«die 8
Ans Hanan Stadt und Land.
Kana«, 29. Juli.
Vaterländischer Frarrenverein
für den Landkreis Hannu.
Die diesjährige Mitgliederversammlung des Vaterländischen Fraxenvereins für den Landkreis Hanau e. V. fand am Freitag den 25. Juli im Sitzungssaal des KreisbauseS statt: sie war iür Verhältnis zur Miigliederzabl leider schwach besucht, dennoch bot der Be- ratungSstoff, der mit der öffentlichen Einladung bekannt gegeben ivar, lebhafte» Interesse. Frau LLnorat Schmid wurde zur Vorsitzenden gewälüt, der Vorstand im Weiteren durch Wähl der Frau Dr. Drullmann in Dörnigheim, der Frau -Apotheker Hertwig in Langendiebach, Frau Lehrer Schmidt, geh. Zeh, in Kilianstätten und Frau Pfarrer Wagner in Bischofsheim, sowie d-S Herrn Landrats Schmid, ergänzt.
^Der Schriftführer, Herr Bürodirektor Rocke, erstattete den Geschäfts- und Kassenbericht, auS dem wir entnehmen, daß dem Verein 1598 .Mitglieder angehören und daß der Verein in das Vereins- regiffer eingetrage« worden isst Der Sänglingsfür'orge und Tuber- kulofenbekämpsung wurde größte Aufmerksamkeit gewidmet, in Bergen, Enkheim, Fechenheim, Großauheim und Langenselbold sind Muilcr- ntrd kâuglingsberatungsstelleu, unter Leitung der ortsansässigen Herren Aerzte, die sich in dankenswerter Weise freiwillig in den Dienst der Nächstenliebe gestellt haben, eingerichtet worden. Die Beratunos- stelltn wurden regelmäßig gut besucht, neben Feststellungen der Ge- wichtrveränderungcn der Säuglinge kommen dort Kinoernährmittel zm. Ausgabe. In Großauheim ist zum Segen der Säuglinge und Kleinkinder eine Milchküche eingerichtet worden, die von den dortigen Schwestern geleitet wird. Auch die im Landkrankenhau? eingerichtete, unter Leitung des Herrn SanitätSratS Dr. Zuschlag siebende Beratungsstelle für Lungenkranke, deren unentgeltliche Inanspruchnahme Jedermann überlasten bleibt, ist bisher stark besucht worden.
Die Kreisfürsorgerinnkn Schwester Käte Hoß und Schwester Dilla Götz, erstere seit 1. Mai 1918, letztere an Stelle der ersteren seit 15. April 1919 tätig, haben im abgelaufenen Vereinsjahr 3916 Ds'uche Tei Sür^liroen. Habtekindern, Kleinkindern, Lupaisrvcrnken, Krüppeln, EListzesschwacken, Lungentranreu und Schwano^^« «WHeführt und diesen mit Rot und Tat zur Serie gestunden; sie i^Irn outzerbem an allen rwrsrwiihnten Deraituntzsshunden «nterftirtzerd teA-genommen.
An Eammlurgen sind veranstaltet worden: für die Kvlv- nta-l-Kpiegerspenbe 8118.21 Mk., Mir Bk^nng des Fonds ^Kaiserinkonk" 3860.70 Mk., SauHnngsw äsche jeder Art im Gesamtgewicht von 3C0 Kg., für Larmrettk ranke Frikchooft, eingekochte Früchte und eine größere Quantität Mvnmâde.
In 2 Fällen großer Hilß-hrdürMgheit wurden 300 Mk. Bar- vntersLüßu'nW aus Vereiusmttieln bewilligt.
Der Abschluß der Jahresrechnung ergibt 23 965.54 Mk. Einnahme» 17 841.87 Mk. Ausgabe, "omit einen Beistand von 6 123.67 Mk. Das Vereknsvechmögen beträgt 16 923.67 Mk. gegen 10 073.43 Mk. im Vorjahr.
Dem geschäftsführenden Vorstand wurde für seine Tätigkeit im abgewogen en Jahr Entlastung erteilt.
Dem Ortausschutz für „Kriegsaefange-nen-Heimkebr" wurde eiste Beihilfe von 400 Mk. zur Verfügung überwiegen. Es wurde beschlossen, den Fonds „Kaiferindanl" dem Vereinsvermögen zuzuführen.
, Ueber den letzten Punkt der Tagesordnung: „Fmedensrätig- ‘ keit des Vereins in Verbindung mit dem Kreiswohlfahrtsamt" machte die Vorsitzende eingehende Ausführungen über die von ihr in Aussicht genommenen Ziele, insbesondere übet Werbetätigkeit, weitere Ausgestaltung der Mutter-, Säuglings- und Kleinkinderberatung, Uebernahme der Schulkhnderfürsorge, Zahnpflege, Einrichtung von Mütter- und Elternabende, Ab- Haltung von Lichtbilder- und anderer Dorjrögr, Kupjs für Mit- liöder und Helferin neu,...... ■ *
üchen Vortrag Wer die EinMchtMg, Zweck und Ziele des KreiswoWcthrtsamtes, to künftig mEt dem Vaterländifèn Fra-näverä Hand in Hand getzen werde, soweit das Tättg- bkitsgel-iet des Dereiris berührt würde.
* Maßnahmen gegen die Bnnknotensälschtttt4ctt. Die Regierung bat die Errichtung einer besonderen Abteilung für Falschgeld bei der Reichsbank in nächster Zeit in Aussicht genommen. Die Leitung dieser Abteilung soll der bisherige Dezernent für Fälschungen bei der Berliner Kriminalpolizei, Kriminalkommissar Liebermann von Sonnenberg übernehmen. Man will der über das ganze Reich verbreiteten Organisation von Banknotensälschern aufs nachdrücklichste tu Leibe gehen und erachtet auS diesem Grunde die Einrichtung eurer Zentralstelle für nötig.
* KrieaSgefangerre. ES ist zu erwarten, dass zahlreiche Per- svnen dm Wunsch haben werden, ihre aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrten Angehörigen in den Durchgangslagern su begrüßen. Durch diese Besuche würde jedoch das Entsassungsz-schäst verzögert und vor allem bie unbedingt erforderliche Absonderung der Heimge- kehrten zur Verhinderung der Einschleppung ansteckender Krankheiten unwirksam. Ferner dauert der Aufenthalt in den Durchgangslagern nur einige Tage, sodaß ein rechtzeitiges Eintreffen der Angehörigen kaum möglich sein wird, vielmehr wird der'ehemalige Kriegsgesaugcne in den meisten Fällen schon abgereist sein.
* Preuß. Klaffenlotkerie. Den Spielern zur Rachricht, daß Me Erneuerungsloie und Freilose 2. Klasse zur Abholung bereit siegen. Geschäftszeit von 9—12 und 1—4 Uhr. Fernsprecher 300.
BESS
Ausstellung Des Malers Ludwig Engler
bei Zippelms am Marktplatz.
(Vsn Wilhelm Siebe - Hanau.)
Wieder einmal zeigt der rührige Buch- und Kunsthändler ZippeliuS die beachtensiverten Leistungen eines jungen strebsamen Künstlers in seinem Kunst-Schaufenster.
Maler Engler ist geborener Hanauer. Er verzog vor Jahren mit seinem Eltern nach Straßburg i. E., betuchte dort die Kunstgewerbe- ichule unter Prafessor Anton Seder, war dann 31/« Jahre am Stadt- theater Straßburgs als Theatermaler tätig und wurde 1914 Soldat. Nach Kriegsende mußte Engler seine zweite Heimat zwar verlassen, lel gelang ihm aber einen großen Teil seiner künstlerischen Habe nach seiner Vaterstadt Hanau herüber zu retten. Daß (Engler schon jahrelang vor dem Krieg Mitglied des Elsässischen KunstvereinS war und verschiedentlich im „Elsässischen Kunsthaus" Proben seines Könnens mit klingendem Erfolg auäfteUtc, mag von vornherein festgestellt sein.. Auch seine graphischen Arbeiten brachten ihm schon vor dem Kriege manch schönen Erfolg; er war Mitarbeiter der Zeitschrift „Licht und Schatten", und hat als Mitglied des Vereins der Plakatfreiinde Manch gutes Blatt geliefert.
(Englers CatrviSIungsgantz, vom Kunstgewerbo sicher big dekorative Theatermârei zur hohen Kumst, ist durchaus folgerichtig und bei der malerischen Vegabiung des Künstlers begreiflich und zu betz-rüßen. Besonders wertvoll erscheint mit die Feststellung, daß der Künstler, neben seiner erfolgreichen Betätigung als Kunstmaler, mit ebenso großer Freudigkeit an die Erledigung von Aufträgen für Plakate, Reflameschildne- reieu, Buchschmuck und dergleichen herangeht.
Um die für etwa 14 Tage vorgesehene Ausstellung ab- »sechslungsreicher zu gestalten, wird das zur Verfügung stehende Schaufenster jeweilig nach einigen Tagen mit neuen Arbeiten Englers bestellt werden. Das Verzeichnis der insgesamt zur Ausstellung gelan>genden Arbeiten sei hierunter angeführt.
The a.ter de ko rattv n eu: Zauberwald, Zaubergarten und Klingsors Zauberschloß aus Parsival, erstes Bild aus Fliegende Holländer.
' Delgemälde: Vor dem Gewitter (Mainpartie), Eebirgs- L—^ KaMchajt aus dem Höllentat im EchwarKwaLd, Mter
W»«ââ
■ * Unsere Ulanen im Osten. Die zweite Freiwilligen-Esksdron des Thüringischen lllanen-Regiments Nr. 6 schreibt uns: Die beiden Frciwilligen-EsLadrons unseres alten Ulanen-Regiiuents befinden sich im Grenzschutz Ost. Ihre Aufgabe ist der Kampffront den Rucken gegen polnischen Aufruhr zu decken. Seit Monaten schon machte eine polnische Räuberbande von mehreren bimbert Mann unter ihren berüchtigten Führern Eraczinski und Spitza die Gegend südlich Czersk in Wsstpr. unsicher, ohne daß es den unzählige» Versuchen seitens des Grenzschutzes gelungen wäre, der Führer habhaft zu werden. Viele Bandenmitglicder waren bereits erschossen, bezw. verhaftet worden. Die Bande hatte zahlreiche Morde, u. a. an mehreren deutschen Förstern der llmgegcnd, ebenso viele schwere Einbrüche nnd ItebcrfäKc auf dem Gewissen. Ihre letzte Tat war ein Ueberkall, wobei es ihnen gelang, 65 000 Mk. Staatsgelder zu erbeuten. Unermüdlich arbeitete die 2. Freiwilligen - Eskadron des Rittmeisters Volk gegen diese Räuber. Schließlich wurde der Lire-Wachtmeister Spiegel mit den Gefr. Richter, Renken beiger und Tröster von der Eskadron entsandt, nm in Zivil verkleidet die Banditen endlich abzufangen. , List und Schneid führte am 19. Juli abends zum Erfolg. Gracziuski und Spitza wurden im Walde gestellt; der bis zu ben, Zähnen bewaffnete Spitza ergab sich sofort, während GraczinSki bei^ einem Fluchtversuch angeichosscn wurde. Beide Räuber könnten so endlich der Staatsanwaltschaft zur Aburteilung überliefert werden. Die Eskadron ist stolz darauf, in Spiegel und seinen Getreuen Leute zu den ihrigen zählen zu können, die durch entschlosienes Handeln die ganze Gegend von zwei Schwer-Verbrechern befreit haben.
* Eröffnung der Jagd auf Rebhühner. Der BezfrkSans- schuß für den Regierungsbezirk Cassel bat beschloßen, ^daß im Bereiche des Regierungsbezirks Cassel die Eröffnung der Jagd auf Rebhühner ans Donnerstag, 21. Anglist festgesetzt wird. ,
* Köfeverkauf. Wie uns das Lânsnnttelamt mitteM, kommt ach heute den 29. Iulä 1919 in allen Buttergeschäften Liptauer Käse zum Verkauf. Preis pro Pfd. 2.50 Mk. markenfrei.
* Urbertsjubiläum. Frau Anna Müller, Kirchfttaße 15 wohnhaft, kann morgen auf eine 25 jährige Tätigkeit als Ketten- macherin im Betriebe der Firma A. Grubener zurückblicken.
* Internationale D-Zug Diebe. Der Frankfurter Polizei ist es gelungen, zehn junge Polen aus Lodz und Warschau zu verhaften, die "eit Monaten in D-Zügen zwischen Frankfurt a. M., Hamburg, Berlin und Hannover und in- den Straßenbahnen dieser Städte großangelegte Bcranbuugen von Fahrgästen verübt _ haben. Gewöhnlich arbeiteten zwei bis drei Mitglieder dieser internationalen Bande gemeinsam in der Weise zusammen, daß sie künstlich ein Gedränge herbei führten und dabei ihren Opfern Brieftaschen. Geldbörsen, Uhren und Schmuckstücke raubten. Unter den bei den Dieben Vorgefundenen vielen Gegenständen befinden sich Schmuckstücke von außerordentlichem Wert, u. a. hat die Polizei auch ein Perlenhalsband von 15,000 Mark Wert in Gewahrsam, ferner Brillantringe, goldene Uhren, goldene Zigarrentaschen usw.
* Theater am Markt. „Um das große Erbe* ist ein Film überschrieben, der in einer fesselnden Bildfolge die Intriguen schildert, bie ein an die Annehmlichkeiten beS Lebens gewöhnter Bursche gegen den rechtmäßigen Erben eines Riesenvermögens unternimmt, um in ben Besitz desselben zu gelangen. Für den Humor sorgt der belustigende Film „Die Kochlöffelgräfin*.
* Stenographisches Bei dem am Sonntag den 27. dS. Mts. veranstalteten Bezirkswettschreiben Gobelsbcrgerschen Stenopraphen des Bezirkes Gießen erhielt Herr August Hirsch aus Hanau in der Abteilung 260 Silben und in Schön- und Nichtigschrcibcn je einen Ehrenpreis.
* Kriegsgefangenenpostverkehr mit Polen. Für die in polnischen Händen befindlichen deutschen Kriegs- und bürgerliche» Gefangenen sowie die in deutschen Händen befindlichen polnischen Gefangenen Wirch ein KriegSgefangenenvostverkehr unter den bekannten Bedingungen eingerichtet. Zugelaffen sind 1. offene gewöhnliche Briefe und Postkarten, 2. Wertbriefe bis 500 Mk. und 3. gewöhnliche Post- yalete bis 5 K ^Den Poüvcrkehr zwischen Deutschland und Polen
WWWWWWWWWWWWWW^WWM der Ueßergabe der Sendungen an diese AnStauschstcllc erlischt, bz. mit der Auflieferung der aus Polen kommenden Sendungen bei dem Postamt in Oels beginnt die Haftpflicht der Postverwaltung. Weitere Auskunft erteilen die Postanstalten.
* ^o pitalkirche. Morgen nachmittag 6 Uhr Bibelstunde, Pfr. Goebels.
* Das Schsoßgartenkonzert, das am Sonntag von der Stadtkavelle zum Besten unserer Kriegsgefangenen veranstaltet wurde, erbrachte eine Einnahme von 1003 Mk., gewiß ein schönes Zeichen her Opferfreubigleit unserer Einwohnerschaft.
* Von einem bedauerlichen Unfall ist'gestern der 16 Jahre alte Arbeiter Wilhelm Herzberger von hier betroffen worden. Während er die von einer Kreissäge auSqestoßenen Sägcspänc entfernen wollte, wurde er von der Säge ersaßt und ihm die rechte Hand über dem Gelenk glatt abgeschnitten.
* Gartenfest. Der II. Zug der ständigen Bürgerwehr hält am Sonntag den 3. August im „Kailerhof" ein Gartenfest ab, verbunden mit Tanz, Preiskegeln, Preisschießen, Preissiechen, Tombola, turnerischen Aufführnngen, Rodelbahn, Karussell usw. — Ein Kartcuvorverkanf findet täglich nachmittags von 1—9 Uhr int Rathaus Parterre links bis einschließlich Samstag statt. Preis der Karte 50 Pfg.
* KreiSkornstette In der Ausgabe vom letzten Samstag hieß eS in dem Artikel „Kreiskornstelle" in Folge c nes Drucksehlerr, daß die Getreideernte unseres Kreise» nicht ansrcicht, um den Brotbedarf des Landkreises zu decken. Wie sich aus dem Zusammenhang ergiebt, muß es natürlich heißen: „um den Brotbedarf des Land- und Stadt- kreift« zu decken".
Turm in Kesselstadt, Blick auf Schloß Philippsruhe und Taumbliite.
Temperabilder: Kor.rfeld bei Mangenburg i. d. Vogesen und Mkldlichtung i d. Vogesen.
Aquarelle: Frühling in Steinhelm und Alt-Hanau (Drohe Tech anet gaffe).
B l e i st i s t z e i d) n u n g: Häusergruppe in der Altstadt. Pinselzeichnungen: Pappeln und Blühende Kastanien.
Ein Teil der heute der Oeffentlichkeit gezeigten Arbeiten ist dem Gebiet der THeatermalerei entnommen, behandelt 'rein- nach ein Feld, welches in Hanau noch nicht in öffentlicher Ausstellung gezeigt wurde und deshalb erhöhte Aufmerksamkeit finden wird. Tie weiterhin ausgestellten Arbeiten sind vielversprechende Proben eines aufstrebenden Talentes, welches auf Derinnerlichuno eines durä aus eigenen Stils hin arbeitet. Die besondere Beacktung verdienen wohl die zeichnerischen und malemsicken Arbeiten aus Hanau und Umgebung, von denen der Künstler einige „von der Stafflet weg' verkauft hat.
Sowohl als Bildausschnitt, wie auch in Farbe und Stimmung vorzüglich, sind die Arbeiten des Künstlers allgemein verständlich und nur die Anhänger der „neuesten und nller- neuesten" Kunst werden bei Engler nicht auf ihre Kosten kommen.
Ein abschbiehendes Urteil über den ,.Maler" Engler ist nicht beabsichtigt und wäre mindestens verfrüht; bilde sich jeder Beschauer der Ausstellung sein Urteil nach Friedrich Nauman>,is treffkichen Morten: „Erst wenn man ein Bild genau angesehen hat, kann man anfangen, es in Gedanken mit anderen Bildern zu rergleichien- Aus diesom Vergleichen aber erst entsteht der Ansantz eines K uv stur teils. Nichts ist unfeiner als die Sâelligfeit, mit der viele Beschauer über die Arbeit und das Träunrn der Künstler herziehen, als würden sie selbst es in einer halben Stunde besser machen, — wenn sie nur eben gerade Dealer wären. Alles Anseben braucht Zeit, aber diese -Seit verlohnt sich, denn sie vergrößert die Welt, in bet wir leben."
Möge der Künstler auch in Hanau Anerkennung finden und ihm dadur-ch Ansporn Mr sein ferneres fortschreitendes und er- ifokgr eiche s Arbeiten gegeben sein.
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* G< »iibrniszahlUM Um eine Verzögerung oder Stockung in der ^ebührniszabluug zii verhindern, erscheint cs zweckmäßig, wenr bie EnipsäMer die Ucberweisung ihrer Gcbührnisse von einer Post anstatt zur anderen, anstatt bei ben PensionsregelungSbehörden, sofort bei der bisher zahlenden Voftanstalt beantragen.
b. WirrdcAen, 28. Juli. (O e f f c it 11 i <5 e Sitzung bet Stadtverordnetenversammlung-! Vor der öffentliche Sitzung fand eine Besprechuu i mit der Verwaltung des Hospitals gum i heiligen Geist Frankfurt a. M. statt, vertreten durch den Spitalver. Walter und zwei Frankfurter Stadtverordnete. Das Hospital tunt - heiligen (Seift hat in Windeckm größere Liegenschaften, das sogenannte ' Hofhaus und 360 Morgen Land. Vor Monaten tauchte das Gcrüchi auf, daß die Verwaltung beabsichtige, das gesamte Slnwesen zu ver< kaufen, es feien bereits 500 000 Mark geboten. Das Gerächt führt! hier znr'BeunrulDmg, weil die gesamten Stecker als Pachtland sich t in Händen der Kleinbauern befinden und diese bei einem Bcsitzwechstf i schwer geschädigt, eventuell die Foriführuug ihrer Betriebe in>Frag, gestellt 'würde. Die Stadt Windecken bot darauf 520 000 Mark in der Absicht, bei Erwerbung den ganzen Komplex zu parzellieren und an kleine Leute abziistoßeu. Noch ehe c8 aber zmcin-m Verkauf abschluß kam, trat hier ein Stimmungswechsel ein, der.Bauernverein beschloß in einer Sitzung, von einem Ankauf durch die'Stadüvbzw sehen. Bei den veränderten politischen Verhältnissen sei mit» stimmtheit zu rechnen, daß in absehbarer Zeit eine En twertun gi»e, Grund und Bodens erfolgen würde. Die Besprechungen ^führten zu keinem posfitiven Ergebnis. Eine Bürgerversammlung s«W' znl dci Frage endgültig Stellung nehmen. — Gegen das Gesuch des-kriegt beschädigten Glaiermcistcrs Rittweger wegen Erwerb eines städtisch« Bauplatzes „Hinter der H-Hle" traten in der Versammlung "Bedenken auf. Es soll ein anderer Bauplatz in Erwägung gezogen Werben.!— Gesuch des Maurermeisters E. Rciil, wegen Mangel an Baumaterial, insbesondere Backsteinen, die städtische Lehmgrube zur Herstellung boit Sehmftcinen ftccizugeben, wurde genehmigt. Damit wäre bei dem Uebel Wokmungsnot der Anfang zur Abhilfe gemacht. JmWiudeckni Börgerwald ist Hol,, man kann dann Holzhäuser mit Lehmsteinfach, tverk Herstellen, wie unsere alten ehrwürdigen Bauernhäuser, die Iah» Hunderte Wind und Wetter getrotzt haben, und warm und gesund w — Zum Prüfungsausschuß wurden gewählt die Herren Rèul, Graw Müller, Schmidt und Heinrich Bauscher. — Mit der Herstellung bei Schulrâume während der großen Ferien sollen bie in Frage kommenden Handwerksmeister beauftragt werden. — Die Beschaffung von Carbid für Leuchtzwecke für den kommenden Winter ist ein dringende, Bedürfnis. Ein Mitglied der BauernrateS. Kaufmann Stoll, wird mit der Hcrbeischaffuug beauftragt. — Um den Felddiebstählen wirksam entgegenzutreten, wurden 8 Windecker Herren zu Ehrenseldhütem ernannt. — Zum Schluß wurde noch bie Mitteilung einer Verfügung entgegmgenömmen, wonach bie Arbeiter- und Bauernräte abgelöst werden sollen. Es ist nicht zu v.erkenncn, daß sie sich große Verdrcnstk um die Allgemeinheit erworben und manchen Schieber iurd Schleichhändler unschädlich gemacht haben.
-r. Dörnigheim, 2S. Juli. (Ein guter Fang.) Gestern versuchte hier ein junger Bursche ein Fahrrad zu »ertujern. Noch ehe der Absatz des Stahlrosses gelang, wurde der «endanneriewacht- meister auf das beabsichtigt- Kaufgeschäft «nfmerksa« mrd befragte den Burschen nach der Herkunft des Rade». Dieser zeigte M« eine auf 120 Mk. lautende Quittung einer Darmstädter Fahrradhandlung. Die Legitimation genügte aber dem Beamten nicht und er nahm den Burschen «it zur Bürgermeisterei, w» er nach anfänglichem, Leugner gestand, bie Quittung selbst geschrieben nnd das Fahrrad im Host des Gaswerks in Hanau gestohlen zu haben. Noch während dn Beamte mit dem Fahrraddieb verhandelte, wurde ihm mitgeteilt, daß noch ein zweiter Bursche im Dorf versuchte, ein Rad an den Msn» zu bringen. Ehe er den Unbekannten fassen konnte, hatte sich dies« auf das Rad geschwungen, um sein Heil in der Flucht zu suche». Bald hatte ihn der Gendarm mit seinem Rabe «bei. : eingrholt und bei 'her vorgenosmenen Vernehmung er- ! gab sich, daß auch dieses Rad in Hau«« und zwar >' ans demselben Hofe gestohlen war. Bei der *-=®eynfi6ee|WeiKL6#< ’
s auch ein DamensadrraL'i» V Hanau gestohlen zu haben. Die Diebe stammen beide von Offenbach, M der eine ist der 24 Jahre alte Dreher Valentin G rä crn a n nI der « andere der 23jährige Zimmermann Konrad Bender. Es scheinen g zwei schwere Jungen zu fein, denen bei ihrer Einlieferung in das I Hanauer Polizeigefänenis eine geladene Pistole und eine in der Host I versteckt gehaltene Drahtzange abzenommen werden konnte.
Vereine, Versammlungen.
* GèsnnKverei» Fröhlichkeit. Heute abend keine Singstunde, dafür Zusanimenkunft bei Wilh. Seelig, Gârtnersti aße.
* WpziKlvemokratlsche Ittgendvereittistrng» Die Dien^ tagvorträge fallen am 29. Juli und 8. August auS. Sie werden wieder fortgesetzt am 12. August. Die Spiclabeude an den Donnerstage« werden wcitergeführt.
* Kath. Kanfm. Verein Hanan. Heute abend 8 Uhr Dis- kussioirs-Abeud im Vereinslokal.
* Vlar. Jnngfranen-Lkongregation. Die Reigenprobe findet nicht heute, sondern morgen abend 8 Uhr im Jugendheim statt
Sport-Machrichten.
Eisenbahn-Regt. 2 — Aufl.-K-mmnn^o Jnf.-Rrgt. 38.
Heute abend um 41/, Uhr treffen vorgenannte Militärmannschafte« auf dem Sportplätze an der Freigerichtstraße zu einem Wettspiel ,»' samen. Die Mannschaft der „88er" hat durch einige ehemalige Liga- spieler eine wesentliche Verstärkung erhalten, u. a. die Feldwebel Nungesser und Schwuchow. Aber auch die Eisenbahner haben durch ihr bisheriger Abschneiden in den Meisterschaftsspielen des 18. A.-Ä- ihre Stärke vollauf bewiesen. Ein spannender Kampf wird daher sicher zu erwarten sein. Anhängern des MüitärsportS ist ei« Besin» nur zu empfehlen.
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1 Hanauer FutzSaNklnb 1898 : Verein für Rasenfpiel«
Pforzheim.
Wie bereits mitgeteilt, findet am kommenden Samstag, abends 6 Uhr, auf dem Sportplatz an der „Schönen Aussicht" obenerwähntes Fußballwettspiel statt. 93 wird einige neue Kräfte ins Feld stehlen und damit dem Hanauer Sportpublikum ein besonderes Interesse vermitteln. Die Gäste haben eine äuserst flinke und in Ballbehandlung sichere Mannschaft, sodaß ein spannender Kampf zweier gleichwertiger Gegner bevorsteht. Es sei nochmals erwähnt, daß das Spiel nicht Sonntag, sondern Samstag abends 6 Uhr stattfiudet. Weiteres in einer der nächsten Nummern.
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KpielvercittichUirg Langenselbold 1.
Vereinigung 1910 Grotz-Auyeim I. 110
Spiclvereinigung schlägt den spielbekannten Auflässigen Verein Großauheim, der in kompletter Ausstellung antrat, im Retourspiel auf eigenem Platze mit 1 zu 0 Toren.
MMoneu Hehaev Kanäle
in unserer Haut sorgen für die Ausdunstung unseres Körvers- So wertvoll dies für unser Moblemvfinden auch ist. so unanse- nehm ist für uns das lästige übermüBtae Schwitzen unter oe> Achseln, an den Händen und Füßen. Um dieses zu vermeiden, nutze man täglich das neue flüssige Schweißmittel „Mauaipo-. Sie werden erstaunt iein, welche wohltuende Wirkung tiie oaouiw teriuüreii. ohne jede idiaaüdie Einwirkung auf dieGeiUndhett. 4» der natürliche schweiß dadurch nicht unterdrückt wird. nur Mc. 4.59 die Flasche, lange ausreichend. Zu baden
in Aprithtzken, Dragsvla» und Parfümexl^r.
Pharrualen E. m. b. H^ Brantsuvt aut Mata»