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General-Anzeiger

AmMches Organ W Stadt- und Landkreis Kanan

Erschein! täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertags

Verlagsleitung: Ad. Jndermüble. Verantwortlich: für politischen und allgemein Teil E. Schrecker: für lokalen und provinziellen Teil sowie Sport W. Mor>tz: für Anzeigen und Reklamen A. Brodt. alle in Hanau a.M. Rotationsdruck d.Walsenhausbuchdruckerei van« sfernsprechanichlüsse Nr. 1237 und 1238

Teil G. Sckre

Teil sowie 6;

Reklamen

W. 252

Dienstag den 28. Oktober

1919

Zweihundert Milliarden Schulden.

Der Reichsrat über die Finanzlage.

Zn der öffentlichen Sitzung des Reichsrates ^ Samstag, die unter Leitung des Ministers fl^e stattfand, wurde die furchtbare eanzlage des Reiches besprochen. Die lden des Reiches haben sich in einem Jahre M 40,9 Milliarden vermehrt. Die gesamte Aeichsschuld betrug am 31. Dezember 93,7 Milliarden; sie wurde durch Rückläufe auf 90,4 Milliarden ermäßigt. An unverzinslichen Schatz- Mweisungen, also an schwebender Schuld sind iillt Zeit 82 Milliarden im Umlauf, so daß die .Umte Schuld sich auf 172 Milliarden Mark Wust. Am 1. April 1920 werden die Schulden

Reiches, wenn alle Kredite realisiert werden, Henoch offen sind, insgesamt 204 Milliarden Wagen. Die Abwicklung der Folge des Krieges wird uns ebenso viel kosten wie der Meg selber, in dem wir noch mit 26 Milliarden Mich ausgekommen sind. Für außerordenliche Zwecke find im Etat allein 32 Milliarden vor­gesehen, darunter 17 zum Vollzug des Friedens- rertrages. Die Hauptlast der außerordentlichen Ausgaben entfällt auf die Ueberführung des Heeres und der Marine in den neuen Rahmen.

$ Milliarden sind für die Beschaffung von Lebensmitteln usw. erforderlich. Das alles sind (nur zum geringsten Teil Ausgaben zu werbenden Zwecken, und der Grundsatz der Verfassung, ich Anleihen in der Regel nur fiir werbende Zwecke ausgenommen werden sollen, ist in dem vor­liegenden Haushalt noch nicht beachtet. Der Ausschuß des Reichsrats war sich darüber einig, baß das Reich eine Fortdauer dieser gegen- MÜigen Ausgabepolittk nicht mehr lange wird ^^Mmkönnen, und ein einschneidender Ab- M her äügeroroenUüHen Ausgaben M«èW«â Mrift Auch der unnatürliche Stand der schwebenden Schuld bot dem Ausschuß Anlaß M Sorge. Der Finanzminister selbst konnte m den Ausschußberatungen nicht teilnehmen, «btt sein Vettreter versprach, daß demnächst der Wunsch erfüllt werden solle, dem Reichsrat mitzuteilen, wie sich der Minister die Zurück» erung der Reichsfinanzen in eine geordnete hn dentt und welche Pläne er dabei ver- solgt. Der Reichsrat stimmte dem Ergänzungs- <tat zu.

Weiter wurde mitgeteilt, daß unter Einrech- ttung aller Ergänzungsetats der Etat für 1919 in Einnahme und Ausgabe mit rund 58 Milliar­den balanziere. Als Vettreter Preußens be­merkte Ministettaldirektor Nobis, daß ein solcher ssriedensetat überhaupt auf der Erde ohne Bei- Mel sei. So könne es unmöglich weiter gehen. Er sei nicht gelungen, den an die Spitze der Beratungen gestellten Grundsatz der Sparsamkeit restlos zur Durchführung zu bringen. Im ganzen sei nur eine Milliarde abgesetzt worden. Er hoffe, daß wenn diese Ziffern öffentlich bekannt meiden, dies wette Kreise unseres Volkes nach­denklich stimmen werde. Ein bayerischer Re- Lsemngsvettreter schloß sich namens seiner Re- Pierung'diesen Ausführungen an.

Vaterlands-ienst.

DDP. Berlin, 28. Oktober.

Zu dem heutigen Todestage Bölckes erläßt der Inspekteur der Fliegertruppe Major Nachnels eine Wudgebung zum Gedächtnis der gefallenen Flieges. heißt darin: Größer denn je ist die Not der «oterlandes. Die Fahnen zerbrochen, die Ehre befleckt, Machtlos, verarmt. Aus den Gräbern erklingt der Dahnruf zur Pflicht an die Arbeit. Denkt nicht an ^ch selbst, denkt an das höchste Gut : Laterlandr- ^nst. Wie ihr im Kampfe treu zusammenhieltet, so Miet jetzt in der Arbeit zusammen und in treuer Kameradschaft. Die deutsche Fliegerei wird neu er- Mn. Persönlichkeiten müssen sie führen. Wachst zu Elchen heran, daS Herz voller Ideale.

Entlassung der deutschen Änge- sleMen in Straßburg.

DDP. Stratzbura i. Els., 28. Oktbr.

Na^h hiesigen Blättermeldungen sind die Straß- âgcr Handelshäuser vom Gcncralkommissar Milleiand Maeforbert worden, bis zum 15. November sämtliche fischen Angestellten zn entlassen. Die deutschen An- WWten sollen auf eine Anordnun, Millerands aus- ^Miesen werden. Die Ausweisung ist innerhalb Miger Wochen durchzuführcn.

Der Abtransport der deutschen Kriegs­gefangenen aus Frankreich.

DDP. Genf, 28. Okt.

Das interalliiert« Rote Kreuz teilt mit, daß der Abtransport der deutschen Kriegsgefangenen aus «rankreich zwischen dem 27. Oktober urrd dem 2. No- ^ber beginnen wird

Das Aebergangsheer.

WB. Berlin, 27. Oktbr.

In bet heutigen Sitzung des Haushaltungs- ausschusses der Nationalversammlung teilte Reichsminister Noske zum Etat des Reichswehr­ministeriums mit, daß der jetzt vorliegende Etat lediglich ein Uebergangsetat sei. Am 1. April würden wir erst einen Etat aufstellen, der die künftige Reichswehr umfassen wird. Bei Beur­teilung des vorliegenden Etats dürfe man nicht vergessen, daß wir uns an die Vorschriften der Entente zu halten hätten, die unerträglich de­mütigend und entwürdigend seien. Ueber die Zusammensetzung des Uebergangsheeres wurde seitens des Wehrministeriums folgendes mitge­teilt: Innerhalb dreier Monate nach Jnkraft- treten des Friedensvertrages müße die Stacke des deutschen Heeres auf 200 000 Mann und ab 1. April 1920 auf 100 000 Mann zurückgeführt .sein. Den zu bildenden sieben Infanteriedivisio­nen des Heeres entsprechend, ist das Reichsgebiet ab 1. Oktober 1919 bereits in folgende sieben Wehrkreise ein geteilt worden: 1. Ostpreußen, 2. Pommern, Schleswig-Holstein und Mecklen­burg, 3. Schlesien, Brandenburg und Posen, 4. Provinz und Freistaat Sachsen und ein Teil von Thüringen, 5. Thüringen, Heßen, Baden und Württemberg, 6. Hannover, Westfalen und das Rheinland, 7. Bayern. Im Rahmen diessx Einteilung des Reichsgebietes für das endgültige Friedensheer erfolgt auch die Aufstellung des Heeres von 200 000 Mann (Uebergangsheer). Das Uebergangsheer besteht aus 20 Reichswehr­brigaden. Von den 20 Reichswehrbttgaden ent­fallen im allgemeinen auf jeden Wehrkreis zwei. Die Reichswehcbrigaden unterstehen territorial den Wehrkreiskommandos, für Truppenführung und -ausbildung den vier Reichswehrgruppen­kommandos des Uebergangsheeres. Es liegen: Reichswehrgruppenkommando 1 in Berlin (Wehrkreis 3 und 4), Reichswehrgruppenkom­mando 2 in Caßel (Wehrkreis 5 und 6), Reichs­wehrgruppenkommando 3 in Kolberg (Wehrkreis 1 und 2) und Reichswehrgruppenkommando 4 in München (Wehrkreis 7.). Es sind grundsätzlich in jeder Brigade folgende Verbände vorhanden: zwei Jnsanterieregimenter, ein Kavallerieregi­ment und ein Pionierbataillon.

Scheuch gegen VuLenövrfs.

DDP. Bettin, 28. Okt.

Der frübere preußische Kriegsminister General Scheuch veröffentlicht in derB. A. Z." eine Erklär­ung, die sich gegen General Ludendorffs SBebmtimg wendet, er nämlich Scheuch labe sich nicht im Oktober 1918 schützend vor den Kaiser gestellt. In der Erklär­ung Schenchs heißt es: General Ludendorff verwei­gert mit die von mir geforbete persönliche Genugtuung für die schwere Ebrenkränkung. Vom Deutschen Offi­ziersbund will ich diesen Streit zwischen General Ludendorff und mir fernhalten. Ich werde daher den Vorsitz niederlegen.

Die Leidtragenden desKofnarrsu".

Einem großzügigen Abonnementkschwindel hat gestern die Kriminalpolizei in Lichterfelde ein Ende gemacht. Im Mai dieses Jahre? entstand in Lichter­felde der Eulen-Verlag, dessen Inda der eine Frau Salomon war, wtbrend ibr Mann als GescbäftS- führer zeichnete. Der Eulen-Verlag versandte zn Tau­senden ein Propagandaschreiben, ba§ sich an national- gesinnte Kreise wendete und in dem die Gründung eines neuen WitzblattesDer Hofnarr" angekündigt wurde, dar den monarchischen Gedanken wieder in weiteren Kreisen zur Erstarkung bringen sollte. Auf das Propagandbschreillen meldeten sich rund 20 000 Personen, welche dar angefünbigte Witzblatt bestellten und den Jahresbetrag von 8 Mark 20 Pf. im voraus einsandten. DaS Erscheinen desHofnarren" ver­zögerte sich jedoch von Monat zu Monat, und al? die ungeduldigen Abonnenten schließlich Aufklärung über die Gründe bei Nichterscheinens zu haben wünschten, erklärte die in die Enge gedrängte GeschäftSicitung, daß sie erst Anfang nächsten Jahres die erste Nummer der saryrischen Zeitührift heraus- bringen Sönne. Hiergegen erhoben zaplreiche Abonnenten Einspruch und erstatteten bei der btaaiSamvaltfchast Anzeige wegen Betruges. Gestern erschicntdie Kri- ininaipolizei im Eulen - Verlag und verhaicte da? Ehepaar Salomon, den Schriftleiter Markus und einen angeblichen Hauptmann Hagemeier, um sie dem Uuter- suchiingSrichter vorzufnhren. Eine Prüfling der Bücher ergab, daß von den cingegcmgenen 150 000 Mark fiu denHofnarren" lediglich noch 1200 Mark übrig waren. Den Nest will die Gcschäftsleitung für un­auffindbare künstlerische Beiträge undSpesen" mis- gcgebeil haben.

Die Polen in Thorn.

--- Girl.», 28. Oktbr.

DemLokalanzeiger" znfolge find am 25. Oktober polnische Truppen in Thorn eingerückt. Tborn wird der Sitz der Wojwodschaft, die be« Namen Ponimereüen ereilt

Mâe. MachrlchèrN.

Dem Abg. Dr. Haase ist gestern das verletzte Bein abgenommen worden

Der zweite Untersuchun«S»ttrschuß wird seine Tätigkeit am 31. Okt. mit bet Vernehmung Bethmann Hollwegs fortsetzen.

Einziehung »ei Kaiser film«. Dem Anträge Kaiser Wilhelms aut Einziehung bei Kaiserstlm«, ist, da, eine Verletzung der Reckte beS Kaisers an seinem Bilde vorliegt, stattgegcden worden. Ein ^Strafver­fahren schwebt in dieser Sache nicht

Die Beerdigung des «eneralfaldmarscha»« van Hâseler findet am 30. Oftober nachmittags 8 Uhr im Harnecop statt.

Die Krisis in der amerilanischen Arbeiter­schaft nimmt immer größeren Umfang an. Die radikalen Elemente haben anscheinend die Mehr­heit gewonnen.

Im «nerikanischen Senat wurde ein Gesetz- antrag eingebracht, der Eisenbahnstreiks ver­bietet. Die Eisenbahner drohen im Falle der Annahme der Entwurfes mit einer sofortigen direkten Aktion.

Schweden, Norwegen «nd Dönematt haben die Tschechisch-Slowattsche Republik anertannt.

Wirtschaftlicher Optimismus in LZambnrg.

Bon einem Korrespondenten erhält beiDeri. Tazebl." ein interessantes Stimmungsbild auf Ham­burg, dem wir folgende Stellen entnehmen:

Die großen Hamburger Im- und Eppor- teure sehen trotz allen Schwierigkeiten, wieder An­schluß an den Weltmarkt zu gewinnen, doch mit einem gewissen Optimismus in die Zukunft. Die größte unlautere Konkurrenz erblicken sie mit Recht in dem kolossalen Warenimport durch dar besetzte Gebiet im Westen. Die Entente hält sich dabei nicht an die gesetzlichen Bestimmungen Deutschlands, die die Er­hebung der Zölle in Gold verlangen. So kommt es, um nur ein Beispiel zu nennen, daß im Hamburger Freihafen lagernder Kaffee dem Importeur oder Kon­sumenten bei der Ueberfübrung in die Stadt Ham­burg durch die Entrichtung von Goldzöllen teurer wird, als wenn derselbe Kaffee über den weiten Weg von Rotterdam, Köln nach Hamburg geschafft werden w^rdc. Die Hamburger KMsmannichaft hat die Reichsregierung schon wiederholt auf diesen ganz uner­träglichen Zustand aufmerksam gemacht. Die Entente hat sich aber allen Vorstellungen gegenüber bisher taub verbalten. Einen zweiten Faktor, der den Warenexvort ungemein erschwert, sieht man in den willkürlichen Lieferung?- und Verkaufs bedmgungen der deutschen Fabrikantenverbände. Diese Verbände machen, wurde mir von den verschiedensten Expottfirmen ge­klagt, heute keine festen Preise mehr, und wenn doch welche vereinbart worden sind, komme man zuguter­letzt mit Auftchlägen heraus. Auch auf eine bestimmte Lieferfrist lasse man sich nicht ein, und häufig ver- lanae man auch noch Zahlung in fremder Valuta. Unter diesen Umständen sei für den Exporteur ein Geschäft mit dem AuSlande kaum noch möglich. DaS Ausland lasse sich auf derartige unsichere Geschäfte nicht ein, und vielfach Werbe erklärt, daß man bei einer solchen Geschästspraxis nicht wieb« mit deutschen Firmen arbeiten könne. Dab?i herrsche gar nicht einmal überall in der Welt jener große Waren- mangel,, bon dem immer gesprochen Werbe. Teilweise seien die Läger sogar mit englischen, amerikanischen und japanischen Wären überfüllt. Den grölten Wett­bewerb mache den europäischen und amerikanischen Handels- und Jndustriekreisen augenblicklich Japan in Luoamerika. Hier liege die Gefahr vor, daß die deutsche Ware völlig von der japanischen verdrängt werde. Wir könnten gar nicht so billig wie «Japan arbeiten. Dabei beschränke es sich keineswegs bloß auf Maffenartikel, sondern Werfe auch QualftätSpro- dukte auf den südamerikanischen Markt (Baumwollge- mebe, Spielzeug und dergleichen». Zu all diesen Widerständen gegen einen deutschen Warenexport kommt noch zum Schluß noch die bureankratische Re­gelung des Ein- und Ausfuhrwesens, die viele Ge­schäfte illusorisch mache. Jmmerhm ist der Import zollfreier Rohstoffe aus dem AuSlande, wie Häute, Rohbaumwolle und Wolle, heute schon ziemlich lebhaft

Die Hamburger Banken haben keinen An­laß, über einen flauen Geschäftsgang zu klagen. Nie war der Verkehr größer als jetzt. Man hat alle Hände voll zu tun. Enorme Umsätze werden erzielt. DaS Geschäft in der Beleihung von Waren in Devisen (auf Dänemark, Schweden, Norwegen xnb Holland) blüht. Die allgemeine Geldinflation hat auch an der Hamburger Börse ein Svekulationsfiebcr hervorge­rufen, von dem sich das kleine Privstpublikum keines­wegs zurückhält. Ausländer, meist Skandinavier, er­scheinen in Scharen in Hamburg als Käufer von Gnmdstücken und allerhand liquiden Wetten, um aus dem nitdrigen deutschen Dalutastaud Vorteile zu ziehen. Amerikaner und Engländer dagegen haben erst vereinzelt angefangeh sich zu etablieren.

So läßt sich zurzeit noch kein tareS Bild von den wirtschastlichenZukunftsaussichten Hamburgs gewinnen. Alles ist noch im Fluß und der gefesselte Riese kann erst ganz allni ähli ch, unter gewaltigen Kraftan strengungc», sich von den lähmenden Ketten der Kriegs- und U«b«r- gangswirtschaft befreien.

Deutsche Nationalversammlung

Vizepräsident Löbe eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 Min. Das Haus ist schwach besucht. Fortsetzung der zweiten Beratung des Reichs­haushalts, Abteilung Reichswictschaftsminifte- rieum. Abg. Dr. Böhmert- Bremen (Sem.), berichtet über die Ausschußverhandlungen. Reichsw'cttschaftsminister Schmidt: Es sind in unserem wittschaftlichea Leben Anzeichen zur Beßerung vorhanden. In der Ernährungèftage haben wir von Beschränkungen Abstand nehme« können. Das Brot ist besser geworden. Dits Landwitte können mehr Kleie zurückbebrlteiu Eine Vermehrung der Schweineaufzucht würbe unsere mäßige Kartoffelernte gefährden. Auß dem Gebiete der Diehablieferungen habe ich Bw denken gegen scharfe Maßnahmen. Wir werde» versuchen müssen, in ausländischem Fleisch Ersatz zu finden. Die Hemmungen in der Kartoffel« beliefetung liegen neben der schlechten Ernte ich den. Transpoctverhâltntssen. Holland und Pole» werden uns Kartoffeln liefern. Es müssen Koh» len für die Margattnefabttkation beveitgesteA werden, damit die Rationen beibehalten werbet können. Wir sind bemüht, bie wilde Konkurrenz, in Lebensmitteln durch zentralen Einkauf int Ausland« zu beschränken. Die 1% Milliarde» zur Preissenkung sind verbraucht. Für den kom»! wenden Winter haben wir die Preise bis Endch des Jahres fest in der Hand, für Fleisch biSj Mitte Januar. Die Genniseversorgung ist noch; befriedigend, wenn auch die Preise zu hoch sind.' Mit norwegischen Hettngen sind Wir bis März, reichlich eingedeckt. Pettoleumvetteilung ist i^ Aussicht genommen. Im allgemeinen ist die Ver^ sorgung erheblich besser geworden. Wenn wiri durch Steigerung der Ausfuhr Devisen in drei Hand bekommen, werden wir noch größere Erft-' kaufe tätigen können. Amerika und Norwege«! haben auch Lebensmittel gespendet. Ihnen sei dafür herzlichster Dank gesagt. (Bravo.) Han»^ del und Industrie bitten ein anderes Bild. Die' Einfuhr beträgt zurzeit ein Fünftel der Fttv^ denseinfuhr, kostet aber 100 Prozent mehr. Diq Ausfuhr steigt enorm. Sie beträgt jetzt ei» Sechstel der Friedensaus fuhr und hat den gleM chen Wert. Die Reichsstoffeinfuhr ist möglich» zu begünstigen. Staatliche Unterstützung wirbt weiter möglich sein, freilich mit Berücksichtigung des Standpunktes der Konsumenten. Eine Vor-! läge wird dem Hause zugehen wegen eines! Verfahrens gegen den Wucher. Die Frage de» Loches im Westen" wird geregelt werden bur$ geeignete Kontrolle. Die Regierung wird wegen* der Frage der Goldzölle im Westen energische; Schritte tun. Die Kohlenproduktion wird ge­steigert werden durch Erhöhung dec Belegschaft ten. Die Braunkohlenförberung nimmt zu. Wir( werden aber den Personenverkehr noch mehr ein-s schränken müssen, um den Güterverkehr aufrecht erhalten zu können. Die ArbeiterwohnungSfragtz wird dmch Barackenbau zu lösen versucht. Ditt Bergarbeitergenossenschasten sollen an dem Woh­nungsbau auf siedlettscher Grundlage mit Mii^ bestinnnungSrecht beteiligt werden. Wenn Wir unserer Jndusttte nur Rohstoffe geben können.« Daher wird bie Regierung allen politische«, Streits der Bergarbeiter schaff ablehnend gegen»! überstehen. Das Ausland bewundett die Ener»' gie unserer Industrie. Wenn uns aber die En», tente nicht genügend Stoffe läßt, um unsere Jn­dusttte zu versorgen, so können wir nicht zahlen.' Fährt Frankreich in nervöser Hast in unsere» begonnenen! Aufbau hinein, so 'schabet es da-' durch auch sich selbst. So ist auch bie Oftse»- sperre nicht bloß uns zum Schaden und löst Haß und Erbitterung auS. Abg. Hoch (Soz.)tz Auch wir wünschen, daß unS die Entente g** nügenben Spielraum zum Leben läßt, aber wir mahnen dringend, daß er nicht wieder im Inner« zu einer Ausbeutung des Volkes durch wenige, Begünstigte kommt. Bei Aufhebung der Zwangs- wcrtschast kommt überall eine Preissteigerung zu» tage, die uns zu Grundt richtet. Di» Haupffach» ist die Rücksicht auf das Wohl der Allgemeinheit» Die Regierung muß dabei unterstützt werdens Don den Agrariern wird dirett zum aktiven Wi>, derstand gegen die Regierung gehetzt. Wir we» >en die schweren Zeiten nur dann übexstehe» wenn die Regierung mit starker Hand bie Wid««» stände beseitigt. - Abg. Dr. Braun (Zentr.)s DaS Ministerium soll praktisch« WirffchastrpoN. treiben und müßte sich in drei Gruppen glie. bern für Landwirtschaft, Gewerbe und Handel. Die Vorsteher dieser drei Abteilungen muffe» Fachmänner fein, einander gleichberechtigt sei« und den nötigen Einfluß auf die Sesamtpoltt^ haben. Die Landwirtschaft hat tm ShntfiMiuw zurzeit sicher nicht die --nügrni^Vettrttu^ FL? H-ndweff und SleinhandÄ Mtztm