General-Anzeiger
1919
MsÄKg derl 8. Dezember
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WB. Berlin, 6. Dezember.
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1 Verantwortlich: für politischen und aueemeintn s Teil G. Schrecker -für lokalen und provinziellen • Teil sowie Sport W. Moritz; für Anzeigen und AmMches Organ für SlaN- md Landkreis Sana« | .Walsenhausbuchdruckerei Sanas
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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage
Eme Rede Ns Reichskanzlers. Ueber die Richtlinien der inneren und äußeren Politik.
Leweise gegen Clemenesa«.
Aus Wien wird berichtet, daß dort soeben <itt sehr bedeutsame Konferenz der in Wien befindlichen Entsntevertreter mit dem deutsch- Meichischm Kabinett stattgefunden hat. Wie Ws am Bett einer hoffnungslos Kranken laben die Herren Rat gehalten, und das Er- âis des Konsiliums entspricht der Schwere Falles. Dank den Geburtshelferkünsten ft. Eisenbarts, alias Clemenceau, war der junge deutsch-österreichische Staat von vornherein gi einem langsamen, aber unaufhaltsamen Kechtum Derbammt Wie man hört, hat die Seratung in Wien denn auch ergeben, daß es Mach eine Unmöglichkeit darstellt, dieRecrierungs- geMste unter den jetzigen Verhältnissen auch nur mit der geringsten Aussicht auf Erfolg fort- Men. Die Krise ist in ungehemmtem Fort- K, und der staatspolitische Zusammenbruch ublif Deutsch-Oesterreich ist, wenn man in Pans nicht zu wirklich radikalen Mitteln greift, schon binnen kürzester Frist zu befürchten. Ls ist aber leider nicht anzunehmen, daß man sich in Paris zu irgendwelchen durchgreifenden Ent- Wssen aufrafft. Im Gegenteil ist von vornherein anzunehmen gewesen, daß die zugesagte Ünterstützung des schwachen Staatswesens nur «lfdemPapierstehen würde. Deutscherseits hatman den Tang der Entwickelung vorausgesehen. Die Lmährung Deutsch-Oesterreichs hätte schon längst znrvollständigen Katastrophe geführt, wenn, wenn nicht wir jetzt in bundesbrüderlichew Hilfsbereitschaft uns das Brot für eine Beihilfe vom Munde absparten. Kohlen bekommt Deutsch- Oesterreich gleichfalls nur von uns, während die Polen und Tschechen so gut wie nichts lie- sem. Auch das war zu erwarten, denn die V Stimmn« ge^eu Oesterreich MWM . Iss M die in der Tschecho-Slowakei ist offenkundig^' Das sind die Folgen der Politik Clemencsaus, der das Deutschtum in Europa zu zerstückeln suchte, um für Frankreich Sichenrngen zu schaffen, der einen deutsch - österreichischen 6-Millionen- Ltaat schuf, besten Hauptstadt allein 2 Millionen Einwohner zählt und aus dem Lande einfach nicht zu ernähren ist, der 5 Millionen Deutsche von Deutsch-Oesterreich abtrennte, und der Fremdherrschaft überantwortete, und der dieses lebensunfähige Staatsgebilde noch mit feindseligen Nachbarn umgab und abschloß. Dieser Mng um die Grenzen Deutsch-Oesterreichs droht letzt zur würgenden Schlinge zu werden. Aber wenn wir sagen, daß das alles zu erwarten lvar, so ist der Trost für unsere deutsch-öster- reichischen Mitbrüder nur gering, denn den ■ schaden einer Politik der Kurzsichtigkeit und des Haffes trägt ja nicht Herr Clemenceau/ sondem den tragen sie.
Die Kallung her deutschen Regierung.
DDP. Berlin, 8. Dezbr.
. In bet „Deutschen Allgemeinen Zeitung" Md über die deutsche auswärtige Polink von einem Diplomaten u. a. geschrieben: Die deutsche Regierung scheint, wenn nicht alles in ihrer heutigen Zusammensetzung entschlossen zu sein, weder die 400 000 Tonnen ouszuliesern, noch die militärische Schlußklausel M sanktionieren. Wenn alle Macht auf der anderen Seite ist, und das Recht auf der unsrigen ^lchts nützt, muß es also andere Gründe haben, U'n zu dieser abweisenden Stellungnahme zu wmmen. Der Minister des Aeußeren müßte ^aggejagt werden, der das Schlußprotokoll, wie heute vorliegt, zur Unterschrift empfiehlt.
Mißerfolg dänischer Agilation.
= Berlin, 8. Dczbr. (Telcgr.).
„ Dänische Agitatoren hatten auf der Insel Föhr ^rmmmlutzgen embrrusen, in denen gegen ihre Absicht Mdgcbnngen für das Deutschb leiben der ^nicl erfolgten.
Tagung Nr deutschen Eisenbahn- verbände.
--- Magdeburg, 7. Dezbr.
. Nach dem „Berl. Tagbl." wurde in einer ^Sammlung der deutschen Eisenbahnverbände ^Rjlossen, die Regierung aufzufordern, sich bis 1. Januar 1920 über die Regelung der /ohne zu entscheiden, da man nicht länger war- wolle. Ferner wurde beschlossen, daß sich //Regierung bis zum 15. Dezember entscheiden ob sie die verlangte Wirtschaftsbeihilfe an die Arbeiter und Werkhelfer, die noch nichts Aalten hätten, zahlen wolle. Widrigenfalls Arden sich Alle Riitglieder des Verbandes mit in Betracht kommenden Arbeitern solidarisch l“^*n, auch wenn es zum Aeußersten kommen
Bei dem Empfangsabend des Vereins Berliner Presse im Berliner Rathaus hielt dec Reichskanzler eine hochbedeutsame politische Rede. Er knüpfte an den Grundton des Abends an, indem er mit warmen Worten für ein Berlin der Arbeit eintrat. Mit kurzen Worten zeichnete er die Gründe, aus denen die Mißstimmung gegen Berlin ihre Kräfte zog, nämlich vor allem aus der Tatsache, daß die Reichshauptstadt während des Krieges und auch heute noch der Aus- gangspunkt all der wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen sein mußte, die so tief und unangenehm in das Leben jedes einzelnen einschnitten. Der Reichskanzler lehnte es ab, diesen Zwang heute, wo der wirtschaftlich Schwache ihn noch nicht ent- behren könne, völlig abzubauen. Auch anderen gewaltsamen Mitteln zur Erleichterung der Verhältnisse, insbesondere der von der Landwirtschaft geforderten Erhöhung der Preise auf den Weltmarktpreis, könne er nicht zustimmen. Er schilderte eindringlich die Folgen einer solchen Maßregel, die schließlich zur vollständigen Geldentwertung und damit zum Bankerott führen müssen. Das Heil des ganzen Volkes und damit auch der Landwirtschaft, der er jede Forderung zugesagt habe, liege in der Stärkung der Arbeitslust und des Arbeitswillens der Industriearbeiter, denn für alle gelte als Wahlspruch: Nicht diskutieren, sondern produzieren. Uebergehend zu den Fragen der äußeren Politik, beschäftigte sich der Kanzler ein-
gehend mit den ernsten Entscheidungen der näch-
Verhandlungen über das Schlußprotokoll und vor allem über die neuen, im Friedensvertrag nicht enthaltenen Forderungen würden von uns verzögert oder gar unterbrochen. Lasten Sie mich an die Tatsachen erinnern! Aus ihnen wird die Unrichtigkeit all dieser Behauptungen hervorgehen. Am 24. 11. kehrte einer der zwei zu diesen Verhandlungen Bevollmächtigten, Herr v. Simson, nach Berlin zurück, um neue Instruktionen einzuholen. Das Verharren dec Entente auf den Strafforderungen machte diese Rückreise und eine neue Stellungnahme der Reichsregierung notwendig. Am 25. 11. bereits ergingen die neuen Instruktionen an den in Paris gebliebenen bevollmächtigten Unterhändler, v. Lersner, dec darauf sofort die Besprechungen fortsetzte. Am selben Tag kam die französische Note, in der der Oberste Rat sich mit der Abreise Simsons beschäftigt und Auskunft über die Absichten der deutschen Regierung verlangt. Am 28. 11. empfing Herr v. Lersner auch darüber die eingehendsten Instruktionen, die er am 1. 12. in ausfühc- licher Unterhandlung Dutasta vortrug. Darin war unser Schiedsgerichtsvorschlag an erster Stelle enthalten. Dutasta versprach, uns möglichst bald eine Antwort zukommen zu lasten, damit wir Unterhändlec und Sachverständige zu den dann notwendig werdenden weiteren Verhandlungen entsenden könnten. Die Antwort steht bis heute noch aus, was wahrlich keine Verzögerung von unserer Seite genannt werden kann. Wie sehr uns an der schleunigen Ratifikation und der Errichtung des Prokolls gelegen ist, mögen einige Stellen aus dec Instruktion beweisen, die am 28. 11. nach Paris ging. Darin hieß es: Die ausgesprochenen Zweifel an der aufrichtigen Absicht Deutschlands, die Bestimmungen des Waffenstillstandes und des Friedensvertrages zu erfüllen, sind u n b e g r ü n- d e t. Die deutsche Regierung verwahrt sich gegen den Vorwurf, für die Verzögerung des Inkrafttretens des Friedensvertrages verantwortlich zu sein. Bereits am 16. 7. haben wir ratifiziert. Seitdem warteten wir darauf, daß die zur Errichtung des ersten Ratifikations-Protokolls erforderliche Zahl ratifizierender Hauptmächte zusam- menkäme. Der deutsche Vertreter in Paris wac seit langem mit der Vollmacht zur Unterzeichnung des Ratifikatiousprototolls versehen. Erst am 2. 11. wurde uns Kenntnis davon gegeben, daß England, Frankreich und Italien die Ratifikation vollzogen haben. Diese drei Mächte haben aber nicht ihre Bereitwilligkeit erklärt, den Frieden durch Errichtung des Ratifikallcnsprotokolls ohne weiteres in Straft zu setzen, sondern stellten hierfür neue schwere Bedingungen, die in keiner Beziehung zum Friedensvertrag stehen. D i e deutsche Regierung wünscht nach wie v o c die schleunige Herstellung des Friedens Zustandes durch Inkraftsetzung des Versailler Vertrages.
Der Reichskanzler schloß mit einem starken Avvell. auf dreier Grundlage, auf der auch die
übergroße Mehrheit von Volk und Volksvertretung steht, zusammenzubalten in Einigkeit und Recht.
Wüßigung in Form und Inhalt.
DDP. Genf, 8. Dezbr.
Der Korrespondent des „Journal de Genève' berichtet aus Paris, daß die besondere Note über die Verantwortlichkeit der deutsche« R-qieruna für die Versenkung der Flotte in Ecapa-Flow in gewissen Punkten einige Abänderungen an den ursprünglichen Forderungen der Alliierten enthalte. — „Matin* meint: Der Fünkerrat ist der deutschen Regierung weit entgegen gekommen und die deutsche Regierung könne das nunmehr abgeènderte Protokoll ruhig unterzeichnen, ohne etwas von ihrer Autorität zu verlieren. — Die Note wird am kommenden Montag dem Baron von Lersner burA den Präsidenten der FriedenSkon- ferem, Dutasta überreicht werden. — Laut dem Pariser Korrespondent des „Carriere della Sera*, ist die Note des Obersten Rote^ an Deutschland gemäßigt gehalten in Form und Inhalt und man sagt, daß sie keineswegs eine bestimmte Drobung für eine eventuelle Besetzung neuen deutschen Gebietes enthalte. Die angeblich gemäßigtere Haltung des Obersten Rates wird dem Einfluß der amerikanischen Delegation zugeschrieben und namentlich der Tatsache, daß diele zur allgemeinen Überraschung plötzlich von Lansing den dringenden Bklebl erhalten habe, mit allen ihren Mitgliedern am 10. Dezember von Paris abzureisen.
Die DeutschrmlwnaZsWslksMrker
— Berlin, 8. Dezbr. (Telegr.).
In Düsseldorf sprach gestern der Abg. Cardorff in einer starkbesuckten Versammlung der Deutschnationalen Volkspartei. Er sagte u. a.: Wir sind eine neue Partei, verleugnen aber nicht die Vergangenheit der Parteien, aus denen wir hervorgegangen sind. Unsere Grundlagen sind weiter und tiefer
im Volke. verankert, als die Grundlagen der beiden
auchte verschiedentlich
^ r«t 4 2 ns» in vVHc.vriuuicu, uiv Ulc wmmHU'^n
m Konservativen Parteien cs gewesen sind.
Behauptung auf, die §nrüber müssen wir uns im Klaren sein.
Vieles ist,
’èr müssen wir uns im Klaren sein, für immer
dahin und kann nicht iniebertebren. Nicht jedem in unserem Kresse fällt es leicht, sich hiermit abmfinden, aber wer überhaupt auf feine Zeit und die Gestaltung der politischen Verhältnisse Einfluß haben will, der muß den Mut haben, die Dinge zu sehen, wie sie sind.
Ein.Kttfswerk in ArnerLka.
WB. Berlin, 7. Dezbr.
Ueber das Hilfswerk unserer Freunde und Stammesverwandten in Amerika wird berichtet: Dw erste größere Sendung auf dem Dampfer „Bireleai' war, wie viele andere, an den Re-chSpräfideuten Ebert gerichtet, weil in den Vereinigten Staaten die Befürchtung regierungsseitiger Eingriffe bei Liebesgaben bestand und da'der Reichrpräsidcnk in den Wirren der letzten zwölf Monat» in Amerika sich eines stets wachsenden Vertrauens erfreut bat. Die Schwierigkeiten in Deutschland bei Liebesgabciuendungen waren aber durchaus auf die Erledigung privater LiebeSgabcu- 'kndungen beschränkt. Schon feit Mitte August hat für die hier zur allgemeinen Verteilung bestimmten Sendungen das deutsche Rote Kreuz alle Vorkehrungen für eine den Wünschen der Geber entsprechende Ver- t ilung getroffen. Zwischen dem 15. August und 15. November haben zur Verteilung vorgele ien: etwa 100 030 Münd Mehl, 100 000 Pfund Sveck, über eine Million Dose« Milch, Teigwarcn, Reis, Seife, Schokolade u. f. W. dann Kleidungsstücke aller Art in einem Gesamtwerte von weit über 10 Millionen Mark. Folgend» Dampfer haben diese Waren bisher herüber gebracht: „Algerie", „Berlin", „Birelcaf", „Hankow- Alaru", „Jason", „Mar Rojo", „Keresan", „Kerwood', „Kerlew", „Natenua", „Schodack" und „Zaca". Inzwischen hat die Reichsregierung den Wunsch unserer AuslandSfreunde und Verwandten zu helfen dadurch weitgehend anerkannt, daß Leüensmittclsendungen zur Verteilung an Bcdür tige Einfuhr- und zollfrei sind. Die Liebesgaben sind bisher nach forgiäUtiger Feststellung der Bedürfnisses in diejenigen Teile Deutschlands gesandt worden, wo die Not am größte« ;|"t. Oberschlesten, Ruhrgebiet, Sächsisches Erzgebirge, Thüringen, Großstädte und Industriezentren mit starker Säuglingssterblichkeit.
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Erkundung der deutschen Bedürfnisse
--- Berlin, 8. Dezember. (Telegrcmnn.)
In diesen Tagen trifft eine Reih« foon führenden Persönlichkeiten aus dem Kirchenleben Amerikas ein. Die Herren, zu denen der Bischof Burt und der Bischof Nülsen aus Zürich gehören, bilden einen Spezialausschuß, der von der Eeneralmisfion der Methodisten Kirche für Nothilfe und Wiederaufbau beauftragt ist, die deutschen Bedürfniste zu erkunden.
Emigkett rechts und links.
«- Berlin, 8. Dezember. (Telegramm.)
In der „Deutschen Allgemeinen 3eitung* wird von einem Diplomaten geschrieben: Die einzige Stimme in Deutschland, die beut sofortigen Nachgeben der Entente gegenüber das Wort redet ist gottseidank das Blatt der unabhängigen Sozialdemokratie. Sonst besteht eine Einigkeit von Rechts nach Links im Gegensatz zu der scharfen Trennung bei der Unterzeichnung des Friedensvertrages.
BeamtenverfammlKngen.
--- Berlin, 8. Dezember. (Telegramm.)
Vierzehn von der fozialdemokratifchen Partei einberufene Beamtenverfammlungen in Groß Berlin nahmen gegen die Reaktion Stellung und forderten den demokratischen Ausbau der Verwaltung, Einsetzung der Veamtenräte und wollenMitbesttmmungsrechtfürdieBeamtenschaft.
Dank für werktSlige Bruderhilse.
~ WB. Berlin, 7. Dezbr.
Etaaiskanzler Renner richtete an den Reichs- wirtichaftsminiftcr Schmidt ein Schreiben, in dem er ihm und seinen Mitarbeitern für die Hilfe dankt, die Deutschland Oeiierreich habe zuteil werden lassen, Das österreichische Volk und die österreichische Regierung würden nie das LiebeSwerk bei teueren Mutter» volles vergessen. Sie sprechen dem deutschen Volle, daS in seiner eigenen wirtschaftlichen Not doch dem österreichischen Volke in werktätiger Bruderliebe geholfen hätte, ihren tiefempfunbenen Dank anl.
FaMenhayns Denkwürdigkeiten.
DDP. Haag, 6. Dezbr.
Bei Hutochinson in London ist die englisch« Ausgabe der Denkwürdigkeiten des Generals von Falken- Kayil erschienen. Ebenso, wie das Herm Kautsky passiert ist, findet Falkcabayns Verleger eS praktischer, feine Mitteilungen zuerst im feindlichen Ausland zur 'Beurteilung vorzulcgen. Der „Manchester Guardian' bringt eine sehr freundliche Besprechung der Denk. Würdigkeiten Falkenbains, auS der die Grundzüge bei Inhaltes zu entnehmen find. Seine Entlassung sei na£ dem Buch unverdient gewesen. Hindenburg einerseits und Bethmann andererseits, der Rußland icrschmettern wollte, um mit England Frieden zu schließen, hätten ihn gestürzt. Falkenhayn spricht von sich in der dritten Perlon, ist selten polemisch und gibt vorzugsweise seine sachlichen Srwägirngen als Gencraliadschef wieder. Nur gegen die Revolution hat er sehr scharfe Worte. Im übrigen meint er, daß Selbsivergötterung und Lügen Deutschland in den tiefsten Grund stießen. Immer wieder spricht er als Leitmotiv von fehler Furcht: Teutsch« land könne sich überanstrengen. Er sah in England die entscheidende Gegenmacht. Er glaubte nie, daß man den Westen im Osten besiegen könnte und lehnte auch Sie Bitten und Beschwörungen Oesterreich« ab, gegen Italien zu fechten. Falkenkayn hatte seinerseits die Anschauung, daß ein Zerschmetterung-sieg überhaupt nicht möglich sei. Stur von einem sofort begonnenen erfolgreichen uneingeschränkten 11 • Boot • Krieg hatte Falkenhayn einen durchschlagenden Erfolg erwartet. Falken Hayn läßt durchblicken, daß er Ludendorffs Durchbruchsversuch 1918 mißbilligte. Man hätte ba« mit vielmehr, als man bei einer so ungewissen Aussicht durfte, gewagt.
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