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General-Anzeiger

Amtliches Organ für Staèl- und Landkreis Kanan

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertags

Derlagsleitung: Ad. 3nbermü6Ie. Verantwortlich: für politischen unb allgemein«, Teil 6. Schrecker^für lokalen und provinziellen Teil sowie Sport W. Moritz; für Anzeigen unb Reklamen A. Brodt, alle in Hanau a. M. Rolationsdruckd.^arsenhausLnchdruckerei Hamm FernsprecharMluffe Nr. 1237 und 1238

Nr. 2SS

Donnerslag den 4. September

1919

ES

Die Straßburger AuiverfitLk.

AS eine Hochburg deutscher Geisteskultur ist die Straßburger Nniverfitât seinerzeit von Kaiser WilhUm L gegründet worden, eine Zwingburg der welschen RomanismuS soll sie nun werden. Am all bem vielen Traurigen, das uns das Ende bis WelftriegeS brachte, mutet nichts tragischer und trauriger an als diese Wendung. Auch die Elsaß-Lochringer selbst sind mit der Art der Lei- dmg ihrer Universität durch die Franzosen höchst myufrteden. Und zwar sind dies nicht etwa die 1 deutschgefinnten Streife. Sie kommen im Elsaß mrgenblicklich überhaupt nicht zum Wort, und wenn sie eS wagen, werden fie ins Innere Frank­reichs deportiert. Selbst der deutschfeindliche .Cercle des Etudiants", dessen Demonstratis- em gegen das Deutschtum noch in bester Erinne- nmg find, protestiertgegen die vollständige Asfi- milierung der Straßburger Universttät an das ; System der französischen Uniberfitäten*.

Die ehemals so blühende Universität, die in ' deutscher Zeit von über 2000 Studenten besucht I Ivar, ist jetzt klein, sehr klein geworden. Nur noch einige hundert Mitglieder zählt sie. Und auch diese ergehen sich in der Presse in beweglichen [ Klagen gegen den Nniverfitâtsbetrieb, der auf ihre i Bildung keine Rücksicht nehme. Von den franzö- sischm Dozenten werden fie wie die Schulknaben [ behandelt. Ihre Abgangszeugnisse werden im Anzeigenteil der Tagespresse veröffentlicht.

Auch in der französischen Kammer fanden diese , Klagen wiederholt ein Echo. Neulich nahm der klerikale Deputierte Jean Bon für die Unzufriede- i nm Partei. Er sieht in der geistigen Wiederver­söhnung, in der intellektuellen Wiederannäherung das Hauptziel der Straßburger Universität. Von ihr aus sollbet lateinische Geist über Zentral-

Manismus bekämpft werde«, von ihr aus muß der RomanismuS und die Geschichte der religiösen Wissenschaften verbreitet werden. Minister Laf- ferre versprach natürlich, alles für Straßburg zu hm. Es würden in Straßburg Reformen vsrge- nommen werden, die dem deutschen Regime sehr überlegen seien.

Welcher Art diese Reformen sind, das haben die Franzosen bei der jetzt in Angriff genomme­nen Reorganisation der Universitätsbibliothek nach architektonischen Gesichtspuntten gezeigt. Nach dem Siebenziger Kriege Wetteiferten be- lanntlich alle Bücherfreunde und Buchhändler Deutschlands miteinander, Straßburg eine reiche Büchersammlung zu schaffen. So sind in vierzig Fahren 1% Millionen Bände zusammengekom- nien. Wenn die deutsche Verwaltung auf irgend­einem Gebiet etwas geradezu Mustergültiges lei­stete, so war es auf dem Gebiete der Einrichtung und Klassifizierung der Bände nach dem Gegen­stand, den sie behandel^.

Die Franzosen aber wußten das besser. In Frankreich ordnet man «âmlich die Bücher nach Mr Größe. Ein Deret aus dem Jahre 1838 ver­langt sogar ausdrücklich diese Art der Klafstfizie- W Nun ist im vorigen Monat aus Paris ein yerr Professor in Straßburg ««gekommen, der .Straßburger Universität architektonisch re»r- ^ifteten soll. Er hat ein paar Dutzend Biblio- Weiore engagiert, die so schildert es ein Siraß- Mger Blatt - in erster Linie auf Grund ihrer irarperkrast ausgesucht wurden, die starken für die stkozen, die schwächeren für bietteixen Bücher, und A fairst er die ganze schöne Arbeit eines halben MhundertS über den Hemsen im Interesse der Ichheit und ArchttLonik.

. So spottet man in Straßburg über die Re- »rmorbeit der Franzosen. Man hat damit inso- Erfolg gehabt, als der bisherige Rektor her Werft tüt, Coulet, in den letzten Tagen durch Corlett) ersetzt wurde. Aber auch er wird 'M zu verhindern vermögen, daß die einst so ^hende Straßburger Hochschule zu einer jener seligen Provinzakademien herabfinkt, wie in ^"Mschen ^flWxV». Provinzstädten wohl !? Dutzend vegetieren. Straßburgs Hochschule * ^ Tochter deutschen Geistes, sie muß verküm- Ä- so lange ihr der Umgang Mit ihren beut= Schwesteranstalten fehlt.

Der herrische Stäötelsg.

DDP. Berlin, 3. September.

n Deutsche Städtetag trat heute im Ber- sr Rathaus unter dem Vorsitz des Oberbürger- Wermuth zusammen, um zu verschiedenen Äse« Vorgängen Stellung zu nehmen. An ^ des zum Oberbürgermeister von Danzig ge- ^ kn Geschäftsführers der Geschäftsstelle des Ächen und Preußischen Städtetages, Sahm, uj^ der Oberbürgermeister von Bromberg, gewählt.

Eène Asts öer AMerten.

Die Ententeregierungen haben, wie wir gestern bereits kurz berichten konnten, in Sachen des Anschlusses Deutsch-Oesterreichs an das deutsche Reich ein Ultimatum an uns gerichtet. Eine Wolff-Meldung lautet:

Die Note des französischen Ministerpräsidenten Clemenceau, abgesandt von VersaMes am 2. September, angekommen in Berlin am 2. Sep­tember, 4 Uhr 25 nachmittags, hat folgenden Wortlaut:

Die alliierten und assoziierten Mächte haben von der deutschen Verfassung vom 11. August 1919 Kenntnis genommen. Sie stellen fest, daß die Bestimmungen des Artikels 61 Absatz 2 eine förmliche Verletzung des Artikels 80 des in Ver­sailles am 28. Juni 1919 unterzeichneten Frie­densvertrages enthalten. Diese Verletzung ist doppelter Art:

1. Indem Arttkel 61 die Zulassung Oester­reichs zum Reichsrat ausspricht, stellt er diese Republik den das Deutsche Reich bildenden deutschen Ländern", gleich ein Gleichstellung, die mit der Achtung der österreichischen Unab­hängigkeit nicht vereinbar ist.

2. Indem er die Teilnahme Oesterreichs am Reichsrate zuläßt und regelt, schafft der Artikel 61 ein politisches Band zwischen Deutschland und Oesterreich und eine gemeinsame politische Betätigung in vollkommenem Widerspruch mit der Unabhängigkeit Oesterreichs.

Die alliierten und assoziierten Mächte erin­nern daher die deutsche Regierung an den Ar­tikel 178 der deutschen Verfassung, wonach die Bestimmungen, des Vertrages von Versailles durch die Verfassung nicht berührt werden kön­nen, und fordern die deutsche Regierung auf, die gehörigen Maßnahmen zu treffen, um diese

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rang

Unter Vorbehalt weiterer aßnahmen jae den Fall der Weigerung und auf Grund des Ver­trages selbst (namentlich des Artikels 429) er­klären die alliierten und assozierten Mächte der deutschen Regierung, daß diese Verletzung ihrer Verpflichtungen in einem wesentlichen Punkte die Mächte zwingen wird, unmittelbar die Aus­dehnung ihrer Besetzung auf dem rechten Rhein­ufer zu befehlen, falls ihre gerechte Forderung nicht innerhalb von vierzehn Tagen (vom Datum der vorliegenden Note an gerechnet) erfüllt ist.

Die Auffassung in Berlin.

Zu der Ententenote betreffend die Aenderung des Artikels 61 Absatz 2 der Verfassung nimmt die Regierung folgende Stellung ein:

Die Note verlangt keine Verfassungsänderung, sondern nur eine authentische Feststellung, daß der Artikel 61 Absatz 2 der Verfassung nicht in Kraft tritt, solange der Rat des Völkerbundes nicht der Vereinigung Deutsch-Oesterreichs mit

D«ttschland zugestimmt hat. Diese Feststellung enthält übrigens schon Artikel 178 Absatz 2 der Verfassung.

Ansere FrriegsZefanZsnen.

WB. Berlin, 3. September.

Hiesigen Blättermeldungen zufolge, ordnete, lautTemps", eine Zirkularverstgung des fran­zösischen Kriegsministers an alle Gefangenenlager die Rückgabe der deutschen Kriegsgefangenen aus dem Aufbaugebiet an die Sammelstellen innerhalb von 14 Tagen an. Der Minister des Aeußern, Pichon, gab im Kammerausschuß be- fannt, daß sich in Frankreich und fernen Kolonien 335 000 deutsche Kriegsgefangene befänden. Der Ministerrat hob am 1. Septeniber die Arbeits­pflicht der deutschen Kriegsgefangenen auf. Rach einer Reutermeldung »erben alle in England befindlichen deutschen Kriegsgefangenen zum 15. Oktober zurückgesandt sein.

Die Eiserne Division.

WB. Mitau, 2. September.

Bei einer Parade der Eisernen Division, erklärte Gras von der Goltz in einer Ansprache, alle wüßten, daß er die Weigerung der Truppen, abzufahren, mißbillige. Er könne stch nicht an die Spitze einer Bewegung stellen, die gegen seinen Befehl gehe. Seine Pflicht sei es, auf die Schwierigkeiten einer Ansiedelung im Bal- ükum aufmerksam zu machen. Er hoffe aber, daß England und Deutschland die Nottveichigkeil des Verbleibens der Truppen einsehen »erben. Sonst müsse gehorcht werden. Die Welt sei von der Güte der Truppen zu überzeugen. Wenn alle ihr Vaterlaird liebten, -werde die neue deutsche Republick aufblühen. Mit diesem Ziel vor Augen hätten die Truppen jedem Befehl

zu fslse«.

Drohung mit Sem GenerMreik.

--- Berlin, 4. September. (Telegramm.)

DemVorwärts" wird aus Lörrach gemeldet, daß die Eewerkschastskartells Mülhausen, Colmar, Straßburg und Metz erklärt haben, den General­streik zu proklamieren, falls die von den Franzosen angekündigte Ausweisung von 15 000 deutschen Arbeitern Tatsache wird.

Für die Wieöeranbrèngung der ârserbrlder.

--- Stettin, 4. September. (Telegramm.)

In Greifswald sind die Schüler des Gym­nasiums in den Streik getreten, weil die von ihnen gestifteten Kaiserbilder und Büsten während der Ferien entfernt worden waren. Sie sandten an das Kultusministerium ein Telegramm, in dem sie um Wiederanbringung der Bilder bitten.

Deutsche unter den Sowjettruppen.

DDP. Rotterdam, 3. September.

Der Warschauer Korrespondent derTimes" meldet, es gäbe unzweifelhafte Beweise dafür, daß die Deutschen nicht.nur die sogenannte russische Armee des Fürsten Liewen mit Rekruten versor­gen, sondern auch die Werbungen von Deutschen für die Sowjetarmee begünstigen. Die Soldaten erhalten 35 Mark tägliche Löhnung mit der Prä­mie von 5000 Mark für eine längere Dienstzeit. Auch würden deutsche Offiziere und Unteroffiziere gegen hohe Löhnungen angenommen. Der Zweck der Deutschen sei, möglichst viele Finger in dem russischen Kuchen zu haben.

Der WslscheWisisrr Widerstand gebrochen.

DerVerl. Lokâranz." gi Wung des ukrainischen Pressebureaus wieder, wonach der Widerstand der Bokschewisten bei Bojarka ge­brochen ist und die Truppen Petljuras im Südteile von Kiew stehen. In harten Straßen­kämpfen ward es von den roten Truppen gesäubert.

Obsiruktron.

Braunschweig, 4. September.

DieBraunschweigische Landeszeitung" berrch- tigt ihre heutige Meldung dahin, daß die An­abhängigen nicht aus der Landesversammlung ausgetreten sind. Sie sind ausgezogen und leisteten Obstruktion.

Ausrvetsung der Fremden aus Bayern.

DDP. München, 4. September.

Wegen der schlechten Ernährungslage, für die man in Bayern die H«msterei"und Preistreiberei bet Fremden verantwortlich macht, wird mit so­fortiger Wirkung der Fremdenverkehr in Bayern ganz gesperrt und während des Herbstes und Winters dauernd gesperrt bleiben. Anwesende Fremde dürfen sich noch drei Tage aufhalten. Die Bekanntmachung hierüber erfolgt morgen.

General FaysNe lehnt Unler- re-vngen ab.

DDP. München, 4. September.

General FayoSe in Kaiserslautern hat die vom bayerischen Ministerpräsidenten naö^esirchte Unterredung wegen der Vorkommnisse in Lud­wigshafen lautBerl. Sotalrmgdger' mit d«P Begründen abgelehnt, daß er nur für die Ord­nung Sorge z« tragen habe. Diese werde von den deutschen örtlichen Behörden unter Aufsicht der französischen Behörden durchgeführt.

Neue Derhan-lungen der Eisenbahner in Oesterreich.

DDP. Wien, 3. September.

Morgen finden neue Verhandlungen zwischen den streikenden Eisenbahnern unb der Eisenbahn­verwaltung statt, bei denen eine Einigung erzielt werden wird. Di« Vorschläge find folgende: Die Angestellten erhalten monatlich einen Betrag von 200 Kronen und jedes Familienmitglied den Be­trag b»n 40 Kronen. Es ist anzunehmen, daß die Proportionen der Verwaltung Annahme finden werden.

Lehrer-Räte in Württemberg.

DDP. Stuttgart, 4. Stjâ

Die Württemberger Lehrer- und Lehrcriniienvereine haben einen Lehrerrat gebildet, der aus vier Kammern sich zusammenscht. Für die Vollsschulen und Lehrer­seminare, für die höheren Lchulen, f-r die Hochschule« und für die Berufsschulen. Die Hauptaufgabe dieser Lehrerräte ist die Mitwirkung bei der Einrichtung von

SAt'nkin auf dem «ediete des SckulwefeuS.

Die Arsache der Verkehrs- schwierigketten.

Die preußische Eisenbahnverwaltung verteidigt h gegen den Vorwurf, daß die Kohlennot in

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jeder Gelegenheit gesagt, daß üge der schlechten Betriebslage nicht im» sei, alle von ihr verlangten Leistungs« auszuführen. Zuletzt habe Minister Oeser in seiner Rede vor den Mitgliedern der Handels­kammer auf diesen Amstand offen hingewiesen und als Arsache für die schlechte Betriebslags die verminderten Arbeitsleistungen in den Werk, stätten der Eisenbahn hingestellt. Infolge bei mangelhaften Arbeit in den Werkstätten sei eg t»ch nicht gelungen, den seit dem Krieg be»

stehenden Lokomotivmangel zu beseitigen, und im Lokomotivmangel müsse man eine der Erund- ursachen für die Schwierigkeiten der Betriebs- läge erblicken. Die Zahl der vorhandenen Lokomotiven an sich fei so groß, daß der jetziges schwache Verkehr spielend damit bewältigt wer­den könnte, dagegen sei die Zahl der «iMich betriebsfähigen Lokomotive« unzureichend. Der Reparaturstand der vor dem Kriege weniger als 20 v. H. betrug, bewege sich jetzt regel­mäßig über 40 v. H. Die Leistungsfähigkeit der Werkstätten fei in den letzten Jahren, nach­dem sie sich früher fast stets auf derselben Höh« h«kt, ftänbig zurückgegangen. Diese Verschlech­terung erkläre sich daraus, daß von 1916 an die geschulten Arbeiter der Eisenbahnwerkststten in großen Mengen für den Heeresdienst frei» gegeben werden mußten und statt ihrer Frauen Jugendliche und Kriegsgefangene eingestellt wuo den, also Arbeitskräfte, die nur beschränkt leistungsfähig waren. Nach dem Waffe «still,

die jedoch nur einen Ausgang von 411 Lokomotiven erreichen konn­ten. In der Zeit vom 1. April bis 31. Juni 1919 stieg die Arbeiterzahl weiter auf 1263,

noch größer, als in diesem Anschwellen der Ar- beiterzahl und der Verunnderung der fertig­gestellten Lokomotiven zum Ausdruck komme, denn in derselben Zeit seien ixe vorher erwähnte« beschränkten Arbeitskräfte Frauen unb Kriegs­gefangene wieder entlassen und durch fangen kräftige Arbeiter ersetzt worden. Die Grânds für die Verschlechterung der Arbeitsleistungen lägen in den immer wieder aufflackernden Streifs, noch mehr aber in der überall zu beobachtenden Arbeiteunlust, die durch das ZeitlohnstKem sehr begünstigt werde. Eine Besserung nach den bis« herigen Erfahrungen könne nur erwartet werden, wenn der Grundsatz wieder zur Anerkennung K' mcht werde, daß der Lohn für geleistete eit gezahlt werde und daß ein fleißiger und geschickter Arbeiter mehr Lohn zu beanspruchen habe als ein bequemer und lässiger Arbeiter.

AufheSungiöer Telegrammzensur.

DDP. Lugano, 4. Skpttr.

DerPapulo t'Jtalia" melbet tag vom 5. Oktober ab die Zensur im Telegra nun verkehr -mit Deutschlanö und Oesterreich anfgeboben wird.

Lokales.

Hanau, 4. September. Die Be-eukung -er modernen Theo­logie für die Gegenwart.

Der Dortrag, den gestern Professor D. Nies bergall vor einer zahlreichen Zuhörerschaft über dieses Thema hiest, hatte folgenden Ge- dankenganz:

Wir haben als liberale Leute ein sehr großer Interesse an der Persönlichkeit. Das heißt aber in religiöser Hinsicht: wir müssen dafür ein» treten, daß jeder, bet eine solche ist oder werden will, sich frei, also nach seiner Eigenart und nach seinem inneren Gesetz bewegen darf. Wir könne« nicht die Tyrannei von Vorstvllungen und Lehre« über ein Gewissen dulde«, das solch« gemäß seiner innersten Natur und ferner Entwicklung ablehne« oder als unwahren Zwang empfinden müßte, Wir müssen wünschen, daß die größte und per», lichste Wahrhaftigkeit auf diesem Gebiete herrsche, Keine fremben Vorstellungen übernehmen, denn das ist gar nicht Glaube,wie es immer hingeßellt worden ist und znm Teil noch wird. Tradition, Gemeinschaft», Behörde haben ihre Grenze an dem laren Recht des Gewissens, das nicht aus Trotz oder m Unreife, sondern auf Grund jener ganz klaren, unwiderleglichen Erkenntnis, die mm einmal das persönliche Gewissen bedeutet er­klärt: Ich karm nicht, unb darum darf ich, auch nic^t >