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DMmtwzio Macht das kennen» 1 Wenn alles planmäßig verläuft, wird ein zum Politiker gewordener Dichter, der in diesen beiden Eigenschaften gâde von klugen Leuten als wenig beträchtlich Beurteilt wird, am Ende seines Mitmaner Abenteuers einen fähigen Minister- ^Wentea gestürzt und zugleich seinem Lande erntn erheblichen Prestigegewinn gesichert haben. Der.Zug d'Annunzios zur Eroberung der in der fefciim Zeit viel genannten Hafenstadt ist zuerst auf Grund der Persönlichkeit seines geistigen Urhebers überall in der Welt für einen schlechten Treppenwitz der Weltgeschichte erachtet worden, über die neuesten Nachrichten lassen erkennen, daß dÄnnnnzio die Psyche des italienischen Volkes hnb die Situation doch vielleicht gar nicht so falsch Beurteilt hatte, als er den Rubicoa über- sHrttt. Nachdem Sonnino an der Aufgabe, Fiume Italien zu sichern, glatt gescheitert war, und selbst der viel fähigere Tittorü gegenüber der Festig­keit Wilsons nur vergeblich einen Vermittelungs- dorschlag nach dem andern machen konnte, hat d'Amnmziü sich kurzerhand zu der entscheidenden $äf aufgerafft, indem er sich zum Befehlshaber der aus Frume entfernten italienischen Truppen aufwarf, sich gleichzeitig die Mitarbeit der ita- lrenischerk Flotte zu einem erheblichen Teile Werte und im übrigen, wie sich jetzt zeigt, sehr riaftig darauf rechnete, daß er letzten Endes der entscheidenden Mitarbeit und Nnterstützung der öffenMchen Meinung ganz Italiens gewiß sein dürste. Demenffprechend scheint sich denn die Si- hiatton auch mehr und mehr zu seinen Gunsten W Hären, obschon allerdings ein sehr wichtiger PllnV wohl für immer dunkel bleiben wird, die Frage nämlich, ob und in welchem Umfange man in Maßgebenden itafientfdfen Streifen vor Beginn MHtttsrrrehmMs über die Absichten d'Dnnrm- WstMterrWet gewesen ist. So wie die Dinge psychologisch liegen, ist das so ziemlich als sicher WWrehmrn, ebenso wie unbedingt zu glauben ist, daß man gerade den Ministerpräsidenten Nitti klugerweise nicht einweihte. Dieser hat sich denn Mch mit Rücksicht auf die Entente ht einer Weise regen d'Annunzio ausgesprochen, die ihm jetzt, »ach der weiteren Entwicklung der Dinge, einiger­maßen aE belastet erscheinen läßt. TittoUr dürfte nämlich die §Mon d'Annunzios in Paris aus- nützen wollen, und nach seiner bisherigen Haltung könnte da Nitti schwer mittun. Weshalb denn euch in der italienischen Presse Stimmen laut lvsrden, die ganz im Sinne d'Annunzios erklären, daß die durch diesen geschaffene neue Situation neue Männer an den entscheidenden Stellen er- forbere. Füv d'Annunzios Situation spricht ferner bet Umstand, daß England und Frankreich von Anbeginn in der Fiumaner Frage für Italien eingeireten sind, mrd daß sie auch jcht geneigt sein waten, die durch d'Anmmzio vollzogenen Tat­sachen in Fiume irgendwie anzuerkennen. Es W sich also, daß die ursprünglicheFarce von Fiume' eine recht ernsthafte Sache geworden ist, daß selbst eine scheinbar aussichtslos gewordene Pasition zum Ausgangspunkt für einen Frontal- aiNiff werden kann, wenn in ihr ein fester Wille M Werke ist. Leider besteht keine Hoffnung, aus .dieser neuen Bestätigung einer alten Erfahrung irgendeine Lehre für Deutschland zu ziehen.

®^ Kretas Vsm 14. ArMrsßWW.

WIB. Berlin, 23. Septbr.

J^t derDeutschen Tageszeitung' erklärt der Were Chef des Zivilkabinetts v. Berg über die Besprechung am 13. August 1918 und über "W Kronrat vom 14. August 1918 zusammen- Wnb:

ro Es herrschte Uebereinstimmung, daß auf s-rund der vom Feldmarschall und General Lu- ttrlivrsf festgestellten militärischen Lage, wir sie R w den Augen des Kanzlers und des Staats- mretärs des Aeußern darstellte, durch eine neu- iiiale Macht, Holland, Friedensbesprechungen mit

Feinden angebahnt werden sollten. Die fwgSjiele, woran noch festgeb alten werden sollte, urden im einzelnen nicht besprochen, aber aus M Ton der Besprechungen war klar, daß man l ff »!e Erfüllung der bisher gehegten Hoffnungen ! Ws Mehr rechnete, sondern daß der Staatssekre­tär in der Hauptsache freie Hand haben sollte.

Hmdrnburg äußert sich über die gleichen Vor- S^ sagt u. a.: Ich hatte damals gegen die "Lsuhrungen v. Hintzes nichts einzuwenden.

..^aus folgt für mich, daß bei den beiden Sitzmi- ?-,.^iie Einigkeit unter den politischen und mili- sichen Stellen herrschte, und daß die Erörte- Uigen beim Kroncat sich in denselben Gedanken- »Mgen bewegten wie bei der Besprechung vom 13. J ^n- Ich hebe noch hervor: Wir waren uns Lr'etöuft, daß der Krieg jotzt mit diplomati- rütteln tu Ende zu bringen wäre.

Mittwoch den 24. September

Die Staatsakten über den Weltkrieg.

DDP. Wien, 23. September.

Nach christlich-sozialen Parteikreisen wird heute die Meldung verbreitet, daß die Entente an die deutsch-österreichische Regierung die Auf­forderung gerichtet habe, alle auf den Weltkrieg bezug habenden Akten aus dem Wiener Staats­archiv zur Verfügung zu stellen. Die Christlich- Sozialen Lindig en an, daß sie gegen diese For­derung Stellung nehmen werden, da es nicht angehe, daß die Staatsakten aus Wien weg­geschafft werden.

Unsere Kriegsgefangenen kn Amerika.

WB. Berlin, 24. Septbr.

Die amerikanische Regierung befahl die so­fortige Heimschaffung aller in den Vereinigten Staaten befindlichen Kriegsgefangenen. Die Beförderung findet am 25. September auf dem amerikanischen TruppentransportdampferPoca- hontas" statt, der von New-Pork nach Rotter­dam fährt.

DerMeHsnsverlrag im amerika­nischen Senat.

Am MuMS.

WB. Bern, 24. September.

DieStampa" erklärt, daß die Vorgänge in Fiume immer mehr den Charakter eines Parteikampfes annehmen, der zur Erlangung der politischen Macht ausartst, bei dem die wahren Interessen des Vaterlandes in den Hintergrund treten. Auch die andere Presse bewegt sich in ihren Besprechungen auf den gleichen Linien. Italia" wendet sich scharf gegen d'Annunzio, der das Land literarisch und politisch vergiftet habe und fordert zur Bekämpfung der Politik d'Annunzios auf, die die internationale Lage Italiens vielleicht unheilber kompromittiere.

WB. Bern, 24. September.

In einer Rede verlangt d'Anmmzio außer der Stadt Fiume und deren Hinterland auch den Hafen und die Eisenbahnen für Italien, da jede andere Lösung unannehmbar sei.

Danzig rmö Oberschlesien.

DDP. Berlin, 24. September.

DieTemps" schreibt nach einer Meldung desBerliner Lokal-Anzeigers": Der oberste Rat hat die Frage einer interalliierten militärischen Böschung Danzigs und Oberschlesiens geprüft. Es sind zwei Möglichkeiten besprochen worden, nach denen für Danzig eine solche durch englische Truppen und für Oberschlesien eine französische in Betracht käme. Die Gegner dieser Auffassung verfechten den Grundsatz, daß es besser sei, den Besetzungen überall interalliierten Charakter zu geben.

Die KoMMNNisten ist Kongreß- polen.

ddp. Berlin, 23. Septbr.

Sei

mittelnot, an

die kommunistische Bewegung innerhalb der Reihen der polnischen Arbeiter Kongreßpolens von Tag zu Tag zu. Ungeheure Arbeitslosig­keit in den Industriestädten Kongreßpolens, dazu die von Tag zu Tag arger werdende Lebens- der auch die Lebensmittelzufuhr von feiten Amerikas nichts ändern konnte, nicht zuletzt aber die Entziehung der Arbeitslosen- unterstützung, treiben die demoralisierten und politisch entrechteten polnischen Arbeitermassen den kommunistischen Agitatoren in die Arme.

gestellt bleiben. Tatsache ist, daß die polnischen Führer der kommunistischen Bewegung vor kurzem erst aus dem Leninschen Rußland zurück- gekehrt find. Es wird bestimmt damit gerech­net, daß die Arbeit der Agitatoren in organi­sieren Putschen ihre Auswirkung finden wird. Die Warschauer Regierung, die zweifellos von diesen Umtrieben Kenntnis erlangt haben wird, glaubt ihrer Armee sicher zu sein, mit deren Hilfe sie alle derartigen Putsche im Keime zu ersticken hofft, eine Hoffnung, die allerdings leicht eine trügerische werden kann.

Die MekärMLerVeWegung.

DDP. Berlin, 24. Septbr.

Der angekündigte Metallarbeiterstreik, der gestern Tatsache werden sollte, hat, soweit es sich bisher überblicken läßt, die von den Füh­rern beabsichtigte Ausdehnung nicht genommen. In vielen der großen Betriebe ist es überhaupt nicht zu der beschlossenen Abstimmung gekom­men. DieVoss. Ztg." schreibt, daß man nicht einmal zu der Abstimmung gekommen sei, be­deute eine Durchbrechung der Gewerkschafts- disziplin. Man schreibt den Widerstand den vernünftigen Arbeiterkreisen zu. Es scheint als ob die Mehrheit der sozialistischen Obleute und Vertrauensleute wieder an Boden bei den Ar­beitermengen gewonnen habe. Darauf deutet auch die Tatsache, daß in den Siemenswerken gestern eine geheime Bctriebsversannnlung abge­halten wurde, zu der nur Vertrauensleute der unabhängigen und kommunistischen Richtung zu- gslassen wurden.

Die KohlsMtMWheU m Berln?»

DDP. Berlin, 24. September.

Auch in den letzten 48 Stunden ist in der Kohlerknappheit eine Besserung nicht eingetreten, zumal Zufuhren ausblieben und eine völlige Erschöpfung der ohnehin kargen Vorräte auf den Lagern der Gasanstalten rückt in bedrohliche Nähe. DerBerliner Lokal-Anzeiger" bemerkt zu der Kohlenkneppheit ferner: Der Grund liegt nur bei der Eisenbahn, denn viele Kohlen liegen auf den Halden, um die Not der Großstädte zu beseitigen, aber mit dem Transport hapert es. Kann die gegenwärtige Staatsverwaltung diese Schwierigkeiten nicht überwinden'?

Versailles, 24. Septbr.

In kommender Woche wird, nach einer Mel­dung desEcho de Paris", die erste Abstimmung über den Friedensvertrag im amerikanischen Senat erfolgen, und zwar über den Zusatzan­trag, der verlangt, daß die Vereinigten Staaten im Völkerbund genau soviel Stimmen erhalten wie England. Da im amerikanischen Volke dieser Züsatzantrag gewisse Sympathie hat, hofft die Opposition, daß ein Weg für weitere Ab- ., , ,

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soll beabsichtigen zu erklären, daß er gegen den Friedensvertrag sei. Dadurch wurde er als erster Kandidat für die Präsidentschaft auftre­ten. Auch Petitionen der aus Frankreich zurück­

gekehrten Soldaten sprechen sich gegen den Friedensvertrag aus.

Ehma Deutschland.

WB. Berlin, 24. Septbr.

Ein Erlaß des Präsidenten von China vom 16. September kündigt die Erklärung des Frie- denszustandes mit Deutschland an.

Eèrre Kzmögsbrwg in Tirol.

Innsbruck, 23. September.

Der Landtag nahm einstimmig einen gemein­samen Antrag der drei Parteien an, der besagt, daß der verfassungsgebende Landtag Tirols den Friedensvertrag als unerhörte Vergewaltigung des deutschen Landes Tirol ansieht, das gegen den klar ausgesprochenen Willen des Volkes auseinandergerissen wird. Der Landtag bekundet vor Gott und der Welt, daß er nicht ruhen wird, bis der No rd en und Süd en des Landes wiedervereinigt sind. Er betrachtet das Verbot des Anschlusses an Deutschland als einen Angriff auf die Freiheit Tirols.

Kleine Nachrichten.

Die Drutschnstionale Volkspartei und die Lehrerschaft. Der deutschnationale Abg. Oelze (Bunzlau) hat dem Deutschnationalen Volksver­ein für den Kreis Spcoltau auf Uebelssendung einer Entschließung des Kreislehrervereins fol­gende Mitteilung gemacht:Sie Deutschnationale Volkspartei erkennt an, daß die Lehrer in ihrem Einkommen erheblich gegenüber anderen Berufs­ständen mit gleichwertiger Vorbildung zurück­stehen, und sieht in der Ausgleichung dieser Unge­rechtigkeit eine der wichtigsten Aufgaben unseres öffentlichen Lebens. Sie bedauert insbesondere die für die kleinen Städte und das Land ver­hängnisvolle Einrichtung von drei TeuerungsSe- zirken, gegen die sie alsbald gekämpft hat und weiter käurpsen wird. Die Deutschnationale Dollspartei tritt für die Gleichstellung der Leh­rer mit den Sekretären der allgemeinen Staats-

Frau zunächst nur das kommunale Wahlrecht zu geben und erst später das Parlamentarische. Abg. Professor Dr. Abderhalden (Dem.)r Unsere heutige Jugend ist aus dem Gleis ge­worfen, moralisch und gesimdheitlich. Auch die Arbeiterschaft ist unterernährt, sodaß ihre Lei­stungsfähigkeit auf 75 Prozent herabgesetzt ist. Das WohlfabrtsMinisterium muß Hiet mit den anderen zuständigen Stellen Zusammenarbeiten. Verwaltung ein. Sie vertritt den Standpunkt, daß | Bei der Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten das beste Mittel, die Gleichmäßigkeit und Auf-i dürfen keine'Kosten gescheut werden. Der Alkoho- besserung der Besoldung durchzufiihren, eine Re- lismus muß mit allen Mitteln eingeschränkt wer- gelüng der Schulunterbaltung bildet, wie sie der den. Abg. Linz-Barmen (Dn.) wendet sich Antrag Herrmann versieht, demzufolge die per- gegen die Ausführungen des Abg. Dr. Weyl, indem sönlichètt Schullasten entroeber auf die Staats- er den Einfluß der evangelischen Kirche auf dem kaffe oder eine Gene albesoldungskasse übernom-? Gebiet der Wohltätigkeit und LiebeSwrrke dar- mén werden sollen. Leider ist dieser Antrag, der s ' M. Er bespricht sodann eingehend die Schaffung bereits früher, d. h. in dem alten preußischen eines Siedelungsvereins von Kriegesbeichtzdigten, i'aubtage, in dem eingesetzten lintèrau- schüß der da-u bestimmt ist, neben der Errichtung von gegen die Stimmen der beiden rechtsstehenden Wohnstäticn auch die ArÄbildimg von KriegSbe- Parteien abgelèhnt wurde, auch jetzt noch nicht schädigten in verschiedenen Handwerken zu be- erledigt. Alle Versuche, die Verabichieduna dieses streben. Aba. Leid (U. S^r Die Fürio««».

Antrages in dem NuterrichLausschuß noch bot den langen Parlamentsferien zu erwirken, finl leider an dem Widerstand der anderen Parteien gescheitert. Wir Bitten die deutschnationalen SfiH rer und Lehrerinnen, die vorstehende Mtteilunß im Kollegenkreise nachdrücklichst zu verbreiten.'

Eine polnische Kriegsflotte. Es steht nunmehl fest, daß Polen eine Kriegsflotte bauen wir^ Diese soll aus vier großen Kreuzern und 16 Töfl pedobosten bestehen. Sie wird eine Bemaununi von 3SM Manu und 150 Offizieren erhalten.

Preußische VanKesoersaMMinng.

(Sitzung vom 23. September.)

Am Ministertisch: Stegerwald, Hänisch. -, Präsident Leinert eröffnet die Sitzung um Uhr 20 Min. Auf der Tagesordnung stehen kleine Auflagen. Eine Anfrage des Abg. Dr^ Rosenfeld über die militärischen Einrichtung«^ der Berliner Polizei beantwortet ein RegierungS« Vertreter dahin, daß es nicht beabsichtigt sei, di« Berliner Polizei militärisch zu organisieren. Di« neu getroffenen Maßnahmen rechtfertigten sich! durch die Zunahme des Verbrechertums. NW Erledigimg weiterer Anfragen wird die zweit« Beratung des Staatshaushaltsplanes für 1919 und zwar die des Mimsteriumus für Dolkswohfl fahrt fortgesetzt. Abg. Moldenhauer (D^ V. P.)r Im Mittelpunkt der Jugendfürsorge muß die Familie stehen. Diese beruht aus der Auffassung von der Ehe und diese letztere läßt sich nicht durch Gesetze regeln. Zum Gesundheits­wesen haben die Abg. Adolf Hoffmann u. Gem die Sozialisierung des gesamten Aerzte- midi Arzneiwesens beantragt. Wir lehnen diesen An­trag ab. Damit ist es wohl zu vereinbaren, daß wir für die Verbilligung der Kosten des Heil­

weiter gebaut »erben, trotz der enormen Kosten und die nötigen Zuschüsse müssen bewilligt wer­

den. Noch schlimmer als in Berlin ist die Woh­nungsnot in den besetzten Gebieten, besonders durch die Zahlreichen fremden Offiziere. Die En­tente verlangt für diese Offiziere völlig eingerich- tete Wohnungen mit Möbeln, Decken und Ge­schirr. Diese Lasten müssen vom Reich Lbernom- men werden. (Beifall rechts.) Ein Vertreter der Medizinalabteilung des Ministeriums be­tont in der Beantwortung früherer Auflagen u. a., daß die Abteilung es für eine ihrer vor­nehmsten Pflichten hält, neue wichtige Heilver­fahren auf das genaueste zu prüfen. Der Kamps gegen die Tuberkulose müsse in noch größerem Umfange als früher geführt werden, besonders bei der Jugend durch soziale, hygienische Für­sorge und scharfe Maßnahmen. Der Antrag Adolf Hoffmann muß daran scheitern, daß die Frage der Sozialisierung der Aerzte noch nicht genügend geklärt ist. Die freie Aerztewahl für die Armen sei allerdings erwischt. Abg. Ziwmer (Soz.): Die Vergesellschaftung der Aerzte muß angestrebt werden, ebenso die der Apotheker. Die Wochenhilfe darf nicht den Krankenhäuser« allein aufgebürdet werden. Die Bekämpfung der Tuberkulose und der Geschlechtskrankheiten muß in größtem Umfange vom Staate übernommen werden. Diese Krankheiten nehmen noch immer zu, auch auf dem Lande. Das neue Gesetz nm auch auf dem Gebiete des Mutterschutzes eingred fen. Die Hebammen müssen besoldete Beamten bei Gemeindewesen, am besten der Provinzen wer­den. (Beifall.) Abg. Frau Dr. L ä u e r (Ztr.) bespricht die Tätigkeit dec Frauen 'im Wohlfahrts­wesen im Sinne der katholischen Weltanschauung. Weitestgehende Fürsorge für das uneheliche Kind 'ei zu verlangen, ebenso für die unehelichen Mütter. Vielleicht wäre es besser gewesen, der