Samstag den 7. Februar
Gelte *
I "^Dje verschärfte GaSernschränkung wird von I a§ aufgehoben, auch soll eine Erleichterung | Änlich der Abgabe des elektrischen Stromes I Es muß nun an die Einwohnerschaft I L bringende Ersuchen gerichtet werden, nach I M abends elektrischen Strom nicht mehr zu Nutzen. Andernfalls haben die Betreffenden sfsr der verwirkten Strafe die Abschneidung Kr Stromzufuhr zu erwarten. Näh«eres ist aus ! tiner Bekanntgabe im amtlichen Teil zu ersehen.
* Holzabgabe für Handel und Gewerbe. Wr machen den Handel und das Gewerbe der iießgen Stadt auf die heutige Bekanntmachung ^kKohlenoerteilungsstellebetr. Holzabgabe Mfmerksam.
* Die Statistik des deutschen Sterbens. ! ye vom statistischen Landesamt herausgegebe- »en Zusammenstellungen der Standesämter ergeben eine Statistik so tieftrauriger Art, daß M sie nur schwarzumrandet drucken möchte. Während unser Volk 1913 eine Zunahme von mnb 834 000 aufweisen konnte, betrug dieselbe 1914 nur noch 546 000. 1915 beginnt die ab- solute Abnahme, und zwar um 56 000; 1916 ßea die Abnahme auf 309 000, im folgenden Hre auf 611000, 1818 gar auf 885 000. Da sie Hunderttausend? von Vermißten von den Standesämtern bisher nicht erfaßt werden konnten, erhöhen sich diese Verlustzahlen noch um über V« Million. Die Zunahme der Friedens- phre baute sich nicht auf einer Steigerung der Geburtenziffern auf; dieselbe war von 39,1 vom Tausend der Einwohnerzahl in den siebziger Zähren auf 27,5 im Jahre 1913 gefallen. Vielmehr war die Sterbeziffer von 27,2 bis auf 15,0 vom Tausend der Bevölkerung herabgegangen. Auch dies ist jetzt umgekehrt. 1920 eirb obendrein den riesigen Verlust durch den Bemalt* und Unrechtsfrieden bringen. Die Zu- jammenstellung unterlassen wir. Sie wirkt ohne Worte wie eine ergreifende Grabschrift auf Bermanias gefallene Helden, verhungernde Kinder, Frauen und Greise, geraubte Glieder der Erenzmarken. Stelle ein jeder sie sich selbst zusammen, den Unvergeßlichen zum Gedächtnis.
* Stenographenvereilt Babelsberger v. 1860. Wie aus dem Inseratenteil ersichtlich, begeht der Verein morgen im Saale der Turngemeind«e» Fahrstraße, seine diesjährige Gabelsberger-Ge- burtstagsfeier. Wie in früheren Jahren, so hat euch diesmal der Verein keine Mühe gescheut, um dm Besuchern einige vergnügte Stunden zu be- Kiten. Unter anderem kommen zwei kleine Theaterstückchen zur Aufführung und auch zwei beliebte Mitglieder des hiesigen Stadttheaters werden durch einige Darbietungen «den Abend verschönern helfen. Zwischen den einzelnem Pro- grammnunmrern wird getanzt. Eintrittskarten werden nur in beschränktem Maße aus gegeben mtb sind bei den Mitgliedern sowie im Veceins- iolal (Brauerei Kaiser, Gr. Dechaneistraße) zum
Männer aus Ginstorode hatten ihre Herzen an die DorfsLHnen von Quenteln verloren und sich infolgedessen den tödlichen Haß der jungen Burschen aus dem letztgenannten Dorfe zugezogen. Als die Ginstecodcr nun wieder einmal ihre Bräute am Pfingstsonntag des vergangenen Jah- les besucht hatten und sich nach 11 Uhr abends tos dem Heimwege befanden, wurden sie von einer Anzahl jugendlicher Dorfbewohner aus Quenteln in Empfang genommen. Es kam zu erbitterten Nahkämpfen, in deren Verlauf die Ginsteroder schließlich so schnell sie laufen konn- H das Kampffeld räumten. Nur einer, der nicht schnell mitkam, wurde eingeholt und mußte trotz der späten Stunde ein Bad im Dorfteich tlchmen, ton dann ab gekühlt ebenfalls im Laufschritt den Heimweg anzutreten. Die Spannung, die sich zwischen der Ginsteroder und Quenteln er Mannbaren Jugend befunden hatte, war durch dieses Ereignis wieder normal geworden, das iedoch zu einem gerichtlichen Nachspiel führte. Ren ein Urteil des Schöffengerichts Lichtenau MK der Amtsanwalt Berufung eingelegt. Der Staatsanwalt bei der Caffeler Strafkammer ver- md weniger Spaß und beantragte Gefängnis- Rfett von 3, 4 und 6 Monaten. Das Gericht Mk den Pfingststreich von Quenteln jedoch Bilder auf und ließ es mit Geldstrafen von 200 ^300 Mark sein Bewenden haben.
m Modernes Tiheater. Wiederum wechselte der ^arietee-Teil in der neuen beliebten Kunststätte.
der fachmännischen Leitung ist nun auch Hanauer Publikum Gelegenheit geboten, mklich gute Spezialitäten in ihren hervorragen- , L Leistungen zu sehen. „Armand", der be- mmte Komponistendarsteller versteht es ausge- die berühmtesten und populärsten unse-
Tonkünstler zu verkörpern. Naturgetreu steht den von ihm barg «stellten betreffenden Mei- 5 an dem Pult stehen, um jeweils das größte inner Werke zu dirigieren, wobei es das Haus- sichester vortrefflich versteht, den Künstler in ° ^ssiabe zu unterstützerr. Der Dank seiner ^fmerksamen Zuhörer äußerte sich in starkem ?W. „Gent und Daisy" zählt zu den wag- "tigsten Attraktionen; mit großem Interesse be- Mjtet man die nicht ungefährliche Arbeit auf / valan zieren den Leiter und am fveistehenden anibus. Ruhiges exaktes Arbeiten zeichnet diese ..jungen der 2 Damen aus. Nicht unerwähnt ,^ben sollen die „2 Revös"; man sieht hier rus-
Tanzkunst in guter Prägung. Auch die Ko- J bat diesmal ihre eigenartige Vertretung.
Stelle des Fracks tritt das Groteske- „Con- Ä Schwenzer" ist ein vortrefflicher Vectoe- sinn es Faches. Echt rheinischer Humor, den 6,1n seine Vortrags'nummern zu legen versteht, Mt auch dieser Nummer ein dankbares Publi- h 7 das mit starten Lachsalven quittiert. Diesem
I geht ein gutgewählter Filmteil mit ben I ^Een Schöpfungen der Kinematographie. Die l allen Bilder, auf der größten fiter am Platze'
bestehenden Fläche beweisen, daß auch hier das Unternehmen Großes leistet. Die gute Kapelle unter der umsichtigen Leitung des Herrn« W. Eckhardt führt in die exakten Darbietungen des Programms ehr und begleitet dasselbe in seinen Einzelheiten in sinniger Weise. Ein Besuch des Unternehmens ist darum empfehlenswört.
* Kostümfest. Der Radsportverein Hanau 1912 veranstaltet am Sonntag den 8- Februar, nachmittags 5 Uhr, im dekorierten Saale des Hotel zum Riesen ein Kostümfest. Für gute Unterhaltung während der Tanzpaufen ist gesorgt. Auch werden die schönsten Herren- und Damen- masken prämiiert. Es werden nur eine beschränkte Anzahl Karten (im Vorverkauf zu 2.50 M. bei Herrn Repp Hotel z. Riesen, an der Kasse 3 Mk.) verausgabt.
? Tödlich verunglückt: Heute morgen gegen 7 Uhr wollte auf dem Bahnhof Mainkur der 16 Jahre alte Wilhelm Block von Fechenheim auf einen sich in der Richtung Frankfurt bereits in Bewegung gefetzten Zug aufspringen. Er kam dabei zu Fall, geriet unter die Räder und wurde so schwer verletzt — u. a. wurde ihm der rechte Arm abgefahren —, daß er auf dem Wege in das Landkrankenhaus in Hanau gestorben ist.
* Von den Apotheken. Von heute Samstag abend hat die Engel - Apotheke Nachtdienst für die kommende Woche bis zum Samstag abend 7 Uhr.
* Die Kleinkinderschule im Evangelischen Vereinshaus wird am Montag den 9. d. MtS., halb 9 Uhr vormittag, wieder ihren Anfang nehmen und werden die Eltern gebeten, die Kinder wieder zu regelmäßigem Kommen anzuhalten.
* Maskenball-Turngesellschaft. Jeder der sich amüsieren will, besuche den heute Samstag den 7. Febr. in sämtlichen Räumen des Vereinshauses der Turngemeinde, Turnhalle Jahnstraße, stattfindenden großen Maskenball der Türngesellschaft. Zwei gut besetzte Orchester sorgen dafür, daß die Tanzlustigen M ihrem Reckte kommen. In der Diele besteht kein DemaskierungSzwang. Für den Unterhaltungsteil nach der DemaSkierung ist ein äußerst reichhaltiges, humorvolles Programm auserfehen, sodaß für alle Teilnehmer ein recht genußreicher Abend in Aussicht gestellt werden kann. Karten im Vorverkauf sind noch in den bekannten Verkaufstellen, bei den Mitgliedern sowie im Vereinslokal Gasthaus zum deutschen Schützen zu haben. Saalöffmmg 5 Uhr, Anfang 5.30 Uhr, DemaSkierung 7.30 Uhr.
* Schwedische Krone. Morgen ab 4 Uhr Varietee-Vorstellungen und Tanzmusik. (Siehe Inserat.)
Landkreis Kanari.
I. Mittelbuchen, 7. Febr. (B eim Schwarzschlachten abgefangen.) Im Juni kam die Polizei dahinter, daß bei dem Lan-dwirt Heinrich Müller in Mittelbuchen eine Schwarz- schlachiung vorgenommen wurde. Sie griff ein, beschlagnahmte das Fleisch und nahm die not-
Wirt Karl Eidmann aus Niederissigheim hatte
2 Rinder an den Metzger Albert Schneider in Frankfurt verkauft und dieser im Vereine mit dem Metzger Friedrich Bauer aus Frankfurt die Schlachtung in der Müllerschen Scheune vorgenommen. Vor dem Schöffengericht in Hanau wurden gestern bestraft: Müller mit 500, Eidmann mit 800, Schneider mit 1000 und Bauer mit 500 Mark. An die Stelle von je 10 Mk. tritt ein Tag Gefängnis. Auch wurde auf Einziehung des Erlöses für das beschlagnahmte Fleisch erkannt.
l. Wachenbuchen, 7. Fe'br. (B e st r a f t e Schleichhändler.) Im August v. Js- hielt die Polizei in der Nähe von Frankfurt ein Fuhrwerk an, auf dem sich mehrere Kisten mit Fleisch befanden. Die Nachforschungen ergaben, daß es sich um ein Rind handelte, welches von den Eheleuten Landwirt Wilhelm Reichling hier an den Metzgermeister Peter Lang in Frankfurt verkauft worden war. Lang hatte das Tier bei Reichling geschlachtet, außerdem noch ein Kalb angeblich von einem Unbekannten erworben und war nun unterwegs abgefaßt worden. Der Ehemann Reichling behauptete gestern »vor dem Schöffengericht in Hanau, von der Sache nichts zu wissen- Seine Frau stehe der Wirtschaft allein vor u- habe den Verkauf bewirkt, ohne ihn zu fragen. Seine Frau bestätigte das und sagte, da sie so viel Vieh mit Schaden habe abgeben müssen, so habe sie hier einmal ein Geschäft machen wollen. Lang erklärte, in Not gehandelt zu haben. Von dem geringen Wurstverkauf könne er nicht leben, er habe etwas verdienen wollen. Das Gericht bestrafte ihn wegen gewerbsmäßigen Schleichhandels mit 8 Tagen Gefängnis und 500 Mark. Auch wurde auf Einziehung des Erlöses für das Fleisch erkannt. Frau Reichling wurde gleichfalls mit 5 0 0 Mark bestraft. Ihr Alarm wurde freigesprochen.
L Niederrodenbach, 6. Febr- (Geflügel- Ausstellung.) Der Geflügelzuchtverein l hält morgen Sonntag seine 5. Lokal-Gef-Ägel- ausstellung im Gasthaus zum Schützenhof ab. Da der Verein über sehr feines Rassegeflügel verfügt, ist Liebhabern hierfür Gelegenheit geboten, sich noch für die' kommende Brutperiode mit gutem Zuchtmaterial zu versehen. Ein Besuch der Ausstellung ist daher zu empfehlen.
B. Windecken, 7. Febr. (Auszeichnung.) Das Vordienstkreuz für Kriegshilfe wurde den beiden alten verdienten Beamten, Herren Rechnungsrat Stark und Gerichtsvollzieher Lock, verliehen. Während der langen Zeit des Krieges hat Herr Rechnungsrat Stark allein die Ge- richtsschreiberei des Amtsgerichts Windecken versehen, während Herr Gerichtsvollzieher Lock die ganzen Kriegsjahre hindurch den großansgedchn- ten Bezirk Bergen bearbeitet hat.
Vereine^ Versammlungen.
* Vorturnerschaft Turngemeinde. Samstag den 7. Februar, abends 8 Uhr, Vocturnersitzung.
* Verein der HochspesfartsreAnde „Rothe«- b«ch. Abteilung Han»«. Morgen finbet die 2. Vereinswanderung statt. Hanau, Mississivvi. Neu- wirtshaus, Alzenau. Gondsrotherkovf. Langensel- bold. Abmarsch 8 Ubr Brauerei Dörr.
* OrtKArnppe Hanau des Bundes der Auslandsdenttchen. Sonntag bep 8. Februar, Zusammenkunft im „dAel S- Post", hachm. 3 Uhr.
* 1. Hanaver Hocksq-CluS, E. B. Heute Samstag um 3 Uhr und Sonntag vorm. 9lk Uhr Uebungssviele auf dem Svortvlatz Wilhelmsvad.
* Verein Hans«, Bund Deutscher Militär- anwärter. Sonntag den 8. b. M.. nachm. 5 Uhr, Monatsversammlung im Elefanten.
* Wartburgverein. Heute abend 1|s8 Uhr Spiel, Svarkaffe, Bibliothek. Wochenschluß. Sonntag von 3—6 Uhr Spielen, 8—10 Vorlesen.
* Bereinimina von Frauen und TSchtern aller Stände. Unser Familienabend findet am Mittwoch abend um 6 Uhr statt. Gäste können durch Mitglieder eingeführt werden.
* Lehrerverein. Heute nachmittag 3 Uhr Versammlung im Solchen der „Sonne". Begrüßung des aus engl. Gefangenschaft zurückgekehrten Koll. Beysr. Der Schuletat u. a.
* Deutscher Musiker« erd and lOrtssruuue Äanau). Sonntag den 8. Febr.. vorm. 10 Uhr. Monatsversammlung im kleinen Saal „Gasthaus zur Sonne".
* B. — Jung Siegfried. 6—7 Uhr 3. Kreis.
* K-rtkß Männer- und Nünglinasuerein Keifelstadt. Sonntag den 8. Febr. Stiftungsfest. 7 Uhr vormittags gemeinschaftliche Kommunion: 6 Uhr nachm. Familienfeier im Schwanen.
* FugendaSteilung der Mar. Ffingliuas- Kongresation. Morgen nach dem Kindergottesdienst Versammlung.
• Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer, Hinterbliebenen und Gefangenen, Ortsgruppe Grosi-Steinheim hält heute Samstag abend Punkt 8 Ubr im „Darmstädter Hof" bei Kamerad K n a f seine diesjährige Generalversammlung ab.
* Religiöse Arbeitsgemeinschaft. Nächsten Mittwoch V*4 Uhr Monatsversammlung.
* Max. Jungfranen-Kongregation. Morgen früh Vi8 Ubr ist Generanommunion. Nachmittags 3 Uhr ist Versammlung mit Vortrag. Die Mitglieder werden ersucht, an beiden Veranstaltungen sich voll
zählig zu beteiligen.
* Kath. UrSetL-rverein
Versammlung mit Vortrag. Thema: oder Privatbetrieb?"
Hcute abend 8 Uhr
Staatsbetrieb
* Notbursaverein. Morgen nachmittag 5 Uhr ist Versammlung mit Vortrag.
* Borromäusverein. Morgen nach dem Haupt- gotterdienst ist Bücherausgabe.
* Grost-Lteinheim. Turnerschaft. Heute abend 8’/i Uhr Vereinsstunde. — Fußballklub Germania. Heute abend 8'/, Nhr bei I. Kaiser Vereinsstunde. — Verein der Naturfreunde. Morgen mittag 1 Uhr Versammlung und Auflage für die Weihnachtskasse.
Sporl-Nachrichlen.
Vereinigung Grotzauheim — Germania 94 Frankfurt. Vorspiel 1 : 5.
Das einzige Liga-Verbandsspiel im Kreise Hanau MM,c^lMuiLubLu^iMtüa .m GraßaubWr statt., Wohl selten ist einem Wettkmnpf in unserem Nord- mainkreise von feiten des sportliebenden Publikums ein solches Jntereffe entgegengebracht worden, wie diesem auf dem Vereinigung? - Sportplätze stattfindeuden Liga - Treffen der Germania 94 Frankfurt und der Großaubeimrr Vereinigung. Da sich die „Germanen" des Ernstes der Lage voll nnb ganz bewußt sind, so werden sie in verstärkter Form erscheinen. Es dürfte sicher von Interesse sein, etwas Näheres über diese tüchtige Elf zu hören. Vor allen Dingen ist der internationale Mittelstürmer Schwirle — früher Fürth - Pforzheim — und der hervorragend spielende Halbrechte Stürmer Weißenbacher - Piorzheini zu erwähnen. Neu- reuther und Bosscrt (Pforzheim) bilden ein Verteidigerpaar, welches der Aubeimer Stürmerreihe zu raten aufgeben wird. In dem Karlsruher Torhüter Maier hat die Fraukfurter Elf eint zuverlässige Stütze erhalten, seine ruhige und dabei so sichere Spielweise riefen bis jetzt überall die größte Bewunderung hervor. Wie man hört, soll der internationale Flügel« Stürmer Forell - Pforzheim von den Germaileu bereits verpflichtet worden sein und wird sich voraussichtlich an diesem Spiele beteiligen. Um nun gegen einen derart spielstarken Gegner ehrenvoll ab- jdjÄeibeu oder gar erfolgreich sein zu können, wird die Vereinigungs-,,Els" alles aus sich herausgeben müssen. Den Sportfreunden des Hanauer Landes steht somit ein sportliches Ereignis bevor und sollte sich kein Anhänger des Fußballsportes dieses Treffen entgehen lassen. Wer sich einen guten Platz sichern will, der sichere sich frühzeitig eine Eintrittskarte. Karten sind im Vorverkauf zu 1 Mark bei den Herren Friseuren Bartholomä, L. Laber, E. Laber, Hch. Tschann, im „Alten Löwen" und im Vereinslokal „zu» goldn. Anker" in Großauheim jederzeit erhältlich. An der Kaffe Mk. 1.50. L.
Viktoria 94 Hanan Reserven — Akernannia Ki.-Auhcim 2 und II.
Morgen Sonntag nachmittag stehen sich auf dem Sportplätze an der Freigerichtstraße obige Mannschaften im Gesellschaftsspiel gegenüber. Alemannia verfügt zur Seit über ein vorzüglich eingespieltes Material, was die bisher erzielten Resultate wohl zur Genüge beweisen. Da die zweite Elf von Hanau 94 nun endgültig Gaumeister der Klasse Liga H. geworden ist, so werden diese jetzt Gelegenheit haben, ihr Können gegen einen derart spielstarken Verein -zu zeigen. Ein interessantes Treffen dürfte daher sicher zu erwarten sein. Auch das Spiel der dritten von Viktoria gegen die zweite von Alemannia dürfte reich an guten sportlichen Momenten werden, weshalb wir ebenfalls empfehlend darauf Hinweisen. Um 1 Uhr mittags treffen sich die dritte von Hanau 94 gegen die. zweite von Kl.-Auheim, daran anschließend folgt das Spiel der Ligareserven gegen die erste Blaunschaft der Klein- Anheimer Alemannia. Ein Spaziergang nach dem Viktoriasportplatz wird sich sicher lohnen.
F.-V. Melitta Dp.-Slvt. T.-B. 1860 e. B.
gegen Germania Rückingen 1.«. 2. M.
Mit Spannung sieht man dem obigen Treffen zweier gleichwertiger Gegner am Sonntag den 8. Febr. auf dem Sportplätze hinter dem .Kaiserhof" entgegen. ES wird dieses Spiel eins der interessantesten der Atlasse werden. Beide Mannschaften verfügen zur Zeit über ausgezeichnetes Spielmaterial. Das Vor
spiel konnteRücklugen nur ganz knapp mit 4:2Toren [ ^,.7^ m--Q,^
für sich entscheiden. Ein Besuch nach dem Sportplatz genngerer Nuqrkrast ^^^beii^m • •
ist dem Sanauer Sportvirblilum au empfehlen, rumal 1 bis 98 wocheotlick rumLebessunterdalt. eme F«M
an.Winutag kein Ligastick in Hanau stattfindet. Spiel- anfang der 1. M. 3 Uhr, der 2. M. 1 Uhr.
Viktoria Nenenhatzlau I — Melitta Han alt 1 2:2. Viktoria Renenhatzlau II - Melitia Hanan II 8:1.
Obige Mannschaften trafen sich am vergangene» Sonntag auf dem Viktoria-Platz zum fälligen VerbandS-
spiel.
Seiten ein flottes Tempo,
Gleich nach Anstoß gewahrte man auf beide» ein flottes Tempo, Viktoria spielte mit bete
Winde im Rücken vollkommen überlegen. Melitta nützte einen Durchbruch aus und übernahm die Führung. Nun setzte Viktoria ein und konnte in kurzer Frist zweimal einsende»; mit 2:1 für Viktoria ging er in Halbzeit. Nun hatte Melitia den Wind als Bundesgenoffe, jedoch wollte eS ihr, dank der brillant stickenden Verteidigung Viktorias, nicht gelingen ben Ausgleich herbeizuführen, erst durch einen gegebenen Elfmeter wurde der Ausgleich herbeigeführt. Schicks« richter, Herr Langenhein - Langendiebach, leitete bat Spiel gerecht. Vor dem Spiel trafen sich die Reserve» beider Vereine, wobei Viktoria überlegen mit 8:1
siegte.
«. F.
Fußballklub Germanla-Snkheim I — ih Mannschaft 1. H. F.-C. 1893.
Obengenannte Mannschaften stehen sich morgenmn 3.15 Uhr auf dem Sportplatz an der .Schönen Aus
lenüber. Das Vorspiel
sicht" im fälligen Rückspiel gegenüber. Das Vorspf konnte 93 mit 3 : 0 für sich entscheiden. Da r
m-
zwischen beide Mannschaften wesentliche Verstärkung erhalten haben, wird es wohl zu einem spannenden, ausgeglichenen Treffen kommen, das sich kein Sports, anhänger entgehen lassen dürfte.
Germania Niederrodenbach E. D — Germansto Großkrohenburg 6:1.
Mit diesem Resultat endete das am vergange- nen Sonntag in Niederrodenbach stattgefimdme Verbands-Rückspiel. Niederrodenbach hatte wohl wieder einen ihrer besten Tage. Schon von Anfang zeigte N.-R. ein tadelloses flüssiges Kombinationsspiel. Großkrotzemburg kam gegen dies« Spielweise nicht auf. Die Tore steten gleichmäßig und nur dem ausgezeichneten Spiel des Torwächters Rümbler hat die Mannschaft eine nicht noch größere Niederlage zu verdanken. Lobenswert bei G-K. ist das sehr ruhige Verhalten eines jeden Spielers, denn gerade dieses fehlt den meisten Mannschaften, nicht nur unserer A.-, sondern auch in sämtlichen Klaffen. Der Schiedsrichter, Herr Rüg er aus Langendiebach, _ leitete das Spiel zur beiderseitigen Zufriedenheit.
Aus Nah und Fern.
tb. Klein-Steinherm, 6. FeLr lÖf fentliche Gemeinderatssitzung). Nicht weniger als 5 Stunden wurde verhandelt und eine gereizte Stimmung beherrschte die Sitzung. Die beantragte Wirtschaftsbeihilfe für die beiden Geschäftsführer der Erwerbslosenfürsorge wurde nach längerer Aussprache mit 8 gegen 8 Stimmen abgelehnt. — Zu dem Gesuch der Gemeindebeamten um Gehaltserhöhung hat die Finanzkommission vorgeschlagen: Gemeinderechner: ©ebalt 4000.—. Teuerungszuschl. 2040—, zus. 6040 — Mk. PolrzeidiMer Sattler: zus. 3500,— Mk. bis zum Tage ferner Ausscheidung, blorstwart Sattler: als Forstwart 200R—, als «eLdhürer 15OU.— T.-Z. 1785.-.. jul. 5^.-C^it. Sckuldiener Evpert: als Schuldkener 2000—.als Nachtwächter 1000.—^ T.-Z. 1530.—. rüst 4530/—2Kt. Schreibhilfe des Burgermeiiters^.(Frl. Saus): 2000—, T.-Z. 1020.—. zus. 3020— Mk. Silisfeld- fenüpe Gramann 1100.—. T.-Z. 561^-. auf. 1681.— Mk. Nachtwachter Braun: als solcher 1000.—, als Friedhofsverwalter 300.—, T.-Z. 663.—. aul. 1963.— Mk. Wiegemeister Franz: 500.—, T.-Z. 2u5.—, auf. 755 — Mk.. unter Abzug der tm Baute des Geschäftsjahres bezogenen Vergütungen. Reftor Reuß: eine Erhöhung von 350.— auf 500.— Mk. für die Leitung der Volks- und Fortbildungsschule. Diese Gehälter, die vom 1. April 1919 bis 31. März 1921 maßgebend sind, wurden einstimmig bewilligt. Zu dem Gehalt des Bürgermeisters schlug die Kommission eine 100 proa. Erhöhung vor. Nach der Aufstellung von 1914 (3000.— Mk.) wurde pch die Summe auf 6000- Mk. erhöhen, dazu 3060.- Nkk. Teuerungszulage, zus. W60.— Mk. Nach längerer, z. T. erregter. Aussprache lehnte du soziald. Fraktion die geforderte Erhöhung mit 8 gegen 8 Stimmen ab. — Die Eemelndearbeiter erhalten für die Folge mit Rückwirkuim vom 1. Dez. 1919 einen Stundenlohn von 2.—. Mk. — Der Antrag betr. Bezahlung des Büropersonals be, der Bürgermeisterei wurde der Finanzkommlsston überwiesen. — Die Gemeindevertretung deschlog. das Gelände zur Errichtung eines Sportplatzes zu besichtigen. — Das Konzessionsgesuch der <5rau Berta Herbert um Errichtung einer Schankwirt- schart im Darmstädter Hof wurde wegen Wohnuntzs-. Mangel abgelehnt. — Bürgermeister Adam gibt bekannt, daß bisher für die Pacht des Karuffell- platzes 500— Mk. bezahlt wurden, letzt rollen 2000— Mk. gefordert werden. Auch diese Angelegenheit wurde an die Finanzkommission verwiesen. — Die Verpachtung der Eemeindeiagd soll ausgeschrieben und die Brennholzversorgung in besonderer Sitzung verhandelt werden. — Auf die Ausschreibung der Polizeidienerstelle haben sich gemeldet Job. Aug. Braun (Einheimischer) und drei Auswärtige. Die Angelegenheit ist amai dringend, soll aber doch erst geprüft und am nächsten Mittwoch verhandelt , werden. — Dt« Weiterbezahlung des Lebensmrttetuertetlers wird abgelehnt. Ein Antrag Braun: „Die Verteilung der Lebensmittel geschieht durch das Bürgermeister, personal, die Ausgabe durch die vandler. auch bie bisher von dem Lebensmittelverteiler ausge« gedenen Waren. ■ Die Kontrolle übernimmt die Lebensmittelkommiffion gegenVergutung .zeitigte ebenfalls das Stimmenverhältnis 8 zu 8. Bürgermeister Adam entscheidet für der Antrag er ut olfo angenommen. Unter dem gleichen Adstim« mungsoerbältnis angenommen wurde ein.zweiter Antrag Braun: „Die Stelle des Lebensmittelver« teilers nicht mehr zu besetzen". Infolge der vorgeschrittener Zeit, 120, Uhr. mußten verschiedene Punkte zur nächsten Sttzung zuruckgestellt werden.
mc. Frankfurt a. M., 6. Febr. Jntereffante Streiflichter auf die furchtbare Teuerung, die der Krieg uns gebracht hat. wirft eine Statistik,, die auf der handelswissenschaftlichen Fakulität bet Universität aufgestellt wurde. Im Sommer 1914 war es einem erwachsenen Menschen möglich für Mk. 13.70—14.20 wöchentlich die Nahrungs, mengen zu kaufen, deren Kalorien er notwendig hatte, um leben zu können. Eine Frau brauchte sogar nur Mk. 12.20—12.70 zu ihrem Lebensunterhalt, während für ein 10jähriges Kind rund Mk. 10.00 anzulegen waren, um es einfack aber kräftig ernähren zu können. Im Januar 1921 braucht ein erwachsener Mann bei ungleich