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Geueral-Auzeiger

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Fernfprechanschlüste Nr. 123?* unb 1238

Geschästssteve und Redaktion: Hammerstratze Nr. 9

Freitag den 8. August

Fernsprechanschlüsss Nr. 1237 und 1238

Geschäftsstelle und Redaktion: Hammerstratze Nr. 9

1919

Mm muß sich die Absichten «nid Pläne vor Augen halten, die die Entente Lpi der Abfassung der Friedensverträge mit dem Mischen Reiche und mit Deutsch-Oesterreich bewegt haben, um die Bedeutung der Einsetzung des ErFherzogs Josef zum Ober­haupt der Republik Ungarn ganz zu erfassen. Dieses Friedens- verk stellte gerade wegen fei, ter ungeheuerlichen Härte und Mer brutalen Verneinung der einfachsten Lebensinteressen der besiegten Mtttelnrächte den gigantischen Versuch dar, durch eine mit all«» Mitteln angest rebte Stärkung Frankreichs dem Bol­schewismus in Europa gegenüber eilten unübersteigbaren Wall zu errichten. Zu dtchem Behufe mutzten, was man jetzt endlich auch in den Kreisen der unabhängigen Sozialdenrokratie zu er­fassen beginnt, Deutschland und Deutsch-Oesterreich verstüm- , seiner Wichtigsten Industrie- und Agrargebiete beraubt Md finanziell bis zum sicherern Jusammenbrechan überlastet «Men, damit einerseits Frankreich sich wirtschaftlich rasch er­holen kömve und andeverseits die neuen Oststaaten an den deut­schen und deuLsch-österreichischen Evengen zu den beraubten ehe­maligen Zentralmächten in eibten dauernden tätlichen Gegensatz zebracht wurden. Dieses Ziel hasst man nun im Eutentelager erreicht und gesichert zu haben, und zwar in dem Maße, daß mm Entmint, die MaisLe fallen lasten zu können. Herr Cle­menceau ist sicher, daß die franzSschchen Arbeiter, die ziemlich âdemisch gegen den Einmarsch in Ungarn protestiert haben, sich nicht rühten werden, wenn man jetzt der Budapester Bol- stewffteUheiEchkeit das erstaunlichste Ende dadurch bereitet, daß man zum Nachfolger Vela Khunr einen richtigen Erzherzog beruft. Es ist klar, datz Erzherzog Josef, so rabita! Mfinnt et persönlich auch feste mag denn er soll ja bei Ausbruch der Reoâtton nicht nur seinen Austritt aus der kaiserlichem Fa­milie erklärt, sondern sich auch freiwillig zum Eid auf die KpublSanischv Derfastunz gedrängt haben, von den Monar- «A'SLâd Reaktionären im Ungarn al» vttm

Mc Wiârihe

Mt werden dürste. Vielleicht wünscht Wr die Entente auch mir als Platzhalter für den vertriebenen Kaiser Karl zu Le- imtzan. Aber auch das Bürgertum in Ungarn wird nach bet Schrecken der letzten Monate dem Wandel der Dinge und die NâedacheiftellMng der Ordnung begeistert begrüßen. Und stittans kommt ch-iMFU, datz Ungarn in aueschlaggobeu>drrweife .AWarstaat ist, und sich auch aus diesem Grunde für die weitere Behandlung durch die Entente als besonders geeignet erweisen feste. Es «nitexließt nach alledem gar keinem Zweifel, daß to BolfchewisiMls in Europa nach der Münchener Niederk-ge jcht in Budapest einen zweiteL und noch größeren Schlag er- btten hat, und doch wäre es sicherlich falsch, daraus nun weiter- Schende SchMste M ziehen, und besonders etwa gar auf die ästige Entwicklung bei uns. Ganz abgesehen davon, daß es >wch sehr fraglich ist, ob die Arbeiterschaft in den Ententelän- ^ern die Budapester »Herausfvrdexnng" des Ententeimiperia- kismus ohn« me viertes hinmehmen wird, und daß die Buda- Hkr Aktion und der Erzhertzog-Rehchsverweser kaum urteils- bAdemd für die Bekämpfung radikaler Ideen sein können, liegen

Dinge im Deuffchen Reiche doch Mry wesöntlich anders als

mann

Dennoch fei «roch einmal auf bte symptomatische Und große EMltmrg der Berufung des Erzherzogs Josef hingLwirssR. Es M ein Ereignis, dessen Tragweite weit Wer die Grenze« Un- Mrir- hinaus spürbar werben Wird. Es ist der erste und unver- lMMU« Bsweis, daß die Steger im Weltkriege von 1914 bis 1^9 sich ihrer Herrschaft über Europa und die Weckt voll5ommen m Niete.

Eine Erklärung der deutschen Viererkommrsfion.

t WB Serie«, 7. Auzust.

M.PV bfei^e Diererksmmiifi»«, bestehend aus den Profefforen Hans Zwruck Mendelssohu-Barthol^, Graf Montgela» und Max Weber, !^?? Bericht Aber bk Beranttoortlichleit am KriezSaurbrirch ver- bat veröffentlicht folgend Erklärung:

. -3et der Abfassung bei Bericht« über die Berantwortlichkeit am ^.^urbruch war der deutsche« Biererkommisfio« nur bekannt, datz lSit ^ k bes bayerischen Lrgationsrate« v. Schoen vom 18. Juli Iha k . Damals vorliegenden Faflung mehrere Irrtümer enthielt. !«na" "livischen von Schoen in derDeutschen Allgemeinen 3ei= Mr*6om 2. August im Be.blatt Mr Mor^ouanSgabe vcrSffentlichten li&s .^f geht hervor, datz die irrtümliche Darstellung der Be- fiiti, r' 18 Ersten 3etf«Rer nnrichtigerweis« der vom 4. Juli bis 26.

von Berlin abwesend« bayerische Gesandte Graf kym. ? bstzrichuet war, darauf zurückzufShre» ist, daß wesentliche ih.,.?, bes Berichts wtqgclaffen waren. Diese Stellen beweisen i^ Ä bai die Reich «leitim, den europäischen Krieg nicht gewollt ^»sh^^ben, sondern von Anfang «» auf bk Loralisieruliz de« litfi gische« Oesterreich und Serbien hingearbeitet Hirt und ernst, war, alle Anlässe zu einem europäischen Kriege auszu- Wiu ~" ^ur Begründung der außerorde-rUchen Berspätung dies«« licht Z""5 Schoen mit, datz bei Rachforieb-mg nach seinem Be- >»4 i°» bl das Konzept au« den Berliner dsesandtschaftsalten als iltui!,, Original an« dem Archiv de« Münchener Ministerium« de« jh«'^ verschwunden waren. Erst durch HauSntchung bei der Witwe ferr und dem früheren Selntür SiSncr«, Fechenbach, wurden sie »!,, iu Tage gefördert. Die Unterz«lchneten ersuchen die ReichS- Iltz^'bei Neuaukgabe deö Wechbuchos 1919 die vorstehende Er- «SbtHektt M tefie«.

Der englischeFriedensfuUer".

G§ns Durste llrtng des Herrn Michaelis.

WB. Berlin, 7. August.

Ueber den englischen Friedensfühler veröffenilicht die Vosfische Zeitung" eine ihr von dem früheren Reichskanzler Michaelis nach einer Besprechung mit Vertretern der früheren Obersten Heeresleitung und dem früheren Staatsminister Helfferich und in Gemeinschaft mit diesen gegebene Darstellung, die in ihrem sachlichen Teil folgendermaßen lautet: Am 5. September 1917 ging in Berlin ein Schreiben des aposto­lischen Nuntius in Miinchm an den Reichskanzler ein, das auf Grund einer in Abschrift beiliegenden Mitteilung der britischen Regierung an den btttischen Gesandten beim Vattkan der kaiserlichen Regierung eine Erklärung Über ihre Absichten bezüglich Belgiens nahelegte und dabei als Ueberzeugung des Kardinal-Staatssekretärs aussprach, daß durch eine befriedigende Erklärrmg ein bedeutender Stritt zu weiterer Entwicklung der Verhandlungen gemacht würde. Ich war mit dem damaligen Staatssekretär des Answättiarn von Kühlmann, mit dem ich alsbald das Schreiben des Nuntius eingehend besprach, der Meinung, daß angesichts der begleitenden Kommentare des Kardinal-Staatssekretärs, zwar die starke Möglichkett eines englischen ernsthaften Friedensfühlsrs vorliege, daß jedoch aus dem vom Nuntius ungeteilten Text der Mitteilung des F-oreian Office an den brittschen Gesandten beim Vattkan td) nicht mit der für die Abgabe der gewünschten Erklärung iber Belgien erforderlichen Sicherheit die Ernsthaftigkeit der englischen Bereitschaft ergebe, auf einer für Deutschland im übrigen annehmbaren Grundlage in Fttedensverhandlungen einzusteten. Deshalb vereinbarte ich mit Kühlmann, daß Snächst durch einen von Kühlmann vorgeschlagenen neutralen plomaten die englische Regierung auf ihre Bereitschaft sandtest werden sollte. Um der polittschen Leitung für diese Aktton die nöttge Bewegungsfteiheit zu sichern, erschien mit eine für alle Instanzen bindende Cnffchstdung des Kaisers erforderlich. Diese Entscheidung holte ich in dem am 11. Sep- tember 1917 im Schloß Bellevue zu Berlin stattgehabten

sichttgste, diskretste Behandlung erfordere. Es wurde deshalb sowohl den Ministern und Staatssekretären, wie auch den Herren von der Obersten Heeresleitung und der Mattne nur die Tatsache mitgeteilt, daß von neutraler Seite beim Reichs­kanzler ein Schsttt unternommen worden sei, der auf einen englischen FstedensMhler schließen lasse und daß die Wieder­herstellung der territorialen Integrität Belgiens als Voraus­setzung für das Betreten dieses Weges bezeichnet werde. Dagegen wurde weder im Kronrat noch in den vorher und nachher siattgehabten Vesprechunden eine Mitteilung über den Weg gemacht, auf dem die Angelegenheit an die politische Leitung gelangt war, noch über den Weg, auf dem die Angelegenheit weiter verfolgt werden sollte. 2m Kronrat vom 11. September beantragte ich mit Unterstützung des Staatssekretärs des Auswärtigen die kaiserliche Ermächttgung,

gegebenenfalls erklären zu Mederherstellung der territorialen

land zur iveränüät

Belgiens bereit sei. Nachdem derKaiser sie Vertreter der Armee und Marine aufgefordert hatte, ihre Ansichten über die für die Beurteilung der Frage in Bestacht kommenden militärischen und maritimen Gesichtspunkte vorzustagen, sprach sich der Chef des Admirafftabes dafür aus, daß sie flandrische Küste in deutscher Hand bleiben müsse. Die Vertreter der Obersten Heeresleitung legten die militärischen Gründe dar, die in Rücksicht auf die exponierte Lage des für die Kriegführung durch seine kriegswirtschaftlichen Erzeugnisse entbehrlichen rheinisch-westfälischen Industriegebietes und die spätere Ver- teidigungsmöglichkeit des Reiches die militärische Kontrolle über die Festung Lüttich und Umgebung erwünscht erscheinen liehen. Der Kaiser entschied im Sinne meines Antrages mit dem Vorbehalt einer erneuten Prüfung, falls der Verzicht

ünscht erscheinen es Antrages mit

auf Belgien nicht bis zum Jahresende den Fsteden sichern und so einen neuen Krisgswinter ersparen sollte. Auf dieser Grundlage beauftragte ich den Staatssekretär des Auswärtigen, seinen neutralen Vertrauensmann zu instruieren. Dem neu­tralen Vertrauensmann wurde in einem Austrsge »eiter eröffnet, unsererseits sei Voraussetzung für die Verhandlungen mit England: Erhaltung unseres Besitzstandes vor dem Kriege einschließlich der Kolonien, Verzicht auf Entschädigungen, Abstandnahme von einem Wirtschaftskriege nach dem Krieg. Der vom Reichsministerpräsidenten Bauer veröffentlichte Brief­wechsel zwischen mir und Hindenburg vom 12. und 15. Sep­tember 1917, der übrigens in der amtlichen Wiedergabe um die für das Verständnis nichtigen Schlußsätze meines Schreibens gekürzt ist, ändett an diesem Sachverhalt nichts. Es handelte sich bei den nnlitärischen Wünscheii ebenso wie bei den wirtschaftlichen Wünschen hinsichtlich Belgiens nicht um Vorbehalte, die gegenüber England gemacht wurden, sondern um Ziele, die in den Verhandlungen mit Belgien selbst angestrebt werden sollte. Die dem Briefe des Feld­märschalls beigefügte Denkschnft Ludendorffs vom 14. Sep­tember 1917 hatte ohnedies nur den Zweck der schnftlichen Niederlegung seiner im Kronrat gemachten Ausführungen, wie das aud) aus ihren Eingangsworten deutlich hervorgeht. Die Aktion des neutralen Vertrauensmannes ist durch diese Dinge in keiner Weise eingeengt oder erschwett worden. Sie führte jedoch schließlich zu einem durchaus negativen Ergebnis: Stellte sich doch heraus, daß auf der von der deuffchen po­litischen Leitung umschriebenen Gnmdlnge, die durchaus der Reichstagsresolution vom 17. Juli 1917 entsprach, bei der i btttischen Regierung keinerlei Geneigthstt zu Friedensver-

Handlungen bestand. Daraus ergab sich, daß staaissekretär und der Apostolische Nuntius in Mitteilung des Foreign Office und des britisâ

der Kardinal. München der hen Gesandten

beim Vatikan eine dieser Mitteilung nicht zukommenoe Be­deutung beigelegt hatten.

Hieran schließt sich folgende Erklärung an: Die Unter- zeichneten bestätigen, daß die obige Darstellung, soweit sich die Dinge unter ihrer Mitwirkung und mit ihrer Kenntnis abspielten, in allen Punkten den tatsächlichen Vorgängen entspttcht. (gez.): o. Hindenburgs (gez.): Ludendorff; (gez->: Helfferich.

Die Sixtus-Misfisn.

WB. Berlin, 7. Straft.

In den .^cnnlmrger Nuchrichben" erörtert der ehemMgq bmttfche Botschafter in Wien, Graf Wiedel, dSe Fruge, ob «t« VsrständiMMgsfviÄde möglich war an Hcünd der Sixtus-Mssirx^ deren Verlauf er als eine feststehende Tatsache, an betten Be. stehen nicht zu kreiseln ist, bezeichnet. Er erklärt darüber: 3m Herbst 1917 strickte Kaffer Kark seâniem Schwager, dem PrinzsA Sixtus von Parma, den bekannten Brief, in dem er sich erbstetet, seinen ganzen persönlichen Einfluß für die Wtrettrng Elsaß. Lothringens einzusetze«, um zu eithtier VerstandigMg zu ge- langen. Printz Sixtus sandte das Anerbieten der französischen und der englischen Regierung zur Kenntnis. Lloyd empfahl dieses den Bundesgenossen Englands zur halte damit aber kein Glück. Frankreich wollte sich nicht Effaß-Lothrtuxen begnügen. Im Mat erschienen die Sixtus und Xaver von Parma in Wiâ Nur der Hof sche von ihrem Besuch vorher gcrvrcht zu haben. Auf die Frage Czernins, ob an einen allgemeinen Frieden gedacht werden .könne, in den Deutschland eiugeschlossen wurde, konnte Pniiq Sixtus zwar nicht mit einem Karen Ja antaorten, erklärte aber, er habe keinem Grund, die Frage zu verneinen. CzemriA! machte dem deutsch«n Reichslanzier sofort Mitteilung und Beth- ollw fam unverzüglich und zwar am 13. Mai nach

bracht statte, waren berve Staatsmänner der Meinung, datz man die Vedimtzungen besser nicht erwähne, sondern nur ant­worten solle, die Mittelmächte seien zu einer Besprechung jeder­zeit gern bereit. Die Entente möge einen Modus wählen, de* chr geeignet scheine, den von Prinz Sixtus amgeknüpften Faden fortzrchpimnâ. Die Entente spann den Faden aber nicht weiter. Es ist anzumehmen, daß nur ein Sonderfrieden mit Oesterreich, aber nicht an einen allgemeinen Frieden gedacht war. Dafür spricht, diaß Czernrn, der weitere Fühler ausstreckte, später die Mitteilung erhieü, nur zu ein sm Sonderfrieden mit Oester­reich sei die Entente bereit, wenn Oesterreich sich dem Londoner Wommen unterwerfen wolle. Das bedeutete nicht mehr und nicht weniger als Kapitulation. Prüft man Sixtus' Mission und ihre Bestamdlmng bei der Entente, so stellt sich heraus, daß Frankreich â Warans günstiges Angebot schielt, auf das es geradezu hätte springen müssen, wenn überhaupt die geringste Neigung zu einer VerstS-ndigung vorhanden gewesen wäre. Fvrnkreich aber lehnte das Angebot mit einer hochfahrende« Geste rundrvieg ab.

Das Recht, in Deutschlmrd zu beschlag, nahmen,

WB. Versailles, 8. August.

Der Minister Louchieur, der sich gestern in Lille aufhielt, erklärte vor der Handelskammer, die durch Wegnahme ge­schädigten Jndusttiellen könnten in deutschen Fabriken Ma­schinen bis zu 30 Prozent des Bestandes beschlagnahmen und die Fabrikanten hätten außerdem das Recht, neue Matenalien in Deutschland zu bestâ«, die mit einer Spezialmarke oer­

sehen würden.

DDP. Katiowitz, 8. Aug.

Auf Wunsch ta Ste.at»1omiWsftrr fand ebenso wie auf der Könias-Knlbe amh auf bet Deutschlimd-Ärube in Gchwimtochlowitz eine Serjammlung der Arbeiter- «ab N»«estellte»-A»Sschüfle statt, der auch der StaatÄvwmiffar beiwsimte. Während die Vertreter der Arbeiter unb Beamt»« der Königrzruh« erklärte», daß fk mit allen Mittel» im Sinne de« StaatSkvmmissarS wirken werden, wurde auf d«r Deutschland-Krube «ne Bcsolmwn au genommen, in der alle Be­teiligten sich verpstichte», die Arbeit sofort wieder cnrfzunchmen, da bw Streik gegen ftanbblo» ßeteorben sei. Die Vertreter der Direktion und AuffichtSbehörde erklärte« bat«, 1*6 sie in Zukunft alle Be­schwerde« auf da« genaueste prüfen und mo Verfehlung«» vorTwgen, mit aller Strenge Vorgehen werd««.

DDF. Hall«, 8. Aug.

Die Streitunlust m der Kaüindustri« bat nach neuesten Meldung«* erheblich zugenomuren. So lasen Zweidrittel der streikenden Beleg­schaften im Bezirk Nordha»se» heute bu Arbeit wieder ausgenommen. Fenier sind die Belegschaften der Eewerkschaften Braunschweig- Lüneburg-Jeberftedt, Neu-Sollstedt, SalMünde und der Adler- Aewerkichaft in ihrer Grsamthcii wieder augefahren. Immer benk lieber zeigt sich, daß die Arbeiterschaft in ihrer überwiegenden Mehr.' hëit es abiebat, sich für bk Politiken Ziele dsâ BczirkSarbeiterrats in Halle mißbrauch«« M li^jM. Es streck«« im ganze« noch ca. 5600 Bergieutr.