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M. 282

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General-Anzeiger

«mlliches Organ für Sladl- «nS Landkreis Kanan

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage

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Samslag den 8. November

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Verlaasleitung: Ad. JndermLhle. ltwortlich: für volitilcken und allgemeinen ö. Schrecker: für lokalen und provinziellen

1919

Ast Vorgeschichte -es Krieges.

DDP. Berlin, 8. November.

SN« demBerliner Tageblatt" berichtet lyiid, nähern sich im Auswärtigen Amt die Vor­zeiten der Herausgabe der deutschen Dokumente ^ Vorgeschichte des Krieges ihrem Ende. Die Herausgeber der ursprünglich von Karl Kautsky Mammengestellten Aktensammlung Graf Max Montgelas und Professor Schücking haben die S Korrektur des Materials fast erledigt, bis zum Ende der Woche mit dem Ad­der zweiten Lesung gerechnet werden rann. In der nächsten Woche beginnt dann der Sonettmabschlutz.

Eine interessante FeMeNnng.

DDP. Berlin, 8. November.

DerVorwärts" schreibt zu der von der belgischen Regierung aufgestellten Liste der aus- illliefemden Deutschen. Der belgische Minister Landewelde, der die Auslieferung von 1150 Mischen wegen der Deportation belgischer Arbeiter verlangt, ist der frühere Vorsitzende des internationalen sozialistischen Büros. Er ist der tatsächliche Führer der belgischen Sozia­listen, der als Sozialist und Rechtsgelehrter fordert, daß Deutsche ihrem ordentlichen Richter echogen und vor ein feindliches Gericht gestellt »oben sollen.

Die Aussichten ans MeMMMoa des FrieSenssertrags.

WB. New-York, 8. Novbr.

Nach einer Meldung derNew-York Times" ßnd nach Ansicht führender Senatoren die Aus­sichten auf die Rütistiatiou dev Friedens- vrrtrages gering. Eine von den repu- Manischen Führern vorgenommene Zählung der Stimmen ergab, daß 31 Republikaner und 5 Demokraten für die Ablehnung des Friedens­vertrages sind.

Die Liste -erSchuldigen".

DDP. Bern, 8. Novbr.

Der Oberste Rat hat beschlossen, eine Kom- Aission zu ernennen, die die Liste der von Deutschland auszuliefernden Schuldigen, die von dm Mächten aufgestellt wurden, zu ver­gleichen hat. Ferner soll sie den Sitz des Gerichtshofes, seine Zusammensetzung, sowie die Prüfung der gemischten Gerichte festsetzen.

Die ivterimtiormte Wirkschasts- kouferenz.

WB. London, 8. November.

Die internationale Wirtschaftskonferenz wurde -estern geschlossen. Sie nahm Entschließungen an betreffend Maßnahmen gegen die drohende Hungersnot, für die Beendigung der gewalt­samen Intervention in Rußland und für Revision du wirtschaftlichen Klauseln des Friedens­vertrages.

Gleichheit in den Einschränkungen.

WB. Stuttgart, 8. Nov.

Das württembsrgifche Staats Ministerium hat beschlossen, die ReichsregierLng auf das bringend zu ersuchen, sie möge 1. baß gesamte Ver­kehrswesen mit sofortiger Wirkung einer mit weitgehenden Vollmachten aus gestatteten Zen- dcalbetriebsleitung unterstellen, 2. Vorsorge treffen, daß auch nach dem 15. November durch Geeignete Einschränkungen des Personenverkehrs die Flüssigkeit und auLreichenoe Leistungsfähig­st des Güterverkehrs auf allen deutschen Eisen­bahnen gesichert ist, 3. den Personenverkehr an Sonntagen auf allen deutscher Eisenbahnen bis iuf weiteres zu untersagen, 4. die Benutzung von Personenkraftwagen nur an Werktagen und nur Segen besondere behördliche Erlaubnis zulassen, b- eine besondere ileberwachung zur Sicherstellung regelmäßiger und ausreichender Koh len - ^trans Porte auf dem Rhein und durch die Pchn nach Süddeutschland einrichten, 6. eine weitere Einschränkung dds Verbrauches an G a s un b elektrischem Strom für das ganze Peich einheitlich durchführen und ebenso eine einheitliche Sperrstunde für alle öffentliche Lokale borschretben, die nicht nach lO tihr abends liegen soll. Die Bevölkerung Süddeutschlands oer- wag die ihr aufgezwungenen überaus harteb Ein­schränkungen fernerhin pur dann zu tragen, wenn w die Gewißheit "hat, daß die für den Kohlen- brzug günstiger liegenden Reichsteile densel­ben Einschränkungen unterworfen

Die BerrMer MetaNardeitsr.

--- Berlin, 8. Novbr. (Telegr.)

Die Generalversammlung des Metallarbeiter- verbandes beschloß, den noch kämpfenden 160 000 Metallarbeitern durch eine Urabstimmung, die baldigst vorzunehmen ist, die Entscheidung über den Abbruch oder die Fortführung des Streiks selbst zu überlassen. Eine heute vormittag statt­findende Konferenz der Obleute der Streikenden soll sich gemeinsam mit der Verwaltung über die vorzunehmmde Urabstimmung verständigen.

Die Zahl Ser verhafteten Parteiführer

WB. Berlin, 7. Novbr..

Nach derB. Z." beläuft sich die Zahl der bisher verhafteten Parteiführer der Unabhängig gen und Kommunisten auf etwa 60, ist aber noch nicht abgeschlossen. Me betannteften Füh­rer halten sich noch verborgen.

Erhöhte bohNssrderurrg in OLerschLssien.

DDP. Kattowitz, 8. November.

Die Arbeitsgemeinschaft Oberschlesiens ist an den Arbeitgeberverband mit der Forderung einer 30prozentigen Lohnerhöhung für alle Industrie­arbeiter wegen der steigenden Teuerung heran­getreten. Aus Hindenbuxg kommt die Nachricht von einer neuenLohnbewegung inder Elektrizitäts­zentrale. Der Tarif wurde gekündigt. Falls eine Einigung nicht zustande kommt, ist die Energieversorgung des ganzen Jndustriebezirks bedroht.

Nach der VsrkehrssAerre.

DDR Berlin, 8. November.

Nach Ai^rdnung her ÄeigjsrMierr^ ab November nach der allgemeinen Verkehrsfperre nur ein beschränkter Personenverkehr auf den Eisenbahnen stattfinden. So soll von Berlin aus in jeder Richtung nur ein Schnellzug täglich fahren.

Derrlsche ZlohlSK für Belgisn.

DDP. Zürich, 8. Novbr.

Genfer Nachrichten zufolge ist zwischen Frank­reich und Belgien ein Uebereinkommen zustande gekommen, wonach Frankreich eine monatliche Menge von 150 000 Tonnen deutscher Kohlen Belgien zur Verfügung stellt.

-de«tschlartS soll Kohlen erhalten.

DDP. Berlin, 8. November.

Wie dieVo

neue Staatsko

Wie dieVossische Ztg." schreibt, hegt der neue Staatskommissar die bestimmte Zuversicht, daß die Kohlentransporte sich infolge der Ver- kehrssper« mehr und mehr gleichmäßiger ge­stalten. Einstweilen dient die Besserung im Ruhr­gebiet ausschließftch dazu, um Süddeutschland mit Kohlen zu versorgen.

Die Wnszehner-Kommissivn.

--- Berlin, 8. Novbr. (Telegr.)

DerVorwärts" teilt mit, daß das Ober­kommando, nachdem die Gefahr des General­streiks als beseitigt angesehen werden kann, bte Entlassung der verhafteten vier Mitglieder der Fünfzehner-Kommission verfügt hat.

Eine ZWeiminutenseier in England.

WB. Amsterdam, 8. Novbr.

auf, am

Der König von England fordert feine Volker auf, am 11. November, 11 Uhr morgens, der Stunde, in der Waffenstillstand unter­zeichnet wurde, jede gewohnte Tätig­keit. alle Arbeit, jeden Laut, alle Bewegung, jedes Geschäft und Vergnügen zwei Minuten lang einzustellen, in Erinnerung der Befreumg vom Weltgemetzel und an die ruhmreichen Toten. Es find Maßnahmen getroffen, um alle Züge anzuhalten. Die Polizei wird reden Verkehr auf der Straße anhalten.

Parlamentarischer ,, , Untersuchungsausschuß.

WB. Berlin, 7. Nov.

In der heutigen Sitzung erklärte Admiral Koch, der erhoffte Erfolg des U-Bootkneges sei nicht eingetceten; aber in rein nniii arischem Sinne seien die Erwartungen übertroffen wor­den. Führung und Opferfrrudigkeit der Mruu- schaften seien über allen Zweifel erhaben ge­wesen; die Ursache für dem Ausgang müßte 'also auf anderem Gebiete liegen. Die Marine habe nicht den Zweck verfolgt, England auszuhungern, sondern habe es durch den Schiffsraumverlust zu der Ueberzeuaung bringenwollm, daß die Zeit

gegen England arbeite. Lloyd George und Ribot seien schon im Begriff gewesen, nach Rom zu reifen, um über einen Verständigungsfrieden zu beraten, als gerade in jener Zeit ein düster ge­färbter Bericht des Grafen Czernin der Entente in dir Hände gefallen sei und die Ansicht erzeugt habe, daß Deutschland vor dem Zusammenbruch stehe. Dec Verständigungsgedanke sei infolge­dessen fallen gelassen worden. Der einzige Fehler des U-Bootkrieges sei bei den berechtigten Aus­sichten auf volle Wirkung und Erfolg gewesen, daß er nicht früher eingesetzt habe. Nach den Mit­teilungen des Admirals Koch waren an der Front im Febcar 1917 105 U-Boot«, im März 12L, April 124, Mai 128, Juni 139, Juli 131, Au­gust 132, September 133 und Oktober 134. Hcjfft- rich stellt fest, daß an englischen Angaben weit über acht Millionen Tonnen versenkt und über sieben Millionen Tonnen havariert wurden. Me­ss 1516 Millionen Tonnen gingen weit über das hinaus, was von uns als versenkt gemeldet wurde. Unser Schätzungsvecfahren war nach dem Ausspruch des Admirals Koch so zuverlässig, wie es nur der gewissenhafte Deutsche machen konnte. Der Engländer hätte das nicht so getan. Auf die Frage des Vorsitzenden, ob die Möglichkeit bestan­den habe, im Januar an die ausgelaufenen 11= Boote die Weisung ergehen zu lassen, mit dem rück­sichtslosen U-Bootkcieg noch nicht zu beginnen, er­klärte Admiral Koch, den Rückzugsbefehl zu geben, sei technisch natürlich unmöglich gewesen, die Uebermittelung des Befehls hätte aber höchstens auf gut Glück erfolgen können. Am Sitzungs­schluß wird der Abg. Struve als Zeuge v«- nommen über die Angaben, die im Hauptausschuß von dem Admiralsstab und Reichs mavinearnt über die U-Dootwaffe gemacht wurden. Die Ge­samtzahl der U-Boote habe niemals 409 betragen,

deutsche In- Herrenhäuft ästen können, Ke Wand di

dustrie hätte mehr im U-Booibru leisten tonnen, sei vielmehr eine Ruhepause im U-Bootbau cm- geordnet worden, um den Kceu;«bau nicht zu be­einträchtigen. Da die Ausführungen StruveS im großen und ganzen im Gegensatz zu den Erklâ- rungen v. Capelles stehen, behält sich Capelle vor, in der am Dienstag vormittag stattfindenden

Sitzung ausführlich auf dir Ausführungen Struves zucückzukommen.

DDP. Berlin, 8. Nov.

Von unterrichteter Seite erfährt dieDeutsche Allgemeine Zeitung", daß der Untersuchungs­ausschuß seine Arbeiten die nächste Woche hin­durch fortzusetzen gedenkt. Es ist dazu die Ver­nehmung des Generalfeldmacschalls v. Hinden« burg und des Generals Ludendorff in Aussicht genommen. Der Tag ist noch nicht festgesetzt, doch dürfte die Vernehmung der beiden Heerführer jedenfalls nicht vor Donnerstag stattfinden. Die Stellung eines Extrazugès für den greifen Ge- neralfeldmarschall v. Hindenburg, die vorgesehen ist, dürfte mit der Verkehrssperre Zusammen­hängen.

Preußische Lan-esversammlung.

WB. Berlin, 7. Nov.

Präsident Leinert eröffnet die Sitzung um 12 Uhr 20 Min. In Beantwortung kleiner Anfragen teilt die Regierung u. a. mit, die Gr- nehnligung zur Umwandlung der katholifchen Schule in.Obersch3neweide >n eine Simultan­schule müsse versagt werden. Die Aufsicht über die kleineren Städte toecde bei der Reform der Städteordnung neu geregelt werden. Me Ein­schränkung der Kohlenbelief:rung erstreckt sich auch auf die Badeanstalten. Die zweite Be­ratung des Entwurfs zur Kommunalisierung der Chaclottenburger Wasserwerke wird fortgesetzt. Abg. Dr. Rosenfeld (U. S.): Der Vorwurf des Abg. Heilmann, ich hätte als Ausschußvor- sitzender die Beratung der Vorlage verschleppt, widerspricht den Tatsachen. Dieser . Vorwurf wurde schon von deutschnationaler Seite zurück- gcwiesen. Es gibt also noch eine Gemeinschaft der anständigen Leute in diesem Hause. Präsident Leinert ruft den Redner wegen dieser Aeußerung zur Ordnung. Abg. M. Rosenfeld: Wir fordern einen verstärkten Einfluß der Arbeiter im Aufsicbtsrat der Wasserwerke. - Abg. Dr. L ei- dig (D. Dpt.): Deutschlands Monopolbeiriebe sind an sich wohl geeignet, in die öffentliche Ver­waltung übeczugehen, aber wir lehnen es ab, daß hier ein bestimmtes Werk aus einer Reihe gleich­artiger Werke heraus gegriffen wird, um an ihm den Sorialisierungsversuch zu machen. Unerhört ist es, den Rechtsweg bezüglich der Entschädigung auszuschalten. Abg. Cassel (Dem.): Es ist erwünscht, daß bei der Bildung der Gemeinde Groß-Berli« auch die Wasserwerke übernommen

werden. Unter st,latifetretür Freund: Er handelt sich hi« um seinen dringlichen Fall. Die Wasserwerke werben auch im Auslande fast über­all kommunalistert. Abg. Brust (Zentr.)r Wir find ber Ansicht, daß bei Enteignungen eine angemessene Entschädigung stattfind«: muß. Nach bet Reichsverfassung soll die Offenhaltung des Rechtsweges die Regel sein. Deshalb wollen wir zunächst das Reichrgesetz, daß die allgemeinen Grundsätze all« Kommunalifi«ungrn festlegt, ab» warten. Sollte unser dahingehend« Antrag ab« gelehnt werden, so werben wir die Vorlage für jetzt im Ganzen ab lehnen. Wir können ht« kein Gesetz in einer Form amrehmen, die offensichtlich ber Reichs» erfassung widerspricht. Die §5 13 (bett, bte Entelgnungsermächtigung usw.) wer­den in der Ausschußfassung angenommen. Der Rest des Gesetzes und bte Hebers Christ wird gegen die beiden sozialdemokratischen Parteien ab ge­lehnt. Me Bittschriften »erben gegen die Stim­men der Sozialdemokraten für erledigt erklärt. Es folgt bte dritte Beratung des Entwurfs betr, die Amts dauer der Handelskammermitglied«. Abg. Menze l-Halle (U. S.): Der Entwurf er­mächtigt bte Handelskammern, die Amtsdau« her aus scheidenden Mitglied« bis zum 31. De- zemb« 1920 zu verlängern. Wir wünschen auch die Vertretung her Angestellten, in den Handels­kammern. Die Einfügung diefeS Grundsatzes soll nicht hinauSgeschoberr toeröen. Wir sind deshalb gegen das Gesetz. Handelsminister Fisch­beck: Die Angestellten selbst haben seinerzeit leb­haften Wid«spruch gegen ihre Vertretung in de« Handelskanmrern «hoben. Da mir zu einer Neu­regelung deS Handelskammerwesens zu kommen hoffen, empfiehlt es sich, nicht jcht noch Neu­wahlen vorzunehmen. Abg. Lüdemann (S.) (zu den Unabhängigen): Wollen Sie die Han­delskammern etwa noch starken? Das sind die

die Wand drücken muß. Abg. Meter (Dem.) p

Die Handelskammern haben sich unzweifelhaft bewährt. Es kann sich nur darum handeln, sie im modernen Sinn auszugestalten. Die Abgg. Hamm (Dn.) und Haber (Ztr.) wünsch breitere Steife als bisher in den Handelskammern vertreten zu sehen. Die Vorlage wird endgül­tig angenommen. Die Denkschrift über den Aus­bau der Wasserkräfte bei Hann.-Münden wird zur Kenntnis genommen. Samstag 12 Uhr Fort­setzung, B ergh aus Halt.

Kleine Nachrichten.

Der Abg. Ha«ft ist gestern morgen 8« Nh« gestorben.

Der Attentäter geisteskrank. Der Lederarbeiter Johann Voß, dec das Attentat auf den Abg. Haase verübte, ist lautB. Z.* auf Grund des ärztlichen Gutachtens für geisteskrank erklärt worden. Er wird nicht vor Gericht gestellt, son­dern dauernd in ein« Anstatt interniert w«den.

D« tschechische Nationalrat hat den Friedens­vertrag rattfiziert.

Beisetzung des Grafen Haeseler. Die Bv- stattung des Gen«alfeld macfchalls Grafen^ Haese» l« hat auf seinem Gut Harnekox mit militärischen Ehren stattgefunden. Dem Sarge voran mar­schierte eine Kompagnie Infanterie. Im Trau«, gefolge befanden sich Abordnungen der 11. Ula­nen, deren Chef der Verstorbene gewesen war, her Zietenhusaren, bei denen er gedient hatte, und mehrere Kriegervereine. Unter den Kranz­spenden war ein groß« Lorbeerkranz mit schwarz-weiß« Schleife, den Kais« Wilhelm H, durch einen Adjutanten als letzten Gruß über­sandt hatte.

Die Anschläge auf Eisn« «ud Au« vor dem München« Bolksgericht. Die Verhandlung gegen den Grafen Arco wegen Ermordung Eisners wird am 14. Novemb« vor dem Mürwhen« Volksgericht beginnen. Arco gibt zu, mit Dorsaq und Uebevlegung die Tat ausgeführt zu Habeu, da er die Teilnahme EisnerS an bet Regierung für Bayerns Unglück gehalten habe. Ein Anhalts» puntt dafür, daß Arco Mtglied ober Werkzeug einer Verschwörung gewesen sei oder Mittät« ober Anstifter gehabt habe, hat sich nicht ergeben, Zur Verhandlung, die mehrere Tage dauern wird, find etwa 20 Zeugen und zwei Sachver» ständige geladen. Nach Beendigung ber Ver­handlung gegen Arco wird vor dem gleichen Ge­richtshof der Metzg« Lindn« erscheinen, bet ben Anschlag auf Auer verübte und den Landtags­abgeordneten Osel sowie den Major Gahreiß er­schossen hat. Mit ihm zugleich angeHagt ist ein weiteres Mitglied des revolutionären Arbeiter« rates, der Bäck« Frisch.