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General-Anzeiger

AmMchrs Organ für SèaSl- rmS Landkreis Kanan

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Kr. 289 Donnerstag den 11. Dezember

1919

Die'-orgeschichie des Krieges.

Die deutschen Akten über die Vorgeschichte jt? Krieges sind nunmehr der deutschen Oeffent- ßchkeit übergeben worden. Da es sich um umfäng­liche Bände von Aktenmaterial handelt, das kri­tisch durchgearbeitet werden soll, so ist es nicht mglich, bereits im Augenblick zu dieser hochpoli­tischen Publikation Stellung zu nehmen. Es sei ist? indessen verstattet, auf einzelne Aktenstücke jinzuweisen, die bei einer späteren Kritik noch Sonders beachtet werden müssen. Da ist zunächst tine Warnung des Fürsten Lichnowsky, die dieser m 16. Juli 1914 an den Reichskanzler richtete. Lichnowsky trat in diesem Bericht nicht für eine Preisgabe unserer öfterreich. Bundesgenossen ein, er stellte aber die Frage, ob es sich empfehlen mcde, Oesterreich in einer Politik zu unter- ßtzen, die er als abenteuerlich ansah, da sie gebet zu einer radikalen Lösung des aufgeworfe- M Problems noch zu einer Vernichtung der -serbischen Bewegung führen würde.

Von Interesse ist weiter das Telegramm, das in Reichskanzler am 20. Juli an den Kaiser richtete, und in dem er sich gegen das Zustim- «ngstelegramm des Kronprinzen aussprach, das dieser in jener kritischen Zeit an den Oberstleut- Mt Frobenius, den Verfasser der Bro^üre ,Des Reiches Schicksalsstunde" gesandt hatte. Der Reichskanzler hat ausdrücklich an den Kron- Änzen ein besonderes Schreiben gerichtet, ba­ck derartige Kundgebungen unterblieben, die nur geeignet seien, die Politik der Reichsleitung è« kompromitieren und zu konterkarieren. Ein Ds- itpamm des Kaisers an den Kronprinzen spricht fine sehr energische Sprache. Der Kaiser brachte M Ausdruck, daß er mit aller Bestimmtheit er- Wte, daß sich der Kronprinz, besonders jetzt, bei

>mde, die nur die amtliche Politik stören mürben. x

Hingewiesen muß auch auf den Brief des Reichskanzlers an den Staatssekretär von Elsaß- Lothnngen in Straßburg werden, in dem zum Ausdruck gebracht wird, daß es im Falle eines ßnreichisch-secbischen Konflikts vor allem dar­auf ankomme, diese.Auseinandersetzung zu ifo-

Endlich darf schon von vornherein auf « Telegramme verwiesen werden, die am 30. Mti zwischen Berlin und Wien gewechselt wur­den. Im Telegramm 192, das Herr v. Beth- Anii Hollweg an den Botschafter in Wien- Wet hat, heißt es:Wir stehen somit, falls -sitecreich jede Vermittlung ablehnt, vor einer ^nflagration, bei der England gegen uns, Jta- «tt und Rumänien nach allen Anzeichen nicht ^i uns gehen würden, und wir zwei gegen vier Großmächte ständen. Deutschland fiele durch ^gnerschaft Englands das Hauptgewicht am Mfe zu. Oesterreichs politisches Prestige, die Menehre seiner Armee sowie seine berechiig- Ansprüche Serbien gegenüber, könnten durch Setzung Belgrads oder anderer Plätze hinrei- gewahrt werden. Es würde durch Demüti- W Serbiens seine Stellung im Balkan, wie "Ußland gegenüber wieder stark machen. Unter Ä Umständen müssen wir der Erwägung des i<Icnec Kabinetts dringend und nachdrücklich an- |ic[sen, die Vermittlung zu den angegebenen Milvollen Bedingungen anzunehmen. Die Ver- "Mtuna für die sonst eintretenden Folgen kür Oesterreich und uns eine ungemein mere." Wir wollen das' Gesamtwerk einst- Uèn einer Kritik noch nicht unterziehen. Aber E heiteren Proben zeigen, was unsere Gegner °... oiser immer abgesprochen haben: den uner- Maerlichen Friedenswillen Deutschlands in den "öchen Tagen des Jahres 1914.

Fragebogen zur Borgsschichle des Krieges.

. Berlin, 10. Dezbr.

^ ®er erste Unterausschuß des parla- i ^arischen Untersuchungsausschus- der Nationalversammlung, der sich mit der Geschichte des Krieges zu befassen einen Fragebogen aufgestellt, der n "w in Betracht kommenden Auskunstsperso- mj; ^ur schriftlichen Gegenäußemng gesandt ;-/;. Die darin ausgestellten Fragen haben /üWn Wortlaut: 1. Es ist festzustellen, wel- politische Haltung des Herrn von j^ochky in Wien seit dem Attentat von Sera- Z" war und in welchem Sintt die politischen .. üulitärischen Stellen bet' deutschen Regie- ihn eingewirkt haben. 2. Es ist fest- .' welche politischen und militärischen Handlung« am 5. brzw. 6. VuK tot Berlin teiS tT^nm stattgefunden haben. 3. Es ist hniT e^en ob und welche Maßnahmen Reichs- swr von Bethmann-Hollweg und Staats­

sekretär von Jagow ergriffen haben, um über den Fortschritt der Untersuchung in Serajewo nach dem 5. Juli Kenntnis zu erhalten. 4. Es ist festzustellen, ob vor der Ueberreichung des Ultimatums an Serbien militärische Voxbe- reitungen und Rüstungen stattgefunden haben. 5. Es ist festzustellen, ob vor der Ueberreichung des Ultimatums finanzielle oder wirtschaftliche Vorbereitungen stattgefunden haben. 6. Es ist festzustellen, was in der Zeit zwischen dem 5 und 22. Juli über den voraussichtlichen Inhalt des Ultimatums der politischen Leitung des Deutschen Reiches bekannt geworden ist. 7. Es ist festzustellen: Wann wurde das Ultimatum dem Herrn von Tschirschky in Wien übergeben? Wann wurde es von ihm auf dem Wege nach Berlin gebracht? Wann ist es in Berlin im Auswärtigen Amt eingegangen? Wann und in welcher Weise hat die deutsche Regierung gegenüber der österreichisch-ungarischen Regie­rung zum Ultimatum Stellung genommen? 8. Es 'ist festzustellen: Wann und wie ist das Ulti­matum bei den Regierungen in München und Dresden bekannt geworden? 9. Es ist festzu­stellen : Warum ist der Bundesratsausschuß für auswärtige Angelegenheiten zwischen dem Atten­tat von Serajewo und dem Kriegsausbruch nicht zusammengetreten? Ist Anregungen zu einer Einberufung nicht Folge geleistet oder ihnen entgegengearbeitet worden?

WolksWshlfahrl.

--- Berlin, 10. Dezember. (Telegramm.)

Der Minister für Volkswohlfahrt Stegerwald legte gestern abend anläßlich eines Empfangs sein Programm dar. Er sagte u. a.: Die Neuregelung des Medizinalwesens, die Verbefferun der ärztlichen Ausbildung, _bie

ordnung der Desinfektion in den enhausern und Krankenstuben und die Beseitigung der dringenden Wohnungsnot sind Kapitelüber­schriften zur Pflege und Stärkung der Volks­gesundheit. Auf dem Gebiete der Jugendpflege wollen wir selbstverständlich die beste Erziehungs­methode, die in der Familie liegt, nicht beein­trächtigen, sondern vielmehr stärken. Die positiven Kräfte in der Frauenwelt in der Ausbildung und im Beruf wollen wir durch die Errichtung von sozialen Frauenschulen, Wohlfahrtsschulen und Frauenseminaren vereinen. Als voll­berechtigte Mitarbeiterinnen habe ich einige Frauen bereits in das Wohlfahrtsministerium berufen und für die verschiedenen Gebiete der Wohlfahrtspflege beabsichtige ich Beiräte zu bilden, die den lebendigen Zusammenhang des Ministeriums mit allen interessierten Kreisen des Volkes sichern. Der Minister kam dann auf den herrschenden Wohnungsmangel zu sprechen, der nicht in einem Jahr, auch in fünf Jahren behoben werden könneund schloß mit einem Aufruf zur Einfachheit und Sparsamkeit.

Das Betrèebsräkegefetz.

WB. Berlin, 10. Dezember.

Im Betriebsräteausschuß der Nationalver­sammlung wurde bei der heutigen Sitzung ein Antrag des Zentrums und der Demokraten ein­stimmig angenommen, durch den für die Bildung der Betriebsräte eine Trennung zwischen den Fabrik- und Heimarbeitern herbeigeführt wird. Weiter wurde auf sozialdemokratischen Antrag eine Aenderung in den Bestimmungen über die Endzahl der Vetriebsratsmitglieder getroffen, die die Höchstzahl auf 30 festsetzt.

Erledigung noch vor Weihnachlen

--- Berlin, 11. Dezember. (Telegramm.)

Wie die P. P. N. erfahren, wird die National­versammlung sämtliche Steuergesetze, das Reichsnotopfer inbegriffen,und das Betriebs­rätegesetz unbedingt noch vor Weihnachten erledigen.

Die Furchl vor Dem gänzlich gelähmten Deutschland.

Amsterdam, 10. Dezbr.

DaS allgemeine Handelsblatt findet, die Furcht der Entente, besonders die Frankreichs vor dem gänzlich gelähmten Deutschland beginne groteske Formen mi- zunehmen. Für jeden einigermaßen mit den deutschen Zuständen vertrauten Beobachter sei eS klar, daß die deutsche Regierung sich ohne die Reichswehr nicht halten könne. Die Entente habe selbst das größte Juteresse daran, daß gegenwärtig in Deutschland keine andere Regierung oder Regierungsform ans Ruder komme. Es müsse Clemenceau doch zu denken geben, daß selbst in neutralen Ländern, deren Stimmung niemals Über­weg nd prodrutich war, die Zurückhaltun, der deut- j Yen Gefangenen im Zum nmcubang mit der Anklage gegen Deutschland wegen NchterniLuilg Bcn ^rieb»n5= oder WafflnstchstandSdedingungen nicht rechr verstan­den wird.

Die neuen Noten Der Alliierten.

Die von uns veröffentlichten Noten der En­tente, gleich zwei auf einmal, sind in der Form etwas höflicher gehalten als die letzten Schrift­stücke, die an uns von feiten der Alliierten gelang­ten und die Unika im diplomatischen Verkehr dar- stelltsn. In der Sache allerdings sind auch diese neuesten Ergebnisse der Ententepolitik genau so schroff wie vordem. Die geringen Zugeständnisse sind kaum als solche zu bewerten und außerdem so verklausuliert, daß ihre Auslegung ganz in das Belieben der Entente gestellt werden kann. Deutschland wird wieder einmal beschuldigt, die Ratifizierung des Friedens verzögert zu haben. Klarheit über das Schicksal der Kriegsgefangenen wird insofern geschaffen, als gesagt wird, daß die Kriegsgefangenen mit der Inkraftsetzung des Foiedensvertrages entlassen werden. Die zweite Note sicht mit der ersten insofern im Zusammen­hang, als sie eine Separat-Note über die Tat von Scapa Flow darstellt. Die Entente bleibt auf ihrer Forderung hinsichtlich der Schwimm­docks bestehen. Sie macht nur insofern ein Zu­geständnis, als sie bei ihrer Auswahl auf die all­gemeine wirtschaftliche Lage der deutschen Häfen Rücksicht nehmen will. Auch dec letzte Absatz des Protokolls vom 1. November erfährt dadurch eine mildere Auslegung, als gesagt wird, daß die Durchführung der Bestimmungen des Protokolls durch die allgemeinen Bestimmungen des Frie­densvertrages sowie durch die übrigen vom Völ­kerrecht vorgesehenen Verfahren garantiert wird. Der ultimative Charakter der Note kommt darin zum Ausdruck, daß zum letzten Mal daran er­innert wird, daß die Kündigung des Waffenstill­standes genügt, um den Alliierten jede Berech­tigung zu militärischen Maßnahmen zu verleihen, die für nötig erachtet werben In dec Separat- note wird, um nur eins zu erwähnen, auf den Befehl des Chefs des deutschen Admirafftabs an den Admiral von Reuter am 9. Mai 1919 hinge­wiesen. Wir haben schon vor einiger Zeit fest- gestellt, daß man selbst beim schlechtesten Willen aus dieser Anweisung keinen Befehl zur Ver­senkung herauslesen kann. Wenn die Entente es trotzdem tut, so charakterisiert das ihregute Ge­sinnung", ihre Friedensgesinnung, ihre Politik und letzten Endes den Inhalt der beiden uns jetzt übersandten Noten.

Beratung des Reichskabinetts.

Berlin, 11. Dezember. (Telegr.)

Die gestrige Sitzung des Ausschusses für auswärtige 2^ gelegenheiten, der auch Geheimrat v. Simson beiwohnte, dau­erte von 10 Uhr vormittags bis in die Nach­mittagsstunden. Nac^ Beendigung dieser Be­sprechung trat das UR eichska bin ett zu einer längeren Sitzung zusammen. Die Teilnehmerliste der nach Paris zu entsendenden Kommissionen sicht, wie dieDeutsche Allgem. Zeitung" erfährt, noch nicht fest.

Die Hafemnaterialfrage.

DDP. Berlin, 11. Dezember.

LautBerliner Tageblatt" dürfte heute oder spätestens morgen die deutsche Regierung 'eine Note nach Paris senden, in der vermutlich auch die Bereitwilligkeit ausgesprochen wer­den wird, eine Kommission zu delegie­ren, falls der Oberste Rat zur Besprechung über die Hafenmaterialftage vor der Ratifikation bereit sei. Es ist aber zweifelhaft geworden, ob Sena­tor Dr. Petersen, der Vorsitzende der Demokra­tischen Fraktion, sich dieser Kommission an­schließen wird.

Grenzschutz.

- -- Berlin, 11. Dezember. (Telegramm.)

Der Oberpräfident non Ostpreußen be­nachrichtigte den Oberbürgermeister von Tilsit, daß der bereits eingetroffene erste Teil der Eisemen Division zur Verteidigung der Grenze nach Memel abgedreht sei. Der Ober­präsident erwartet, daß die stark nerringerten Truppen von der Bevölkerung gut ausgenommen werden.

Zurückziehung Der Amerikaner.

DDP. Berlin, 11. Dezbr.

Die Amerikaner ziehen sich anscheinend aus ganz Europa zurück. Das Neue Achtuhr-Abendblatt meldet, daß General Bankholtz, der Vertreter Amerika» in Budapest seine Abberufung in Händen habe. Auch die Wiener amerikanische Mission wird Eurova ver- laffen. Auch die Tclegroi densiationen werden aufge­löst und die 75 amerikanische Telegraphisten, die in Europa vertcik waren, tret* in der nächsten Zeit die Heimreise an. Die WohltätigkeitSeimichtungen Ameri­ka» bleiben dagegen bestehe».

Zwist in Der Schulpolitik.

WB. Berlin, 10. Dezember.

Im verstärkten UnterrichtsauSschuß der preußische« LandeSversammlung wurde gestern die Frage der Schulvorstände besprochen. EinZenttumSredner führte aus, wenn die Mehrheit deS Ausschußes die Geistlichen davon ausschließen sollte, müsse das Zentrum auf die Konseguenien Hinweisen, die ein solches Verhalten der Mehrheitspatteien Hervorrufen würde. Eine derartige Haltung müßte die Auf­lösung der Regierungsmehrheit im Ge­folge haben. Der Redner der verschiedenen Parteien erklärten hierauf daß sie zunächst diese Frage in ihren Fraktionen zur Sprache bringen müßten. Desgleichen gab der Vertreter der Staatsregierung die Erklärung ab, daß auch diese zu der veränderten Lag« Stellung nehmen müsse.

Berlin, 11. Dezbr.

Zum Zwist in der Schulpolitik will e» der Deutschen Allgemeinen Zeitung" politisch unzweck­mäßig erscheinen, derartige Differenzen allzu ttagisch zu nehmen und dann denen in die Hände zu arbeiten, die an Krisen ein I «t e r e s s e haben. Die Germania" bemerkt, niemand werde bestreiten können, daß das Zentrum im Reich, wie in Preußen außerordentlich viel Entgegenkommen bewiesen habe. ES habe in Preußen auf die geistliche Schul» aufsicht verzichten müssen, im Reiche die Simultan- schule als die Regel für die Heranbildung der deutsche« Jugend annehmen und sich damit begnügen müssen, daß die Konfessionsschule auf Verlangen der Erziehungs­berechtigten beibehalten werde. Das bischen Einfluß aber, das man der Kirche in der Erziehung der Jugend bisher noch gelassen habe, könne, unmöglich auch noch preiSgegeben werden. ES ist nicht angängig, daS zwei Parteien der Regierungsmehrhett die dritte, das Zentrum, fortwährend überstimmen, also gleichsam vergewaltigen, ganz besonders nicht in Dingen, die unsere höchsten Ideale betreffen. Daß unsere Freunde im Landtage sich dagegen energisch zur Wehr gefegt haben, ist nicht nur ihr gutes Recht, sondern auch ihre ernste Pflicht. Wir zweifeln keinen Augenblick daran, daß die gesamten Zentnrniswähler diesen Schritt e.r- hellig gutheißen werden, weil wir missen, daß man allüberall im Lande nichts mit größerer Besorgnis verfolgt hat, als die Entwickelung der Dinze auf dem Gebiete der Kirche und Schule.

- -- Berlin, 11. Dezember. (Telegramm.)

Wie derBerl. Lokalanzeiger" schreibt, glaubt man in parlamentarischen Kreisen, daß es wegen bitter Frage zu einer Krise der Mehrheit kommt. Stach der Rückkehr des Ministerpräsidenten Hirsch hofft man eine Grundlage für eine Einigung zu gewinnen, auf der sich die drei Mehrheitsparteien finden.

Anfrage der Deutschen Dolkspartei.

DDP. Berlin, 11. Dezember.

In der Nattonalversammlung ist seitens Abgeordneten der Deutschen Volkspattei eine Anfrage gestellt worden, was die «Regierung zu tun gedenke, um die sofortige Freilassung der ihrer Freiheit beraubten Offiziere und Mann­schaften der Scapa Flow-Flotte durchzufetzen.

Mehr Kohlen für Die Zralè-Jnönflrie.

- -- Hannnover, 11. Dezember.

In Hannover tagte eine Konferenz bet ArbeiterausschLsfe sämtlicher Kaliwerke der Provinz. In einer einstimmig angenommenen Entschließung wurde die «Regierung dringend ersucht, der Kali-Industrie mehr Kohlen zu be­sorgen und mehr Eisenbahnwagen zu stellen.

Die flenerliche Bslaskung Der Zerrungen.

Berlin, 10. Dezbr.

Die Vereinigung der großstädtischen ZeitungSver- verleger beschäftigte sich in einer außerordentlichen Vollversammlung mit den Anträgen Stock und Ge­nossen und Dr. Spahn und Genossen, die eine nnge« fieure Mehrbelastung der Anzeigenteile herbeiführen wollen, eine Belastung, die weit über die allgemeinen Sätze der Umsatzsteuer hinauSgeht. Die Versammmng war einstimmig der Ansicht, daß diese Anträge un­möglich Gesetz werden können, andernfalls müßten der gesamte RedaktionSapparat sowie bet Nachrichtendienst dcrZeitnngen anfS äußerst« eingeschränkt werden.

AumSnien und Die internationalen Verträge.

DDP. Parrs, 11. Dezember.

General Coanda, der Vorsitzende der rumänischen Abordnung, hat die verschiedenen internationalen Verträge unterzeichnet. Er hat den Vertrag von St. Germain mit Oesterreich und den von Neuilly mit Bulgarien unter­zeichnet. Ebenso hat General Coanda dev Vertrag unterschrieben, der das Recht bei nationalen Minderheiten auf rumänischem Ge­biet sicher stellt. Diese Bestimmungen sind allerdings vorher abgeändert worden.