General-Anzeiger
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Rotationsdruckd.Watsenbausbuchdruckerei Harum FernsprechanschlMe Nr. 1237 und 1288
Nr. 259 Mittwoch den S. November
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1919
Was will und Vas fsA Ser AnlerBchungsaasschrrtz.
Kr der öffentlichen Diskussion der Verhand- KmM deS Untersuchungs aus schuss es ist der Gesichtspunkt der Beurteilung bedauerlicherweise Misig aus parteipolitischen Rücksichten vollkommen verschoben worden. Sowohl links wie rechts hat man die Kritik sehr ungerechtsertiaterweise darauf abgestellt, daß man die mit den Verneh- mlmgen befolgen Absichten vollkommen falsch! Erstellte. Man erklärte, der Plan sei nicht der, eine objektive Klarstellung zu erzielen, sondern man behauptete, er gehe dahin, die Politik der Regierungsmehrheit zu rechtfertigen und zu stiltzsn, und man erklärte weiterhin in der linksstehenden Presse, die Rechtsparteien legten es in der Besprechung der Verhandlungen darauf an, die ihnen zugemessene Schuld an dem unglücklichen Krregsausgang zu bemänteln und aus der Melt zu rede«. Aus all diesen Vorgängen scheint es ms daher an der Zeit zu fern, einmal gründ- sâyüch festzustellen, zU weichem Ziele denn diese Verhandlungen tatsächlich nach dem Wunsche der Nauonaiversammlung fuhren sollen. Der zweite Unterausschuß des Untersuchungsausschusses der Nationalversammlung über die Schuld am und im Kriege ist ja tatsächlich nur einer aus einer gangen Reche ähnlicher Ausschüsse, die alle zusammen zur Lösung eines umfassenden und großen Problems gebildet worden sind. Dieses Problem aber ist Vie Doppelfrage, durch welche Kräfte und Tendenzen erstens einmal der Krieg zu unserm Ungunsten ausging und zweitens auf Grund welcher Einflüsse ein rechtzeitiger Friede verhindert wurde. Diese beiden Fragen aber haben seit dem 9. November in ausschlaggebender Krise unsere gesamte 'innere Politik im größten Lüßsâ»ch«rrWt. Wir könne« zu keinem Aus- girich der zerrüttenden inneren Gegensätze kom- Mn. wenn diese Streitfragen nicht durch einen vollgültigen Urteils sprach aus der politischen De- battc ausschoiden. Die Parteileidenschaften ent- nchmen daraus immer neue Kräfte, und es muß daher mit allen Stifteln darauf hin gearbeitet Herden, daß das jetzt zu schaffende Material dem künftigen Staatsgerichtshof die Mittel zu einer endgültigen Lösung bietet.
Bechmann KsKweg vor dem Attterfnchnngsausschnh.
WB. Berlin, 4. Nov.
Der zweite Unterausschuß des parlamentari- lchen Untersuchungsausschusses fetzte nach bret= tä£iger Pause die Verhandlungen heute mit der Vernehmung des früheren Reichskanzlers B e t h- m Q v: n Hollweg fort. Der Vorsitzende W ar- wuth richtete eine Reche Fragen an Beth? Mnn Hollweg und bat ihn, seine Aussagen vom dreitag zu ergänzen, v. Bethmann Hollweg er- lärtc: Der R ü ck t r i t t B r y a n s ist selbstvec- siänd?ch unter be.. politischen Umständen, unter dsne» er erfolgt ist, von mir nach jeder Richtung hm beobachtet worden. Sein Eindruck auf mich hat lediglich die Skepsis, die sich im weiteren Verlaufe bei nur gebildet hatte, verstärkt, «as die Mitteilung konkreter Friedensbeding- Wen an Gerard betrifft, so erklärte ich schon, M ich ihm konkrete Friedensbedingungen niemals mitgeteilt habe. Hierzu lag für mich keine ^eranlassung vor. Aba. Dr. Sinzheim er uagt: Ist Burian mitgeteilt worden, daß Graf -Bernstorff instruiert ist, einen Friedensappell Kilsons herbeizufiihren? v. Bethmann Hollweg antworte: Ich möchte darauf aufmerksam machen, faß Bundesgenossen gegenüber solche genaue Eentlerung über die Ausführung dessen, was erstrebten, nicht gebräuchlich zu sein pflegte, 'scheint das Entscheidende zu sein, daß Bu- riw nach ujiseren ^Unterredungen völlig im kla- ren darüber sein mußte, daß mir und der deutschen Politik ein Friedensappell Wilsons erwünscht war.
In seinen Darlegungen, daß die deutsche po- unsche Leistung durch den Friedensschritt vom Dezember 1916 leine den Wilsonühen Friedens- aanlühungen schädliche Sondecaktion betrieben habe erklärte weiter Bethmann Hollweg: Weser in dem einen Telegramm die Wilson sch^ Aktion noch in dem anderen unsere eigene Aktion ^"geschlossen worden. Wenn nach der damaligen ^age in Amerika die öffentliche Erklärung nn- screr Verhandlungsbereitschaft die amerikanische ^nion hätte beeinflussen oder stören können, so hatt' unser umsichtiger Botschafter auf Grund lerner genaueen Kenntnisse der maßgebenden am.e- Nmnischrn ch-rsönlichkeitM, gewiß nicht verfehlt, Engende AHdungen nach Berlin zu senden. Er ist nichts erinnerlich und ich habe in den Een keinen Anhalt dafür gesundest, daß dies
geschehen wäre. Der Vorwurf eines illoyalen Doppelspieles würde mich höchstens dann treffen, wenn ich, während ich die amerikanische Friedensaktion betrieb, gleichzeitig für den U-Boot- krieg gearbeitet hätte. Aber das habe ich nicht getan. Meine ganze Arbeit galt der Friedensaktion — die natürlich Aussicht auf Erfolg versprechen mußte — unnötig zu machen. Ich muß hier doch darauf Hinweisen, daß die amerikanische Regierung über die Situation, die sich entwickelte, nicht im Unflaten gewesen ist. Amerika kannte die Gefahr herannahender Entscheidung über den U= Bootkrieg aus dem pro memoria des Kaisers, das Graf Bernstorff auch übergeben hat. In meinen Gesprächen mit dem Botschafter Gerard habe ich mit diesem wiederholt von den Umständen und den Kräften im Volke gesprochen, welche auf den U-Bootkrieg drängten. Also, worum es sich handelte, wußte Amerika genau. Herr Gerard berichtet in seinem Buch, daß er durch seinen Marlne- attachee Informationen über die wahrscheinliche Wiederaufnahme des U-Bootkrieges gesammelt habe, daß ihm diese Informationen von einflußreichen deutschen Persönlichkeiten bestätigt worden sind und daß er entsprechende Meldungen alsbald nach jenem mehrfach erwähnten Diner an seine Regierung gegeben hat. Dies alles fv^re ich an, um zu belegen, daß in Washington irgendwelche Täuschung über die Lage nicht bestanden hat, geschweige denn, daß wir versucht hätten, eine Täuschung hervorzurufen. Hatte ich mich nun dadurch, daß ich den Friedensappell Wilmas betrieb, in seine Hände gegeben? Das wäre doch nur dann der Fall gewesen, wenn wir ihn gewissermaßen zu unserem Geschäftsträger gemacht und uns verpflichtet hätten, von allen eigenen Aktionen, die einen vielleicht zukünftigen Friedensappell stören könnten, abzusehen. Das ist » geschehen. Es lag also folgende Situation vor: Unser Friedensangebot war in Formen abgelehnt, die uns zu der Ueberzeugung bringen mußten, daß die Entente auch auf die Wilsonsche Friedensnote eine Antwort geben würde, die jede Basis für annehmbare Verhandlungen ausschloß. Die Antwort der Entente vom 12. Januar auf die Wilsonsche Friedensnote hat den Beweis für die Richtigkeit dieser Auffassung ergeben. Wir '/atten jetzt volle Aktionsfreiheit und mußten sie haben, wenn wir überhaupt noch eine selbständige Rolle in diesem Kriege spielen wollten. Die Gründe, von denen ich im Reichstag gesprochen habe, ermöglichten mir nicht, den U-Bootkrieg zu verhindern. So war das eine logische Folge der Ereignisse, aber kein Doppelspiel. — Später wurde noch der Staatssekretär a. D. Zimmermann vernommen.
Eine neue Erpt^ffung.
WB. Berlin, 4. Novbr.
Der deutschen Friedensdelegation in Paris wurde eine Note des Obersten Rates überreicht, in der gesagt wird, daß der vorgesehene Zeitpunkt zur Aufstellung des ersten Protokolls gekommen sei Das Protokoll könne aber erst dann ausgestellt werden, wenn die Ausführung der Deutschland durch das Waffenstillstands- abkommen übertragenen Verpflichtungen genau präzisiert seien. Deutschland habe eine Anzahl dieser Verpflichtungen nicht erfüllt. Es seien noch Lokomotiven und Wagen zu liefern. Die in Rußland befindlichen deutschen Truppen seien vwch nicht zurückgezogen. Das Verzeichnis der von den Deutschen beschlagnahmten Gelder und Werten sei noch nicht übergeben. Die deutschen Schiffe in Scapa Flow seien zerstört worden. Auch in anderen Punkten seien die Verpflichtungen nicht erfüllt. Infolgedessen werden eine Reihe von Strafbestimmungen aufgestellt, darunter die Auslieferung von 5 leichten Kreuzern und 400 000 Tonnen an schwimmenden Docks, Krähnen, Schleppern und Baggern. Die Besatzung der in Scapa Flow versenkten Kriegsschiffe solle zurückbehalten werden. Für den Weigerungsfall werden Zwangsmaßnahmen angedroht. "Bis zum 10. November sind bevollmächtigte Vertreter nach Paris zu entsenden, welche mit den Vertretern der Alliierten die Ueberganqsoesümmungen für die Abstimmungsgebiete usw. zu regeln haben.
--- Berlin, 5. Novbr. (Telegr.)
Die Blätter sehen in der Forderung einer Auslieferung von fünf kleinen Kreuzern und 400 000 Tonnen^Schiffsraum als Vorbedingung für den Frieden eine neue Deutschland zugeinutete Erpressung. Bei den sog. Strafbe- stimmungen handle es sich, wie ein Blatt sagt, um nichts anderes, als um einen neuen >30 r- wand, gerade die Singe wegzunehmen, die England zur Wiederherstellung seiner Vormachtsstellung zur See gebrauchen könne.
eine der wichtigsten Oellieseranten ber Zukunft, erschienen. Der Band 3 gibt eine Uebersetznng und Bearbeitung der amtlichen türkischen Außen- Handelsstatistik dec drei letzten 'normalen Friedensjahre. Außer einer Uebersicht über den türkischen Gesamthandel sind die Ein- unb Ausfuhrmengen für über 400 Warengruppen, sowie ihre Verteilung auf die Hauvth andelsfloaten gegeben. Alle diese Schriften sind zu bezieh-en vom Auswärtigen Amt (A. H.), Berlin NW., Bunfen-- straße 2.
Generalstreik — Generalunfinn.
--- Berlin, 5. November. (Telegramm.)
Gestern ist, so schreibt der „Vorwärts" von den unabhängigen und kommunistischen Arbester- räten und Funktionären in Berlin die Parole zum politischen Eeneralstrerk ausgegeben worden. Der radikale Vollzugsausschuß ist eine rein politische Körperschaft und wenn er die Parole zum Generalstreik ausgibt, dann will er eine Massenbewegung, an deren Feuer das linksradikale Süppchen gekocht werden kann. Arbeiter, folgt den Verführern nicht? Hier wird der Generalstreik zum Generalunfinn. Wie andere Blätter sagen, besteht bei den Vettehrsabgestellten keine Neigung zur Beteiligung am Generalstreik. Der Krastdroschkenverkehr in Eröß-Berlin ist für die Nacht von 12 Uhr bis 6 Uhr morgens vollständig verboten worden.
DDP. Berlin» 5. November.
Der Rote Vollzugsrat, der aus Kommunisten und Unabhängigen besteht, veranstaltete gesterck eine Versammlung, der nahestehenden Arbeiterund Bett'cebsräten. Es wurde beschlossen, nach Ablâuf des Ultimatums am Mittwoch abend den allgemeinen Generalstreik zu verkünden. In der Diskussion erstritten die Kommunisten- daß der Kampf, der touimen werde, über die Grenzen des gewerkschaftlichen Kampfes weit hinausgreife. Auch die Stillegung der lebenswichtigen Betriebe wurde verlangt. Dagegen erstatten die Buchdrucker, daß sie gegen einen Streif wären. Ebenso sind die auf dem Boden der S. P. D. stehenden Hoch- und Straßenbahner gegen die Arbeitseinstellung.
Ein SyMVathiestreik abgelehnt.
DDP. Berlin, 5. November.
Gestern nachmittag fand eine Versammlung der Funktionäre des Deutschen Eisenbahnerverbandes statt, in dem zu dem Metallarbeiter- ftreif Stellung genommen wurde. Nach eingehender Besprechung wurde eine Entschließung der Funkttonäre angenommen, wonach ein Sympathiestreik bet Eisenbahner für die Metallarbeiter glatt abgelehnt wurde.
Die internationale ArbeitsKonfsrevz.
WB. Haag, 4. Novbr.
Die internationale Arbeitskonferenz in Washington nahm einen Eintrag an, Frauen zu den Verhandlungen der Konferenz zuzulassen.
Flugzeuge zur Behebung der VerKehrsriot.
WB. Berlin, 5. Novbr.
Wie wir hören, schweben zwischen bett beteiligten Ressorts Verhandlungen wegen der Beschaffung von Benzol, um mit Hilfe der Deutschen Luftreedcrei die B r i e f- nnd Z e i t n n g s v o st während der Stilllegung des Zugverkehrs durch Flugzeuge innerhalb Deutschlands befördern zu können. Im Zusammen- Hange damit soll außerdem versucht werden, auch für den Persone»verkehr in beschränktem Umfange Flugzeuge bcreitzustcllen.
Der PersouenzugverKehr im besetzlen Mheiulanö.
WB. Mainz, 5. Novbr.
Wie bie Zeitungen berichten, wird eine vollständige Einstellung des Personenzugverkebrs int besetzten Rheinland vorläufig nicht Eintreten. Obwohl die interalliierte Kommission in Trier sich im Prinzip mit der Ein» fteUung auch im besetzten Deutschland einverstanden erklärt hat, soll erst die Entscheidung des Marschall? Foch gehört werden. Jedenfalls werde eine so wett- gehende Einschränkung wie iw unbesetzten Deutschland im linksrheinischen Gebiet nicht erfolgen und auf den Hauptstrecken ein beschränkter Personenzugverkehr aufrecht erhalten werde«.
WaffenstiUslan-.
DDP. Wien, 5. Novbr.
Nach einer Bukarester Meldung hat General Denikin mit den ukrainischen Truppen, die seine linke Flanke bedrohten, einen Waffenstillstand abgeschloffen. Pq». ukraiuischrr Seite wird berichtet, Denikins Armee fet in der Zersetzung begriffen. Insbesondere verlangten die Kosaken, die für ihn schwere Kämpfe durchgefochten haben, wegen des stiirmifchen Winterwetter» nach Hause entlassen in werden.
Neue wirtschaftliche Wersffent- lichNngem des Auswärt. Amtes.
Uns wird geschrieben:
Warenhunger und Rohstoffmangel, Arbeitslosigkeit, Auswanderung und Valutasorgen sind unzweideutige Merkzeichen für Deutschlands Angewiesensein auf die Märkte des Auslandes. Deutschlands Bevölkerung ist nach Zahl und Fähigkeiten über den dürftigen heimischen Boden hinausgewachsen, eine Selbstgenügsanckvit ist nicht mehr möglich. Um unsere Arbeiterheere versorgen, um unsere Bevölkerung mit ausreichenden Nahrungsmitteln und Bekleidungsstoffen versehen zu können, brauchen wir tropische Rohstoffe, Kupfer und Petroleum, Getreide usw., brauchen wir ferner Auslandskäufer für unsere Fabrikate, um die Zahlungsmittel für. unseren Import zu beschaffen. Die unzähligen Fäden, die in langen Friedensjahren in dieser Hinsicht gesponnen wurden, haben die Kriegsjahre fast ganz zerstört. Und nicht dies allein, auch die Orientierung über die Verhältnisse im Auslande ist durch den Nachrichtenmangel infolge der Blockade nur sehr unvollkommen möglich gewesen. Hier liegt eine wichtige Aufgabe vor uns! Wie anders treten heute z. B. die Vereinigten Staaten auf den Außen- mäckten oder Japan im Fernen Osten hervor. In dieser Fülle der Erscheinungen und Zusammenhänge brauchen wir zuverlässige Wegweiser, eine vertrauensvolle Führung. In dieser Lage ist es daher mit Dank zu begrüßen, daß unser Auswärtiges Amt in richtiger Einschätzung der gegenwärtigen Situation sich dazu entschlossen hat, den Kreisen unseres Wirtschaftslebens mit Darstellungen aus der Wirtschaft des Auslandes an die Hand zu gehen. Diese sind vereinigt in den beiden Sammlungen: „Tagesfragem der MMK und „SusT^ Einzeldarstellungen".
Man ist dabei von dem Gedanken ausgegangen, daß die Behandlung der Wirtschaft des Auslandes sich nicht mit einer reinen Nachrichtenübermittlung beonüven kann. Denn bei einer solchen können die inner- und gesamtwirtsckaft- lichen Zusammenhönge und die zeitlichen Ent- tvicklungslinren viel zu wenig zur Geltung kommen. Die Registrierung von einzelnen Tatsachen und Vorgängen in der Wirtschaft des Auslandes muß ergänzt werden durch eine Ueberschau von bâberer Warte aus, durch znsammenfassende, kritische und erklärende Untersuchung. Dabei steht heute die Darstellung einzelner Krieoskolgen und wichtiger Vorgänge in der Auslandswictschast, die Schilderung der Wirtschaftslage der verschiedenen Länder und einzelner Rohstoffmärkte im Vordergründe des Interesses. Außerdem hat aber der Krieg eine Reihe terui^-'pl-^ unb organisatorischer Neubildungen geschaffen, über deren wirtschaftliche Bedeutung jedem, der'im Erwerbsleben steht, eine angemessene Orientierung erwünscht sein dürfte.
So sind bisher erschienen eine Arbeit von Dr. Fryda von Kaurimsky über Jugoslawien, die in knappen Aufsätzen einen Ueberblick über die Bevölkerung, die agcarpolitischen Verhältnisse, über Ackerbau, Viehzucht und Forstwirtschaft in dem südslawischen Reich gibt. In einem weiteren Heft berichtet Max Immelen über die Entwicklung der italienischen Aktiengesellschaften im 2. Halbjahr 1918. Die Kapitalbeweoung 'irrten italienischen Aktiengesellschaften läßt erkennen, daß Italien sich vom Agrarland zum Industriestaat zu entwickeln und ein Aussuhrland im Großen zu werden sich bestrebt. Im 7. Heft wird von Hans Hirschstein unter beut Titel „Banken und Wiederaufbau" ein Bericht des englischen Banken- komltees gegeben, der die Probleme der Umstellung der englischen Banken auf die neuen Aufgaben der Friedenswirtschaft behandelt. Das letzt erschienene Heft der Sammlung schließlich gibt eine an Einzelmateriäl ungemein reiche Darstellung von der Entwicklung des Baumwollwest- marktes während dcs Krieges bis zum Friedensschluß, wobei noch die neuesten amerikanischen Berichte vom August 1919 berücksichtigt worden sind. Die zweite der genannten Sammlungen erhebt sich niehc auf die Stufe der wissenschaftlichen Ueberschau. Es sind dies Werke mit dem Charakter von Monographien 'in stärkerem Umfang. Auch in dieser Sammlung werden für uns wichtige amtliche Erscheinungen des Auslandes der deutschen Oefsentlichksit zugänglich gemacht, wie B. der Berickit des Verwalters des feindlichen Eigentums in den Bereinigten Staaten, der als Band 1 der Sammlung erschienen ist. Vor allem aber sollen biHn ziflammensallende Darstellungen über einzelne Wirtschaftsgebiete, über die Reh- goffpraduktion und über WirtschaftsSe«'ehungen zwischen ein’ Oien Ländern erscheinen. So ist als Band 2 eine M onographie über die Oelvalme,