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Freitag den 25. Juli
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1919t
Erzbergers wichtige Aktenstücke
Die Ministerreden in Weimar
finden in der großen führenden Presse eingehende Würdigung. Die Beurteilung ist verschieden. Die nationalliSerale,,Köln. Ztg." meint: Die beiden Reden, die der Ministerpräsident Bauer und der Minister des Auswärtigen Müller vor der Kaüonalversammlung hielten, charakterisiert man wohl am besten, wenn man, von allen Einzelheiten absehend, von ihnen daß sie der Ausdruck eines ehrlichen politischen Strebens die Erklärung eines guten Willens sind. — Die „Kreuz- ng" äußert sich über das entwickelte Programm der „ Npolitik: Je demütiger wir auftreten, je verschwommener ëre Ziele find, desto mehr wird man uns an die Wand
Nur nationale Würde kann uns allmählich wieder emportragen, und die hat Herr Müller keineswegs gewährt. - In bei „Tâgl. Rundschau" ist zu lesen: Wenn der deutsche totster des Auswärtigen seine Unterwürfigkeit und die seiner Regierung gegenüber der hohen Entente bekundet, sollte er sich doch von übertriebenen Redensarten fern halten, nicht, veil er die Würde des Deutschen Reichs zu wahren hätte. - das können die Unterzeichner des Friedensvertrags nicht uchr —, sondern weil allzugroße Unterwürfigkeit nur neues Mißtrauen gegen Deutschland zu wecken geeignet ist. — Das ,Berl. TageLL" findet in Bauers Rede ein fest geschloffenes mb zu einem großen Teil für jeden wirklich nach gerechtem üusgleich strebenden Demokraten annehmbares Programm.
Neuer Arbeitsplan
e tu mal ilber die
DDP. Berlin, 25. Juli. (Telegramm.)'
Meute vvrmMag tritt baut „Voss. Ztg." der Aeltestenausschutz
DmtschlMÄ syK eme BiKim Zahlen.
Wie „Daily Mail" meldet, he-t die englische Kommifisn
100 Milliarden Mark geeinigt
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an-
fMstâtze zu Iwa
chen. DÄr Soziâemckrmben «erl-amä, daß bevor die in? treffet Steuern Senaten werden, die direkten beendet wsr- «n, etnsschlteschich der Reichsnotopfer und der Umsatzsteuer. Es nfchernt schwierig, ein LsschluMHiges Haus Msammenzuhaldem, md es wird davon gesprochen, Latz ist etwa 14 Tagen noch ein» jtnai eine länger« Pause gemacht und daun im letzten Drittel ^s Monats August Lie notwendigen Fragen noch in Weimar ibeendet werden, daß die Steiuerausschüffe eventuell in Berlin seitertagen und das Haus dann in Berlin die Arbeiten be- weit wird. Aber das sind alles vorläufig Mr Wünsche und Amegungeic. Ob es möglich rein wird, eriven endgM'igtz« Man MuMen, M auch noch tzvagWch. u -
Erzberger.
|h , > >_ — Berlin, 25. IM. (Telegrmwnv.)
We verschMdnen Blättern ans Weimar nvitgeteilt wird, beabsichtigt Reichsminister Erzberger in der heutigen Satzung der NMomalPsrsammlung rvichtigd ALtenstücke aus dem Som- M 1917 zu verlesen, aus denen hervorgehe, Latz ein en g - lisch es Friedens an g e bo t durch die damalige Regre- rung Michaelis falsch behändelt worden sei. Der östliche NumtiAs in München hatte sich in einem Schreiben n die Regierung gew andt, in roelchem er erklärte, die enMsche Gärung habe durch den englischen BotUMter am päpstlichen ^vU gebeten, in Deutschland vnzufraAn, wie dieses über die ^gische Frage denke, um vieKeNch auf diesem Wege M einem ^âigen Frieden M kommen. Dchäschland solle mittMen, ^lche CsttschädiMng es Belden MzubilliMN gewillt sei und
i"We Earantidri DerÄMand bvMprAchie.
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Die Erpressung der Berliner MMwn.
Wie die „Chicago Tribune" m,s Paris berichtet, wird Foch mit der Rücksendung der deutschen Kriegsgefangenen aufhören, wenn die Stadt Berlin nicht die für die Tötung des Sergeanten Manheim geforderte Buße von einer Million Franken zahlen will. In den letzten 24 Stunden find keine deutschen Kriegsgefangenen mehr freigelassen worden. Foch habe tatsächlich die Befugnis, solche Maßnahmen zu treffen, weil der Kriegszustand noch fortbauert, denn die Ratifikation des Vertrages durch die Miierten sei noch nicht erfolgt.
Von Regierungsseite wird allerdings mitgeteilt, daß von einer solchen Drohung Fochs nichts bekannt sei. Leider liegt sie aber ganz in der Linie des bisherigen Verhaltens der Entente in der Kriegsgefangensmrage. Trotz wiederholten Bittens und Drängens hat sie nicht einmal die Kommission ernannt, die mit der deutschen Flammen die Nückse«dung regeln sÄkte. Noch immer sind unsere Gefragenen zu Tauenden im zerstörten Gebiete den Nnbilden von Wind und Wetter bei härtester Zwangsarbeit ausgesetzt, sehnen sie sich in den englischen Gefangenenlagern, nachdem der Frieden ratifiziert ist, vergeblich nach der Hednat zurück, der sie unt- unter schon jahrelang ferngebtteben sind. Die Entente hat, als der Waffenstilfftand zustande kam, es für chre erste Pflicht gehalten, ungesäumt ihre Gefangenen zu befreien und mutete Deutschland die größten Opfer, zu, um binnen wenigen Woche« Hunderttausende von Kriegsgefangenen nach dem Westen zu transportieren. Wo es sist) aber um deutsche Landeskinder handelt, ist keine Spur dieses rein menschlichen Empfindens zu spüren.
geAndigten 200 Milliarden und den belgischen 55 Milliarden würde dies eine Schadenersatzpflicht Deutschlands in Höhe von 355 Milliarden Mark ergeben. Das wäre nach unserm heutigen Valutastande gerechnet ungefähr 1 Billion Mark.
Es chat keinen Zweck, dieser unsinnigen und unmöglichen Forderung auch nur ein einziges Wort der Kritik hinzuzufigen. Je mehr die Führer des Vielverbandes den Bogen ubsr- spannen, um so grausamer wird die Enttäuschnmg für die Völker, wenn ihnen erst die Wirklichkeit das Mögliche zeigt.
Die Wiederaufblwaröeiten.
DDP. Berlin, 25. Juli. (Telegramm.)
Wie mir schon berichteten, werden die technischen Arbeite« stir d«rWiederaufbau Nsrdfrankreichsvom Reichs- wirtsch aftsministe.rium geleitet werden. Ms uns von dort mitgeterkt wird, ist vorläufig mir vorgesehen, daß Ministerialdirektor Müller mtt der Führung beauftragst werde« wird. Im Übrigen stehen Einzelheiten noch m<^ fest. Soweit solche in der Presse erscheinen, dürfte es sich kedtgllch um Bsrmutimgen handeln.
SDP. ELM, 25. Juli. (Telegramm.)
Der SsziaWenMt des Sâre-DeMrtsMönts hat mit 5066 Stimmen bei 300 Stmiwenthaltunaen beschlossen, die drei sozi«- KfiMen Deputierten, die für die Militärkredite geftimmt haben, bck den nächstE Wahlerr nicht mehr «ufzMelle». Außerdem roitb ihr Ausschluß aus der Partei auf dem nächsten KvngPch^der Pärtei in Sto^bur^ veatttr^ge ni erden«
Marnrewerst Wrlhelmshafen. » «erlitt, 25. Juli. (Telegramm.)^
Wie dem „Berüner Lokalimzeiger^ aus Wilhelmshaft« gemâi wird, wird die Reichswerst Wllhelmshafts die alleinige Manuewerft Werdau - ; >
Verhinderler Gsneralcmsstcmd. t
Saut „Berliner Lskalanzfiger" ist der GeseralanZstand m d«L Groß^resdener MelaLmdustrie verkinbert worden. Die beiden Parx? feien haben sich bezüglich des MikbestimmnnMechte» geeinigt.
Der Streik der Bergleute von BvrkMre.
DDP. Berri«. 25. Jâ
Wie den itatten^iferr Mattern aus LâLom berichtet mitix, haben die Bergarbe-iter von Porksichse auf die Entsendung Matrosen, für die JntzetrieLhalluinH der Bergwerke damit cmt-wortet, daß sie auch noch die Maschinisten und seliger in d Streik ein beziehen. Anher der Lsdersschwenim die EMlostonsgefahr in den Kohlen gr'âen ernstlich erhöht. Dt« . Zahl der stveiteân KsGenarbe^tsr beträgt 3004MM) Mlâ/ Durch den KsLl^rmLNMl tverden außerdem Ende der Woch«( ^ ?M 000 Industriearbeiter srwdrbslos. Dis-Lage «ist sehr ernft^ ssdatz die Regierung der dortigen Provinz die sofsirtige schrimkung von Eas, Wasser und Stromabgabe mit bejr da zufirntmenh ängendM Diensten ap-gosrdnet hat udd im Land zur größten Sparsamkeit int Kohleverbrnuch ermahn-h Der LoUeumangel macht sich, wie der Korrespondent des „6s*, colo" meldet, durch eine allgemeine Teuerung der L-eÄsnshal-K tAing in Sude noland bemerkbar.
^Ä Rüchrichlsn.
Der Tabalsisuerausschutz der Nationalversanrnllung erle- die s Lesung. Angenommen 'wurde ein sozialde
er
ä Jahre durch die neue Tabaksteuer arbeitslos oder ge- .digt werden.
Das Gesetz fes die Zablung der Zölle in Gold wird-' am 1. August in Kraft treten. - / N-
Sie WrichsrezremmZ wird vorläufig in Weimar bleibens I Die aus der Tagesordn^Kg der Nationakversamvllung stehen* den Ste^ürfrage« werdesr in bi^er Woche noch beginnen.
Der Fast "Stabes. Die deutsche Regierung fit mit ders Moskauer Rsaier-mg in stmkenkel-M aphff<^ Verbindung ge« treten, um für den Fall, be« eine Freilassung Radeks be-- schloffen werden sâe, seine ArrsAeMung nach Rußland'in die Wege zu letten.
Zwischen den DefchernKwedi^sr Erzgruben undderckscheu Abnehmern ist nach längeren Berhandkungen ein neues Erz- kcherungsabkoMmen getroffen worden.
Die ZnWands^mrz ve«Ä-hsr KapÄaststen nach dem nord» Weswigschen AbtretMRSgebiet nimmt täglich zu. Wie „Poli- fiten“ mitteilt, haben sich in der letzten Zeit allein in Sonder-? bürg 32 Krregsm?llis«äre nicdergârZen.
Die RmsaWerLsr. Die^ Vorlage über die Erhebung bet rlmfichsteuer ist nunmchr w«n StaâausfchW fertiggestellt worden. EenersK soll sie 1 PxsTsnt betragen, für alle Haus-
10 Prozent betragen. Verschiedene Waren wie Feinkost, 8Mmen usw. ID Prozent beten Absatz vom Verkäufer. Zei- tungspapier, die lluterbringung von Personen in Gaschofen, die AufbeivahmnZ von Wertpapieren und Pe^su soll mit 10 Prozent belastet werde«. Mir die Aus- Md Enchchr ist eine gewiße Schaumig vorgestchen, besonders bei der Arrssuhr solle*
— Berti«, 25. Jâ (Teleg-raUMiJ
Me die .Deutsche ASgemein« ZvÄUR g" srstihâ, steht über viâesptschene dipr«m«Kfchs Programm «sch 'nichts fest. Ri in wenigen Wochen stilon zwischen dem Minister dds ^rß«n âd dMl EesanMMnett AerhandAnge« Wer die ^«wichtung der AuslMdsposten im W«Mlnen und über die ^ânvltesetzung stnttftnden.
Der HmL^e Protest.
— Berlin? 25. Juli.
. Die Blätter melden: GiÈch nach dem Erntressen bot pâi- Antwort aus den denchchen ProtH: gegen die GchGchung
^bâcn d-emkMM EusnOää gimg bei der LsuMchen Ahsse^^j^M blo4n liMion ein ^^^^Ää^^ Tl des Gerde-raks Du- ^ â, dsnrMsobge er keine Erklärung für die H«âSuu«s- ^^se der Pokea fvxde. Er e^tZan-dte sofort &iw OMzier $**, run dont dde Schr^Miâ und â Mâchw» M »= ^Sen, die eine Mhue dieser HèwrichtuWK bodtrrgeni. ®s â« ^uschâswert, wâu die deutsche RsgiovnnK, trotz ihvsr berech- “S^K LmpöWNg, rs«« 3iM»rWK«m «adrohe, ffi«#«® E)t ”Or ke Nüâhr dssPss OMivrs. Im ub«se« «r-ch-e er, da« 7® Psyche RegiEnS im weitesten Matze mW der Fâilaschrrg
VE Kostet, 28. Juli. (Tskegranwl.)
JnfolseäerbèvorstchektètS« BsMobstimmmrs nirb bisGM»iso»Ms«e«- tetog oMrlöst. Bis itöf 250 StetriH fhw di« Trichpeir berâ nach ost- preiHstchenSrâÄst«bsM-Lertworde«. Ner Dauzcher Hastn wst- vvn de« Kstsz-Ssch^f«« MiimnL Der geo^e Meuter „M m Spee* ist nach Stef/^e kleines Stenger „Dauzig" mck „SkEn" nach PUksu zâcht worb«,. In der gängiger Mrrieâche Met6i die Moarz-wech^â Srkg3« flagge Wem ^euzer „DawßU" hängen. Ä»s K«iser-Mll>elm-I«ststut für Lmlchvwtschaft fb« «och eher preMche» Stobt »erlegt werde».
Mexiko. — AmerM.
BDP. RââE, 35. Ju«. (Telegramm.)
Aus Wachington wiâ i« „Times" gemeldet, daß der amerikanische Gesandte in Mexiko ewte Liste von 217 Amerikanern der Regierung Ear„u««s Mersandt hat, W in der letzten Zeit durch MexLmier «mordet werden. Nur «r eisew Falle wäre es vröglich p-wese«, Gem^gtuung zu srlengM.
Wsn «nseren KrisEsss-fanKenen. Die „Daily News" vom 22. Juli meldet, daß BörüvreitungeR getroffen worden skrd, um eilte grohe Anzahl deutscher Kriegsgefangener Es dam A8ege über Dover-RotterdE in die Heimat zurückzubesördem. Der' erste Tran Sport wurde am 21. Juli curf Sem Dampfer „6t, Devis" in Dover eingestbifft.
„Dââ Geiâs?rtrsg"d^ bevorftohsttSen Ernt-.?
Die F ett v e^ f^r>KU ng Dcu tHchrmuds wird- auch im nüchfäm Joh« «och u«§â-che«d sâ.
dscher mit einem siaâr Se^f an Zâch»
mittetu zu rechne«. D4e Dr die „, „. ,..,..„..^
dMWevLerioir Seyrte S-sxtMksds erforderliche Marmel -L«d« «mtz deshak» ^««c^f «Mita. .
Mm das M etreidjen, Hot M der Michssrnahvuossmmfftâ eEâße« **n, eta« Teil der ^et^ »lerntesu er? Wen, der der Marmelade mä-tz,-« zvMetzoir soll. Die Reichs, stelle Mr GemMe n»d OM wtefc W Set der €rMf»®8 der bet listigen OtzsiueeRM« 6k weitestes» Mrche dis MMvâng des DtwiMa sicher«. Sie ^witt&t «rch, Mn Msem«ne» Absatzbe- schkä«k<WKe.n *$b fonK^s« ZmoaHomBâ im großen und gant zerr AbftanL» »tar W körrrse«.
somit f« die HsebstotzPssmte eine Teilb ewirtlchasttmg .nueiW teMofleu, st steht chivPchtKich der H erb st ge m üse^ deho » d! i< n g die Sites d'eitssÄt bis j^t noch ans.
Dagegen hat die ReichSftâ Dr E«nDs »nd Obst des Ver» bot der Cerarèeituwg v o » Obst zu Ob stw-e i« von« 23. Mai 1918 «afzoho^n. Es wirb jedoch gleichzeitig mitg« teilt, daß der für die HerfleUmdg von Beerenavein schorderttchi Zucber aus iändisthse Erzeug« mg nur für den im sanitäre« Interesse Mke«tbeHrbichsn “ Hâslbeoowern in beschränktem Mosv zngetcilt werben ton«. Für die Kelterung anders Bseron, vo« Kirchen und SHâoaHer würde würde sich nur ich gälte bei Einiubr ausländiM-W Luchors esrve Aussicht eröH«s«(