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«-i.rSckunssaebü-rrDieZgesv.Kolonelzeileod.

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B^Aj NW Ä»^ ^MSeck-Kouto Nr. 28659. Frankfurt a. M.

Amtliches Organ fit Sladl- und Landkreis Lam«

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Rotatiousdruckd.WalsenbausLuchdruckerei Ham»

Sr. 272

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Freitag den 21. November

1919

Die Lage unserer Ernährung.

Eine Denkschrift des Reichsausschuffes der derttfche» Landwirtschaft.

Der ReichsauSschtch der deutschen Lanbw'irt- I «ast weist in einer an die Reich,sregierung ge- lâten Denkschrift auf den Ernst unserer tL:!lährn«SS la ge hin und erhebt eine I z^He von Forderungen, von deren Erfüllung es lÄft obder drohende völlige Zusammerv- ; bwch noch aèhaüen werden soll/ Im Gegen- l ich zum ReichSwirtschaftSnünistâm, das unsere Kz-lksoraHrung nkcht für gefährdet halte, fei da- ^mf hinzuweiftn, daß nicht nur die Mittel zur ! Aufrechtechâns der bisherigen Zwangswirt- Mast völlig versagen, sondern daß nach fast fünf- i Maer ZwanMvtrtschast die Landwirtschaft in

tat Grundfesten erschüttert u-ad in ihrer Lei- ; M^fâhigieit beeinträchtigt sei. Statt von dem -schütten Bedarf bet Bevölkerung auszugehen, IM wieder mehr der Frage der Erhaltung und gteigenttig der Srzeuyungskrast der Landwtct- ! Mst Anfmrrkstmckett geschenkt werden. Nur ein schleuniger Aufbau der zerstörten B Triebs grund- KiM könne in den nächsten Jahren eine einiger- mchen auSreicherrde Sicherstellung der Ernährung herbei führen. Den Darlegungen im einzeln en sei stlgendes entnommen:

Die Brotge4rekd eerz eug uv g reicht Maus zur Bedarfsdeckung während des ganzen Jahres. Noch der offiziellen Ernteschätzung fch' len gegenüber dem von der Reichs getreidestâ mchuete» Bedarf mchezu 2% Millionen Tonnen.

Wenn auch die Angaben der Ernteerhebung zwei- stbüs biefés Mal noch weniger zutreffend seien â früher, so doch sicher auch die Schätzung der Keichsgetreidestelle, die immer noch einen Fehl-. Hchag von mehreren hunderttausend Tonnen er- M. Dir Annahme eines Durchschnittserdrages M acht Zentn«» auf den Morgen sei zweifellos z» hoch gegriffen, der Fehlbetrag werde, auch

Denn man die ErnteflächenerhebuM als zu vie- bch anfche, nicht ausgeglichen. Dazu komm«, daß infolge verspäteter Ernte und der schwankenden Politik der Regierung in bet Frage der Brotge-

beidebewirtfchaftuug die vechtzetttge Erfassung erschwert worden sei. Die ReichSgetrei bestelle habe M Zeit so geringe Bestände, daß angesichts der TransparLMviert^etten die Möglichkeit der ilufrrchtechaktung einer geordnetenBrotverso-rgung den Winter hindurch nicht vorhanden sei. Nach Ablauf der Frühdruschpränrie sei völliges Stocken ^ Getreidelieforuntz zu erwarten. Z wangs maß­regeln könnte» daran nichts ändern. Bei der voll- Mndigen Untergrabung der Staatsautorität ser freiwillige Mithilfe der Landwirtschaft unent­behrlich. ~ ------ -

, fliege es mtt der Kart off el- ^«rsorgung, für die erhebliche Verspätung s '»er Ernte, sowie Ueberschätzung des Ertrages Iliichstülz in Frage komme. Die F l e i s ch v er- 6 r g tt n g sei bereits vollständig zusammenge- »i'rochen. Der Nichtanlieferung von Vieh stehe Stüber, daß Fleisch r^ne Marken überall zu baden ist. Im Zusammenhang damit stehe die Unmöglichkeit auch nur einigermaßen in Betracht ^"sE^der Versorgung der Bevölkerung mit Fett nb Milch. Die Fettversorgung ist im wesemt- Xj® von der Einfuhr vegetabilischer Fette und ^le abhängig. Die Eingabe kommt daher zu dem Wbntd, daß die öffentliche Bewirtschaftung Einhaltung des vorangestellten Grund- (Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit) M nur noch auf Brotgetreide und, sofern dies . ^ ^ucksichi auf die Kinder und Kranken nicht ettneibbar ist, auf die Sicherung der M i l ch und , von der Milchbewirtschaftung nicht- zu inr^L en Molkereierzeugnisse erstrecke. Daraus Mann* ^"^^^ diè nachstehenden Einzel- Aufhebung der «,,?'lchbewirtschaftung, zumal sie so .^5 aufgehört hat. Eine volkswirtschaftlich Merlrge Schwächung der Viehbestände werde Freigabe des Viehhandels nicht bringen.

r L", E r z 'l ch t auf die Zuckerbewirt- w aff u n g im nächsten Erntejahr; andernfalls rt/in weiterer erheblicher Rückgang des Zuckor- »MttBaues mit Sicherheit zu erwarten.

U o . 6er Ernte an Brotgetreide ist -Ldwirffchaft für die eigene Ernährung und als ^Erkung ihrer Wirtschaft ein größerer Teil ?M^n..e ^ belassen. Die Eingabe empfiehlt, um dkn ."^^ gegen die Ablieferung zu überwin- üut'^^" Prämiensystem, um so auch in bezug lri',/,e^ro^en Preisunterschiede gegenüber dem D.s,^benen Hafer, und den vielfach höheren Bi-i m?^breisen einen Ausgleich herbeizuführen. As>?"?^^^^ll von 7080 Prozent des nach b §A ^ Eigenbedarfs sich ergebenden Liefe- -mgssostz ,Eden 100 Mark, für jede Tonne Ab- gJ. '^ Zuschlag vorgeschlagen, bei 8090 Pro k.^ 180 Mark, 90100 Prozent 250 Mark und 100 Prozent 300 Mark für d'w Tâe

der gesamten Ablieferungen. Dutch solchen An­reiz werde auch das staâ Abströmen des hei­mischen Getreides über Ke Grenze verhindert werden.

4. Aushebung der Bewirtschaftung der Gerste für den nach Ablirferung etwa eines Drittels bet Ernte verbleibenden SReft. Der Landwirt brauche sie zum Wiederaufbau des V'iehstandes und insbesondere der Schweins- Haltung.

5. Für die Bewirtschaftung der Kartof­feln gelte, abgesehen von den ungenügenden Preisen, gleichfalls der Grundsatz der notwen­digen Berücksichtigung der Bettiebsbedürfniffe.

Die Denkschrift schließt: ^Wenn diesen' For­derungen entsprochen wird, find die unterzeich­neten landwirtschaftlichen Körperschaften bereit, die entsprechenden Maßregeln der Regierung durch Aufllärung zu unterstützen und auf rasche und vollständige Erfüllung der Lieferungsver­st flicht'âgen durch die Landwirte hinzuwirken. Auch sind die landwirtschristlichen Genossen» schaftsverbände bereit, in den Gegenden, wo sie den genügenden genossenschaftlichen Unterbau haben, den Ankaus des Getreides an Stelle oder in Gemeinschaften mit den Kommunalverbänden vorzunehmen, da sie überzeugt sind, durch ihre Mitwirkung die Erfassung des Getteides wesent­lich unterstützen zu können.

*

Stimmen der Presse.

= Berlin, 21. Nov. (Tel.)

Zu den neuen Forderpngen der Landwirt­schaft, die der Reichsausschuß der Landwirtschaft aufgestellt hat, sagt das »Berliner Tageblatt": Diese Sorgen darf man nicht mit einer Hand­bewegung auf die ergänzende Einfuhr aus dem Auslande hiaabtnn. Die Städter und die Rs-

zu arbeiten. Sie dürfen auch auf landwirtschaft­liche Weise ben Willen erwarten, Wege zu gehen, welche die städtische Versorgung nicht in den Sumpf führen. Der »Vossifchen Zeitung" zu­folge, ist die Kundgebung des Reichsausschusies dem ReichswirtschaftsTnin'isterium in dem Augen­blick zugegangen, in dem man dort bereits die behandelnden Fragen einer Lösung näher brachte. Schon in Kürze dürfte eine Sitzung ftattf-.nden, in der eine Aenderung der bisherigen Zwangs­wirtschaft festgesetzt werden wird. Gefahren für die Brotversorgung bestehen nach der an maß­gebender Stelle herrschenden Auffassung im Augenblick nichts Die Reichsgetteidestelle ist be­reits jetzt soweit eingedeckt, daß die Brotver­sorg ung bis MitteFebruar gesichert ist. Sachverständige nehmen an, daß auch eine weitere Sicherung bestimmt zu erw ar - t e n ist, umsomehr als die Ernte weit besser aus­gefallen ist, als im vorigen Jahre. Der »Vor­wärts" sieht in der Kundgebung des Reichsaus­schusses eine agrarische Kampfansage. Solange Mangelwirtschaft bestehe, könne eine Freigabe der Lebensmittelbewirtschaftung nur aus Kosten der­jenigen Verbraucher erfolgen, die nicht das Glück hätten, selbst Landwirtschaft zu betreiben.

Die deutschen Kriegsgefangenen.

DDP. Berlin, 20. Nov.

Ueber das Los der deutschen Gefangenen wird demBerliner Lokal-Anzeiger" von maß- gebendac Seite mitgeteilt: In Frankreich befin­den sich noch rund 5000 Offiziere und 425 000 Mann. Die Aussicht auf Rückbeförderung er­scheint durch den Ausfall der Wahlen keinesfalls begünstigt. In Sibirien haben wir rund 18 000 Kriegs- und Zivilgefangene. Der Fünferrat arbeitet angeblich an einem Plan zur Evaluie­rung Sibiriens. Deuffcherseits sind die Herren Gerber und Dr. Rösler von Christiania mit 'einer größeren Summe Geldes und dem Auftrag, Schiffe zu chartern, nach Rußland abgereist. Außerdem sind die Herren Fischer und Dr. Keller mit dem amerikanischen Staâtsdepartement und Roten Kreuz in Verbindung getreten und haben nunmehr von der deutschen Regierung gleichfalls den Auftrag zu Charterungen erhalten.

Prvzetz Erzberger.

--- Berlin, 20. November.

DieB. Z." bettchtet über den Prozeß Erz­berger gegen den verantwortlichen Redakteur der Deutschen Zeitung" Dr. Bülck, der den Minister in einem Artikel der Lüge geziehen hatte, weil dieser erklärt haben sollte, die Million Goldmar^ zur Buße für den getöteten französischen Sergeantei: Mannheim, sei der Regierung von private: Seite zur Verfügung gestellt worden. Der An­geklagte erklärte, er habe sich insofern geirrt, als diese Nachncht nicht von Erzberger, sondern aus bist Pressekonferenz und zwar von einem

Vertreter des Auswärttgen Amtes stamme. Erz­berger sagte aus, er sei während des betreffenden Zeitraums nicht in Berlin, sondern auf Urlaub gewesen. Der Angeklagte ließ eine-entsprechende Erklärung abgeben, doch hielt der Staatsanwatt eine Bestrafung für nötig. Das Urteil liegt noch nicht vor.

Kinbenburgs Abreise.

WB. 33erlitt, 20. Nov.

Geueralfeldmacschall v. Hindenburg ist heute vormittag vom Bahnhof Zoologischsr Garten ab­gefahren. Der Bahnhof war von der Sicherheits­wehr abgesperrt worden. Am Bahnhof nahm eine Kompagnie Reichswehr mit Musik Aufstellung. Dec Feldmarschall schritt die Front ab und be­grüßt« die erschienenen Offiziere. Vom Publi­kum wurde er mit lebhaften Zurusen empfangen.

DDP. Braunschweig, 20. Nov.

Generalfeldmarschall v. Hindenburg traf gestern nachmittag 5 Uhr auf der Reise fron Ber­lin nach Hannover auf dem hiesigen Bahnhof ein. Er wurde von einer großen Menschenmenge^ stürmisch mit Hochrufen begrüßt. Durch die Ova­tionen verlängerte sich der Aufenthalt Hinden­burgs auf dem Bahnhof. Um 10 Uhr fuhr dec Generalfeldmarschall weiter.

Dex VersaMer FrZeöeNSVSrtrag.

WB. Paris, 20. Novbr.

Im Obersten Rat wurde heute die Ansicht zum Ausdruck gebracht, daß es wünschmswert erscheine, den Versailler FriedenSvertrag am 1. Dezember in Kraft treten zu lassen. ,

WiSssR uns Zer FrisöerrsVeâag.

DDP. Berlin, 20. November.

Nach den hier eingetroffenen Kabeldepeschen

daß der Fttedensvertrag ohnedieschwerwiegenden Vorbehalte bet Opposition keine Aussicht au Annahme durch den Senat finden wird, der

Vertrag zurückgezogen. Eine offizielle.Bestätigung liegt noch nicht vor.

Lrnöevttng der ZZungersnvl m Wien.

WB. Wien, 20. Novbr.

Die Verbandlungen mit Deutschland über die be­vorzugte Behandlung der österreichischen Lebensmittel- zâge Oesterreichs auf deren nördlichen Eisenbahnlinien haben «t einem günstigen Ergebnis geführt, sodaß es möglich sein wird, in der nächsten Woche wenigstens die halbe Brottation zur Verteilung zu bringen.

Die Auftssung aller OrZnung.

WB. Berlin, 20. Novbr.

Wie dieDeutsche Allgemeine Zeitung" aus Mitau, das noch immer fest in den Händen der russischen Wcstarmee ist, meldet, greift im Rücken dieser Armee die Auflösung aller Orbnung immer weiter um sich. Agenten der Bolschewisten und Marodeure verbreiten Schrecken und veranlassen die deutsche und lettische Bevölkerung zu überstürzter Flucht nach den deutschen Grenzen, sodaß mit dem Einrreffen von etwa 150 000 Flüchtlingen an der ostpreußischen Grenze zu rechnen ist.

Kleine Nachrichlen.

Staatliche Sichcrpeitswehrcu. Da sich die Einrichtung der staatlichen Sicherheitswehr in Berlin außerordentlich bewâhttc, ist vom Ministerium des Innern eine Aufstellung einer ähnlichen Organisation in den Gebieten Mitteldeutschlands beabsichtigt. Die Aufstellung hat bereits auf dem Truppenübungsplatz Jüterbog, Neuer Lager, begonnen.

Holland unb Belgien. Der holländische Mini­ster des Innern erklärte in der niedirländischeu Zwei­ten Sammer, daß die Niederlande kein militärisches Bündnis mit Belgien schließen wetten.

Prozeß gegen den Mörder Eisners. Aus München wird amtlich gemeldet, daß die Hauptser- Handlung gegen den Grafen Anton von Arco-Valley, welcher Eisnèr erschoß, auf bat ^Dezember unb gegen den Metzger Alois Lindner, der das Attentat im Land­tag verübte auf den 9. Dezember 1919 vor dem Volks­gericht München anberaumt worden ist.

Die Führung der Zentrumsfraktion. Wie derBayerische Kurier" hört, wird an Stelle des ver­storbenen Abg. «röber der Abg. Trimborn die Führ­ung der Zentrumsfraktion übernehmen.

Deutsche Nakionalversammtung.

WB. Berlin, 20. lliovember.

Präsident Fehrenbach (die Abgeordneten und die anwesenden Miinster erheben sich von ihren Sitzen): Die Natronalversamnrlung hat zwei 'chwere Verluste zu beklagen. Der Abg. Haase hat durch seine Stellung in seiner Partei, durch seine Arbeitskraft und sein kollegialisches Ve'« Balten sowie durch die Uneigennützigkeit bei der Vertretung seiner Ideale sich das dauernde An­denken aejichert. Der Aba. Gröber war, eines

der arbeitsfteudigsten Mitglreder des Parlaments, galt als der beste Kenner der Geschäftsordnung, hatte eine führende Stellung in seiner Partei. Sie haben sich zu ehrendem Andenken der beides Heimgegangenen Kollegen von ihren Plätzen er­hoben. Ich stelle dies fest und danke Ihnen. Nach dem Berichte des Ausschusses über die Petitionen für die Bewilligung des Armem echtes werden diese nach kurzer Besprechung erledigt. Der mündliche Bericht des Ausschusses für den Reichshaushalt über die Petttionen zum Reichs- haushaü für 1919 wird ebenfalls erledigt. Hierauf vertagt sich das Haus. Nächste Sitzung Frettag 1 Uhr. Tagesordnung: Anfragen. Wahlprüfungen.

Lokales.

Hanan, 21. November.

Vereinigte Handelskammern Frankfurt a. M.-Kanau.

In dem Bestreben, die gegenwärtig vielfach noch zersplitterten Interessenvertretungen von Handel unb Industrie zu größeren und leistungs­fähigeren Verbänden zusammenzufchließsn, haben die Handelskammern zu Frankfurt (Main) und Hanau eine Verwaltungsgemein. schaft herbeiigeführt, zu welcher der Herr Mi­nister für Handel und Gewerbe soeben seine Ge­nehmigung erteilt hat. Die beiden Kammern wer­den nach wie vor bie Angelegenheiten lokaler Natur für sich erledigen; alle Angelegenheiten jedoch, welche auch für den Bezirk der anderen Kammer oder darüber hinaus allgemein fron Be­deutung sind, unterliegen dec Beschlußfassung der Vereinigten Handelskammern. Letztere be­stehen aus der Handelskammer Frankfurt (Main) Uyd U^ä?iami 15 Mitgliedern der Handels­kammer Hanau, von welchen 10 auf Hanau (Stadt und Land), Gelnhausen und Schlüchtern nub 5 auf Fulda, Hünfeld und GerZfeld ent­fallen. Gegenwärtig sind dies ,bie folgenden:

Albert Deines, Paul Philips, Rudolf Treusch, Julius Derlizheimer, Dipl.-Ing. Otto Bracker, Heinrich Deines, Conrad Fuß, Otto Zimmermann zu Hanau, Ph. Stock zu Geln­hausen, Carl Schäfer zu Schlüchtern, Karl Arnd, Stressor Dux, Kommerzienrat Neitzert, Oskar Schmitt zu Fulda, Lorenz Hauvels zu Tann (Rhön).

Die enge Arbeitsgemeinschaft der beiden Handelskammern kommt noch darin besonders zum Ausdrmk, daß der Vorsitzende der Handels­kammer zu Hanau, Herr Albert Deines, gleichzeitig Vizeprchädent der Vereinigten Han­delskammern geworden ist und daß letztere in Fulda eine'eigene Geschäftsstelle errichten wer­den, um diesen Teil ihres Mrtschaftsgebietes in direkte Verbindung mit Frankfurt-Hanau zu bringen.

* Empfänger postlagernder Pakete treiben mit dieser Art von Postempfang teilweise Miß­brauch. Sie holen die Pakete innerhalb der durch die Postordnung zugelassenen 14tâgigen Lagerfrift bei Nachnahmepaketen ist sie Stägig ab oder lassen sie liegen, je nachdem wie es ihnen paßt. So nutzen sie einen mehr oder weniger großen Teil der Lagerfrfft aus, um nicht einen eigenen Aufbewahrungsraum unter­halten zu brauchen. Es scheinen sich unter diesen Nostabholern auch solche zu befinden, dtt die Postpackkammer als sicheres Versteck für Schmllgglerwaren benutzen. Der Postlagerung liegt in der Hauptsache die Absicht zu Gmnde, ortsabwesenden Personen den Lagerraum bei der Post innerhalb der zulässigen Höchstzeit solange zur Verfügung zu stellen, bis die Post- abholung möglich ist. Um Mißbräuchen zu steuern, werden die Postanstalten vom 1. De­zember ab eine ungebührliche Lagerung nicht mehr gestatten. Wer sich innerhalb der zu­lässigen Lagerftist zur Abholung einfindet, hat fünftig alle für ihn lagernden Sendungen auf einmal in Empfang zu nehmen. Npr bei Nach­nahmepaketen bleibt dem Empfänger die 7tägige Lagerfrift weiter gewahtt. Lehnt er die Em- ifangnahme eines Teiles ab, so wird dieser Teil als verweigert gemäß der Postordnung weiter behandelt. Eine gewisse Nachsicht wer­den die Postanstalten solchen Empfängern gegenüber betätigen, denen die Postlagerung ein notwendiges Mittel für ihren Erwerb ist, z. B. Hausierern, wenn es sich offensichtlich nichi um Schmugglerwaren handelt.

* Zusammenschluß der hessischen Städte. Die hessischen Städte planen zur Wahrung ihrer gemeinsamen Interessen einen engen wirtschaft­lichen Zusammenschluß. Die entsprechenden Schrttte sind bereits eingelettet.