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Nr. Ml

Monrag vrn rk. Dfiocet

Sekte 3

schaft sprach Herr B a rth e l, dec wie ein Ver­treter des Turnvereins Hanau ein Diplom über­reichte, für den GesangvereinTonblüthe" über­mittelte Herc I ü n g l i n g die herzlichsten Glück­wünsche, weiter sprachen noch je ein Vertreter des Turnvereins Kesselstadt, des Turn- und Fecht­klubs Frankfurt a. M., der Turngesellschaft Offen­bach, und des Maingauverbandes. Fcl. Hoff­mann als Vertreterin der Turnerinnenabtei- lung überreichte den Turnbrüdern mit launigen Worten ein Federspcungbrett, während die Mäd­chen und Knaben in der richtigen Erkenntnis dessen, was auf dem Spielplatz fehlt, Bälle und Stäbe mit in poetische Worte gekleideten Sätzen übereichten. Der Altersvorfitzende Herr Christian Rau berichtete über den Erfolg der Sammlungen für den Turn- und Spielplatz und teilte unter dem Beifall der Versammlung mit, daß dieser nahezu schuldenfrei in den Besitz des Vereins über­gehen dürfte. Für die Ehrungen dankte Herr Willamowitz in wohlgesetzten Worten, die er mit einem Gut Heil auf die Gäste schloß. Mit einem weiteren Dortrag des gemischten Chores und der Pereinskapelle fand die erhebende Feier mittags gegen 1 Nhc ihr Ende.

Nach einer kurzen Mittagspause fand in den­selben Räumen im Beisein einer großen Zu- sschauermenge ein

JubWums-Schauturnen

statt. Nach dem Aufmarsch sämtlicher Abteilungen begrüßte Herr Willamowitz die Erschienenen imb dann begann die Mädchen-Abteilung II den Reigen der Vorführungen mit Freiübungen zu Paaren und Spielen. Mit großer Freude und Befriedigung konnte man hier wie bei allen späte­ren Vorführungen (Geräteturnen der Knabenab- feilung, Stabübungen der Mädchenabteilung I, Reigen der Knabenabteilung, Freiübungen der Turnecinnenabteifimg, Geräteturnen der Turne­rinnen- und Mädchenabteilung I und Gerätetur­nen und Freiübungen der Turnerabteilung) wahrnehmen, mit welchem Eifer und Nachdruck die körperlichen Uebungen gepflegt werden. Welche Summe von aufgewandter Energie verrieten allein die so exakt durchgeMhrten Freiübungen, welche Geschmeidigkeit der Glieder und Straffheit in der Haltung zeigte sich beim Geräteturnen und welch schönen Beweis bctfür, wie sehr auch das Fechten auf die Ausbildung des Körpers einwirkt, lieferten die Einzelgäage mit Florett und Säbel in fester und loser Stellung und die Schulübun- gen mit schwerem Säbel! Gegen 6 Uhr abends erklärte der Vorsitzende mit einem Schlußwort das Schauturnen für beendigt, das wiederum zeigte, welch treuer Verwalter des Vermächtnisses Vater Jahns der Turn- und Fechttlub ist.

Die Jubeffeier fand mit einem Ballabend in der Centralhalle ihr Ende. Mögen all die Wünsche, die dem Verein gestern Md vorgestern dargebracht

»Holländische Heringe. Die Niederländische Regierung hat das Verbot der Ausfuhr von He­ringen, die durch englische Fischer in Holland an­geführt werden, wieder aufgehoben.

* Arbeitsgelegenheit für Reichswehrentlassene. Vom 1. Oktober ab sollen nach und nach 150 000 Reichswehrmannschaften entlassen werden; von diesen muß für drei Viertel Arbeitsgelegenheit organisatorisch geschaffen werden, und zwar zum Teil auch in der Forstwirtschaft. Der Landwirt­schaftsminister hat die Regierungen ersucht, unver­züglich im Einvernehmen mit den Generalkom­mandos die erforderlichen Schritte zur Beschäf­tigung der zu entlassenden Reichswehcmannschaf- ten zu tun. Es wird Wert darauf gelegt, daß die Mannschaft gruppenweise . zur Arbeit gebracht wird, weil sie auf diese Weise Halt bekommt und den Eindruck erhält, daß für sie gesorgt wird.

* Stadttheater. Heute Montag 7 UhrKommt ein schlanker Bursch gegangen." Dienstag den 7. Oktober als 4. Dienstagsabonneyrentsvorstellung gelangtMoral", Komödie in 3 Akten von Ludwig Thoma zur Aufführung. Dieses Lustspiel des be­liebten Autors hatte s. Zt. einen außerordentlichen Erfolg. Inszeniert wird das Werk von Herrn Grünfeld. Auch im Mittwochabonnement wird die KomödieMoral" gegeben. Donnerstag findet die 4. Wiederholung vonKommt ein schlanker Bursch gegangen" statt. Katharina Reichert, die beliebte Künstlerin, gastiert Mitte Oktober an fünf Abenden und wird bei dieser Gelegenheit die Eli­sabeth inDas Glück im Winkel", dieSappho", die Ruth inDie Liebe höret nimmer auf" und die Carla inMeine Frau die Hofschauspielerin", verkörpern. Die Gastspiele finden bei aufgehobe­nem Abonnement statt.

* Neue Preise für Zündhölzer. Durch das In­krafttreten des neuen Zündwarensteuergesetzes ab 1. Oktober, ist eine neue Höchstpreisfestsetzung nötig geworden. Das Reichswirtschaftsminist: hat einen Höchstpreis von 1.30 Mk. für 10 <S

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hat einen Höchstpreis von 1.30 Mk. für 10 Schach­teln sowohl für Inlands- als auch für Auslands- zündhölzec festgesetzt. Gründe hierfür sind, daß die deutsche Erzeugung zur Zeit nur in der Lage ist, zwei Drittel des Bedarfs zu decken und daß ein Drittel durch die Einfuhr gedeckt werden muß. Da die eingeführten schwedischen Zündhölzer durch den schlechten Stand der McrrÄaluta das Doppelte der deutschen Zündhölzer kosten, hat das Reichs- wirtschaftsmmistrrimn einen mittleren Preis fest­gesetzt, und die deutschen Fabrikanten müssen einen erheblichen Teil der vereinnahmten Preise an einen Ausgleichsschatz abfihren, aus welchem die

Mehrkosten für die schwedischen Zündhölzer gedeckt werden. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß Inlands- und Auslandszündhöß>r zum gleichen Preise verkarrst werden müssen, und das Publikum wird gebeten, sich durch UebvrforderMg für Zünd­hölzer nicht aurbeuten zu lassen.

Hk. Dein «sniKliâ Niederländischen Keneval-

' Diesen Taxen

^lrtfternis dereinst mit Stolz gesagt werden kann: Er hat in der vorder­sten Reihe derjenigen gestanden, denen eine För­derung der nationalen Wiedergeburt das höchste Ziel wach

Kartsfratten und KausarrZesreMs.

Viele Hausfrauen scheinen sich noch im UnKaren da­rüber zu feut, von wem die neuen Forderungen der Hausangestellten eigentlich a«S«ehen, und was es für «mt Bewandtnis mit dem Dienst- und Tarifvertrag hat. Ihnen sei Folgendes zum besseren Verständnis der heute stattfindenden Frauenverfammlung (40, Uhr Oberrealf^Hle) nub Bewertung der ganzen Bewegung «utgeterlt:

Bis zum November waren die Rechte «nd Pflichten der damaligen Mädchen und Herrschaften fin den zum Teil sehr veralteten Gesindeordnungen d« einzelne« Landerteilt festgelegt. Die Revolution hat sie hinweg- gefègt, und im« wie auf so vielen anderen Gebieten, noch mchtS Besseres dafür gebracht. Infolgedessen herrscht seitdem eine für Herdt Teile unerquickliche Ge­setzlosigkeit und Unsicherheit, die einen Teil der Mädchen zu ganz übertriebenen Ford«r»ngen veranlaßt hat, während ein anderer feine Lust verspürt, mS Unge- wisfe hruei« in einem unbekannte« .Haushalt eine Stellung anMnehmen. Die junge« Mädchen habet ben berechtigte« Wunsch, gleich den in Fabriken >mb Büros arbeitenden Kannradinnen eine fest umgrenzte Stellung, ArbeüSzeft und Einnahme zu hab«:. Um timen diese durch örtliche Dicnstvetträge zu ver­schaffen, habe« sich gro^e Organisationen gebildet, von denen uns hier in Hana« Mei gegenü berste hen: die Ortsgruppe des sozialdemokratischen Zentralverbandes für weibliche Hausangestellte und bk Ortsgruppe des Rcichrverbandes her christliche« Gewerkschaften. Beides sind ganz getrennte Organisationen, von denen die erstere, ihrer ganzen Richtting nach, die bedeutend ra­dikalere ist. Beide Organisationen habe» nun seiner­zeit beim hiesige« Arbeitsamt den m Frankfurt gül­tigen Dienst- und Tarifvertrag als auch für Hanmr erstrebenswert einzereicht, worauf das Arbeitsamt die ilngtlsoenheit an die Hausfrauen weitergegebe« hat, damit st«, al» die Arbeitgeberinnen, an die sich die Forderungen wenden, Stellung dazu nehmen sollten. Da hier bisher noch kein Hausfraueuvercin, der die gesamten Interessen der Hangstarten wirksam ber« beten könnte, besteht, wurde in einer öffentlichen Versammlung, bereu schwacher Besuch leider wenig Einsicht ber Hausfrauen betritt, ein Arbeitsaus­schuß gewählt, der in gemeinsamen Sitzungen mit den Vertretern ber Hausangestellten die Forde­rungen durchgearbeitet und sich bemüht hat, sie so viel wie möglich mit den Leistungen der mittleren und kinderreichen Hanshälte, für., die sie zweifellos ganz verhängnisvolle Härten haben, in Einklang zu bringen. Bei den so sehr verschiedenen Lebensbedingungen ber einzelnen Haushalte, bk von dem guten Willen der Hausfrau gar nicht zu beeinflussen sind, hilt sich der Arbeitsausschuß nun nicht für befugt, den Vertrag als solchen anznnehmm, sondern schlägt den Hausfrauen vor, die Forderungen al»Richtlinien" für alle neu |u schließenden Dienstverträge, die auch bei zweiter Vermittlung vom Arbeitsamt genehmigt werden müssen, llnzuerkcnnen, zumal eine Regelung von Reichs wegen im Laufe b«4 nächsten Jahres mit Sicherheit zu er­warten ist. Wir bitten die Hausfrauen erneut, in ber heute stattfindenden Frauenversammluug an dem Ab­schluß der sich nun schon so lange hinziehende« Ay- Gelegenheit witzuwirlen,

imd Land, Gelnhausen, Fulda, Schlüchtern, Hünfeld und Gersfeld) zugetrilt worden, sodaß insbesondere die Visierung von Reisepässen nicht mehr in Cassel, sondern in Frankfurt vor-unehmen sein wird.

* Ds!k»zätzln«ß am 8. £Mf»5er. Mit der Volkszählung findet im Stadtkreis Hana« gleichzeitig eine Zählung der rat Kriege Gefallenen, der Vermißten und der an einer KriegrdiensibeschLdigung Verstorbenen statt. Die Zählkarte dient zu statistischen Zwecken der amtlichen KriegShinterbliebenen-Fürsorqe der Stadt Hanau und wird mit den anderen Zählpapieren zn- sammen wieder ab^eholt.

R. Bom Znfanierie-R-grment Hofsrn-Hom- 5«$g 9lr. 168. Major Staubèsand, welcher bei der am 1. April 1897 in Hanau erfolgten Formation des Infanterie-Regiments Nr. 166 als Leutnant mit übertrat, Mr längere Zeit Mjutant war, dann als Kompagnie-Chef die Leib-Kompagnie Infanterie-Regiment Prinz Karl Nr. 118 übernahm und dann zum Major befördert wurde, ist laut Ehrentafel des letzt­genannten Regiments am 18. April 1917 bei Iuvivicour schwer verwundet, am Tage nach der Verwundung gestorben. Von dem früher den Hessen-Homburgern angehörenden Offizietèn fielen zu Anfang des Krieges die Majore von Meding und von Borcke. Letzterer fand in den ersten Tagen des Weltkrieges des Helden­tod, wie sein Vater am 8. August 1870 bei Wörth gefallen ist.

* S»s nette Deutschland. Zu unserer Freude ist el uns gelungen «ine 80:100 cm große Karte des neuen Deutschlands zu beschaffen, die durch den billigen Preis (1.50 Mk.) und die hervorragend sorgsame AuS- sührni^ geeignet ist, dem politischen Interesse in feiern Heim, Kontor, Geschäft, Lokal, in jeder Schule zu d enen. I« prächtigem Fünffarbendruck sind di« strittige« Srengg einest besonders getennzriHiirt. Alle Städte und größeren Orte sind mit Größe und Ramen ersichtlich. Der Tag der Ausgabe wird m Anzeigen­teil bekannt gegeben.

* Dio P'âfvng behufs Nachweisung der wissen- schastlichen Befähigung für den Giujährig-Frei- w i l l i g e n - D i e n st an der hiesigen Oberrealschule Haben nachfolgende Mittelschüler bestanden: .Helwig, Wilhelm; Hirn, Hans; HshMann, Karl; Jehschmau« Wilhelm; Kunkel, Sugeu ; Schreiner, Albert; Stephan, Gustav,

ß. Heeres-Nsrw«». Große verÄndmmge« stehen im Verwaltungsdienste des neuen Herms bevor. Die Truppen werden bezüglich ihrer Berpßignrqz «jw.

st auf sich angewiesen sein.

* Th«â B«rbinp«»a Ha»â. Die Ver« bindu«« veranstaKet am SamStag den 11. Oktober, abends 7 Udr, in der Central Halle einen großen BM. und UntrrhaltungSabend. Reben einem vor,»s sichen Variew-Pri-sram« gelangt zur AuWHeung:HSSen- qualeu", Posse in 1 Akt von Dito Bunard. Da die Hauptrollen in Händen tewätu-ter Mitglieder der Ver­bindung liegen, kann versichert werden, daß etwas wirklich Gutes geboten wird. Da nur eine beschränkte Anzahl Satten an»segele« wirb, ist Tanzlustigen reich, lich Gelegenheit gegeben, das Tanzbein z» schwingen. Karten im Borveri'auf zu Mk. 2 in der Musikslien- Haxdlung von Ed. Schaaf und in der Ccutralhaüc.

* B«fitzwechs-l. Dâs Haus Johannesbrchplatz7 ging zum Preise von 55 000 Mk. in den Besitz der Frau Marg. Schmidt Wwe. nub Iberen beiden Söhne m Gelnhausen über.

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* Das Zirkus-Varrötâ Althoff hatte am Samstag abend mit feiner Eröffnungsvorstellung einen schönen Erfolg. Das bis auf den letzten Platz gestillte Zelt begleitete mit -anten Vei- fallsbezeugungen die einzelnen Vorführungen, von denen die turnerischen Leistungen der kleinen Geschwister Althoff, die Freihsitsdressuren mit Pferden und Hunden, der WunderhundSchuft", die Leistungen eines Handakrobaten und die­jenigen eines arabischen Springpferdes besonders gut gefielen. In der Gediegenheit des Ge­botenen ist zu erkennen, daß der Besitzer mit Erfolg bestrebt ist, feinem Unternehmen, das wäh­rend seiner vierjährigen Abwesenheit im Felde etwas Not gelitten, wieder das Ansehen und die Bedeutung zu verschaffen, die es vor dem Kriege genossen hat.

* Verkauf von Knochenbrühe durch die Fleischerinnung findet Dienstag vorm. 8 Uhr ab statt.

®U der Spielverlängerung hatten unsere Hanauer das. Pech .wegen Hände einen Freistotz zu verursachen, welcher den Gästen das siegende Tor brachte. Somit scheiden leider unsere 93er an den Endrunden der Po-' kalspiele aus, welches nur zu bedauern ist, denn unsere, ' zahlreiche Sportsgemeinde hätte Wohl gerne beide ßiga^ kâmpen in Front gesehen.

Weitere Resultate: Nasenspieler Fanlfurt Sportverein Frankfurt 8:0. F. V. FrankfurtAschaffenburg-Damm 8:0. IsenburgVg. Großauheim 1910 4:0.

Landkreis Kanan.

* Wachenbuchen, 5. Oktbr. (Gemeinde- wahl.) Bei den am 30. September siattgefun- denen Gemrindewahlen wmds der seitherige Bür­germeister Puth einstimmig wiedergewählt. Als Beigeordneter wurde der Landwirt Wilhelm Emmerich II., als Schöffen Philipp Müller I., Johannes Hofmann und Ludwig Schmitt II. gewählt.

* Langenselbold, 6. Oktbr. (Oeffentllche Versammlung.) Voc einer verhältnismäßig kleinen, aber dafür politisch interessierten Hörer­schaft sprach gestern Parteisekretär Stetefeld- Hanau von der deutsch-demokratischen Partei über Unsere Finanz- und Wirischaftssorgen". Der Referent verstand es, klar und überzeugend die Wechsèlwirttmg zwischen den ganz auf den Sieg eingestellten Finanzoperationen wichrend des Krie­ges, dec Kriegswirtschaft und nicht zuletzt des schmählichen Friedensvertrages und der heutigen Uebergangswirtschaft herauszuarbeiten. Retten könne unser Volk nur Entgegenkommen der Feinde auf finanziellem Gebiete, Herabsetzung der abzn- liefernden Kohlenmenge, die Steigerung der Er­zeugung und Sparsamkeit auf allen Gebieten. Die von Warmer Liebe für Volk und Vaterland ge­tragenen Ausführungen verfehlten ihren Eindruck nicht und fanden dankende Zustimmung.

o. Ravolzhausen, 6. Oktbr. (Bürgermei­ster w a h l.) Hier ist der seitherige Bürgermeister Herr Clauß ebenfalls wiedergewählt worden. (D sie K a r t o f f e l e r n t e) ist feit einigen Ta­gen in vollem Gange. Der E-rttag ist als ein guter zu bezeichnen.

Wereirre- VersaMMlurrgen»

* Tnrugemeinve Hana«. Heute abend 8 Uhr Vortucnersitzung. Um 9 Uhr findet gemeinsame Sitzung der Dorttirner und Sänger statt.

ch »*#iti!iwm<ßjpii«ii»tt. Die hexte nachmittag ibn tb Mr in der Aula ber Oberrealschule ftattffnbenbe Fraumv-rsammlung ist eine öffentliche. Es werden alle HanSfranen Hemaus, bie Hausangestellte, Wafitffraum ober Putzfrauen beschäftigen, in ihrem eigensten Interesse dringend gebeten, an dieser Ver­sammlung teilznnehmen, um durch eigene Ueberzeugung einen Einblick in bie Fordrnmgen ber Hausangestellte« su gewinnen und ax einer für beide Teile annehm­bare« Regelung müg»arbeiten.

* K. S. B.Hanovia". Heute pünktlich s Uhr im Verbind»»qslokal Vereivsabend (Nebenzimmer 1. Stock) sowie Theaterprobe (HanptMUner 1. Steck.)

* BN««dwache tt«6 MttuttH-korps per Krei- wiKiKen Kerrerwehe. Die Kameraden werden ge­beten zu der heute abend ftatffinbewben Monaksver- fammlrmg recht zahlreich und pünktlich erschein«« zu wollen.

* Weservr-Würs«Vtt»ehi!. Eine Besprechung der H. ZugeS findet am Montag den 6. Oktober b. Js., nbe«ds S1^ Uhr, in der Turnhalle, Jahnstraße, kleiner Saal, statt.

* Twenusttht Harra«. 1960. Den Mitgliedern hiermit zur KemrtniS, daß die heutize Uebuxglfhabe um 6 Uhr für alle Abteil««rrn beginnt.

Schwurgericht Kanarr.

84 Hana«, 6. Oktober, ^

Heute morgen begannen die Verhandlungen; der auf 14 Tage berechneten letzten diesjährigen Schwurgerichtsperiode. Nach einer eingehenden, allgemeinen Rechtsbelehrung des Gerichtsvorfitzen-K den Herrn Landgerichtsrat Dr. Eisenmann, an die Geschworenen fand die Auslostmg der Ge­schworenen statt. AuSgelsst wurden: Koch, Wilh., Kaufmann, Hesseldorf; Rüffer, Andreas, Bürger­meister, Ahlersbach; Reuter, Johann, Vorarbei- ' ter, Fechenheim; Küstn«, Rudolf, Kaufmann,:, Hanau; Sunkek, Karl, Metzgermeist«, Fulda; H Jöckel, Wilhelm, Landwirt, Schletzen^usen; Grosch, Wilhelm, WeißbirÜMmeist«, Hanau; ; Jakoby, Karl, Werkmeister, Hanau; Waner,M Heinrich, Landwirt, Jossa; Huberstöck, Adam/-» Oberfchlosstzr, Fechenheim; Guthermuth, Fridrich, Kaufmann, Schlüchiecn; GriS, Bmkhard, Bau. - Unternehmer, Gelnhausen.

Die erste Sttaffache richtet sich' gegen die amW 9. Dezember 1889 in Buchenau (Kreis Hünfeld) W geborene unvnehelichte Marie Richter, der vom Sröffnungsbeschluß her Anklage zur Last ge­legt wird, 'ihr am 1. Dezember v. Js. geborenes ; Kind während oder gleich nach bet Geburt da-M durch getötet zu haben, daß sie es in Buchenau in einen mit Wasser gefüllten Bach geworfen hat.

Zu der Verhandlung, die wegen Gefährdung â der Sittlichkeit unter Ausschluß her Oeffentlichkeit stattfindet, sind 6 Zeugen und 3 Sachverständig, v geladen.

Die Anklage wird von Herrn Staatsanwalt Schüller vertreten, der Angeklagten steht als- . Rechtsbeistand Herr Dr. K l e m m zur Seite. ..,;

Sporl-Nachrichlen.

Vüddetttsche Pskalrunde.

Hanâr Viktsria 94 - «p. Frankfurt» Htb-ernhâ 8 : 9 (««<» 11 r SV

Dar berrlich« Herbstweiter «ist eine gute Reklame hatten eine immerhin zahlreiche Zuschattermengt auf den BiNoriaspsrtplatz an der Freizenchtstraße gelockt. Sie alle tarnen voll und ganz euf ihre Kosten, denn die Frankfurter hielte«, was «an sich von ihnen ver- sprocht« hatte, durchaus. 6» waren lauter kräftige unb doch dabei flinke Gestalten, welche einen Eifer an den Tag legten, daß «8 ein Vorbild für manche« unserer Ligaspiâ sein könnte. A« ihrem L»be sei ferner gesagt, daß sie stets bemüht waren, ein in jeder Bezieh«« z offenes Spiel zu zeigen, nur fehlt e» noch an flüssiger Kombination, man kannte nur Mg^spiel mit rasenden Durchbrüchen sehe». Tagegen zeigte die jugendliche WKrmerrrkhe der 94er unterstützt durch das präzise chrer Läufer, den Beschauer« ei« Kombinieren, wie wir «S in letzter Zeit kau« gesehen haben. Die Hanauer Bwteidiguug erledigst ihre Aufgabe in be- &)tnt sicherer Manier. In der 14. und 42. Minute erzielst« unsere Viktorianer zwei schöne Tore, denen kurz vor Spirlschlud N««mero dre folgte. Durch ihre M2r«üdliche, fleißig« 6pielweisc,w äre den Güsten dar Ehrentor verdient gewesen, aber Krüger vereitelte e». Der Schiedsrichter war m jeder Beziehung un­parteiisch. Unsere Viktoria qualifiziert sich durch dieser Spiel zur Zwsschenrnude im foatnienben Frühjahr. Die zweite Mannschaft unserer »4er schlug die erste von Navalzhanse« nach schon«« Spiel knapp mit 2 :1.

1. H. N.-E. 1393ttni»n Aiederrah, »r3.

Zwei Pokalspiele unserer Ligavercine an einem Nach­mittage war eigentlich ein bischen starke Zumutung an unsere Sportsanhänger, man merkte es sehr an den Barrieren. Der Zw?ck der Propaganda war zwar erreicht. Unsere 93er scheinen ihren Gegner unterschätzt zu haben, denn der reichlich eingestellte Ersatz muß sich vorerst den übrigen Ligakämpfen noch viel anpass.n, trotzdem hätte bei einiger Aufmerksamkeit der Vertei­digung, das Spiel für unsere 93er gewonnen sein müssen. Dir Riedcrräder brachten eine gute Elf mit, welche aller aus sich Verausgab und wich deshalb kurz vor Schluß ein Unentschieden heransholerl konnte (2:2).

Aus Nah und Fern.

Kempfenbrunn, 4. Oktbr. Im Walddistrikt Haurain ber Oberförster« Flörsbach kam eS dieser Tage zwischen einem Wilderer und dem Förster Banst von Lohrhaupten zu einem Zusammenstoß, bei welchen: der Wilderer, der auf den Forstbeamten nach dessen Aussagen zuerst angelegt hatte, von demselben er­schossen wurde. Saust bat allbann nach feinen An­gaben den Gestürzten, von dem er annahm, daß er auS Bayern stammte, mit Reisig» xrgrdeckt und der Oberförsterei Meldung erstattet. De: den näheren Feststestuuren am nächsten Morgm war bie Leiche des Erschossenen vom Tatorte verschwunden, weshalb man annahm, daß Ser Mann wieder zw sich gekommen sei und fich nach Hause begeben habe. Nach dieser Richtrmg hin wurden auch Necherchen an- gestellt. Inzwischen wurden in Kempfenbrunn bekannt,, vaß ein dortiger Einwohner, Fischer, fehfi. Erne An­zahl Kempfenbrnnuer Einwohner rottete sich daraufhur zusammen und begab sich nach her Oberförsterei, welche besetzt wurde, ebenso wurde bre W befett, um p verhindern, daß nach keiner Richtung hm Gespräche ftattfink« konnten. Auf ber Oberförster« verlangte bie erregte Menge Auskunft über dm etwargen Zu. sammenftsß zwischen dem Förster und dmr ver-mßtm Filcher, abcuso wurde verlangt, dan sich daS Forft- p-rsoual mit zur Suche nach dem Bttmißten mrt rn bex Wald begeben sollte. Der Oberfbrftcr stellte sich freiwillig für seine Beamten zur Verfügung und ging mit zum Walde. In der Nähe der Sayr. Gresze, unae^br 1000 Meter bom Tatort entfernt, kurbe dre Leiche bei Erschossenen, in der Person des «S Aempfexbr. stammenden Fischers, enfgefirnbeit. 3«r BeruWatwfl der Einwohnerschaft und Sicherheit der Focstbehord«, geg«: weche bie zuiâmmrn, trottete Menge eine fihr drohende Haltung eingenounnen hatte, war ent Bendarmerie- unb Mtlitärkomniando «ach de« Ortschaften ^Kempfen- brunn, FlärSbach und Lohrhaupten ^entsandt worden, wodurch die Ruhe bald wwderhergesteLt wnrde, ebenso erschien der Staatsanwalt, anS sHauau, um Derneo- niungen vorznnehmeu, auf welche hin mehrere Ver­haftungen vsrgenonnnen würben.

Metze, 4. L^tbr. Der Postwagen, de; die Post Eieben-WteseS-Alten-Baseck vermittelt, wurde gestern vormittag herrenlos im Schifferber- ger Tal aufgefunben. Inhalt des Wagens und Kutscher waren verschwunden. Es unterliegt so­mit keinem Zweifel, daß der Postwagen von seinem Lenker ausgeraubt »bliebe. Der Täter nannte sich Otto Metzke und war erst seit einigen Tage« bei Lohnkutscher Huhn, der bekanntlich auch Posthalter ist. tätig.___ ,.

Spielplan »er Frankfurter Theater. Opernhaus. Montag, 6. Oktbr., 7 Uhc. Die Fle­dermaus. Dienstag, 7. Oktbr., 7 Uhr. Schah- tanabe. - Mittwoch, 8. Oktbr., 6% Uhr. Die - Gerzeichuete«. Donnerstag, 9. Otübr., 7 Uhr, Der Troubadour. Freitag, 10. Oktbc. Ge- > schloffen. Samstag, 11. Ottbr., 6 Uhr. Die , Meistersing« von Nürnberg. Sonntag, 12. W Ottbr., 3^ Uhr. Die Rose von Stambul. 7 Uhr. M ToSca. - Montag, 13. Ottbr., 7 Uhr. Der W Zigeunerbaron. DrenStag, 14. Ottbr., 7 Uhr. -^ Mdelio. - Mittwoch, 15. Oktbr., 7 Uhr. Carmen W Schauspielhaus. Montag, 6. Ottbr., 7 Uhr. Die ' große Katharina. Hierauf: Blanco PoSvets J Erweckung. Dienstag, 7. Oktbr., 7 Uhr. Me- W des. Im DollSbildungsheim. 7 Uhr. Dr« W SchmetterliugSschlacht. - Mittwoch, 8. Ottbr 7 Uhr. Lanzelot und Sanderei«. Hierauf: George Dandin. Donnerstag, 9. Oktbr., 6 Uhr. Die Räuber. Freitag, 10. Oktbr., 7 Uhr. Kg Die Kceuzelschreiber. Samstag, 11. Oktbr., M 7 Uhr Moral. Sonntag, 12. Ottbr., 3 Uhr. M-Heidelberg. 7 Uhr. Robert GuiSkard. Hie­rauf: Der zerbrochene Krug. Montag, 1-- M Oktbr., 7 Uhr. Die drei Zwillinge.Dienstag, W 14. Oktbr., 7 Uhr. Die Marquise von 9Ucü$, , ^ Mittwoch, 15. OMr, 7 Ujff. Moral,