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^ 136 «-I«OS«KLgjaNÄ SWstag den 14. Juni «gBSSâ'S^ 1919
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Neue Verzögerung der EuNnte-Antwort
Die Lage.
Während diese Zeilen bin aus gehen, bürgte die Entscheidung Wer unser Schicksal unmittelbar bevorstehen. Was unsere Feinde beschließei: werden, enthebt sich noch immer der Voraus- Krge. Offenbar ist jetzt ein für jeden Verständigen leicht durch- Miges kritisches Manöver im Gange. Man will bei Unseren Illiterb'änMeain den Glauben erwecken, als könnten sie durch Verzeichnung nachträgliche Zuge-ständniffe und Milderunge-a des Friodenkvertrages erreichen. In ähnlicher Weisse sind wir schm: einmal bei den Wnffenfiillsiairdsverhanbiungen getäuscht ' worden. Die berufenen Vertreter unseres Volkes werden nach Lorliegen der Antwort die Entsäieidung zu treffen haben, sodaß es gilt, in ruhiger, fester Geschlossenheit dem Gange der Dinge in die Augen zu blicken.
Es nnteâgt feinem Zweifel, daß sich auch die Entente in Amt ungemütlichen Lage befindet und deshalb feMücbiia den Hakigen Abschluß des _______ _________........
tischen Zustände einzelner Enten telauder sind nichts weniger als rosig. Beweis hierfür ist Las Strerkfreber in Fraulreich. Trotzdem wäre es durchaus verfehlt, hierauf unfererssits weitgehende Koffnungen, Lausn zu wollen. Wir stimmen im dieser Hinsicht durchaus mit dem Versailler Berichterstatter W. Sdi euer mann iberetin, dessen treffliche Kti-egssHildernngsn UM Stimmuugs- bilde-r aus dem Felde sicherlich noch weiten Kreisen Ler naiicnats gesinnten B«vSl!erun^ in angenehmster Erinnerung sind, wenn tr schreibt: ^Zwischen der mit so hachtönondsn Wor tau immer «MerholiNr Bersicherung des französischen Proletariats, es befinde sich auf Äem Wege 'der Revoluäivn, und %er Wirklich- M ist ein gewaltiger Unterschied. Unsere Revolutionäre und Misten vergestsn immer wieder, daß »er Frnmzose in erster vstiie eben Franzose ist, und dann erst Weltbürger. C Die Avltrevâbion W zurzeit eine Chim lühleit gleich einer Seifenblase zerplatzt.
age befindet unb deshalb 'sehnsüchtig den ; Frieds»s herbeiwünscht. Die innerpoli-
„... .......erst Weltbürger. So isst es. rzeit eine Chimäre, die an der Wirk-
R.
. Hävas meldet über die Liplomatisch-e Lags: Die vier Regierungsführer beschäftigten sich mit der Beendrgumg der Ant- Vort der Alliierten auf die deutschen Gegenvorschläge. Sie prüf- tM zuerst besonders das Kapitel bezüglich der Wiedergut- Allchungem und wiesen die deutschen Einwände zurück. Bezüglich der W-irtsHaftlichen Eiirwände wurde eine Revisionskommisflan wn vier Mânërn, ein Mitglied für jede Großmacht, für die Revision des Textes bestimmt. Tardieu wirb hier Frankreich vertreten. Der ziemlich lange Text, der ungefähr 50 Seiten tmfaßt, wird Samstag oder spätestens Montag der deutschen Delegaition über geben werden. Es ist möglich, 'daß er in extenso veröffentlicht werden wird. Es sind rJut noch eine kleine Anzahl von graben zu erledigen, namentlich die Frage der Frist, die den Deutschen gegeben werden soll für die Unterzeichnung des Vertrages. Der^Diererrat besschäst-igte sich am Donnerstag mit der Antwort «auf die Note Koltschaks. Es wurde Lesch losten, Koltschak und seinen Verbündeten die Hilfe ang-edeihen zu lassen, deren Bedingungen in der Note vom- *26. Mai umschrieben waren. Es handelt sich nicht ohne weiteres um die Anerkennung M offiziellen Sinne Les Wortes, da KolÜschak nur in Sibirien M Autorität ausübt, doch würde die Anerkennung Koltschaks Ntd) die Sinterten ihm unbestreitbar ein niLMilches Prestige verschaffen und ihm gleichzeitig materielle Hilfe bringen, deren Wört sich bald bemerkbar machen würde. Die fünf Wußenmi- Mer setzten die Prüfung der Grenzen Ungarns mit der W-echo-Slowakei und Rumänien fort. Aus der tsschocho-slo-wa- djchen Seite konnte UeLereinstiminung erzi-elt werben. BraLianu Erlangte eine Frist, um sich nach Bukarest zu begeben, und die ‘»Sterling über die vorgeschlagemen Grenzen zu fragen, die ihn n«^t zu befriedigen scheinen. ,
Sonntag oder Montag.
WB. Paris, 14. Juni.
Clemenceau, Wikson, Lloyd George und an Orlandos Stelle Cimino arbeiteten heute morgen und am Nachmittag die Ant- wori auf die deutschen Gegenvorschläge aus und überreichten kein Komitee für die Vevtragsrevision von 18 Berichten bereits Miln. Die Antwort der Entente wird voraussichtlich am Sann- N abend ob,er Montag früh überreicht werden. Die Deutschen ^halten »acht Tage Zeit Ar ihre Antwort.
Vor der Entscheidung.
DDP. Amsterdam, 14. Sunt (Privattelegramm.)
, »Nix-!p)eS van den Daq" schreibt: Wir glauben nicht, daß es zu «»m bewaffneten Vormarsch der Alliierten über den Rhein kommen denn wo sollten die Alliierten die Elemente für eine solche Hüter« ^munz finden. Die Völker sind kriegsmüde und für einen Vor- «ruh bis Berlin und Weimar brauchen die Alliierten ansehuliche Heere.
Was Wilson tun wird.
DDP Amsterdam, 14. Juni. (Privattelegramm.) elegraf" meldet ans Paris. Wilson werde auf jeden Fall nach ^"jaf ^£r an Deutschland gestellten Frist abreifen. Wenn du ~?«tfcfien nicht unterzeichnen sollten, so werde Wilson Lansing nut I u>er Vertretung betrauen.
Gegen den Gewaltfrieden.
DDP Amsterdam, 14. Juni. (Privattclegr.)
Vm kommenden Montag werden die sozialdemokratische Partei und
2 Gewerkschaften Amsterdams ein Prytefi-Meetuig gegen den Ge-
Der sozialdemokratWe Parteitag.
Ein Wer-rauensvotAm.
WB. Weimar, 13. Junt
Der Parteitag bet sozialL enrokr atischÄN Partei Deutschlands nahm heute ein Vertrauensvotum für den Parteirorstaud und für die sozial-demokratischen Mitglieder der Regierung an. Das Vertrauensvotum hat folgenden Wortlaut: Der Parteitag der ozialdewokrat-ifchen Partei Teutfchlan-ds stellt die unsrnge- fchränkte SelLständigkeit der Partei gegenüber der Regierung und der in ihr wirkenden Parteimitglieder fest. Der Parteitag verkennt nicht, daß unter der Regierung manches geschah, was berechtigten Unmut erregte und daß manches unterblieb, was ans-nfrihren brâigenb notwendig gewesen wäre. Aber diese FelMritte und lln-terlaffumgen sind nicht entsprungen aus Mangel an Einsicht, an Tatkraft oder gutem Willen, sondern rriaren die Folge sch-Wteriger Derhältnisie, die zu bezwingen bisher nicht gelang. Der Parteitag spricht deshalb trotz bet zu tadelnden Vorkommnisse seinen in der Regèsrun-g sitzenden Genoffen sein volles Vertrauen aus. Er erkennt das hohe Maß von CelMverlenAirun^ das sie bewiesen durch Uebernahme bar Re- Zier-lmg in der Zeit höchster Bedrängnis und lähmendster Zerrissenheit des Reiches nach innen und außen an. Ér dwirkt ihnen auch für die Hingabe, womit sie ansharrten, obwohl sie selbst durch den Erfolg ihrer Arbeit nicht LesrieLigt sein konnten. Der Parteitag sichert der Regierung kräftigste Unterstützung bei der Mrchführung aller M atznahmèn zu, die zur DerwirMchvag unserer Parteiziele und damit zum Wohle des gesamten Volkes ergriffen werden. Die gewaltige Mehrheit des deutschen Volkes wird hinter der Regierung stehen, wenn sie ohne Zaudern und Schwoâ die Verwaltung allezeit und allenthalben demokratisiert, das Verhältnis von Schule und Kirche zum Staate im Sinne unseres Programms ordnet, im Heerwesen die erforderlichen Reformen durchführt und im Wirtschaftsleben die grn-nL- legenden Aenderu-ngen trifft, die den Forderungen und Müg- lichkeiten der Zeit entsprsKsn. An die Parteigenèsien im Reiche
den Unwert von Kritiken zu erkennen, die von Verantwortungslosen nur zu dem Zweck geübt wedren, unsere Partei und ihre Vertreter in der Regierung in den Augen des Voltes als unwürdig des Vertrauens erscheinen zu lassen.
Fetner wurde gegen wenige Stimmen eine EntMietzung -angenommen, die bile Einigung der beiden sozialdemokratischen Parteien betrifft. DiesÄbe lautet wie,folgt: Der Parteitag teilt den in vielen Anträgen zum Ausdruck gesimmerten Wunsch nach einer Einheitsfront des klasienbewutzten Proletariats Deutschlands. Die Fortdauer der Parteispaltnng, die den kraft- vollen Vormarsch der Mbeiierklnsie aufzuhalien droht, erkennen wir als die größte Gefahr für die Lebenshaltung der Arbeiterklmsie wie für die Abwehr gegenrevolutionärer Machsn- f Aasten. Bei dien Versuchen, das Proletariat wieder zur Einheit ZUfammenzd'chwsitzen, wenden sich die Vertreter der A. S. P. wie der K. P. D. gegen die Grundsätze der Demokratie. Der Parteitag lehnt das Streben einer nur mit den Mitteln des Terrorismus — und auch da nur für kurze Zeit — aufrecht- z verhaltenden Diktatur einer Minderheit ab. Der Parteitag erklärt seine Bereitschaft in Verhandlungen zur Einigung mit der II. S. P. auf der Grundlage des Erfurter Programms zu treten, sobald die U. S. P. den Grundsatz der Demoltatie rück- Holtlos anerkennt und jede Gemeinschaft mit der mit den MMeln des Putschisnus um ter Verwerfung aller demokratischen Grundsätze wirkende K. P. D. aufgegèLe« haben wird. Die Verhandlungen über eine Einigung können nur zentral geführt werden. Ein Antrag auf Einsetzung einet -Kommission zur Führung der Verhandlungen wurde abgolehni. Die Einigwrgs- verhandlungen hat der Parteivorstand zU führen.
Kleine Nachrichten.
WB. Beisetzung der Frau Ros» Luxemburg. Berlin, 18. Juni. Die sterbliche Hülle der Frau Ross Luxemburg wurde heute vom Friedrichshain aus zu Erabe getragen. Auf der Spielwiese hatten sich gegen Mittag neben zahlreichen Neugierigen mehrere tausend Anhänger der Unabhängigen und Kommunisten versammelt. ®je waren mit Kränzen, roten Bannern und Tafeln, auf denen Sinnsprüche oder die Namen der teilnehmenden Fabriken verzeichnet standen, erschienen. Von einigen Tribünen hielten die Nartenührer leidenschaftliche Ansprachen, die in Anklagen gegen die jetzige Regierung und tu der Verherrlichung der Freiheitskämpferin Rosa Luxemburg gipfelte«. Händler verkauften rote Blumen, allerlei Erfrischungen und vor allem Zeitungen der radikalen Presse; aber auch ein Flugblatt, das die Verhandlungen der Unabhängigen mit den Führern der freiwilligen« Regimenter im Eden Hotel schildert, gelangte zur Verbreitung. Gegen "/.I Uhr setzte sich der Zug in Bewegung. Umfangreiche Kränze, zum Teil auf Holzzerüsten, wechselten mit Bannern und Schildern mit Inschriften ab. Eine Tafel zeigte das Bildnis der Führerin mit der Unterschrift: „Ich bin, ich war, ich werde fein". Arbeitslos mit Schilder«, die sie als solche bezeichneten, und Matrosen marschierten in besonderen Gruppen. Der Vorbeimarsch dauerte etwa eure halbe Stunde. Nach einer zweistündigen Wanderung langte der Zug auf dem Kirchhof Friedrichsfelde an, wo — nur die Kranzdepntatione» nnd die führenden Persönlichkeiten der Partei,erhielte» Zutritt — nach mehreren Aniprachen die Beisetzung erfolgte. ~ .
Eine Erklärn«« der 1L S. P. Berlin, 13. Ium. Die Abendblätter verbreiten eine Erklärung der Fraktion der U, S. P. des Vollzugsrates Groß-Berlin, saw'e des Vorstandes der U.S. P. der Fraktion der Arbeiteriâte der Groß-Berliner VoÜvcrsammlunge» über die Enthüllungen Noskes über die Verhandlungen der „Unabhängigen" mit den führenden Offizieren der FrciwiUgen-Trupp«». In der Erklärung hecht es u. et.: Wir stellen fest, daß die eben genannten Körperschaften mit diese« Verhandlungen nicht das Geringste zu tun haben. Wenn Emil Barth nick andere Genossen Unterhandlungen mit Offizieren hatten, so taten sie das ohne jeden Auftrag und müssen die Verantwortung für ihr Vorgehen allein tragen. Die Erklärung wendet sich im weiteren Verlauf gegen die Freiwillige»»
D., D
Truppen und ihre Führer und betont, daß ste jede Gemeinschaft mit dem deutschen Militarismus ablehne.
Tex allgemeine Verband der deutschen Bnrrkürrnnben war kn Berlin neuerdings wieder zu Beratungen zNsammeagetreten. I» einer Aussprache über die Tarifverhandlungen wurde erklärt, daß die Bankleitungen noch immer kein Entgeg^tkommen zei^ ten und daß di« Bankbeamten in diesem Fall es auf ehr Gewaltmittel ankommen lasten werden, um so mehr, als bereits van den Bankleitunoen in Elberfeld den Bankbeamten ein glönzea. der Tarif bewilligt worden sei. Danach bekomme dort ebn 52* jähriger Bankbeamter ein Iahresgehalt von 12 500 Mark. DA die Berliner Bankbeamten für einen 60jährigen Beamten 15 000 Mark verlangten, so würden die Berliner Baukleitungen nicht nacksiebeu dürfen. Die Süddeutschen äußerten sich, daß unter allen Umständen der Kampf in den materiellen Frage« Lis zum äußersten geführt werden mäste- Die Eiebenerkommission
digenden
werde alles tun. Um einen Streik zu vermeiden. Aber fie find sich mit ihren Kollegen im Rxich heute einig geworden, daß. wenn die Verhandlungen am 15. Juni nicht zu etaem befris- ‘ ‘ t Ergebnis führen, ein Ultimatum gestellt werde. Nach besten fruchtlosem Ablauf werde man zu den "schärfste» Schritten greifen.
Schamlsses Treiben von Kriegsgewinnlern. In NorLfchles.
wig tritt immer mehr die Erscheinung zutage, daß die deutsche« Kriegsgewinnler und andere wohlhabende Deutsche versuchen^ ihr Geld nach Dänemark zu bringen. Der Zuzug nach bett möglicherweise dänisch werdenden Gebieten ist so Motz, daß einzelne größere Städte die Auswanderer kaum mehr beherbergen können. Grundstücke, Häuser und andere Liegenschaften, ebenso wie Waren werden zu Phantasiepreisen aufgekauft. Zoll- und Steuerbehörden sind deshalb angewiesen worden, an diefenigen, durch deren Mithilfe dem Lande Kapital erhalten bleibt, Prämien von 10 Prozent solchen Kapitals zu zahlen. Kein Wort der deutschen Sprache ist scharf genug, um dieses vaterlandslose Treiben beim rechten Namen zu nennen.
AusHanau Stabt und Lund.
Hanau, 14. Sunt
. * Die Rânfzig:nar?-NoLe«. D»» bet RüHrianknebenstell«
zurückflikZen. Demnach scheint im Publikum die Mei«uxg verbreitet zu fein, daß bitte Noten zur Sisziehung sufgtrufex seien. Das ist nicht der Fall. Vielmehr gilt die Banknote vo» 20. Oktober 1918 zu Mark 50 (in schwarz-weiß-Dr«ck) «ach wie vor und maß von jedermann anstandrlos in Zahlung ,c«»m«en werde«.
* Ein «vfreulichee Fortschritt. Am borntfhigex Nachmittar bot die Fraxzöfische Allee »er dem 2. Volizei-Revier ein belebtes Straßenbild. Sämtliche öffentliche P f e r d « d r o s ch k e n der Stadt Hanan waren zu der üblichen polizeiliche» Muster«»- befielt. Wenn auch di« Kleid»», der skntscher mtb der Anstrich der Wage«, in einzelne« 58He« auch der Futterzusiand des Pferdes, »och nicht ben FrikdenSanfPrüchen geiütten, fs konnte man doch beutlidj das Bestreb«» erkennen, euch auf diesem Zweig des DerkehrSltbenS nach: dem Stillstand der vier Kriegrjahre wieder di« gewohnte Ordnung ci«zi«h«n z« lassen. Jeder Wagen trug deutlich an ben vorgeschricbc» neu Stellen die polizeiliche Rummer »nd in jede« Wagen befindet sich ein polizeilich ^gestempelter Tarif der die Fahrpreise genau festlegt. Ta» Hubiikn« wird er jedesfaLS mit Frente vegrâßen, wenn ihm witder wie in seligen Fried knszctten an den gewohnten Halteplätzen jederzeit Droschken zu einem angtKeffenen Preise zur Verfügung stehen.
* Kurhesfisches Zeitungswesen. Zur Uebernahme der Buchdruckerei Wilhelm Aldicz in Hünfeld mit dem Verlage be# „Hünfelder Lreisblattes" bat sich die G. m. b. H. „Gesellschaft für Druck und Verlag" in Hünfeld gebildet. Das Stammkapital beträgt 50 000 Mk. Geschäftsführer ist der Redakteur August Sherborf in Hünfeld.
* Die Erwerbslojenfürsorge geigte in dem Monat Mai eine sehr lebhafte Bewegung. Am 1. Ls. Mts. waren hier 697 Personen als kirbeitslcs gen. eibet unL zwar 320 männliche, 278 weibliche und 99 jugendliche. Durch mannigfache Entlassungen im verschsteLeneti miMtätifch^i Betrieben, sowie auch die durch die Kohkewnot beLingte Einschränkung vieler Privatbetrieb«, wuchs die Zahl Lex Erwerbslosen wiederhalt an, sodaß an ein- zehnen Tagen mehr als 900 Personen ohne Beschäftigung gezählt werden formten. Allein der Arbeitsmarkt geigte jedoch in unserer Stadt vielfach ebne erhöhte AuAahmeiähigjkeit. Von Alten des Arbeitsamtes konnten 596 Personen teils in dauernde teils in vsriiL er gehende SteUumgen gebracht werben. Fortgesetzt lebhaft war die Aufnahme in allen Zweigen der ELel- maLallMbustrie. Die Nachfrage nach Diamantschleifern und Reibern konnte nW befriedigt werden, zumal es sich hier laudj vielfach um Spezialvrbeitem handelte. Der Landwirtschaft wurden 32 Arbeitskräfte überwiesen. Die Metallverarbeitung stellte 63 Leute ein. Auch das Banhanbwerk benötigte 21 Arbekts- fräste. Groß war die Zahl der urige lernten Arbeiter, die buref Aas ArbeAsamt BefchäftigUiNg finden konnten. Am Schluß des Monats konnten 124 Personen hier als vermittelt gezahlt wev -den. Auch Las Bekleidungsgewerbe forderte Arbeitskräfte vo« nicht unbedeutender Zahl an, es wurden hier 53 Personen vev mittelt. Aus den Reihen der erwerbslosen Frauen wurden 38 für hauswirtschaftiliche Tätigkeit überwiesen, 14 konnten in hie- pgen MetallvervrbeituinysbeMeben Beschäftigung finden und 25 wurden als FabrMrbeiterdnnen ohne nähere Bezeichnung vermittelt. Der Schluß des Dtzonats geigte einen Bestand vor 641 Perssvnèn. Tie Notstands arbeiten wurden in dem ver- flcsiâen S enat weiter ausPeAhrt und zwar waren hier 412 Arbeiter belästigt. Die Gesamtausgabe im Monat Mai betrug 102 434.86 Sia®!. Der auf die Stladt entfallende Anteil beträgt Nnthin 17 072.48 Mark. Besondere Anfmerksamketz wurde sortgeset-t auf die Unterbringung von Kriegsbeschüdigtzerl verwendet. Bei dem Arbeitsamt sind gegenwärtig nur noch II Schwer- und Leillftbefächdigte als erwerbslos gemeldet. Auck Lie LehvIingsvermittzkllunA, auf die besonders Gewicht gelegt wurde, zeugt noch beachtenswerte Ziffern, es konnten wei-terhh noch 18 Personen in geordnete Lehren überwiesen werden^ ins Gesamt wurden von hier äus &U Lehrstellen seit DezenchM (1918 besetzt,