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General-Anzeiger
AmMches Orga» sSr Stahl- «»S Landkreis Sana«
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glr. 245
Montag den 20. Oktober
1919
England im Jahre 1908»
Auch in England beginnt ein Strom politischer Memoiren zu fließen, und wir werden somit nach von englischer Seite mancherlei Enthüllungen ger das, was hinter den Kulissen gespielt hat, ,rieben. Zunächst sind die M e m o i r e n des Ad- jniralS der Flotte, Lord F i s h e r, an der Reihe, gier während die bei uns in den letzten Wochen erschienenen Memoiren nur immer weitere Einzelheiten über die Unzulänglichkeit der deutschen Politik und ihrer Träger, sowie über unsere unberechenbare Stimmungspolitik bringen, wird jetzt, xie dte „Leipz. N. N.* erörtern, auf englischer Seite festgestellt, daß man an verantwortlicher Stelle in England schon 1908 mit dem Gedanken gegangen ist, die deutsche Flotte mitten im tief- hen Frieden zu überfallen — so wie Nelson einst Kopenhagen überfallen hatte — und die England gefährlich und unbequem erscheinende Marine zu vernichten. So harmlos also, wie heute manche sie hinstellen möchten, 'ist die englische Politik gegen Deutschland doch nicht gewesen.
Ueber die Memoiren Lord Fishers wird berichtet: Die „Times* teilen Auszüge aus den demnächst erscheinenden Memoiren des Admirals der Flotte, Lord Fisher, mit. Ein an den König gerichtetes Schreiben vom 14. März 1908, in dem bet Admiral auf die Unvermeidlichkeit des Krie- mit Deutschland und die Bedeutung Ruß- tab3 und der Türkei für einen solchen Krieg Hin- Aist, ist folgende charakteristische Notiz des Admirals beigefügt:
Dieser Brief folgte auf eine lange geheime Unterredung mit Seiner Majestät, in der ich darauf drängte, daß wir die deutsche Flotte bei Kiel L la Nelson „kopenhagen* (d. h. überfallen
Jm BaMkum.
DDP. Helsingfors, 20. Oktbr.
Nach einer Nachricht aus Kowno haben he tige Kämpfe zwischen den Litauern und de Russen des Obersten Awalow bei Schaulen stattgefunden. — Um die Judenpogrome in Riga zu vertuschen, wird lettischerseits mitgeteilt, da die Juden das feindliche Feuer durch Signal geleitet hätten, und dass dafiir eine Anzahl Juden standrechtlich erschossen worden sei. — Das lettische Pressebüro meldet: Auf das Waffen stillstandsangebot von Awalow-Bermondt an wertete das lettische Oberkommando am 15. Oktober, daß die lettische Armee den aufgezwungenen Kampf fortsetzen werde, bis die feindlichen Truppen das lettische Gebiet verlassen haben werden.
Die österreichischen Bahnen.
DDP. Wien, 20. Oktober.
Wie verlautet, haben Verhandlungen der Prager Regierung mit einem amerikanisch-eng liichen Konsortium stattgefunden und zu dem Ergebnis geführt, daß die tschecho-slowakischen Staatsbahnen dem Konsortium vom 1. Janua 1920 ab für eine längere Zeit von Jahren pach weise überlassen werden. Das Konsortium soll auch mit der Wiener Regiemng wegen Pachtung der österreichischen Bahnen verhandeln.
Die Kshlennot in Oesterreich.
WB. St. Germain, 20. Oktober.
Clemenceau richtete an den deutsch-österreichischen Bevollmächtigten Eichhoff eine Note, worin er erklärt, daß nach dem Ergebnis der
.âLsâr kl noch einen Bis
?aß be
Untersuchung die Kohlennot in Oesterreich
und
Von der Petersburger Front.
W. Helsingfors, 20. Oktbr.
Nach den hier eingetroffenen Nachrichten von der Petersburger Front ziehen die Bolschewisten starke Truppenmassen bei Petersburg und Eawe am Peipussee zusammen. Aus Petersburg werden Straßenkämpse gemeldet.
Der Stampf um Kronstadt.
W. Amsterdam, 20. Oktbr.
Nach einem Bericht, der „Times* aus Kopenhagen steht der westliche Teil von K r o n - st a d t in B r a n d. Ein Geschwader der Alliierten verhindert die bolschewistischen Kriegsschiffe daran, den Hafen zu verlassen und sich an der Verteidigung von Petersburg zu beteiligen. Aus Paris wird drahtlos gemeldet, daß nach Abzug der kommunistischen Truppen aus Petersburg auch die Arbeiter Befehl erhalten haben, die Stadt zu verlassen.
Aus Wraunschmeig.
DDP. Braunschweig, 20. Oktbr.
Die braunschweigische Landesregierung hat, nach einem Beschluß des Hauptausschusses des Landtags, die russische Bezeichnung Rat der Volksbeauftragten oder Volkskommissariat abgelegt und den Namen Staatsministecium erhalten. Die Mitglieder des Staatsministeriums führen jetzt die amtliche Bezeichnung Minister.
Wünsche der Südiiroler.
Rom, 20. Oktober.
Ministerpräsident Nitti empfing eine Delegation des deutschen Bundes der Südttroler, welche auch Anspielungen aus die Schaffung
Die französische Liga für Menschenrechte veröffentlicht in der „Humanitâ" einen Protest gegen die geplante Blockade Sowjetrußlandr.
Der französische Senat ernannte eine Kommission für die Prüfung bei Projekte» der Schiffbar^ machung der Rhone.
fâfen, um den Befehl zu geben. Es muß betont werden, daß wir zu diesem Zeitpunkte eine I Menge leistungsfähiger U-Boote hatten, Deutschland aber nur drei, ferner, daß wir sieben gefechtsbereite Dreadnoughts hatten, Deutschland aber keinen einzigen. Nachdem dieser mein Vorschlag abgelehnt war, blieb nichts übrig für unseren unvermeidlichen Krieg mit Deutschland, als die Konzentrierung unserer gesamten Flottenstärke im entscheidenden ikrtegStheater, in den nördlichen Gewässern. Und es wurde dies so unauffällig durchgeführt, daß erst Admiral Mahan in einem Artikel in dem „Wissenschaftlichen Amerikaner* die Aufmerksamkeit aus die Tatsache lenkte, daß 88 v. H. von Englands Geschützen auf Deutschland gerichtet feien.*
Es folgte dann die Wiedergabe eines schon geschriebenen Briefes, in dem der Admiral nachdrücklich für ein „Ceterum censeo* plädiert vld die Ueberlegenheit der englischen Flotte wie ihre Kriegsbereitschaft im einzelnen bespricht, Tir- fitz selber habe in einem geheimen amtlichen Schriftstück darauf hing-wiesen, daß die englische motte viermal so stark sei wie die deutsche, und darin habe er völlig recht. Fisher berührt dann doch einen interessanten Punkt.
Die deutsche Admiralität habe sich 18 Monate Nt dem Dreadnought-Problem gequält, ohne M>aS zu tun, weil es für sie eine Ausgabe von WO Millionen Mark bedeutet habe, den Kieler «anal, sowie alle Häfen und Hafenzugänge zu dortiefen und zu erweitern. Dann war
Niet noch ein anderer, nie bekannt ge
fachter Grund vorhanden. Unsere Schlacht- ichiffe, die wir groß machen müssen, um ihnen ein M Fahrten über die ganze Welt hinreichendes «ohlenfassungSvermögen zu geben, tauchen zu um nahe an die deutsche Küste oder an die uegeplähen in deutschen Häfen zu kommen. Aber die deutscheAdmiralität ist trotzdem gezwungen 12,5 Millionen Pfund für Baggern auszugeben, um diesen unseren vorhandenen großen Schiffen zu ermöglichen, sie in ihren eigenen Gewässern zu be= Töpfen, was sie vorher nicht tun konnten. Es in der Tat eine machiavellische Einmischung der Vorsehung zu unseren Gunsten, welche die Dreadnought-Entwicklung herbeiführte.
Ein Kalseisen für Deutschlanö.
_ W. Berlin, 20. Oktbr.
■ „Vorwärts" bezeichnet die voraussichtlicken Kosten sfr Besatzung der Rheinlande mit 2>/a Milliarden Mark Erlich als ein HalSeisen für Deutschland.
D'Annnnzw gibt nicht nach.
W. Bern, 20. Oktbr.
* D'Annunzio erklärte einem französischen Journalisten, daß weder Versprechungen noch ^rohungen irgendwelchen Einfluß auf ihn und Truppen haben könnten. Er gebe nicht ^ach. Er würde eher die Stadt und den Hafen die Luft ivrenaen.
Der dcohlenmangLtMiâEüpaä HMâUWge an Eisenbahnmaterial zurückzunihren ist.
Die WereinWen Sksän unö DLAZschlmrÄ.
DDP. London, 20. Oktober.
Wie aus Washington gemeldet wird, wird die republikanische Majorität möglicherweise ernsthaft darauf bestehen, einen Separatfrieden zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland abzuschließen, falls der Austausch der Ratifikation zwischen Frankreich, England, Italien und Deutschland stattfindet, bevor Amerika den Vertrag ratifiziert hat.
Die Sperre.
= Berlin, 20. Oktbr.
Der Verkehr im Nordostseekanal ist für deutsche Dampfer jetzt vollständig lahmgelegt. Die Fischerei an der pommerschen Ostseeküste ist infolge der Sperre eingestellt worden.
Die Erklärung
der EisenbahndèreMsn.
WB. Frankfurt a. M., 20. Oktober.
Die Eisenbahndirektion teilt mit, daß sie hre in der hiesigen Presse bekanntgegebene Erklärung über den Hergang der Demonstration 13. Oktober vollinhaltlich aufrecht erhält
nationalen Rechte und die weitgehendste Berücksichtigung ihrer Interessen zu.
Aeichsrpehr in SchruarkalZen.
Schmalkalden, 18. Oktober.
Im Anschluß an ein: große Demonstration der Unabhängigen in der letzten Kreistagssitzung, bei der ein Vertreter des Landrats und ein Kreistagsabgeordneter mißhandelt wurden, ist gestern früh ein Bataillon Reichswehr eingerückt. Der Redakteur Papenheim und der Geschäftsführer Bleichschmidt sind unter dem Verdacht der Aufreizung zum Landfriedens- bruch verhaftet worden.
Spanien und Deutschland.
----- Berlin, 20. Oktbr.
Die spanische Regierung beschloß, laut .V ssifcher Zeitung", in Erwartung einer Steigerung des Handelsverkehrs mit Deutschland die Zalst der spanischen Konsuln in Deutschland zu vermehren.
Die Beste des Spanierkönigs nach Paris.
W. Madrid, 19. Oktbr.
Der König von Spanien ist am Samstag nach Paris ab gereist.
Preuhische Lan-esversammluug.
Sitzung vom 17. Oktober.
Präsident Leinert eröffnet die Sitzung um 12 Uhr 25 Min. In Beantwortung einer Anfrage teilt die Regiening mit, daß her Bau der Eisenbahnlinie Nienburg-Diepholz sintert wegen Mangel an Lokomotiven, Baumaterial und Kohlen nicht durchgesührt werden könnte. Sieben Anfragen läßt die Regierung unbeantwortet. Die zweite HaushaltSberatung wird bei den Gestüten fortgesetzt. Abg. PeterS (Soz.): Die Pferderennen in der jetzigen Form find Tierquälerei. Die Regiening sollte die Pferderennen ganz verschwindewstassen. Erfreulich find die im Nachtrags- Haushalt eingestellten Summen für die Gestütsan- gestellten, insbesondere die Gewährung der Beschaffung?, beihilfe. Abg. Kaulen (Ztr.): Die Pferderennen können wir zur Prüfung der Leistungsfähigkeit unserer Pferdezucht nicht entbehren. Am notwendigsten ist eine systematische Förderung der Ackerpferdezucht. Abg. We st ermann (Dem.): Auf die Rennen hat der Staat gar keinen Einfluß. Nur der Totalisator ist genehmigungspflichtig. Er muß so besteuert werden, daß die Staatskasse angemessene Vorteile hat. Abg. K l a n ß n e r lUnabh.): Wir haben gegen dir Haushaltsanträge gestimmt, um der Regierung unser Mißtrauen zn bekunden. Die Gewährung der Beschaffnngsbeihilfe an die GestâtSwärter wünschen auch wir. Die Pferderennen sollten verboten werden. Minister Braun: ES wird mir nachgesagt, daß ich eine feindselige Stellung gegen die Pferderennen ein« nehme. Das ist eine ganz irrige Auffassung. ^Unsere wirtschaftlichen Vcrhältniffe sind gewiß nicht günstiger als im Vorjahre. Es war also notwendig, die Pferderennen auf den Umfang der Vorjahres zu beschränken. Diese Stellungnahme ist von dem Vorsitzenden der Rennvereine scharf angegriKur^worden. 3lmi.es ^iweh sich ja um keine Partei trage. Wir werden prüfen, in welcher Weise die Rennen umzngeßalten find, um ihren Zweck, die Leistungsfähigkeit voll zu erreichen. Ohne den Totalisator ist es unmöglich, die Rennen zu finanzieren. Oberstallmcister Stein: Ich hoffe, wir werden in die Laae kommen, Zuchtmaterial auSzuführen, nicht nur Vollblüter, sondern auch Halbblüter. Der Gestütsbaurhalt wird mit einem Anträge der Demo,
am
mit dem Zusatze, daß die Beschimpfungen und tätlichen Bedrohungen des Präsidenten nicht während der Verhandlungen mit der Kommission, sondern erst dann stattsanden, als die Menge in die Gänge und das Konserenzzimmer des Direkttonsgebäudes eingedrungen war. Die in einer hiesigen Zeitung als Zeugen benannten Beamten der Eisenbahndirektion, wie auch andere Augen- und Ohrenzeugen bestätigen das Vorstehende.
Die Berliner Streikbewegung.
----- Berlin, 20. Oktbr.
In einer gestern vormittag abgehaltenen Verfamm- lung der streikenden Heizer und Maschinisten der tädtischen Elektrizitätswerke wurde beschlossen, die Arbeit heute wieder aufzunehmen.
DDP. Berlin, 20. Oktbr.
Zwischen den städtischen Elektrizitätsarbeitern und Der Direktion der Betriebe ist eine Vereinbarung zulande gekommen. Daraufhin wurde gestern abend um 10 Uhr die technische Notdilfe in den städtischen Elektrizitätswerken abgelöst. Die Maschinisten und Heizer nahmen darauf die Arbeit wieder auf.
DDP. Berlin, 20. Oktbr.
In einer Versammlung der Verkehrsangestellten führte der Versammlungs'eiter ©iemann (Hockbalmer) aus, daß bei den Hochbahnangestellten die gelbe Bewegung nach dem Julistreik rapide zugcnommen habe, unb daß Liese von irgend einem Streik nichts mehr wissen wollen. Ein Straßenbalmer vom Fahrpersonai betonte, daß die Vcrkedrttangcnelltcn nicht die geringste Ursacke zu SymvatüicstreikS hätten, da sie im Juli U> Tage im Streik gestanden hatten, ohne Laß vonieilen der Berliner Arbeiterschaft auch nur Miene gemach' worden sei, ihnen durch SvmvatbiestreckS benrustewiu.
W. Madrid, 19. Oktbr.
Vor seiner Abreise nach Paris und London empfing der König Romanones. Die spanischen Zeitungen weisen auf das marollanische Problem hin und drücken die Ueberzeugung auS, daß die Sympathien, welche der König in Frankreich genieße, zu einer Engerknüpfung der Freundschaftsbande zwischen den beiden Ländern beitragen werden.
Die Einführung vsn Sonntagsschichlen
--- Berlin, 20. Oktbr.
Mit Rücksicht auf die schwierige Lage der braunschweigischen Regierung hinsichtlich der Kohlenversorgung, haben die Arbeiter der Braunschweiger Kohlenwerke in Helmstedt-Köningen die (Einführung von Sonntagsschichten beschlossen.
Kleine Nachrichlen.
Di« französische Hammer lehnte vorgestern entsprechend dem Antrag der Regierung mit 243 gegen 208 Stimmen die Amnestie für Verlassen des Postens vor dem Feinde, Meuterei im aktiven Dienst und Desertion vor dem Feinde ab.
Das Besittden Wilsons bat sich sehr gebessert. Eine Operation der Protasta ist nicht nötig.
NrnKuap bat am 16. Oktober den FriedenSver- trag mit Deutschland ratifiziert.
Das Pariser Kricgsacricht sollte über die Personen, welche an der Redaktion und Administration er „Gazette des Ardennes" teilgcKonnuen hatten und wegen Elnverstäiidliisscs mit dem Feinde verhaftet worden ivoren, das Urteil. Zivei der Angeklagten wurden zum Tode, einer in contumaciam zum Tose, vn zu siebenjähriger Zwangsarbeit, sechs zu 5 Jahren wangSarbcit verurteilt. Zivci weitere Angeklagte urden freiaeivrockeu.
kraten (Konzessionierung der Buchmacher) unter entsprechender steuerlicher Heranziehung angenommen. Es folgt der Haushaltsplan der Domänenverwallung. ribg. Schmitt (Soz.): Die Domänenverwaltnng sollte die Packitpreise entsprechend den höheren Einnahmen der Pächter erhöhen Der Staat sollte aber auch in erweitertem Umfange zur Sclbstbcwirtschaftung greifen. Die Moorkulturen sollten in größerem Umfange intensiv betrieben werden. — Abg. M ü m m l e r (Zentr.): Zum letzten M a l e hat die Domänen- Verwaltung einen Reinüberschuß von 25 Mill. M., denn der größte Teil unserer Pachtdomänen liegt ja leider im abzutretenden Gebiet. — Abg. Goerck ,D.Vp.): Die Verwaltung sollte den größten Teil der Pachtverträge vorzeitig zu lösen versuchen, um das Land für Siedlungszwecke aufzuteUen. Von der Selbst» bewirtschaftung verspreche ich mir keinen Erfolg. Besondere Aufmerksamkeit sollte der Minister den Deich- bauten in Schleswig-Holstein zuwenden. Dort können große Landstrecken gewonnen werden. Westpreußcn und Posen sind für uns Uebcrschußgebiete an Brotgetreide, Kartoffeln und Zuckerrüben. Wir werden uns nach den abzutretenden Flächen noch oft genug zurücksehnen. Bei vorzeitiger Auflösung von Pachtverträgen muß dte Regierung mit aller Schonung vorgehen, da ja die Pächter ihr ganzes Vermögen in dem Betriebe stecken haben. Norderney sollte die Verwaltung möglichst zu heben suchen, damit die Badereisen nach dem Auslande vermieden werden und das Geld im Lande bleibe. Dir Uebertragung der Bäder auf das Wohlfahrtsministerium kann ich nicht das Wort reden. ES handelt sich nicht um eine hygienische, sondern um eine finanzielle Verwaltung. Minister Braun: Die Anregungen auf Erhöhung der Pachtpreise werden erfüllt werten. Bei den Ver- Handlungen mit der polnischen Regierung werden die Rechte unserer Tomänenpächter mit Nachdruck vertreten weden. Norderney werden wir alsbald s»
Schonung
herjufteaen suchen, daß es allen billigen Rnforderunge« entspricht. Die Frage der Land»cwi»nu»g auf Norderney werden wir im Auge behalten. Die Deichbau- arbeiten will ich gleichfalls fördern. Abg S ieSmo« (Deuul: Norderney muß wettbewerbsfähig gegen auswärtige Bäder werden. Man sollte dort auch sozial« Einrichtungen fördern. Den Wünschen der Gemeinden, Domänen zu pachten, sollte entgegengekommes werten. Von der Heeresverwaltung zurückgegeben« Domänen sollen zn AnstedcluiigSzweckcn ausgeteilt werden. — Abg. Münchhof (U. S.): Die Domäne« sollen Musterwirtschaften sein. Dw Moorlultur mutz großzügig betrieben werden. — Der DomSnenhanshalt wird bewilligt. Der Antrag auf Erwägung bet Bäderangliederung an daS WohlfahrtSmixistenum wird angenommen. Es folgt der Haushalt der Landwirt- fchaftsverwaltuug. — Abg. Dr. Faßbender (Z.): Die landwirtschaftlichen Hochschulen «erde« gegen di« anderen Hochschulen zurâckgcsetzt. DaS ist eine Diskreditierung der Landwirtschaft. Auch die ureder«« landwirtschaftliche« Schulen bedürfe« der Förderung. Für die Hebling der landwirtschaftlich«« Äenoffeu« schastSwestn« muß noch vi«l geschehe«. — DiexStag 12 Uhr Fortsetzung; Vorher Anfragen.' Schluß gegen y/t Uhr.