Hanauer K Anzeiger
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Nu 1 SO Fernsprechanschlüsie
M. LOi? Geschäftsstelle und Redakt
Nr. 1237 und 1238
edaktion: Hammerstraße Nr. 9
Mittwoch den 18. Juni
Fernsprechanschlüsie Nr. 1237 und 1238 Geschäftsstelle und Redaktion: Hammerstraße Nr. 9
Vor schweren Entschlüffen
urfeften zu Wmâ, da der Woitlovk des DerLrvsrs-nnL.sPÄe, lAbänderngen unbekannt sei. Soweit der verMvrrene Bstzlett Drief einen Rückschluß zulosse, könne man anMehmen, da
Die Ermordung des Rechtsftiedens.
Dem Grafen Rantzau sind in Versailles vier Dokumente ibergeben worden : eine Mantelnote, eine Denkschrift, ein Apofä über die Verwaltung der besetzten Gebiete und ein Exemplar des torrigterlen Friedensvertrages. Zur Erörterung steht in Deutschland zunächst infolge des Umfanges der Denkschrift und der. Schwierigkeiten der Uebermittlung an die Oeffentlichkeit nur die Mantelnote, und schon eine ganz oberflächliche Durchsicht beweist, daß die Herren Wilson und Aemeneean sich wie bisher so auch jetzt und in Zukunft nicht von Erwägungen der Vernunft und Einsicht, sondern allein von Empfindungen der Machlpolitik und Siegeslust leiten zu lassen gedenken. In gewisser Beziehung übertrumpft in diesem Sinne die vsrliegende Mantelnote selbst noch die FriedenSbedingungen vom 7. Mai. Für besonders verhängnisvoll muß man es betrachten, daß der Fünfmânnerrat in jwolfter Stunde noch einmal die Gelegenheit benutzt, M die Frage der Schuld am Kriege in geradezu haarsträubender Weise ganz einseitig zu Ungunsten Deutschlands zu entscheiden. Dieser Teil der Mantelnote und noch mehr üie Einzelausführungen darüber,' daß der von der Enkute formulierte Friede ein Friede bei höchsten Rechtes und der Gerechtigkeit sei, mitten an wie eine Verteidigungsrede Wilsons gegenüber dem vernichtenden Welturtril, daß er selber seine Sache verraten habe. Ganz wie beim Friedens- mstrument vom T. Mai müßte man auch diesmal wieder eigentlich jeden Satz einzeln »».nehmen, um die Kurzsichtigkeit unserer Gegner M kennzeichnen. Bewußte klare Lügen wo^
dort sofort ernennen zu lassen, daß alles bloß eitel Spiegel« sechterei ist. Ern« Unwahrheit ist eS, daß wir Oesterreich« Ungarn zu dem Ultimatum an Serbien ermutigt hätten, und eine Unwahrheit, daß wir zuerst giftige Gase angewandt hätten. Zn Oberschlefien wird eine Volksabstimmung zuzestanden, weil man gegenüber dem machtvoll zum Ausdruck gekommenen Willen des dortige« Deutschtum* wohl doch nicht dar Aeußersie gewagt hat, aber die „Zusage" wird dadurch wieder auf« gehoben, daß die Abstimmung erst in sechs Monaten er« folgen soll, und daß man bis dahin die nötige Beein» ff Übungsarbeit mit allen Mitteln zum Ziele zu führen hofft. Man beruft sich scheinheilig auf Wilson, reißt aber die urbeutf^e Stadt Danzig brutal vom Reiche ab und beharrt auf der völligen. Abschnürung Ostpreußens, indem man der Wahrheit zuwider behauptet, daß der ganze zur Ostsee führende Weg von polnischer Majorität bewohnt sei. Es soll ferner bei der Annektion des Saarbeckens bleiben, so wie sie am 7. Mai proklamiert wurde und man verkündet noch einmal den Raub der deutschen Kolonien. Da hiergegen der fünfte Punkt der Wilson* Programms eine gar zu eindeutige Sprache spricht, behauptet man im ungeheuerlichsten Widerspruch zu den Tatsachen, daß die Eingeborenen sich heftig dem Gedanken widersetzen, wieder unter deutsche Oberhoheit èurückzukommen. Dabei haben sich im Eogenteil in Wen Kolonien die schwarzen Beivohirer in oft geradezu rührender Werfe zu uns besannt! Das Tollste ist aber doch “ie Behauptung, daß wir die Kolonien als Hsndrlslä«dtr iur Basis für einen Ueberfall auf den Welthandel gemacht M>en! Als ob nicht gerade ^tglattb seine Kolonien dazu dkNlitzt hätte, ein WclthandelsManopol zu gründen! Soll man "och weiter in der Aufzählung fortfabren? Soll man noch gähnen, daß bie Frauen und Kinder mordende Blockade
Ausfluß höchster .Gerechtigkeit-hingestellt wird? ES mag "ur noch zum Schluß angeführt werden, daß man sich weigert, E"'r bestimmte Summe für beit von uns zu leistenden Scha> "uerratz festzustellen.
, Dit Antwort der Entente läuft baun darauf hinaus, daß, ®’\«iigetünbigt, der Eintritt in den Völkerbund uns erst ü^oährt werden soll, wenn wir Beweise für unser Wohlver- Palien gegeben hätten. Man versucht uni über die neuer« "be Ungeheuerlichkeit, bit diese Erwiderung baeftetH, dadurch pu'wczzuläufchen, daß man sagt, wir möchten nur erst artig ""verzeichnen, dann werde sich das Weitere schon finden, und es !"^be uns in Zukunft genau so gut gehen wie unseren bis» ’^en Gegnern. Die Nationalversammlung als das in )Eor Linie berufene Sprachorgan Deutschlands wird in den "Ochsten Tagen die hohe Ausgabe zu erfüllen haben, die pochsttn und schwerwiegendsten^ Entschlüsse über die Zu«
des Reiches zu fassen. Fünf Tage Frist nur sind uns «“^stauben worden, unb davon ist fast schon die Hâ^te ofln! W,x stehen vor schweren Entschlüssel! und müssen die ^foiKtiage klar ins Auge fassen, ohne Schönfärberei und ^pümisutus. B.
Die Denkschrift der EnlenLeanLwort.
DDP. Berlin, 18. Juni.
Wie die Germania meldet, ist die Denkschrift der Ententeantwort bisher noch nicht in den Besitz der Regierung gelangt. Sie wird erst frühestens morgen in Weimar eintreffen und durch einen Kurier überbracht werden. Sofort nach ihrem Eintreffen wird sie im Auszug veröffentlicht werden. Da Graf Brockdorff erst im Laufe der Nacht in Weimar eintrifft, so werden ein« gehende Beratungen auch erst Morgen stattfinden können. Vorher läßt sich natürlich auch nichts über die Stellung« nähme der Regierung, zur Antwortnote der Entente sagen.
Wie der „Vorwärts" schreibt.
WB. Berlin, 18. JwnL.
Der „Vorwärts" schreibt: Die Antwort der Entente wirkt wie eine neue Kriegserklärung. Das ganze Schriftstück atmet den Geist unversohnb'ichM Hasses und überhebendster Selbstgerecht !Z kett. Alles, was die Deutschen taten, wird als verbrecherisch hingestcllt, was auf der attbemt Seite geschah und noch geschieht, einschließlich der Hungerblockade, gilt als ein Akt -gerechter Abwehr. Kennzeichnend für den Geist bet Antwortnote ist die Ablehnung des deutschen Wunsches um sofortige Aufnahme in den Völkerbund. Zunächst ist nur eine Volksabstimmung in L-Lerschlesien tzugestanden worden. Was sonst in Aenderungen vorgeschlagen wurde, ist als Zugeständnis in keiner Weise anzusprecheu. Wohl Mm ersten Mal« in der Geschichte ergibt sich der Fall, daß man ein Volk, womit man angeblich Frieden schließen will, in der unerhörten Weise beleidigt und beschimpft. Die sozialdemokratisch« Fraktion wird morgen mentreten, die Nat ivnalverfaMmlung am
!Deut sch land durch die Zugeständnisse zufriedengestellt fein müsse fTie „Vic toi re" tät Scheidemann, den Frieden jetzt zu unten Zeichnen. Der Generalstreik in Frankreich, worauf die deutsch Slegteruna spekulierte, sei gescheitert. „Sertte" meint, Deutsch
stand tre
Wege finden, den gesamten Friebewsvvrtvag wieder in M stellen. Dies wolle nicht besagen, daß man Unrecht Deutschland die Zulassung zuzusagen, abet man habe begangen, bett Dsvtrwg M Stücken von Fetzen M n«chm Katte Utzrecht, ihn heute M verbessern, indem irnrtt w sprechende Element« darin aufnehm. Daraus werbe hei tzehen, daß der Vertrag wirkungslos werde. HebtPgetts las plle Av-twemdigen Präzisionen in Schtvebe. DoLsabMmmunge« leiten noch nicht vemvcht, die Kontrolle über die Militärkrâsttz Hiech nicht orxanisiert. Van alledem werde weniger als nicht« IbieiÈe rt. Hätte dagegen die Konferenz nur einige rechtlich rau * ‘ ‘ - "fÄe von Gerecht
(bestreitbare in ihren Folgen fruchtbare Grundsi
»titzkeit und menschlicher Brüderlichkeit aufgestellt, dann hättefl diese Grundsätze ganz allein Leben angenomm«« tzmd ihre A>uh gäbe in der Welt erfüllt. Döan solle sich beeilen, dieses Stückwerk Ku annulieren, denn die Zukunft werde ko Maltet .sein, roW
Ungarn. . ^'^MÄ
DDP. Bvdapest, 18; JmÜ. .
DckS Ungsrischr Torr.^Dur. meldet vom 17.: Auf Weisung btt Alliierten Haien wir die notwendige Verfügung getroffen," bk auf Einstevung btt Operationen hinzielt. Trotzde« find die Tschechen auf der ganzen Front mit, großen Kräfte« zum Angriff übergegangen. Unter solchen Umstündm mußten unsere Truppen notgedrungen energische Derteidigimgsmatz«. regeln treffen. Westlich von Eperfes, im Sajo • Tal, tut Roma-Tal und in^der Gegend von Lewa-sind heftiMKLW^ im Gange. ...... :
kann den Kampf um Recht und Leben nicht aufgeben. Möge " " jetzt schon kraftvoll weiterzu-
, unannehmbaren und eni- cpitalismus ein festes Nein
es sich stark genüg erweisen führen, indem es den um ehrenden Forderungen des entgegensetzt.
Die deutsche Friedensdelegation.
DDP. Berli«, 18. IM.
Der Sonderzug der deutschen FriedenSdelegation, der am Dienstag um Mitternacht in Weimar eintreffen-sollte, wird, wie EisenbahnnMister Oeser der ReichSregierung miiteiftr, Henie erst um 3 Uhr morgen« in Weimar einlaufen.
In den Kreisen der Reichsregierung gibt man sich, wie die „Bosstsche Zeitung" hört, der sicheren Hoffnung hin, daß e5 gelingen wird, falls die Notwendigkeit sich dafür ergeben sollte, die bis Montag 7 Uhr abends laufende Frist für -die Ueberreichung der deutschen Antwort noch zu v e r l â n g e rn.
DDP. Versailles, 18. Juni.
Bei der deutschen Delegation ist eine Note von Clemenceau eingetroffen, in der das Bedauern über die Pöbel« auSschreit un gen ausgesprochen wird, die sich bei der gestrigen Abreis« der deutschen Delegation ereigneten. Der'. Präfekt des Seine-DepartementS, Chaleil, ist beauftragt, eine mündliche Entschuldigung bei dem Gesandten Haniel vorzu- bringen. Der Präfekt des Seine«Departements und der Poltzeikommissar Oâille, der nicht genügende Vorkehrungen getroffen hat, sollen beide von ihre« Posten abberufen werde«.
Auslassungen der französischen Presse.
WB. Versailles, 17. Juni.
Das „Echo de Parts" findet das «igentliche Wesen des neuen Vertrages in den Abmachungen über die Zulassung Deutschlands MM Völkerbund. Ter Vertrag sei gäNzlich auf die Idee " " - " ir völligen Durchführung der Deutschland
dieses Land gezwungen sei, die rechtliche
auf&ebaut, daß bis zur auf«rlegten Klauseln di.,. ------- .
Unterlegenheit zu erleiden. Wenn man nunmehr sage, baß «Deutsch land in baldiger Zukwnft zum Völkerbund zuzelassen twârde, so bedeute dies, daß der Vertrag von Grund auf werbe /twittert werden müssen. So hehe man am Horizoitt die neue lFa.ssiu.ng des Vertrages bereits erfcheimsn. Einige Zeilen dieser fneuen Ftzssuba seien sogar heute schon yeWrioben. Die neue Hirozebur zur Festsetzung der Schuld Deutschlands und deren Zahlungsweife vermittels komrabiktorifcher Diskussion und Verständigung mit bet deutschen Regierung lasse das Anbrechcn kjenies Verständigungsfriedens, worauf gewisse Staatsmänner Ider Entente hinarbeiten, vorherrschen. Das Statt schreibt: Es äst unsere Pflicht, den Vertrag vom 7. Mai M verteidigen, der, es er bullstabengetreu durchtzesührt wird, uns zufrieden stellen
tu Unsere Besorgnisse rügten her von Mitteln einer Politik, die zur Durchführung des Vertrages zur Verfügung stehen. Der Vertrag, der in fid) selbst reche wenig stabil ist, da doch der IVölkerbund seinen Mittelpunkt bildet, gibt sich leicht M allen lEntsiellungen her. Wir müssen dem amerikanischen und dem tenglischen Volk leicht vost Augen führen, wie sehr unsere These dm Interesse Aller unb /ber Gerechtigkeit entspricht. Die „Aotton Francaisc" meint, man werde bedauern, daß man heute noch dem deutschen Wolke weitgehenden Kredit einräumt. Die links-
^ahlunasmeise vermittels ^«rstüvdigvsig mit der beut
fliehenden Lürgvrlichen Blätter äußern sich bisher ziernlich z^ «rüüholtend. Sozialistisch« Kommentare liegen noch nicht vor.
^Qeruwe" glaubt. über den wahren Wert des Vertrages nicht
DDP. Nruvfnkeilung Wer amrrikanifche« Flötke. Reime« mÄdet, daß das Marineamt die Teilung her Flotte der Verein igten Staaten in zwei gleich starke Flotten an geordnet hwt, van denen die eine die Bezeichnung atlantische, die andere d» Lezeichnung pazifische Flotte erhalte. .
DDP. Die Bewegung im Berlin,r Zelixupsgrwr-rbe. Di« Zeituntzen der Verlagsanstalten von Scherl, Mosse und Ullstein sind wieder erschienen. Auch die Kreuzzeitumg, Deutsche Tageszeitung und Tägliche RumschM liegen vor, wähnend frie übrigen Blätter mit erheblicher Verspätung erst fertiggestellt werden können.
WB. Die Dissrtenze» putschen den Organisântzn der Nmk- temAte« und den Leitungen der Großbanken werden, wie di« „Morgenpost" erfährt, am 24. Juni vor dem Schlich tuntzsaus- schuß erneut Mr Verhandlung kommen. Am Tatze vorher tritt der Dervandstag der Bankbeamten Mswmmen. In einer Der« sâmM'lUng des Allgemeinen Verbandes der deutschen Bankbeamten wurde Dienstag abend eine Entschließung angenommen^ in der sich die Verbandsmitglieder geschlossen Hintor ihre im Tarifporschlag aufaestellten Forderungen stellen. Sie sind gewillt, mit allen Kräften für diese Forderungen ein$utreten tob ihre Durchsetzung nötigenfalls mit allen- Mitteln M erzwingen. I DDP. Dir-vanschlag auf Radek. Die DoMche Zeitung bk. richtet über einen Mordanschlag auf Radek. Während dov gestrigen Verhandlungen im Ledebour-Progetz peilte her Verteidiger mit, daß auf den im Zellengefängnis untergebrachten Nadek ein Mordanschbag verübt worden sei. Radek befand^ftch am Freitag auf einem Spaziergang im Hofe des Gefängrissss, als aus dem Fenster der gegenüberliegenden Käserri« mehrere Schüsse auf ihn abgefeuert wurden. Radek blieb unverletzt. Die sofort von der Reichswehr-Brigade 29 oingeleitet« Untersuchung er-gab, daß tatsächlich von Diannschaften in der Kaserne einige Schüsse abgetzeben worden waren, doch konnten die Täter nicht ermittelt werden. Auf Grund dieses Vorfalles haben die Rechtsanwälte Dr. Rosenfeld und Dr. Weinberg den Antrag gestellt, Radek aus dem Zellengefängnis nach dem Untersuchungsgefängnis M überführen, da er an feinem jetzigen Aufenthaltsort seines Lebens nicht mehr sicher sei. & ,
Preußische Landesversammlung.
Sitzung vom 17. Juni 1919.
Am Mnnstertische Hänisch. — Vizepräsident Porsch eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 20 Minuten.
Das Haus erledigt zunächst Reine Anfragen. Auf eine formelle Anfrage der Unabhängigen, wann die nach dem alten Wahlrecht gewählten Provinziallandtage aufgelöst werden, geht die Auskunft dahin, dab dem Haus in den allernächsten Tagen eine entsprechende Vorlage zugehen werde. Er folgt eine Reihe von Anfragen über die Preise der Lebensmittel und anderer Bedarfsgegenstände, sowie über die Maßiiabmeu zur Wiedcrgestaitun, unserer Wirtschaft. Der Vorschlag des Präsidenten, wegen der Abwesenheit bei HandelsministerS diese'Anfragen abzusctzen, wird abgelehnt. — Abg. Dr. Leidig (D. Vp.): Wir brauchen Rohstoffe und Lebensmittel aur dem Nurlande. Da ist cs nicht angebracht, die Einfuhr durch umfangreiche bürokratische Ermittelungen zu erschweren. Wir müssen den soliden Freihandel wieder in seine Rechte einsetzen. — Abg. Altego er (Z.): In Dielen Gemeinden sind Bestrebungen im Gange, den ganzen Lebensmittelhandel dauernd in städtische Regie zu nehmen. Was will die Regierung tun, um nur vor solchen Experwienten zu bewahren. — Abg. Menzel lU.S.) tritt dafür ein, daß wegen, der Wucherpreise für Eier sofort die öffentliche Bewirtschaftung für diese wieder ein geführt werden muß. — Abg. Schrader (Soz.) wünscht Bcscittgung der Wucherpreise für Stärke und Läuserschweine. — ReichseruährungSminister Schmidt: Der LandeSbund Pat an mich das Ultimatum gerichtet, die Zwangswirtschaft • am 1. August aufzuheben, wwrigensalls die Lieserungen schon am 1. Juli aufhören werden. Ich habe herauf die erforder»,
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