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Nr. 214

Eine Äste EleMsneemrs

auf die deutsche Antwort.

WB. Berlin, 12. Septbr.

Nach einem Telegramm der deutschen Vertre­tung in Versailles vom 1. September hat Mi­nisterpräsident Clemenceau fo^nbe Note dom 11. September überreichen lassen;

General-Anzeiger

AmMHes OrgM für Sladl- unö Landkreis Kanan

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertags

Samslag den 13. September

nur stattfinden kann, wenn gemäß Artikel 80 des Friedensvertrages der Völkerbundsrat einer ent­sprechenden Aenderung der internationalen Lage Oesterreichs zugestimmt haben wird.

Die gegenwärtige Erklärung soll innerhalb von vierzehn Tagen nach dem Inkrafttreten des Friedensvertrages von den zuständigen deutschen gesetzgebenden Gewalten gebilligt werden."

Ksch ihrer Note vom 2. ds. Mts. haben die alliierten und assoziierten Mächte die deutsche Regierung auf einen die B ez iehungen^ DieDeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt DeutschlandszuderösterreichischenZzuder Antwort der Entente auf die deutsche Note R ep u b l i k bettesfenden Artikel der neuen deut- bom 5. September: Was hier verlangt wird ist scheu Verfassung hingewiesen, der mit den Be- nichts anderes, als was die deutsche Regierung stimmungen des Friedensvertrages über dieselbe 5 bereits in ihrer am 5. September übergebenen ^rage nicht im Einklang steht. Die deutsche Re-, Antwortnote auf das Ultimattum erklärt hat. gierung hat mit ihrer Note vom 5. September ge- Eine Aenderung der Verfassung kommt also nicht antwortet, daß taffächlich kein Artikel, wie auch " " ......

sein klarer Wortsinn immer sei, mit dem Friedens- derttag in Widerspruch stehen kann, weil in der Verfassung ein anderer Artikel stehe, der besagt, daß keine ihrer Bestimmungen dem Vertrage Ein­trag tun kann. Dank diesem Kunstgriff könnte die deutsche Verfassung offenbar so geändert werden, daß ihr Wortlaut jeder der Bestimmlmgen des FttedensverttaM widerspräche. Sie könnte z. B. vorschreiben, daß ein deutsches Heer von mehreren Millionen Mann im Wege der Aushebung gehal­ten werden Me, und wenn die alliierten und asso­ziierten Mächte darauf aufmerksam machten, daß

Bestimmung gegen den Vertrag sei, der die Starke des deutschen Heeres genau begrenzt und me Aushebung untersagt, so könnte die deuffche Regierung antworten, daß, wenn dies so sei, die Verfassung selbst in ihrem Arttkel 178 eine ge- nügende Sicherheit vorgesehen habe, in dem sie W^rt, daß nichts in dem Vertrag durch die Ver-

WB. Berlin, 12. Septbr.

in Frage. Ein Zugeständnis ist es immerhin, daß

die Billigung durch die gesetzgebenden Körper­schaften erst innerhalb von 14 Tagen nach dem Inkrafttreten des Friedensvertrages erfolgen soll.

AenHernngSn in Her UrieHZns- ksnfersnz.

DDP. Haag, 12. Septbr.

Mackensen « Ne Entente.

Nach den vorliegenden Mitteilungen sind die letzten Reste der Armee Mackensen in Gestalt von einigen tausend Gefangenen vom Balkan auf dem Landwege entweder schon in Deutschland einge­troffen oder im Anrollen begriffen. Aber wo bleibt ihr einstiger Führer? Auf die Bitte der deutschen Regierung um Freigabe dieses verdien­ten deutschen Heerführers, des wohl zurzeit älte­sten deutschen Soldaten, hat die Entente die aus­weichende Antwort gegeben, daß seine Freilassung im Zusammenhang mit der Rückbeförderung der anderen Gefangenenerwogen" und daß Macken­senzunächst" nach Saloniki transportiert wer­den sollte.

Ist je so etwas erhört gewesen? Die Gefange­nen der Armee Mackensen werden oder wurdâ nun heimbefördert, und zwar natürlich auf dem schnellsten Wege, den es gibt. Und über die Frei­lassung ihres Feldherrn, der gar keinGefange­ner" in rechtlichem Sinne ist, sondern ein gegen alle Regeln des Volksrechts durch die Heimtücke der Franzosen und die Schlappheit der unga-

sich, wenn

Verlagsleitung: Ad. Jndermühl«. Verantwortlich: für solitifchsn und allgemeinen Teil G. Schrecker' für lokalen und provinziellen j Teil sowie Sport W. Moritz: für Anzeigen unb i RSlamen A. Brodt, alle in Hanau a.M. Rotativnsdruckd.WaiienhausLuchdruckerei Hana« Fernsprechanschlüsse Nr. 1237 und 1238

1919

Lloyd George und Marschall Lord Allenby sind heute morgen in Paris eingetroffen. Man erwartet von der Unterredung Lloyd Georges mit Clemencau über die Orientfragen ein günsti­ges Resultat. Lloyd Georges Aufenthalt in Paris wird wahrscheinlich auch zur Ergänzung der Tagesordnung der Friedenskonferenz benutzt werden. Balfour hat heute vormittag Paris

rischen Dezember-Regierung (Graf Karolhi) hin­terlistiginternierter" General, der sich für seine Armee geopfert hat, über besten Freilassung wer­denErwägungen" angestellt, und dann zeigt man ihm das Mittelländische Meer? Wozu das alles? Wozu diese bodenlose Unritterlichkeit gegen einen fast 70jährigen Mann, der die leuchtendsten Beispiele ritterlicher Gesinnung auch gegen die Feinde gegeben hat? Es sei nur an die schleunige Rückholung der Gebeine des heiligen Dimiiru, die die Bulgaren in Bukarest gestohlen hatten, er-

verlassen. Während seiner Abwesenheit wird ^jF^- '-^^tte >ehlen, um die Gesinnung zu kenn- er vorerst von Lord Cuffon ersetzt werden. Me nen, die aus den Hans^ungen der Feinde, Rach demJournal des Debats" wird jedoch wohl namentlich der Franzosen, gegen diesen aus- an seiner Stelle entweder Bonar Law oder Lord '"""" .'^

gezeichneten Mann spricht. Gönnt man ihm nicht

ftffung in seiner jetzigen Form liest, daß kein Deutscher zur Aburteilung durch ein fremdes Ge­richt ausgeliefert werden darf, während der Ver-. --------- -----

trag ausdrücklich Vorsicht, gewisse Personen die; Oberst House wiederum Mitglied der amerika- eines Verstoßes gegen die Gesetze und Gebräuche

Krieges an geklagt werden, auszuliefern und vor ein fremdes Gericht zu stellen.

Nach der deutschen Antwort könne Artikel 178 ausgenommen worden sein, um jeden möglichen Widerspruch zwischen den Vorschriften der Ver­ladung und den Bedingungen des Fried-ensver- «ages zu vermeiden. Dies ist eine ausgezeichnete Wcit, wenn es sich um Widersprüche anfecht- varer und unvorhergesehener Art handelt, wie sie der Scharfsinn der Juristen in der Fassung zweier langer verwickelter Urkunden entdecken kann. Hier e§ sich nicht um anfechtbare und nicht Widersprüche. Die Widersprüche

ye? die sich der Protest der alliierten und asso- 25 Regierungen richtet, sind gewiß klar und â?dar und können nur gewollt sein. Niemand L glauben, daß die Urheber der deutschen Ver- N Abei der Aufnahme des Artikels 61 und ° ^Feststellung des Wortlautes des Artikels 112 iahten, daß diese Bestimmungen in sich lanhm1 Wenige Wochen vorher von Deutsch-

Verpflichtungen un= darf nicht länger dauern. Die >ven» â ^wrung erkennt an und erklärt, daß, Sßiberrhr..^enCJHn^^ ^ Friedensvertrag in Jann%' die Verfassung nicht vorgehen ten â Anblick auf diese Anerkennung erwar- m ^" âd assoziierten Mächte von der iua Ä Legierung, daß sie ohne weiteren Ver- 5 die sie in ihrer Antwort vom

i^n vierten und assoziierten lirkmisio antgettrlt hat, in einer diplomatischen uiederleat ^^laut hier beigefügt wird, ton ein«A diese Urkunde unverzüglich Vertreter der deutschen alliiert" in. Gegenwart von Vertretern der faiA assoziierten Hauptmächte in Mr- dem ^fârzelchnet und innerhalb 14 Tagen nach rmn des Friedensvertrages von den Oebiffin^hT gesetzgebenden Gewalten Deutschlands werden muß.

Er war schon heute vormittag in der Sitzung des Obersten Rates durch Scialoja vertreten. DieChicago Tribune" will wissen, dass

Nischen Friedensdelegation wird, der Vorsitzende jedoch Polk bleibt. House hatte die Absicht ge­habt, nach Ameffka zurückzukehrech habe aber im letzten Augenblick eine Depesche aus dem Weißen Hause erhalten, die ihn veranlaßt habe, in Europa zu bleiben.

^nlagx z« der Note Cle,nenceaus:

dnd" m^^^^^E, gehörig Bevollmächtigte delnde^âân der deutschen Regierung Han­ger beut^r an "wd erklärt, daß alle Vorschriften die mit^E» Verfassung vom 11. August 1919, 58. Kimmungen des in Versailles am unterzeichneten Friedensvertrages

^Qiermi^Ä ungültig sind. Die deutsche her sm.? bAlart und erkennt an, daß demzufolge Nuim . $?.eS Artikels 61 der erwähnten Ver- '^"itig ist, und daß namentlich die Zu-

8 österreichischer Vertreter zum Reichsrat

Die Botschaft hör ich wohl. . .

WB. Bern, 12. Septbr.

Der Pariser Korrespondent des BernerBund" unterstreicht einige kühne Aeußerungen Loucheurs, die auf allen Bänken und auch bei Clemencau Beifall fanden, als er ertIKrte, Frankreich wolle die Kriegskeime ersticken. Frankreich wolle mit Deutschland in weitherzigem Sinne arbeiten. Alle müßten arbeiten, Franzosen wie Deutsche, und wenn sich die ganze Welt tapfer ans Werk mache, werde man überall das Wohlergehen wiederfinden können. Diese opttmistischen Worte eines Mannes, der als erfahrener Kenner der wirtschaftlichen Verhältnisse gilt, fanden großen Beifall in der Kammer.

Die Kohlennol Süööorrkschlanös.

WB. Essen, 12. Septbr.

Einem Beschluß der süddeutschen Städtever­einigung folgend, begaben sich die Vertreter der badischen, bayerischen, hessischen und württembergi- schen Städte zusammen mit Arbeitervertretern der verschiedenen Richtungen nach dem Ruhrrevier, um in Verhandlungen mit den Bergarbeiterver­bänden die außerordentliche Notlage Süddeutsch­lands in der Kohlenversorgung darzulegen, und die gegenwärtigen wirtschaftlichen Verhältnisse im Bergbau kennen zu lernen. Bei den Verhand­lungen, die unter dem Vorsitze des Oberbürger­meisters von Stuttgart begannen, wurden mit den Vertretern der Bergarbeiterverbände alle schwe­benden Fragen eingehend besprochen. Die Ver­handlungen mit den anderen beteiligten Stellen werden fortgesetzt.

Keinen Znâsr Wegen Kohlerr- mangel.

DDP. Köln, 12. Septbr.

Von zuständiger Stelle verlautet: Es wird wegen des Kohlenmangels nicht möglich sein, den Zuckerraffinerien Kohlen in genügender Weise zur Verfügung zu stellen, um den Betrieb ausrecht zu erhalten. Man muß damit rechnen, daß der Bedarf für Oktober nicht in Verbrauchs- zucker, sondern in Rohzucker ausgegeben wird. Verbrauchszucker soll nur an Kinder, Säuglinge und Kranke ausgegeben werden.

ja&Tijgiign^ Lerer, fernes üOiahrrgen Dienstjubiläums am 1. Oktober? Will man den fast Siebzigjährigen über die Meere schleppen, um am Ende doch noch, was man wohl noch nie ge­konnt hat, einen preußischen Feldmarschall den neugierigen Blicken derSieger" in Paris zu zei­gen? Oder hat man immer noch Angst vor ihm?

Nein und tausendmal Nein! Er mußt jetzt zurück und zwar auf dem Landwege. Deuffche Re­gierung, rede noch einmal ein kräftigeres Wort als bisher! Deutsches Volk, fordere in Tausenden von Telegrammen und Zuschriften an General Dupont in Berlin die sofortige Rückkehr dieses Treuesten der Treuen! Ueber ihn schrieb kürzlich der vormalige Vorsitzende des Zenttalrats der Südostfront (Armee Mackensen) an den jüngsten Sohn des Feldmarschalls:'Er bat mit feiner Per­son den Rückzug der Armee gedeckt." Wahrlich, das ehrendste Zeugnis aus Soldatenmund. Und die­ser Mann soll den Tag seines Dienstjubilâums vor 50 Jahren inGefangenschaft" verleben? Nein, deutsches Volk, laß dir das nicht gefallen! Und wenn man deine erneuten Bitten weiter kannst du jetzt nichts tun nicht erfüllt, dann präge auch diese Grausamkeit der Feinde deinen Kindern ein, daß sie es nie vergessen!

Aufruf an die Mote Kreuz- Gesellschaften in den Ententestayten.

WB. Berlin, 12. Septbr.

Der Vorsitzende des Zentralkomitees der Deut­schen Vereine vom Roten Kreuz richtete durch das internationale Komitee vom Roten Kreuz in Genf einen Aufruf an die Gesellschaften vom Roten Kreuz in den Ententestaaten, worin es heißt: Im ernsten Bewußffein der Pflichter­füllung gegen die Menschheit befreite Deutschland in fast unglaublich kurzer Zeit die Gefangenen der feindlichen Möchte. Die gleiche Tat von drü­ben, die sehnsüchtig erwartet wird von hundert­tausenden von deutschen Männern und Millionen ihrer Angehörigen, ist nur langsam im Werden. Lange Zeit wird es noch dauern, bis all di« tausende von Kriegs- und Zivilgefangenen wie­der in den Schoß ihrer Familien zurückgekehrt sein werden. Nicht mit einem Schlage, nur schritt­weise und in längeren Zeiträumen wird die Heim­beförderung sich vollziehen und schmerzvoll werden die Zurückbleibenden den Glücklicheren, deren Ab- ttansport erfolgt, nachblicken. Im Namen der Menschlichkeit richten wir an die Schwester-Orga­nisationen den RufrHelft mit am Werke der Befreiung und beschleunigt es mit allen Suren Kräften, nehmt Euch aber auch derer hilfreich an, die sich gedulden müssen, und denen Licht, Frei­heit und Heimat noch in weiter Ferne leuchtet. Helft uns, wie wir gemeinsam uns bisher ge­holfen haben."

Abtransport Der aMsrtkanffchen Kriegsgefangene«.

WB. Berlin, 12. Septbr.

Die Reichszentralstelle für Kffegs- und Zivil- efangene teilt mit, da der Abttansport der

am 13. September beginnt. Die ersten Transpotte werden der Reihe nach den Durchgangslagern Wetzlaff Gießen, Rastatt, Limburg und Mannheim zu- gefühtt.

Generalftreik.

WB. Metz, 12. Septbr.

Seit Donnerstag mittag ist auf dem ganzen elsaß-lothringischen EisenboHnnetz der General­streik ausgebrochen. Es verkehren nur Lebens­mittelzüge.

WB. Memel, 12. Septbr.

Anläßlich der Verhaftung des Vorsitzenden des Arbeiterrates, sowie der Schließung des so­zialdemokratischen Blattes, ist hier der General­streik verkündet worden. Der Generalstreik, der auch das Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerk um­faßt, soll solange ausgedehnt werden, bis die Frei­lassung des Vorsitzenden des Arbeiterrates und die Entfernung des Kommandeurs eines Ba­taillons in Memel von seinem Posten erfolgt ist. Der Kommandeur hatte die Verhaftung in Ver­bindung mit Artikeln verfügt, welche darüber ge­schrieben wärest, daß er einen Soldaten wegen Nichtgrüßens auf der Straße angehalten hatte.

WB. Haag, 12. Septbr.

DerNieuwe Rotterdamsche Courant" meldet aus Washington, daß infolge der unbefriedigen­den Antwort Wilsons an die Stahlarbeiter für den 22. Oktober der Generalstreik der Stahlarbei­ter für das ganze Land angekündigt ist.

Die nette Besitzung Kes Kaisers.

DDP. Amsterdam, 12. Septbr.

Daily News" melden aus New-York: Das Inventar des Schlosses Doorn, der neuen Be­sitzung des deutschen Kaisers, ist heute an der Rotterdamer Pörse mit 10 Millionen Gulden versichert worden.

Lokales.

Hanau, 13. September.

Die NauMann-Geöachknèsfeier veranstaltet von der Deutschen demokr<so. tischen Partei, erfreute sich starker Anteil­nahme der Bürgerschaft und wurde zu einer wür­digen und eindrucksvollen Kundgebung für den verehrten Führer und sein Lebenswerk. Haupt- schriftleiter O. E. S u t t e r schilderte in gedanken» tiefer, formvollendeter Rede Fr. Naumann als Politiker, Künstler und Menschen. Wie kein zwei­ter in der nachbismarckischen Periode trug er schöpferische Gedanken ins Volk, zeichnete er mit wunderbarer Klarheit Formen unseres politischen und wirtschaftlichen Lebens, die werden sollen. Trotz der Vielseitigkeit, die sein Schaffen aus­zeichnete, zeigt has Gesamtbild eine überraschend schöne Geschlossenheit, denn Fr. Naumanns Tun und Denken entsprang ein und denselben lauteren Quellen, wurde getragen von einem leiden­schaftlich bewegten Herzen und hatte e i n Ziely Die Zusammenfassung aller Kräfte". Fr. Nau-

mann war nicht vom Pärteibürokratismus ange­kränkelt, er haßte starre Formen, ihm war die Partei nie Selbstzweck, nur Mittel zum Zwecke. Stets trat bei ihm die Person zurück hinter die Sache, der er diente. Er wurde zum hinreißenden Verkünder desGemeinschaftsgeistes". In allen seinen SchriftenDemokratie und Kaisertum", Neudeutsche Wirtschaftspolitik",Mitteleuropa", Vaterland und Freiheit" formuliert er den Staatsgedanken, versucht er die Kräfte des Ein­zelnen zu gewinnen für die Volksgesamtheit. DaS Vaterland soll zur Heimstätte aller, des ganzen Volkes werden. Nun fft der kluge, edle und selbst­lose Führer dahingegangen. Der Zusammenbruch )es Vaterlandes erschütterte vollends seine in chwerer Arbeit aufgeriebenen physischen Kräfte.

Wir werden Fr. Naumanns Werk am besten ge-

recht werden, wenn wir unS in seinem Glauk^n verbinden, in seinem Geiste weiterarbeiten, wie er mit dem Volke fühlen und handeln. Der mit herzlicher Zustimmung aufgenommenen Rede folgte Fr. Naumanns letzte Kundgebung auf dem Parteitage der Deutschen demokratischen Partei, von Johannes Poetsch, dem Mitglied des Stadttheaters, mit warmer Empfindung und sie* fern Verständnis vorgetragen. Den Reden voraus ging das mit Andacht und Dank ausgenommen« vom Hock-Quartett prächtig wiedergegebene Adagio von Schubert und beschlossen wurde die ernste Feier mit einem Satz Mozarts Andante.