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General-Anzeiger

Amtliches Orga» Wr Stadt- md Landkreis Kanau

Erscheint täglich mit AuMahme der Gönn- und Feiertage

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Ar. 228 Freilag den 28. September 1919

....... II

Republik Birkenfeld.

Einstmals war Birkenfeld ein Anhängsel an das Großherzogtum Oldenburg. Es war eine Belastung für geographielernende Kinder, und man samt nicht sagen, daß dieser Zustand, so wie er staatsrechtlich zwischen Birkenfeld und Oldenburg bestand, für die beiden Länder über­aus nutzbringend gewesen wäre. Als dann mit dem 9. November sich so manches änderte, er­schien daher auch eine Aenderung des staats- rechtlichen Verhältnisses Birkenfelds zu Olden­burg nur naturgemäß. Dieses kleine Ländchen, das eine Enclave in der Rheinprovinz bildet, dnnte einfach dieser Provinz zugeschlagen wer­den; die Mehrzahl der Bevölkemng hätte sich auch mit dieser Lösung einverstanden gezeigt, und wenn das Land nicht von feindlichen Trup­pen besesetzt worden wäre, wäre die Lösung dieser Fraye wahrscheinlich auch so vor sich ge­gangen, wie wir angedeutet haben. Indessen ist es jetzt anders gegangen. Birkenfeld liegt nahe am SaargebiÄ, und diese geographische Lage scheint für die Gestaltung der Verhältnisse symbolisch zu sein. Ein ehrgeiziger Mann, Zöller mit Namen und ein paar Leute, die hinter ihm stehen, die auch irgendwelchen falsch angebmchten politischen Ehrgeiz zeigen wollen oder die ämtergierig find, haben sich zusammen­gefunden, um die Republik Birkenfeld zu grün­den. Der freundschaftlichen Gefühle des Gene­rals Mangin, der die Kommandogewalt in diesem Gebiete auch ausübt und der sich schon mehrfach dazu hat mißbrauchen lassen, um die französischen Abtrennungsbestrebungen zu fördern, durfte sie sicher sein. Jetzt kündet eine Meldung an, daß die Regierung Zöller eine Kundgebung erlassen habe, wonach General Mangin nach Rücksprache âven Um rieKMMD

Birkenfeld als Republik anzuerkennen. General Mangin hat es nötig, sich seine Unparteilichkeit durch die Regierung Zöller dokumentieren zu lassen, ein Zeugnis, das gewiß nicht allzu schwer wiegt. In der Bekanntmachung heißt es wei­ter, daß der Paragraph 18 in Verbindung mit dem Paragraphen 167 der Verfassung auf Birkenfeld keine Anwendung findet, da die Re­publik svor Inkrafttreten der Reichsverfassung bereits bestanden hat. Eine schönere Begrün­dung haben wir in ihrer Naivität selten ge­sehen, und wir brauchen uns nicht wundern, wem der unparteiische General Mangin mit dieser Begründung demnächst auch dieRegie­rung Dorten" anerkennen läßt. Inzwischen mehren sich die Stimmen derer, die in Birken­feld der Zöller'schen Regierung den Kampf an­sagen. Nach Asher eingetroffenen Meldungen wollen die Bauern dieser jüngsten Republik die Lieferung von Lebensmitteln einstellen. Das Deutsche Reich hat daher Mr seine verdammte Mcht und Schuldigkeit getan, wenn es an die Alliierten eine Note hinsichtlich der Gestaltung der Dinge in Birkenfeld gerichtet hat, durch die dem ungesetzlichen Zustand des Landes und seiner ungesetzlichen Regierung ein schnelles Ende bereitet werden soll.

Mit aller Kraft zu neuer Arbeit!

WB. Berlin, 26. Septebr.

Der Chef der Admiralität v. Trotha hat einen Aufruf an die Marine gerichtet, in dem er aus- Wrt, man stehe mit der Aufstellung des neuen Etats und der Verabschiedung der Entschädi- AMgesetze am Ende der großen Zeit der deut- chen Marine. In den vergangenen Jahrzehnten

in rastloser und hingebendec Friedenstätigkeit gearbeitet worden, um Deutschlands Wehrmacht öur See stark aufzubauen als achtunggebietenden Schutz deutscher Tüchtigkeit. Die deutsche Marine habe die unvergleichlich schöne Aufgabe lösen können, Bindeglied zu sein zwischen der Heimat und allen tüchtigen Söhnen des deutschen Bo-

die in aller Welt ihre Kraft einsetzten. Jetzt die deutsche Marine zusammengebrochen, er­drückt von fast der ganzen Welt. Die Friedensbe- dtngungen böten in der kleinen Marine keinen .-uaum mehr für all die deutsche Manneskraft, die früher zuströmte. Jetzt heiße es überall Hand Mlzulegen, um auf dem neuen Boden wieder die Zukunft aufzubauen Weiter heißt es dann: Aber Uver allen möge uns, auch wenn wir auseinan- dttgehen müssen, die alte Kameradschaft nicht ver- wren gehen und der einigende Sinn für die uolzen Taten des Krieges sowie die Liebe zu un- vom Feinde unbesiegten Flagge. Der Aufruf iMceßt mit der Aufforderung an die Macine- ungehörigen, zusammenzuhalten in Treue gegen

Kameraden wie an der Liebe zum Vater- ^ld und mit der alten Kraft die neue Arbeit in

Die französische Stammer Oer den Friedensvertrag.

W, Paris, 24. Sept. (Havas.)

Die Kammer setzte heute die Diskussion über den Friedensvertrag fort. Tardieu erklärte in seiner Antwort an Marin, daß die Alliierten Deutschland entwaffnet hätten, indem sie ihm die Luftschiffahrt, die Tanks, die giftigen Gase und dieffchwere Artillerie verboten und die leichte Ar­tillerie beschränft hätten, sodaß Deutschland keine nationale Armee organisieren könne, besonders im Hinblick darauf, daß ihm der Friedensvertrag die kurzftistige Militärdienstzeit und Truppen­übungen untersagt hat und so die deutsche Armee zu einer Art Gendarmerie umgewandelt werde. Frankreich fügte hinzu, daß gegen die Eventuali­tät einer Verletzung der Bestimmungen des Frie­densvertrages durch Deutschland zwei Garantien Frankreich zur Verfügung ständen. Es habe zu­nächst das Recht, in Deutschland zu.kontrollieren, ob der Vertrag eingehalten werde. Barihou un­terbricht und fragt, ob im Falle der Nichtratifizie­rung des Friedensvertrages oder des Völkerbund- paktes durch die Vereinigten Staaten der Ver­trag bestehen bleibe. Tardieu erwidert mit Nach­druck, daß er das Vertrauen habe, daß die Ver­einigten Staaten den Friedensvertrag und den Völkerbundpakt ratifizieren würden. Er fügte hin­zu, daß der Vertrag überdies in Kraft treten werde, sobald er von drei der vertragschließenden Mächte ratifiziert worden sei. Pichon legte die Vertragsbestimmungen über den Völkerbund dar. Er wies auf die Bedeutung dieser Organisation hin, welcher die internationale Arbeit regele und bestrebt sein werde, zwischen Arbeit und Kapital eine Verständigung herzustellen und so der Wett eine Revolution zu ersparen. (Beifall.)' Pichon bitter die Kammer, hbfemmfat ^üf.Ü^ die gegen jene Nationen vorgesehen seien, welche die Beschlüsse des Bundes mißachten würden. Dann wies der Redner auf die Nützlichkeit der Klausel über den Schutz der ethnischen Minder­heiten hin, die auf die Initiative Wilsons hin ausgenommen worden sei. Auf die Frage Cachins, ob Rußland in den Völkerbund ausgenommen werde, antwortete Pichon, daß der Völkerbund nur solche Nationen aufnehme, die sich frei re­gieren, die eine anerkannte Regierung haben und die Achtung der internationalen Verpflichtungen garantieren. Nun habe aber Rußland keine an­erkannte Regierung. Statt sich frei zu regieren werde es vom Terror beherrscht und achte keine der internationalen Verpflichtungen. Es käme daher gegenwärtig eine Aufnahme in den Völker­bund nicht in Frage. Pichon lobte die Bemüh­ungen Leon Boucgois' auf der Haager Konferenz, den großen Friedensprinzipien zum Triumphe zu verhelfen, die stets auf den Widerstand der­jenigen stießen, welche die Feinde Frankreichs sein wollen. Er sagte, der Krieg sei ein Ver­brechen, und diejenigen, die ihn entfesselt hätten, müßten gezüchtigt werden. Der Völkerbund be- kräfttge die Grundlagen des Friedens und der Gerechtigkeit. Gerechtigkeit müsse absolut herrschen, und es sei eine notwendige Folge des Sieges, daß Frankreich die Wiedergutmachung all der Schrek- ken erhalte, unter denen es leide. Pichon recht- fertigte das Verlangen der englischen Dominions, eine Vertretung im .Völkerbund zu haben und fügte hinzu:Wir haben keine Kolonien, die mit den englischen Dominions verglichen werden können, die fast drei Millionen Männer ausge­hoben haben." Dann weist der Redner auf die Möglichkeit eines Bündnisies mit Amerika hin, welches ohne sich mit der Moncoe-Doktrin in Widerspruch zu setzen, sich an die Seite Englands und Frankreichs stelle; aber er erkennt an, daß dieser Bündnisvertrag unvollständig und unvoll­kommen sei. Dann wendet sich Pichon hegen die Behauptung Longuets, daß der Friedensverttag ein Vertrag des Unrechts und der Ungerechtigkeit sei Er erklärte, daß kein Friede den Aspirationen der Völker besser entspreche.Der Friede," sagte Pichon,gibt Frankreich Elsaß-Lothringen zu­rück. Eine Volksabstimmung konnte nicht in Frage kommen. Alle Wahlen in Elsaß-Lothringen seit 1870 stellen Volksabstimmungen zu Gunsten Frankreichs dar und der Poincare bereitete Emp­fang bestätigt diese Volksabstimmungen. (Bers.) Der Minister meinte sodann zu zeigen, daß der Friedensvertrag Polen nur polnische Gebiete zu­teile und daß es sich ebenso mit Dänemark ver­halte. Er fügt hinzu, daß der Friede der großen Soldaten Frankreichs würdig sei. Dann stellte der Minister diesen Frieden der Befreiung in Gegensatz zu einem Frieden, der von einem sieg­reichen Deutschland auferlegt worden ser. Die Stellung Frankreichs vom Gesichtspunkte, der Di­plomatie und er äußeren Lage sei noch nie starker gewesen. Rie sei ein Bündnis und die Mithilfe

Deutschlands Kohlenvorrar.

Im 5. Bande seinerAllgemeinen Geologie,, der kürzlich in 3. Auflage erschienen ist, sagt d« im September 1917 als Opfer des Weltkrieghs im Lazarett zu Aleppo verstorbene Breslauer Geo­loge Pcof. Fritz Frech:Das 19. Jahrhundert müßte das Zeitalter der Steinkohle genannt wer­den, wolle man für die jüngste Kulturentwicklung des Menschengeschlechts eine Bez.eichnung wäh» len, die den Namen Stein- und Bronzezeit ähn­lich ist." In diesen Tagen der Kohlenttise sind Frechs Mitteilungen über Kohlenförderung und Kohlenvorrat in den wichtigsten Kohlenländern und besonders in Deutschland von besonderem Interesse. Im Jahre 1911 förderten die Vereinig­ten Staaten von Nordamerika an Steinkohlen rund 450 Millionen Tonnen (einschließlich Braunkohlen), Großbritannien rund 276, Deutsch­land rund 160, Frankreich rund 38, Belgien rund 23 und Oesterreich- Ungarn rund 15 Millionen Tonnen. Seit 1902 hatte sich die Förderung in England von 230 auf 260, in Deutschland nur von 150 auf 160 Millionen gehoben, d. hl Eng­land geht mit seinem Kohlenvorrat weit ver­schwenderischer als Deutschland um, wozu noch kommt, daß die neue Act des Abbaues der Kohlen in Deutschland sehr viel geringere Verluste, eine viel ausgiebigere Verwertung und eine außer­ordentliche Erhöhung der Abbauzeit mit sich bringt.

Von unseren Kohlengebietenreichen nach Frech die Becken des Königreichs Sachsen kaum mehr für ein Jahrhundert, doch sollen jetzt neue Kohlenlager erschlossen sein. Das niederschlesische Kohlenbecken enthält noch eine Milliarde Tonnen, kann also mindestens 150 Jahre reichen. Die Re­viere an der Saar und in Westfalen sowie das Aachener Kohlenfeld haben zusammen bis zur DisH m4|]O||w^^ w i e

England. Freilich unsere größten Kohlenlager sind in Oberschlesien, das durch den Friedensvec- trag auch gefährdet ist. Die Zahl der hier über­einander gehäuften Kohlenflöze ist größer, als in jedem anderen Steinkohlengebiet der Erde. Die Sattelflöze erreichen im Durchschnitt 1012 und örtlich 1618 Meter Mächttgkeit reiner Stein­kohle. In England schwantt die Schätzung der Kohlenvorrats zwischen 86% und 100 Milliarden Tonnen. Nehmen wir eine Steigerung bis zu 300 Millionen und einen Kohlenvorrat von 100 Milliarden an, so würde England nur noch für 350 Jahre Kohlen haben. Amerika wird infolge der Verschwendung und des Raubbaus bei der Förderung der Kohlen ttotz seiner riesigen Vorräte im Jahre 2015 oder 2027 erschöpft sein.

18131919, in wenig mehr als 100 Jahren, hat sich das Gesicht Europas ganz verändert; auch die skeptischsten Schätzungen über die Kohlen-oc- räte gehen bei den kleineren Feldern nicht unter ein Jahrhundert herab, nur Raubbau kann frühere Erschöpfung möglich machen, und bei all diesen Berechnungen sind technische Verbesse­rungen, die die in der Kohle aufgespeicherte Kraft auf rationellere Weise verwenden können, nicht in Rechnung gestellt; das Zeitalter der Steinkohle eilt also, wie Frech betont, noch lange nicht seinem Ende zu.

Foch in Trier.

W. Trier, 26. Septbr.

Marschall Foch besuchte gestern in Begleitung seiner Gemahlin die Stadt Trier. Um 10 Uhr vor» mittags traf der Marschall auf :dem Bahnhof ein. Salutschüsse französischer Geschütze kündigten seine Ankunft an. Eine Musikkapelle französischer Kolonial» truppen spielte. Der Marschall stieg im HotelPorta Rigra" ab.

Entwendete Wertsendungen.

*= München, 26. Sept. (Tetegr.)

In der Nacht vom Donnerstag wurde auf bem Paketpostamt II in der Bayerstraße ein Wertpaket, enthaltend Mk. 500 000. in Fünfzig-Markschemen, von unbekannten Tätern entwendet. Der Brief war adressiert an die Reichsbank in Berlin und kam von der Reichsbank-Nebenstelle in Ulm. Eine Wertsendung in Höhe von 20 0M Mk., bestchcud ans 10000 Mkl in Tauseudmarkschrinen und 10000 Mt. in Pfand» briefen der Münchener Hypothek» und Wechselbank, zusammen 20000 Mk. ist ebenfall» abhanden gekommen. Der Brief war von einem hiesigen Bankgeschäft an eine Filiale in Weißenborn obres fiert.

Kleine Nachrichten.

Der neue Polizeipräsident- von Magdeburg Die preußische Staatsregierung hat den Avbeiter- sekretär Gustav Krüger in Magdeburg zum Poli­zeipräsidenten in Magdeburg ernannt.

Winnig Oberpräsident von Ostpreußen. Di« preußische ©taatSiygierung hat den Gewerk» chaftsbeamten, Reichs- und Staatskommissar Winnig in Königsberg i. P. zum Oberpräsident»« der Provinz Ostpreußen «ngunt«

Frankreichs so sehr gesucht gewesen. Frankreich werde seine Politik im Einvernehmen mit den alliierten und assoziierten Mächte fortfe^en,

Generalsireikshestrednngen in Italien.

WB. Bern, 26. Sept.

Die Mailänder Arbeitskammer richtete mit Rücksicht auf die Unmöglichkeit der Lösung de» seit Monaten bestehenden Konfliktes zwischen den Metallarbeitern und den Industriellen an das Arbeitersekretariat des all­gemeinen Gewerkschaftsbundes das Ersuchen, in ganz Italien den Generalstreik zu erklären.

Der Streik in der amerikanischen Stahlindustrie.

WB. Ha«g, 25. September.

DemNieuwe Courant" wird aus Was­hington über den Streik in der ameri­kanischen Stahlindustrie berichtet: Der Streikleiter Foster erklärte, daß 327 000 Arbeiter streiken. In Ohio, Illinois und Indiana sind die meisten Fabriken geschlossen. In Ohio streiken 8700 und im Bezirk Cleveland 55 000 Mann. Clarion bei Pittsburg fanden am Sonntag neue Zusammenstöße zwischen der Polizei und den Streikenden statt. Der Eisen­gießerverband beschloß, auf der in Cincinati abge­haltenen Versammlung zur Aktion überzugehen. Auf, beiden Seiten bereitet man sich auf einen längeren Kampf vor. Die Arbeitgeber richten für die Arbeits­willigen Häuser ein. Der allgemeine Streik soll bis zum 1. November dauern, wenn nicht eine Lohn­erhöhung von 60 Prozent, der Sechsstundentag, die fünftägige Arbeitswoche, 50 Proz. Lohnerhöhung für Ueberstunden und eine 100 prozentige Lohnerhöhung für die Arbeit an Sonn- und Feiertagen in Illinois, ^WMw^Mhl . W einer m Indianapolis abgehaltenen Versammlung er­klärten sich auch die übrigen Bezirke bereit, diese Forderungen zu stellen.

Deutschland nichtentlastet".

W. Amsterdam, 26. Septbr.

Ein Teil der englischen Presse nimmt zu den vom österreichischen Ministerlum des Aeußern veröffent­lichten diplomatischen Dokumenten zur Vorgeschichte de» Kriege» Stellung. Die Blätter sind bestrebt nach- zuweisen, daß Deutschland durch die Wiener Ent­hüllungen nicht entlastet werde.

Spartakistische Pläne enthüllt.

Instruktionen für neue Putsche.

Im Haushaltungsausschuß der preußischen Landesversammlung verlas Ministerpräsident Hirsch die bei einem Agitator des Spartakusbun­des in Sachsen gefundene Instruktion an die Vertrauensmänner dieser Partei. Darnach soll eine geheime politische Organisationsgruppe ge­gründet werden, deren Zweck vor allem ist, ein ge­naues Register aller Gegner der kommunistischen Bewegung zu führen.Durch diese Namensvec- zeichnisse" heißt es dann weiterist es er­möglicht, unsere Feinde aufs strengste zu über­wachen, bet einem Aufstande dingfest zu machen und abzuurteilen. Sollte die Zentrale der kommu­nistischen Partei den Plan einer Beseitigung einer unliebsamen polittschen Person für gut be­finden, so erhält jene polttische Gruppe den Auf­trag zur Ausführung, wo die betreffenbe Person ihren ständigen Wohnsitz hat. Welcher Genoffe die Tat auszuführen hat, entscheidet das Los, und ist derselbe verpflichtet, innerhalb 24 Stunden den Plan auszuführen, wenn er nicht dasselbe Schicksal erleiden will. Verweigerung gibt es keine. In diesen polittschen Gruppen dürfen nur die verschwiegensten und verttautesten Genoffen zugelaffen werden. Verrat wird sofort mit dem Tode bestraft. Die K. P. D. vereinigt sich mit den Syndikalisten-Anarchisten in der Ausführung, so daß auch die Syndikalisten diesen Gruppen ge­heim angehöpen. Eine Reihe weiterer Bestim­mungen handelt noch von der Befehlsgewalt und den gleichen in Deutsch-Oesterreich und der Tschecho-Slowakei zu errichtenden Organisationen. Gleichzeitig wurde bei dem kürzlich verhafteten Münchener Kommunisten Heile eine Geheimorder über die Organisation des nächsten Putsches ge­funden. Dort wird namentlich ins Einzelne die Aushebung der Reichswehr behandelt. U. a. heißt es da: Ein Offizier, der seine Wohnung in der offenbaren Absicht verläßt, zur Truppe zu eilen, wird ohne Anruf niedergeschossen. Bekannte Mo­narchistenoffiziere sind unverzüglich zu beseitigen. Die Soldaten, die überrumpelt werden, werden in der Kaserne scharf bewacht. Kein Mensch darf die Kaserne lebend verlassen usw.Das sind die Leute sagte Ministerpräsident Hirsch die von der äußersten Linken und dec U, S. P. immer in Schutz ata«t»w» wUa,'

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