Hanauer K Anzeiger
««rückttng-gebühvt
Jie Sgrshallen« Kolonelzeile oder deren Raum 30 Pf» im Reklametell die Zeile 1.— ML
Offertengebühr 25 Pfg. . ^ , ^
MlkionSbruS und Verlag: WaifeuhemSLSuchhruckerâ nnb -Buchhandlwig in Hanau.
Gencral-Anzeiger
AMsishts Grga« fit Ltsdt- M Mito Km».
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit Unterhaltungsbeilage.
BezugSpretS«
DiertehährNch 3.75 Mk^ monatlich 1LS M?„ für Poft bezug vierteljährlich 8.75 ML. monatlich 1.25 ML
Die einzelne Nummer kostet 10 Pfg.
Verantwortlich für die Redaktion: Gustav Schrecker für Anzeigen u. Reklamen: Aug. Stobt, beide m Hamm
ft 122 «ttBSSÄ^. Dienstag den 27. Mai w»"« 1919
y^M—— "'s*— ■■■■IM—f.l .. _____I. II■MII^.AL■HI■I■■^^ ........... ■ »
Die Frage der Verantwortlichkeit.
Eine Note des Grafen Brockdorff-Rantzau.
Ü WB. Versailles, 25. Mai.
Heute ist dem Präsidenten der alliierten Friedenskonferenz von der deutschen zriedensdelegation nachfolgende Note überreicht worden:
BersMr», 34. Mai 1919.
Herr Bräfident i
Der Inhalt des Schreibens Eurer Exzelle»» vom 20. d. M. über sie Frage der Verantwortlichkeit Deutschlands für die Men der Kriege» hat der deutsche« Frieden»deleg«tio» gereizt, daß in alliierten nnd assoziierte« Re»ieninze« den Sin» vollständig mist» »kküinden baden, in dem die deutsche Regierung und daS deutsche Seit sich mit der Note de» Staatssekretärs Lanstnq vom 5. November 1918 stillschweigend einverstanden erklärte«. Um diese» M'hverstSndni» «szukläre«, sieht sich die deutsche Delegation genötigt, den alliierten «t assoziierte« Regienenge« die Ereignisse in» Gedächtnis zurick- pnifen, die jener Rote vorauSginge».
Der Präsident der Vereinigten Staaten hat zu «aschitdme« Male» feierlich erklärt, daß der Weltkrieg «icht mit einem Oachtfrieden, sondern mit einem RechtSkrieden enden solle,und Uh Amerika nur für diese» KriegSziel — hier enthält das Telegramm mr Lücke, di« ungefähr wi« folgt «»»zufülle» ist: ... in den Krieg ^getreten wäre —. In diesem Sinne wurde die Formel geprägt: teilt Annexionen, keine Kontributionen, kein« Gtrafzatzlunzm. Snf M Mieren Seite verlangt aber der Präsident »nbedingt die
WiLdavhoefieV««- 5<i verletzte« RachtSzustanbes.
■Sie dosittve Seite dieser Uordernng fand ihren Ausdruck in den 14 Punkten, die der Präsident in seiner Botschaft vom 8. Januar 1918 liederlegte. Sie verlangt von dem deutschen Volk hauptsächlich jveierlci: 1. Verzicht aus wichtig« Teile de» Reichsgebiets iw Westen mb Ofte« unter dem Gesichtspunkt der GeldstSestimmung; 2. da» Saspreche« der Wiederherstellnng ber besetzte« Gebiet« BrigimS und Prdfraâichr.
Auf beide Fordanensi«» konnte sich die deutsche Regierung M da» deutsche Volk einlaffen. weil der Grundsatz der Kelhstbe- M/Ihr nentx d««°Ü^r,qar MM»»»MâMr ââ mb »,« herzustellenden Gebiete vo« deutscher Seite durch eine Völker. nhtSwidrig« Handlung, nämlich dnrch Verletzung der Neutralität mit 1(1 Schrecken de» Kriege» überzogen wordt» waren. DaS «elbst- ichimmnngSrechi bei polnischen Volke» hatte übrigens schon die frühere Negierung ebenso anerkannt wie dar an Bolgien verübte Unrecht. Wi«, nun dar durch Staatssekretär Lansing vom 5. November 1918 an die deutsche Regierung übermittelte Schreiben der Entente hx Begriff »Wiederherstellung der besetzt« Gebiete' einer näheren SKlftgang unterzog, so erschien für die deutsch« Auffaflung selbstver» Vsdlich, daß die E r s a tz p f l i ch t, bie in bet AuSlezung festgelezt tebe, sich nicht ans andere (Mitte bezieh«« konnte als bie, deren Schädigung als rechtswidrig zugegeben war «nd deren Herstellung lie leitenden Staatsmänner der Gegner als KriegSziel betont hatte». So bezeichnet« Wilson die Wieder,utmachnug beS Unrecht» an Belgien in seiner Botschaft vom 8. Januar 1918 ausdrücklich als ■ Eiligen Akt, ohne bett die ganze Struktur mid Geltnng de» Vötter- «cht» für immer erschüttert sein würde. Edeuso sagte der eng« Ache Premierminister Lloyd George in einer Rede im Unter» taufe am LS Oktober 1917: „Die vornehmsten Forderungen der britischen Regierung und ihrer Verbündeten wäre« stets bie völlig« Dlitische, territoriale und wirtschaftliche Wrederherstekb-ing der Unab- èmzmkft Belgiens und ferne Entschädigung, soweit solche möglich ist, für die Zerstörung seiner Städte wtb Provinzen. Da» ist keine Forderung einer Kriegsentschädigung, wie sie 1871 Frankreich von Deutschland auferlegt wurde. Das ist kein Versuch, bie Kosten der Augsühnnra von einem Kriegführend«! auf einen anderen abzuwälzen. ^s hier für Belgien gesagt wird, mußte Deutschland auch für Rord- mrkreich anerkesne», da die deutschen H«ere nur auf dem Wege über w verletzte belgische Rerttralität die französische« (Miete erteilen, .^eser Armriff war «4, wottir bte deutsche Stegiemng Deutschlands Prantls»rtlütffcit zugab, nicht aber die angebliche Schuld °n dem Kri.eg»au»bruch oder die äußerliche Schuld am Kriegsausbruch oder die äußerlich« Tatsache, daß die fornwlle KriegserklSrnng °°n feinet Seite auSgegange« war. Die Bedeutung der Rote Lan« M kfi für die deutsche Regierung darin, daß die EmtschädrgnngS« flucht sich ni^t ans bie Wiederherstellung der Sachwerte beschränkte, !»»!>«n auf jeden Schade« auSgebebnt wurde, den bie Zivilbevölkerung 1«. befetten Gebiet an der Person ober am Eigentum erlitt, mochte
tut Verlauf der Kriegrhandlungen z«'Lande, zu Wasser oder von °» Lust am herbeigeführt sein. Da« deutsche Volk «mpsa,,d dre ^"feitigkeit wohl, die darin lag, daß man ihm bie Wreder- ^stellung Selins und Rordftankreichs auferlegte, während man ihm ""e Sutfi-äbigung für die Gebiete de» deutschen Osten« versagte, bte °°n den Truppen doè russischen Zarismus nach eurem von langer Mb vorbereiteten Plan überfallen und verwüstet waren. G« «r- ronnte aber an, daß der russische Ueberfall nach dem formellen Välker» W anders zu beurteilen toar, als der Einfall in Belgien und nahm ^shalb von einer Ersatzfordenrng seinerseits Abstand.
Wenn nunmehr bie alliierten und assoziierten Regceruirg«« bte Maffung vertreten sollten, daß für jede völleriechtSwivnge Hand- ?"P die im Kriege begangen ist, Schadenersatz geschuldet wird, so will putsche Delegation die grundsätzliche Richtigkeit dieser Standpunktes W bestreiten, sie macht aber darauf aufmerksam, daß bann
»uch Deutschland eine erhebliche Schadeurechuun« aufzustellen hat,
die Schadenerfatzverpflichtunqe« seiner Gegner, insbesondere fit fit« ^ dni-ch die völkerrechtswidrige Hungerblockade «»ermchlick geschädigt« ^'tfchc Zivilbevölkerung sich nickt auf bie Zeit beschränken, wo der noch beiderseits gefügt tourbe, sondern ganz besonders auch s»r .,le Zeit prtreffen, wo es unr noch e ne Kri-NfülMng der alliierten y assoziierten Mäilwe gegen das freiwillig wehrlos je« Erdene Deutschland gab Jedmiall« cnterut sich bie Auf- ung der alliierten und assoziierten '.Regierungen von der Ber- ^barun,. bte Deutschland vor Abschluß M WaffenstrLstandeS gc- hatte. Sie läßt nnc endlose Reihe von (Streitfragen am *°ni»Ht der griebwsnerbanbhtngex emporsteige» und ktiinte zur Wtiicben Lösung nur durch eine nnperteiiküc internationale Lchied«- fffschtsbarkeit gebracht werde«, eine SchrebSgerichtSbarleit, wie sie in Burkel lS Abs. £ des Entwurfs der FrieveiiSbedingungrn borgefeben ist. . Dieser Absatz bestimmt: „Zu den Fragen, die im allgemeinen. sC kutbSgeridjtlübe Lösung zulaffen, gehören Streitfragen über d e ^GtegLng eines Vertrages, über alle Prmttie des internatronLlen
Rechts, über da» Bestehen jeder Tatsache, deren Sinterten eine Verletzung einer internationalen Verpflichtung bedeuten würde, oder über die Ausdehnung und ?lrt der Wiedergutmachrmg, die im Falle einer solchen Verletznng z« leisten wäre.'
Eure Exzellenz weisen ferner in Ihrem Schreiben vom 20 Mai daraus hin, daß nach den Grundsätzen b"S internationalen Rechts kein Volk durch eine Veränderung seiner politischen Regierungssorm oder durch den Wandel in den Personen feiner Führer die von keiner Regierung einmal einaegangene Verpflichtung zum Erlöschen bringen kann. Die deutsche Friedensdeleaation ist weit davon entfernt, die Richtigkeit dieses Grundsatzes zu bestreiten; sie verwahrt sich auch nicht gegen die Durchführung der durch da» Angebot der früheren Regierung vom 5. Oktober 1918 eingeleiteten Abkommens, sondern gegen die in dem Fnedensentwnrf enthaltene Bestraf»« g für die angeblichen Vergehen seiner früheren politischen und militärischen Leiter. Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika erklärte am 4. Dezember 1917. daß der Krieg nicht mit einem Rach.eakt irgend einer Art beendet werden solle, weil die unverantwortlichen Herrscher eines Landes ihrerseits schweres verabschnmngswürdige« Unrechts begingen. Die deutsche Delegation beruft sich nicht auf diese und ähnliche Zulagen, um sich irgendwelchen völkerrechtlichen Vervflichtungen zu entziehen, aber sie fühlt sich berechtigt, an sie zu erinnern, wenn man dem deutschen Volke die Verantwortung für den AnSbruch de« Krieges und die Haftbarkeit für alle KriegSschâden auferlegen will. Noch ht den öffentlichen Vei hsndlungen kurz vor Abschluß deS Waffenstillstände« wurde dem deutschen Volke versvrochen, daß Deutschland« Schicksal eine grundlegende Aenderung erfahren wurde, wenn man e« von bent feiner Herrscher trennen würde. Die deutsche Delegation möchte die Worte Eurer Exzellenz, nickt dahin verstehen, daß diese Zusage der alliierten und assoziierten Regierungen danials nur eine Kriegslist war, um den Widerstand des deutschen Volke« zu lähmen und daß bie Zusage heute zurückgenommen werden soll.
Schließlich machen Emer Exzellenz geltend, daß die alliierten und associerten Mächte das Recht haben, Deutschland nach denselben Methoden zu behandeln, die es beim Frankfurter Frieden und beim Frieden von Breft-Litowsk seinerseits angewendet habe. Di« deutsche Delegation unterläßt es vorläufig, zu prüfen, inwieweit sich jene beiden Friedensschlüffe von dem heute vorliegenden FriedenSentwnrf unterscheide», denn für bie alliierten nnb assoziierten Regierungen ist er heute zu spät, um auf jene Präjudizien einen Rechtsanspruch zu
von Amerika als Friedensbakks anzunehme« oder abzmthne«. In diesen 14 Punkten wurde ausdrücklich bie
Wiedergutmachung des Unrechts von 1870/71
verlangt nnb vom Frieden von Brest-Litowfk als von einem abschreckenden Beispiel gesprochen. Die alliertex und affoziiene» Regierungen haben er damals abgelehnt, einen Gewaltfti«den ber Vergangenheit zum Muster zu nehmen. DaS deutsche Volk, das niemals die veremtwortlichkeit für den Ausbruch der Kriege« ans sich genommen hat, kann mit Recht verlangen, daß ihm feine Gegner mitteilen, auS welchen Gründen und mit welchen Beweis- mitteln sie feine Schuld an allen Schäden und Leiden diese« Kritge» als Unterlage ber FriedenSbedingunge« machen. ES sann sich daher nicht mit bet Bemerkung abspersen lassen, das von den alliierten und assoziierten Regierungen durch eine besondere Kommission in der Krage der Dera«twottlichkeit gesammelte Material fei eine innere Angelegenheit dieser Regierungen. Diese Lebensfrage des deutsche« Volke« muß in aller Oeffentlichkeit erörtert werde»; die Methoden der Geheimdiplomatie sind hierbei nicht am Platze. Die deittsche Regierung behä lt sich vor. «sf die Angelegenheit zurSckz»tvn>mn«n.
«emchmigen Sie Herr Präsident den Ausdruck mein« anSge« ^ichsÄvr Hochacht»«gI gez. Brockdorff-Rantzau.
Die deutschen Gegenvorschläge.
DDP. Rotterdam, 26. Mai.
Aus London wird gemeldet: Die „Times" glaubt, daß die Deutschen sich in ihren Gegenvorschlägen Hintertüren offen lassen würden und daß es ihnen vorläufig darum zu tun sei, zu mündlichen Beratungen zu gelangen. Dann würde wahrscheinlich allmählich der ganze Friedensvertrag zur Sprache kommen. Die englischen Staats- männvr würden aber nicht in diese Falle gehen.
Erne neue Zumutung.
DDP. Spaa, 26. Mai.
In einer Note vom 8. Mai hat Erzberger der Entente angetrindigt, die deutsche Regierung werde ihre gesamten Streitkräfte aus Lettland und Litauen zurückziehen. Hierzu teilte General Nudaut am 25. Mai mit, die alliierten und affoziierten Regierungen hätten beschlossen, Deutsch, land habe alle Streitkräjte in Lettland und Litauen aufrecht zu erhalten. Die dorthin entsandten Vertreter würden den Räumungstermin bestimmen. Die «Voss. Ztg." bemerkt hierzu: Auf diese Zumutung gibt es nur eine Antwort: Jetzt erst recht räumen und zwar mit größter Beschlèunigung. Die Entente kann alles mögliche verbieten, aber sie kann uns durch kein Zwangsmittel dazu bringen, für ihre Interessen zu lampje«.
Zur Lage im Ruhrgebiet.
DDP. Esten, 26. Mai.
Die Gerüchte über eine Streikbewegung im Ruhrgebiet find fal ch. Sie weiden offenbar von einer Seite verbreitet, die an neuen Unruhen Jnieresse hat Die Tagesleistung der 8er,l«ure im Ruhrgebiet betrug am Samstag 23500 Tonnen, bleibt aber immer noch hinter der unter den heutigen Verhältitisten möglichen Tagesleistung erheblich zurück.
Marschall Fochs Ansicht.
DDF. Haag, 26. Mai. 1
Reuters Spezialkorrespondent meldet aus Köln, baf Marschall Foch und andere Heerführer der Ansicht seien, daß Deutschland nicht unterzeichnen werde. Es scheint festzustehen, daß jedenfalls die französisches Truppen gegebenenfalls sofort vorrücken werden.
Alzskfanau Stabt und Land.
Sana«, 27. Mai.
• Marienkirche. Mittwoch abend 8 Uhr Lrie,rb«tstu»d«. Hr« Pferrer Wohlfahrt.
Hk. Zusammenftevttnaen der Derkehr-beschrLnkun-en^ baS h. bet Eisenbah». und Postbesörderu«tS»BtschrLnk»»ge» im unt« ren Verkehr mit ben besetzte» Gebiete» nnb »ach de» übrigen europäisch»« Ländern, gibt bie Haudelskammer Berlin monatlich nach dem neneten Stande der Vorschriften heraus, jum Preise ton i e 30 P f g. Bcfitlllmztn vermittelt die Handelskammer zu Hanau.
♦ Anbau- und Erntcflâcheuerhebung. I« amtlichen Teil der berlwgenben Nummer ist eine Bek«n»tmachu»g bete. A»b«»- und Erntcfltchenerhebuug im Jahre 1919 enthalten, auf bie wir hiermit besander» Hinweisen.
* Ueber Serini hing von ausländischem Speck nnb Schinken im Landkreis Hanau ist im AnzoigonüsilL eine Bekanntmachung des KreisausHchustes ewHaktem.
* Die Melscheriunnn« verkauft morgen früh ben 8 Uhr ab auf der Freibank wieder Shtecbe«brühe da« Liter zu 10 Pfg.
s. Platzkonzert. Gestern nachmittag von */,6—V»? Uhr fand auf dem Mmktplatz Konzert statt, veranstaltet von der Kapelle des Infanterie-Regiments 118. Die recht zahlreich vertretene Jugend konnte sich an den flott zum Vorttag gebrachten Märschen und herrlichen Weisen erfreuen.
* Troste« Gommerfest. Wie bereits »ekanntgezeb««, veranstaltet die „Donnerstag - Kegel - Gesellschaft' am 1. Juni d. I«. ein sehr gediegenes Familienfest. Wenn die Sonne ein freundliche» Ge« sicht macht, wttd sich im Garten, (ev§ntl.^ im,Saal) des „Drutschen HÄUf^S" naâ)»it^rgK purrit 4 Uyr eine ^^«ye -z^li^c* L.em- f verschiedenen VeräustastungK, wie Drei »kegeln, PreMschießem Vuvven- werfen und sonstigen Ucberraichunrm, unter den Klängen einer hie- sige« Musikkapelle köstlich amüsieren, während iui geräumigen Saal, welcher für diesen Tag frisch in Stand gesetzt ist, die Junger Terpsichore» nach Herzenslust das Tauzbem schwmgen könne«- Am Abend findet im Saale Preisverteilung mit Tanz uni bunte Unterhaltung statt.
* Mordversuch und Selbstmord. Ueber eine scheußliche Tat, die sich am Eonvtag zugetragen host, werden uns aus Geln- h-ausen folgende Ging streiten mitgeteilt: Der efixa 22jährige Heinrich Steinel aus ^ciu-grünbau hat de mit dem Mädchen Annv Schwarz aus Asbach (Kr. Hers-felds ein Verhältnis, das von fernen Eltern nicht gern gesehen wurde. Als nun das nJ-übdert am Sonntag seinen Besuch anmerbefe. muß in dem junoen Mvmwe der Plan gereift sein, das Machen aus der SB«t zu schaffen. Er kam mit seinem Fahrrad nach beut Bahnhof Celnyausèn, holte das Mädchen ab und ging mit ihm durch den St alb auf H aingründau M. An einer Stelle im Walde brachte er dem Mädchen sehr schwere Stichwunden bei und trug es in das Gesträuch, an eine Stelle, an der man den Leichnam nach Aussage von Ortskundigen vielleicht erst nach Monaten ober '.noch später gefunden baden würde. Rach der Tat begab ich Aeimel nach Hainxründau und füttert-« das Sieh. Dann oll er mit anderen wieder in den Wald gegangen sein, wahr- cheinlich um der vermutlich später in Eelnhaufe« emgetroffe- nen Braut entgegenzugehen. Als sie an den Tatort kamen, bemerkte er, daß der Körper des Mädchens inzwischen ver- schmnnden war. Tiefe Entdeckung mag ihn in den Tod getrieben haben. Er irrte weiter in den Wald und machte sich an der Stelle jenseits des Dreitenborner Gatters aus einem Draht der Umzäunung und einem Tuche eine Schlinge und hängte sich auf. Tos D cidchen hatte sich nach der erhaltenen Wunde totgeslellt. Nachdem sich der Täter entfernt hatte, kroch das N adäen aus der versteckten Stelle hervor und wurde so den Spo)icrgangern auffindbar, bie die llebersührung in das Krankenhaus in Gelnhausen veranlaßten. Lebensgefahr ist nicht vorhanden.
* KorsthauS» Hanau. Frtunde eintS schönen Snfaxterie* flaniertes mache» mir darauf axfwerfiam, ba| am Himmelfahtttt«,«. groteS Ko»,ert der Eisenbahner, verstärkt durch die Kapelle bei Jn- fanterifSRegiments Rr. 118, welche zur Zeft hier in «arxtfox liegt, fiahfinbai. Lsr.u«üchti>ch grützkonzert von 7 Uhr morgens uxb »ach- mittags von 4 Uhr ab.
* Turnverein Sana« e. 8. »«»«- 1860. DonuerSta» (Hiwmeliadtt' F a m i li e» a u S f ln , durch bte Bulau »ach Stieber« rodenbach, bafelbft Eiukehr. Abmarsch 1 Udr „Brauerei Dorr'.
* Nes.-L ârgerweyr 5. Bezirk. Zu der heute «be»d 8 Uhr im „Schwaa' statt finbenbeu Serfamwlvxg werden die Mitglieder gebeten »olljädlig zu erfdietxex. lVollzu, ber neuen Verpflichtuu,«- ©rflürxxg, An»-abe der Abzeichen).
* Du»- deutscher MilitSranwärter, Berlin Hanau. Ne- sckkußgemüß findet am Himmelfahrtstage, nachmittags, ein ge-. n etrivn er Crozier gang nach Langendiebach, dort Zusammen, lunst im „Schwanen" (bei DLckhardt) statt. Abmarsch 2 Uhr nachmittags vom Ueber gar» am Nordbahnhof-Kleinbahnhof. Bei" ungünstiger Witterung Familienunterhaltung im Vereins, lotet „Elefanten" von 4 Uhr ab. __
* 6 HaxgsabteHung der Turngemcrwd«. Morgen Mittwoch abend 8 Uhr Singstunde
* 8e>ngverein „Fröhlichkeit". Die Singstunbe findet heute abend pünktlich um %9 Uhr statt.
* Tyeaterabtl«. der Mar. A»««li««» - K»»« ' . Heute abend ist nach ber Maiandacht im SSlche» beS Pfarrhofe» wicht.,- Probe für das Orchester.
= Kleitt-Steinheim, 27. Mai. Bei dem Schlachten eme« Pferde» in der Pferdemetzgerei Echmdt hier geriet der Schießapparat durch tim Bewegung des Tieres in Unordnung, dadurch verfehlte das Geschoß sein Ziel und ging beut feinem Vater beim Schlachten behiff- lichen Söhne beS Metzgermeisters in ben Oberschenkel. Er mußt» ein LrankeuhauS in Hanau auflu-ücn.