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danoner K Anzeiger

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Rotationsdruckd.Waisenhausbuchdruckerei Sanau Fernsprechansch küsse Nr. 1237 und 1238

General-Anzeiger A«Mches Organ Wr ElaLi- und LanSkrÄs Sanae Erschein! täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertags

Nr. S Worttag den 12. Januar 1920

Das Neueste.

Der Friedensvertrag ist am Samstag nach- Mtag in Kraft getreten.

Der Versicherungscmgestellten-Sireik ist be­eidet. Am Samstag wurde beschlossen, heute Montag die Arbeit wieder aufzunchmen.

Der Reichspräsident erließ mit Zustimmung des Reichsministeriums eine Verordnung zur Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit und Oftmung in den Regierungsbezirken Düsseldorf, Arnsberg, Münster und Minden.

Die Reichstagsneuwahlen sollen von der Re­gierung in die Zeit unmittelbar nach Pfingsten in Aussicht genommen fein.

Die preußische Landesversammlung wird in- folge der Eisenbahnerbewegung vorläufig nicht unberufen werden.

Aus verschiedenen Gegenden des Reiches wird 'Hochwasser gemeldet.

Die Inkraftsetzung des Frie-eusverlrages.

Die große Tragödie des Weltkrieges hat am Samstag nachmittag mit der Nuterzeichnug des Ratifikationsprotokolls ihr Ende gefunden. Der Kriegszustand ist beendet, zwischen den alliierten MMen und Deutschland herrscht wieder Frie- WWMpWtd. . .In tritt der FriedenSv ertrag in Kraft, und es müssen all-e seine Klauseln durchg^eführt werden/ sprach Clemen- «au und erklärte die kaum 15 Minuten lang währende Sitzung für beendet. Mit den Schluß­worten der Clemenceau'schen Erklärung ist der Friede kurz und treffend gekennzeichnet. Alle Klauseln dieses Gewaltvertrages, der dem deut­schen Volke vom ersten bis zum letzten Worte a u s g e z w u n g e n worden ist, müssen durchge- Wrt werden.

Ueber die Zeremonie der Unterzeichnung des Protokolls vom 11. November und den Austausch der Ratifikation liegt folgende Meldung vor:

WOB. Paris, 10. Jan.

Heute nachmittag 4 Uhr zeichneten am Quai i^Orsay im Kabinett des Ministers für aus- wärtige Angelegenheiten Ministerialdirektor von Simson und Frecherr v. Lersner in Anwesenheit der Mitglieder des Obersten Rates das Protokoll vom 11. November. Sodann übergab Clemenceau «e schriftliche Bestätigung über die Herabsetzung der Schadensersatzforderung für Scapa Flow. Damit ist der F r i e d e i n Kraft gesetzt. Clemenceau erklärte, daß noch heute abend der Befehl zur Heämsendung der deut­schen Gefangenen unterschrieben wird. (Die letztere Nachricht empfinden wir als Trost w unserem nationalen Unglück. D. Schriftlg.)

Das Schreiben CLemeneeans.

Der Text des Schreibens, das C l e m e n - Vau am Samstag nachmittag nach dem Austausch der Ratifikationsur­kunden dem Frhrn. v. Lersner übergab, hat kolgenden Wortlaut:

Friedenskonferenz, Paris, 10. Jan. 1920.

Herr Präsident!

. Nachdem das in der Note vom 2. November vorgesehene Protokoll von den bevollmächtigten ^ertretern der deutschen Regierung unterzeichnet U und demgemäß die Ratifikationen des Friedens- »tttragrs von Versailles niedergelegt sind, ergrei- h "ie alliierten und assoziierten Mächte die Ge- «Senbeit, der deutschen Regierung zu wieder- 1 daß sie, obgleich sie die Wiedergutmachung ' * die versenkten Schiffe von Scapa Flow Wechterhalten, nicht die Absicht haben, die s ch a f t l i ch e n L e b e n s i n t e r e s s e n . uschlands zu beeinträchtigen. Sie be- tl6W diesbezüglich durch gegenwärtiges Schrei- - die Erklärungen, die der Generalsekretär der T^/enskonferenz am 23. Dezember bem Präsi- l.^ ' der deutschen Delegation mündlich abge- bat.

®Me Erklärungen sind folgende:

Der Generalsekretär ist durch den Obersten iu Ermächtigt worden, der deutschen Delegation wm/'EIichern, daß die interalliierte Kontrollkom- L? °5, Md die Wiedergutmachungscommission Lrö 61 er Sara kalt an die in der

mit dem Tag, an dem der Weltfriede in Kraft tritt, nicht ab

DieVoss. 3a" schreibt- Dieser Friedens­vertrag macht nur die Bahn frei für den werk­tätigen Ausbau und damit für die Versöhnung der Völker. In diese Arbeit werden sich alle Völker teilen müssen. Alm- sie w'-rd nur gering, wenn jedes zunächst seine eigenen Pflichten sieht und empfindet, wenn keines lauernd wartet, ob denn auch das andere den Anfang macht. Das deutsche Volk hat das schwerste Stück Last zu er­füllen, denn es ist besiegt, besiegt nach jener ernsten Logik der Geschichte, die den höchsten Aufwand ihrer Geistes- und Willenskraft zum Maßstab der Geschichte macht. Die geistigen Energien, die wäh­rend des Krieges nicht entscheidend waren, die Erkenntnisse, di. bis zu seinem Ausgang nicht gewonnen wurden, müßten nun als eine ver­säumte Leistung im Sinne höchster menschlicher Pflicht nachgeholt werden.

DieFreiheit" sprich: von einem Joch und beklagt die Unersüllbarkeit des Firedens und der Landverluste usw. Sie setzt ihre Hoffnung auf die britischen Arbeiter.

DerVorwärts" drückt die Hoffnung auf seine Revision aus und ruft zum lehren Verteidigungs- tampfe zu den Abstimmungen in den Grenzgebie­ten auf.

Em§ Mmögsbzmg der Asichs- regiernng*

Das deutsche Volk wird nicht untergehen.

Der Reichspräsident und die Regierung haben folgende Kundgebung erlassen:

An die deutsche Bevölkerung der aus dem ReiHsverbaad auSfchcidenden Landesteile.

Der unglückliche uu^gaüs W^K^WL, M, uns wehrlos der Willkür der Gegner preis gegeben und legt uns unter dem Titel des Friedens die schwersten Opfer auf. Das Schwerste aber, das man uns aufzwingt, ist der Verzicht auf deutsche Gebietsteile im Osten, Westen und Norden. Unter Nichtachtung ihres Rechtes auf nationale Selbst­bestimmung werden Hunderttausende deutscher Volksgenossen fremder Staatsgewalt unterstellt. Deutsche Brüder und Schwestern: Nicht nur in der Stunde des Abschieds, sondern immerdar wird die Trauer über diesen Verlust unsere Her­zen erfüllen, und wir geloben Euch im Namen des gesamten deutschen Volkes, daß wir Euch nimmer vergessen werden. Auch Ihr wer­det das gemeinsame deutsche Mutterland nicht vergessen; dessen sind wir gewiß! Ueber die zer­rissene Staatsgemeinschaft hinaus werden Eure Herzen Treue halten der deutschen Stammes- und Kulturgemeinschaft, die der Nähr quell Eures gei­stigen Lebens war und jederzeit bleiben wird. Seien wir uns in dieser schweren Stunde des Verlustes des Köstlichen bewußt, was uns als gemeinsames Gut bleibt und was keine fremde Macht uns rauben kann. Gemeinsam bleibt uns die Sprache, die uns die Mutter gelehrt hat, ge­meinsam die Welt der Gedanken, der Worte, der Töne und der Bilder, in denen die großen Geister unseres Volkes nach dem höchsten und edelsten Ausdruck deutscher Kultur gerungen haben. Mit allen Fasern unseres Denkens, un­seres Liebens und ganzen Seins bleiben wir ver­bunden. Was von unserer Seite geschehen kann, um Euch die M u t t e r s v r a ch e, d i e d e u t - sche Eigenart und den innigen Zu­sammenhang mit dem Heimatlande zu erhalten, das wird geschehen. Wie es schon, soweit Verhandlungen möglich waren, un­sere vornehmste Sorge war, Euch trotz der Trennung Eure nationalen Lebensrechte zu be­wahren, so werden wir nicht aufhören, dafür ein- zutreten, daß die vertraglich gegebenen Zusagen gehalten werden. Unsere Schulen aber und alle unsere Einrichtungen für die Ausbildung des Geistes und für die Pflege der Wissenschaften und Künste sollen Euch auch fernerhin wie bisher offen stehen. Herüber und hinüber soll jeglicher Aus­tausch gepflegt und jedes seelische Band geschützt und gestärkt werden. Der unermeßliche und unver­siegbare Schatz an geistigen Gütern, den das deutsche Volk besitzt, gehört Euch mit. Seine na­tionale Bindekraft wird sich bewähren.

Seit Jahrhunderten schon war es das Schick­sal unseres Volkes, daß zahlreiche Deutsche außer­halb des deutschen Staatsverbandes unter frem­der Herrschaft gestanden haben. Wo auch immer iTtmitten fremden.Volkstums ihre Siedelungen landen, sie haben die deutsche Eigenart und den ~ eifrigen Zusammenhang mit dem Mutterlande in den schwersten Zeiten bewahrt und die Kraft ihrer nationalen Kultur über weite Gebieie aus­gestrahlt. Ihre Arbeit wird Euch vorbildlich sein für die schwere Aufgabe, die ein herbes Geschick Euch auferlegt. Deutsche Herzen verzagen nicht, und deutscher Wille findet den Weg, sich zu be­

Note vom 8. Dezember bezüglich der Wahrung der wirtschaftlichen Lebnsinteressen Deutschlands enthaltenen Zusicherungen halten werden.

2. Die Sachverständigen der alliierten und assoziierten Mächte sind in der Erwägung, daß ein Teil der Erhebungen, auf die sie ihre Forde­rung von 400 000 Tonnen Schwimmdocks, schwim­menden Krähnen, Schleppern und Baggern ge­stützt haben, in gewissen Einzelheiten ungenau sein könnten, der Ansicht, daß ihnen bezüglich der in Hamburg befindlichen 80 000 Tonnen Schwimmdocks ein Irrtum unterlaufen sein könnte. Wenn die Untersuchungen, zu denen die interalliierte Kontrollkommission schreiten wird, erweisen werden, daß wirklich ein Irrtum vorge­kommen ist, so sind die alliierten und assoziierten Mächte bereit, die Forderung entsprechend herab- zusetzen, derart, daß sie auf 300 000 Tonnen in runder Zahl oder sogar darunter gehen wer­den, wenn die Notwendigkeit der Herabsetzung durch zwingende Gründe erwiesen wird. Den be­vollmächtigten Vertretern der alliierten und asso­ziierten Mächte müssen dabei alle Erleichterungen gewährt werden, um ihnen zu gestatten, die er­forderlichen Erhebungen zur Nachprüfung der deutschen Angaben zu machen, bevor irgendwelche Herabsetzung bei der allgemeinen Forderung durch die alliierten und assoziierten Mächte gestattet werden kann.

3. Die alliierten und assoziierten Regierungen find, indem sie sich auf den letzten Paragraphen des Schreibens, das ihre Antwort enthält, be­ziehen, nicht der Meinung, daß die Versenkung der deutschen Schiffe in S c a p a F l o w an sich ein Kriegsverbrechen sei, für das Artikel 228 des FriedenSvertrages persönliche Strafen Vorsicht, andererseits bemerken die alliierten und assoziier­ten Machte, daß sie, die wtrtjchasrtlcyem *lÄu^ Interessen Deutschlands nicht außer Acht lassend, eine Forderung auf 400 000 Tonnen gestellt haben, eine Forderung, die auf einem von ihnen aufgestellten Inventar beruht. Die deutschen Sachverständigen haben ein Verzeichnis abgelie­fert, das eine kleinere Ziffer enthält und das noch nach geprüft werden wird.

Demgemäß werden voll den 400 000 Tonnen schwimmender Docks, schwimmender Kräne, Schlepper und Bagger, deren Ablieferung die Alliierten verlangen, alle Schwimmdocks abge­zogen, die nach der Ueberprüfung als ein Irrtum in den Verzeichnissen der Alliierten stehend anerkannt werden, und die daher nicht bestehen. Immerhin wird diese Herabsetzung 125 000 Tonnen nicht überschreiten. Die alliierten und assoziierten Mächte fügen bei, daß die 129 000 Tonnen, deren Ablieferung von der deutschen Regierung vorgeschlagen wurde, und deren Verzeichnis anläßlich der Sachverständigen­kommission ab geliefert wurde, sofort abzulie- fern sind. Für die zuerst abzuliefernde Tonnen- zahl, wie sie von der Wicdergutmachungskom- mission bestimmt werden wird, wird der deutschen Regierung eine Frist gewährt. Die Ablieferung der Gesamtionnenzahl darf aber 30 Monate nicht übersteigen.

Genehmigen Sie . . .

(gez.) Georges Clemenceau.

Pressestimmen.

DasBerl. Tagebl." schreibt: Wir können diese Zeit nur ohne tieferen und unauslöschbaren Schaden überdauern, wenn Deutschland sich von Schiebe sch windel und scham­loser Gewinngierfreimacht, auch von nationalistischen Verlockungen und Radikalfieber gesundet und Unvernunft ebenso wie Schwierig­keiten ausschaltet und der Welt das rechtschaffene Emporsneben seiner Lebenskräfte zeigt. Wir haben zunächst die Pflicht, die Vertragsbedingungen, die wir unterschrieben haben, ehrlich und nach besten Kräften zu erfüllen. Wir haben dann die Pflicht, nichts unversucht zu lassen, was uns Möglichkeiten, friedlich zu einer A b ä n d e r u n g des Vertrages zu gelangen, erschließt. Es gibt nur den friedlichen Weg, es wird und kann keinen anderen geben und nur gewissenlose Ver­führer und phrasenberauschte Phantasten rufen in vernunftschivachen Gemütern andere Träume wach. Es gibt nur den friedlichen Weg, aber ihn muß man immer und überall suchen, bis er ge­sunden wird. Er wird eines Tages gefunden wer­den. goer .irlleichl nicht an einem Tag, sondern stückweise Schrift für Schritt. Daß das Kunst- gebäude dieser neuen Weltordnung fest und für alle Dauer dasteht, kann auch in den Entente- staaten niemand glauben, bei nüchtern prüft und wägt. Der Gewaltbund, den die deutschen Annexionisten errichten wollten, hätte keinen Be­stand gehabt. Ganz ebenso muß das unglückliche Werk deralliierten" Machtpolitiker zusam - menfallen. ., Dir WeltLeichichte schließt

haupten. Seid gewiß, daß unsere Teilna^ne, unsere Sorge und unsere heiße Liebe Euch un­verbrüchlich erhalten bleiben. In diesem gegen­seitigen Vertrauen wollen wir in der schwersten Stunde der äußeren Trennung uns unserer un­lösbaren inneren Gemeinschaft in erhöhtem Maße bewußt werden. Ueber alle Grenzpfähle hinaus bleibt das deutsche Volkstum ein einziges Ganze.

Seid stark mit uns in dem Glauben: Das deutsche Volk wird nicht unter- gehen! Aus der tiefen Trübsal dieser Tage wird es sich emporarbeiten! Von der schwer er­rungenen freiheitlichen Grundlage aus wird es durch diese Entfaltung aller guten Sir äste den Aufstieg gewinnen zu höchster politischer, wirt­schaftlicher und sozialer Kultur. VoWgenossen! Mit der gewaltsamen Trennung ist Euch und uns hartes Unrecht geschchen. Das Recht der S e l b si. bestimmung ist der deutschen Bevölkerung versagt worden. Wir werden die Hoffnung nicht aufgeben, daß auch Euch eines Tag^ dieses na­tionale Grundrecht zugesprochen werden wird. Darum wollen wir uns trotz allen Schmerzes voll Hoffnung und Zuversicht in dieser Abschieds­stunde zurufen: Treue um Treue! Für das Recht unseres Volkstums wollen wir miteinander einstchen alle Zeit und mit ganzer Kraft!

Der Reichspräsident: E b e r t.

Die Reichsregierung:

Bauer, Schiffer, Koch, Dr. Bell, Dr. Mayer, Dr. David, MMer, Erzberger, Noske, Dr. Goßler, Schlicke, GieSberts, Schmidt.

Die Reigen des Meöens.

WB. Flensburg, 11. Januar.

Die Abreise der interalliierten Kommission von KspmchLgM- na.ch,. FlMshura wird vor­aussichtlich am Donnerstag erfolgen, da die Kommission zehn Tage nach Inkrafttreten des Friedensvertrages die oberste Regierungsgewalt im Abstimmungsgebiet übernehmen soll. Der Eisenbahnverkehr wird wie bisher fortgesetzt und die Zollgrenzen bleiben unverändert. An der Südgrenze der zweiten Zone wird eine neue Paßgrenze eingeführt. Wie es heißt, sollen die englischen Truppen die Nordgrenze, die Franzosen die. Südgrenze besetzen, während Flensburg eine gemischte Kommission erhält. Die Räumung des schleswigschen Abstimmungs­gebietes von milftärischen Behörden muß bis zum 20. Januar erfolgen. Die Abstimmung in der ersten Zone findet am 10. Februar statt.

Die Auslieferung des Kaisers.

Portinax schreibt imEcho be Paris", die Auslieferung Wilhelms II. werde in Holland ver­langt werden. Zur gleichen Zeit werde Deutsch­land aufgeforbert werden, die schuldigen Offizierr und Beamten auszuliefern.

Aus Paris wird weiter gemeldet, daß das Dokument, indem von Holland die Auslieferung des Kaisers verlangt wird, fertig sei und wahr­scheinlich in den nächsten Tagen an das Haager Kabinett gesandt werden würde.

Die MeichskagsnsuWKhl.

--- Berlin, 12. Januar. (Prio.-Meld.)

In der Frage der Reichstagsneuwahl erfährt ein Korrespondent derKöln. Volksztg." von gut ^unterrichteter parlamentarischer Seite, daß die Regierung die Zeit unmittelbar nach Pfingsten, also Ende Mai oder Anfang Juni für die Neu­wahlen in Aussicht genommen und die Mehr- Heitspartei dahingehende Informationen für die Vorbereitung zum Wahlkampfe gemacht hat.

Preutzischs SanKesveesammlung.

--- Berlin, 12. Januar. (Priv.-Meld.)

Die preußische Landesversammlung wird wegen derEisenbahnerbewegung vom Präsidenten im Einvernehmen mit den Fraktionsvorständen nicht einberufen werden. Die Mehrheitsparteien stehen mit den Führern der Regierung in enger Fühlung.

Der Äerftchsrungsangestellken^ Streik beendet

Dcr Dersichcrungsangestellte»-Streik gilt als been­det. Der Zentralverband der Angestellten Berlin ließ gestern dem Arbeitgeberverband eine Erklärung zugehen, in der nutgeteilt wurde, den Streik unverzüglich als beendet zu erklären, falls der Arbeitgeberverband giur sofortigen Aufnahme von Tarifverhandlungen sich bef­reit erkläre. Der Arbeitgeberverband gab darauf diese Zusicherung ab, worauf in einer Versammlung die Obleute des Zentralverbandes der Angestellten, in der es aßerbingS zu recht unerquicklichen Szenen kam, der Beschluß gefaßt tv»rde, den Streik sofort zu beenden un» von Montag die Arbeit wiederanf- iune bm eru