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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- ».Feiertage, mit Unterhaltungsbeilage.

Nr. 185

Geschäftsstelle und Redaktion: Hammerstraße Nr. 9 Montag den 11. August

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Verantwortlich: für politischen und aSgemehtat Teil G. Schrecker; für lokale« und provinzielle« Teil sowie Sport W. Moritz; für Anzeige« m*

Reklamen A. Brodt, alle i« Hamm a. Ä

Verlag: Dar bereinigte evasgeLsche Waisenhaus ix Hanau a. M. Rotationsdruck der Waisenhaus. buchdruckerei in Hanau a. M.

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Fernsprechanschlüsie Nr. 1237 und 1238

GefchästesteÜe und Redaktion: Hcrmmerstraße Nr. 8

191$

Eine neue Mahnung an die Eisenbahner.

Strerrg^ Dtraserr für Verbrechen am Volk.

Der Minister der Oeffentlichen Arbeiten hat folgenden Erlaß an die Beamtenschaft der preußisch-hessischen Staatsbahnen gerichtet:

Sn Elchrrt ist am 6. Juli ein mitteldeutscher Block geschaffen Worden, um die Demokratisierung der Vsenbahnverwaltung M erzwingen. Diesem Block find die Bezirke Kassel, Erfurt, palle und Magdeburg beigetreten. Ms Kampfmittel wird neben ständiger Bearbeitung der Preffe die Schaffung einer 'Organisation bezeichnet, die der Bundesleitung alsschlag- fertige Waffe" dienen soll. Diese Organisation soll vor allem die Propaganda des Streiks unter der Eisenbahnbeamtenschaft betreiben. Es heißt in dem Programm wörtlich:

Eine Streikorganisation ist durchzubilden. Die Namen der Beteiligten sind gegenseitig auszutauschen. Regelmäßige Zusammenkünfte der Streikleitung sind zu vereinbaren, um m mündlichem Benehmen eine schlagfertige Organisation bis 1. 9. 1919 zu schaffen."

Diese Propaganda des Streiks in der Eisenb ahnbeamten- schaft ist, besonders im jetzigen Augenblick, ein Verbrechen am deutschen Volke. Jedem Einsichtigen steht die Gefahr des Egen Zusammenbruches des Wirtschaftslebens vor Augen. Dazu kommt die besorgniserregende Lage der Kohlenversorgung tob die Befürchtung, daß die Verhältnisse sich im Winter nach erheblich verschlimmern werden.

Wenn in solchem Augenblick eine kleine Anzahl von De- amten eine Organisation schaffen will, um den Streik zm Durchführung persönlicher Wünsche proklamieren zu Ernten, so ist das eine Tat, die aufs schärfste verurteilt werden muß. Nh An überzeugt davon, daß die weitaus überwiegende Zahl der Effenbahnbeamten diesem Vorgehen fremd und voll Abscheu

Plan dieses Blockes nur Mitteilung zu machen. Die Em­pörung über solches Vorgehen, das unser Wirtschaftsleben neuerlich schwer erschüttern würde, wird auch in .ihnen lodern!

Diejenigen, die hier eine StreikorganisaNon schaffen wollen, die Äs Werkzeug in ihrer Hand jederzeit zum Losschlagen bereit sein soll, gefährden die staatsrechtliche Stellung der Beamten auf das Schwerste! Denn, wenn Beamte selbst die Pflichten verneinen, die sich aus ihrer staatsrechtlichen Stellung ergeben, so gefährden sie dadurch diese Stellung selbst. Das Vorgehen jener Beamten ist eine Verletzung der elementarsten Beamtenpflichten, eine Gefährdung der Rechte der gesamten Beamtenschaft, die sie ahnungslos dem Vererben zuführen, tob ein Verbrechen gegen die deutsche Wirtschaft und damit Regen un^t gesamtes Volk. Ich darf keinen Zweifel darüber lassen und weiß mich darin einig mit der Staatsregierung, daß die Fortsetzung dieser Pläne und jede Betätigung der Ghettorgantfation an ben schuldigen Beamten mit den gesetz- Lchen Strafen geahndet werden wird!

Ich richte deshalb hiermit die ernste Mahnung an jeden Beamten, sich von solcher Streikorganisation fernzuhalten und erwarte von dem gesunken Sinn der Eisenbahnbeamten, daß sie die Erkenntnis von der Frevelhaftigkeit jenes llnter- uehmens in alle Kreise der Beamten tragen werden. Sie «füllen damit nicht nur die Pflicht, sondern sie tun das, was chrer Perlon, ihrem ganzen Stande und dem gesamten deutschen Volle allein helfen kann, über die schwere Zeit der Gegen­wart hinwegzukommen. Das niedergebrochene, aus tausend Wunden blutende Vaterland bedarf zu seiner Aufrichtung in einem anderen Maße der Treue der Beamtenschaft als vor dem unglücklichen Kriege. Nur wer so denkt, hat den soziale« Geist erfaßt, denn sozial wirken, heißt nicht sich voranstellen, sondern dem großen Ganzen dienen. gez. Oeser.

Die Verluste der deutschen Kriegsflotte.

DDP. Berlin, 11. August.

Die Verluste der deutschen Kriegsflotte im Verlaufe des Welt- ^eges sind: Ein Linienschiff, sieben große Kreuzer, 17 kleine Kreuzer, km Gpezialschiff, 111 Torpedoboote, davon 49 Zerstörer, 21 große 41 Heine Boote, und 178 U-Boote, davon 82 in der Nordsee und du Atlantischen Ozean, drei in der Ostsee, 72 an der flandrische« ^üsie, 16 im Mittelmeer und fünf im Schwarzen Meer, daS find zu­sammen 315 Schiffe, die infolge von Kampftâtigkeit verloren gegangen fmd. Hierzu konnnen noch die von bex eigenen Mannschaften Sep« Julien, um sie nicht in feindliche Hand fallen zu lassen.

Die Entwaffnung der Roten Armee

, in Ungarn.

V ' Budapest, 11. August. (Telegramm.)

T Nach dem Bericht des Kriegsimnisteriums ist die Entwaff- der Roten Armee überall in größter Ruhe verlaufen beendet worden.

Weizenausfuhr aus Amerika verboten.

DDP. Stockholm, 11. August.

»Aston Tidningen" meldet: Barnes, der Direktor doS amerika» wschln Weizentrusts, hatte eine längere Unterredung mit Wilson, °creu Ergebnis ent Weizenexportverbot nach Europa war. Dieses ^bot veruMchft jiiatu jertzaÄqHHx« Preissturz « EcK-ride und

ReichsKabinett und Kriegsbeschädigte.

W. Weimar, 10. August.

Das ReichSkabinett hat in seiner gestrigen Sitzung auf die von dem Reichsbund der kriegsbeschädigten Kriegsteilnehmer und Kriegs­hinterbliebenen erhobenen Forderungen auf Bewilligung ansreichender Unterstützungen folgenden Beschluß gefaßt:

Die vom NeichSbimd der Reichsregierung unterbreiteten Forderungen zur Behebung der Notlage der Kriegshinterbliebenen belaufen sich allein für die einmalige Unterstützung und für die geforderten Renten­zuschläge für das Jahr 1919 auf über 500 Millionen Mark. Wie die Reichsregierung stets den ersten Willen anch durch die Tat be- kimdet hat, die unbestrittene Notlage der Kriegshinterbliebenen tun­lichst zu bessern, so muß sie auch diesmal im Interesse der Gesamt­heit des Volkes und damit der Kriegsbeschädigten und KriegShinter» blieben« ernstlich prüfen, ob die erhobenen Forderungen jetzt erfüllbar sind. Der Reichsregierung stehen außer den Mitteln, die bereits be­willigt worden find, also auch insbesondere außer den am 27. April d. J. zur Verfügung gestellten 800 Millionen Mark, weitere Mittel zurzeit nicht zur Verfügung, da die gesetzgebenden Körperschaften solche nicht bereitgestellt haben. Die Reichsregierung wird jedoch von den gesetzgebendm Körperschaften die Einstellung ausreichender Mittel in den am 1. Oktober d. I. in Kraft tretenben ReichShaushaltSplan erbitten, die in Sonderheit zur Behebung der Notlage bedürftiger KrigShinterblieb««, insbesondere unbemittelter Wttw^l mit Kindern, bienen sollen. Die Reichsregierung verfolgt das Ziel, alle verfügbaren Mittel zur Besserung der Notlage der unbemittelt« Bevölkerung zu verwenden. Deshalb find unter wesentlicher Beteiligung des Reich? I1/* Milliarden zur Senkung der Lebensmittelpreise zur Verfügung gestellt worden. Auch hat das Reich Maßnahmen zur Zuführung der verfügbaren Kriegsstoffe an die unbemittelte Bevölkerung mit Hilfe der Lieferungsverbände getroffen. Diese Maßnahme kommt auch dm bedürftigen Kriegshinterbliebenen zu gute. Die kommende Steuergesetzgebung kann erst die Möglichkeit geben, einer nach sozialen näherzutreten.

Nur daS gesamte deutsche Volk kann durch seine Arbeit die Mittel schaffen. mn gerechtfertigte Wünsche der Kriegsbeschädigten und Kriegs« Hinterbliebenen zu erfüllen.

Wieder aufgetaucht!

DDP. Berlin, 11. August.

Nach einer von gewöhnlich gut unterrichteter Seite zugehenden Nachricht der Voss. Zeitung zugehendm Nachricht ist die Besatzung des HandelsnbooteSBremen", daS seinrrzeit verschollen war, voll­zählig in Bremm angekommen, und zwar ohne jede vorherige Nachricht. Die Engländer haben die Besatzung drei Jahre lang gefangen gehalten und von der Außenwelt aSgeschnittm gehalten, um den Verbleib de» Bootes pr verschleiern. An zuständiger Stelle wie auch in Bremen, ist eine Bestätigung der Nachricht rächt zu erreiche» gewesen.

Englands Bestrebungen in Estland.

DDP. Stockholm, 11. August.

Von gut unterrichteter Seite wird gemeldet: Das Bestreben Englands, Estland allmählich zu einer rein britischen Kolonie zu machen, müßte früher ober später zu einem starken Gegendruck in Estland führen, und zwar hat er nunmehr tat­sächlich begonnen. In der jüngsten Sitzung des Zmtralrates des estnischen Arbeiterverbarides wurde eine Entschließung gefaßt, in der es heißt, daß die jetzige estlândische Regierung, die estnische Arbeiter- bevölkerung an die Jmperalisten der Entente verkauft habe, und daß Ende August in Reval sämtliche estnische F«chverbände zu einem Kongreß zusammenberufen werden sollen, der über ein aktives Zu­sammengehen der Arbeiter-und Bauemschaft Estland? den Bestrebungm der Entente gegenüber zu beschließen hätte. Was unter diesem aktiven Zusammengehm zu verstehm ist, dürste ebenfalls bereits feststehen: Eine Orientierung nach Rußland, unter Umständen nach dem vorerst noch bolschewistischen Rußland.

Der Terror der Rumänen in Budapest.

DDP. Lugano, 11. August.

Karriere della Sera" meldet: Der Terror der Rumänen in Buda­pest ist so groß, daß sogar die Vertreter der Entente nicht einmal mich Wien telephonieren können. Die Eismbahnlinim sind zerstört, so daß die Jtalimer, die die Stadt verproviantieren möchten, die Lebeusmittcl mittels Automobilen kommen lassen müssen. Das ru­mänische Kommando erläßt ein Manifest gegen die ©innres djung der Entente. Der Protest de? englischen General? Gordon gegen die rumänischen Requisitionen wurde nicht einmal angenommen. Unter dm entflohenen Bolschewisten befindet sich auch ber italienische Sozialist Abg. M»rgarr mit seinem Sekretär.

Rücktritt Balfours.

DDP. Loudon, 11. August.

Es bestätigt sich, daß der Minister bes Auswärtigen, Balfour in ber nächsten Zeit zurüütreten wird. Als sein Nachfolger wird Lord Curzon genannt

Der Weltlisferant Amerika.

Berlin, 11. Aug. (Telegramm.)

DerVorwärts" stellt fest, daß die Eruährungsschwicrigkeiten, mit I denen der Weltliefcrant Amerika im eigenen ßanbe zu kämvfm hat, l einen bedenkliche« Umfang angenommen habe».

Straßenschlacht in Chemnitz.

Schwere Verlust« der Steichsloehr.

In Chemnitz, woselbst Unrnhm abgebrochen sind, ist eS am Freick tag nachmittag beim Einzug der RegiernngStruppm zn schwere« Kämpfen gekommen. Es entwickelte sich eine förmliche Straßenschlachft bei der es zahlreiche Tote nnb Verwundete gegeben hat. Ueber biet blutigen Ereignisse geht uns folgender Bericht zu:

Bericht eines An^nzeugen. /

von einem Teilnehmer an dm Kämpfen geht benSefo. N. N.^ folgender Bericht zu:Am Freitag früh gegen 9 Uhr fuhren wir von Döbeln ab nnb tarnen halb 12 Uhr in Chrmnitz-Hauptbahnhof an, wurden alsdann aus der Halle auf ein Nebengleis rangiert und Per» blieben dort etwa eine Ettlnde. Wir muhten dann auSfletgen und gingen in Dopvelglled nach der Wagmrampe, wo unsere Wagm nnb Pferde auSgeladen wurden. Um die auf uns einstürmende Stenge, z« zerstreuen, wurde» einige Schreckschüsse abgefenert Sogleich zeigte sich, daß Sibiliften mit Gewehren auf uns feuerten. DaS Feuer wurde von uns erwidert. Nach einiger Zeit setzte Maschrnmgew-Hr- feuer ein, was auch von uns erwidert wurde. So gab es ein sehr heißes Gefecht. Wir hatten viel Verwimdete sowie Tote. Kus ber Seite der Ausrührer habe ich nur 5 Tote gesehen, Verwundete mcht. Wir wurden durch das heftige Feuer der uns an wett über­legenen Zivilpersonen sie hatten außer Feuerwaffen und Maschi»m-> gewehren auch Handgranaten und Gewehrgranaten, zerstreut. Der? uns entstand ein sehr großer Wirrwarr. Obgleich wirda» Ganz» Halt!" bliesen, ertönte das Hornsignal unserer Gegner auf Sturm, und so stürmten sie gegen halb 5 Uhr die Wagesrampe unter Ein» setznng von sehr heftigem Feuer. Meine Kameraden flücytetm- nach dem Bahnhof zu. Ich hatte mich mit dm Verwundet«, bie mir zugeführt worden waren, in einen Viehwagen ge­flüchtet, um hier Schutz zu haben. Al» man uns entwaffnet batte, kam eine große Menschenmenge, darunter Frauen und Kutber unb die Plünderei begann. Pistolm tourben eingesteckt, einem -mt- nant, der mir angeführt wurde und noch am Sehen war, man ote Uhr vom Arm. Alsdann stich man mich fort, und er wurde ausge- plündert. Die Stenge fiel nun über bie Feldküchen her, btt Brote wurden gestohlen und das Koniervenfleisch mitgenommen. Manche der Personen hatte 56 Brote und 34 Büchsen Fleisch. Di« toten Pferde wurden zerstückelt und da? Fleisch in Taschentüchern und Pa­pier fortgeschlcvpt. Frauen laben Handwagen voll mit Geschirren, Sätteln, Stahlhelmen; selbst Seitengewehre und Pistolm uahmm fie mit. Zu den Sckreilnâu der Kompagnie «mrbe herumgestöh^t Wahrscheinlich suchte man nach Gelb. MS ich einen Verwundeten verband, riß man mir ben Stahlhelm vom Kopf«. Emer von ben entmenschten Demonstranten wollte mich mit dem Gewehrkolben er« schlagen, obgleich ich die Rote-Krmz-Binde am Arme trug. Unsere armen Verwundeten wurden getreten, gestoßen, bespien und beschimpft. Meinen geflüchtet« Kamerad« ging es sehr traurig. Verschiede«« find noch von den Fran« totgeschlage» worden. Eurm Feldwedet^ der verwundet war, hatte man vollständig beraubt. Die lebenden Pferde wurden verkauft, selbst die Geschirre und Sättel wurden an der nächsten Ecke nmgesetzt und alles zu Gelde gemalt ^ch war lange im Felde, aber etwas so Bestialisches habe ich da nicht erlebt»

Kleine Nachrichten.

Sie demokratische Fraktion für das Reichsnotopfer. ^Dfâ demokratische Fraktion der Nattonalversammlung, hat sich ur mehreren Sitzungen mit der Vorlage über das Reichsnotopfer beschäftigt und sich mit dem Grundgedanken der Vorlage int wesentlichen einverstanden erklärt.

Deutsche NationalversammlMg.

i Sitzung Pont 9. August.

Präsident Fehrcnbach eröffnete die Sitzung um 3 Uhr 26. Fort« setzung der ersten Beratung des Elektrizitätsgesetzes.

Abg. Kahinaun (Soz.) Wir begrüßen das Gesetz und hoffen, bog ähnliche Maßnahmen auch auf die Kohlen und bte Wasserkräfte ans» gedehnt werden. Leider erlaßt das Gesetz nur Anlag«, die großer als 50000 Volt sind. Wir hoffen aber, daß da? Reich von der durch ben Paragraph 5 der Vorlage gebotenen Gelegenheit, anch kleinere Gesell­schaften zu sozialisier«, Gebrauch machen wird. Je schneller bte Zen­tralisierung vorschreitet, desto eher und vollständiger erreich« wir da» große vo!:swn tschastliche Ziel: Kosten zu sparen. Wir Sozialdemokraten sozialisieren nicht ans Liebhaberei, fonbern aus Ueberzeugung. Wir bürfeit uns keine kostspieligen Experimende leisten. Unsere Energie- Versorgung ist noch viel zu sehr zerspittert. Gerade die Neurm Werke sind Kohlenfrener. Elektrische Energie ist auch gerade zur Bcwâlttgmrg der landwirtschaftlich« Arbeiten notwendig. Wir erlbick« in dem Ge- setz eilten Fortschritt, wenn wir un? auch weitere Bestrebung« zu einem blühe,wen Sozialismn? im Ausschuß Vorbehalt«.

Aba. Leicht (Rente): Es wird mehr oder weniger bei all« Sozi- alifiermig« der Füll sein, daß sie einen fühlbaren Eingriff m drg Stwttur und Freiheit de? Wirtschaftslebens bedeutet. Die Vorlage soll nicht ein Signal für weitere Sozialisierungen im Galopp geben, sondern geht mit Recht vorsichtig und unter Bcrâcksichttguug der Finanz- lerge ans einem bereits betretenen Wege vor. Die Verabschiedung deS Gesetzes halten wir für notwendig, trotzdem es eine große uruMrzendr Beiändermig im g«»z« WirtschaftSlrbrn bedentet. Möge aber bitfe Aenderung zum Blühm beS Vaterlandes beitragen.

Reichfinanzminister Mayer: Es ist zurzeit durchaus noch nicht z« > b rfehm in welchem Ausmaß der Entwurf zur Erwerbung privatka- püaitlhaer Unternehmen gebraucht werden wird. ES wird reichlich fe siel übrig bleiben, um ben Bedarf des Reich? zuni Bau von Strom- anlagen m bex nächsten Jahren zu sichern. Die Einwürfe des «bg, SGielanb richten fich ausschließlich gegen den erst«, hier nicht vorttc« amdcn Voreuiwnrf. Die technischen Fragen, bie der Vorredner ged ittrift hat, werd« besser der Aussprache im Ausschuß Vorbehalt«.

Abg. Biener (Dnat. Vp.): liniere Fraktion erblickt in dem Entwurf röte Maßnahine von ungeheuerer Bedeiftirng für unser gesamte» Wirt« schastslebm. Umso weniger angebracht wäre eine überstürzte Beratung, Im Land wird jetzt schon eine gewisse Flüchtigkeit in der Geietzmacherft der Nationalversammlung übel vermerkt. Die Wirtschaftlichkeit eineg Werkes beginnt allerdings erst bei genügender Abgabe von Strom, if daß tatsächlich eine Reihe kleiner Kraftwerke unwirtschaftlich arbeitet^ Dieser »ebelftand kann aber überwunden werden, indem man die kleinen Werke mit bex großen, die ihnen den Strom liefern, in Verbindung bringt. Das Steif!) muß aber auch eine gesunde Preispolitik seinen Abnehmern gegenüber m die Wege leiten. Der Kraftstrom muß 315 billigen Prüft» »cUtfeei werd«l. Daran hab« nicht nur Haudva^