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General-Anzeiger
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Dienstag den 22. Juli
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1919
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Die Not der Kopfarbeiter.
Durch die Preffe ging kürzlich die Nachricht, daß der Chirurg eines Hamburger Lazaretts für feine verantwortungsvolle und anstrengende Arbeit von täglich 5 Stunden am Operationstisch und länger mit 20 Mark für den Tag entlohnt wird. Dazu kommt noch seine häusliche Tätigkeit als Gutachter, die in dieser Tagesvergütung mit einbegriffen ist. Der ihm unterstellte Krankenwärter erhalt neben vorzüglicher freier Verpflegung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Dienst- lleidung und freier Wäsche ein Honorar von täglich 17.50 Mark. Ist er gar verheiratet, bekommt er für seine Frau täglich 2 Mark extra und für jedes Kind 1 Mark Zulage.
Dieses Zeichen der Zeit läßt sich durch ungezählte Beispiele vervollständigen oder gar übertrumpfe«. Der lange Krieg und die Revolution mit ihren Folgen haben die Beamten, Angestellten wirtschaftlich nahezu zugrunde gerichtet. Die fortwährenden Preissteigemngen erhöhten den Stundenvsrdienst des gelernten Industriearbeiters um etwa 200 v. H., also auf das Dreifache, den des mittleren Beamten um etwa 90 v. H., den des akademischen Beamten dagegen durchschnittlich nur um 40 v. H. Die Folgen davon traten bereits während der Sri eggtest in vielen Familien zutage: Aerzte konnten öfters feststellen, daß die Kinder in Beamtenfamilien weitaus schlechter ernährt waren als bei Schwerarbeitern. Der gesamte Beamtenstand ist heute mehr oder minder verschuldet.
Der Lübecker Philologenverern hat in einer Denkschrift interessante Zahlen über die Rotlage der höheren Beamten zusammengestellt: Der Industriearbeiter verdiene vom ersten Tage an. Rechnet man, daß ein Richter oder Oberlehrer mit 26 Jahren ins Amt sammt, so erhalten beide ihr erstes Gehalt zu einer Zeit, wo der Arbeiter bereits über 11 Jahre verdient hat. Dabei cuuß man bedenken, daß nach de« neuesten Berechnungen beispielsweise Altphilologen bei der heutigen Ueberfiillung künftig bis zum 40. Jahre auf Anstellung warten müssen. Das Jahreseinkommen eines Lehrers erreicht das Einkommen eines nach dem Lohntarif gezahlte« Industrie-
^n 27., den Verdienst eines Dürchschnittsarbeiters «,* m V2. Jahre, ben Verdienst des hochgelohnten Arbeiters aber niemals.
Das Gehalt des Oberlehrers übersteigt den des Lohn- iarffarbeiters im 29. Jahrs, den des Dürchschnittsarbeiters im 30. Jahre, den bes hochgelohnten Arbeiters übertrifft er erst mit 47 Jahren; ähnlich verhält es sich beim Richter. Dieser scheinbar noch günstige Znstand für die Beamten ändert sich aber sofort, wenn die Einkomnren der verschiedenen Jahre zusammengerechnet werben: infolge des früheren Verdienstes der Arbeiter erreicht der Lchrer den Lohntarifarbeiter erst mit 39 Jahre«, die anderen überhaupt nicht, der Oberlehrer den Lohntarffarbeiter mit 40 Jahren, den Dnrchschnitts- arbeiter mit 45, den hochbezahlten überhaupt nicht; ebenso etwa der Richter.
Bei diesen Berechnungen mâch man als. wesentlich noch tnbetracht ziehen, daß der Beamte und der akademisch vor- gebildete Beamte eine besonders in der Ausbildungszeit durch höhere SMlgelder, Kolleggelder und Fortbilbungsmittel und nach feiner Änstâng durch bessere KleidAng üm Amt usw. viel größere Ausgaben hat als der Weiter. Diese müssen natürlich für einen richtigen Vergleich von seinem Gehalt abgezogen werden. Dann ist das Ergebnis kaum mehr zu berechnen.
Unsere Crm^MgSWirtschlft.
WB. Berlr«, 21. Juli.
Ueber dtze voraussichtliche Wirkung der Aufhebung der Blockade wird von zuständiger Stelle vermutet, daß uns aus den neutralen und bisher feindlichen Ländern große Mengen Lebensmittel angeLaten werden, zunächst freilich noch zu hohen Preisen. Die bevorstehende Aufhebung der Divisenordnung wird den Handel erleichtern, aber nur teilweise, denn dem Bewältiget! Bedarf Deutschlands entsprechen die zur Verfügung stehenden ZahKmgsmrttel nicht. Nur langfristiger Kredit kann UW Zahlungsmittel für unsere dringendsten Bedürfnisse schaffen. Die Regiermrg St Äftâg bemüht, unfern Auslandskredit zu heben. Langfristige Kredite werden die Valuta steigern und eine Senkung der Preise herbeiführen. Die Kreditgeber werden aber nur Vertrauen zu uns gewinnen, we»n hier gearbeitet wird. Die Aufhebung der Blockade wird eine sofortige und entscheidende Umwälzung unserer Ernährungswirtsch aft nicht bringen können, doch wird mit einer fühlbare« Besserung zu rechnen sein. Ein großzügige Einfuhrkontrolle muß bestehen bleiben, bis ein Ausgleich z wische« Angebot und Nachfrage hergestellt ist. Bis dahin niutz sich der Handel Beschränkungen Eierlegen.
Die Kriegsmanrreflasge auf dem Schloß.
DDP. Berlin, 22. Soli (Telegramm.)
Bon d«r Reichsmarinstruppen ist auf dem Berliner Schloß Kriegsflcigge der Marine gehißt worben. Von den Verschiedenen Seiten ist das beanftsndet worden. Hierzu wird uns von zuständiger Seite mitgeteilt, daß den Truppen bei ^ hissen der Flagge jede Provokation ferngelegen hat. ^enn die Marineleute nach altem Seemannsbrauch bei dem Ziehen ihrer Quartiere ihre Flagge setzten, eine Flagge, ’e heute noch als rechtskräftig anzusehen ist, so hat dies mit Wüschen Gedanke« nichts zu tun.
Flucht Des Prmzen Max?
WB. Berlin, 22. Juli.
Der „Vofsischen Zeitung" wirb aus Karlsruhe gemeldet: Prinz Max von Baden, der sich zuletzt mit seiner Familie in Salem am Bodensee aufhielt, ist dieser Tage mit Familie in einem Motorboot nach der Schweiz geflüchtet und auf dem Schweizer Ufer in Bottinghofen gelandet. Zu bet plötzlichen Flucht des Prinzen nach der SchwÄz erfährt die „Konstanzer Zeitung" von zuständiger Seite: Der Vorsitzende des Arbeiterausschuffes in Ueberiingen berichtete dem Prinzen persönlich, daß Beobachtungen in den letzten Tagen erwiesen haben, die Kommunisten wollten einen Anschlag auf ihn ausführen. Wertsachen und Geld sind von der Familie nur zu persönlichem Bedarf mitgenommen worben. Die Ursache dafür, daß die Ausreise von einer Stelle am Bodensee aus geschah, die für den allgemeinen Verkehr gesperrt ist, dürfte in der Besorgnis, an den Passagierstellen belästigt zu werben, zu suchen sein. Die Frage, ob" ein staatliches Boot die Ueber- fahrt bewerkstelligte, wirb Gegenstand einer besonderen Untersuchung sein.
Zur Oberschlestschen Frage.
DDP. Berlin, 22. Juli. (Telegramm.)
Zur Oberschlesischen Frage erfährt die „Berl. Morgenp.,, von zuständiger Seite, die preußische Staatsregierung beabsichtige den preußischen Provinzen weitgehende Autonomie zu gewähren, und habe in diesem Sinne einen Gesetzentwurf ausgearbeitet. Falls Oberschlestey für Deutschland votieren sollte, so solle eine Provinz Oberschlesien errichtet werden. Damit wäre ben SelbstständigkeitsbeftKbungen weitestgehend entgegengefommen. Diese Taktik ist wohl anzuerkennsn und wird auch diejenigen, deren Bestrebungen dahingehen, in Oberschlesien einen selbständigen Staat zu machen, durch diese Lösung der Frage befriedigen.
Berlin, 22. Juli. (Telegramm.)
Zu dem gestrigen Streiktag schreibt die „Rassische Zeitung": Der gestrige Streikrag ist in Berlin ohne ernste Zwischenfälle verlaufen. Am Nachmittag gegen *A 2 Uhr stieß ein Zug »an mehreren Tausend Demonstranten am Schloßplatz auf R«Kiern»gsiruppen. Als bie Menge sich auf die wiederholten Linsfordernngen nicht zerstreute, die Drohungen halbwüchsiger Burschen aber isnner unverschämter wurden, gab die Wache eine blinde Salve ab. Zwei Personen sollen durch Schüsse verwundet worden sein. Unter den Linden an der Ecke der Wilhelmsstraße genügten ebenfalls einige Schüsse, um einen Zug, der nach der Reichskanzlei wollte, in die Nebenstraßen zu drängen und zu zerstören. Gegen abend nahmen die Ausschreitungen etwas ernstere Formen an. Zu 5 Uhr waren die VersourmlusKen der Mebrheits- fozialisten in verschiedenen Sälen ten Groß-Berlin ungesagt. Da den Unabhängigen und den Kommunisten ihre Versammlungen am Vormittag unter freiem Hinmrel. außer der im Treptower Park verboten worden waren, hatten sie die P«r»le ansgegeben, die Versammlungen der Mehrhcitsssziaiiftcn zu sprengen. Diese Parole wurde planmäßig durchgcführt und cs laut im Gewerkschastshaus zu einem ernsten Zu- sammenstoß, bei dem Tisch- uns Stuhlbeine, Bierkrüge und auch SchwtzwLffeu eine Rolle spielten,
Im Weiche.
Berlin, 22. Juli, (Telegramm.)
Aus aKen Teilen beS Reiches, so meldet das „Berl. Tzbb" sind uns Nachrichten zugegangen, daß cs nirgends zu einer vollen Einstellung der Arbeit gekommen ist. Auch ans den Gegenden, in denen die Radikalen das Ueberzewicht haben, werden uns nur Teilstreiks berichtet. In Bremen wurde zwar der Streik Heschloffen, aber es streikten im ganzen nur etwa 10 bis 12009 Mann. Auch im Freistaat Sachsen ist der Generalstreik nicht zur Durchführung getonnten, ebenso nicht in Schlesien und Braunschweig. Auch ans Hamburg, Hannover und den anderen Großstädten Norddeutschlsnss sind uns Berichte zugegaugen, daß dem Streikbeschluß nur begrenzt Folge geleistet wurde. In Kiel sind die Demonstrationen ohne ernste Zwischenfälle verlaufen.
Gesprengte Wn s««tzmlrmgert.
— V-erLiu, 32. Juli. (Telegramm.)
Die von der fozialldemokvati^chen Partei einLerufsnen D«- monftrationsverfammlu-ngen wurden nach einem, wie die Mehrzahl der Blätter sagt, einheitlich-en Plan und dem, wie der „Vorwärts" sagt mit den UnaLlstin-gigen chmpathisierenden Janhagel ohne"Ausnechme gesprengt. Zu einem Mutigen Zwfkmmenstofi kam es im Eâerffcha stshawse, in welchem der Redakteur des „Vorwärts", Kuttner, das Referat hatte. Seine Worte gingen in dem Tumult unter. Als die Verfammlüngs- leitwwg für die Vertagung der Verhandlungen eintrat, bis die Ruhe wiederhergestellt ei, begrünen die llitabhängigen und die Kommunisten eine atl^mabne Schlägerei. Zahl« reiche Perfoi-en rvnrdeu twchr oder minder schwer verletzt, darunter auch der Referent. PLötztick) ertönten fünf oder sechs Nevolverschüsse, worauf sich der Saal schnell leerte. Zahlreiche Tische und Stühle tagen Zertrümmert umher. Die Verletzten Wurden nach dem nahegolegeroen Krankenhaus gebracht, lleber- all wütete ein wüster Kanipf. Auf dem Fußboden des Saales und den Trappen waren überall BÄtifpuren zu sehen.
Eil» Urteil der Presse.
— Berlin, 22. Juli. (Telegramm).
Zu dem Wcltprâtariâstreik schreibt die „Volkszeitung": So haben fkh die Drahtzieher den WeltproletanatSstreik ntat vorgestcSt. Die Engländer waren, abgesehen von wirtsckaftlichen Streikbewegungen, der Parole von Anfang an nicht gefolgt. Die Franzoien haben den Streik noch im letzten Auzenblick abgesagt. Dennoch mußte man in Deutschland den Streik habe«, so sinnlos er geworden war. Und wie er begannen, so sinnlos hat er geendet. Nicht als eine feierliche Aufwallung des MeuschenwUtenS, sondern in wüsten : iLedeu und Gejchcuvfe in dumpfen VeriammbmgSiälen, uni Prügeleien
mit Tisch- und Stuhlbeinen. Es war nicht ein Ta^ des Strem; des Weltproletariats, sondern Deutschland hat fast allein ben Tag gefeiert. Deutschlands politische Unreife hat sich abermals gezeigt.
Nettirales Urteil.
DP. Rotterdam, 22. Juli. (Telegramm.)
Der Nieuwe Rotterdam'«he Esurant sagt, daß der französische, italienische und englische Streik ein Fiasko gewesen sei. Daher müsse man den Berliner Sympathiâreik als lächerlich ansehen. Berlin streikte also ans Lpmpathce mit den Arbeitern der alliierten Länder, welche «icht streikten. DieLeicht würden die Berliner jetzt einsehen, daß sie mit ihrer internationalen Liebe allein stehen. Jedenfalls haben sie bei den Arbritem der Ententeländer keine (SegenlicV gefunden. Berlin selbst habe den Schaden.
* w
WB. Frankfurt a. V^ 21. Just.
In zwei starkbes«chten Versammlungen Ler Mehrheitssozialisten nnd der Unabhängigen wurde gegen die Weltreaktion und für die Wiedervereinigung des WeltprsletariateS protestiert. Me Versuch« der Unabhängigen die Mehrheitssozialisten in ihrer Versammlung z« stören, führten zu keinem Erfolge. Die Versaimnlungeu gipfelten in einer Entschließung, in der den arbeitenden Brüdern und Schwester« Europas Grüße übermittelt werden mit der Hoffnung, daß an, ©teile des Militarismus und Kapnalismus die sozialistische Gesellschaftsordnung errichtet werde. Mit dem Gesang der Marseillaise ging die Versammlung auseinander. Zu Rnheftörnngen kam es nirgends. Auch die Arbeit wurde in allen hiesigen Betrieben aufrechterhalten.
Die Schweiz.
> W. Zürich, 22. Juli.
Gottfried Kellers äußerte sich Bundespräsident Ador, daß big Behörden des Landes gesinnt wären, die berechtigten Forderungen der Arbeiterklasse zu verwirklichen, daß aber Ruhe und Ordnung erhalten werden müssen, um sozial Fortschritte herbeizuführen. Die Schweiz werde c'.n ganz freies Land bleiben, das mit allen anderen freundschaftliche Beziehungen unterhält. Wir sind aber fest entschlossen, bolschewistische und anarchistische Bewegungen nicht zu dulden. Ueber ben Völkerbund äußerte sich Ador: Der Völkerbund ist kein
>nord und ein Verkennen vollem Rechte im Völkev
Ein Fernbleiben davon wäre Selbste des Einflusses, den die Schweiz mit
bund auszuüben hoffe.
Wilson leicht erkrankt.
--- Reuyorl, 22. Juli.
Präsident Wilson ist leicht erkrankt.
der Deutsch-Demokratischen Partei.
? SH. Berlin, 20. Juli.
In der heutigen zweiten und letzten Hauptverfaiumlnng des DeutschLenrolratischen Parteitages, der wiederum Abg. Oberbürgermeister Koch (Castel) präsidierte, sprach an Stelle^des zunächst in Aussicht genommenen Führers der deutschen Frie- densdelcsation Grafen Bruckdorf f-Rantz au der frühere deutsche Botschafter in Washington und Konstantinopel, Gras Bernstorff über die auswärtige Politik. Graf Bernstorff bezeichnete eine Weltpolitik wie vor dem Kriege für Deutschland uns möMch. Der Friedensvertrag sei, nachdem er uFter-chrieben war, mit besten: Wißen und Gewissen zu erfüllen. Für die Zukunft sei die Vergangenheit nur von geschichtlichem Wert. Einen Rachekrivg wollen wir weder, noch können wir ihn fikh- ren. Aber auf die Revision des Friedens müßten wir mit allen politischen Stifteln dringen Dieser Weg fuhrt in den Völkerbund. Durch diesen könnten wir unsere verlorenen Brüder wiedcrgewin-nen, den Äuschlug Deutsch-Oesterreichs erreichen und die Verkürzung der Besetzung des linken Rheiwufers erzielen. (Starker Beifall.) Die nächste Aufgabe der äußeren Politik sei also der Dölls rbuwd. Wenn wir ihn cerbeifern wollen, mühten wir mit Amerika Hand in Hand gehen. Vor Hoffnungen auf einen Krieg zwischen Japan und Starerita ist zu warnen. Sie sind faksch. Mit ben neutralen Völkern mußten wir bald wieder in wirtschaftliche Beziehungen treten. Dre spontane telegraphische Begrüßung Argentiniens haben wir alle mit großer Freude wahrgenommen. Duck), mit unseren Nachbarn müßten wir Zusammenarbeiten, mit Litauen, Polen und der Tscheche-Slowakei, mit letzterer wegen unserer dewtlch- böhmischen Bruder. E-ne Einmischung in unsere inneren Verhältnisse. wie sie erst kürzlich wieder von Ungarn ver ucht worden sei, müssen wir uns verbitten, insbesondere mit ausländischen Geldern Wenn wir eine Politik des idealen Strebeas nach Gerechtigkeit. Festigkeit und Ehrlichkeit sührcn, wird neues Leben aus' Len Ruinen blühen. (Lcbh. Beifall.)
In der mehrstündigen Aussprache, zu der sich ca. 80 Redner gemeldet hatten und die sowohl die gestrigen Berichte der Abgeordneten Peteren und Ruschke wie die Rede Bernstorffs Tests legten, wandte sich zunächst Dr. Gerland (Jena) unter stu^ mrscheni Beifall gegen den Ilmfell anderer Parteien, die auch den: Friedensvertrag ihr Unannehmbar entgegengestellt hatten, betonte, daß wir den Krieg verloren durch die Politik der Au- deutsche n nach außen und der Machtjunker im Innern, wünschte,, unter Ablehnung einer Aus oleächspâik zwischen Sozvawemo- bratie und Zentrum, eine eigene Politik der Partei, L e den Gegner rechts zu suchen habe (Starke Zustimmung.), ^ 'M»-: nag demokratisch und sozial bis an die Grenzen der R möglich reit sein müsse. (Langanb. Beifall.) Redakteur Dr Cohnstabt von der .Frankfurter Zeitung" hob im Namen zcchlrercher West- und Süddeutscher hervor, daß das preußische Programm des Parteifreundes Dr. Preuß, das dis konstruktivsten Gedanken der Revolutionszeit enthielt, nicht genügend verstanden und unter«! stützt worden sei. und bezweifelt die Zweckmäßigkeit ter vielerörterten Rede Schiffers. - Bankdirektor Hfalmur Schacht beklagt u. a. die lluMichtbsrkeit der NationalverjamnilMq.