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n. W«S«H
und kleine Betriebe, sondern auch Großindustrien ungeheures Interesse. Völlig vermissen wir einen Finanzplan. Wir müssen durchaus Klarheit darüber haben, welche Aufwendungen in den nächsten Safiren insgesamt zu erwarten sind. Zu dieser Schwäche des Entwurfs tritt der andere, daß über die Verbältuisse zu den Gemeinden, besonders zu den Großstädten keine Klarheit geschaffen wird. Hoffentlich wird die Regierung im Ausschuß unsere Besorgnisse zerstreuen, so daß wir die Vorlage schließlich zum allgemeinen Wohl, in die Tat Umsetzern
Abg. Koenen (it. Soz.): Eine Verstaatlichung ist noch keine Sozialisierung. Auch Bei diesem Entwutf wird der Begriff Staatskapitalismus und Sozialisierung miteinander verwechselt. Der Enlwu-f bringt allerdings ein Reichselektrizitätsmonopol und eine Verstaatlichung von Großbetrieben. In der Ueberschrift ist dem Entwurf die Etikette „Sozialisierung" aukgeklebt worden. Selbst die Verstaatlichung ist nicht ganz durchgeführt, die Privatwirtschaft bleibt erhalten und damit auch die Ausbeutung der Arbeiterschaft. Der ganze Entwurf läuft auf eine indirekte Besteuerung hinaus. Wir werden im Ausschuß dahin zu wirken suchen, daß als erste Etappe zur wirklichen Soziali- Fierung wenigstens dys Reichsmonopol gesichert wird.
Abg. Weidtmann (D. Vv.): Der Gedanke deS Entwürfe? ist nichts neues. Bedauerlicherweise soll er in einer Zeit furchtbarer Teuerung durckgeführt werden. Seinem Grundgedanken stehen wir durchaus sympathisch gegenüber. Dennoch müssen wir unsere Zustimmung von bet Abänderung verschiedener Bestimmungen enhängig machen. Alles in allem dürfen wir nicht vergessen: Wir leben in einer Zeit, in Welcker das wirtschaftliche Leben rapid abwärts geht und gehen einer noch trostloseren Zukunft entgegen. So müssen wir alle Ausgaben für Anlagen vermeiden, die, wir die Begründung selbst sagt, ernst in fernerer Zeit sich rentieren werden. Mit größtem Bedenken stehen wir dem in Aussicht gestellten Gesetz entgegen, in dem der sozialistische Gedanke festgelegt werden wird. Einspruch werden wir dagegen nickt erheben. Auf keinen Fall darf aber die freie Betätigung der freien Kräfte des Einzelnen unmöglich gemacht werden. Lickt und Kraft soll jedem Deutschen zum bissigsten Preise snr Verfügung gestellt werden.
Die Vorlage gebt an einen Ausschuß von 28 Mitgliedern.
Damit ist die Tagesordnung erledigt. — Nächste Sitzung Montag vormittag 10 Ubr. Tagesordnung: Zweite Lesung der indirekten Steuern, erste Lesung des Reicksnotopfergesetzes und der Reichs- »bgabeordnnng. — Schluß ’/»7 Uhr.
Aus Hanau Stadt und Land.
Hana«, 11. August.
Ein Protest der Kriegshinterb!Lebenen.
Im ganzen Deutschen Reiche fanden am gestrigen Sonntag Protestversammlungen der Kriegshinterbliebenen statt, die den Zweck batten, den vom Reichsbund der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen an die Regierung gestellten Forderungen einen entsprechenden Nachdruck zu verleihen. Auch in Hanau in der „Stadt Bremen" fand auf Einladung des genannten Bundes eine Pwteftversammlung statt. Nach einer Begrüßung durch den Vorsitzenden, Herrn Thoma, referierte Herr Grasser über die Forderungen der Kriegshinterbliebenen und schilderte dabei die bisherigen Erfolge des Reichsbundes, der bis jetzt tlahezu 50 000 Hinterbliebenen zählt. Der Reichsbund hat an die Regierung eine Eingabe mit folgenden Forderungen gerichtet:
1. sofortige Auszahlung einer einmaligen Unterstützung von 300 Mk. an die Kriegerwitwen und an die Kriegereltern, diè Versorgungsgebührnisse beziehen, von 50 Mk7 an die Halbwaisen und von 100 Mk. an die Vollwaisen. Diese Summe ist an alle entsprechend zu zahlen, denen bis zum Inkrafttreten des neues Hinterbllebenengesetzes Versorgungs-
sorgungsgebührniffen
1919.
(40 prozeuttgen Erhöhung rückwirkend bis zum L Januar 1919.
3. Erhöhung der Zuschläge zu den Vers--------—tat-ur- auf 100 Prozent, rückwirkend ab 1.
4. Gewährung der Zusatzrente auch an diejenigen Kriegerwitwen, deren Männer vor dem Kriege ein Einkommen von 1500 Mk. nicht hatten, sofern.sie zur Zeit ein Einkommen unter 6000 Mk. beziehen. Gewährung der Zusatzrente für die rückliegende Zeit auch an diejenigen, denen sie versagt wurde, weil ihr Einkommen erst 1500 Mk. erreicht.
5. Nachzahlung der Gebührnisse an die unehelichen Kinder und Kinder aus erster Ehe, für die der Gefallene die Unter- stützungspsticht übernommen hat, vom Todestage des Gefallenen ab, sofern dies noch nicht geschehen ist.
6. Gleichstellung sämtlicher Hinterbliebenen in der gesetzlichen Versorgung.
7. Gewährung von Stoffen und Bekleidungsstücken an die Kriegerwitwen und Waisen in dem Umfange, in dem sie dem Gefallenen zugestanden hätten.
8. Sofortige Auflösung des Präsidiums der National- stiftung für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen und Ueberführung der Verwaltung an den Reichsausschutz für Kriegshinterbliebenenfürsorge.
9. Für die Heilung und Echolung von trauten Kriegs, Hinterbliebenen sind ausreichende Mittel zur Verfügung zustellen.
10. Sicherung von Arbeitsplätzen für alle Kriegshinter- bliebenen.
Der Referent bemerkte hierzu, daß der Regierung bis zum 6. August Frist zur Beantwortung dieser Forderungen gegeben worden ist. Da aber eine Antwort bis jetzt ausgeblieben sei, so glaubten sich die Kriegshinterbliebenen ganz Deutschlands veranlaßt, zu protestieren und die Proteste an die Reichsregierung abzusenden. Nach ausgiebiger Debatte wurde folgende Resolution angenommen:
Die in Hanau veranstaltete Protestversammlung erhebt auf das schärfste Protest wegen der bis jetzt noch nicht erfolgten Zusage auf Erfüllung der von der Vundesleitung des Reichsbundes der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen au die Reichsregierung gerichtete Eingabe im Auftrage der Kriegshinterbliebenen. Die Not der Hinterbliebenen ist aufs schärfste und äußerste gestiegen und herrscht hierüber allgemeine Unzufriedenheit. Die Versammlung erhebt deshalb nochmals energisch den Antrag aus sofortige Erfüllung der gestellten Forderungen.
Nach einem kurzen Schlußwort wurde die Versammlung . geschlossen.
* Die angèküudinlèn Zugeinschränknugen. ©itigegenan» atrS lautenden Nachrichten, nach denen zum 15. d. Mts. mit wefent- uchen Einschränkungen des Eisenbahnverkehrs zu rechnen sei, wird der -Vossischen Zeitung" versichert, daß der Eisenbahudirektiou erst i« diesen Tagen eine Verfügung des Eisenbabuministers über die durch den Kohlcumangel erforderliche Zugeinschränkung angegangen ist, dir bis zum 30. d. Mts. beantwortet werden soll. Es ist daher mit einer Einschränkung des Zugverkehrs nicht vor dem 1. September zu rechnen.
* Dio SuttgeefeHen org«nkfiercn sich l Wenn sich alles organisiert — wollen auch die Junggesellen nicht zurückbleiben. Aus diesem Grunde fand in Alsseld ein Zusammenschluß der Hagestolze statt. Es wurde ein Antrag angenommen, wonach sämtliche dortige Bigges eilen im Falle der Einführung der drohenden ZungzeseSen- er sofort heiraten müssen, da sie unter keinen Umständen die Steuer je« wollen. In den Kreise« der jüngeren und geleisteten Töchter AlMeS herrscht lebhafte Genugtuung über diesen Beschluß.
. * DicmljUÄilänm. Der^ Geldbriefträger Herr SConrai
»üjttSitLnni. Der Gelddriesträger Herr Konrad Stumpf T halten, die Sache hätte sich dann glatter erledigt. Anteriuchuna 12. August jem Lö jähriges Dreuläbillmm. 1 W d«rck die ^atsavwiMckatt i» Hanau emgèleitet«
* Der aeftrige Sontttag war im Geaensatz zu seinem im« gömütlicken Vorgänger so recht dazu angetan, die Herzen wieder für die Wunder der Natur zu öffnen und in den Beinen den Wandertrieb zu lösen. Größere Scharen folgten schon in den frühen Morgenstunden den Packungen de? herrlichen Tages, um die Lungen wieder Waldluft atmen, die Augen wieder blaue Ferne trinken zu la-än. Diejenigen, deren Aktionsradius aus diesem oder jenem Grunde beschränkt war, unternahmen einen Spaziergang um die Tore der Stadt und hielten dann bei einem der Vereine Einkehr, die sich in den Gartenwirtschaften mit ihren Mitgliedern und Freunden bei Gesang, Tanr, Spiel und sonstigen Belustigungen zuscnnmengefunden hatten. Unsere Berichterstattervflicht rief ims nach dem K a i s c r h o f - Garten, wohin uns die Jünger Gutenberg? zu ihrem Sommerfell eingeladen batten. „Was singt e? und klingt es durch? herrliche Land", schabte es nn? entgegen, als wir tn der fünften Nachmittagsstunde den schönen, schattigen Garten betraten. Wie dieser prächtige Breu'sche Chor kamen auch alle übrigen in das Programm eingestreuten Chöre in tonschöner Weise von den im Gesangverein „T y p o g r a p h i a" vereinigten Schwarzkünstlern unter Leitung des Herrn Heinrich Frischkorn zum Vortrag. Es würde zu lveit führen, das fröhliche Leben und Treiben im einzelnen zu schildern, das sich gar bald bei den mancherlei Unterhaltungsmöglichkeiten (Pre sschiehen. -Kegeln. -QnadrätelN nsw.) unter all denen entwickelte, die in großer Zahl berbeigeeilt waren, um an der Festivität der „Typographia" teilzunehmen. Nur der Kmderüelustignnaen soll mit einigen Worten besonders gedacht werden. Aus allen Enden eilten die KleAen, teils in Begleitung ihrer Mütter oder Vater herbei, als ein Trchnpetensignal sie an einen Sammelplatz rief. Der hier mit niederen hundert bunten Fähnchen postierte Leiter der Veranstaltung hatte seine liebe Not, all die vielen Händchen zu befriedigen, die sich in die Höhe streckten, um einen Fahuenstengel zu erhaschen. In einer Polonaise ging« dann durch den Garten, die mit einem kräftigen „Hurra" der Kleinen als Dank für die ihnen bereitete Freude ihr Ende fand. Als wir in der neunten Abendstunde der gastlichen Stätte den Rücken wendeten, warfen wir noch einen Blick in die Gar tenhalle, aus der zwischen Plaudern und Lachen weiche Streichweisen und zwischendurch ein paar schmetternde Trompetenstöße an unser Ohr drangen . . . Ballmnsik.
* Statistik. Im Mouat Juli 1919 wurden in der Stadt Hanau 38 Kinder lebendgeboren, 21 Knaben und 17 Mädchen. Gestorben sind mit Ausschluß von 1 Totgeborenen, 48 Personen, 22 männlichen und 26 weiblichen Geschlechts, d«runter 15 Ortrftemde. Für die Stadt Hanau selbst bleibe« 33 und e3 kommen auf 1000 Einwohner und «nf» Jahr berechnet 9.7 Todesfälle.
Gestorben sind:
5 Kinder im Alter von 0—1 Jahr
4 4
8 4
8 6
6
3 '.Je ein Kind
„ „ „ 1—5 Jahren Personen im Alter von 20—30 Jahre«
kf
30—40 40—50 50-60 63-20 70—80
80—90 .
starb an
Magen-Darmkartarrh, an Lebensschwäche und an angeborer Syphilis. An Typhus starb eine Frau aus der Nordstraße und eine ortsfremde Frau. 5 Personen starben an Tuberkulose. davon 4 Personen aus Hanau an Lungenschwindsucht und ein Ortsfremder an Bauchfeldtuberkulose. Die Todesursache war in 12 Fallen nicht tuberkulöse Erkrankung der Atmungsorgauc, in 5 Fällen Altersschwäche, in je 4 Fällen Schlaganfall und Krebsleiden, in 3 Fällen Nierenerkrankung, in 2 Fällen Herzkrankheit und in je' eurem Fall Aderverkalkung, Herzlähmung, Blutungen im Wochenbett, Darmverschluß Chronisches Blasenleiden und Bauchfellentzündung. 2 Personen beendete« ihr Leben durch Selbstmord. Außerdem war im Monat Juli dem Standesamt noch nachträglich der Tod von 4 KriegsteilnePncrn aus Hanau gemeldet worden.
Geh. Sanitäts-Rat Dr. Zeh.
* Zttm LandeS-Aabbtner für den Regiernnzrbezirk Cassel ist
* Der Sin fteLungszrvang für Schwerbeschädigte. Die durch den unglücklichen Kriegsausgang verursachte traurige Lage des deutschen Arbertsmarktes zwingt zu besonderen Fürsorgematznahmen sirr die Beschäftigung Schwerbeschädigter. Man kann die Hunderttausende Schwerverletzter, die im Verteidigungskampf für das Vaterland ihre gesunden Glieder eingebützt oder schwere innere Verletzungen erhalten haben, nicht dem rücksichtslosen, grausamen Wettbewerb auf dem Ar- beitsmarkt preisgeben. Deshalb haben sich die amtliche« Stellen, die mit der Kriegsfürsorge betraut find, schon seit längerer Zeit mit dem Gedanken getragen, ein Gesetz zur zwangsweise» Emstellung Schwerbeschädigter zu erlassen und der Reichsausschutz der Knegsbeschadigtenfürsorge hat dieser Tage gemeinsam mit den beteiligten Organisationen einen entsprechenden Gesetzentwurf eingehend beraten. Es ist cm- zunehmen, daß er schon bald dem Staatsrausschutz und der Nationalversammlung zugeht, denn die wirtschaftliche Not zahlloser Schwerbeschädigter heischt baldige Entscheidung. Nach diesem Entwurf wird jeder Arbeitgeber verpflichtet, Arbeitsplätze, die für die Beschäftigung Schwerbeschädigter geeignet
In allen Streitfällen soll i fürsorge" entscheiden, der wird. Eine Buße von 10000 ML
für den Arbeitsplatz eignen. Auch die Behörden und Körperschaften des öffentlichen Rechts find Arbeitgeber im Sinne dieses Gesetzes. Als Schwerbeschädigte gelten alle Bezieher von Militärrenten, die 50 oder mehr vom Hrmdert betragen. Jeder Arbeitgeber, der wenigstens 25 männliche oder weibliche Arbeitnehmer beschäftigt, wird gezwungen, mindestens einen Schwerbeschädigten ein zustellen, bei höherer Arbeiterzahl auf je 50 einen weiteren Schwerbeschädigten. Der Reichs- arbcitsminister kann diese Verpflichtung je nach Lage der betreffenden Industrie erhöhen oder herabsetzen. Landwirtschaftliche Arbeitgeber können ihre Verpflichtungen auch durch Hergabe von Siedlungsstellen für Schwerbeschädigte erfüllen.
~ ein „Ausschuß für Schwerbeichädigten- bei jeder Hauptfürsorgestelle gelÄdet ^7" für jeben EiryzelM des Verstoßes gegen das Gesetz wird den Unternehmern angedroht, während Schwerbeschädigte, welche die ihneu zugewiesene Arbeit willkürüch verlassen, bis zu drei Monaten von de« Wohltaten des Gesetzes ausgeschlossen werde« könne«. Das Gesetz wird eine neue schwere Belastung der Industrie Bringen, zugleich aber auch einen erwünschten Schutz für viele Arbeitgeber, die unter der Schmutzkonkurrenz unsozialer Berufs genossen in Zukunft noch mehr als früher zu leiben hätte«.
* Eine vrrettelte Schiebnug mit alten Reich-banknoten. Eine Frankfurter Schievergesellschaft hatte dem Handelsmann Isaak Seiferheld in Langenselbold für 16000 Mk. alte Reichs- banknoven den Betrag von 17300 Mk. geboten. Der Handel war der Frankfurter Kttmrnalpolizet nicht unbekannt geblieben und sie entsandte zwei ihrer Beamten nach Langenselbold, die am Freitag nachmittag in dem Augenblick in das Anwesen des Handelsmannes sich Einlaß verschafften, als das Geschäft gerade abgeschlossen war. Der Beschlagnahme des Geldes, die von den Beamten durchgeführt werden sollte, setzte Seiferheld den heftigsten Widerstand entgegen und schrie zum Fenster hinaus um Hilfe. Die nun rasch zusammenströmeude Menschenmenge, welche den Zusammenhang der Sache nicht tonnte «nd die beiden Kriminalbeamten für Eindringlinge hielt, nahm gegen dieselben eine drohende Haltung an und verhinderte dadurch die geplante Maßnahme. Obwohl sich die Beamten als solche legitimierten, wurde das in der allgemeinen Aufregung nicht beachtet. Besser wäre es wohl gewesen, wenn sie einen Beamten der Ortspolizei mitgenommen
Sommcrfeft. Sonntag den 17. August, nachm. 4 Üh7J7l anffaftet der Brodt'sche Männergesangverein Hanau im ©arten 2 „großen Elefanten", Frankfurterstraßc 13, sein diesjähriges 60m™ fest. EmtrütSkartm sind bei den Mitgliedern im Vorverkauf «bÄ
* Ehrentafel. Samstag abend veranstaltete der Turndkni Hanau zu Ehren feiner im Felde gefallene« Mitglieder einen Kommers mit Enthüllung einer Ehrentafel. Der erste Vorsitzen!»^ Vereins, Herr N. Rüffer, eröffnete denselben mit einet kurzen reichen Ansprache und endete mit einem kräftigen „Gut Heil" fi t gefallenen Helden. Zum Schlüsse wurden die Heimgegangenen roden nochmals geehrt durch Absingen des Tumerliedes ^arr' m in deinem Spiele". Damit Jntercffmten die Ehrentafel besichtig können, hat sich der Verein veranlaßt gesehen, dieselbe für einiges, anSzustellcn und zwar von heute ab bei dem Mtgliede B. Hankinerstraße, wonach dieselbe dann ihren Ehrenplatz im Vereinriol« erhalten wird. Die bildliche Ausführung ist vom Mitglirde grapü Ulrich, während die Umrahmung Glasermeister Gebl« ausfübrte. H
* Opfer des Maines. Gestern nachmittag um 6 Uhr etefei nete sich im Main unweit der Steinheimer Brücke ein bebaut lieber Untzlücksfall, dem ein blühendes Menschenleben zum Cpfe fiel. Der anscheinend des Echwonmens unkundig«, 19 Jahre gi Franz Michalski schwamm in Begleitung einiger junger Len außerhalb der Badeanstalten den freien Main entlang. ® Warnungsmfe der Badegäste und des Anstaltsbesitzer» wmdr nicht beachtet. Auf die geringe Waffertiefe vettrauend. tw sich M. weiter in den Marn hinaus, wobei er dann wahrfcheiM in ein Loch geriet und in den Fluten verschwand. Der Büdi anstaltsbesitzer hatte bereits ein Boot gelöst und war so tonel als möglich der UnfaUfteUe zugeeilt, doch war es zunächst niè möglich den jungen Mann aufzufinden. Die Mttgliedu d« Hanauer Schwimmvereins 1912, die etwa ’A Stunde später ^ einer Schwimmfahrt zurückkamen, eilten ebenfalls sofort der & glücksstelle zu und es gelang zwei von ihnen den Berunglücki« aus dem Wasser zu holen. An Land gebracht, wurde von Heni Dr. Runkel unter tatkräftiger Hilfe der Herren cand. med. Scknè und Weismüller Wiederbelebungsversuche angestellt, bie febt, trotz mehrstündiger, angestrengter Tâttakeit erfolglos blieb«
* Leuiraliheater. Vom 12. bis einschl. 15. August gckm der aus dem Zigeunerleben gegriffene Film »Wenn Herzen scheiß die sich einst geliebt" zur Vorführung. Ferner ^>ez ttettgebm Vater", eine Groteske in 3 Akten.
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b. Windecken, 9. August. In der vorgestrigen 5ff entfiel Sitzung der Stadtverordneten wurde zunächst die ErundsA und Gebaude-Umsatzsteuer im Rahmen der Vorarbeiten gt nehmigt. — Dann wurde beschlossen, einen Wohlfahrtsausfti zu bilden, der sich dem Kreiswohlfahrtsausschuß angliederi Der Wohlfahrtsausschuß soll auf -allen Gebieten (Kriegsß sorge, Schulwesen, Armenpflege) tätig sein. Die Sache M dem Wahlvorbereitungsausschuß zur Vearbâng übergebet — Die Instandsetzung der Schulräume während der Berits wird den Weißbindermeistern übertragen. — Wegen des A kaufs des Gutes „Hospital zum Heiligen Geist" wird ein Kommission bestimmt, die den Kaufvertrag mit der SA Franffurt festlegen soll. — Dem Kriegsbeschädigten Glase« meister Kittweger wird ein städttscher Bauplatz hinter im Hohle für den Kaufpreis von 1000 Mark überlassen.
b. Dörtrigheim, 10. Awgust. Am berste ffenen Btfttwochrßis ist ber erste KriegsgefaNgenr, nämsich Fritz Lapp, nach vierjâW französischer Gefangenschaft zurückKekehrt. Die Freude der Ä Geschwister und Verwandte« war unbeschreiblich. Wögen die iliriy Gefangenen Salb folge«. — Ein junges Bürschchen, der SchwimimE utriunbig, fiel durch . «genes Verschulden beim Ueberfahre« M Ä Mai« und hätte beinahe seinen Uebermut mit dem Leben bezestz mWrn. Die erschreckte» Mitfahrer brachen nach erfolgreicher RÄz in ein lantes Gelächter aus. Wer ben Schaden Mt, braucht fâr «
d. Kocherrcheim, 10. August. In der gestrigen Seorcittbe^ sitzlMg teilte zunächst der stellvertretende Bürgermeister Herr Put mit, daß der Beigeordnete Herr Schieber sein Amt und fein Mâ als GemeinÄeverordneter niedergelegt hat. An seine Stelle tritt« der SinWnenzahl der Wahlliste Herr Bechthold, der von beut S« sitzenden in fein Amt eingeführt und verpflichtet wird. In die 6 ledigung der Tagesordnung eintretend werden 100000 Mk. für Ä schafsiinz vom Brennholz bewilligt. GegenA-er dem Angebot beg^ forgnuzsamtes Hanau von einigen hundert Waggons pfälzischen Holzes zum Preise vou 5 50 Mk. per Meter wird der Kauf nur m Prüfung durch Sachverständige empfohlen. Ein Rachfuchen des Ä baumutes der Stadt Frankfurt nm Aurgemarkung von 96 ha Gel« für den Osthafen und angrenzendes Jnd«strie«elä>rde, das soaenc^ Interessengebiet, das die Stadt schon bei früherem sehr inusafseu^ Geländeaustrrrf sich Vorbehalten hatte, wird einstimmig abgefeimt, w dem der Vorsitz ende auf die bevorstehende Emzem«indung Fechenho» in Franksnrt hiugewief«» hatte. Im folgende-» handelte es stch^ um die Wahl einer Kommission bestehend ans Bausachverständige«, M terx, Vermietern und einer ArO- und WohnLngsfärsorge-KsmmifBi Die bou dem Gemeinderat vorgefchlageMN Mitgliederirsre dieser M missiou findet eine lebhafte Asseuranderfetzung, nach welcher man dir K vückstâng der Angelegenheit beschließt bis zur Bsriage von VorschW des Hvlsbesitzer- und des MfiterschutzvereinS, sowie der F'« Caffella u. Cie. Eine sehr erregte und politisch ü^beuifante 8lu5iP® führte im weiteren die Mitteilung deS Vorsitzenden herbei, daß Inhalt einer Zuschrift der Regierung durch da» LaninatZa«: > Gemeinde einen Beschluß darüber herbeiführeu sollen, ob den raten auch fernerhin ein Kontrollrecht über die Gemeindeoerwaltm eirquräumetl sei. Hierbei wurde bem Vorsitzenden der Bsrwmf f macht, daß er die Zuschrift des L«ndratZaRtes mehrere Tage « aklgemeinen Kenntnisnahme absichtlich vorenthalten nnd man ben«* eine Neuwahl des Arbeiterrates nicht ausgehalten habe. ™ den Unabhängigen wurde nun aufs energischste' die früljere BefW des Arbeiterrates gefordert, von des Rechtssozialisten aber die W schaltunz desselben. Diesem letzteren stemmt die Gemeiudevertreu" gegen 2 Stimmen zu. Weiterhin wird die «kmeindeverwaltank Ausschreibung zwerer erledigter LehrersteLen an der Körnersch»k' Besetzung bée Schuldeputation beantragt hat, ermächtigt. — V«> Grundstücks kommissio n war sodann ein Gelandeaurtansch »wische«^ Firma Cassclla ««d der Gemeinde befürwortet und vom genehmigt worbe», nachdem biege«. Firma aufdem eingetauschten «irrige.Wohnhäuser zu bauen sich bereit erklärt hatte. — D" 42 Mitgliedern bestehende Bauernverein hat sich erboten, wnden^ Offenbachern und Franffurtern im Große» betriebenen FelddieM^ in hiesiger Gemarkung zu steuern, fteiwillig neben den beiden ° gesteltten Feldhütern namentlich bei Nacht die Felder gegen zu schützen. Das Anerbieterr w«rde mit Nnerkermmig außen0”11
* Gesa«L»rrei« Sumse«. In Anbetracht der morgen ^ fallenden Singstunde findet heute von 9 Uhr abends ab bei Mitglied« Andreas Seeber, Restaurant »Znm goibenen isihwa» Vorstadt, gemütliche Zusammenkunft statt Gleichzeitig werben “ einige Vereinsangelegenheite« besprochen. „
* Verein kath. kanfm. GehUsinnen und Bea'ffftn«,, Hanau. Heute abend 8 Uhr ist im Saale des Pfarrhofes sammlung mit Vortrag.
* Musiker-Vrreinianua Hanau. Dienstag abend 8 rm Elefanten wichtige Besprechung. g
* Dramatisch-Literarische Vereini-ung. Dienstag August, abends 8h> Uhr, im Äcreinrlokal „Patrontasche" ®lte Versammlung. \
* MLdcheubuud. Diese« izen Mitglieder, welche den R 1 beim Fest der Mädcherwereiue neitmachen wollen, werden gebtK*- am Dl-nStag abend um 8 Uhr in ber alten Leihbank pl "^ Die Proben sollen Montags und Donnerstag» von */^ Uhr p finden in der Turnhalle der Bezirkschule III. . <411a
* Mar.Juusfraneu-Konftresatio«. — Mar. A^-'Ä^ B »u-re-akio«. Heute abend im Dentsihex Hau» Probe i« g sie sich Lonutaa au den Urbuugeu beteilige«. ^»7 U6r v“L*i Stabübungen, Pyramiden und KenleuschwmAe«, Äleich-M^ w auch Harte« aus Berkans «Maeatbeiu
sie sich Lonntaa au den Stabübnngen, Pyramiden