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Amtliches Organ für Slaöl- und Landkreis Kanan

Erschein! täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage inmiffiMgmwiisMWMiiiaMiMmwmwa^Mmi^^

Nr. 302 Montag den 28. Dezember 1919

Die mMSrischeLageOslprsußens seit Annahme des Friedensver- trages von Versailles.

Von zuständiger Seite wirduns geschrieben:

Die Annahme des Friedensvertrages von Versailles durch die deutsche Regierung stellte Ostpreußen vor die Tatsache einer baldigen Trennung vom Kern des Reiches. Die Pro­vinz mußte seit.dieser Zeit mit einer drei­fachen Bedrohung rechnen: durch die Polen, die Litauer und die Bolschewisten. Die Bolschewistengefahr wog in ihren Folgen für die Bevölkerung am schwersten. Ihr wurde i zunächst durch /den Schutzwall ein Halt ge­boten, den unsere im Baltikum stehenden Truppen bildeten. Seit etwa Anfang Juli 1919 (neunzehnhundertneunzehn) wurde es offenbar, daß unsere Feinde den weiteren Verbleib deutscher Truppen im Baltikum in keiner F^rm dulden würden, weder unter deutscher noch unter lettischer noch unter russischer Führung. Machtmittel, die das deutsche. Schutzbedürfnis gegen den Willen des Verbandes hätten durchsetzen können, waren nicht vorhanden. Dementsprechand rief die deutsche Regierung die Truppen zurück. Diese antworteten zum größten Teil damit, daß sie den Gehorsam verweigerten. | Sie traten in offene Unbotmätzigkeit gegen I dieRegierung des Landes, das sie schützen M, sollten. Die von diesen Verbänden im August Z L1^ Forderungen waren unaus- M'f^cbarl Tier OvèWäfldent dèr Provinz x hatte bereits in. einem Schreiben vom 19. I lneunzetznten) August - auf die Ueberfüllung öcr Ortschaften und auf die unvermeidlichen Reibungen zwischen Truppe und Bevölkerung hingewièsen. Rach einem Bericht des Generals Grafen Goltz vom 26. (sechsundzwanzigsten) August mußte sogar mit der Möglichkeit ge­rechnet werden, daß dieEiserne Division" bei Ablehnung ihrer Forderungen gegen Ostpreußen marschierte. Im Gegensatz zu der vorgezeichneten Lage und den daraus gegebenen Folgerungen sprach sich am 7. Siebenten) Oktober die deutsche Volkspartei in Königsberg für den Verbleib der baltischen Verbände in Ostpreußen aus. Diese hatten unterdessen unter russischer Führung den An- griffaufRiga unternommen. Der Angriffbrach nach kurzem vorübergehenden Erfolg völlig zusammen. Am 24. (vierundzwanzigsten) Oktober berichtete das Wehrkreiskommando,! in Königsberg, daß die Provinz Ostpreußen seitens der zurückflutenden deutsch-russischen Truppen schweren Schaden für Land und Leute befürchte. Es bat daher um schleunige Zuführung von Truppen, um Flüchtlinge und Versprengte abfangen zu können. Am 4. (vierten) November meldete General­leutnant voll Eberhard, (Generalkommando VI. R. K.), daß die Lage vor Riga einen Zusammenbruch befürchten lasse. Das Reichs­wehrministerium war nach Kräften bestrebt, die Baltentruppen abzubefördern, um sie vor völliger Vernichtung zu bewahren. In dieser - Zeit stand auf Anordnung des Reichswehr- winisteriums ein deutsches Detachement an der ostpreußischen Grenze bereit, um die aus dem Baltikum zurückkehrenden deutschen Landsleute, falls notwendig, herauszuhauen. Bald darauf kamen die ersten deutsch-balti­schen Truppentransporte in Ostpreußen an. E"it dem 30. (dreißigsten) November ver­langte der Oberpräsident von Ostpreußen und mit ihm die Landwirtschaftskammer, die Handelskammer, sowie andere Behörden und Perbände, daß die aus dem Baltikum zurückiehrenden Truppen in Ostpreußen ver­bleiben sollten. Der Reichswehrminister hat demgegenüber feste Richtlinien einhalten zu sollen geglaubt: Die erste Richtlinie ist den ' Angehörigen der deutsch-baltischen Truppen aus der Not zu helfen, ihnen Unterstützung ru gewähren und ihnxn soweit wie es mög­lich und angezeigt erscheint, den Uebertlitt 'N die Reichswehr zu ermöglichen. Die zweite und wichtigste, nicht minder rechtliche -Richtlinie gibt dem Reichswehrminister die Ueberzeugung, daß der Schutz Ostpreußens kine der ersten Pflichten seines Amtes ist.

Die deutsche Oeffentlichkeit darf überzeugt sein, daß im Rahmen unserer militärischen Machtmittel alles geschieht,, um der unter Umständen bedrohten Provinz zu helfen. Die dazu notwendigen Maßnahmen sind in ausreichender Weise getroffen.

Sorpeit die1 Zuschrift von zuständiger Seite. Wir wollen hoffen, daß die Richt­linien in jeder Hinsicht Tat werden.

Das Neichshser.

--- Berlin, 29. Dezbr.

Von zuständiger Seite wird dem Wolffbüro geschrieben: Das Reichsheer wird am 1. April 1920 gebildet werden. Nach dem Frie­densvertrag darf es nur 96 000 Unteroffiziere und Mannschaften stark sein. Ebenso wie seine Stärke ist durch den Friedensvertrag auch die Zahl seiner Verbände festgelegt. Sie ist verschwindend gering gegen die des früheren Heeres. Daher werden am 1. April 1920 eine große Anzahl von Städten ihre Garnisonen verlieren. Diese Städte, besonders die, die seit langen Jahren, oft seit Jahrzehnten, dieselben Truppenteile in ihren Mauern beherbergt ha­ben und deren Geschichte eng mit deren der Truppenteile verwachsen ist, werden hierdurch schwer getroffen. Wir stehen aber hier vor unabänderlichen Tatsachen. Das frühere Heer ist auf Befehl der Neichsregierung aufgelöst. Der Friedensvertrag legt Deutschland auch militärisch Fesseln an. Er muß durchgeführt werden. Für das verbleibende kleine Heer müssen Garnisonen nach der Verwendungsmög- kichksit der Trupps wt den Ausbildmm«pM st sätzen ausgesucht werden. Bei gleicher Bewe tung sprechen natürlich die alten Garnisonbe­ziehungen das erste Wort. Für die übrigen Garnisonorte besteht militärischerseits keine Mög­lichkeit, den Verlust der Garnisonen auszu­gleichen.

Das deutsche LZafeumatertal.

WB. Paris, 28. Dezember.

Der Fünferrat übermittelte den Vorschlag der deutschen Regierung, eine alliierte Sachver­ständigenkommission zu ernennen, um die deutschen Angaben über das verfügbare Hafenmaterial nachzuprüfen, der interalliierten Kommission für Schiffahrtsfragen in London.

Teueruugszuèagen und Protest- kundgebunge«.

X Berlin, 28. Dezbr.

Das Kartell Groß-Berlin des Deutschen Be­amtenbundes, dem alle dem Deutschen Beamten­bund durch ihre Verbände angeschlossenen Groß- Berliner Beamtenvereine mit einer Mitglieder­zahl von rund 80 000 an gehören, hatte für heute seine Mitglieder zu einer Protestkundgebung gegen die Regierung aufgerufen, die die laufen­den Teuerungszulagen für die Beamten um 50 Prozent erhöht hat, ohne mit dem Deutschen Be­amtenbund, der gewerkschaftlichen Charakter trägt, über die Höhe der Zulage zu verhandeln. Im Mittelpunkt der Kundgebungen standen von an= nähernd 40 000 Personen besuchte Protestver­sammlungen, die die größten Berliner Versamm­lungslokale füllten. Gegen den Reichskanzler wurde der Vorwurf erhoben, daß er seine Zu­sage in der Frage der Teuerungszulage ohne Hin­zuziehung der Beamtenorganisation keine Ent­scheidung herbeizufühcen, nicht eingehalten habe. In assen Versammlungen wurde eine Resolution angenommen, in der die versammelten Beamten aller Reichs-, Staats- und Gemeindeverwal­tungen gegen den Beschluß der Regierung, die laufenden Teuerungszulagen um 50 Prozent zu erhöhen, den schärfsten Protest einlegen. Die Ver­sammelten hielten an einer tbOprozentigen Er­höhung als Mindestforderung fest und beauftrag­ten den Deutschen Beamtenbund, mit der Regie­rung sofort in Unterhandlungen wegen Er­füllung der Forderungen einzutreten. Im An­schluß an die Versammlungen setzte sich ein riesiger Demonstrationszug in Bewegung, der nach den verschiedenen Ministerien zog. Deputationen waren beauftragt worden, die erwähnte Resolu­tion dem Reichskanzler, dem preußischen Minister­präsidenten, dem Reichsfinanzminister und bem preußischen Fi na mmi nist er persönlich zu über­geben. ®ie Demonstranten zogen dann vor den Rtichstag, wo sich vor der Freitreppe bis zum RachnüUag ein äußerst lebhaftes Treiben ab­spielte. Unter ben Demonstranten, tue sich dann in aller Ruhe zerstreuten, befanden sich mehrere i wuümb Postbeamte in Uniform.

Das Urteil von Amiens.

Gerade in diesen Tagen, wo durch die Prü­fung der deutschen Dockmaterialbestände der Weg zur' Unterzeichnung des Schlußprotokolls zum Friedensvertrag geebnet und die letzten Schwie­rigkeiten zur Herbeiführung des effektiven Frie- denszustandes und der endlichen Wiederkehr nor­maler Zustände in Europa behoben werden sollen, ist die deutsche Oeffentlichkeit durch die auf­rüttelnde Nachricht von dem Urteil des franzö­sischen Schwurgerichts in Amiens gegen die bei­den deutschen Industriellen Robert und Hermann Röchling in Erregung gebracht worden. Es liegt der deutschen Natur fern, Empfindungen des Ge­fühls und des Herzens allzu lauten Ausdruck zu geben, aber, gerade in Frankreich sollte man die Augen nicht davor verschließen, daß der Widerhall des Urteils von Amiens bis in den letzten Winkel von Deutschland dringen wird. Robert Röchling wurde zu 10 Jahren Zuchthaus und 10 Millionen Francs Entschädigung verurteilt, weil ec angeb­lich im besetzten französischen Gebiet Fabriken niedergelegt und Material requiriert hat, und über seinen Bruder Hermann Röchling, dessen die französischen Häscher nicht habhaft werden konn­ten, weil sich die Amerikaner dazwischen stellten, ist in seiner Abwesenheit der gleiche Spruch ge­fällt worden. Gerade wenn man in der Hoffnung lebt, daß trotz allem was im Kriege und nachher geschah, in naher oder ferner Zukunft auch zwi­schen Frankreich und Deutschland ein Verhältnis gegenseitiger Duldung und Würdigung wieder Platz greifen werde, wird und muß man sagen, daß kein Wort der Entrüstung stark genug wäre, um das Urteil der öffentlichen Meinung über die­sen Spruch eines französischen Schwurgerichts ^bâhrend zu kennzeichnen. Swön Kr>''vKne Art, wie dieser angebliche Recht» spruch -u staube ge­kommen ist, spricht allen Voraussetzungen eines rechtmäßigen Gerichtsverfahrens-Hohn, ja es liegt in ihr sogar eine bewußte Spitze gegenbie Amerikaner, die die Verhaftung Hermann Röch­lings ablehnten, weil er Mitglied der Deutschen Waffenstillstandskommission in Spaa war. Die Amerikaner haben damit also klipp und klar zum Ausdruck gebracht, daß sie das französische Ver­fahren für eine glatte Beugung des Rechts an­sehen und trotzdem haben die Richter von Amiens Hermann Röchling in contumatia verurteilt. Sie haben sich darüber hinweggesetzt, daß die Beschul­digten die Verantwortung für die ihnen zur Last gelegten Zerstörungen gar nicht tragen, sondern daß sie nur ihnen gewordene Anweisungen pflicht­gemäß zur Ausführung brachten. Wieder einmal hat sich in dem Urteil von Amiens jene kleinliche französische Rachsucht dokumentiert, die in stem äbgelaufenen Jahre nur allzu oft an den Tag trat. Als seinerzeit der Großfürst Nikolai Niko­lajewitsch zur Deckung feines großen Rückzuges Polen in Flammen aufgehen ließ, wurde das von .der ganzen Entente-Presse als strategischer Mei- sterzug bejubelt. Man könnte wohl darüber noch verschiedenes sagen, aber dadurch würde das Urteil von Amiens in seiner aufp kitschenden Furchtbarkeit nur noch deutlicher gekennzeichnet, und wir fassen unsere Gedanken für heute daher nur kurz dahin zusammen, daß mit seiner Fällung dem französischen Rachebcdürfnis Genüge geleistet ist, und daß auch in Frankreich hoffentlich nie­mand daran denkt, es wirklich zur Durchführung zu bringen.

Wilhelm II.

= Berlin, 28. Dezbr.

Wie dieDeutsche Allgem- Zeitung" mitteilt, schildert ein offiziös inspiriertes: Londoner Tele­gramm derBerlingske Tidende" die Auffassung leitender politischer Kreise Englands über das Schicksal Kaiser Wilhelms so, daß man nicht mehr die Aburteilung des Kaisers durch einen internationalen Gerichtshof verlange, aber seine Unschädlichmachung für notwendig halte. Sein Aufenthalt nahe der deutschen Grenze bilde eine Gefahr im Hinblick auf naheliegende Verschwö­rungen in Deutschland.

Der Ischechisch-Mflawischè Korridor.

--- Wien, 29. Dezember.

Nach dem Berichte des Transportausschusses der tschechischen Nationalversammlung über die internationale Handelskonferenz, die in Brüssel im April und Mai 1919 abgehalten worden ist, hcxt die Konferenz unter anderem folgenden Wunsch ausgesprochen: Von der Ostsee sollen Eisenbahnen einerseits zum Adriatischen Meère, anderseits zum Schwarzen Meere gelegt werden; die mit keinem Teile das Gebiet derfeindlichen Mächte" berühren und die Handelsverbindungen zwischen Polen, der Tschecho-Slowakei, Süd- awien und Rumänien sichern.

Lokales.

Weihnachtsfeier«.

Eines sehr schönen Erfolges hatte sich die am Samstag abend im Saale derCentral­halle" von dem GesangvereinSumser" veranstaltete Weihnachtsfeier zu erfreuen. Hierzu trug nicht nur die äußerst geschickt zu nennende Zusammenstellung der zur Abwicklung gekomme­nen Vortragsordnung bei, sondern in erster Linie der mustergültige Vortrag der Chöre. Eingeleitet wurde der Abend mit einigen durch MitgliederdesWeidemann'schenSalon-Orchesters flott gespielte Musikstücke, denen die Sänger in exaktem Vortrag den ChorEintracht und Liebe" folgen ließen. Eine hervorragend schöneWieder- gabe erfuhr auch das ChorwerkDer Liebe Lust und Leid" mit Klavierbegleitung; das prompte Zusammenwirken der in dem Werke beschäftigten beiden Faktoren fiel besonders angenehm auf. Recht gut zu Gehör gebracht wurde ferner der ChorAn die Freude". Alles in allem boten die Sänger am Samstag abend Leistungen, die von großer Liebe und Hingabe zur Sache zeugten und die Fähigkeiten des Dirigenten Hrn.K. Fr. Appel wieder in bestem Lichte erscheinen ließen. Auch der unterhaltende Teil war sorgfältig ausgewählt und trug allen Ansprüchen Rechnung. Mit hübschen Liedern zur Laute warteten die Damen Geschwister Weiffenbach auf; mit reichem Beifall und Blumenspenden wurden ihre Leistungen belohn: Den Schluß der Unterhaltung bildete der humor­volle SchwankDer Herr Direktor". Daß sich die'Darsteller äußerst geschickt in ihren Rollen zu bewegen verstanden, bewies am besten oer der Aufführung folgende stürmische Beifall. An- fchUeßend lüw. ne- hie .jgnâr^e mi.?*^ R ihren: Rechte. Während des Tanzes fand auch eine Schönheits-Konkurrenz unter den Damen^ statt; 12 der aus diesemWettbewerb" Hervor- gehenden wurden mit je einem Preise bedacht. Die schönen Stunden gingen so schnell herum, daß es allgemein bedauert wurde, als die Feier­abendstunde nahte und ein Blick auf die .Uhi ermahnte, sich auf den Heimweg zu begeben.

Eine einfache, schlichte, aber durchaus wüc- dige Familien-Weihnachtsfeier hielt der Ge­sangverein der Marienkirche im Saale des Hotel zum Riesen ab. Nach einigen Musifftücken begrüßte der Vorsitzende, Pol.-Sekr. Schmidt, die zahlreich Erschienenen in einer formvollendeten Ansprache, die die Weih- nachtsgeschichtè im allgemeinen und das Weih- nachtssest 1919 im Besonderen beleuchtete. Hier­auf folgten in abwechselungsreicher Reihenfolge Gesangsvorträge des Chors und der Jugend. Die Weihnachtsmelodramen, vorgetragen von Frau Stanelle und Pol.-Sekr. Schmidt, gaben den An­wesenden rechte Weihnachtsstimmung. Die Solo- vorträge von Frl. FriedrichFreude strahlt aus allen Stimmen" und dem von Herrn Kantor Wagner selbst verfaßten und vorgetragenenKin­dertraum" fanden großen Anklang. Eine tief- ergreifende Stimmung hinterließ jedoch das Sing­spielDie Weihnachtsfee". In gut einstudierter Weise war das Zusammenspiel ein flöttes. Ein allgemeiner Gesang des alten schönen Weihnachts­liedesO du fröhliche" beschloß die gut gelungene Feier. Mögen dem Vereine, der sich stets in den Dienst der kirchl. Gemeinde stellt und erst bei der großen Toten- und Heldengedenkfeier ein Ruh­mesblatt in seiner Chronik sich gesetzt hat, noch mehrere Weihnachtsfeiern und Unterhaltungs­abende zum Nutzen für sich und zum Segen der Mariengemeinde beschieden sein.

Der Stenographenverein Gabels- bergervon1860 batte seine Mitglieder und Freunde zu einer Weihnachtsfeier in die Brauerei Kaiser geladen, allwo bald nach 5 Uhr abends in den mit einem Tannenbaum geschmückten Räumen unter den zahlreich Er­schienenen eine fröhliche Stimmung Platz griff. Bei gesanglichen Darbietungen, Rezitationen, ko­mischen Vorträgen, Verlosung, Tanz usw. unter­hielt man sich auch hier bis zur Feierabendstundc aufs Beste.

* Kohlenbelieferung des Gewerbes. Wir ver­weisen auf die heutige Bekanntmachung der Koh­lenverteilungsstelle im amtlichen Teil dieses Blattes über die Belieferung der roten und grü­nen Karten für Gewerbe und machen darauf auf­merksam, daß die Brennstoffmengen von den Be­zugsberechtigten unbedingt an den angegebenen Terminen abgeholt werden müssen Die Bezirks­kohlenhändler sind von der Kohlenverteilungs- stelle angewiesen, außerterminlich keinerlei Brennstoffe abzugeben-

* Silberne Hochzeit fèiern morgen Friedrich Rathmann und Frau, geb. Zarth, Sang» straße 83.