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Sanauer 1 Anzeiger

Linrückunsssebühr: DisLgefp.Kolonelzeileod. deren Raum 60 Pfg., die 4gem. Zeile i. Reklame­teil 2.00 Mk» 25°i->Teuerungszuschl. Offertgebühr 25 Pfg. Bezugspreis: Vierteljährlich 6.60 Mk., monatl. 2.20 Mk» für PoftbMg vierteljährl. 6.60 Mark» monatl. 2.20 Mk. Die Nummer 10 Pfg. Postscheck-Konto Nr. 26659. Frankfurt a. M.

General-Anzeiger

AmMches Organ für SkaSl- und LauSkreis Sana»

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage

Verlagsleitung: Ad. Ändermühle.

Verantwortlich: für politischen und allgemeinen TeilRich. Hultsch: für lokalen und provinziellen Teil sowie Sport W. Moritz: für Anzeigen und Reklamen A. Brodt. alle tn van au a. M.

Rotationsdruck d.Waisenhausbuchdruckerei vanau Fernsprechanschluffe Nr. 1237 und 1238

Nr. 10

Dienstag den 13. Januar

1920

Das Reaesle.

, Die preußische Regierung richtete an die aus Preußen ausscheidenden Staatsbürger Abschieds- portr.

Die erste Zusammenkunft des Völkerbundes ß auf den 16. Januar festgesetzt worden.

Die Lage im Eisenbahnerstreik verschärft sich mner m^r. So erklärten die Eisenbahner den

Streik über ganz Schlesien. In Düsseldorf langte die Streikleitung die Sperrung des rissen Stromes für gewerbliche Betriebe.

Im Ruhrgebiet find die Bergarbeiter «ei Zechen in den Ausstand getreten.

ver- elek-

Me Ententevertreter in Berlin wurden England, Frankreich und Italien ernannt.

von

von

Sachsen droht die rücksichtslose Anwendung i Waffengewalt gegen Umstürzler an.

Die schon längst angefunbigte Neugestaltung Kriegsbeschädigten-, Krieg erwiiwen- und -rgerwaisenfücsorge wird demnächst in die ge geleitet werden.

Zur Dalulafrage.

Unerträglich gestaltet sich die Tragikomödie täglichen Preisveränderungen, die durch die tlos schwankende Valuta hervorgerufen den. Der Fabrikant, der Kaufmann, der Ver- Mer sieht seine Existenz den Launen der ht. Alle schreien nach Vefteiung von der nSchtiqenWillkSrherrschastderValuta. Wenige

In wenigen Monaten kommen wird und muß, daß. es aber ohne schwere Opfer nicht abgehen wird. Hoffnungen auf eine Besserung des Zustandes, one sie durch die Ratifizierung des Friedens erweckt sind, erscheinen wenig begründet. Erst wem einschneidende, systematische, operative Maßnahmen zur Gesundung des Geldes vor- genommen wurden, besteht Aussicht, eine weitere Verschlimmerung aufzuhalten. Unsere Valuta wird vom Inland aus verschlechtert, nicht vom Ausland. Das Inland verkauft die Mark, das Ausland kaust sie.

ent- den,

Memme dadurch zu

verfälscht. Ohne irgendwelche

Begrenzung Wtzt er ungeheure Summen Papier- Mld herstellen und gibt dieses vor allem ans «Wkmd in Zahlung. Er kann dies noch tun, vell ein großer Kreis von KapitaNsten und Warenbefitzem das deutsche Geld als eine ipekulative Kapftalsanlage betrachtet und es ^shalb an Zahlungssmtt annimmt. Das Hamstern von Geld kommt danach dem Staat Matten.

. Nach und nach werden aber die Nehmer der Mischen Zahlungsmittel zurückhaltender. Sie Men sich nur durch Hingabe von einer größeren ?'Mme des Geldes zur Hergabe von Waren Zerreden. Das bedeutet: die Vuluta fällt, ^ Prerfe steigen. Im letzten Halbjahr hat dieser Vorgang in einer entsetzlichen Intensität gespielt und u. E. trennen uns uur wenige ; Zote von dem Zeitpunkt, wo die Mark im Z i ' kaum unterzubringen sein wird und p gezwungen werden, in operativer Weise ^ Reichsmark zu heilen. Doch, wie soll der vcllungsprozeß vor sich gehen? Diese Frage ^antwortete die Bankfirma Earsch Simon v Zo., Komma nditgesellschaft, Berlin, in ihrem Jahresbericht, in dem es u. a. heißt: Reben Z unverändert in Geltung bleibenden Papier- soll eine Auslands- oder Eoldmark entstehen. ^ Ausgabe dieser Auslandsmark sollte durch a besonderes Institut im dreifachen Betrage der vorhandenen Unterlagen an ausländischen ^Mdardvaluten und Edelmetall erfolgen. Die Z^Zabe könnte natürlich nur im Einvernehmen mit .Entente unter Anerkennung dieserMark als der ZZ^arlimSinnedesFriedensvertrages erfolgen -, stur wenn das Ausland, wahrscheinlich unter Wucherung von wichtigen Pfändern, einen Grund- Z^ag an Valuta als Darlehen geben würde. $ W wird sich das Ausland verstehen, da ja die ^ZZUdsmark in erster Linie zur Bezahlung der iiry xUsland zu importierenden Rohstoffs und ^Ä^ung vonKriegsentschädigungen dienen soll.

diese doppelte Währung wird die für den ^velchnbedingt notwendige Stabilisierung her- ^Aufjrt werden. Die jetzige Papiermark würde M:.^^ Stammaktie gegenüber einer Vorzugs- e ut den Rechten zurückgedrängt werden. ^ ^uarheit über ihren nermnen Kanitol-

gehalt würde ans Licht kommen. Jeder Haus­halt, jeder Betrieb würde sich die notwendigen Einschränkungen auferlegen, wenn ihm durch die Auslandsmark die gewaltsame Erkenntnis seiner heute tatsächlich eingetretenen Verarmung vor Augen geführt würde. Durch Finanzreform muß die successive Aufsaugung der Papiermark, die wahrscheinlich jahrelang dauern wird, vor­genommen werden. Gleichzeitig werden aber die jetzigen großen Schulden des Staates als Papierschuld in ihrer Bedeutung erheblich ver­mindert werden.

An die ans PrsrH-sn ansscher- SenSen Skaatsbörgsr.

Die preußische Regierung veröffentlicht einen Auf­ruf, in dem es heißt:

An die aus Preußen ausscheidenden Staatsbürger! Der dem deutschen Volke aufgezwungene Frieden von Versailles trifft Preußen ganz besonders schwer. Ge­biete mit kerndeutscher Bevölkerung, die es durch sorg­same Verwaltung auf einen hoben Stand wirtschaft­licher Blüte und menschlicher Kultur geführt hat, muß es preisgeben. Das Band staatlicher Zugehörigkeit wird nun gelöst. Das Band der Zusammengehörig­keit der Geister und der Herzen kann keine Macht der Erde lösen. Das Recht der Selbstbestimmung ist Euch versagt worden. Mit der Reichsregierung setzt auch die preußische Regierung ihre Hoffnung darauf, daß dieses natürliche Grundrecht jedes freien Menschen sich mit der Zeit durchsetzen muß. In diesem Sinne gilt auch für Euch das Wort: Immer daran denken, nie­mals davon reden!

v. Lersner Wer öen Frieden.

Der Vorsitzende der deutschen Friedensdele­gation, Frhr. v. Lersner, hat den Vertretern

Interview gewahrt, ist dem er auf Frügen der Pressevertreter folgendes ausführte:

Die Inkraftsetzung des Friedens legt Deutsch­land die schwersten Opfer auf, die wohl je einem Volk auferlegt worden sind, so besonders durch die Abtrennung von Gebieten, dir seit Jahr­hunderten zu Preußen gehörten, und durch die ungeheuren wirtschaftlichen Verpflichtungen. Trotzdem ist die Wiederherstellung des Friedens erfreulich, denn Deutschland bekommt damit seine heiß ersehnten, gefangenen Söhne zurück. Herr Clemenceau hat mir erklären lassen, daß die Gefangenenfrage mit keiner anderen Frage ver­knüpft wird, und daß die Heimsendung noch heute befohlen werden wird. Sie soll ohne Unter­brechung auf das schnellste durchgeführt werden. Das haben mir auch die Herren L o u ch a r und Dulasta versichert.

Deutschland hat bereits, ohne dazu durch den Friedensvertrag verpflichtet zu sein, mit der Ausführung einer Anzahl seiner Verpflichtungen begonnen, z. B. bezüglich der Kohlenliese- ru n g en.

Deutschland wird in der Ausführung seiner vertraglich übernommenen Verpflichtungen bis an die Grenze des Möglichen gehen. Wir hoffen, daß das deutsche Volk durch die allmähliche Wie­dergewinnung seiner Arbeitsfreudigkeit auch diese schweren Zeiten überwinden wird. Das Wirt­schaftsleben Deutschlands und der Entente, vor allem Frankrechs, sind auf das engst miteinander verknüpft. Das wirtschaftliche Gedeihen Frank­reichs ist zum guten Teil von der wirtschaftlichen Erstarkung Deutschlands abhängig.

Ein rücksichtsloses Durchführen der Auslie­ferungsfrage wird die schwersten Bedenken für die Ruhe und Ordnung Europas im Gefolge haben. Die deutsche Regierung hat bereits auf die katastrophalen Folgen hingewiesen und An­regungen gegeben zur Lösung dieser Frage. Deutschland wollte sich verpflichten, alle von der Entente namhaft gemachten Schuldigen in Deutschland vor dem obereren Gerichtshof unter Anklage zu stellen und Vertreter der Entente als öffentliche Ankläger mit weitgehendsten Kontroll­rechten zuzulassen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß diese Frage nunmehr von der Entente auf das ernsteste erneut geprüft wird. Der deutsche Vor­schlag geht weit über das hinaus, was seinerzeit Serbien unter dem Beifall der gesamten En­tente Oesterreich gegenüber aülehnte. Ich kann mir nicht vorstellen, daß unsere früheren Gegner ein Interesse daran haben, die Wiederherstellung normaler Verhältnisse durch diese Frage zu er­schweren.

KrregsgSfmrgeneN-Zrsmrkshr.

WB. Berlin, 12. Januar.

Die Neichszentralstelle für Kriegs- und Zivil- gefangene teilt mit, daß der Abtransport der deutschen Gefangenen aus Frankreich nunmehr sofort beginnen und mit möglichster Beschleu­nigung durchgeführt wird. Die französische Rc-

wird in jedem angeforderten Umfange von deut­scher Seite gestellt.

Der dritte Heimschaffungstransport deutscher Kriegsgefangenen hat Japan am 5. Januar auf dem DampferHisalaya Maru" verlassen.

Der VZLKerbund.

Horsea, 12. Januar. (Funkspruch.)^

Eine Meldung aus Paris besagt, daß die erste Zusammenkunft des Völkerbundrates auf den 16. Januar festgesetzt wurde. Der Völker­bund wird mit oder ohne die Vereinigten Staa­ten in sehr kurzer Zeit in Kraft treten. Leon Bourgeois wird die Sitzung mit einer kurzen Rede eröffnen. Curzon vertritt Großbritannien, di Martina Italien, Huysmans Belgien. Der amerikanische Botschafter hat dem Präsidenten Wilson drahtlich von der Festsetzung des Zeit-, punttes Mitteilung gemacht, damit der Präsi­dent die erste Zusammenkunft des Völkerbundes, wie im Versailler Vertrag vorgesehen, einbe­rufen kann.

Die Grenze des SaarbeMsns.

--- Paris, 13. Jan. (Priv.-Meld.)

Die Kommission, die mit der Festsetzung der Grenze des Saarbeckens betraut wird, soll in der ersten Sitzung des Völkerbundes ernannt werden.

Die Enreuke-Geschaftskrager.

WB. Berlin, 13. Jan.

Zu Geschäftsträgern in Berlin wurden ernannt: Von England Lord K i l m a r n o ck, von Frankreich Herr d e M a r c i l l y, früher Generalkonsul in Genua, von Italien GrafAldrovandi di Barescotti.

^.^wu^ XXui

gMgen. Die deutschen Vertreter in den drei Ländern da? Betrieb?

gegangen.

sind noch nicht ernannt.

Die Senalswahlen.

WB. Parrs, 13. Jan.

Bis jetzt sind 240 Wahlresultate für den Senat bekannt. Die Verteilung der Sitze ist folgende: Kon­servative 20 (Gewinn 5), republikanische Liberale 14 (Gewinn 3), Progressisten 23 (Gewinn 1), Linksrepu­blikaner 58 (Gewinn 19), Radikale und Radikalsozia­listen 120 (Verlust 16), republikanische Sozialisten 2 (Gewinn 2), unifizierte Sozialisten 2 (Gewinn 2). Die beiden unifizierten Sozialisten sind die früheren Abgeordneten B ouveri und F o u r m e n t. Weiter befinden sich unter den Gewählten Poin carS. Auch der Präsident des Senates, D u b o st, wie die Senatoren T i s s i e r und Masse wurden wieder­gewählt.

Die Eifenbahnerbewegnng.

Linksradikale Wühlarbeit.

Der Streik der Eisenbahner wird in voller Schärfe weitergeführt, er hat teilweise an Aus­dehnung und Verschärfung zugenommen.

Berlin, 13. Jan. (Priv. Meld.)

Eine Versammlung von Vertrauensmännern in Breslau hat den Eisenbähyerstreik in ganz Schlesien b e sch l o s s e n.

WB. Essen, 13. Jan.

Die Eisenbahndirektion Essen veröffent­licht eine Aufforderung an sämtliche Eisenbahn- bedienstete ihres Betriebes, wonach entlassen wird, wer seine Arbeit nicht spätestens am Mitt­woch planmäßig wieder aufnimmt.

WB. Düsseldorf, 13. Jan.

In der Streiklage ist keine Veränderung ein­getreten. Nach einer Verordnung des militäri­schen Befehlshabers werden Kabaretts, Kinos, Bars und Konzertlokale gesperrt. Nur unter die­ser Bedingung liefert die Streifleitung Kohlen. Die Bedingung der Streikleitung erfordert auch weiter die Absperrung der gewerblichen Betriebe vom Strombezug. Dadurch werden über 10 000 Arbeiter arbeitslos.

Die letztere Bedingung sagt genug. Die Streikleitung fordert die Absperrung der gewerb­lichen Betriebe vom Strombezug, um genügend Massen auf die Straße zu bekommen. Hier heißt es nicht mehr verhandeln, sondern handeln!

Berlin, 13. Jan.

Reichsverkehrsminister Dr. Bell erklärte einem Mitarbeiter des 8 Uhr-Abendblattes über die Eisenbahnerbewegung u. a., daß die Gründe der Eisenbahnerbewegung nicht ganz klar seien. Von den Organisationsleitungen der Eisenbah­ner in Berlin werde der Streif nicht gebilligt. Seiner Ansicht nach sei die Bewegung bei den Eisenbahnern nicht rein politischer Natur. Auch dieser Streik würde von den kommuni­stischen Agitatoren für ihre Zwecke ausgenützt, ohne daß die Streikenden selbst

es

ntlich gehen den Streikenden

noch rechtzeitig die Augen aus, bevor es zu

Nach einer Meldung des ,Berl. Tagebl." ist auch der Postverkehc durch den Erfenbahner- ausstand in den westlichen Gebieten arg in Mft> leidenschaft gezogen.

Bergarbeiterausflauv.

Essen (Ruhr), 13. Jan.

Im Ruhrgebiet sind die Belegschaften von drei Zechen in den Ausstand getreten. Trotzdem von radikaler Seite zum Generafftreik im Ruhr­gebiet gehetzt wird, glaubt man, eine Stillegung der Betriebe vermeiden zu können, wenn es ge­lingt die zahlreichen Arbeitswilligen zu schützen. Im westlichen Industriegebiet ist durch Sabo­tage der Streikenden der Telegraphen-- und Telephonverkehr erheblich geschädigt worden. Nach einwandfteier Feststellung handelt eS sich hierbei um ein vorbereitetes Komplott zuc Stö» rung des Drahtverkehrs.

Sicherungsmaßnahmen für die Nalionaloersammlung.

In der Erwartung größerer Kundgebungen auS Anlaß des Betriebsrätegesetzes sind vor und im ReichS- tagsgedäube umfassende Sicherimssmaßnahmeu ge­troffen worden. Es wird eine sehr strenge Kontrolle für die Besucher des Hauses eingeführt. Zu der zwei­ten Lesung des BetricbsrätegesetzeS sind von den Par­teien zahlreiche AbänderungSanträge eingereicht wor­den. Wenn auch wesentliche Aenderungen kaum zu erwarten sind, so dürften Ucberraschungen doch nicht ganz ausgeschlossen sein.

Zum BekrrebsrSkegesetz.

Berlin, 13. Jan. (Priv.-Meld.).

Die Unabhängigen verbreiten in den Betrieben das

Gerücht, daß die fyzialdemokratische Partei beschlossen

W/ ^u« Ö^.öK. W^ am gegen das Betriebsrätegesetz zu demonstrieren. Da? ist, wie der «Vorwärts" sagt, eine große Lüge, die Arbeite»» schüft der Partei arbeitet weiter.

Beamte und Detriebsrätegefetz.

Der Bamtenausschuß der Deutsch- nationalen VolkSpartei hat zum BetriebS- rätegesetz da? Folgende beschlossen:

Der Beamtenausschuß lehnt das Mitbestimmung?» recht der Betriebsräte in Betrieben des öffentlichen Rechts (Bebörden usw.) ab. Sollte gleichwohl den Betriebs­räten das Mitbestimmungsrecht eingeräumt werden, s» halten wir es für geboten, daß es durch ein zu er­lassendes Gesetz über die Bcamtenvertrctungen auch Beamtenvertretungen als dem überwiegenden und wirt­schaftlich bedeutendsten Bestandteil der öffentlichen Körperschaften mindestens im gleichen Umfange ge­währt wird. Anderenfalls würden den die Betriebsräte bildenden Kräften, die für den Gesamtbetrieb erst in zweiter Linie wichtig find (Arbeiter, Stenotypistinnen, Telepbonistinnen, nichtbeamtete Boten, Putzfrauen usw.) weitgehendere Befugnisse zuerkannt werden, als sie der Beamtenschaft zuständen.

In dem im entstehen begriffenen Gesetz über die Beamtenvertretungen hält der Beamtenausschuß die Schaffung von Ausschüssen für notwendig. Aus diesen Ausschüssen muß aber in Anlehnung an den Aufbau der Behörden eine Vertretung nach Verwaltungsbezirken (Provinzen, Bezirken usw.), Ländern und Reich (Zen- tralvertretung) gebildet werden. Die Beamtenschaft fordert, im Reichswirtschaftsrat ihrer Bedeutung und Zahl entsprechend vertreten zu sein.

Anwendung von Waffengewalt gegen Umstürzler.

WB. Leipzig, 12. Januar.

Der Militärbefehlshaber Sachsen-West erläßt einen Aufruf, in dem er unter Hinweis auf die geplante Protestversammlung der Unabhängigen gegen das Betriebsrätegesetz erklärt, daß allen Versuchen, durch Demonstrationen oder Gewalt­akte eine Umwälzung herbeizuführen, mili- tärischerseits rücksichtslos mit Waffengewalt ent­gegengetreten wird.

Gemeinsame Verteidigung gegen den Bolschewismus.

«= Wien, 13. Januar.

Nach einem Funkspruch aus Warschau Beriet die polnische Regierung eine Konferenz aller Randstaaten ein, welche eine gemeinsame Ver. teidigung gegen den Bolschewismus organisie­ren soll.

Kleine Nachrichten.

Folgen der Kohlennot. Wegen Mangel artz Kohlen haben in Göttingen das Elettrizitäis- werk und titele Fabriken ihren Betrieb eingestellt- Die Stadt ist ohne Dicht. Ebenso können die Zei­tungen nicht erscheinen.

Minister Auer wieder genesen. Minister Auee ist soweit wieder hergestellt, daß er heute die Klinik verlassen kann.

Besetzung Oberschlesiens. Am Donnerstag, 15. Januar, findet lautVosf Ztg-" die B^