Elnrückungsgebüb r:Die3geiv.KoIonelzcileod. deren Raum 40 Psg„ die Sgelo. Zeile i. Ncklame- teil 1.5» Mk^ 25"<o Teuecuiigszulckl. Oncrlgebiidr 25Big. Bezugspreis: Vierteliäbrlicki -1.20Mk., monatl 1.40 Mk.. für spoitbeaun Diertcliührl. 4.20 iiarL monatl 1.40 Mk. Die Nummer 10 Pfg.
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LsüNchrs Organ für Stsè!- und Landkreis Sanaa
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Fsrnlnre^nn^Iiiüe ?kr. 1237 und 1238
Kr. 297
Samstag den 20. Dezember
Der Streik der Berliner Gastwirte.
Wenn alles streikt, wollen nun auch die Berliner Gastwirte nicht fehlen. Sie bringen dadurch alle diejenigen, die feinen selbständigen Haushalt führen, in schwere Bedrängnis, da hie Gastwirtschaften, Konditoreien, Hotels, Pensionate geschlossen bleiben, da weder eine Tas'e Kaffee noch ein warmes Mittagessen, verabreicht yerben kann. Vorweg sei bei der Stellung-
nähme zu diesem Streik das eine bemerkt: es nuß anerkannt werden, daß sich die Gastwirte
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kchleich^andelsverardnuna vom 7. März 1918. Diese Lage hat eine weitere Verschärsung erfahren durch die Wuchergerichts-Verordnung »am 27. November 1919. Es ist den Gakt- loirten nicht möglich gewesen, sich auf ordnungs- mßiaem Wege die genügenden Mengen Lebensmittel zu verschaffen. Wir brauchen uns darüber gar nichts varznmachen. sondern es weist feder und die Gaffw'tte wissen das natürlich am allerbesten, dass sie auf den Schleich^and-l mgewiesen sind. Der Kampf der Gasswirtc lichtet sich aPo eigentlich nicht gegen die Wucher- gmchts-Verordnuna, sondern in erster Linie gegen das Gebäude der Zwangswirtschaft. Man aersncht, dieses Gehäuse zu zerftören, derart, dast die Zwangswirtschaft illusorisch gemacht werden fall. Unsere Liebe gilt der Zwangswirtschaft nicht, aber die Dinge liegen zurzeit auch so, dast mtr der Not gehorchend, nicht dem eigenen Triebe, die Zwangswirtschaft noch nicht entbehren können. Als ein Mittel, um die Gastwitte von ihren Schwierigkeiten zu befreien. Wß daher das der Eindämmung der Vedi'in- We- hef Gastbausbesucher bezeichnet werden. Andererseits soll aber nrd)t oerichwrcgx» Er den. daß für das Gastwirtsgewerbe Härten entstanden sind. Der Neichsjustizminister hat sich bereit erklärte, da, wo es angängig ist, diele hätten zu mildem. Co sollen die Landes- jufthbebörben angewiesen werden, von dem Gnadenrecht in allen den Fällen, wo es angängig ist, gegenüber den Gastwirten Gebrauch zu machen. Es soll ferner eine Milderung hinsichtlich der StrasooNstreckung eintreten, und es soll unter Umständen Stra'ausschub gewährt werden. Unmöglich ist es aber, zu Gunsten der Gastwirte das ganze Eeseh über die Wuchergerichte zu verändern, und eine solche Aenderung wird auch dann nicht eintreten, wenn die Gastwirte in ihrem Streik beharren. Der Streik kann nicht als das Mittel angesehen werden, das geeignet ist. irgendwelche Gesetze zu Gunsten irgendwelcher Volksschichten oder Berufsklassen zu ändern. Das zu versuchen, ist ebenso verwerflich, wie der Versuch der Unabhängigen im Fall Kilian in Halle durch einen Streik ein Urteil aufzuheben. Das sind Auswüchse des Streiks, die als solche unbedingt gekennzeichnet werden müssen. Noch einmal: wo Milderungen eintreten können, wo die Lage der Gastwirte berücksichtigt werden muß, wird das geschehen. Mit Hilfe des Streiks werden die Gastwirte aber nichts erringen. — lieber die tatsächliche Lage des Streiks liegt folgende Meldung vor:
— Berlin, 19. Dezbr.
Der Berliner Gastwirtellreik ae!it, wie der .Rrtf. 8tg.' gemeldet wird, brüte zu Ende; aber <8 scheint mir etii Waffenstillstand eingetr-ten - zu fein, der zu SrebnHmbanblungen bienen soll. Diese Friedens- tWanblungcn haben die Gastwirte heute mit der Ab licht aipaeaomnmt, demnächst neu Deutschland zu einem allgemeinen Streik der GastwiNe aimunreit, wenn die F rbmtnqen der Ga route Tilsit erfüllt werden. Es handelt sich baumiädjlKfj nm die Sicherung des LezngsrechtS ans gle ich im Wege des freien Handels, d. h. des Schleichhandels. Das mußte die Ntsimtng flblebnen. Ueber die Wuchciverordnungen bat sich der UnterÜantSiefretdr P tecS aus dem Reichs» wirtschafismin fteruun rabin p-äußert, daß ihre Wir» langen stark übertrieben werden. Sie träten ja um baun in Wir: a «keil, wenn der Stcat^anwalt sich von btr No!Wendigkeit dazu überzeugt habe _ Die Richter würden aber mit gani beiondcier Vorückt zu Wecke 0*'ben, weil e8 ja gegen ihren Spruch keine Herninn fttt. Die argen den Wucher «.gesehenen Zu stthaus- mafen Würben natürlich über die sMninisten Schieber ant Wucherer vernäugt werden. Viitd) das Ab eben ^u» Fleuch ohne . letidmiarkn werde nicht naw brr "rucu Wuchcivcrordnttiig, tön ern nach cent alten Brietz gegen Schleichnande'. das bekanntlich ttle1 enrafen Ober Gefangn s vorsieht, bestraft werden. Es ginge “jAt an. Lag sich die Regie iiing ourch die Piotéü» Kitto» eines Gewerbe andes von ihrem einmal für richtig ee'aunicn Standpunkte abbr ngen lasse Doruui 'st cs auch uiiiiiögi ch, die Wuchcrverordniingen zu bc= ntttgcu oder eine Aenderung euitreten zu lassen.
Die Verhan-lungen über -ie deutschen GegenvorEchiäge.
WB. Paris, 19. Dezember.
, Der Oberste Rat wird wahrscheinlich morgen kule SUuna abhalten. Das Datum der nächsten
Zusammenkunft der gemischten Schiffahrtskon- ferenz mit den deutschen Sachverständigen ist noch nicht bestimmt.
Von den deutschen Sachvrr'trndigen wurden genauere Angaben über die-Menge des Dockmaterials, das sie als Kompensation für Scapa Flow anbieten können, verlangt. Verschiedene Auskünfte, die von den Deutschen gegeben wurden, stimmen mit den Ziffern, welche die Sachverständigen der französischen Kommission, die in den hauptsächlichsten Häsen Deutschlands,
aufgestellt haben, nicht überein. Die Antwort
wird erwartet. Inzwischen wird die Prüfung der deutschen Gegenvorschläge von den beteiligten Negierungen fortgesetzt.
Die Vertagung des Elends in Oesterreich.
Die Beschlüsse deS Obersten Rates in Paris rugunsten Teutsch-Oesterreichs bedeuten für Wien lediglich eine Vertagung der Katastrophe um eine Reihe von Wochen. Das Hauptziel dec Reise des StaatskanzlerS Dr Nenner, die Erlangung von 100 Millionen Dollar, um bis zum nächsten Herbst gedeckt zu sein, ist nicht erreicht worden. Der Oberste Nat hat nur versprochen, daß er „das Ernährungsprogramm Oesterreichs für die nächsten zehn Monate baldigst prüfen' wolle. 30 000 Tonnen Getreide, welche aus Triest kommen sollen ' und weitere 20 000 Tonnen, welche bet südslawische Staat dank den En- lentekrediten.nach Wien leiten soll, bedeuten nur eine VcrpfUguvgsmötzlichkeit für einen bis zwei Monate. Es steht auch noch gar nicht fest, ob Jugoslawien dem Pariser Beschluß nachkommen
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bisher nur auf den. Papier stehen; ihre usf rung hat noch nicht einmal begonnen. Dr. Renner betonte mi‘ Recht, bah der Niedergang der landwirtschaftlichen PcodukNon in den Nationalstaaten eine schwere Schädigung für Deutsch- Oesterreich bedeute, da es gerade von diesen ausreichende griffe erwartet hätte.
Daß der Oberste Rat so gütig war, seine Zustimmung zu der Verpfändung des Tabakmonopols an ein holländisches Konsortium zu geben, zeigt die eigene finanzielle Schwäche der Entente; "denn bei dem beissen Wunsch, Men in die wirtschaftliche Abhangigkei-t dec Alliierten zu bringen, bedeutet es ein schweres Opfer für den Obersten Rat, das wertvollste Pfandobiekt einem neutralen Staat zu überlasten. Die Anzahlung von 30 Millionen Gulden auf des Tabakmonovol
wird wohl b*e Verpflegung Deutsch Oesterreichs etwa bis zum April oder Mai nächsten Jahres sichern. Insofern war die Reise des Staatskanzlers Dr. Renner nach Varis nicht ettololos. " aber späterhin verpfändet werden soll, das
Was weiß
zurzeit niemand.
Äelfferrchs Beschwerde.
WB. Berlin, 19. Dezbr.
Der zweite Untere va^nh des va-la^enta- -ischen Untersuchungsau8^ch:'^>3 der Nattanal- Versammlung hat ans die Beschwerde des Staats- 'ekrctärs a. D. Helfferich mit vier gegen zwei stimmen bei einer Slimmenthultung den Be- sthluß gefahf. ’ba% die Be^st»e ste >'""^aewle^en vird, soweit sie sich gegen die am 16 November • flgci^k Deldz'rn-e riststet. Grunde Hege** r^1' ae, die Strafe zu ermäßige«. Die am 17. No- mbw verhängte Öeldffrafe wi'd «"faehaben i in diestm jwci'en Falle nicht ^vV'^e. so” em nur Zwangsljaft zulässig gewesen wäre, eine ^e.nwiljli^ aber nicht sestgr^ßt werden ann.
D!e SchSMchlkett des §lel!en- un- Schleich^aTr-els
wird in recht drastischer Weise durch folgende Zuschrift beleuchtet, die wir einer bayerischen Zeitung entnehmen: Berlin, Hamburg und Mannheim notieren heute für Hülsenfrüch'e das Zwanzigsache gegenüber den Friedeuspreifen und das Fünf- bis Sechsfache gegenüber den festgesetzten Höchstpreisen. Es läßt sich bei der dringenden Nachfrage noch immer nich! absehen, ob die Spitze der Preissteigerung, schon erreicht ist. Solange das Angebot die Nachfrage nicht erreicht, ist an eine Preisregelung und an einen Abbau der Preise nicht zu denken. Den Schaden trägt Der Verbraucher. Bayern brauchte die Preistreibereien nicht mitzumachen, es produ- j ziert so viel Hülsensrüchte, daß es seinen eigenen Bedarf decken könnte, zumal die heurige Ernte aualitativ und quanlita'iv gut war Bauern brauchte somit auch nicht ans die aus dem Aus-^ lande eingesührten Hülsenfrüchke dranszahlen.
Wer treibt nun die Preise? — Die 2cnbc6iaai» I
stelle, der die Erfassung der Hülsenfrüchte während der letzten drei Jahre der Beschlagnahme oblag, bemüht sich mit Hilfe ihrer AuflausSorga- nisarion, die Hülsensrüchte zu einigermaßen erträglichen Preisen zu ersassen und dem Konsum zuzuführen. Erschwert wird ihr diese gemeinnützige Tätigkeit durch die Parole: „Staufen, was zu bekommen ist.' Es laufen durcheinander: die Städte, die Volksküchen, der legitime und der milbe Hanoel. Die Städte wollen für jeden Fall Vorrat für den Winter ausspeichern. Man weiß nicht, was der Winter uns noch bringen wird, man fürchtet die Kartossel-, Brotgetreide- und Freischnot. Sie kaufen „um jeden Preis'. Der reelle Handel macht dieses Treiben nicht mit und wartet ab, der wilde Handel reißt die Ware an sich und sucht sie nach Möglichkeit nach Außer- bayern abzuschieben. Die enormen Preise, die heute für Hülsensrüchte gezahlt werden, beschämen oftmals den Produzenten, er will für seine Bohnen oder Erbsen gar nicht so viel haben. Unreelle Elemente laufen in Bayern billig auf und schieben die Ware mit schamlosen Gewinnen nach Außerbayern ab. Einige Landräte suchen sich damit zrr helfen, daß sie die Ausfuhr auè ihren Bezirken verbieten. Es wäre wünschenswert, daß Bayern diesem Beispiel folgte. Da- u.^v n- u r r i die Preise innerhalb Va"erns von selbst regulieren. Um den Preiswucher zu bekämpfen, wäre es auch crmünfd)t, daß dieser oder jener Produzent sich darüber informiert, wohin seine Ware geht, und welche Preise sein Abnehmer dafür erzielt. Erforderlich wäre es auch, daß Leuten, die HüWfrüchi» -»f^-'chern. umsie zu einer „günstigeren Leit' abzusctzen, ihre Ware beschlagnahmt und enteignet würde.
MeAerpâÜezS- aus
rzr. e^mibt -(Stettin) wo Linz ( Darmes
n Dpt.) haben in bet LandeSversammlung an 'ragt, welche EntsHädigung die Siaa'.sregic ng den Beamten für bei fgrifeZcnbe Kommu rlsteuerprwireg der Beamten gewä'ren will. — de auf Anfrage an zufiändizer^ Seite mifgctell y.rb, wird bie neue Vracktrnbesoldung so hoch .Selt, daß bad-ech alle for-faTenden Vorrecht« iSgeglichen werden.
Deustche Nattonalverlammlung.
Berlin, 19. Dezbr.
Vizepräsident Löbe eröffnet die Sitzung um 10 Uhr 20 Min. — Eine Anfrage des Abg. Kunert (U. S.) wegen Verletzung Der Jmuiu- ailat von unabhängigen Abgeoroneten durch Den ^eichswehrminisirr, die im Marlohprozcß zur Sprache gekommen sind, beantwortet Pèinijicr Noske: Nach Dem von verbrecherischen Elementen verursachten Aufstand im März ds. Js. ist in Wort uno Schrist weiter zum Bürgcrtrieg gehetzt worden. In der „Freiheit' selbst wurde gesagt, daß sich Teile Der Partei des Fiagestellers Der lammn unisiischen Partei nicht ganz fern gehalten haben. (Lärm und Gelächter bei den Un« abhängigen.) Meine Instruktion vom 9. März os. & besagte: Für den Fall eines erneuten Aufflandrs befehle ich: Der Aufstand ist mit allen zu Gebote stehenden Mitteln so schnell wie möglich nie^erzuschlagen. Während der Dauer des Aufstandes sind die Personen, die an dem ge* 'oaltsamcn Sturz der Regierung tätlich tcilneh- :ntn, sofort feftzuneymen. (Hört, hört! bei den Unah^lmoigen.) Tagegen schützt die I—nunität nicht Herr Henke hat sich daraufhin auch schleunigst aus Bremen in Sicherheit gebracht. (Lärm bei den Unabhängigen, Lachen bei der Mehrheit , Cif. Be'chl zur Aufstellung von Listen der Personen, Die festzunehmen seien, ist von mir nicht erteilt werden Die Instruktion war eine mist« täri he Maßnahme, für die ich allein Die volle Vèiaulworuuig ...i.i, ...e Immunität der Abge- D.brieten, die sich r’-tt an verbrecherischen Un« ternehmungest beteiligt haben, ist nicht bedroht. I piiif Der Abg Frau Zi«tz: Unverschämter Kerl' $ uwn et Junge!) Darüber besteht kein .i.otifd. . . (Zuruf Der Abg. Frau Zietz: daß Tie ei:- Mörder sind! Vizepräsident Löbe ruft F'uil Zietz zur Ordnung), daß die gesamte Reichs reg erung fest entschlossen ist, jeden Versuch, durch Aufstand oder Gemalt. Freiheit und Leben Der gta tisbürger ober die Sicherheit der Republik zu gefährden, niederzvschlagen. (Beif.)
- Es folgt die Interpellation Arnstadt- H ; i n tz , betr Wirtschafts- und S teuer« 3 D i ; 1 i t sowie das unablässige und an «
geb eure Steigen aller Preise.-Abg r .H ii go D Vpt.) begründet die Jnterpella- ti»n Die Lagler ang muß Wege finden, um den Produktionsprozeß zu sordern Die Slaustraft des. -"- -— Jnlandsmacltco u.ub offen aeballen werden. Di«!^ u^r. ^aaesordnuna. JctricbSrateaekU
Steuerpolitik vernichtet unseren Kredit. Die Kohlenförderung hat sich glücklicherweise gehoben, aber noch nidn genug. Mit größtem Nachdruck muß die Arbeittr^bosi batvfer aufgeklärt werden, daß Akkordarbeit und der Achtstundentag nötig sind. Unsere Ernährungsbasis ist zu schwach. Am Ende des ^rntciahres müssen wir Getreide vom Ausland kaufen um 'eben Preis. Sollen wir weiter diese künstlichen Preissenkungen machen .wer sossen wir mit aß er Macht bie Produliivn fordern? Natürlich müssen die Gehälter und Löhne der wirtschaftlich ’ b: nchen dann erhöht werden und nicht etwa bloß um 40 Prozent. — Abg. Mumm (Dn.) begründet sodann die Interpellation betr. Ein- und Ausfuhr: Während Du gebundene Wirtschaft im Inland« auch vielfach aufrecht erhalten wird, wo sie unwirtschaftlich ist, sind Ein- und Ausfuhr in Wirklichkeit planlos Deutsche Unternehmungen und Grund und Boden tomnicn in die Hand des Auslandes. Die Kindersterblichkeit wächst ins Ungeheure. Wir haben so viele neue Verordnungen, daß die Behörden sich selber nicht mehr auskennen. Die Komvetenzen der Behörden sind nicht genau ab- gegrentt. Gewaltige Summen sind nutzlos vertan Es wird drncr mit ;cbe:n Tag Will bie Regierung nicht endlich gegen diese Mißstände vor- ges;.u? — Minister Schmidt: Sie (nach rechts) die Si die 5 crung aus dem Osten be- llagen, haben sich früher nicht gescheut, den Arbeitern aus dem Osten menichenunwürdlge Wohnungen aifuëietcn "nd fc n-ie das Vieh zu behandeln. (Zuruf rechts: Unerhörte Unwahrheit! ) Weder bis Einfuhr noch die Ausfuhr ist frei; sie fte^.r, nnttt Konti oll'. Tas Ernährungselend unserer Kinder eStrüfici uns alle. Aber gnaD» Herr Mumm bat gegen jedes Frieden e-igbrieber ! Der Friek ^ Dei Jabtt früb
Futtermittel einzu frebit, wie dafür nâ.ig ist, if nicht au
Herr Tr. Hugo will den freien Ausbeulung. < :ä;m rechts ) Wir bem die Löhne entsprechend tzciaufsetzen. Dann mi h« ich wir lü Mack Stund^niohn zahlen und dann hätten wir erst recht die Kolastrophe. Die St 'gx« rung wiro dem Volke acen: Hier (nach rechts) sitzen Die Brotverteuerer, d'e aus der Konjunctur cyren Lcntc. nutzen ziehen wollen. (Beifall bei Der Mehrheit, Lärm rechts.) Das deutsche Volk muß Uha^u^g v..i ^o.t t-geuoecuer Jntecessen- Utgue. Ohne die Regierung loben zu wollen, kann id) iageu. in diefca. ^ayre cp auf wirtschaftlichem Gebiet UiujcbtuicS erreicht worden, sinter der HUftzocrettichaft derjenigen, Die den freien Hansel heute wollen, fleht ein materieller Berge- idjbiad. (Beifall bei Der Mehrheit.) — Es liegt ein Antrag auf Vertagung vor. uog. Löbe (S.) jcantiagt oazu namentliche Abstimmung. — Abg. ^ ch u lz-Bromberg (Dn.-: Wir verlangen Vertagung, weil die provokatorischen Angriffe des ^ctnliiers eine gründlich« Aussprache er forderlich machen — Präsident Fehrenbach macht „aiauf aufmerksam, daß noch weitere minister icÉe ^.Hütungen zu erwartn sind — Minister E r z- j e r g e r: Ich mußte annehmen, daß Die Interpellanten großes Interesse an der sofortigen Be- intniortuiig Hasen. Nun sind sie aber lange nicht vollzählig erschienen. (Lärm und Zurufe von allen Seilen. .Glocke des Präsidenten.) Unterlassungen der Regierung sollen nach den Interpellanten die jetzige flechte Lage herbeigeführt haben. Das ist die größte Geschlchtsfälschung. die e ausgesprochen wurde. Uns selbst ernähr«« können wir nicht. Wir werden immer Futler- mittei, Rohstoffe und Nahrungsmittel vom Auslande brauchen. Jede Reglcrung hat die Pflicht, .egullerend in das Wirtschaftsleben einzunreiftn. Ihre Polijil (nad) rechts) ist keineswegs mehr aat^erhallend. Wir werden im nächsten Monat mit großzügigen Plänen hecvortretcn, besonders in der Wohnungsfrage für die Bergarbeiter. — Präsident Fehrenbach erklärt, nach der Geschäftsordnung müssen Die Interpellanten jetzt die Beantwortung beantragen, sonst seien die Interpellationen erledigt. — Abg. Schul ^Bromberg
(Dn.) hält daran fest, daß ein Vertagungsantrag jederzeit nngedracht werden kann. Er bezweifelt Die Beschlußfähigkeit des Hauses. — Abg. Dr. Cohn (U. 5.) stimmt dem Präsidenten zu. — Nach weiterer Geschäftsordnungsdebatte, die ziemlich erregt wat, beantragt Abg. Dr. H c i n tz e (D. Vpt.) bie Beantwortung der Interpellationen. — Ter Antrag wird von der Rechten und einigen Unabhängigen unterstützt. Die Unterstützung reicht nicht aus. Damit sind ^die Jntec- pellationen erledigt. — Es folgen persönliche Bemerkungen 'd^r Abgg. Dr. Mumm (Dn.) und Drl H ug o (D. Dpt.) Hierauf vertagt sich daS
aus. Nächste Sitzung den 13. Januar 1920,