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AMWrs Organ 1Se Siaöl- «S LarrLMÄs Smtaa
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Das Neueste.
Der französische Ministerpräsident hat der deutschen Mission in Paris in der Frage der Wmlieferung an Frankreich eine Note, die eine inende Haltung annimmt, überreicht.
Der Bund für Weltfreundschaft London ließ ier österreichischen Friedensgesellschäst einen Aufruf überreichen.
Die Akrainer haben eine neue Front gegen Außland ausgestellt.
Das internationale Komitee für Bergleute ist in Brüffel zusammengetreten.
Sie Abstimmung
in der NordmarS.
Die Nordzone von Schleswig verloren.
WB, Kiel, 12. Febr. Nach dem amtlichen Ergebnis der Volksabstimmung in der ersten Zone Nordschleswigs wurden abgegeben 25 223 Stimmen für Deutschland, 74 887 für Dänemark.
Mit schmerzlichem Bedauern nehmen wir Ab- chied von den Deutschen Nordschleswigs, bietet « Abstimmung den Dänen unterlegen sind. M Viertel der abgegebenen Stimmen hat sich ür Deutschland, die Mehrheit für Dänemark ent- ^icben. Alle größeren Orte haben mit bedeu- ender Mehrheit für Deutschland gestimmt, aus- mmmen Hadersleben. Daraus ergibt sich aber 4 der deutsche Fehler: Wir haben viel !i« d^ig Deutschtum, zuwenigZei- «vxe n Bücher^Mufik »ase.,^^ y uchts b a b on aufs flache L and gb- rrcht- Der Bauer war der Aufklärung nicht zugänglich. Wo eine deutsche Versammlung dem flachen Lande stattgefunden hat, ist die ;übl der deutschen Stimmen sofort beträchtlich Machst» oder gar wie in Rapstedt und in ganz terraschenderweise in Tingleff zu einer Mehr- ät^eworden.
Es muß ausdrücklich und mit größtem Nach- E festgestellt werden, daß der W äffen - chutz der Entente, der die vollkommene Sicherheit der Abstimmung gewährleisten sollte, ^Gegenteil bewirkt hat. Die Engländer Wien, was man von ihnen wollte. Sie leg- ™ M ihre Rolle ungefähr wie die eines Schiedsrichters bei einem Fußballkampf aus.
Franzosen begriffen nicht, daß sie Wächter 'wer bloß provisorischen Souveränität zu sein xnten Sie blieben aus Temperament feind- M. Französische Matrosen haben in Apenrade Msche Flaggen bespuckt und Raufhändel ange- Wm. In Ringenes haben sie nach den beut3
Fahnen geschossen. In Apenrade verhafte- ßanzösische Alpenjäger Deutsche aus einem 0nfirationSumzug heraus, bloß weil sie die '^°cht am Rhein* gesungen hatten. Sie be= 4fen auch Automobile, die alte oder kränkliche wen zur Wahlurne brachten, mit faustgroßen Leinen. (Hier sei nur nebenbei bemerkt, daß Wahlbeteiligung ungewöhnlich stark war.
hohe Neunziger und ganz Gelähmte kamen z ^ne.) Die ftanzösischen Soldaten zeigten Abstimmungstage überall im Stahlhelm ® mit aufgepflanztem Seitengewehr, sodaß schließlich die Kommission das Betreten ^Wahllokale verbieten mußte.
Die «Leipz. N. N." äußern sich über den Aus- y der Abstimmung: Daß es zu diesem tief ?Weü Ausgangs der Abstimmung gekom- ch, hat seinen hauptsächlichen Grund in der , k'am ausgeklügelten Abstinunungsmethode der k enk Für die erste Zone, die am 10. Februar
Abstimmungstag hatte, war im Friedens- M? Gesamtabstimmung vorgeschrieben. Da- ist die deutsche Mehrheit in Apenrade, in st/o^burg, in Tondern und in anderen Orten südlichen Teils der ersten Zone einschließlich ' k/-tvaltigt. worden durch die dänische Ueber- j' w an Stimmen im nördlichen Teile. Jmmer- Md auch in diesem Strich für das Deutsch- ^"chtungsgebietende Erfolge erzielt worden. It öate zweifellos eine viel gerechtere Fest- g",^ der deutsch-dänischen Grenze ennöglicht wenn auch in bet ersten Zone, wie dies -^-zweite Zone vorgesehen ist, gemeindeweise ^ ; ^mmcn gezählt und danach die Zugehörig- , , «u Schleswig oder zu Dänemark entschieden wäre.
Das verlorene Gebiet.
L 5*^ Flensburg, 12. Febr. Das für uns ver- ststjEZ'-biel der ersten Zone Nordschleswigs ist ^ Hekiar «roß. Es hatte 1910 167 000 Ein-
eS aitch nicht verwnnderlich, daß feine Note von unzutreffenden Voranssetznngen ausgebt und zu falschen Schlußfolgerungen aelanet.
Die V-rpflickitungen der Lcutfchen Regierirng aitS dem Versailler Protokoll vom 29. August 1919 sind in der Note unrichtig wiederseg-ben.
Deutschland bat in dem Protokoll lediglich erklärt, mit bet Liekening von Kohlen an die «Tiüertm und assoziierten Mächte sogleich beoinnen zu wollen. Be- stinünte Mengen Kohlen vsrznkiesern, bat Deutschland in dem Protokoll nicht versprochen. Als Gegenleistung für diese durchaus freiwillige Vorlieferung von Sohlen hat das bantaficie O^ganisatimDomitee in Aussicht gestellt, dem WirdergntmachungS - Ausschuß nach seinem Zusammentritt, also nach Inkrafttreten des Fricd-nS - Vertrages, vorzuschlagen, daß Deutschland auf der Grundlage der gesamten bentfcfien Urzeugung von 9 Millionen Tonnen Steinkohlen im Monat 1 680 000 Tonnen monatlich an die Entente liefern soll und zwar bis zum 30. April 1920. Dies ist eine einseitige Erklärung der alliierten Mächte, mit welcher eine Ermäßigung der im FriedenSvertrag an sich Vorgesehenen Gesamtmenge bis zum 30. Äprfl 1920 sichergestellt werden sollte. Der Wiedergnt- machungsansschuß bat diese Erklärung der deutschen Regierung durch Note vom 30. Januar 1920 bestätigt. Da nach § 10 des Anhangs V zu Teil 8 der Frie» ben’oertrage? die Ansord-runa seitens des Wiederaut- machungSaurfchnfles und eine bestimmte vertragsmäßig festgesetzte AnknndignngSfrist für den Beginn der französischen Lieferungen entscheidend sind, folgt au? Vorstehendem, daß eine Verpflichtung Deutschlands zur Lieferung bestimmter Mengen bisher nicht bestand. Die bisherigen Kohlenlieferungen sind als durchaus freiwillige zu betrachten und es kann deshalb auch kein Dorwurf gegen Deutschland daraus hergeleitet werden, daß bestimmte Mengen nicht erreicht worden sind. Im übrigen ist von deutscher Seite in dem Protokoll und während de? ganzen Verlaufs der Verhandlungen tue nachdrücklichst abgegebene Erklärung wiederholt worden, daß Deutschland ohne schwere Schädigung seines wirtschaftlichen Lebens vorläufig überhaupt nicht im Stande sei, bedeutende Lieferungen zu machen. .
Wirtschaftlich betrachtet, liegt in der Tatsache der freiwilligen Koblenliefernngen vor Ablauf der im FriedenSvertrag vorgesehenen AnküuugungSfrist ein gewaltiges Opfer Deutschlands und zugleich ein schlagender Beweis für die Bereitwilligkeit Deutschlands, feine Pflicht zur Wiedergutmachung nach besten Kräften zu erfüllen. Hatte Deutschland diese freiwilligen Lieferungen nicht übernommen, so hätte es dir bisher au die Entente gelieferten Kohlen seinem eigenen schwer erschütterten Wirtschaftsleben zuführen können. Statt dessen bat es sich dieser sehr erheblichen Kohlen- mengen entblößt, um sie zur Wiedergutmachung zu verwenden. Diese freiwillige Leistung, gegen die sich die allerernstesten Bedenken au» den Kreisen der deutschen Volkswirtschaft erhoben haben, hätte eigentlich volle Anerkennung von Seiten der Alliierten verdient.
Schließlich ist auch Hervorzubeben, daß der Hinweis auf VerMtnngsmaßregrln, die nach dem Vertrag nur im Falle vorsätzlicher Nichterfüllung der Berpflichtungen in Frage kommen können, sowie auch eine Aenderung des Artikels 429 des Friedensvertrages, drr die Rän» mungssrift für die belebten Gebiete regelt, nicht v:r ' endlich erscheint. Iluch für bie Beurteilung dieser Frage ist nicht die frangüsthhe Legierung, sondern nur der WiederMmachungSauSschM zuständig. Es ist nicht cinzüsehen, wie der WiedexMkmachungSanSschnß Anlaß finben köunte, derartige Maßregeln in Erwägung zu ziehen.
W^ Rottendam, 12. Febr. Laut einer Meldung des „Nieuwe Rotterdamschen Couraut" aus Paris weiß die „3uformatiou" zu melden, d^ß man vielleicht erwägen werde, drs 3k u h r k» h l e « g e b i e t z n besetze», wenn Deutschland seine Verpflichtungen zur Kohlenlieferung nicht voll erfüllt
ReMrW Srr Aeichswetzv- Bs?o!Lrmg.
In dem vom Reichssinanzministür Erzberger demnächst der Nationalversammlung vorZulegen- den Entwurf der neuen Befoldungsordnung find auch die neuen Esbührnisie der Reichswehr enthalten. Danach sind 13 Gruppen von Soldaten bis Obersten mit einer G-shaltsskala von 7800 bis 39 500 Mr. Lorgofeheu. Für Generale sind Sondergehaltsklafsen mit 45 000—60 000 Mark geplant Wie Erzberger einem Vertreter der „Voff. Ztg." mitteilte, kommen dazu noch Kinderzulagen, eine noch festzusetzsnde steuerfreie Be- kleidungsentsihädigung und im Falle einer Erkrankung freie ärztliche Behandlung. Erzberger plant ferner auch eine Gewährung von Dienst- prämien.
fern WMrM
-ss NeLchsWMichÄftsrrrinrftrNS.
Die gestern verbreiteten Gerüchte über einen Rücktritt des Reichswirrfäuiftomimsters Robert Schmidt werden von amtlicher Seite auf das Bestimmteste und Nachdrücklichste in Abrede gestellt.
M2?kS rrkra^rr^chs FrsM gegen WAMcm-.
WB. Warschau, 12. Febr. Zwischen Zerminka m;d Ribnitzoi wurde eine neue ukrainische Front hergestellt. Ukrainische Truppen besetzten Mohilew und Marampol,
Die ^VhwNlßsfeertNK GZNstchlSNKK an MÄnKrEich.
O’tne neue
Drohnns der sranzösifchen Regierung.
WB. Berlin, 11. Febr. Der französische Ministerpräsident hat der deutschen Mission in Paris folgende vom 8. Februar datierte Note zugehen lassen : Nach den Beftimmnuaen des Friedensvertrages von Versailles, Teil VIII (Wiedergutmachungen) Artikel 236 Anlage 5 § 2 bat sich Deutschland ver- 11 Richtet, an Frankreich 7 Millionen Tonnen Koliken jährlich zu liefern. Außerdem soll Deutschland jedes Iabr an Frankreich eine Kohlenmenge gleich dem Unterschied zwischen der Jahressördernnq der durch den Krieg zerstörten Bergwerke des Departement? Nord und des Pas he Calais vor dem Kriege rmd der Förderung der Bergwerke dieses Beckens in den in Betracht kommenden Jahren liefern. Letztere Sieferung erfolgt zehn Jahre lang und darf nicht mehr als 20 Millionen Tonnen jährlich während der ersten fünf Jahre zind 8 Millionen Tonnen jährlich während der fünf folgenden Jadre betragen. Anderer- ftit» gebt ans dem Protokoll vom 29. August 1919 über die Verhandlungen bezüglich der Ausführung der Anlage 5 zu Artikel 238 des Friedensvertrages hervor, daß die Mächte vorläufig übercingekomnren sind, nicht sofort nach Inkrafttreten des Vertrages die vollständige Lieferung der in der Ankage 5 «ufge- zäbkten Kobleumengtn zu verlangen. Deutschland hat, sieb vervstichtet, bis zum 30. April 1920 monatlich den Alliierten 1660 000 Tonnen zu liefern. DaS, entspricht einer jährlichen Lieferung von 20 Millionen Tonnen Kohlen und stellt den Ersatz, der Förderung der gerb arten französischen Bergwerke bar. ein Ersatz, der entsprechend dem Lchlnßsatz von § 10 der Anlage 5 ein Vorzugsrecht genießt.
Nun stellen uurmtastbare Dokumente fest, daß Deutschland i* Laufe des letzten Dezember 10 450 000 Tonnen Kohlen produziert hat. Gemäß den in dem Protokoll vom 20. August -1919 ausgesprochenen £;4.,-.../.. die alliierten MS»te 2 500 000 Domwn liefern mWemeMMrerz» G nur 660 000 Tonnen geliefert bat. Die im Mona' Januar produzierte Menge ist merklich geringer gewesen und der Vertreter der deutschen Regierung bei der Koliken,rntcrkomlnisüou in Effen hat amtlich erklärt, daß Deutschland nicht mehr als monatlich 750 000 Tonnen werde liefern können. Aber selbst diese Menge ist bis jetzt niemals geliefert worden. Die Gründe, die man vorgebracht hat um die Nichteinhaltung dieser hochwichtigen Nerpflichtimgen zu rechtfertigen, und die auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des deutschen Staates Hinweisen, können nicht als stichhaltig betrachtet werden aezenüber der Tatsache, daß Deutschland für sich selbst eine Quantität zurückbehalten hat, die erheblich höher ist, als die, die es zur Ausführung seiner Verpflichtungen benutzt: 60 Millionen Deutsche erhalten zurzeit monatlich 8 Millionen Tonnen Kohlen, Während Frankreich für seine Bevölkerung von 40 Millionen nur über 3 250 000 Tonnen monatlich verfügt. Welches Recht kann Deutschland anführen, um günstiger gestellt zu sein, als Frankreich, besten Notlage lediglich «D die systematischen Verwüstunzen zurückzuführen ist, dir durch die deutsche Oberste Heeresleitung ohne militärische Notwendigkeit und mit dem bestimmten Ziele, die französische Industrie zu ruinieren, befohlen worden sind? Die französische Regierung kann nicht zulassen, daß die deutsche Regierung in Nichtachtung ihrer Verdichtungen und obwohl sie baut imstande wäre, die Lieferungen nicht WSführt, an denen Frankreich ein spezielles Interesse und Anrecht hat. Sie verlangt, bau Deutschland die übernommenen Verpflichtungen ausführt und ist entschlossen, die Rechte der französischen Nation geltend zu machen, die durch den Fr cdcus- vertrag sanktioniert worden sind.
Unter Bezugnahme auf Artikel 4-29 des Frieden?- Vertrages eröffnet die französische Regierung hiermit der deutschen Regierung, daß, da Denrsch!«nd die Be- stimmungen dieses Vertrages nicht getreulich erfüllt bat, die Fristen für die Räumung der besetzten Gebiete noch nicht zu laufen begonnen haben, feiner, wenn am 1. März 1920 Deutschland in weiterer absichtlicher Nichterfüllung dieser Verpflichtungen an Frankreich nicht die noch rückständigen bereits fälligen Liefcrnngen sowie das volle Februarguantum geliefert hat, so wird sich die Steuerung der Republik gezwungen sehen, zu wirtschaftlichen und finanziellen Sperr- und Berget- tungsmaPegein und allgemein zu solchen Maßnahmen zu greifen, sie sie als durch die Umstände geboten erachtet, wie das für solche Fälle der Vertrag besonders Vorsicht. Die französische Regl^uug gibt sich der Hoffnung hin, daß sie nicht gezwungen sein w'.^ andere Maßregeln gegen Deutschland zu ergreifen, wie sie das Protokoll vom 10. Januar 18Ä und da? »Schreiben vom 28. Dezember 1910 als Bedingung für daS Inkrafttreten des Vertrages vorgesehen haben.
»
Hierzu wird von zuständiger Seite bemerkt: Die Kolllenuote vom 8. Februar 1920 gebt aus vom französischen Ptiniflerpräudenten und ist gerichtet an den deutschen Geschäusträger. Sie beschwert sich über mangelhafte KohlenUricrungeu Dent'chlandS. Gegenüber den übernommenen Verpflichtungen für die Behandlung der KMenlieferungen aus dem .iriedwS- vertrage ist lediguch der ^iebergutwaciütnglauS'.huB zuständig. Er allein hat das Recht, die deutschen Kohlenlierernngen settzusetzen: er allein hat die Anö- führuug der denZebest Berpflichtungen zu überwachen und er hat Maüöahmrn zu treffen, falls De-ü! blanb seinen Verpflichtungen nicht nachkommt. Der feau- zösische Ministerpräsident hat sich mit dieser Note Be« fugnissr anacntaB», die ihm nicht zuftshen. Daher ist
Kein brilisch - türkisches AbksmMe«.
WB. Paris, 11. Febr. Das durch eine Morgenzeitung veröffentlichte Dokument, angeb-. lich der Wortlaut eines britisch-türkischen Abkommens wird als unzutreffend bezeichnet.
Das irrtsrnKAonKie Vergleuio- ^smttee.
WB. Brüffel, 11. Febr. (Havas.) Das internationale Komitee der Bergleute trat gestern in Brüffel zusammen. Die deutschen und österreichischen Delegierten sind noch nicht eingetroffen. Der Präsident des Komitees brächte zum Ausdruck, daß es jetzt an der Zeit sei, an die Wiederaufnahme der internationalen Beziehungen heranzugehen.
Dsr BunS für Wettfreundschaft.
WB. Wien, 12. F ür. Der österreichischen Friedensgesellschaft wurde ein Aufruf überreicht, der von dem Bund für WeltfreunSschaft London erlassen wurde und der die Unterschriften bedeutsamer Persönlichkeiten, Autoren, UniversitätS- rektoren und Arbeiterführern trägt. Der Usberbringe: Homs sprach bat bet Uebrrreichung die besten Wünsche aus, daß die Qualen des deutschen und österreichischen Volkes bald been bet sein möchten.
Die Stimmung im Aheintaud.
Ministerpräsident Hirsch, der von seiner Rheinlandreise zurückgekchrt ist, die er in Begleitung von vier preußischen Ministern unternommen hatte, äußerte einem Mitarbeiter des Wolffsbürcs gegenüber Folgendes:
Wir haben uns bemüht, die Stimmung^ im Lande kennen zu lernen. Zwei Ergebnisse möchte ant nitm. fLÜbaltLN.. Emai: j)U r^eüti;c96 Bevölkerung leidet unter der Herrschaft" der Bv- satzungstruppen ganz außerordentlich schwer. Der seelische Druck, der auf ihr lastet, ist auf die Dauer einfach unerträglich. Und ferner: die überaus starke Belastungsprobe, der die vaterländische Gesinnung der Rheinländer in dieser Zeit der Fremdherrschaft aus- gesetzt ist, wurde von der Bevölkerung bisher glänzend überstanden. Ich habe zu meiner aufrichtigen Freude feststellen können, daß die ganz gewaltige Maffe der Rheinländer von den separatistischen Strömungen immer deutlicher a b r ü ck t. Alle Beteuerungen der Sonderbündler, die Bevölkermig glauben machen zu wollen, daß sie nur gegen das «reaktionäre Preußen" kämpfen, ' aber den deutschen Eharaktei. der Rheinlande nicht an tasten wollem können heute niemand mehr über den wahren Sachverhalt hinwegtäuschen. Wir sahen weiter, daß die Politik der F'r a n z o s e n äußerst g e s ch i ck t ist und daß sie entsprechende Gegenmaßnahmen notwendig macht. Die preußische Staatsregierung ist fast entschlossen, alles zu tun, um jeden Ziest von Mißstimmung im Rheinlands zu beseitigen. Sie wird dafür sorgen, daß es in dieser Hinsicht nicht bei Versprechungen bleibt. Ich habe deshakb Auftrag gegeben, alle Wünsche in Form einer Denkschrift, nach Refforts getrennt, zusammenzustellen. Das^ St»atsministe- rium wird unverzüglich zu ihr Stellung nehmen und teilweise auch in gemeinsamer Sitzung mit der Reichsregierung die notwendigen Entschließungen treffen. Allgemein verlangt man in den Rheinlanden, daß wir öfter herüberkommen, um einen ständigen Gedankenaustausch mit der Bevölkerung zu sichern. Ich hoffe, daß, wenn wir das nächste Mal im Rheinlande sein werden, man drüben bereits gesehen haben wird, daß in Berlin alles getan wird, um den rheinischen Brüdern in dieser schweren Zeit nach Kräften zur Seite zu stehen.
Auf der eugUschsn AusUeferungsttfiT stehen wegen Vergehens gegen die §dricgc gesetze und die Kriegsgebräuche, anläßlich des U-Boot- krieges: Großadmiral v. Tirpitz (verantwortlich für die Anordnungen des uneingeschränften ll- Bootkrieges), aus demselben Grunde Adruirnl v. Capelle, Admiral Dachmann, Dizcadrniral Paul Behncke, Admiral Scheer, Admiral von Hipper, Admiral v- Müller.
Ferner stehen auf der Liste unter der Beschuldigung (danebenstehende) Fahrzeuge mit außergewöhnlicher Unmenschlichkeit ohne Warnung angegriffen oder torpediert zu huben: Ka- Vitänleuinant d. R- Kiescwetter, „U. C- 57" (englisches Hospitalschiff „Glenart Castle"), Oberleutnant z. S. Batzig „U- 86" (norwegisches Schiff „Eglantine", engl. Hospitalschiff „21an= dorery Castle"), Kapitänleutnant Ma; Aalen« tiner, «U. 38" (engl. Schiff „Glenby", notroey Schiff «Magda", spanisches Schilf ^Pena ®<$i teile", engl. Schiff «Persia", ttaL Schiff .AO,