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Li«rückuuvsgebübr:Die8gesp.Kolonelzeileod. toten Raum 40 Pfg,die Sgelp. Zeile i. Reklame- teil 1.50Mk 25°loTeirerungszuschl. Osiertgebühr 25 Vfg. Bezuasvreis: Virrteljährlick 4.Ä) Mk.. monatl. 1.40Mk.. für Postbezu^ .i..i^:"st.s.

Mark., monatl. 1.40 Akk. Die Nummer 10 Pf, PoÄckeck-Konto Nr. 26659. Frankfurt a. M.

ms viertelrährl. 4.20

rs.

M. 253

Tsnsral-Anzeiger

AmMches Organ für Sla-l- und Landkreis Kana«

Erscheint täglich mit Ausnahme der -Sonn- und Feiertage

Mittwoch den 29. Oktober

Verlaasleitung: Ad. Indermühl«.

Verantwortlich: für Politiken und allgemeinen Teil G. Schrecker: für lokalen und provinziellen Teil sowie Sport W. Moritz: für Anzeigen und Reklamen A. Brodt, alle in Hanau a. M.

Rotationsdruckd.Watsendausbuchdruckerei Hanau Fernsoreckanschliisie Nr. 1237 und 1238

1919 /

Zur Ausführung -es Frie-ensverlrages.

Die Sorgen des Obersten Rates.

Am Samstag hat der Oberste Rat der Ver- [ kündeten in Paris u. a. folgendes getan: Er : sich, so berichten französische Blätter, mit ; 1« Lage befasst, die in Flensburg (Schleswig) durch die Unruhen und durch die Entsendung deutscher Truppen entstanden ist. Flensburg : liegt in der Zone, die nach dem Inkrafttreten i des Friedensvertrages behufs Durchführung der Abstimmung von verbündeten Truppen besetzt kerben soll und dieLage", mit der sich der Oberste Rat befasst hat, bestebt darin, daß man fürchtet, die deutschen Trupps könnten unter dem Vorwand, die Unruben zu unterdrücken, ge- imfie Verhaftungen vornehmen, durch die die Volksabstimmung gefälscht würde. Was der Rat darüber beschlossen hat, wird nicht gemeldet. Ln einem andern Abstimmungsgebiet, in Ober- Mesien, gaben die Gemeindewahlen dem Obersten RatAnlab, einen Ausschutz mit der.Erkundigung zu beauftragen, ob die deutsche Regierung fetzt schon lolche Wahlen vornehmen lässt: das darf nämlich rat geschehen, wenn der mit der Durchführung der Abstimmung beauftragte Ausschuß im Lande ist. Sodann hat der Oberste Rat die Anwei­sungen für den Ausschuß gebilligt, der in Teschen hie Volksabstimmung durchführen soll. Die von her bulgarischen Abordnung eingereichten Be- aerkungen über die Friedensbedingungen und hie bulgarischen Gegenvorschläge hat der Rat den zuständigen Ausschüßen überwiesen, die in liner Woche Bericht erstatten sollen. Dann wird der Oberste Rat seine Entscheidung treffen, die von der bulgarischen Abordnung ohne weitere Erörterung angenommen werden muß.

Attsnahmezustan- in einigen Kreisen Thüringens.

--- Csffel, 29. Oktober.

' ®ie bereits mitgeteilt, hat der Reichspräsident auf Grund des Artikels 48 der Reichsverfaffnug in dem przirke Kreiß Schleusingen, Landkreis Ohrdruf, Stadt Aella-Mehlis den Ausnahmezustand verhängt. Die ^ass- Allg. Ztg/ erfährt dazu, daß in den fraglichen Pezirken Thüringens, in denen sich bekanntlich bc- feutende Waffenfabriken befinden, seit. Wochen Zu- ^nde eingcrissen sind, die allmählich eine völlige Archie gezeitigt haben. OrdmmsSfeindlicheS Ge- fW hatte sich ix Besitz v« Waffe« gesetzt und eine pmliche Wehr für sich M allerhand bcdenMchen Decken gebildet. Er war am Ende so weit ge­kommen, daß gegen die gesetzlichen Bestimmungen in tfer Händen Waffen waren. Zusammenrottungen >md Mißhandlungen ftiedlicher Bürger waren an der Tagesordnung. Schließlich waren die Verhältnisse der- ikstalt, daß kein Mensch seiner Leben» sicher schien. In Verbindung mit Versammlungen wegen Lohnforderungen dar es zu Haussuchungen der Privatwohnungen von oabrikdirektorcn gekommen. Einem von ihnen wurde, nachdem man ihn unter Mißhandlungen durch die kraßen gezerrt hatte, schriftliches Zugeständnis aus Lohnerhöhungen abgepreßt. Der Mann ist so schwer

B worden, daß er ärztliche Hilfe in Anspruch mußte. Diese Dinge hatten in den letzten ihren Höhepunkt erreicht. Sie hatten öffen­tlich ihr Vorspiel in den bekannten Vorgängen, die P in Schmalkalden zugetragen haben. Gegen diese Küsten Ausschreitungen und -'setzwidrigen Zustande Jat die Regierung, wie aus obiger Meldung hervor- iM sich nun entschlossen, vorzugehen und zwar mit ^»offnerem Aufgebot, das inzwischen in den gefährdeten ^rten eingetroffen ist.

Der Freistaat Danzig.

DDP. Danzig, 29. Oktober.

. Das Auswärtige Amt hat dem Magistrat zu ^nzig mitgeteilt: Nach Artikel 100 des Friedens- ^rtrages tritt das Reich das Gebiet des Rpm Freistaates Danzig an die alliiert.en und assoziierten Hauptmächte ab. Der Uebergang Uolgt «icht schon mit der Errichtung des ersten Protokolls üb> r dieMederl 'gung der Ratifikations-

de (Artikel 420 Abs. 7 des Friedensver- ^?es) sondern erst dann, wenn sämtliche querten und assoziierten Hauptmächte die ?s°ufilationsurkunde niedergelegt haben. Der sireisinat selbst kann erst mit seiner förmlichen Gründung nach Artikel 102 des Friedens­vertrages ins Leben treten. Es bleibt den steinigten Hauptmächten oder deren Bevoll- ^chtigten überlassen, für die Regierung in der bis zu der Niederlegunz der letzten Ratifikationsurkunde, also bis zum Aushören 2 bisherigen Staatshoheit und der Begründung *es Freistaates zu sorgen.

Neuer Kre-rianspruch.

- -- Berlin, 29. Oktbr.

Der der Naftonalversammlung zupeqangene Reichserqänzungsetat für 1919 enthält einen neuen Kreditanfvruch von über 8 Milliarden Mark. Fast alle Ministerien haben erhöhte Ausgaben. Au den gesamten Neuforderungen ergibt sich ein Anleihebedarf von 46.5 Milliar­den Mark, wofür auf gesetzgeberischem Wege für 3^.4 Milliarden Mk. die 'Kreditermächtigung erteilt worden ist.

Erzberqer und Sie SNarprüMienanrethe»

WB. Berlin, 29. Oktbr.

ReichSfixanzminister Erzberger erklärte, daß «an mit der Sparprömiensnleike zu einem vollständig neuen ryp übergegangen sei, der nicht nur den Spieltrirb ausnütze, sondern auch den Spargedankcn in den Vordergrund stelle. Die Gewinne erfordern inSge« kamt nicht mehr al» 0,9 Prozent des Anleibcbetrazes. Durch den Bonus und die Zinrznschläge wurde der Svielcharakier der Anleihe wesentlich gedämpft. Den Besitzern von Kriegsanleihe seien Begünstigungen bei der Zeichnung eingeräumt.

Die Auslieferung -er an Kollan- verkauflen -eütfchen Schiffe.

- -- BerNn, 29. Oktbr.

LautDeutscher Allg.-Ztg." hat sich das Kabinett letzthin mit der Note der Entente we­gen der Auslieferung der von Deutschland an Holland verkauften Schiffe beschäftigt. Es sei anzunehmen, daß die Reichsregierung sich den Rechtsausführungen der Entente nicht wird an- ichlre^n könne. M,^MjèNduug bcxk^^ Antwortnote dürste bevorstehen.

Zur Einstellung -es GAerverkehrs zwischen Elsaß-Lothringen und der Schweiz.

WB. Sern, 29. Oktober.

Die Einstellung des Güterverkehrs zwischen Elsaß-Lothringen und der Schweiz soll wegen der unruhigen Verhältnisse im Elsass notwendig geworden sein. Die elsässische Bevölkerung ist erregt, weil das französische Aufsichtspersonal die deutsche Sprache nicht beherrscht und die Postverhältnisse nicht organisiert hat. Die Eisenbahner sabotieren den Verkehr, ebenso die Nhemschiffer. Frankreich ersuchte daher, die Schweiz, ihre Waren über französisches Gebiet umzuketten. Da aber Frankreich großen Mangel an killendem Material leidet, laufen die für die Schweiz bestimmten Waren Gefahr, auf den ftanzösischen Bahnhöfen liegen zu bleiben und nicht in die Schweiz zu kommen.

Graf Szernis Ansicht.

DDP. Berlin, 29. Oktbr.

Graf Ezernin erklärte in seinen Erinnerun­gen aus dem Weltkriege zusammenfassend über die Friedensbewegung während seiner Amtszeit, daß im Allgemeinen weder die Entente, noch die in Deutschland herrschende allmächtige Mili- tärpartei einen Verständigungsfrieden wollte. Beide wollten siegen und dem Niedergeworfenen einen Gewaltfrieden aufzwingen. Deutschlands führende Männer, vor allem Ludendorff, haben niemals die ehrliche Absicht gehabt, Belgien wirtschaftlich und politisch wieder völlig freizu­geben. Noch viel weniger wollten sie Opfer bringen.. Sie wollten im Osten und Westen erobern und ihre gewalttättgen Absichten haben jeder pazifistischen Tendenz der Entente, sowie sie sich nur leise rührte, entgegengearbeitet Auf derMnderen Seite waren die führenden Männer der Entente, Clemenceau stets und Lloyd George jedenfalls später, auch fest entschlossen, Deutsch­land zu zerschmettern, und sie benützten die fort­gesetzten deutschen Drohungen natürlich . dazu, um jede pazifisüfche Bewegung in den eigenen Ländern zu ersticken. Die Entente gewann dank der Haltung der führenden deutschen Männer die Ueberzeugung, daß eine Verständigung mit Deutschland ganz unmöglich sei und verwies ihrerseits auf Friedensbedingungen, welche wie­der für ein nichtgeschlagenes Deutschland nicht annehmbar waren.

Die Enlenkekvmmisiion für -as Baltikum.

- -- Berlin, 29. Oktober.

Die Ententekommission für das Baltikum ist demLokalanz." zufolge wie folgt zusammen­gesetzt : Für Frankreich General Niessel als Vor­sitzender, 'für Gnglxnd Vrjgadegeneral Turner, für die Vereinigten Staaten Brigadegeneral Sachenay, für Italien Brigadegeneral $(«rietti und für Japan Oberst Takeda.

Kleine Nachrichten.

Vorlegung eines Beamtenratsgesctzcs. Der interfraktionelle BeamtenauSschuß der Nationalver­sammlung hat am Freitag einstimmig eine Entschlie­ßung angenommen, welche die sofortige Vorlegung eines Gesetze» einheitlich für das ganze Reich gur Sicherung deSMitbestimmungSrechts derBcamtex fordert.

Der Stadt Kaiserslautern wurde von dem ftanzösischen Oberbefehlshaber wegen der Vorfälle am 8. September eine Geldstrafe von 60 0M Mk. auferlegt.

Die Reichsadgabeuordnung wurde vom Steneransschuß der Nationalversammlung in zweiter Lesung angenommen.

Deutsche Nationalversammlung.

110. Sitzung.

Berlin, 28. Oktbr.

Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung um l1/« Uhr. Das Haus ist schwach besucht. Auf eine Anfrage des Abz. Schiele (Deutsch - natlö weocn Selbsthilfe der Stadt Trier in ihrer Kartoffclversorgung, wobei gegen den Ort Rbeinfeld Gewalt angewendet wurde, wird regierungsseitig erwidert, daß die Ermitte­lungen noch nickt abgeschlossen seien. Auf eine An, rage des Abg. Dr. Mittelmann (D. Vpi fingen der traurigen Lage deutscher Gefangener in Aegypten wird regierungsseitig geantwortet, daß die Unterbringung der Gefangenen im Allgemeinen er­träglich ist, doch ist der ©eiunbbeitSpif'taub schiedet. UrS sei bei der britischen Regierung auf Abstellung der Mißstände und Freilassung gedrungen gerben, und er sei zu hoffen, daß sämtliche Gefangene bald zurück- kehrten. Eine Anfrage de» Abg. Dr. Mittel­mann (D. Pp.) wegen falscher 60 Marksteine wirb dahin beantwortet, daß infolge des Hii'ammexwiikens des Berliner PolftoipräfidinmS, des Reichsbankdire?- tonnnis und der «Staatsanwaltschaft und infolge Auf- ^enduna reichlicher Geldmittel für Agenten und Be­

Zur Lin-erung -er Kohlennok.

WB. Duisburg, 29. Oktober.

Die Binnenschiffer und Flößer des Rheins und seiner Nebenflüsse haben beschlossen, zur Linderung der Kohlennot in Süddeutscklaud auf den Rheinfahrzeugen ieden Tag zwei UeSerstunden zu fahren und ebenso an den freien Sonntagen zu arbeiten.

Ein Geheimberichl des Grafen Tisza.

Budapest, 28. Oktober.

ImPester Lloyd" wird ein Geheimbericht des Grafen Tisza über seinen Besuch bei Kaiser Wibhelm am 4. Dezember 1915 veröffentlicht. Er hätte vergebens versucht, die allzu optimistischen Anschauungen S^iltielm H., der die Kräfte des Gegners beträchtlich unterschätzte und über den Ausgang des Krieges allzu günstige Erwartungen hegte, auf den Boden realer Tatsachen zurück­zuführen. Durch den Lenker der verantwortlichen deutschen Polittk müsse dauernd ein mäßigenderer Einfluß auf den Kaiser ausgeübt werden.

Foch als Präfi-entfchafls- kan-i-al.

DDP. Rotterdam, 29. Oftober.

Wie der New-Dork American aus Paris meldet, werde Marichall Foch die Präsidentschaftskandidatur für Frankreich annehmen. Eine Bestätigung dieser Meldung liegt indessen noch nicht vor.

Eine amerikanische Anterfuchungs- kommission.

DDP. Berlin, 29. Okthr.

â ^SeriuiCi.T^^ miuM wird, ist in Wilna eine amerikanische Kommission unter der Führung des ehemaligen amerikani­schen Botschafters Morgentau eingetroffen, die Untersuchungen über die Pogrome anstellen soll, die bei der Besetzung der Stadt durch die Polen veranstaltet worden sind. Es handelt sich um 2000 Fälle von Mord, Folterung und Raub. Ferner liegen fetzt aktenmäßige Mitteilungen vor über furchtbare Vorgänge, die sich nicht nur in ganz Polen, sondern auch" in der gesamten Ukraine abgespielt haben. Aus den Akten er­gibt sich, dâß rund 400 000 Menschen bei diesen Pogromen getötet worden smd. Die Zahl der Verwundeten und zu Kriipveln gemachten be­trägt gegen 100 000. Die Zahl der geschände­ten Frauen beziffert sich auf fast 10000. Die Zahl der Orte, in denen Pogrome stattfanden, beträgt mehr als 100. Aus mehr als 60 Orts­schaften liegen eingehende Berichte bereits vor. Der Schaden an Hab und Gut wird auf über 100 Millionen Rubel angegeben. Möglicher­weise kann es sich auch um einige hundert Millio­nen Rubel handeln.

lohnungen in den letzten Wochen 24 Falschmünzer« banden dem Gericht zngeftibrt werden konnten. Es ist eine Abnahme der Herstellung von Falschgeld festzu« stellen. Auf eine Anfrage des Abg. Freiherrn von R i ch t h o f e n (Dem.), wonach die deutsche Regierung sich die Nückwandenmg von Deutsche« au» Amerika verboten hätte, wird regierungsseitig bemerkt, daß dem in keiner Weise so sei. Dagegen mache Amerikq Schwierigkeiten bei der Ansreiseerlaubni», Wogegen wir energisch protestiert hätten. In Beantwortung einer Anfrage des Abg. Dr. Rieß er (D. Vp.> wegen. Fortbestehens der ArbeiterraftS von Stettin, wird auf den Beschluß eine» Ausschusses der Nationalversamm­lung verwiescu. Auf eine Anfrage de» Abg. Dr. Hugo (D. Vp.) wegen deS Schmuggels in Schles­wig, wird regierungsseitig geantwortet, daß wirksame Anordnungen getroffen seien und der Grenzschutz ber? stärkt würde. Auf bie Frage de» Abg. Richter- Ostpreußen (Deutsch natl.) wegen den Eiscnbahnve^ binbungen nach Ostpreußen, dem Baltikum und Nuß- land, wird regierungsseitig geantwortet, daß bet Ver­kehr aus militärischen Gründen vorübergehend gesperrt ttitb unterbunden war. Sobald die, Lage sich geklärt habe, solle der regelmäßige Verkehr wieder einsetzen. Hierauf Fortsetzung der 2. Beratung deS Haushalts) ReichSwirtschaftrministerinm. Abg. w e ll (Unabb.)t| D-r Zusammenbruch ist eine Folge her Politik der Rechten. Eine Zwangswirtschaft haben wir überhaupt nickt mehr. Sie wird überall durchbrochen. Brauch­bare Kohlen werden auf die Schutthaufen geschuttch unb Arbeiterangebote seitens der Arbeitsnachweis« werben von den Bergwerksdirektionen zunickgewiescn. Reparaturen werden trotz Drängens der Betriebsräte nicht dnrchgeführt. Wir befinden unS immer noch int kapitalistischen Staat. Derbalb hat bie Arbeiter, chmr' dar Recht, sich jeden Mittels zur Aiickessernng ihrer Lage zu bedienen (Unruhe>, auch die Nothilfe b«8 Streifs. (Unruhe). Der deutsche Arbeiter wird di-e Sozialisierung erzwingen. (Lachen rechts -. _ Du Nahrungsmittel werden von der- Landwirrschaft ;* rückgcbalten, um höhere Preise ' zu erzielen. Die ptllnmäjjige Sabotage r^r» von Leu lanWu» fchaMche« Organisationen offen unterstützt. Abg. Dr. Hugo (Dt «bt) Die Zwangswirtschaft darf nicht zum Hindernis für die wirtschaftliche N'c- deraufrichtnng werden. Jk auch genögexd Vorsorge getroffen, daß nicht Gettcide, Nahnm«»mittel rind N«K- stoffe ins Ausland gelten und uns nachher fehlen? Die Zolldifferenz zwischen links- und rechtsrheinische« Gebiet muß verschwinden. Bei aller Achtungr best Genossenschaftswesen, muß dem kleixen, sclbfttndigr« Handwerk Lickt «ns Suft gelassen werben. Dar Hrrck-> werk muß Rohstoffe und ArbeitSreleLexheit bekomm-m. Die Notstand»versorgung int Dextilweun erfordere größte Aufmerksanikeit und aller Entbehrliche muß sofort freigegeben werden. Die NotstandrocrsoiLuxz mit Schüben stockt vollständig. Es ist noch nichts ge­schehen. Die Politik der Regierung, wexiz sie auf bie Wieder«mfri»tung unseres Wirtschaftsleben, »erichtck ist, muß Unterstützt Werben. Münster « ch «rdtr Ich bin nicht einserftanben mit der KutsHließx«, des AnSschusseS, wonach alle Bestimmungen in bex Eo- nidrun,»Verordnungen aufgehoben werden, welche bin­dern, den landwirtschaftlichen Arbeitern die zu,efichev< ten DeputatSbezüge ohne Beschränkung auHtiüefern, Ebenso bitte ich, den Anttag Arnstadt abzulelniex, daß der Erlös der Biehhäute dem Besiper beS Siebes, box dem e$ gekauft wird, in vollem Umfange auSgezahlt wird. Damit schließt die allgemeine AuSsprack«. Abg. Behren» (Dxtl) begründet einen Antrag Allekotte, das Ministerium in drei Abteilungen zu teilen 'Sr Landwirtschaft, fit Industrie xnb Handel und für Groß- und Kleinhandel und die Leitung dieser Abtei, hingen Fachmännern zu übertragen. Der Antrag Allekotte wird abgelehnt. Die Entschließung des «u». schliffe« betreffend die DeputatSbezüge wird angenom. men, ebenso die andere Entschließung beS Ausschüsse». Bei der Abstimmung über die Entschließung Arnstadt betreffend die Abgabe der Erlöses der Biehhäute an den Besitzer des Biebc» muß Hammel-sprung borge* nommcn werden. Das Han» bat sich inzwischen ziem- lich gefüllt. Die Abstimmung ergibt 102 Stimmen für den Vertta», 104 Stimmen basegen. Da» Hau» ist also beschlußnnfähig. Die Nächste Sitzung wirb auf heute 4'/« Uhr anberaumt.

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HL Sitzung.

Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung »« 4 Uhr 45. Forts, der zweiten Beratung beS Reich». wirtschaftSministeriUm. Eine Entschließung Arnstadt betreffend Gewäbrttistung von Rohstoffen und Betrieb»« mitteln für Handwerk und Industrie wird angenom­men. Abg. Koch- Merseburg (Dem.) befürwortet einen Antrag, die Melasseablieferung zugunsten ein« besseren Biedsütterung abzuändern ui.b 60 Prozent her Melasse den Rüben bauern zu belasse*. Abg, Demmler (Dxtl.) stimmt dem zu. Abg. Wur« (IL S.) widerspricht dem Antrag, weil die Melasse zur LpintuSfabrikation gebraucht wich. T^r Antrag Koch wird angenommen. Bei ei, galntx Titel» ent« spinnen sich kurze Debatten. Die Abax .,«u :gsauträg« de» Ausschusses werden angenommen. Abg. Frau Schröder (6.) bespricht d - Kohlemiot in bex Heilstätten. Adg. Schiele (D«tl.) betriebt die Fra,e der KattoffeltranSporte, zu deren Gunsten der Perionenverkebr eingeschränkt werden müsse. Der Rest des Haushalt» des Reick«wirtschaft»amt» wird ange­nommen. Er folgt die Beratung bei Haushalt» deß Verwaltung der ReichSherren. Hierauf vertagt sich da» Haus auf Mittwoch 9/* Uhr. Fortsetzung, Rest bei Haushalt,.