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Ler aut wörtlich: fitr politische« und allzemri«« Teil S. Schrecker; für lokale« und provinziell« Teil sowie Sport W. Moritz; für Anzeigen m» Reklame« & Brodt, alle in Hana« a. M.
Lerlag: Das bereinigte evangÄisch« Waffeuhaur ix Hanau o. M. — Rotationsdruck der WaLseshanS- duchdruckerei in Hemmt o. M.
Nr. 194 Geschäftsstelle und ^Redaktion: Hammerstraße Nr. 9 Donnerstag den 21. August Geschärftere âd Redaktion: Hammerstraße Nr. 9 1919
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Abschied von Weimar.
(Lou einem Sonderberichterstatter.)
Sm Augenblick des Abschieds zeigt die Augustsonne noch einmal alle Reize der alten Goethestadt und dabei merkt man erst, daß einem diese Stadt doch in den 8 Monaten ans Herz gewachsen ist. Weimar wird nun wieder ein ftiUes, verträumtes Nest werden. Die Reichsregierung wird das Schloß verlassen, um wieder ihren Amtssitz in der Wilhelmstraße einzunehmen und die Nationalversammlung wird aus dem Nationaltheater wieder 'in den Bau am Königsplatz übersiedeln. Das Weimarer Theater wird seiner ursprünglichen Bestimmung wiedergegeben werden. Der Ort, der in der letzten Zeit so oft zum Tribunal geworden ist, wird nun wieder gut Szene werden; die Bretter, die jetzt die Welt eobct sein sollen, werden künftig wiederum nur die Welt euten. Die Geschicke des deutschen Volkes werden von nun an nicht mehr im Jlmathen, sondern wieder im Spreeathen gelenkt werden.
In diesem Augenblick des Abschieds lohnt wohl ein Rück- blick auf sie 8 Monate und erscheint es nötig, die Bilanz des Weimarer WeAes zu ziehen. Es muß dann doch gesagt werden, daß das Endergebnis der Weimarer Verhandlungen darin besteht, daß die Voraussetzungen für den Wiederaufbau Deutschlands in Weimar geschaffen worden sind und daß, soweit es möglich war, mit dem Wiederaufbau auch schon begonnen worden ist. Es ist in Weimar eine Fülle gesetzgeberischer Arbeit geleistet worden. Die Parteien der Opposition haben sich oft dagegen gewandt, daß gewisse Gesetzesvorlagen ourchgepeitscht worden find. Man mag bedauern, daß nicht immer eine Durchberatung möglich war, wie einstmals in den Borfriegstagen. Das wiederum lag aber an den Verhältnissen selbst. Jetzt entsprang die Schnelligkeit der politischen Notwendigkeit. Im ganzen genommen gliedert sich das Werk der Nationalversammlung in drei große Abschnitte: in den Abschluß des Friedens, die Schaffung der Verfassung und in die Erledigung der Steuervorlagen.
an deutschen Volke keiner großen Beliebtheit erfreuen. yna)ts= destowcmger bleiben sie eine politische Notwendigkeit. Wir muffen diese ungeheuren Lasten tragen, wenn wir überhaupt in absehbarer Zeit aus dem Schuldensumpf herauskommen wollen. Es ist aber nichts so traurig, daß es nicht auch seine guten Seiten hätte und die besteht hier in der Vereinheitlichung des gesamten Steuerwesens. Die Vorlagen sind nun so weit gefördert worden, daß sie nach den Parlamentsferien in Berlin endgültig erledigt werden können, so weit es nicht schon jetzt geschehen ist.
Mit der Uebersiedelung der Nationalversammlung von Weimar nach Berlin, darf man sich nun nicht der irrigen Auffassung hingeben, als ob wir nun aus allen Schwierigkeiten heraus wären. Das ist nicht der Fall. Jeder Tag beweist das Gegenteil und der kommende Winter wird gleichfalls mit solchen Beweisen nicht zurückhalten. Da braucht mit die Kohlenfrage erwähnt zu werden. Berechtigt ist allein der Glaube an die Zukunft des deutschen Volkes, der Glaube daran, daß nun die Kriegswirkungen verschwunden sind und Einsicht und Arbeit wieder Leitsterne eines freien Volkes, das sich selbst regiert, werden.
Ernste Gefahr im Osten.
W. Amsterdam, 21. AuWK,
Die „Newyork Sâ" meldet: Thomas Millard, eine Autarkst in Fragen des fernen Ostens, habe vor dem Senatsaus- ichuß für auswärtige Angelegenheiten «Mär», so wie sich augenblicklich He Latze im fernen Osten entwickele, bestehe die ernste Gefahr eines Krieges zwischen den Vereinigten Staaten und Ächon. Zu seiner-VerMtung könne der Senat viel beitragen, wenn er vor der Ratifizierung des Friedensvertrages das btaatsdepnrtement veranlassen könnte, eine kategorische An- lwge an die britische Und die französische Regierung bezüglich ihret Eeheimabko'mmen mit Japan zu richten. Japan habe beiuesueos die Absicht, Cchcmtung r«-rückzugÄ>en, und nur die Gewißheit, daß es einer erdrückenden Ueb erwacht gegenüber- kehen würde, köune Japan vor der Unklugheit eines Angriffs Wien China überzeugen. Millard schlug vor, Amerika sollte füt seine Bereitwilligkeit, Frankreich beizustehen, die Unter- pützvntz Crotzbvilanniens und Frankreichs gegenüber Japan sichern.
Der Kampf um Obsrschlesim.
_ Lebhaft an die Tage des Verlustes von Posen erinnern die Meldungen, die jetzt in sich überstürzender Menge aus Ober- Wesien einlaufen. Die Lage ist ernst, so heißt es heute.
lassen die vorliegende Depeschen folgen:
DD?. Breslau, 21. August.
In Lipine mußten die Aufständischen durch Geschützfeuer tirieben werden, doch ist der Ort noch nicht ganz stet. In Meuthen wird die Zahl der gefallenen Reichswehrtruppen Eein auf 20, die der verwundeten auf 40 angegeben. — In Das Beuthener Eerichtsgefängsnis wurden bisher 100 Auf- Mer eingeliefert. Die Schomburger Kirche ist schwer be- mbigt. In Bobrik bei Beuthen wurden zwei standrechtliche Erschießungen vorgenommen. Aus dem Rybniker Bezirk wird gibet, daß Rechtsanwalt Dr. Rosinsky, ein bekannter nführer, in Schutzhaft genommen wurde. Aus dem Kreis
Wb gemeldet: Eine in Ober-Boisihow liegende
Kavallerieabteilung in Stärke von rund 40 Mann soll bis auf 3, die sich retten konnten, in bestialischer Weise umgebracht worden sein. Mehrere von den Leuten wurden mit durchschnittener Kehle aufgefunden. Wo die übrigen geblieben sind, ist noch nicht bekannt.
W. Benthen, 21. August.
In Laurahütte brachen gestern abend Unruhen aus. Durch die Beschießung vorüberziehender Patrouillen aus den Fenstern wurden fünf Soldaten verletzt. Ferner versuchte der Pöbel in der Nacht zwei Angriffe auf das Postamt, die abgeschlagen wurden. Im Laufe des heutigen vormittags wurde ein Bataillon Marinetruppen aus Buda nach Laurahütte in Marsch gesetzt,"um Haussuchungen und eventuell Verhaftungen vorzunehmen. Die in Eodulmhütte versammelten Truppen suchten heute den Ort nach weiteren Waffen ab; ebenso die Orte Deutsch-Piekar und Scharley. Fünf neue Verhaftungen wurden vorgenommen.
W. Kattowitz, 21. August.
Laut Meldung der Preffestelle des Staatskommiffariats kann im Beuthener Aufstandsgebiet dank der Haltung unserer Truppen der Aufftand in der Hauptsache als abgeschloffen gelten. Es ist in der. vergangenen Nacht gelungen, den Beuthener Bezirk so ziemlich zu säubern.
WB. Berlin, 21. August.
Zu der gestern erfolgten vorübergehenden Aussetzung der Verhandlungen mit den polnischen Delegierten wird von zuständiger Seite mitgeteilt: Schon vor einigen Tagen hatte die hiesige polnische Delegation ihrem Wunsche nach einer Besprechung über Oberschlefien Ausdruck gegeben. Das Ersuchen wurde von der französischen Mission unterstützt. Die deutsche Regierung hatte ihre Bereitwilligkeit dazu erklärt. Die Besprechung sollte im Laufe des heutigen Tages stattfinden. Bei Beginn der heutigen Sitzung der politischen administrativen Unterkommission erklärte plötzlich der polnische Vertreter, ohne vorher mit den deutschen Delegierten oder mit General Dupont hierüber gesprochen zu haben, daß die Verschärfung der Lage in Oberschlesien es der polnischen Delegation unmöglich mache, die Verhandlungen fortzusetzen. Die Beratungen wurden daraufhin ausgesetzt. Die in einigen gestrigen Abendblättern gebrachte Meldung, daß die polnische Kommission bereits abgereist sei, entspricht jedoch nicht den Tatsachen. Im Gegenteil, nachträglich sprachen drei Mitglieder der polnischen Delegation im Auswärtigen Amt vor und baten um die Wiederaufnahme der Besprechungen. Es wurde daraufhin für gestern abend eine Konferenz anberaumt, an der außer den deutschen und polnischen Delegierten General Dupont sowie andere Vertreter der hier weilenden Ententemisstonen teilnahmen.
Die Vorgänge in Thorn.
Thor«, 21. August. (Telegramm).
Infolge der Unruhen und Plünderungen hat der Gouverneur den Belagerungszustand über den FestungSbereich Thorn verschärft. Die Polizeistunde ist auf 9 Uhr abends setzgesetzt. Tanzlustbarkeiten sowie das Betreten der Straßen wird von "MO Uhr an verboten. Durch die Plünderungen ist ein Schaden von über 200 000 Mark angerichtet ivorden. Bisher sind bereits über 50 Personen verhaftet. Das Kriegs- standgerichst wird sie bereits morgen aburteilen.
Lloyd George und Asquith in Köln.
Köln, 21. August. (Telegramm.)
Außer dem Kriegsminister Churchill weilen auch Lloyd George und Asquith in Köln. Heute veranstalteten die britischen Behörden zu Ehren des englischen Premierministers ein großes Bankett in den Räumen des Zivilkasinos. Wie bestimmt verlautet, wird innerhalb sechs Wochen die englische Besatzung in Köln durch eine französische aSgelöst werden. Die Stärke der englischen Besatzuug im Rheinland wird ab 15. 10. 5 000 Mann nicht übersteigen. Seit einigen Tagen findet ein RâcUransport englischer Truppen in größerem Umfang statt.
Eine neue Aktion gegen Petersburg?
DDP. Kopenhagen, 21. August.
Nach einer Stockholmer Meldung der Zeitung „Politiken" findet in Stockholm eine Zusammenkunft von Vertretern der antibolschewistischen Betvegung in Rußland statt. General Judenitsch ist über HelsiugforS aus Reval eingctroffen zusammen mit Liafssnoff, dem Ministerpräsidenten der neugebildoten Regierung für daS nordwestliche Rußland, in der Judenitsch KriegSmimster ist. Ferner ist der frühere ukrainische Hetman eingetroffen. Wie letzterer mittcilt, wird Großfürst Nikolai Nikolajowitsch für die nächsten Tage erwartet. Die Zusaminenknnft scheint mit der neuen Aktion gegen Petersburg in Verbindung zu stehen.
Die Friedenskonferenz.
W. Amsterdam, 21. AUMA
Reuter meldet aus Paris, daß die Friedenskonfereirz ein Telegramm von Erzherzog Joseph erhalten hat, in dem er mit- teilt, daß er nur solange iw Amte bleiben wolle, bis die kou- fiituf ererbe Persaw» lung über die künftige Fonn der Regie- runa Ungarns entziehen hat.
Die 5 lieben £ fräset eng hat ein Telegramm von einem Stenten btt Alliierten in Schlesien erhalten, in dem witMteilt wird, daß infolge politischer Streitigkeiten bte Kohlenberg- | werte in Oberschlesien geistert worden seien. Es ist beschlossen I worde-ri, ü crireter beengn zu entsend q«, die über bis Sage Bericht erstatten laßen.
Kleine Nachrichten.
Der <nnertta«lsÄ« Doll«, der früher einen Wert von 4.50 Mark hatte, gilt jetzt nach dem Kursstände unserer Mark nicht weniger als 17 Mark. Der Amerikaner, der mit einer Brieftasche voll Banknoten nach Deutschland kommt, kann allo bei uns ziemlich billig leben und wir dürfen darauf rechnen, schon deshalb ziemlich viel Besuch von jenseits des Ozeans zu erhalten. Danach können wir uns ausrechnen, was die Amerikaner verdienen würden, wenn der Plan, bei ihnen eine Anleihe aufzunehmen, zur Tat gemacht würde. Der einzige Vorteil, ben wir davon haben könnten, wäre der. und das ist ja auch der Zweck, daß sich unsere Valuta etwas belferte. Dieses Ziel können wir aber ebenso gut durch Ruhe. Ordnung und Arbeit im Innern erreichen und damit die Hunderte von Millionen sparen, die sonst in die amerikanischen Taschen fließen würden. Außerdem brauchten wir den Amerikanern nicht die weitgehenden Sicherheite« zu geben, die sie jedenfalls verlangen werden.
Zu dem englisch-persischen Abkomme« erstatt Lansing laut „Chicago Tribune", daß Persien nichts anderes übrig blieb, als sich den englischen Forderungen zu unterwerfen, nachdem die Vereinigten Staaten es nicht hätten durchsetzen können, daß Persien auf der Friedenskonferenz gehört wurde. Die „Chicago Tribune" glaubt, daß mit dem Abschluß dieses Abkormnens England im Völkerbund eine neue Stimme gesichert ist.
Deutsche Nationalversammlung.
Sitzung vom 20. August.
Als erster Punkt steht auf der Tagesordnung di« Mette Beratung des Erbfchaftsftzeuergefetzes. Aba. Graf Pofadowsky (D.-Rat.) erklärt, in der Aüsfchußoeratung Habe der Entwurf so wichtige Aenderungen erfahren, daß eine gründliche Durchberatung unbedingt notwendig sei. Seine, Partei ton'.« sich mit der Erledigung des Gesetzes nur einverstanden erklären, wenn die Aenderungen des Ausschuffes abge- lehnt würden. — Nach weiterer kurzer Gefchäftsvrdnungz- debatte tritt das Haus in die Beratung der Vorlage ein. Abg. Becker- Hessen (D. Vp.) erstattet den Ausschutzbericht, wonach das Gesetz besonders auch für die Abkömmlinge und Ehegatten eine wesentliche Verschärfung bebeutet. Die Abgg. Keil (oog-j und Raschiz (Dem.) treten namens ihrer Parteien für die Aimahme des Erbfcho-ftssteuergesetzes ein, während die Wgg. Hampe (D.-Rat.) und Maretzky (D. Vv.) sich gegen die Vorlage ouesprechen. R«ch zustimmenden Erklârunger des Abg. Wurm (llnabh. Sog.) schließt die allgemeine Aussprache. Iw der EinzeldÄ>atte beantragt Abg. Dr. Becker- Heffen (D. Vp.) zu § 7 über versteuerte Vermögen einen Antrag auf Steuerfreiheit auf die vor dem Krieg erworbenen Gegenstände von geschichtlichem, kunstgewerblichem oder wiffenlchaftlichem Werte. § 7 wird dann unter Ablehnung des Antrages Becker in der Bussâhsüffuug angenommen. Zu § 25, der die Steuersätze enthält, liegen Anträge der beiden Parteien der Rechten auf Wiederherstellung der Regierungsvorlage vor. Nach längerer Debatte wird 'N der Gesamtabstimmung § 25 nach dem Ausschuß vorschlvg gegen die Stimmen der Rechten angenommen, ebenso der Rest der Vorlage. — Auf Vorschlag des Präsidenten erfolgt sofort die dritte Lesung. Abg. Dr. Becker-Heffe« (D. Dp.) und Abg. Graf Posadowsky (D.-Nat.) erklären, daß ihre Parteien das Gesetz ablehnen. In der Eesamiabstim- mung wird darauf das Gesetz gegen die Stimmen der Deutschem SSolt&partet und des größten Teils der Deutschnvtivnalen endgültig angenommen. Am 1 Uhr mittags wird die Sitzung bis 3 Uhr unterbrochen. — In der Rachmittagssitzung werden die Gesetze betreffend die Anleihekredite für 1919 und über die Ausführu ng des Fr r edensrerträges gemeinsam beraten. Abg. Hugenberg (D.-Rct.) forscht sich sehr scharf gegen We Arbeit der Kommission aus und erklärt, daß die Aufgabe der Oppositionn durch diese Art der Geschäftsbehandlung unmöglich gemacht wird. Wir werden 8 Milliarden bewilligen, weil wir^ anerkennen, daß die Finanzläge des Reiches dies verlangt. Mit der Streichung einer Milliarde wollen wir bezeugen, daß wir -zu dem augenblicklichen FinanMinister kein Vertrauen haben. Reichsftnanzininister Erzberger wendet sich gegen den Vomedner und sagt: Was die Angriffe gegen mich betreffen, so wiederhole ich noch einmal: Solange im bas Vertrauen der Mehrheit dieser Versammlung und meuter Fraktion haLe, werde ich als Reichsfnanzminister an meinem Motze bleiben. Der Minister appelliert schließlich an die Versammlung, die Vorlage anzvnehmen, damit es für die nächstem brei Monate möglich ist, die dringendsien und notic entbieten Ausgaben finanziell zu sichern. Nach weiterer Aussprache wird bet Anleihskredit nach fünfstündiger Debatte in dritter Le-sung unverändert angenommen mit einem Antrag, wonach alle Ver- giinftigangen für die Prämienanleihezeichnung, Befreiung von der Gtnfommenfteuer oder Minderungen dieser Steuer unzulässig sein sollen. Eine Entschließung, daß der Bau unserer Handelsflotte auf leichseigenen Werften und in Reichsregie DorgenomMsen werde, wurde ebe rfalls angenommen. Das Haus erledigt« sânn in dritter Lesung en bloc das Ausführu-ngs- gesetz zum Sriebenso ertrag und das Enteignungsgesetz, letzteres mit einer Entschließung, wonach bei der Beschlagnahme und Enteignung die schonungsbeLürftigen Kriegsteikn-ehmer und die Hinterbllebenen von Kriegern besonders berücksichtigt werben sollen. Der Einsetzung eines Unters uch ungsa usschuss es non 26 Mitgliedern, auf den sich der Vevfassungsavsschuß anstelle des von der Regierung geforbrrten außerordentlichem Staatrgerichtsh-oses -geeinigt hatte, wurde nach kurz« Debatte gMgestimmt — Zu einer eindrucksvollen Kundgebung gestaltete sich die Annahn^e einer Entschließung aller Parteien, in der mit Na^ruck die Befreiung der deutschen Kriegsgefangenen geforbert wurde. Unter anhaltenden Kund- g-citernyen richtete Präsident Fehrenbach einen dringendem Ruf an unsere Feinde, unseren Gefangenen die ersehnte Freiheit xu geben. Unter stürmischem Beifall wurde ein Antrag, die Entschlieftung durch Funkspruch den Volksvertretungen unfee er Feind« n itzuteilen, angenommen. Das Haus stimmte schließlich einem Antrag zu, wonach dem Nationaltheater in Mtzimar 300 000 Mark aus Dankbarkeit tob zur Erinnerung an bi* <rnnutia hex Lativualo-âmnâoa Lk«wi«sg« werde« laHcQ^l