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Donnerstag Den 20. Novemvee
Sette 3
Kter mtwachsenen Burschen vergangen. — Personen, bie Unterröcke oder halbfertige gekurbelte Blusen am flaust haben, tun gut, sich auf der Kriminal-Polizei zu melden, um sich nicht der Verfolgung wegen Hehlerei auszusetzen. _____________ ^Landkreis Kana«.
b. Dörnigheim, 20. Novbr. (Dankgottes- bie'nfL) Am 16. d. Mts. fand in hiesiger Kirche zu Ehren der an3 der Gefangenschaft zurückgekehrten jftieger, zwanzig an der Zahl, ein Dankgottesdienst »ast. DaS Gotteshaus war bis zum letzten Platz besetzt. Herr Pfarrer R ö m h e 1 d gedachte der Zu- kückaekehrten, die sämtlich erschienen waren, in einer überaus herrlichen Rede auf Grund des Textes Johs. 8 36. Verschiedene Gesänge trugen zur Hebung der Feier bei. Die Schüler der 1. und 2. Klasse brachten dreistimmig den Choral „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren" und 110 Sänger, Mit- (fitbrr der Gesangvereine „Eintracht", „Germania" und ^Teutonia", unter Leitung des Herrn Musikdirektors Brodt auS Hanau, den Eher „Dies ist der Tag des Herm" gut zu Gehör. Auf alle Zuhörer machte diese herrliche Feier einen mächtigen Eindruck. — Möge cs den noch in der Gefangenschaft weilenden Krieger Der« gönnt sein, bald in die Heimat zurückzukehren.
h. Roßdorf, 17. Nov. (Vorira g.) In einer gut besuchten öffentlichen Versammlung sprach um Sonntag Herr Parteisekretär Stete selb« Hanau über „Unsere Finanz- und Wirtschafts- forgen' und daran anschließend über „Die deutsche Sparprämien-Anleihe". Redner verstand es in ausgezeichneter Weise, den Hörern ein ungeschminktes Bild unserer überaus traurigen Wirtschaftslage, wie sie aus der Kriegswirtschaft her- borgegangen ist, zu geben. Redner unterzog die Ursache unserer so trostlosen Lage einer sachlichen Prüfung, ausgehend von der Kriegswirtschaft, bie doch nur auf den Sieg eingestellt war. Er verbreitete stch dann des Weiteren über die Schul- denwirtschast und zum Schluß über den Versailler Vertrag, über dessen Grausamkeit man staunen muß und der mit logischer Schärfe den Lebensnerv unseres Vaterlandes getroffen hat. Heute befindet sich das Volk noch im Taumel, aber in einem halben Jahre werben wir es schon verspüren, wie wir systematisch erdrosselt werden sollen. Kann mrd darf aber ein solches Volk, das vor dem Stiege so Tüchtiges auf allen Gebieten vor aller Welt geleistet hat, untergehen? Wir dürfen den Glauben an eine Zukunft nicht verlieren. Auch daS Ausland soll erkennen, daß das deutsche Volk an seine Zukunft glaubt und diese Erkenntnis soll gefördert werden durch die deutsche Sparprämien-Anleihe. Sie soll ein Denkmal dB Vertrauens werden. Die Versammlung gab zu ersannen, daß sie sich ihrer Pflicht auch jetzt m dieser ernsten Zeit bewußt ist.
(§) Windecken, 18. Novbr. (Versammlung.) Gestern abend fand im Gasthaus „zum goldnen Löwen" hier ein Vortrag über „Unsere Finanz- und Wirtschaftssorgen" und „Die Zeich- imng der veurjche« Mm^tom^ halten von Parteisekretär Stete seid-Hanau statt. Der Besuch der Versammlung war, trotz anderweitet Vereinsversammlungen, immer noch als rege zu bezeichnen. Der Vortrag selbst war äußerst interessant und lehrreich. Für die Ausführungen des Herm Stetefeld müssen wir ihm allseitigen Dank entgegenbringen. Am Schlüsse der Versammlung konnte Herr Sparkassenrendant Fuß die freudige Mitteilung machen, daß unsere Windecker auch in dieser vaterländischen Angelegercheit nicht zurückstehen wollten und schon recht viele Zeichnungen statt- gefunden hatten.
Spork-Machrichken.
; Der Karlsruher Kuftballverein Weihnachten in Hanau.
Wie man ux3 mitteilt, wird der Karlsruher Fuß» tauberein am zweiten Weihnachtsfeiertag bei unserer Hanauer Viktoria zu Gaste sein. Gewiß eine Nack- ; welche von der gesamte« hiesigen Sportswelt als ■ ^neulich ausgenommen wird. Wer kennt ihn nicht, hu mehrmaligen süddeutschen und ehem. deutschen Meister, den Pionier unserer deutschen i oußballbewegung 8 Namen wie Ivo Schricker, Walter : ^nfemanx, Fritz Sanier und Zinser x. a. m. tauchen i W alter Erinnerung vor uns auf. Später folgten : Men die aus den Karlsruher Glanztagen bekannten Großen, als da find Max Bräuning, Rudolf Hirsch, I «uch» Förderer, Tscherter u. s. f. Trotzdem der Sneg die Möglichkeit jeder Weiterbildung dem Verein Mm, steht er heute wieder unter der bewährten j Wnmg eines Rudolf Hirsch auf hoher sportlicher [ starte. Dem hiesigen Sportpublikum wird daher ax Weihnachten «in seltener sportlicher Genuß bevorstehen. ^.Mrden zur gegebenen Zeit des näheren auf diese iWrfltdje Veranstaltung zurückkommen.
Hana« 93 r Futzbattspo-tverei« Frankfurt. ; Die 1. Mannschaft von Haxau 93 empfängt 'kom- «endkn Sonntag den 23. d. Mts. auf dem Sport- Mtze.an der „Schönen Aussicht" de» z. Zt. im Nord- matntreis führenden Fußballsportverein. Noch keinem s "^ fit es bis jetzt gelungen, demselben eine Nieder- bcizubringe». Werden es die 93er fertig I Die Mannschaft wird von Sonn- [ 3 SN Sonntag besser. Bei der Schlußrunde wird ! manchem Gegner zu schaffen machen. Sie ; “«M gutem Spielermaterial und besten «ursichten I Berbandsspiele ein, mußte jedoch durch vieles ' »Mache Punkte dem Gegner überlassen. Hoffmt- *#tnmer^ eS ^ ^{fer. Weiteres in der Samstags-
U H. K.°C. 1893 _ 1 Sports»-. Franks. 3 t 8.
I schreibt uns: Wer die letzten Nummern von und Leichtathletik mit Aufmerksamkeit gelesen aff/n m • gesehen haben, daß in mehr oder weniger I und Spielberichten von den augenblick- M mehr fein durchführbaren Spielen btc Rede [ ?° flehen wir am Ende der Meisterschaftsspiele I bem ^M?M6wßer Heftigkeit wird die Jagd nach I M nach den 2 „wertvollen" Punkten fort- I M^' Hier sind es nicht nur die Spieler, die ihrer I mL?;, Nachkommen, sondern das fanatisch werdende ttber,»ua!'. Misten» Vereinsmitglieder, die die Stimme : tzM.n' we Entscheidungen des Schiedsrichter» zum i «Er !^^ Vereins zu verbessern suchen, und das I Garten und Drobungtu, die sportlich denkende
Zuschauer stutzen machen. Den VereinSvorständen und Fußballobleutâr wachsen die bekannten grauen Haare, sie sind selbst nicht im Stande ihren Mitgliedern „Das Betragen auf dem Sportplätze" zu lehren. Ich will hier nicht über und für die Meisterschaftsspiele sprechen, die wir wohl oder übel so lange beibehalten müssen, bis ein großer Geist uns etwas besseren Sport schenkt, der weniger Schattenseiten als das heute eingerissene Benehmen mancher Spieler und Zuschauer zeigt. Ich halte nach wie vor daS Fußballspielen für einen Sport, doch fehlt mir alle» dazu, wenn ich die am vorigen Sonntag stattgefundenen Spiele, ich erinnere an das in Hanau stattgefundene und obiges, zurückdenke. Wo bleiben die Ordnungsleute, die das Publikum beruhigen, und den Schiedsrichter vor solchen Androhungen schützen. So endigte denn auch das Treffen obiger Mannschaften unentschieden zu Ungunsten unserer immer fair spielenden 93er. Unter der Leitung eines Unparteiischen aus Stuttgart, nahm das Spiel nach 3 Uhr seinen Anhang. Der ziemlich hoch liegende Schnee ließ die Spielweise nicht beeinflussen, und gar bald merkte man im Sturme der 93er das entschlossene Handeln. Nur schade, daß das Spiel ausartete seitens der Sportfreunde und daß die Zuschauer den Schiedsrichter voll und ganz durch ihre unschön klingenden Zurufe beeinflussen konnten. Sportfreundes Stürmer versuchen mit einigen kräftigen Schüssen aufzuwarten, die aber teils gehalten, teils ins Aus geben. Bei einem Anstoß kommt der Ball an die rechte Außenecke, wo der junge Krebs sich zu einer Glanzleistung «x= schickt. Das Umspielen der feindlichen zurückgegangenen Stürmer ist ihm eine Kleinigkeit, selbst die Läufer und Verteidiger sind nicht imstande, ihn aufzuhalten, und mit wuchtigem Schlag sendet er aus 16 Meter Entfernung ein. Ein allgemeines Erstaunen seitens der Erschienenen, und weiter geht der Kampf. Bald darauf stellen die Frankfurter durch ihren Halbrechten den Ausgleich her. Feine erneute Durchbrüche Hanaus werden von der ziemlich scharf arbeitenden gegnerischen Verteidigung zu nichte gemacht. Trotzdem gelingt es dem Jnnentrio, durch feine Kombination durch ihren Halbrechten, den 2. Treffer zu erzielen. Das ist den Frankfurtern zu viel, und es beginnt das sogen. Spieler- malträtieren. Die 93er kommen nicht mit, denn dieser Sport ist ihnen fremd, dirrch Angreifen des hiesigen Torwächters gerät dieser in eine sehr peinliche Situation, ein Maffengedränge vor dem Tor, ein Kovfball gegen die Latte u. das Gejohle der Zuschauer gibt dem Schiedsrichter das Zeichen eines Torballes. Wunderbare Entscheidung. Stand 2 ; 2. Die Schärfe hält weiter zu, und 93 hat Arbeit, dieser Erscheinung aus dem Wege zu gehen. Von neuem unternimmt Krebs 2 seinen überaus schnellen Lauf, und auch diesmal trotzt er seinen Gegnern. In umsichtiger Weise diese umspielend, sendet er zum 3. Male aus weiter Entfernung ein. Krebs 2 wird ob dieser für uns erfolgreichen Handlung nun seitens des Publikums in einer Weise belästigt, wie man es beim Fußballspiel wohl noch nie gehört hat. „Schmeißt den Buben vom Platze." „Laßt ihn doch nicht ohne weiteres Tore treten." Der Frankfurter Spielführer sieht sich veranlaßt, diesen unhöflichen
Redensarten entgegenzutreten, aber ohne Erfolg. Bis zur Pause winkt beiden Parteien kein Erfolg mehr. Nach dieser gehts von neuem los, und zwar noch schlimmer wie vorher. Es gibt Verletzte, selbst der,~ ■ ,
Torwächter wird bombardiert. Der Schiedsrichter ist I fand am 16. d. Mts., bot mittags 10 Uhr, im nicht mehr Herr über sich, er muß sehen, wie | großen Saale dec Centralhalle eine Mitglieder- ' vollversammlustg'cher Ortsgruppe Hanau statt, zu der auch Freunde und Bekannte der Mitglieder, sowie zahlreiche Offiziere, Heeresbeamte und
widersprechen. Ermahnungen kann er nicht geben, da diese seitens des Publikums erledigt werden. Durch scharfen Schuß kommt der Ball an die glatt angelegte Hand Zimmermanns im Strafraum, der Zuschauer entscheidet Elfmeter, und der Unparteiische gibt seine Einwilligung. Derselbe wird verwandelt und somit der Ausgleich für Frankfurt geschaffen. Den Schluß bilden noch einige Angriffe, die allerdings vereitelt werden. Kaum ist der Sportruf Hanaus verklungen, als das Publikum erneut Protest einlegt, mit hunderten von Uhren in der Hand umgeben sie den Schiedsrichter, weil nach ihrer Ansicht 5, 6, 12 Minuten zu wenig gespielt worden sind. Des Schiedsrichters Entscheidung „meine Uhr geht richtig" macht diesem Gaudium ein Ende. Ich kann der Hanauer Elf nur ein Lob aussprechen; daß sie sich an den Roheiten nicht beteiligten, ist der Erfolg der Vereinsdisziplin. Die jetzige Mannschaft befindet sich in einer Verfassung, die zu allen Hoff- nnngen berechtigt und wird der Wunsch, recht baldigst Leitsch und Rumps wieder in unseren Reihen zu sehe«, hoffentlich schon Sonntag in Erfüllung gehen. Schmitt und Krebs 2. leisteten Vorzügliches, letzterer geradezu Hervorragendes. Kommenden Sonntag werden wir Gelegenheit haben, diese tüchtige Mannschaft im Wettkampfe gegen Fußballsportverein Frankfurt zu sehen, die mit 7 Spielen und 11 Punkten an der Spitze führt. Der Spielanfang ist auf 27i Uhr festgesetzt. Das Spiel wird eines der interessantesten geben, das bisher ausgetragen worden ist. Zeigen unsere 93er dieselbe Energie wie vergangenen Sonntag, dann werden die Anhänger sicherlich mit unserer Spielweise zufrieden sein. Feines und sehr faires Spiel ist der Erfolg des Ganzen.
Vereine, Versammlungen.
* Der Spekfart-TourMenvereiu feierte am vorigen Sonntag in den Sälen der Ceutralhalle sein Dekorierungsfest, das in den Kriegsjahren in bescheideneren Verhältnissen abgebalten wurde. Unter großer Teilnahme seiner Mitglieder und Freunde entwickelte sich ein reges Leben unter den Anwesenden und es wurden alle Unterhaltungsdarbietungen mit großer Befriedigung und Anerkennung ausgenommen, zumal das Gebotene in recht abwechslungsreicher Zusammenstellung es nicht anders erwarten ließ. Trotzdem die Wanderverhältnisse in den zurückliegenden Jahren unter den weniger günstigen Verkehrverhaltnissen zu leiden hatten, waren es doch 13 Mitglieder, die sich an allen Wanderungen beteiligt hatten, wofür denselben in feierlicher Weise vom 2. Vorsiuenden mit herzlichen Worten die Ehrungen des Vereins entgegengebracht wurden. 1 Mitglied wurde zum erstenmal, 2 zum zweitenmal. 3 zum drittenmal, 2 zum Diertenmal. 2 zum siebtenmal, .1 zum achten- mal, 1 zum elftenmal und 1 zum zwolftenmal geehrt. Dem Verein wurde von selten eines der Ausgezeichneten der Dank ausgesprochen, mit der Ermahnung zu immer regerer Beteiligung bei den ferneren Wanderungen. — Nicht verfehlen dürfen wir noch einer Jugendkapelle lobend zu gedenken, die sich aus Söhnen der Mitglieder zusammenge- stellt und zur Unterhaltung wesentlich beigetragen hatte. Die Anerkennung für die schonen Leistungen der Kapelle erfolgte durch lebhaften Beifall. Ueberhaupt war es eine schöne Feier in der Geschickte des Vereins, die lange rn Erinnerung bleiben wird und mit frohem Wandergruß „arisch auf" adsckloß. _ _ ~ .
* Thcater-Ubteilung M. J.-K. Heute' abend
*/»9 Shr Versammlung.
* Turnverein Keffelstabt (Filstbatt-Abt.) -----, ------- ---------------- ., . . .. ....
Heute abend 7*8 Uhr auuerorbeutlicbe Sviclerstkmra.1 Dieben für etwa 50 000 Mark Silberwaren ui die
* Turngemeinde Hanau. Samstag den 22. d. Mts. abends 8«/, Mr, findet im großen Saale der Turnhalle eine Gedächtnisfeier für die gefallenen und verstorbenen Mitglieder des Vereins statt. Die Gedächtnisrede hat der 1. Vorsitzende des Vereins, Herr Professor Humpf übernommen und außerdem wirkt die Vereinskapelle, Gesangsabteilung sowie eine Anzahl Mitglieder mit. Zutritt haben sämtliche Lereinsangehörige und wird nm vollzähli»en Besuch ersucht.
* Gedächtnisfeier. Der schauerlichste aller Kriege liegt nun seit einem Jahre hinter unS. Schwere Opfer an Menschenleben hat er vom deutschen Volke gefordert. Wohl keine Familie ist von ihm verschont geblieben. Und wenn die Vereine Heerschau abhalten unter ihren Mitgliedern, werden sie große Lücken ent« decken. Auch sie haben viele Opfer zu beklagen. Gerade die Vereinigungen/ die die deutsche Jungmann- schast zu ihren Mitgliedern zählten, haben schwere Verluste durch den Krieg erlitten. So auch die Mar. ZünglingSkongregation hier in Hanau. Achtzehn Mt- alieder haben ihr junges Leben auf dem Altar des Vaterlandes geopfert, sind den Heldentod gestorben. Eine hl. DankeSpilicht und kameradschaftliche Liebe gebieten, das Andenken der gefallenen Helden, die ihr Bestes für die Heimat opferten, in treuem Gedenken zu ehren. Diesem Gebot der Dankbarkeit und. Liebe kommt die Mar. Jünglingskongregation am nächsten Sonntag nach. An diesem Tage veranstaltet sie eine Gedächtnisfeier für ihre gefallenen Helden. Morgens um 7111 Uhr findet in der Kirche ein feierlicher Trauergottesdienst statt, bei dem die Kongreganisten ihrer Kameraden im Gebete gedenken werden. Abends */i8 Uhr wird eine weltliche Gedenkfeier in der Turnhalle, Jahnstraße, abgehalten. Ein reichhaltiges, den ganzen Tag und der Totenfeier entsprechendes, Programm ist vorbereitet. Musik und Deklamationen, wodurch unsere Toten geehrt werden sollen, wechseln angenehm ab. Zu den Gedichtsvorträgen werden entsprechende lebende Bilder gestellt. , Im Mittelpunkt der ganze« Feier steht die Gedächtnisrede auf unsere gefallenen Helden und die Enthüllung einer künstlerisch auSgeführten Heldentafel, die in Erz eingetragen die Namen der Helden unserer Kongegration trägt und eines SammelrahmenS mit den Photographien der Gefallenen. ES wird eine tief ernste aber dvch eine erhabene und schöne Feier werden. Die Angehörigen der Gefallenen, sowie die Eltern aller Kongreganisten und alle Freunde und Gönner der Kongregation sind freundlichst eingeladen. Der Eintritt kostet 2 Mk. Sämtliche Plätze sind numeriert. Karten find zu haben bei Herrn Buchbinder Fr. Völkel, bei den Vorstandsmitgliedern der Kongregation und Herrn Kaplan Fasselabend. F.
* Kirchench»« der Johanneskirche. Die für heute abend ■ angesetzte Hauptprobe des Kirche«chores muß Umstande halber auf nächsten Samstag, abends präzis 8 Uhr, verlegt werden.
* Kirchenchor Kesselstadt Heute abend st,8 Uhr Gesangstunde.
* Radsport-Verrin Hanau 1912, Donnerstag den 20. November abends 77s Uhr, Vorstandssitzung. 87, Uhr Monatsversammlung.
* Reichswirtschaftsverband deutscher derzeitiger und ehemaliger Berufssoldaten. Zur Feier des einjährigen Bestehens dieser Organisation
Vertreter des Bundes deutscher Militäranwärter erschienen waren. Nach einer Begrüßungsansprache durch den 1. Vorsitzenden gab derselbe einen klaren Rückblick über das Werden und Wirken des Verbandes, wies auf die Einigkeit hin, die zwischen den derzeitigen und ehemaligen Berufssoldaten besteht, und erklärte u. a., daß es dieser Einigkeit und dem Pflichtbewußtsein der Berufssoldaten zum großen Teil zu danken sei, daß das deutsche Vaterland aus dem Wirrwarr der Zeit hecausgesührt werde. Der Vortrag schloß mit einem Appell an die Treue zum Volk durch den Schutz der von ihm eingesetzten Regierung. Anschließend hieran ergriffen mehrere Offiziere, ein Heeresbeamter und ein Vertreter des Militäranwärter-Bundes das Wort und erklärten, daß auch ihr Bestreben mit dem der Unteroffiziere einig gehe und daß sie die Jntev- essen der Unteroffiziere nach jeder Richtung hin zu unterstützen bereit seien. Nachdem noch' durch den 1. Kassierer der Ortsgruppe ein allgemeiner Vortrag über den Zweck und das Ziel einer Organisation gegeben wurde, schloß der 1. Vorsitzende die gut verlaufene Versammlung.
* Handwerker, Gewerbetreibende. Wir verweisen auf das Inserat in der heutigen Nummer betr. Verordnung gegen die Kapitalflucht vom 24. 10. 19; es dürste sich empfehlen, regen Gebrauch davon zu machen.
* Verband der weibl. Handels- und Büroangestellten e. B., OrtsgnrpPe Hanau. Die nächste Zusammenkunft findet erst Donnerstag den 27. November statt. Näheres wird noch bekannt gegeben.
Aus Muh uns Fern.
Bad Orb, 18. Nov. Auf der Bad Orber Bahn verkehren feit gestern die Züge wieder wie folgt: Bad Orb ab 4.00 (nur Montags und Werktag» nach Feiertagen), 5.15, 9.40, 4.00, 7.55. Sämtliche Züge haben direkten Anschluß an die auf ber Bebraer Strecke verkehrenden Züge. — Diebstahl. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde dem Landwirt Ludwig Geipel in der Haselstraße ein Schwein im Gewichte von 2 Zentnern gestohlen.
Fulda, 20. Nov. Der Kreistag hat die unentgeltliche Hergabe des Grund und Bodens für den Bau einer Nebenbahn von Fulda über Dipperz nach Poppenhausen mit der Maßgabe beschlossen, daß die betr. Gemeinden hierfür die Kosten zu übernehen haben.
Rotenburg, 18. Novbr. Ein abschreckendes Urteil für gewissenlose Schleichhändler fällte das hiesige Schöffengericht, indem es die Frau Engelhardt Göbel aus Schwarzenhasel wegen Abgabe von Butter im Schleichhandel, unter Ueèerschreitung des Höchstpreises, zu 1000 Mark
Geldstrafe verurteilte.
Frankfurt a. M., 19. Novbr. Bei einem Einbruch in ein Geschäftsbaus der Parkstraße fielen den
Hände; in einem Mam^skturwarengeschäft an bei Zeil wurden in der Nacht zum Montag für 40 00( Mark Stoffe gestohlen. AuS einem Zigarrenkaden de» Kleinen Seestraße stahl man für annähernd 4000 Mk Zigarren.
Halle (@aal<), 19. Nov. DaS gesamte Fcchv personal der Straßenbahn Halle-Merseburg ist wegen Lohnforderungen ausständig. Der Setrief ruht. DaS städtische Gaswerk gibt infolge KM lenmangels von heute ab nur fSr drei ©hinter GaS ab. Am Donnerstag erfchâe» keine Zefl hingen. Das städtische Wektc^ttAswerk arbeite noch voll,
Großwelzheim, 19. Nov. Bei dem Bäck« Himmelsbach dahrer tmwde am SanEtag aben1 gegen 9 Uhr die Erkscscheibe ein geschlagen iinl sämtlicher Zwieback gestohlen, den der Kommunal verband zum Verkäufe auS gelegt hatte.
Pforzheim, 18. Novbr. Ein Raubmord ward gestern abend an der unter Sittenpolizeiaufsicht stehen den, 42 Jahre alten, aus Böhmen stammenden ledig« Franziska Holick verübt. Al» gestern abend geg« 7 Uhr Besucher in die Wohnung treten wollten, fände» sie eine Türe verschlossen und bekamen keine Antwort Man verschaffte sich dann durch einen anderen Zngant Eintritt und fand darauf die Holick in Unterkleidung tot auf einer Chaiselongue liegend. Der Hals war durchschnitten. Da alsbald auch da» Fehlen per schieden» Wertsachen festgrstellt wurde, liegt Raubmorl vor. Unter anderem fehlten Schmucksach««, eine golden. Uhr mit Kette, eine kleine Stahlkassette und 4—504 Mark Papiergeld. Die Täter sind noch nicht feff genommen. Für Ermittlung der Raubmörder find 1000 Mark Belohnung ausgesetzt.
Kunst und Leben.
Euge« Hild ach, seit etwa 16 Jahren MitbSigr« unserer Nachbarstadt Frankfurt, feiert heute seinen 70. Geburtstag. Er, der m früheren Jahren selbst Sieber« und Oratoriensänzer gewesen war und aufgrund einer schönen und trefflich ausgebildeten Daritonstiuime bei Konzertreisen im In- und Auslande reiche Erfolg« erzielt hatte, ist jetzt einer der ersten Gesangslehrer und Stimmbildner, nicht minder ist er dem mufft«' liebenden deutschen Publikum als Komponist zahlrrichrr Lieder bekannt.
Mathilde von «schstrnths so. Geburtstag Die in Cassel lebende Schriftstellerin und Dichteriw Mathilde von Eschstruth, die unter dem Namen M. v. Eschen in weiteren Kreisen rühmlichst bekannt ist, beging am,Dienstag in voller geistiger und körperlicher Frische ihren 80. Geburtstag.
Bon der Landesnniversttät. Im Alter von 69 Jahren hat ein bekannter Marburger Profeffor» der Direktor der historischen Seminar» und Vorsitzender der Prüfungskommission für Archivaspiranten Geh. Reg.-Rat Dr. Freiherr GoSwinvon der Ropp, nach kurzer Krunkhert daS Zeitliche gesegnet. Der Verblichene, der in Golding« in Kurland beheimatet war, studierte in Göttingen. und bestand dort 1811 seine Doktorprüfung. Im Jahre 1875 habilitierte er in Leipzig, wurde 1878 a. o. Professor und ein J«H, später kam er als o. Professor an daS Polytechnikum in Dresden. Von da aus kam er anfangs 89er Jahren an die Universität Gießen, später an die Universität in BreSla« und 1891 hier nach Marburg, Wegen seiner hervorragenden Tätigkeit auf dem Gebiet? der hessischen Geschichte ernannte chn der Hessisch« Geschichtsverein zum Ehrenmitglied und die historische Kommission für Hessen mW Waldeck verliert in chw ihren langjährigen Vorsitzenden.
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