ läßt sich heute noch nicht I £vcn der politischen Debatte, die sich im I Unterhaus an die Eröffnungsrede des 11’^ anschloß, sprachen sich Führer der Oppost- I s^^eien. offen dahingehend aus, daß vec- I Bedingungen des Versailler Friedens- I wegen deren tatsächlicher Undurchführ- I !rg/iJMeündert werden müßten, daß der Ver- I 119 ungeeignet sei, um einem wirklichen I 3U schaffen. Sogar die jungen Tones I !s^n eine Revision der Arbeiten der Pariser ■ ^"skonferenz und Mac Lean hat die Ein- lifeh9 einc3 Antrages auf Abänderung des I ^.Sti’ertraße£ angekündigt. Wenn dies auch 1H J wunen der Oppositionsparteien sind, so ■ nicht zu unterschätzen, denn wer gliche Politik kennt, der weiß auch, daß IGrossen auftretende Opposition schließlich Wi^"hue Rückwirkung auf das englische Ka- riben kann Bemerkenswert ist auch eine ^n9 '^^ „Manchester Guardian", die u. a.
I ", saß der ftiy^iae Druck tW furnzösilcheu
Politik, um im deutschen Rheinlar^e zu bleiben, eine der drohendsten Erscheinungen in der Lage Europas sei. Es ist dies eine der vielen englischen Pressestimmen, die heute laut werden, die zeigen, daß es an England liegt, die europäische Katastrophe hereinbrechen zu lassen oder sie abzulenken.
Wenn wir Deutsche nach so vielen uns zu Teil gewordenen herben Enttäuschungen auch die Vertrauensseligkeit längst verloren haben, so bietet sich jetzt doch ein schwacher Hoffnungsschimmer, der uns allerdings absolut keine Veranlassung gibt nun fest auf ihn zu bauen und blindlings in den Tag hineinzuleben. Wir müssen nach wie vor unermüdlich die Undurchführbarkeit zahlreicher Forderungen des Versailler Vertrages nachweisen, unsere Diplomatie muß helläugig und hellhörig sein und geschickt handeln. Vielleicht ist es dann doch möglich, noch so manche Fessel zu lösen, die man uns um. die Glieder gelegt hat. Richtig ist, daß wir eine aktive Außenpolitik einstweilen nicht oder nur in beschränktem Umfange treiben können. Wir werden erst arbeiten und abwarten lernen müssen. Nur das eine dürfen wir nicht aus dem Auge verlieren: Heute ist alles in Bewegung, ist alles im Fluß. Menschen und Ereignisse zeigen den Hang, sich zu überstürzen. Alles Geschehene muß uns auf der Wacht finden. Mit taufend Augen sehen, mit tausend Ohren hören und in allen Sprachen der Welt schweigen: das ist die Diplomatie, die wir einstweilen zu treiben ■ haben. Nötig ist dazu freilich, daß wir die Parteibrille endlich ablegen. rh.
*
Eine kleine Kraftprobe.
Die „Züricher Post" sagt in ihrem Kommentar über die gegenwärtige Lage: Zwischen London und Paris wird setzt eine kleine Kraftprobe haft sein kann. wKin England will. Man darf ruhig sagen, daß man vor einer Revision der Dokumente von Versailles und St. Germain steht; damit steht man auch vor dem Frieden mit Rußland, und damit wäre der Weg betreten, auf dem Europa zum dauernden Frieden kommen könnte. Mit Rußland und einer Revision des Pariser Friedens allein kann Europa gesunden. Die Frage ist nur die, ob England auf diesem Weg vorangchen werde.
Das liberale Amendement verworfen.
Laut „Telegraaf" erklärte bei der Debatte über das liberale Amendement wegen der Abänderung des Friedensvertrages Lord Robert Cecil, seiner Ansicht nach sei die Abänderung des Versailler Vertrages augenblicklich undurchführbar. Wahrscheinlich müßten aber früher oder später einige Bestimmungen des Vertrages abgeändert werden. Der Zustand in Mitteleuropa fei furchtbar ernst. Die englische Regierung habe aber, obwohl sie schon vor einem Jahr über die Lage unterrichtet wird, nur sehr wenig getan, um den Zustand zu verbessern. Die Sendung von Lebensmitteln an die notleidenden Menschen sei allein kein Heilmittel. Man müsse auch das wirtschaftliche Leben organisieren. Die Blockade sei viel länger aufrecht erhalten worden, als nötig war. Die Bestimmungen im Friedensvertrag mit Deutschland über die Wiedergutmachungen ertöteten die Hoffnung und vernichteten die Arbeitslust. Wtchrend die Forderungen an Deutschland unerträglich seien, seien die Oesterreich auf- erlegten Bedingungen eine Phrase. Ueber die Forderung der Auslieferung der Kriegsverbrecher sagte Cecil, sie werde im Falle des Befolgens eine Revolution in Deutschland zustande bringen und im Falle eines Nichtbesolgens das Ansehen der deutschen Militärpartei erhöhen. Schließlich forderte er, daß eine Zusammenkunft des Völkerbundes zur Besprechung der russischen Frage stattfinde, wobei zugleich an die Parteien, die noch jetzt Krieg führen, die energische Mahnung gerichtet werden solle, daß jetzt mit der Krreg- führung Schluß gemacht werden müsse, da es Sache des Völerbundes sei, internationale Streitigkeiten aus dem Wege zu räumen. Balsour schloß die Debatte, indem er erklärte, der Frie- densvertag setze Deutschland in die Lage, selbst die gesamte Entschädigungssumme, die es zahlen solle, zu nennen, und daß die Alliierten einen solchen Vorschlag gegebenenfalls erwägen würden. Niemand könne jedoch sagen, was Deutschland bezahlen könne. Ueber die Auslieferungs- frage sagte Balsour, die englische Regierung habe eine sehr beschränkte Liste aufgestellt und die Liste der anderen Länder nicht gesehen. Er habe die Auslieserungsfrage mit Clemenceau besprochen. Dieser habe es für wünschenswert gehalten, die Liste so sehr wie möglich einzuschränken, jedoch hinzugefügt, dies sei wegen der zahlreichen von französischen Zivilpersonen beschuldigten Deut- Mkxi uiunflalidL DaL SUto^jw^ ^i ^jurie .IdtUdfc
lich mit 254 gegen 60 Stimmen verworfen.
General Maurice über die Auslieferungsfrage.
In der „Daily News" schreibt der Militärschriftsteller Generalmajor Sir Frederic M a u r i c e, soweit er fentstellen konnte, herrsche unter den britischen Soldaten »in Gefühl von Ekel, daß Männer wie Hindenburg, Lu- dendorff und Kluck, die ihrem Lande in Ehren und treu dienten, auf der Liste der Kriegsver- brecher stehen. Das Auslieferungsbegehren habe in Deutschland einen vollständig berechtigten Entrüstungsausbruch zur Folge gehabt.
Der oberste alliierte War.
Die erste Sitzung.
WB. London, 13. Febr. Reuter. Der oberste alliierte Rat trat heute in der Downing Street zusammen. Zugegen waren Lloyd George, M i l l e r a n b , N i t t i und C u r z 0 n. Die Beratungen hatten einen allgemeinen und vorläufigen Charakter. Sie galten den hauptsächlichsten deutschen und türkischen Fragen und dauerten 6 Stunden. In gut unterrichteten Kreisen verlautet, daß die Zusammenkunft in London 2 Wochen dauern .werde. Die Verhandlungen gehen langsamer von statten als in Paris. Der Grund hierfür liegt in der schwierigen Verständigung, da weder Nitti noch Millerand englisch sprechen, während es Clemenceau geläufig sprach.
Marschall F 0 ch wohnte der Mittagssitzung bei. Ein amerikanischer Vertreter nahm an den Verhandlungen nicht teil. Einer weiteren Reutermeldung zufolge befaßte sich der oberste Rat mit der Frage der Auslieferung der Kriegsverbrecher. Hinsichtlich der weiteren Vorstellungen Deutschland gegenüber wurde volle
über die Finanzpläne für Europa zu beraten.
Sie AnlWsrl an KoUan-.
WB. Sembsu, 18. Febr. (Reuter.) Zn der heutigen Vormittagssitzung bei Obersten Rates wurde die Antwort an die hslländischeRegie- r u n g, bezüglich der Forderung auf AuSlirierung des vormaligen deutschen Kaisers beraten. Es verlautet, daß Are Antwort, die wahrscheinlich heute nachmittag aufgelegt werden wird, erklären werde: abgesehen von anberen Erwägungen sei es nicht ratsam, daß der Friede Europa« dadurch gestört würde,daß dem Kaiser erlaubt werde, an seinem gegenwärtigen Aufenthaltsorte zu verbleiben. Im Interesse Hollands wie der übrigen europäischen Länder müsse dieser Standpunkt in Erwägung gezogen werden.
(Wir sind der Ansicht, daß die Auslieferung des Kaisers den Frieden Europas eher stören kann als das Verbleibe» in Holland. ES steht zu erwarten, daß auch der .Afylstaat Holland diesen Standpunkt einniinmt.)
WB. Paris, 14. Februar. Der Londoner Berichterstatter des „Matin" glaubt zu wissen, daß die Antwort auf die Note der deutschen Regierung vom 25. Januar zwar im Tone fest sei, jedoch Raum lasse für Verhandlungen.
Die KSNL preuhLsche Werfaffurrgs- vvrlage.
Ein staubiger Parlamentsausschuß.
Ueber den Inhalt der neuen preußischen Ver- fassungsvorlagt erfährt eine Berliner Nachrichtenstelle: Die Verfassung wird beherrscht von demokratischen Gesichtspunkten. Die Befugnisse des früheren Königs übernimmt das Staatsministe- rimn. Ein Staatspräsident kommt nicht in Frage, um den kleineren Bundesstaaten mit gutem Beispiel voranzugehen und den Gedanken des Einheitsstaates zu fördern. Träger der Staatsgewalt ist das Volk, das sie dem Landtage in Wahlen überträgt. Die Regierung des Landes führt unter Aufsicht des Parlaments das Staatsminifterium, das vom Landtage ernannt wird und durch Mißtrauensvotum ab gesetzt werden kann. Verfassungs- ftieitigteiten schlichtet ein O b erst er Staatsgerichtshof. Um dem Parlamente kein un- beschränktLs Budgetrecht zu geben, wird ein Fi- nanzsenat eingesetzt, der in Geldfragen ein Vetorecht erhält. Verfassungsänderungen bedürfen einer Zweidrittelmehrheit des Parlaments. Die Legislaturperiode zählt für vier Ich«. Bei Parlamentsvertagungen auf längere Zeit — in der Regel wird der Landtag das ganze Jahr mit einigen Pausen tagen — übernimmt ein ständiger Parlamentsausschuß die Kontrolle der Regierung. Der OkvLr StaatLaLuMchos hMMt Äle BückaL-»
sungsverletzungan und kann auch StaatSminister aburteilen. Jedes Jahr — bis zum 1. Dezemb« — ist dem Parlamente ein H a ur halt vorzn» legen. Abänderungen des Haushalts, die mit Zweidrittelmehrheit gefaßt find, bedürfen keiner Zustimmung der Staatsregierung, fie find durch Parlarnentsbeschluß Gesetz.
Beibehaltung der Zwangswirtschaft.
Der Wirtschaftsrat beimReichSwirtschsstSRinisinim» nahm zu dem WirtschastSplan bei ReichswirtschaftS» minilleriumS für das kommende Erntejahr endgültig Stellung. Nach eingehender Aussprache, wobei auch Vertreter der Landwirtschaft wiederholt zu Worte kamen, entschloß sich der Wirtschaftsrat, der NeichSregierung vorzuschlagen, daß die Zwang», wirtschaft sowohl für Getreide wie Kartoffeln aufrecht erhalten, tmb daß Hafer wieder in die Bewirtschaftung einbezogen wird. Trotz erheblicher Be« denken wurden die Mindestpreise, die bai ReichSwirt- schaftsministerium vorgeschlagen hatte, als angemessen anerkannt. Ueber geeignete Fornie« der Bewirtschaftung auf der Grundlage engsten Zusammenarbeiten» zwischen den Erzenger» und Verbraucher« Organisationen sollen sofort Verhandlungen gepflogen werden.
Wie die „Deutsche Allgemeine Zeitung" erführt, sind an die Ablieferer folgende Mindestpreise für die Dauer der Zwangswirtschaft vorgesehen: Weizen 50 Mark, Roggen 45, Gerste und Hafer 40 und Kartoffeln 25 Mark für den Zentner.
VerLspPSlimg der Personen- fatzrpreise.
Der Preußischen LandeSversammlung ist, wie eint parlamentarische Korrespondenz mitteilt, ein Entwurf über die Erhebimg neuer Zuschläge zu den Tarife» der Staatseisenbahnen zugegangen. Danach soff ab 1. März zu den Frachtsätzen ein Zuschlag von 100 Prozent erhobcn werden. Die Erhöhung der Personen« tariM m«,t aW Gc>etz erfolgen. Sie beträgt eben* falls 100 Prozent mit Ausnahme bei Nahverkehrs in den Großstädten. Vom 1. März ab werden die Per« sonenfahrpreise verdoppelt.
WerKslegung Oefterkeichs durch Ungarn.
WB. Wien, 13. Febr. Wie die Blätter aus Budapest erfahren, gipfeln !die von dem ungarischen Minister angekündigten Vorschläge an Oesterreich darin, daß sich Ungarn bereit erkläre, die Verpflegung Oesterreichs für längere Zeit hinaus vollständig zu überneh- men, wenn Oesterreich auf die Annexion Deutfch-Weft -Ungarns verzichten wollte.
D§r ZlÄMpf um die Adrra.
Der Kampf der Italiener und bei SüdslatveS um die Gunst der Entente ist vorläufig trotz Un» terstützung Amerikas für die Südslawen un« günstig verlaufen. Pasitsch hatte nichts heraus- schlagen können als ein Ultimatum der Entente an die Südflawen, aber Pasitsch vertraute auf Wilsan. Das Ultimatum wurde von Belgrad abgelehnt, und die Italiener, an und für sich schon unzufrieden mit dem Kompronkiß, wurden sehr steifnaÄg. Sie wiesen mit Rcht darauf hin, daß Frankreich, das Italiens Mittelmeerstellung nicht stärken will, falsches Spiel getrieben, daß die Südflawen nichts anderes seien als Vorposten des Panflawismus, der durch sie an das mittelländische $ker gelangen wolle. Gefördert wurde diese Furcht der Romanen vor dem Panflawismus — die Rollen sind vertauscht, seit Deutschland zusammenbrach — durch panflawistd sche Kundgebungen südslawischer Politiker und vor allem durch die russische Orientierung des einflußreichen Tschechen Krammar'ch. Die Italiener haben der Jnterriattonalifierung von ginnte und Zara nicht zugestimmt. Ihr Protektorat über Albanien, der Besitz adriatischec In» sein, ist durch Gegenforderungen.der Südflawen wieder umstritten, und der Zank um die Adria hebt von neuem an. Südslawien fordert jetzt für sich die den Italienern zugesprochenen Inseln Lussm, Lissa und Cattaro. Es verlangt weiter die Intern ationalisierung Albaniens und des Hinterlandes von Fiumr. Diele Vorschläge lassen sich aber niemals mit den italienischen Forderungen und den Italien bereits gemachten Zugeständnissen vereinigen. Fiume und Albanien sind die sichtbaren Zeichen einer erfolgreichen italienischen Politik, die das adriarische Meer als „unser Meer" betrachtet. Und die Entente ist hilflos. Die Zähigkeit der Italiener ist ebenso groß wie die passive Resistenz der Südflawen. Wenn die Entente nicht bald die Richterrolle übernimmt, und den Sprites» durchsetzt, wird das adriatlfche Problem so ernst wie einst da? Da kanproblem- Auf jeden Fall aber wird «S ein» Partei der Entente entfremhen.
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