Ak. 224
General-Anzeiger
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Donnerslag den 28. Seplember 1918
EnglanDs MLlfchrtlö am Kriege.
Treys verhSngnisoslle Rolle.
Fast gleichzeitig mit den Wiener Enthüllungen Wer bte Vorgänge unmittelbar vor Kriegsausbruch, erscheint in London ein Buch von Lord Loreburn unter dem Titel: „Wie der Krieg kam". Lord Loreburn ist ein Gegner der Greyschen Politik der Verschleierung. Er ist der Ansicht, daß Deutschland nicht am Kriege teilgenommen hätte, wenn Grey klar mit der Tatsache heraus- getreten wäre, daß England gleichfalls in den Krieg eingreifen würde.
Die Ursachen der verhängnisvollen englischen Politik, die den Krieg unvermeidlich machten, sind nach Loreburn folgende: 1. Abschluß unbestimmter Abmachungen und Verständigungen statt offener Allianzen, die das Parlament bekräftigt hatte; 2. die allgemeine Ansicht des Volkes, daß ein Krieg mit Deutschland tatsächlich bevorstehe; 3. das Unterbleiben jeder bestimmten Srflärung Greys, daß eine bestimmte Handlung, wenn sie von Deutschland begangen würde, Großbritannien ins Feld brächte, und 4. Greys Vellsnnung der wirklichen Sachlage. Grey behauptete z. V. beständig, daß G^Laud durch keine bestimmte Abmachung mH Frankreich gebunden sei, während es tatsächlich, wie sich später herausstellte, „in Ehren" gebunden war, Frankreich zu Wasser und zu Lande zu helfen.
Loreburn zeigt in Kapitel um Kapitel, daß Deutschland sich in den Jahren vor dem Krieg auftichtig bemühte, zu zeigen, daß es mit England in Frieden und Freundschaft zu leben wünschte, in welchem Zusammenhamz er seine Offerte „gegenseitiger Neutralität" sympathisch bespricht, und daß dieses Bemühen nur daran scheiterte, daß die englische Politik durch die MWângeu mit Frankreich gehyndM .war, Grey hätte sich nach ihm seine lange Rede vom 3. August ersparen können; er hatte alles, was
er zu sagen hatte, in folgende zwei Sätze zu- sammensaffen können; „Frankreich steht im Begriff, von Deutschland angegriffen zu werden, nicht wegen eines eigenen Aktes, sondern weil es durch einen Vertrag an Ruhland gebunden ist, und weil Rußland sich mit Deutschlands Verbündeten, mit Oesterreich gekauft hat. Ihr seid in Ehren nicht frei, außerhalb dieses Krieges )U bleiben, da wir uns durch eine bestimmte Politik ohne Euer Vorwissen, in Ehren gebunden haben; obwohl dies überhaupt kein französischer Streit ist unb obwohl ich Euch sagte, daß wir frei seien, finde ich nun, daß ich damit ganz un« recht hatte, und daß ihr in Ehren nicht frei seid".
In (Englanb hat das Buch großen Eindruck hervorgerufen, sodaß Grey sofort seine Verteidigung unternommen hat. Die „Westminster Eazette" enthält eine zwei Spalten lange Verteidigung Greys und seiner Politik gegen den Angriff Lord Loreburns. Er bekämpft besonders Lorsbums Ansicht, Grey habe den Krieg >wch im letzten Augenblick verhindern können, wem seine Politik weniger hinterhältig gewesen wäre und wenn er Deutschland gleich zu Beginn der Unterhandlungen offen gesagt hätte,
England, Frankreich und Rußland im ^negrfalle mit den Waffen unterstützen würde. Spencers Widerlegung dieser Ansicht wird durch die gleichzeittgen Enthüllungen des Dr. Gooß dsionders beleuchtet. Sie lautet:
»Die Richtigkeit dieser Auffassung hängt ganz von der Ansicht ab, die man von Deutschlands m dem Krieg« hat. Lord Loreburn Mart zu glauben, daß Deutschland sich Oester- W) sorglos oder leichtsinnig in die Hand gab, es bezüglich Oesterreichs Plänen einschließ- des Ultimatums an Serbien ungenügend war halb informiert war und daß es in M«M Umfang für ausgemacht annahm, daß ^ußland nachgeben würde, wie es das früher und daß sich niemand anders einmischen Wenn das wirklich die Haltung der putschen Regierung gewesen wäre, dann wäre ~ unzweifelhaft durch eine frühere Andeutung "^Britanniens, daß es im Kriegsfall Frank- Ach und Rußland unterstützen würde, zur Ver- gebracht worden. Daß dies aber die der deutschen Regierung war, erscheint dunz unglaublich."
Die BeWegrrnA in -er Mslnll- èn-ustrie.
DDP. Berlin, 25. Septbr. h«A?w ^amPf in der Metallindustrie hat sich M wesentlich geändett. Die Zahl der Be- denen die Arbeiterschaft geschlossen für eingetreten ist, hat sich vergrößett. uch Mitteilung einer Nachrichtenstelle würde im? n^u vvrmittolitden Eingriff der mehrheits- ^Esirschen Führer nicht ungern sehen.
ParlambNissAvSärs.
Beinahe unbemerkt von der Oeffenllichkeit hat der neue Tagungsabschnitt der Nationalversammlung nach deren Uebersiedelung von Ilm-Athen nach Spree-Athen im dem dem deutschen Volke gewidmeten Hause am Königsplatz in Berlin begonnen. Zunächst hat nur eine Reihe von Ausschüssen programmgemäß seine Arbeiten ausgenommen, denn erst am letzten Tage dieses MonaH wird das Haus selbst zur ersten Vollsitzung nach den Sommerferien zusammentteten. Es braucht nicht erst besonders betont zu werden, daß den Außschußberatungen keine Bedeutung über den Rahmen HrsS Bereiches zuzumessen ist. Die eigentliche „Parlaments ottoerture* ist auch nicht durch sie vorgenommen worden. Das geschah vielmehr in den laut verschiedenen Pressemeldun- gen begonnenen Verhandlungen über die Umbildung der Regierung und den eventuellen Wieder- eintritt der Demokraten in das Kabinett. Ueber den Gang der Verhandlungen verlautet zurzeit begreiflicherweise noch nichts, man weiß in der Allgemeinheit nicht, ob sie gut oder schlecht geben, dagegen ist man darüber im Bilde, daß die Verbreiterung der Regierungsbasis in allen in Frage kommenden Kreisen aA durchaus wünschenswert betrachtet wird. Von unabhängiger Seite ist sogar schon eine Mnisterlifte des neuen Kornetts erschiene«, wobei genau auseinandergescht wurde, wie viele und welche Sitze die Demokraten als Lohn für ihre« Wisderrimirttt beamsprschen. Es liegt auf der Hand, daß derartige Angaben den Dingen vorauseilen, und nach unserer Kenntnis, der Dinge ist die Situation auch jetzt noch nicht soweit geklärt, daß trgenb etwas Bestimmtes mit- geteilt werden könnte. Der maßgebende Umstand ist nach wie vor der, daß für die Sicherung des der Parlamentarischen Arbeiten die Wiederherstellung der alten Ksali- tiott aus den drei Mshrhertsparteien angeftrebt wird und daß, sowohl Zentrum wie Sozialdemokraten in einem Wiedereintritt der Demâaten in das Kabinett eine Erleichterung Hrer eigenen Position vor dem Lande wie vor ihren Parteien erblicken wurden.
Alle Nachrichten, die heute aus Berlin vorliegen, bestätigen, daß die Frage des Wiederein- tritts der Demokraten in die Regierng eifrig be- fprscheF wird und auch dahingehende Verhandlungen stattfinden.
*
Bertin, 24. Setpbr.
Zu dem Wiedereintritt der Demokraten in die Reichsregierung erfährt das „Berl. Tageblatt" von unterrichteter Sette, daß die Verhandlungen, die durchaus vorbereitenden Charakter tragen, seitens der Demokraten von dem ehemaligen ReichSsmanzminister Schiffor geführt werden. Die Anregung zu den Verhandlungen ist von der Regierung ausgegangen.
Unsere 0|nma^L
DDp. Landau, 24. Septbr.
Nach einer Meldung der „Freien Pfalz" beabsichtigt die Entente, neben entern Teil des Ruhrgebiets demnächst auch Mannheim und Frankfurt a. M. zu besetzen, wenn Deutschland die von ihm im Fried ensvettrag übernommenen Verpflichtungen nicht restlos er- Me.
Gegen AösEf Fisffmarrn.
DDP. Berkin, 25. Septbr.
In der gestrigen Landesversammlung rief die Aeußerung Adolf Hoffmann, die Verbrennung der französischen Fahnen in Berlin und die Versenkung der Flotte vor ScaM Flow, sei ein dummer Jungenstreich, einen starken Tumult hervor, der sich noch steigerte, als er sagte, man solle den ganzen Unrat im Zeughaus em- schmelzen.
Gegen die SsAderSssteuernKZ der Reifungen»
WB. Berlin, 24. Septbr.
Der Verein der.Deutschen Zeitungsverleger richtete an Erzberger eine Drahtung, in der gesagt wird, da es dem Reichsfinanzminister unmöglich war, die Vertreter des Vereins der Deutschen Zeitungsverleger zu empfangen, legen sie hierdurch schärfsten Protest gegen den Plan einer Sonderbesteuerung des Anzeigenteiles der deutschen Zeitungen ein. Eine solche Aus- nahmebesteuermrg würde die schon von wirt- schaftlichen Lasten bedrückten Zeitungen auf das Empfindlichste treffen. Der durch die Sonder- befteuerung unvermeidlich eintretende Zusammenbruch vieler Zeitungen würde überdies eminente Interessen der Allgemeinheit aufs Tiefste berühren.
Die FSlfchmtgspolMK -er Pole«.
WB. Berlin, 25. September.
Die von den Polen in der letzten Zett versuchten Mittel, um die deutsche Kriegsführn^ der Grausamkeit, Hinterlist und des frivolen LölkerrechtSruches zu verdächttgen, sind fchl. geschlagen. In einem in der legten Zeit auf? gefangenen Warschauer Funkspruch ergibt sich die Fälschung der darin angegebenen „Befehl des preußischen Kriegsministeriums"; da es bei uns weder eine Abteilungsbezeichnung, wie sie in dem Funkspruch angegeben ist, noch Tagebuchs nummern gibt Der polnische Funkspruch ist eine Fälschung von Anfang bis zu Ende.
Sur Verhaftung osm KvMmumften in Kalke.
W. Halle (Saake>, 25. SepEe.
Außer ftchs HaLeschen touren in Halle noch zwei Münchener Kommunisten, der Schlosser Gr« mrd der Buchbinder Franta, verhaftet. Diese bw bat waren, wie jetzt einwandfrei feststeht, nach Halle entsandt worden, um den früheren Kormn«- niften führet Hartung zu ermorden. Bei den beide« Münchener« wurde «in umfangreicher Briest wechsel, sowie Morphin« «nd Chloroform borge« funden. Es wurde außerdem fegest eilt, daß zu „Agitationszwecken" Halle von den Kommunisten m sieben Bezirke ehtgeietft war, und daß jedes dieser Bewirte einem Führer unterstand. De, Zweck dieser Organisation war angeblich bte sorgfältige Durchführung der Agitation und die Ueberweta^twg persönlicher Verhältnisse, um zu verhinderst, daß sich Spitzel in die Organisation einschmuggeltett. In einer Versammlung der Korn- murtiftenp artet anfangs September in Halle wurde, wie wir erfahre«, die Ermordung einer siand««. âionen dienste zu tun. .
Kleme Aschrichle«.
Der frühe« König vs« Bap«m ist vs» Iizsr» (©tanbünben) »ach Sigmaringen abgereisi, um bei fernem Schwiegerssh«, dem Fürsten vs» Hohe«zsll»rn, dauernden Aufenthalt zu nehmen.
Die -wische« Dänemark wb Deutz'chlsud geführte« Berhaxdlmtgen über ben Ankauf eines großen Teiles bot dänischen Kattsffelerirte haben sich infolge deS Liefftandes der drutsch«» Matt zerschlsge«.
D« Aeltesiomutsfchuß dar Preußisch,« San» dssversavoulirng beschloß auch weiteren die Samstt^e und Montage von Plenarfi^ungwt frei» zulassen, m* besonders dem StaatsbauSh altungs- arrsschuß Zeit zur Erledigung seiner Beratungen zu »eben.
Gegen die rheinische Sonderbündelei. Der rheinische Parteitag der Deuffchen demokrattschen Part« hat auf seiner Tagung in Köln folgenden Beschluß gefaßt: Der zweite rheinische Parteitag der Deuffchen demokratischen Partei hält eine Fühlungnahme der politisiert Parteien im besetzten Gebiet zu einheitlichem Handeln gegen Sonderbündeleien für geboten, um allen Los- lâ sungs bestreb rmffe» wirksam entgegen^uketen. Ritgkeder der Deuffchen demokrattschen Partei, die für die LoSlösunKsbestrebungen eintreten, find unverzüglich aus der Pacteiorzasssakion aus» zusch ließe«.
Die »irffchastliche« BeziehUKge« ^wische« Frankrsich und Belgien. Dem „TempS" wird aus Brüssel vom Obersten MttschaftSrat grmokdrt, daß der ftanzösische Minister für ben industriellen Wiederaufbau, Loncheur, sich nach Antwerpen begeben hat, um an Ort imb Stelle sich zu vergewissern über die Organisation des HandeL Mit für Frankrttch bestimmter deuffcher Kohle, Xr über diesen Hafen geleitet werde« soll. Mes« Be« 'uch ist auf ben Beschluß zurückzuführen, daß Xn* warpcn zum fra«zZfischon Gostmrihandewsiützwmkt mit den besetzte» deutschen ®ebwt«t »erben fall.
Die Bezeichnung „gran*. Auf das Gesuch einer Berlinerin an ben Minister bezüglich bar Bezeichnung „Frau" erwiderte dieser: Di« Bs- zeichiulnq „Frau" für eine Angehörige des weiblichen Geschlechts ist nicht gleichbedeutend tu* Ehefrau. Sie ist weder eine perfonenftae^s« bezeichnung, noch ein Teil des Stamme, noch ein Titel, der verliehe« werben mckhte ober werde« könnte. Es kmm auch keiner ledigen Frau verwehtt werden, sich Frau zu xemw. Die Verfügung des Ministers des Jnnem vom 31. Juli 1869, die der entgegengesetzten Ansicht Ausdruck gab, und die darauf gestützte Praxis; wonach bas Prädikat Frau als Titel ob« königliche Gunstbezeichnung verliehen wurde, entbehrt eines Rechtsgrundes und sntstwicht nicht den heuttgen Lebensverhältnissen unb Taimen. Ich werde deshalb diese Beifügung nicht mehr amv enden lassen.
Vom VMKerburr-.
WB. Bern, 25. September.
Wie der „Berner Bund" aus Genf meldet, scheinen die Verhandlungen der derzettigen Letter des Völkerbundes schon sswett gebieten zu sein, daß in der nächsten Zeit ein tatsächlich funktionierender internationaler Dienst eingerichtet sein wird. Man ist entschlossen, den Engländern und Franzosen entgegen zu kommen, ohne sich um die von Amerika ausgehenden Hemmungen zu kümmern. Ferner ziehe man eine weiteste Ausgestaltung des Völkerbundes in Erwägung, und will ben unbedingten Anschluß Deutschlands an die Regelung des Schiffahttswesens fordern. Das Fehlen Deutschlands würde eine Lücke entstehen lassen, die sie Einrichtung der verschiedenen internationalen Einttchtungen des Völkerbundes erschweren müßte. Der Eintritt Deutschlands wird zu einem Zeitpunkt ins Auge gefaßt, in dem dieser Eintritt prakttsch möglich ist.
Der AhkraKspsrt der -ersuchen ÄriegsgefanKene».
WB. Versailles, 25. Septbr.
Rach der „Station Belg«" beginnt am 25. September der Abtransport der deutschen Kttegs- gefangenen.
Firrms.
DDP. Lugano, 24. Septbr..
D'Annunzio erklärte einem Redâur des „Secolo", er werde Fiume lebend nicht auf geben noch dulden, daß der Hafen internationalisiert und dem Völkerbund ausgeliefert werde. D'An- nunzio beschrieb dann, mit welcher Begeisterung ihm Offiziere und Truppe gefolgt wären, die bis MM Tods bei ihm ausharren waiiten. Was rann uns übrigens die Entente anhabev? Die Engländer werden nicht aus Fiume ziehen und was Italien betrifft, so find Heer und Flotte auf unserer Seite. Alle meine Offiziere und Soldaten haben mir durch schriftlichen Eid Treue gelobt. Täglich treffen neue Scharen ein. Ich habe auch Flieder ausgesandt, die über Mailand und Rom Manifeste answerfe» säen, auch zur See fürchte ich nichts, denn meine Heine Flott« ist zu allem entschlösse«. Das Gebot der Stunde isi nur, das zynische Kabinett Ritti zu stürzen.
DDP. Berlin, 95. Septbr.
Nach einer Röhricht des „Messagers" sind Truppenabteilungen d'Annunzios in den dalmatinischen Städten Zara und Sebenico gelandet und haben diese Städte besetzt. Auch die Besetzung von Spalato 'ist geplant.
M8. Haag, 25. Septbr.
Dem „Nieuwe Rotterdamsche Conrant" zufolge melbet die Associated Preß aus London, daß die italienische Regierung an die Alliierten das Ersuchen gerichtet hat, alliierte Truppen, ausgenommen italienische, nach Fiume zur Vertreibung d'AnnuuzioS zu entfenben.
Der „^schstsr LanÄrAt".
W. Höchst a. M., 25. Septbr.
Zum kmnmissarischen Landcat des Kreises Höchst war kürzlich auf Befthl des Generals Mangin der bisherige Kreis schulinspektor Dr. Hindrichs, Vorsitzender der Zentrumspattei in Höchst, bestellt worden. (Segen dessen Ernennung wendete s«h ein Teil der Arbeiterschaft der Höchster Farbwerke, die durch einen Teilausstand die Rückgängigmachung der Ernennung zu erzwingen suchte. Dr. Hindrichs erläßt nun eine längere Darlegung, in der er feftfteCt, er habe mit dem ArbnterauSschuß der Farbwerke verhandelt, sri von den Streikenden tätlich angegriffen und in der Versammlung von den Arbeitern gezwrmgen worden, die Erklärung abzugeben, er werde von seinem Posten zurücktttten, wenn es von der Administration genehmigt werde. Diese Genehmigung sei indes nicht erteilt worden. Er werde daher gegen das hetzerische Treiben gewisser Kreise wegen Auflehnung gegen die Staats- gecvalt und Unruhefliftung energisch vorgehen und hoffe, daß der gesunde Sin« her Bevölkerung de« Terror dieser kleinen Mtnderheit Einhalt tun werde. Er werde aber unter keinen Umständen vor dem Terror der Straße und der im Dunkel» arbeitenden Drahtzieher zurückweichen. Daß er sein Amt nicht als Parteimann führen werde, gehe schon daraus hervor, daß er sofort nach der Uebernahme des Amtes den Vorsitz der Zenttums- partei «iedergelegt habe und auch für die anderen Partei angehörigen Arbeiterführer eingetreten fei und die Zurücknahme der beabsichtigten Ausweisung von sechs wegen Anzettelung des Stteiksj verhafteten Arbeiterführer« erwirkt habe,