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Sauauer

Nr. 6

General-Anzeiger

AmMches Organ für ClaA- und LanSkreis Saturn

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage

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Donnerstag den 8. Januar

Verlagsleitang: Ad. Jndermühl«.

Verantwortlich: für volitilchen und allgemeinen TeilRich.Hultlch: für lokalen und vrovinziellen Teil sowie Svort W. Moritz: für Anreisen und Reklamen A. Brodt, alle in dauau a. M.

Rotationsdruckd.Waisenhausbuchdruckerei darum FernsprechanichlMe Nr. 1237 und 1238

1926

Das Neueste.

Der interalliierten Waffensiillstandskommis- sum wurde eine deutsche Note wegen der Aus­weisung v. Halferns in Saarbrücken überreicht.

In Berlin wurde für heute für ganz Deutsch­land bet Generalstreik der Versicherungsange- stellten festgesetzt- In Berlin werden davon 1516 000 Angestellte bei 69 Gesellschaften, im ganzen Reiche etwa 80100 000 von dem Streik

Die Eisenbahnerbewegung nimmt ihren Fortgang. Die Frankfurter Eisenbahner er­ließen eine Kundgebung und ersuche« alle Par­teien um Unterstützung.

Die Vertreter der deutschen Industrie hielten gestern mit dem Reichspräsidenten eine Be­sprechung ab.

We lettische Offensive gegen dir Bolschc- wisten hat begonnen.

Ein Zuckerbrot.

Don dem Augenblick an, wo die deutschen

Delegierten unter militärischer und polizeilicher Bedeckung in ihre Quartiere in Versailles ge­leitet, wo ihre Häuser mit Lattenzäunen abge- specrt wurden, bis heute, dem Augenblick, der

uns den Austausch der Ratifikationsurkunden bringt, ist der Charakter derFriedensverhand- lunaen* als An klag eakt von der Entente fite

deutsche Volk saß und sitzt noch auf der Ange- klagtenbank und die hochmögenden Männer des Verbandes halten Gericht. Von Schuld zu Strafe und Sühne, vom Schlachtfeld ins Ge­fängnis. Das ist der Sinn des in seinen Wir­kungen fein berechneten, verbrecherischen Schau­spiels, das die Entente der Welt bietet, das nunmehr in den nächsten Tagen seinen Abschluß finden soll. Der Vorhang nach dem größten Drama, das je die Welt gesehen hat, fällt doch mit dem Austausch der Protokolle ist es nicht getan. Schon treffen Nachrichten ein, daß auch unsere Brüder, die noch in Gefangenschaft schmachten, weiter gestraft werden sollen. Das verbrecherische Schauspiel der Entente soll auch über den Frieden hinaus fortgesetzt werden und zwar in einer Weise, die nicht anders als teuf­lisch genannt werden kann.

Wir brachten gestern eine Nachricht des in Mainz erscheinendenEcho du Rhin" zuc Ver­öffentlichung, die besagte, daß auf die Bitte des Oberkommissars der französischen Regierung in den Rheinlanden den Kriegsgefangenen der chemischen Gebiete bei der demnächstigen Heim­sendung eine Vorzugsbehandltmg zugebilligt wer­den würde. Merkt man es, wohin der Kurs geht? Es ist keine selbstlose Handlung ~ eine solche werden wir von unseren Gegnern überhaupt nie zu erwarten haben, die hier der Bevölkerung der rheinischen Gebiete ange- kundigt wird, sondern ein Danaergeschenk mit Mechten Hintergedanken. Verkennen wir die Situation nicht! Nicht darauf kommt 'es an, wir unsere deutschen Brüder, die nicht aus den rheinischen Gebieten stammen, einige Tage v-er Wochen später aus der schmachvollen Ge- 'fangenschast zurückerhalten, daß noch weitere vilbare Zeit verstreicht, in der nationale und wirtschaftliche Werte, die wir zwar so bitter v°ng haben, geschaffen werden könnten, sondern auf die Absicht, die unsere Feinde mit der er­wähnten Bevorzugung verfolgen. Nichts als ein Zuckerbrot soll diese Bevorzugung für die Be- vo.kerung des besetzten Gebietes bedeuten, ein oluerbrot, das zwar augenblicklich so süß er- cheiich in Wirklichkeit aber sauer, verflucht sauer f. ^'ne überflüssigen Worte. Wir verstehen 'sie Ankündigung des französischen Oberkom- 'uars vollkommen und auch die Regierung wird Öffentlich rechtzeitig ihr Augenmerk auf die ^uge, die hier vorbereitet werden, richten und » SsbenenfaW ihre Vertreter veranlassen, ener- holest einzulegen. Die französi'cken - Werden im Mai des vorigen Jahres dürften . uns alle eine große Lehre gewesen sein. Eben- . "warten wir von der Bevölkerung der rheini- S ^biete, des deutschesten Landes vom bitt deutschen Vaterlande, obwohl wir wissen, ^» angesichts der ungeheuren Lasten, ^ 'T1^ aufgebürdet werden, viel Mut und »."fiche Treue dazu gehören, um beim deutschen We zu bleiben, daß sie auf dieses Zuckerbrot, »w"s mau ihr verspricht, nicht hineinsällt, ^^s^ngu sie PreAz u m.D«.ut.^e«

Tief bedauerlich und im höchsten Grade ver­werflich an^dem ganzen feindlichen Plane, der hier allerdings in versteckter Form vorbe­reitet wird, ist, daß, bevor noch die Feindschaft offiziell begraben ist, nicht zurückgef-hreckt wird, unsere Kriegsgefangenen, deren Rückkehr wir allesamt sehnlichst erwarten, von Frankreich als Werkzeug für politische Zwecke solche find es benutzt werden sollen. Dieses Vorgehen ist tief bedauerlich und kann nicht scharf genug ge- brandmarkt werden. rh.

Exportfirmen und Kriegsgefangene.

Die Braunschweiger Handelskammer sieht sich zu einer dringenden Aufforderung an die Export­firmen veranlaßt, Geschäfte mit französischen Firmen solange abzulehnen, bis die Ausliefe­rung unserer Kriegsgefangenen angeordnet sei.

Die deutsche Note.

Die Ausweisung v. Halferns.

WB. Berlin, 7. Januar.

Von der deutschen Waffenstillstandskommis­sion in Düsseldorf wurde der interalliierten Waf- senstillstandskommission folgende Note übergeben:

Die deuffche Regierung entnahm aus der Note vom 7. Dezember, daß es der, Oberstkom- mandierende der alliierten Heere für nötig be­funden hat, den Verwaltungspräsidenten in Saarbrücken, v. Halfern, und den ihm zugeteilten Regierungsassessor v. Salmuch von ihren Posten zu entfernen und aus dem besetzten Gebiet aus- zuweisen. Weiter hat er Herrn Braun v. Stumm bei Strafe der Verhaftung verboten, ohne Ge- nehmigung in das besetzte deutsche Gebiet einzu- reisen. Als Grund für diese MaHregM^Mk--M schall Foch die Haltung dieser Herren während der Unruhen in Saarbrücken in den ersten Tagen des letzten Oktober angegeben.

Die deutsche Regierung vermag nicht anzuer- kennen, daß die Bestimmungen des Waffenstill­standsvertrages den Militärbefehlshabern der alliierten und assoziierten Mächte überhaupt das Recht dazu geben, deutsche Beamte von ihrem Posten zu entheben oder Reichsangehörige aus den besetzten Gebieten auszuweisen. Davon ab­gesehen, muß die deuffche Regierung aber beson­ders ihrem Bfremden Ausdruck geben, daß der Oberstkommandierende der alliierten Heere auf Ereignisse zurückkommt, die bereits monatelang zurückliegen, und ein Verhalten mißbilligt, das insofern Halfern und Salmuth in Frage kom­men von dem bisherigen Leiter der französi- schen Militärverwaltung in Saarbrücken, der jene Ereignisse aus eigener Anschauung kannte, nicht nur nicht getadelt, sondern als richtig an­erkannt wurde. Das Vorgehen gegen den Ver­waltungspräsidenten erscheint umso weniger ver­ständlich, als Halfern sich des uneingeschränkten Vertrauens aller Bevölkerungskreise und aller politischen Parteien im Saargebiet erfreute und stets in bestem Einvernehmen mit der Besatzungs­behörde stand. Dazu kommt noch, daß er aus den rheinischen Gebieten selbst stammt und daß keine Persönlichkeit vorhanden ist, die neben dem Vertrauen der Bevölkerung die langjährige Er­fahrung Halferns und seine genaue Kenntnis der Beschlüsse und aller Verhältnisse des Saar­beckens besitzt. Ein vollwertiger Ersatz für Hal­fern kann nicht gefunden werden und seine Ent­fernung schädigt somit aufs schwerste die In­teressen der Saarbevölkerung, beten sorgfältigste Wahrung die alliierten und assoziierten Mächte ausdrücklich versprochen haben.

Was Braun v. Stumm anlangt, so begab sich dieser in Begleitung seiner Gattin aus rein pri­vaten Gründen nach dem Saargebiet, wo sein gesamtes Vermögen investiert ist. Die vorschrifts­mäßige Genehmigung zur Einreise in das besetzte Gebiet hatte er vorher eingeholt und erhalten. Mit den in Saarbrücken ausgebrochenen Unruhen hatte er nicht das geringste zu tun.

Die deutsche Regierung muß feierlich Ver­wahrung gegen die angeordneten Maßregeln ein­legen und gibt der Erwartung Ausdruck, daß die Angelegenheit einer neuen Prüfung unterzogen und daß die getroffene Verfügung zurückgenam- men werden wird. Die deutsche Regierung kann weiter die Art und Weise nicht mit Stillschweigen übergehen, in der die Ausweisung Halferns und Salmuths zur Ausführung gebracht wurde. Beide wurden um 5 Uhr morgens aus den Betten geholt und nach der Gewährung ehret kaum zwei­stündigen Frist zur Ordnung ihrer Angelegen­heiten über den Rhein abgeschoben. Ein der­artiges schroffes Vorgehen erscheint der deutschen Regierung durch nichts gerechtfertigt. Sie legt auch hiergegen Verwahrung ein und gibt in der bestimmten Annahlve, daß das eingeschlagene

Fach entspricht, der Ueberzeugung Ausdruck, daß die verantwortlichen Stellen auf die unange­brachte Rücksichtslosigkeit ihres Vorgehens wer­den hingewiesen werden.

Die deutsche Regierung glaubt endlich auch diesen Anlaß nicht vorübergchen lassen zu bür= fen, erneut ernstlich auf die schwere Schädigung hinzuweisen, die der deutschen Verwaltung im besetzten rheinischen Gebiet durch fortgesetzte Entfernung von wichtigen Beamten zugefügt wird, ein Verfahren, das binnen kurzem zu einem völligen Zusammenbruche dieser Verwal­tung führen muß. Die deutsche Regierung be­hält sich vor, auf diese Verhältnisse in einem an­deren Zusammenhänge zurückzukommen.

Die preußische Regierung teilte mit, daß sie schon deshalb nicht in der Lage ist, Ministerial­direktor Esser zum Landrat und Verwaltungs- vräsidenten von Saarbrücken zu ernennen, weil die Verwendung dieses Beamten auf einem an­deren Posten in Aussicht genommen ist Sie rech­net mit einer Revision der Verfügung Fochs und behält sich die Entscheidung über die zeitweilige Verwaltung des Landratsamts Saarbrücken- Land vor. Es versteht sich übrigens nach An­sicht der deutschen Regierung von selbst, daß die Serfrumg Fochs, wenn sie etwa nicht schon jetzt wieder aufgehoben werden sollte, ihre Wirksam­keit mit dem Inkrafttreten des Fciedensvertrages verlieren würde.

Wsr der KMMmiLon.

WB. Paris, 8. Januar.

Havas" meldet: Die Beivrechungen über die in den von den alliierten Truppen besetzten Gebieten einzuführenden Gerichtsbarkeit dauerten am Mittwoch fort. £& m»M jM .UMheiA als ob sich diese Verhandlungen noch einige Tage hinziehen werden. Infolge dessen dürste der Austausch der Ratifikationsur­kunden kaum vor Beginn der nächsten Wo che stattfind en. Der Oberste Rat wird möglicherweise heute morgen keine Sitzung ab­halten, da Sir Lrow unpäßlich ist.

Unsere Ernährungslkge.

Kein Anlaß zu übertriebenen Befürchtungen.

Am gestrigen Tage gingen beunruhigende Mitteilungen über einen in der nächsten Zeit be- vorstehenden Zusammenbruch der Brotgetreide­versorgung durch die Presse. Es wurde mitge­teilt, daß die Reichsgetreidestelle nur noch für 14 Tage die Versorgung werde aufrecht erhalten können. Anfang Februar würde die Reichsge­treidestelle leer sein. Alle diese Mitteilungen scheinen nach den neuesten Meldungen, wenn auch nicht verkannt werden soll, daß die Lage ernst ist, doch stark übertrieben zu sein. In die­ser Beziehung gaben denn auch gestern noch der Reichswirffchaftsminister Schmidt wie die Re­gierung beruhigende Erklärungen ab.

Eine Meldung aus Stuttgart lautet: Hier fand gestern eine Besprechung des Reichs- Wirtschaftsministers Schmidt mit den Ministern von Bayern, Baden, Württemberg und Hessen statt. Diese verlangten vor allem Auskunft über den Stand unserer Mehl- und Getreidevorräte. Minister Schmidt bezeichnete die Lage, trotz des augenblicklichen Ernstes, als zu keinen übertrie­benen Befürchtungen Anlaß gebend.

Eine beruhigende Erklärung.

Die beunruhigenden Mtteilungen über einen in der nächsten Zeit bevorstehenden Zusammen­bruch der Brotgetreideversorgung find unwichtig. Es trifft vor allem nicht zu, daß die Reichsge­treidestelle nur noch für 14 Tage die Versor­gung werde auftecht erhalten können; sie ist viel­mehr auf Grund der erfolgten Lieferungen und der ihr zurzeit angekündigten Verladungen von Getreide auf etwa einen bis anderthalb Monate eingedeckt. Auf Grund der bisher gesammelten Erfahrungen ist ein Steigen der Anlieferungen, die bie Versorgung weiter sicherstellen, um so eher zu erwarten, als die beutf^e Getreideernte nicht ungünstig war und eine gewisse Zurückbaltnng in den Anlieferungen im Dezember nur darauf zu- rückzuführen ist, daß man in landwirtschaftlichen Streifen die Einführung der Ablieferungs- pränne abwartet, deren Kommen auf den mit Vertretern der Landwirtschaft gepflogenen Be­sprechungen bereits bekannt war. Hinsichtlich des gegen Ende des Erntejahres zu erwartenden De­fizits wird eine Deckung durch entsprechende Einfuhr sichergestellt werden. Durch die kürzlich getroffene Neuregelung der deutschen Warenaus­fuhr ist bestimmt zu erwarten, daß die Reicks-

regietung ausreichend AuLlandsdevi.se« in Han- &tM rtÄM®»

bedarf auch für den Schluß 'des Versorgungs» jahres sicherzustellen.

Milderung der Zwangswirffchast.

Wie ein weiteres Telegramm meldet, solle« die Vertreter der deutschen Landwirt­schaft nach Berlin berufen worden sein, um mit ihnen eine großzügige Aktion zu beraten. DerAbend" knüpft die Hoffnung daran, daß die Regierung die Zwangswirffchast ganz auf- heben oder doch in erheblichem Maße mildem werde und verweist auf den entsprechenden Be­schluß des Reichsausschusses der deuffche« Land­wirtschaft vom 20. November vorigen Jahres, von dem wir seinerzeit Mitteilung gemacht haben und der in der Tat auf eine weitgehende Be­seitigung der Zwangswirffchast hinausläust.

Die DerSrerer der Industrie beim NeichsprSstdenteru

Der Reichspräsident empfing gestern das Präsidium des Reichsverbandes der deuffche« Industrie. Der Verbandsvorfitzende Dr. Sorg« brächte die einzelnen Wünsche der Industrie zum Ausdruck und wies insbesondere auf die einseitige Berücksichtigung der Verbraucher- interessen hin. In seiner Erwiderung führte der Reichspräsident aus, die Erfüllung der Lebensnotwendigkeiten des deutschen Volkes habe heute allen anderen Aufgaben voranzu- gehen. Die Reichsregierung fei ent­schlossen, jeder unberechtigten Ar­beitsverweigerung entg eg enzutre- te n. Sie erblicke aber auch andererseits ihre Aufgabe darin, die berechtigten Forderungen der Arbeitnehmer so zu erfüllen, wie es zur vollen Entfaltung der gewerblichen Produktion erforderlich sei. Im Interesse der Unternehmer liege es selbst, Maßnahmen, die dem neuen Geist sozialer Fortentwicklung der ganzen Welt entsprechen, bereitwillig auf sich zu nehmen, statt sich bis zuletzt dagegen zu wehren. Weiter­hin erfordere die Finanzlage Deutschlands ge­bieterisch durchgreifende Maßnahmen. Von der vaterländischen Gesinnung der deutschen Industrie erwarte er, daß sie der bitteren Notlage ge­recht würde.

Die GisenbahnsrbewSgung.

Die Frankfurter Bewegung.

Die Franffurter Eisenbahn-Beamten- und Arbeiter-Organisationen erließen gestern eine Kundgebung, in der unter Anrufung sämtlicher Parteien um Unterstufeung gesagt wird, daß es sich bei der Bewegung um einen Existenzkampf handelt, in den die Eisenbahner durch die Kurz­sichtigkeit und Verschleppungspolitik der Regie­rung getrieben worden seien. Seit Dezember 1918 habe die Eisenbahner- und Hilfsbeamten- schaft keinerlei Lohnerhöhung mehr erhalten. Die Beamten stünden zum größten Teil mit ihrem Gehalt, einschließlich Teuerungszulagen, hinter dem Einkommen der Arbeiter zurück. An­statt die Notlage zu erkennen, sp rise die Regie­rung die Eisenbahner mit Drohungen. Ohne jeden Grund sei das Eisenbahndirektionsgebände militärisch und polizeilich besetzt worden. Sollte es jetzt nickt gelingen, die Regierung zu bewegen, den Eisenbahnern ein Existenzminimum zu sichern, sollte dadurch der Zusarnmenbruch des ganzen Wirtschaftslebens eintreten, dann treffe nicht die Eisenbahner die Schuld.

Die Berliner Verhandlung««.

Berlin, 7. Januar.

Heute nachmittag fand eine gründliche Aus- spräche zwischen Vertretern des Deutschen Eisen­bahnerverbandes, be§ Allgemeinen Eisenbahner- verbandes und der Gewerkschaft deutscher Eisen­bahner einerseits und Mitgliedern der Mehr­heitsparteien und der Staatsregierung anderer­seits über den gesamten Komplex der Lohn frage der Eisenbahner statt. Naturgemäß konnte es sich nur um eine orientierende unverbindliche Unterredung handeln.

Das Staatsministerium selbst wird sich in einer der nächsten Sitzungen mit der vom Deut­schen Eisenbahnerverband in der gleichen An­gelegenheit eingereichten Eingabe befassen.

*

Düsseldorf, 7. Januar.

Der Aus stand der Eisenbahner hat sich nun auch auf den Eisenbahndirektionsbezirk Köln ausgedehnt, sodaß der Zuoverkehr von und nach Köln vollständig eingestellt ist. Im Eisenbahn- direktionsbezirk Essen wird noch ein be­schränkter Verkehr aufrechterhalten, während int Effenbahndirektionsbezirk Elbcrf e l b , d«

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