Llurücknngs gebühr: Die8gesp.Kolonelzeileod. bete« Raum 40 Pfg., die 4gesp. Zeile i. Ncklame- W 1.50 Mk., 25Ofo Teuerungszuschl. Offcrtgedübr 25$fa. Bezugspreis: Vierteljährlich 4.20 Mk.. monatl. 1.40 Mk.. für Postbezug vierteljährl. 4.20 Mark„ monatl. 1.40 Mk. Die Nummer 10 Hfg.
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GMerm-Anzeiger
AmMches Organ für Sladl- mS Landkreis Kanan
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W. 263
Wonlag den 10. November
1919
Deutsche Spar-Prämienanleihe 1919
10. bis 26. November
Die Kungerkonferenz.
Wr ersten Deutschen-, die in friedlicher Eigenschaft seit 1914 London wieder besucht haben, ^bèn sich zum Zweck der Teilnahme an der Hun- gâfermz dorthin begeben. Es waren dies Wirr anderem Professor Bown, der Sachverständige im Untersuchn« gsauSschuß, und Eduard Nemstein. Eines freundlichen Empfanges konnte« sich die Deutschen nicht erfreuen; die Hotels veigeoten sich, sie anszunehmen, so daß sie schließlich im Privatquartier Unterkunft, suchen mußten, «ck auch die englischen- Zeitungen widmeten i^tes alles andere als freundliche WMommen- mst. Daß dies einen besonders hochherzigen Sdm der Engländer zuM Ausdruck bringt, kann man nun gerade nicht sagen, aber weil wir den Weltkrieg verloren haben, werden wir uns, ganz gleich, ob wir nun nach England oder in et» , Möwes Land, das uns feindlich gegen üb erge- ,Mdon hat, gehen, uns auf bettet „Begrüßungen* schon gefaßt machen müssen. Wir tun dies ja auch letzten Endes im Sinne des Friedens. Ito so werden sich die Engländer schließlich auch dato« überzeugen müssen, daß es ohne die Deut- schm nun einmal nicht geht, und daß man sich deshalb derartige häßliche Aeußerlichkriten am besten täenft Die Arbeitskonferenz in Washing- d» ü>>d W vtL HmtgerLoirMEz M Lonovu d«-, Versen zur Genüge, daß es zwischen den Völkern, mögen sie mm Freund oder Feind gewesen sein, heute eine Reihe von Angâgenheiten zu ordnen M, die nur international zu ordnen sind. Es vird sich das ganz deutlich zeiMm, denn an die NrbeiiZkonfereuz und die Hungerkonferenz wird fch in absehbarer Zeit, wie wir «nnehmen, wohr- scheiMch auch noch eine Kohlenkonferenz, eine Tumsportkonfecearz und schließlich wohl auch eine internationale Finanzkonferenz anschließen «Wen. Wir denken, uns nach Möglichkeit an ân diesen Konferenzen zu beteiligen, einmal, M zu beweisen, daß wir 'nicht jene Scheusale Mb, für die man uns HM, und zum andern, deil wir im eigenen Interesse an diesen 'inter= Evnalen Regelungen eben Mitarbeiten muffen. So haben die Mtglieder der Hungerkonferenz jcht einen Beschluß angenommen, der die Ansicht ^drückt, daß die wirtschaftlichen Bestimmungen «s Friedensvertrages größtenteils verantwort- uch sind für die Zerrüttung der Produktion und H diese Bestirnmungen daher so schnell wie möglich zu ändern sind. Hauptziel unserer auswärtigen Politik 'ist aber nun die Revision des Friedensvertvages. Diese Aenderung müssen wir Et allen Mitteln zu erreichen suchen, und zu diesen Mitteln gehört auch, daß wir auf den ver- chiedenen Konferenzen an das gewissen der Döl- appellieren und ihneir klar machen, daß bet miedensvertrag von Versailles nicht nur uns, Mdern letzten Endes die ganze Welt ins Vet- «erben bringt.
Der Vorschlag einer inter- nalionalen Anleihe.
== Berlin, 10 Nov. Pribattelegr.) . «er „Berl. Lokalanzeiger* meldet auS Hamburg, ™b der Bankier Max Warburg an die internatio- "alen Wirtschastskoxferens in London einen Bericht yr die Notwendigkeit der Wiederherstellung des deut- !>hen Kredites richtete, in dem er zum Gegenstand einer internationaler Grundlage garantierten Anleihe ^chlâgt, den Völkerbund dahin abzuändern, daß alle Kolker ausgenommen werden und daß schon vorher °"rch eine internationale Anleihe die Schulden, die ^vacht worden sind, und die Ächulden, die noch gemacht reguliert werden. Der Zinsdienst dieser An- ^fr müßte in allen Ländern an erster Stelle vor allen äderen Ausgaben rangieren. X -
Die Kungersnol in Wien.
WB. Paris, 9. Novbr.
. Nach Eintreffen der Nachricht über die V e r schärst vg der Wiener Kohlen- und Hunger- j^aftrophe richtete die österreichische Vertretung '" Paris einen dringenden Appell an die Mächte zu fanden ihrer Vertreter im Wiedergntmachungsansschuß. ^e betreffenden Noten sind an den Präsidenten des Kersten Rates, den Präsidenten des Wiedergut- MchungsansschnsseS, den französischen AtinisterLoucheur Wie die amerikanischen, englischen und italienischen ^rtretcr ergangen. Es wurde nachdrücklich um Hilse Ren die Kälte und das Hunger-elend gebeten und aus schweren Gefahren Wgâiesm,- denen die Lebcns- ?°ßlichkeit eines tüchtigen Volles und der soziale «rredx anSoeietzt sind.
Ei« Rückblick.
Am gestrigen 9. November jährte sich zum ersten Make der Tag, an dem die deutsche Re- pubM ausgerufen wurde. Zwischen dem Damals und heute aber scheint bereits eine Ewigkeit zu liegen, denn wie weit liegt die Geburts stunde in unseren Gedanken bereits zurück! Allzuvieles und Allzuschweres hat das deutsche Volk inzwischen erfahren und erleiden müssen. Der ungeheuerlichste Friede der Weltgeschichte wurde ihm auferlegt, und noch immer steht seine ganze Zukunft auf des Messers Schneide. Tiefgehende Gegensätze innerpolitischer Art trennen das deutsche Volk in verschiedene, einander bitter feindliche Kampflager, sein Wirtschaftsleben wird stets von 'neuem schweren Belastungsproben und Erschütterungen ausgescht, und obwohl es lausendfach gesagt und geschrieben wurde, daß die Rettung allem in intensivster Arbeit aller schaffenden Kräfte bestünde, zeigen die ewigen Streiks, daß die Unlust zur Arbeit noch immer ihre Herrschaft übt.
Die Mehrheit des deutschen Volkes lrird den 9. November sowohl äußerlich als innerlich nicht als einen Feiertag begangen haben, denn wie mit Recht gesagt worden ist, bleibt mit der Geburt der neuen Republik' für alle Zeiten die Stunde ’^««WÄ- AAS gestrigen Taye die verschiedenen politischen Richtungen, Parteien und Volksschichten ein Gemeinsames verbunden hat, dann war es die unabweisbare Bestätigung der Ueberzeugung, daß außer unermüdlichster Arbeit noch ein Zweites vonnöten ifh die Einigkeit all dessen, was sich deutsch nennt, Einigkeit in dem Mllen, den Zusammenbruch nach dem Zusammenbruch zu vermeiden und — den Krieg nach dem Kriege zu bestehen. Denn die Liga unserer Feinde hält nach wie vor fest zusammen in dem verbrecherischen Willen, Deutschlands Mederauforstehung für alle Zeiten unmöglich zu machen. Wir haben dafür dieser Tage erst wieder einen eindringlichen Beweis erhalten in der letzten Note Clemenceaus, in der nette und allem Rechtsgefühl hohnsprechende Forderungen unter der heuchlerischen Behauptung! verborgen werden, daß wir unseren Verpftrchtan- gen aus dem Waffenstillstandsvertrag nicht in vollem Umfange gerecht gemorbettfinb.
Alle Teile des deutschen Volkes müssen sich bewußt werden, daß die Lage des Reiches sich von Tag zu Tag schwärzer darstellt, wenn sie sich nicht aus betn Reiche unfruchtbarer Illusion in den ernsten Alltag nüchterner Pflichterfüllu-'.z zu- rückfinden.
Die Feèern in Berlin.
DDP. Berlin, 10. Novbr.
Die gestrigen Feiern am Jahrestage der Revolution nahmen inr allgemeinen einen ruhigen Verlauf. Unter freiem Himmel sind offenbar keine Versanim- lungen abgehalten worden. Nur an wenigen Stellen der inneren Stadt des Nsrdens und des Ostens zögen größere Gruppen durch die Straßen, lösten sich aber stets auf die Aufforderung der Beamten der Sicherheitswehr auf, ohne daß es zu Ausschreitungen gekommen wäre, so am Nachmittag in der Nähe der Prenzlauer Allee ein Zug von etwa 3000 Personen, der nach der inneren Stadt ziehen wollte, diese Absicht aber bald aufgab. Ein anderer Zug bewegte sich von der Kindelbrauerei nach dem Herrmauusplatz. Bei der Auflösung dieses Zuges wurde ein Führer verhaftet. Etwa 1000 Personen bewegten sich nach Schluß der Versgmnilung im Walhalla - Theater bis zum Friedrichshain, um die vou den Unabhängigen und Lkom- munisten geschmückten Gräber zn besichtigen. Auch dieser Zug löste sich rasch auf.
DDP. Berlin, 10. Novbr.
Anläßlich der Feier des Revolntionstages veranstalteten die Unabhängigen und die Mehrheitssozialisten eine große Anzahl von V e r s a m m l u n g e n. Ueber die Reden der Mehrheitssozialdemokraten wird berichtet, daß sie durchweg auf einen Ton der Ver - s ö u l i ch k e i t n a ch links gestimmt waren. Scheidemann, der in Steglitz sprach, erklärte, daß zwischen den vernünftigen 'Unabhängigen von der Richtung Kantsky—Haase und der Mehrheit überhaupt kein wirklicher Trennungs-Grund bestehe. Die Hoffnung auf die Weltrevvlution fei phantastisch. Gegenüber der Gefahr des Umsturzes, der mehr von rechts als von links drohe, müsse sich das Proletariat, soweit eS politisch geschult sei, zufammenichließen. Aus den Ausführungen des Reichsministers David, der im Heinen Schauspielhause sprach, sei die Behauptung hervorgehoben, daß eS die Sozialdemokratie gewesen sei, die
daS deutsche Volk ans der größten Gefahr gerettet habe. Nach seiner Ueberzeugung sei das Schwerste bereits überwunden. ES gehe bereits wieder mrfwärtS mit der Produktion. — Im Walhalla-Theater sprach der Abg. Sinzheimer, der die Errungenschaften der Demokratie rühmte. Dieses große Volkstum müsse burch eine einheitliche Front aller Demokraten verteidigt werdeü. Einer der Hauptredner in den Ver- sammlungeâer Unabhängigen war Georg Ledebour, der von seinen Wählern das Gelöbnis verlangte, daß sie der Weltrevolution überall in Deutschland zum Siege verhelfen wollen. Auf sein Kommando erhob sich die Versammlung von den Sitzen und svrach die Worte nach: „Ich gelobe es!" Redner erwähnte die Tatsache, daß Haase ay dem Tage ermordet worden sei, als er seine große Anklage gegen die Regierung halten wollte. Auf den Zwischenruf, daß der Mörder geistesgestört sei, rief Ledebour: Da hat es der Mörder Voß noch bequemer als der Mörder Runge.
Ein Bischof über die Lage.
WB. Mergentheim (Tauber), 10. November.
Auf dem gestrigen Katholikentag des Frankenlandes sprach der Bischof Dr. Paul Wilhelm Keppler aus Rotenburg in fünf Versammlungen über die Pflichten der Katoliken in dieser Zeit. Nach der „Tauber-Zeitung" führte er etwa folgendes aus: Der Katholikentag fällt mit dem Jahrestag der Revolutton zusammen. Die Katboliken haben diese nicht gewollt, nicht $ä w°M ms Folgen der Revolution zu beschwören und eine Art Gegenrevolution einzuleiten gegen die verderblichen Mächte des Mammonismus, des Wuchers und des Schiebertums, des Leichtsinns und der Liederlichkeit, auch gegen die Ehatafter- losigkeit in den eigenen Reihen. Wir protestieren auch gegen einen Kultusminister wie Hänisch, der nach Zeitungsberichten im Kloster von Maria Laach offen die Fahne des Atheismus entrollte. Millionen von Katholiken verbitten sich einen solchen Mißbrauch des Staatsamtes zu atheistischen Zwecken. Jeder Verhetzung der Stände und Konfessionen gegeneinander wie jedem Versuch einer neuen blutigen Revolution muff entgegengetreten werden.
Lloyd George über Frèedens- fragen.
WB. Amsterdam, 9. Novbr.
Wie Reuter meldet, sprach der Lordniayor von London auf dem gestrigen Lordmahor-Ban- kett in der Guildhall die Hoffnung aus, daß der Völkerbund das Mittel zur Erreichung eines dauernden Friedens sein werde. Lloyd George, mit lebhaftem Beifall empfangen, führte aus: Die Schreckensherrschaft, die während des letzten halben Jahrhunderts ihren Schatten über Europa geworfen habe, sei vorbei. Aber es bestünden noch immer GefahrM, und verschiedene Fragen seien noch zu lösen. Die erste sei, die Adria- frage. Er hoffe trotz aller Schwierigkeiten, daß eine Lösung gefunden werde, die den Interessen der italinifchen Bundesgenossen gerecht werde. Er sei aber andererseits der Ansicht, daß man den Nationalitäten, die sich von dem österreichischen Joche lösgennrcht hätten, um sich auf die Seite bet Alliierten zu stellen, vor allem von den Italienern Gerechtigkeit widerfahren lassen müsse. Ueber die wichtigsten Grundsätze für die Regelung der türkischen Frage bestünde unter den Alliierten vollständige Uebereinstimmung. Alle seien davon überzeugt, daß die Türkei die von Griechen, Arabern und Armeniern bewohnten Gebiete schlecht verwaltet habe. Das sei vorbei. Man habe sich dahin geeinigt, daß die Zugänge zum Schwarzen Meer für alle Völker frei sein müßten und daß ihre Bewachung nicht länger einer Macht anvertraut werden dürfe, die das in sie gesetzte Vertrauen enttäuscht und dir'e Zugänge auf Befehl Preußens für die Alliierten geschlossen hätte. Was die anderen türfifdfen Angelegenheiten betreffe, so dürften für die Verteilung der Verantwortlichkeit unter den Alliier-» ten keine unüberwindlichen Schwierigkeiten bestehen. Ueber Rußland könne er nicht mit demselben SR et trauen sprechen. Wir tönneu, sagte Lloyd George, mit Rußland keinen Frieden habe«, meint i n Rußland sein Friede ist. Die ÄuSfichte« sind nicht fünfti«. Ser einar Asche bestanden Aussichten auf eine rasche Lösung. Heute Mist ab es «Les au; einen lausen blusigen
Kampf hin, der Angriff ans Petersburg totnrie nicht durch geführt werden. Denikins Vormarsch auf Moskau fei vorläufig aufgehalte». Auch die letzte« Nachrichten aus Omsk lauten wenig br- ruhigend. Ich glaube nicht, daß die bolsch»- wistischen Armeen ganz Rußland erobern werden, da die Bauer» dem Bolschewismus feindlich gegenüberstehen. Ich habe bereite früher gesagt, daß der Bolschewismus nicht mit dem Schwerte unterdrückt werden kann und daß man zur Wiederherstellung von Frieden und Ordnung in Rußland zu anderen Methoden wird greifen müssen. Ich wollte, daß diese Prophezeiung im- richtig gewesen wäre, denn die zivilisierte Wett kann ein chaotisches Rußland nicht.dulden. Wenn man von Rußland absieht, so find die Aussichten gut. Man kann nicht erwarten, in einem ein« zigen Jahre zu normalen Zuständen zurückzukehren. Zwei Dinge sind notwendig:' nämltdb Arbeit und Vertrauen. Lloyd George sprach dann von der festen Lage Englands im Vergleich zu andern Ländern. In England sei eine bewundernswerte Erholung sichtbar. Die Arbeiter- schwierigkeiten hätten zwar nicht aufgehört, seien aber weniger drohend als früher. Das Verhältnis zwischen Kapital und Arbeit habe sich gebessert, er glaube, daß das britische Volk das zweite Friedensjahr mit größeren Hoffnungen beaiunLN werde, ür ,.eâ . eimâe, daß EnälsaL, wenn es sich feiner Aufgabe mit Liebe widme, nicht nur den Schaden, den der große Krieg angerichtet habe, wieder gutmachen wird, sondern auch in eine Periode des Gedeihens eintreten werde.
Zum -eursch-polnischen Beamten- adkommen.
WB. Berlin, 10. Novbr.
Zudem deutsch-polNischen Beamtenabkommen schreibt die „Deutsche Allgemeine Zeitung": Der Vertrag unterliegt der Genehmigung des polnischen Landtages. Wenn auch die polnische Regierung mit gewissen Gegenströmungen zu rechnen hat, so besteht doch kaum ein Zweifel darüber, daß das Provisorium genehmigt werden wird. Damit find' dann die verbleibenden deutschen Beamten ganz anders gestellt als zuvor. Es ist nun ihre Pflicht, ihre bisherige Klage um ihre Existenz, die begründet war, fallen zu lassen und auszuharren. Es besteht Aussicht, daß der provisorische Beamtenvertrag nach zwei Monaten in ein Definittvum umgewandelt werden wird. Deutschland hat ein Interesse daran, daß zahlreiche in Betracht kommende Beamte im neuen Polen verbleiben, denn auch später ist es für die Beziehungen der beiden Länder wesentlich, da dann eine Gewahr gegen etwaige aufkommende bolschewistische Strömungen in Polen gegeben wird. Ueber den weiteren Gang der deutsch-polnischen Verhandlungen erfährt das Blatt, daß in erster Linie eine Regelung des Minoritätenschutzes getroffen werden muß. In den Kirchen- und Schulfragen besteht bereits eine gewisse Einheit zwischen den beiden verhandelnden Patteien. Ein weiterer wichtiger Puntt ist die Optionsfrage. Die in Polen verbleibenden Deutschen haben das Recht für Deutschland zu Optieren und es ist notwendig, daß ihnen von polnischer Seite völlige Optionsfreiheit gewährt wird, und besonders die Personen, die für die option in Betracht kommen, nicht zum Heeresdienst eingezogen werden. Schließlich ist außerordentlich wichttg der große Umfang von wittschastlichen Fragen und darunter dürfte die Valutafrage am schwierigsten zu behandeln sein. Die polnische Mark steht in ihrem Kurs unter der deutschen Mark und wenn z. B. Hypothekenbanken, denen aus Polen Zinsen zu zahlen sind, Zahlungen in polnischer statt in deutscher Mark geleistet werden, so würde das einen Millionenverlust für unsere Volkswirtschaft bedeuten.
Auf dem Keirnwege.
DDP. Hamburg, 10. Nov.
Ein kürzlich auS Argentinien zurückgekehrtet Deutscher teilt mit, daß alle in den südamerikauische« Staaten, Argentinien, Brasilien u. s. w. interniert gewesene» Deutsche», soweit sie nicht aus freien Stücken dort zu bleiben beabsichtige», auf dem Heimwege begriffen sieb.