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Äk. 288

Saint Germain.

Die alle historische Stadt im Departement Seim et Oise wird in den nächsten Tagen wieder einmal das Schauspiel der Unterzeichnung eines Friedensvertrages in ihren Mauern erleben, die âhnüche Vorgänge schon früher gesehen haben. Der Sonnenkönig Ludwig XIV. ließ hier mit be- fonberer Vorliebe die Unterschriften unter Ergeb- msse seiner Raubkriege setzen, und Herr Clemen- eemr eifert ihm darin nach. Der Friede, den er Deutsch-Oesterreich aufzuerlegen vermocht hat, soll ein solcher des Rechtes und der Wiedergut­machung sein, und niemals in aller Geschichte fin­det sich ein Dokument von ähnlicher Furchtbarkeit der politischen Gesinnung. Die ganze deutsch- österreichische Presse hat sich mit vollkommener Einmütigkeit und erschütternder Eindringlichkeit zegen diese Modifizierung der Vernichtung und Vergewaltigung ausgesprochen, aber größer noch rls der Zorn und die Empörung ist die Schwäche Deutsch-Oesterreichs. Der Friede von Saint Ger-

! main wird den Schlußstein des Gebäudes bilden, I das Herr Clemenceau in seiner überheblichen s Verblendung erttchtete, und das die unerschMer- liche Schutzwand für das durch den Krieg bis zum ; Tode geschwächte Frankreich darstellen soll. So I will es und so meint es Herr «Clemenceau, aber die Entwicklung wird stärker sein, denn er hat - Europa zu einem Hexenkessel umgestaltet, und das unerträgliche Gegeneinander der vielen staatlichen I Neubildungen muß zu immer wiederholten 8u- I ammenstößen und Konflikten führen. Es ist ein­fach undenkbar, daß das Wett desTigers" Be­stand haben kann so undenkbar, wie die An­nahme, daß das durch den Ftteden von Saint I Germain geschaffene Deutsch-Oesterreich leben

anderen neuen Gründungen des Obersten I Rates, kann Polen, Tschecho-Slowakien und <;ugo-Slawien, nicht leben. Der große Gedanke, der hinter all dem stand, und der darauf hinaus- bes, m der wahnsinnigen Angst vor einem doch einer Tages wiedererstattenden Deuffchland Gegengewichte" ttngs um dieses Deutschland zu schaffen, ist zum Scheiter» verdannnt, er ein politischer Widersinn ist. Und auch Denn in den nächsten Tagen die österreichischen Delegretten die erpreßte Unterschrift leisten, well lhnen nichts anderes übrig bleibt, wird daran Uchts geändert, wird die gewaltsame Revision die- >erFrledensvètträge' nur noch unvermeidlicher Miacht. Me von solchem Riesenwett der Rache

Innerste erschreckte Kulturmenschheit aber W jetzt, daß es möglich gewesen ist, den Mord-

Deutschland noch zu übertrumpfen, Mn Saint Germain laßt Versailles noch weit Mter sich Und noch eine weitere Unmögllchkeit ^em zur Wahrheit geworden: die ab- S Heuchelei, die in demFriedenswerk" W Versailles ihren höchsten Triumph gefeiert schien, ist noch übertrumpft worden me von Clemenceau erzwungene Beftim- derunveräußerlichen Unabhängigkeit" ^'chsDfsterreichs. Darüber .hinaus gibt es «m wittlich rrichts mehr! .

DvrbereMng neuer Neichsgefetze.

WB. Berlin, 6. Sept.

Reichsnmnsterium des Innern ist z. Z. Vorbereitung einer großen Anzahl neuer Gesetze beschäftigt, die durch das Jnkraft- neuen Reichsverfassung notwendig Le « find' u. a. mit den: Reichswahlgesetz, »r^UEmungen über die Wahl des Reichs- p aftdtznten, über die Volksabstimmungen bei der Ordnung von Staatsgebieten und über Volks- gehren und Volksentscheid umfassen soll, fer- ^ einem Entwurf über den Staatsgerichts- aH0\U Entschädigung der Reichstagsmr» über eine Abänderung des Rsichsbe- über das Einschreiten derbewaff- di/w ^Zcht bei Tumulten und Unruhen, über und Staatsangehörigkeit, die Frei- Mi und das Auswanderungswesen, über t^.^chispielzensur, die Schund- und Schmutzli- w.^ur, den Jugendschutz und schließlich über die * iites?

3urgdtgetoiefenes Friedens- mrgebvt.

uzeiger

General-Anzeiger

Amtliches Organ sSr AM- ue» LanS^eis Kam«

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sorm- und Feiertage

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Samslag den 8. September

Wilson Wer Den FriSdensoerlrag

WB. Amsterdam, 6. September.

Nach einer Meldung des Preffebureaus Radio aus Anapolis trat Wilson seine Rundreise durch Amerika an. Er hielt seine erste Rede in Co­lumbus (Ohio) und erklärte bei dieser Gelegen­heit, seine 8Wcht sei, seinen Landsleuten Bericht zu erstatten. Der Friedensvertrag mit Deutsch­land bestrafe Deutschland, denke aber nicht daran, ein großes Voll zu zerschmettern. Man habe Zu­rückhaltung an den Tag gelegt. Es sei nicht vor­gesehen, Deutschland mehr Schadenvergütung zah­len zu lassen, als es zahlen könne. Er sei er­staunt über einige Bemerkungen, die über den Friedensvertrag gemacht worden seien und die bewiesen, daß man ihn nicht verstanden habe. Der Völkerbund ist die Erfüllung des Ver­sprechens, das die Vereinigten Staaten veran­laßte, in diesem Kriege mitzukämpfen. Wenn der Völlerbund nicht errichtet würde, würde man de« im Kriege Gefallenen die Treue brechen. Der Friedensvertrag gebe den kleinen Nationalitäten das Recht, ihr eigenes Leben zu leben. Dafür hätten die Amerikaner gekämpft. Italien brauche Fiume aus strategischen Gründen, obwohl sich dort nur zerstreut italienische Niederlassungen be= finden. Im Rahmen des Völlerbundes würde Italien diesen Stützpunkt nicht nötig haben.

Die KriegSKsfEgSKLN èn MaKkrsich»

Aus Berlln wird gemeldet, daß vom Zentral-1 otmtee der deutschen Vereine vom Roten Kreuz, Abteilung für Flüchtlingsfürsorge, folgende Nach­richt vorliegt: Nach Erkundigungen, welche die

Perssnalveran-ernngen in -ew RerchsWehrkommnnöV.

DDP. Berlin, 6. Sept.

Dem Berliner Lokalanzeiger wird aus Dresden gemeldet, daß General v. Obernhauser, der bis­herige Oberbefehlshaber für Sachsen, der einige Monate Mitarbeiter des Ministers Kirchhoff war, demnächst als Stabschef in das Korps Lüttwitz in Berlin eintreten dürfte. Dienstlich ist zwar von einer derarttgen Berufung noch nichts bekannt, doch wird sie für möglich ge­halten. ' Es wird in der nächsten Zeit mit wei­teren Perfonalveränd erungen im Reichswehr­kommando gerechnet.

Die Politische Bewegung in ösr Pfalz.

WB. Mannheim, 6. September.

Die Pfalz-Zentrale meldet: Am 4. September fand in Frankenthal die erste große öffentliche politische Versammlung statt, zu der sämtliche Parteien eingeladen hatten und die einen gewal­tigen Besuch zu verzeichnen hatte. Der mehr­heitssozialistische Abgeordnete Profit hielt das große politische Referat über die pfälzische Frage und sprach in diesem das Todesurteil über die Loslösungsbestrebungen der Haas und Genossen aus, die er zum ersten Mal öffentlich als Hoch- und Landesverräter bezeichnete. Wenn der Red­ner auch die französischen Besatzungsbehörden nicht nannte und sich in diesem Punkte strengste Zurückhaltung auferlegte, so fühlte doch jeder­mann heraus, daß die Hochverräter in der Pfalz niemals eine Rolle hätten spielen können, wenn nicht höhere Kräfte hinter ihnen gestanden hätten. Möglicherweise bedeutet diese erste genehmigte politische Versammlung eine Abkehr der Franzo-

1919

Die Auseinandersetzungen mit Rumänien.

WB. Paris, 5. Septbr.

Mitteilungen der rumänischen Unterhändler in Paris, die der Konferenz mitteilten, daß die rumänische Regierung die Noten des Obersten Rates nur aus den Zeitungen kenne, gründttch abgeändert. In der Zusammenkunft am Don­

nerstag morgen nahmen die Vertreter der Groß­mächte Kenntnis von einer Note des Vorsitzen­den der rumänischen Delegatton, mit der er den Obersten Rat benachttcht, daß er am Mittwoch nachmittag ein Telegramm von Brattanu erhal­ten habe, in dem dieser erklärt, daß er bis zum 31. August keine der vom Obersten Rat an Ru­mänien gettchteten Noten erhalten habe und deren Inhalt nur aus den radiotelegraphische« Zeitungsauszügen kenne. Brattanu fügte in seinem Telegramm hinzu, daß er die Depesche des Vorsitzenden der Delegation erhalten habe, die ihm anzeigte, daß der Oberste Rat be­schlossen habe, den Transpott von Waffen und Kriegsmaterial nach Rumänien zu verbieten. Der rumänische Ministerpräsident bat Mischu, den Obersten Rat auf den gefährlichen und ver­derblichen Charakter der gegen Rumänien an­gewandten Polittk aufmerksam zu machen. Brar tianu erklärte: Die rumänische Regierung ist davon überzeugt, daß sie der Sache der Alliier­ten einen außerordentlichen Dienst leistete, in» Sem sie den Bolschewismus in Ungarn nieder- kämfte. Die Rumänien auferlegten Bedingungen, die keine Rücksicht auf die Opfer an Menschen und Material nehmen, haben zur Folge, daß sie rumänische Regierung die Vorteile in Be­ttacht ziehen muß die sie hätte, wenn sie ihre

hat, sollen die in englischer und amerikanischer Hand befindlichen Kriegsgefangenen unverzüglich heimgeschafft werden. Dagegen wird die Heim­schaffung der in f r a n z ö s i s ch e r Hand befind­liche« Kriegsgefangenen erst nach Ratifizierung des Friedensvertrages zur Ausführung kommen, wobei mit den Jnnenlagern begonnen wird. Die Zivilinternierten in Frankreich werden sofort freigelaffen.

Aeber Ne Vereidigung der ReichswehrkrApUsn.

DDP. Berlin, 6. September.

Ueber die Frage der sofortigen Vereidigung der Offiziere äußerte sich Reichswehrminister Noske einem Vertreter derSoff. Ztg." gegenüber u. «.«wie folgt: Ich glaube nicht, daß bisher das Verlangen der Eidesleistung besonderes Aufsehen erregt hat, weder unter den Beamten noch in der Wehrn: acht. Es besteht kein Anlaß, die Vereidi­gung als besonders dringlich zu behandelnd Daß die Truppe ihre freiwillig übernommene Pflicht bisher treu und gewissenhaft erfüllt hat und das auch weiter tun werde, steht fest. Das bisher von den Truppen abgelegte Gelöbnis enthält schon ausdrücklich die Verpflichtung, die Nationaler-! sammlung und die von ihr erlassenen Gesetze zu |

sie hätte, wenn sie ihre

sich in gleichem Sinne aus. Alle Redner endeten damit: Gebt den Pfälzern Rede- und Versamm­lungsfreiheit, laßt sie ihre politischen Angelegen­heiten selbst erledigen, dann wird auch wieder Ruhe im Lande eintreten! Eine Resolution in diesem Sinne wurde von den Tausenden von Ver­sammlungsteilnehmern einstimmig angenommen. Am nächsten Sonntag finden ebensolche Versamm­lungen in Speyer und Neustadt a. d. H. statt, denen sich solche in Zweibrücken, Kaiserslautern, Pirmasens und Landau anschließen werden.

Ein waâerer Pfälzer.

?md jegliche Verantwortung ablehnen würde für den Zustand der Verwirrung, in den dieser Teil Europas durch die Mißhelligkeiten zwischen den Reaktionären, den Bolschewisten und den Royalisten geraten ist.

Llleme Nachrichten.

Das Wiederaufleben des Handelsverkehrs wieDaily Rews^

mit Deutschland macht sich, wieDaily R berichtet, vor allem in der Texttlindustrie____ Porkshire bemerkbar. Zahlreiche engttsche Firmen senden bereits ihre Vertreter nach Deutschland, roährend von Deutschland aus die geschäftliche ! Korrespondenz lebhaft wird. DerStar" er- I klärt, daß die Bewegung, die darauf ausgehe, «die Wareneinfuhr von Deutschland zu unter­binden. sich totlaufen werde. Es handle sich dabei lediglich um den Versuch, den Preiswucher zu stützen, um die kaufende Beoöllemng noch mehr ausbeuten zu können.

Die englische Regimentsfahne nicht gegrüßt. Aus Büren im Rheinland wird derVoss. Ztg." gemeldet, daß das englische Militättommando an einem Tage fünf Bürener Bürger zu drei bis fünf Monaten Gefängnis verurteilt hat, weil sie eine englische Regimentsfahne nicht gegrüßt hatten.

:e von

Bei der Beerdigungsfeier des Postverwalters Ludwig See, der bei Erfüllung seiner Pflicht während des Putsches in Ludwigshafen ums Leben gekommen ist, hielt der Erste Vorsitzende der Deutschen Vollspartei, Direktor Burger, eine Ansprache, aus der wir folgende Sätze wieder­geben:Die Vorstandschast der Deutschen Volks- pättei gab mir den Auftrag, am Grabe dieses bra­ven Mannes, der einer unserer Besten gewesen, den Kranz niederzulegen unb ihm den Abschied der Partei in die Gruft nachzurufen. Doch nicht den Parteimann will ich hier am offenen Grabe feiern. Der Gute starb für eine Sache, für welche! ,,,------ wir ohne Unterschied der Partei gemeinsam leiden!

schützen. Es ist klar, daß die Waffenträger im und kämpfen. Und hier an seinem Grabe steht ein ! ~ ,

Reiche die bestehenden verfassungsmäßigen Zu-; ganzes Voll und trauert um einen edlen Sohn,! Oberkommandcur der Besatzungsarmee in der lande zu sichern haben. Niemand denkt daran, ' " ~ ~ -1----

drüber hinaus ihre staatsbürgerlichen Rechte irgend zu beeinflussen. Daß man nicht nach fran­zösischem Vorbilde überhaupt auf die Eideslei­tung verzichtete, ist in der Tradition begründet, die nicht nur bei uns, sondern auch in den meisten Ländern besteht. Die Eidesleistung bedeutet des- falb nichts auffälliges. Für ihren Wegfall würde das Gegenteil gelten. Ich hatte es für ausge­schlossen, daß eine große Zahl von Militärperso­nen den Eid nicht ablegen mögen. Im Volke wird )ie Vereidigung der Truppe allgemein erwartet, deshalb kann sie nur dazu beitragen, Heer und Volk noch mehr einander näher zu führen.

Schändliche Anmaßung. General Gerard.

der gleich den Helden an der Front sein Leben j WJo, hat weben eigenmächtiger den Bereich der für es gelassen. Als niedriger Mnn und gewöhn­liche Habsucht in der Pfalz eine vollsfeindliche Bewegung geschaffen, da erwachte der vaterlän­dische Gedanke in fast allen Pfälzer Herze« mit einer Wucht, wie eben nur die Not den Menschen wegzureißen vermag von irdischen Zielen und ir­dischen Wünschen. Da war es Ludwig See, der nie in Vollsversammlungen gesprochen, der nie!

ein Freund vieler Worte gewesen, der selbst als stiller Hausvater, heiß geliebt von einer braven

& Armee den Kurs der deutschen Mark von 48 auf 36 Centimes herabgesetzt.

7, In den Ausstand getreten ist ist Bochum das Postaushilfspersonal wegen der Gewährung einer Beihilfe nur an die festangestellten Be­amten.

Annahme Zes österreichischen Frieöensvertrages.

DDP. Wien, 6. Septbr.

Der Hauptausschuß der Nationalversammlung hat gestern abend beschlossen, der Nationalver- ammlung heute einen Antrag zu unterbreiten, die Friedensdelegatton zu ermächtigen, den Friedensvertrag zu unterzeichnen.

DDP. Berlin, 6. Septbr.

vn Friedensangebot der Sowjetregierung pnf°*e estnische Regierung ist nach dem'Berl ^aianzeiger" mit^'' 'll auf ihre Verpstics- ^^ gegenüber der Entente zurückgewiesen!

BsykstlbSschLu?;.

DDP. Lugano, 6. Septbr.

Das Zentralkomitee der italienischen Hasen- ; arbeitet beschloß lautCarriere della Sera" die nach Genua bestimmten Kohlenschisse in allen Häfen Italiens zu boykottieren.

Familie, zwischen uns dahingegangen, der gehan­delt hat nach dem Wahlspruch: Bedürft ihr mei­ner, ich bin bereit! Sein Blut wird einen Wall bilden gegenüber neuem Verrat und wird das Ge- imssen jener Deutscher belasten, die um äußerer Vorteile willen ein Stück Deutschland vom Mutterlande losreiße» wollen, und so wird der

I Tod dieses Freundes Großes gewirkt haben." Gegen die Aufbüröung der Ver- | attkrvorkktng.

WB. Wren, 6. September.

Der Abg. Dr. Waber und Genossen werden morgen in der Nationalversammlung einen An­trag einbringen, worin darauf hingewiesen wird, daß die Aufbürdung der Verantwortung für den Ausbruch des Krieges mit aller Entschiedenheit zurückgewiesen werden müsse. Es müsse der Nachweis verlangt werden, daß weder das deutsche noch das deutsch-österreichische Voll die Schuld an dem Kriegsausbruch trifft, i

! Die Lage in Kurland. Das Reichskabinett ! besprach erneut die Lage in Kurland und kam zu folgendem Beschluß: Es bleibt bei der schleu­nigen Räumung Kurlands. Die Fordemng der Truppen im Baltikum sind größtenteils unerfüll. bar. Das Beharren in der Auflehnung wurde die Sperrung der Löhnung und 'Verpflegung sowie strafrechtliche Verfolgung der Schillingen zur Folge ha ben.

| Die Einsicht in die Personalakten. Die Zen»' tralarbeitsgemeinschast der Sozialdemokratfich^ I Partri für Beamte, deren Aufgabe die Wahrung und Sicherung der politischen Rechte der Beam, ten ist, protestiert gegen die Beeinträchtigttng des Rechts auf Eftckcht in die P«f alâi. Dieses

I -llechi bezieht sich nicht nur auf Akten, die nach idem Novemdpr 1918 angelegt sind. Die Akten [ sollen ohne jede EinschrÄckmg oh»« vorhcrigr Veränderung den Beamten Mgsnglich gemicbt werden, andernfalls bedeute dies eine Derlstzâg der neubeschworen eu Versagung, sowie eile lastung der Dienstlaufbahn der Beamten und müsse die Arbeitssreudigkeit verhindern, zu deren Förderung ba§ Recht auf Einsichtnahme in bta Personalakten zum Perfassungsgrundgesetz ew hoben ist. r