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General-Anzeiger
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Dienstag den 3. Juni
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1919
WM* in den Mei»!
Gegen die rheinische u. pfälzische Repub ik.
Abwehrmatznahmen.
^Wvhl in Mainz als auch in Wiesbaden ist am Montag der Nnehislreik gegen die Ausrufung einer rheinischen Republik in Kraft setneien, auch in der Pfalz ist es zu Kundgebungen ^LTiren. — Air lassen hier einige Nachrichten der „Franks. Äg." folgen, die allgemeines Interesse beanspruchen. Sie lauten:
1 Der Widerstand In Mainz.
Mainz, 2. Juni. Seit 8 Uhr vormittags fährt in Mainz keine Trambahn mehr. Zwischen 8 und 9 Uhr haben die Arbeiter ihre etilen, bte Angestellten ihre Geschäfte verlassen, und alles still. Nur eine Anzahl kleiner Läden war heute vormittag «ach geöffnet, doch werden auch diese voraussichtlich von Mittag an grschloffer bleiben. Auch die Angestellten der öffentlichen Betrieb« nehmen an oem Abwehrstreik gegen den Putschversuch teil; selbst die des Eleftrizitats- und Wasserwerkes. An den kiseilkahnwerlstätten wurde die Arbeit niedergelegt, die Züge «rkchren vorerst noch. Mo französische Poften waren, versuchten biete die Arbeiter mit Waffengewalt am Verlassen der Betriebe zu verhindern, aber sie konnten sie nicht zum Arbeiten «nd schließlich auch nicht zum Dableiben zwingen. Am Proviamt- oN beispielsweise warteten die Leute untätig, bis sie zur Mittagspause entlassen wurden. In den Hafenbetriebe-n konn- im sie sich schneller helfen, indem sie überall über die Mauern fintierten. Die Schulen haben den Unterricht und wie wir hören haben auch Lie Gerichte ihre Tätigkeit eingestellt. Die ganze Bevölkerung schien sich während der Vormittagsstunden durch die Straßen zu bewegen. Während die Menschen gestern das Lnichlagen bet landesverräterischen Aufrufe sehr apathisch auf« M^ff.en (vielfach hielt man die Sache für eiren Scherz oder ßi eine uUverbindlich« Ankündigung eines Programms), hmfchte heute eine Stimmung von unverkennbarer Erregung,
More keinem der Urheber des Putschversuches zu raten Wien, pch aus der Surage fr^en-^ ÄUerorngs Misten- ta paar Leute, die in Mainz hinter dieser Sache stehen, inso- em beruhigt sein, als sie der Bevölkerung so gut wie unbe- «t sind So'viel man bisher hört, stecken zwei klerikale Herren dahinter, ein Amtsgerichisrat Liebing und ein Dr. ftmgsnschmibt, die aber in der hiesigen Zentrumspartei bisher feilte große Rolle gespielt haben; wenn noch einige Schieber Mb ihre Helfershelfer hinzukommen, dürfte das alles sein, was nt Mainz für die hochverräterische Aktion verantwortlich gemacht werden kann. ^n der Stadt ist vielfach das Gerücht ver- neitrt, daß die französische Militärbehörde entschlossen sei, heute tob mit rücksichtslosen Maßregeln gegen die Streikenden vor. Nefeti. Aber man kann sich nicht recht vorstellen, wie das ge- sheheir sollte. Morgen vormittag wird ohnehin die Arbeit wie- ausgenommen werden, da es sich bei diesem Streik lediglich Mi eine Kundgebung des geschloffenen Willens der Bevölkerung «elt. Auf den Straßen, die sonst von französischem Militär ®w.eln, sieht man heute fast gar keine Soldaten. Sie stehen doh! alle in den Kasernen alarmbereit. — Heute vormittag Men die Franzosen einige. Verhaftungen vorgenommen. In Mr Linie wurde der sozialdemokratische Abgeordnete und Mainzer Beigeordnete Adelung, Präsident der Hessischen Kam- M ins Gefängnis gebracht. Des weiteren der Redakteur khildbach von der sozialdemokratischen. „Volkszeitung". Wie ik heißt, sollen auch einige Lehrer fest genommen sein, doch kvnn- Awir dafür keine Bestätigung erlangen. Die französische Mi- lMbchörde ließ heute nachmittag einen Anschlag in der^Stadt feigen, durch den die Bevölkerung gewarnt wrrd: man habe ikiahren, gegen die Urheber der Proklamation der Rheinischen Mblik seien feindselige Machenschaften im -Gange. Diese ^Mer siawden jedoch unter dem Schutze der Besatzungsbehör- Die französischen Offiziere machen nirgends ein Hehl da- daß sie den Putsch als ihr Werk ansehen.
»WB. Frankfurt a. Nk., 2. Anni. Ueber die Proklamation der -^mischen Republik in Wiesbaden und Mainz erfahren wir W Die Plakate, die die Ausrufung der Republik prokla- W»n, sind von der „Rheinischen Volkszeitung" in Wiesbaden worden. Sie waren von französischen Offizieren nachye- ^'Mermaßen angebracht, von der Bevölkerung aber bald wie- entfernt worden. Ein abermaliger Anschlag heute früh hatte gleiche Schicksal. Zahlreiche Personen, die an der Entfernung 'wenigs waren, wurden verhaftet. Ein nationaler Ausschuß, besten Spitze der Vorsitzende der deutsch-nationalen Volks, pti, Amtsgericktsrat v. Stein, steht, überreichte dem ftanzö- k: ^1 milftörischen Administrator Pineau einen Protest gegen ^Ausrufung der Republik. Stein wurde deswegen vor Pineau Moen und ihm mit der Abschiebung nach Deutschland gedroht. :âke des allgemeinen Generalstreiks, der heute vormittag
ein geseift hat, sirb sämtliche Läden und Schulen ge- P'rn»!n. Das Elektrizitätswerk arbeitet nicht; die Straßen- Mion steten still. Die Zeitungen haben ihr Erscheinen einge- pb- Die frar.zöfis6>e Militärverwaltung hat für den Fall des „."ftolstrriks die Aufhebung sämtlicher Paß- und Verkehrs- “‘cteifTUtr gen sowie die Absperrung der Lebensmittelzuruhr ^KÄrrht. Dr. Torten wrmde zum Staatspräsidenten ernannt; ?M mit seiner Tätigkeit heute vormittag begonnen. Pineau A ben Rexierungspräsidenien von Wiesbaden wissen lassen, ^ ei von nun an der neuen Regierung unterzieht und Dorten ff tetoni tn habe. RegierenAspräsident v. Meister hat darauf- ™ seinen Abschied genommen.
Eine ÄKetgetnne der hcffsischen Repnernnq.
i,^. Dorn Ladt, 2. Juni Die belische Regierung erläßt A^rl^ Krrtxebnrx: In Mainz wurde am 1. Juni morgens ^ öslentlicken anonymen Anschlag eine rbeinllcke Revublik '^icwrrrt. Die Plakate MDßten aus srarzosi^chcn Beiehl von ^deutscken Behörde ausgehängt und ihre Beschädigung unter S* 'MeTt werden. So tapfer sind die Kre"e, die hinter
Lür^ehe« stehen, daß sie es wicht einmal wagen» mit
iM ÖH Mi unb Wm.
ihrem Namen hervorzutreten. Dib französische Regierung stellt sie aber unter den Schutz der Bajonette ihrer Senegalneger. Leider kann die wahre Meinung der Bevölkerung im besetzten Erbiet nickt zum Ausdruck kommen, weil ihr jede Versamm« lungs- und Preffesreih»it genommen ist. Wo sie sich aber aus« sprechen konnte, wie in der hessischen Volkskammer, gab sie so unzweideutige Erklärungen ab, wie die am 23. Mai. Darin wird gesagt: „Die Bevölkerung des besetzten Gebietes aller Parteien und Berufe ist deutsch und bleibt deutsch und steht treu zum Reich. Wir protestieren gegen jeden Versuch, unser Volk vom Deutschen Reich loslösen zu wollen, insbefönbete dagegen, daß wir tritttef atlitfi und verwaltungstechnisch auch nur not« üb ergehend getrennt werden." Diesen ihren Willen hat die Bevölkerung Rheinheffens und besonders in Mainz auch gegenüber dem Putsch in einem trotz aller franzSsischer llnberdrückumgs- versrcke spontan aus gebrochen en Generalfireik mit erfreulicher Deutlichkeit bekräftigt. Unter schlimmster Verletzung des Völkerrechts haben die Franzole'r daraufhin mehrere politische Führer verhaftet, darunter den Präsidenten der hessischen Volkskammer, Beigeordneten Adelung-Mainz. Cefiützt auf die unzweideutigen Willenserklärunxen der rheinbessilcken Bevölkerung erhebt die feff-fäe Regierung vor aller Welt lauten Einspruch gegen die Verfucke der ftonzLstscken Militärbehörde, den wahren Willensausdruck bet Rheinheffen zu knebeln. Die Proklamation der „Rheinischen Republik" ist Hockverrat. Wenn das Deutsche Reich erholten bleiben soll, kann nur im Einvernehmen mit Reichs- regiening, Nationalversammlung, hessischer Landesregierung und Hessischer Volkskammer über die weitere Ausgeftaltuna bet Hessischen Republik entschieden werden. In den schweren Stunden, die Rheinbeffen jetzt durchzuleben hat. versichern wir unseren rheinhessischen Landsleuten, daß wir getreu zu ihnen stehen und ihre Interessen mit allem Nackdruck wahren werden. Das Verfahren der Franzosen in Mainz scklägt dem auch von den Alliierten feierlichst anerkannten Selbsibestimmungsvecht der Völker ins Gesicht. Die he-ffiscke Regierung wird keinerlei ALte als gelebm ästig anerkennen, di« auf Gründung dieser sore- . uamnten Republik" abzielen oder in ihrem Na- men geschehen.
In der Pfalz.
= Speyer, 1. Juni. Heute vormittag sollte in Speyer die neutrale Republik Pfalz endgültig gegründet werden. Zur Vorbereitung hatten die Franzosen schon gestern abend den Regierungspräsidenten v. Winterstein im Auto über den Rhein gebracht. Die Bürgermeister waren landauf, landab zu einer Besprechung nach der Hauptstadt Speyer eingeladen, d. h. eigentlich kommandiert worden, denn die Einladung wurde meist durch französische Offiziere überbracht und war vielfach von sehr energischen Einwirkungen dieser Herren begleitet. Die meisten Geladenen blieben jedoch der Tagung fern und die kleine Schar derer, die gekommen waren^ machte schließlich den Einberufern auch wenig Freude. Zur Füllung des Saales hatten die Landauer Verschwörer einige „freiwillige" Deputationen aus der umliegenden Landgemcinben herheigeb rächt. Die Zusammenkunft fand in der Wirtschaft „Zum Ganibrinus" statt, und der Wein, der von unbekannter Seite gefristet war, floß in Strömen. Als es aber schließlich juj Proklamation der neuen Republik kommen sollte, da erhob sich ein Riesenskandal, und vergebens suchte der selbsrerkorene neue'Präsident Dr. Haaß, bisher ein Alldeutscher und alter Korpsstudent, die Versammlung zu beruhigen. Am Lause des Vormittags versuchten dann die Landauer einen Zug zu formieren und sich mit diesem zum Re- gierungrgebäude zu begeben. Das gelang ihnen auch in gewissem Sinne, nur zeigte sich schnell, daß die Volksmenge, die hinter ihnen herlief, nicht aus Anhängern ihres Putsches, sondern aus gut deutschen Pfälzern bestand. Als das Gedränge und die Zurufe dem Dr. Haaß zu bedenklich wurden, zog er einen Revolver und bedrohte damit das Volk, das er'angeblich zur wahren Freiheit und Gelbst regietung hatte führen wollen. lÄ er auch gofchoffen hat, wie von mehreren Seiten behyuptet wird, war in dem Lärm nicht zu unterscheiden. Jedenfalls war die Folge feiner Drohung, daß die Landauer aufs Fürchterlichste verprügelt wurden. Französische Automobile mußten sie in Sicherheit bringen. Dr. Haaß liegt jetzt im Krankenhaus; feilte Spießgestllen ließen sich nach Hause fahren.
1AB. $ «muheim, 2. Auni. Die auf Sonntag angekündigte Ausrufung der selkstä.idigen Republik Pfalz ist in Speyer kläglich gescheitert. Die bekannten Landauer Autonomisten hatten sich nach Speyer begeben, um der pfälzischen Regierung zu erklären, deß tie Pfalz von nun an eine neutrale selbständige Republik sei. Bevor sie jedoch bas Regierungsgebäude betreten konnten, wurden sie von ber Volksmenge, die hauptsächlich aus Arbeitern bestaub, ergriffen und schwer mißhandelt. Vorh« hatte eine Abordnung her Arbeiter dem Vertreter des am Samstag abend abgefdcbenen Regierungspräsidenten v. Winterstein erklärt, die Pfalz sei deutsch und wolle deutsch bleiben. Die Saab euer unter Führung von Tr. Haaß gaben dem Regiern rg<Vertreter die Erklärung ab, saß auf Grund des Willens der Mehrheit der pfälzischen Bevölkerung nunmehr die pfälzische Republik ertid tef werde. Der Regierunge venreter erwiderte nach der „Renen Badischen Landeezeitung", daß er die Erklärung der Landauer nickt anerkennen könne weil sie nicht dem Steiften ter psölziscken Bevölkerung entspreche und daß er sie daher zurnc'weise. Als dir Landauer abziehen wollten, wurden sie red irals von der erbitterten Volksmenge mißhardelt, teilr eUe so sâr er, daß sie ron den französischen Behörden im Auto tr efte'd efft werden mußten. An Spever und der narren Pfalz herr'ckt prefe Begeisterung über den mißlungenen Putsch, wodurch her Betrete «brack t ist. deß nur ein ganz verschwindend Keiner Bru d teil der piä?$i'd er Bevölkerung mit den anten o« mifiiVen Plenen «innert anten ist
WB Berlin, 2 Juni. Die baveri^ck« Reg'ervng in Bamberg b-siäkigt tie Bedridt, hab der bonerrlcke Beate; angst -ärtbent der Sleinpfalz, v. Wtnlerstein, aus der Pfalz »*gr«^k* worden ist,
Verräterische Treibereien kn badischen Schienet Sauste
= Karlsruhe, 4. Zant.
Am Hanauer Land werden seit einigen Tagen nach dem traurigen Vorbild in der Pfalz und im Rheinland von charakt«- losen Elementen ebenfalls Versuche unternommen, tun einen wirtschaftlichen Zvlawme'zlchlvß des besetzten Gebiets und des Hanauer Landes herbeizuführen, damit man „aus dem Wirrwarr gänzlich einmal h«auskomme." Di« ganze Bevölkerung des befetten Kehler Gebietes wird mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln diesen Bestrebungen natetlanbslofer Elemente entgegentreten.
Unruhen in Emden.
DDP. Emden, 2. Juni.
Nach der gestern hier abgehaftenen kommunistischm Versammlung zogen Teilnehmer vor dar Rathaus, wo eS zu Ausschreitungen kam, sadaß die SicherheitSwache von der Waffe Gebrauch machen mußte. Einige Sckwerverwundete wurden in das Krankenhaus eingelielert. Die Zahl der Verwundeten steht noch nicht fest. Die Tumultuanten waren zumeist junae Burschen unb Mädchen. In den Nordsee» werken, dem eigentlicken Kommunistenherd, wurden Emrich« tungSyegenstände zerstört und die Angestellten mißhandelt. Ein Ingenieur der Werke war infolge der Mißhandlungen mehrere Stunden bewußtlos. Die Arbeiter traten in einem Proteststreik gegen diese trrroristi'chen Machenschaften ein. Zur Sirinde herrscht in der Stadt Ruhe. Alle Tanz- und andere Belustigungen sind untersagt worden.
Stellung der bayerischen Regierung zum Hause Wittelsbach.
DDP. München, 3. Juni.
Im Anschluß an die Erörterungen über daS VrrhiiltniS der Regierung zum Hause WittelSbach erklärte im bayerische» LauLtaae WptüllxWrâhM er habe bereits »or Wochen dem K-jnkge Mitteilen lassen. d-rß Hm um seiriem Hause in Bayern der Schutz der Regierung zuffehk.
Eine Mitteilung Lenins.
. DDP. Wien, 3. Juni.
In eines Botschaft an daS ungarische Proletariat teilt Lenin mit, daß Petersburg vollständig umzingelt sei, sodaß der Fall unvermeidlich wäre. Der Verlust von Petersburg könne aber die Sache des Proletariates in Rußland nicht br- eiuPuffen.
Die Polenbewegung.
DDP. Thorn, 3. Juni.
Nach bett neueren Berichten sind, laut „Soff. Ztg/, ht den letzten Tagen die polnischen Truppen in der Grenzgegend gegen T^estpreußei' erheblich verstärkt worden. In der Gegend von Woclavec sollen zwei Divisionen zusammengezogen worden sein. Davon gehört eine zur Armee Haller.
Kleine Nachrichten.
PcHmtalvieräubcrmigen. Di« dir „Germania" orffährt, ist Eeheinrat Brugger aus hem Kultusministerium zum. ReKie- runx^präsiLontru von Köln und Cberrtegieruaugsrat Fuchs zum Regürrungspräsibrnten in Trier ernannt worden. Beide sind Katholiken und Zentrumsmänn«. — Zur Zeit sind Erwä- Mingvn im Gange, den früheren Siaatssekratär Trimbora zum Llbcrprösidsnten der Rheinprovinz zu ernennen.
Di« preußische Regierung hat der Landesversammluns einen Gesetzentwurf unterbreitet, der den Gemeinden das Recht gibt, die Zuschläge der staatlichen Eintommenfivuer bei Einkommen unter 3000 Mk. Abfallen zu lassen und dèn dadurch entstehenden Ausfall durch höhere Zuschläge bei Einkommen von mehr als 5000 Mark wieder wettzumachen.
Die Anrechnung unverschuldeter Kriegsgrsaug-uschaft auf die gefeblid) aktive Dienstzeit ist allgemein genehmigt worden.
„L «nn die Arbeiterschaft zur Vernunft kommt . . .- An einer Betrachtung der Lage des Wohnungsbaues im „Kovre- spemLenzdlatt der E cneralkommifsroa der Gewerkschaften Deut ui) lainbs“ leißt es: „Alles in allem sieht es ... in nächster Zeit mit der BeftiedipuNg unserer Wohnbedurfniff« sehr trübe aus. R.an nrß dringend fordern, dwß die Regierung die BaustoU- hers«Urda mit ganzer Kraft fördert, indem sie besonders bée. Zieaeleion startet als bisher mit Kohle beliefern läßt urob daß Re alles aufbietet zur Behebung der Transportmittelnot. Möglich ist das freilich nur, treran endlich auch die Arbeiterschaft, in-be'cndere die Bergarbeiterfchast, zur Vernunft kommt und «insiekt daß sie nickt bürd' ihr Verhalten das ganze deutsche Volk ruinieren darf." Der Berfaffer des Artikels fordert baue nod1 einen Preisabbau, der allerdings aufs engste mit der Lohn, btn egurg zufan nenhängt. Mit steigenden Löhnen wird dies nickt möglich sein.
Die Leiche Sinja Luxemburgs? Aus Berlin werd gemerser: Am Gar stag ist fiten abwärts an der Stelle, wo Rosa Luxem- Mr ne Körper ins Laster geworfen wurde, ein weiblicher Le«h- nar fitbetren werden. Es bestes die Wahlschein lichkert, daß es sich um die Leiche bet Frau Dr. Luxemburg Handeft Da drin Betretet tet realen Gteilen erklären imoiy derzeit Mv- reten bet, «deren plcnn esigen Hetz« feit mit der Mbgluylert von Bu'läuten rcr dem Gdai baute zu teef-nen, woNn her Het» per cettcdt werden war, ve-rfügt« das Oberkommanoo du, Ueberki hrrno der Stick'« nach dem GarnffonlazareUr Zonen. A» '-eiterest R vfnrchmen und Anordnungen hat ber zuftanviK «^^, e eOLe® Setibru und Selbftämdiakeil yi treffe»,