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B. Mak
. durchführen. Daâ verarmte Europa muß wünschen, daß der Wiederaufbau mit so großem Erfolge und so wenig Aufwand wie möglich durchgeführt wird. Der Wunsch kann nur durch eine klare g'schâftliche Verständigung über die beste Methode erfüllt werden. Die schlechteste Methode wäre, die Arbeit weiter durch deutsche Krieghgeiangene besorgen zu lassen. Gewiß, diese Arbeit ist billig, aber sie käme der Welt teuer zu stehen, wenn Haß und Verzweiflung das deutsche Volk darüber ergreifen würde, daß seine gefangenen Söhne, Brüder und Böier über den Dorfrieden hinan« in 'ber bisherigen Form writerschmachten. Ohne eine sofortige Lösung dieser allzu lange verschleppten Frage können wir nicht zu einem dauernden Frieden gelangen. Unsere beiderseitigen Sachverständigen werden zu prüfen haben, wie da« deutsche Volk seiner finanziellen Entschâdigung^pfi cht -Genüge leisten kann, ohne unter der schweren Last zvsaonncnznbrechen. Vin Zusammenbruch würde die Ersatzberechtigien um die Vorteile bringen, auf die sie Anspruch haben und eine unheilbare Verwirrung des ganzen europäischen Wirtschaftsleben« nach sich ziehen. Gegen diese drohende Gefahr mit ihren unabsehbaren Folgen müssen Sieger wie Besiegte auf der Hut sein. Et gibt nur ein Mittel sie zu bannen, das rückhaltlose Bekenntnis zu der wirtschaftlichen und sozialen Solidarität der Völker zu einem freien und umfassenden Völkerbund.
Meine Metren ! Der erhabene 'Gedanke, aus dem furchtbarsten Unheil der Weltgeschichte durch d§n Völkerbund den größten Fortschritt der MenschheiiseutwiMng herziileilen ist ausgesprochen und wird sich durchsetzen. Nur wenn sich die Tür zum Völkerbund allen Nationen öffnet, die guten Willen« sind, wird da« Ziel erreicht werden. Nur dann sind die Toten diese« Krieges ni^t umsonst gestorben. Das deutsche Volk ist innerlich bereit, sich mit seinem schweren LoS abzufinden, wenn an den vereinbarten Grundlagen'des Frieden« nicht gerüttelt wird. Ein Friede, der nicht im Namen des Rechts vor der Welt verteidigt werden kann, würde immer neue Widerstände gegen sich aufrufen. Niemand wäre in der Lage, ihn mit gutem Gewissen zu unterzeichnen, denn er wäre unerfüllbar. Niemand könnte für seine Ausführung die Gewähr, die in der Unterschrift liegen soll, übernehmen. Wir werden das uns übergebene Dokument mit gutem Willen und in der HLssmmg prüfen, daß das Endergebnis unserer Zusammenkunft von uns allen gezeichnet werden fapn.
Die Sitzung.
/ W. 8. Versailles, 7. Mai.
Genau um 3 Uhr begaben sich die deutschen Delegierten mit den Sekretären von dem Hotel des Reservoirs nach dem Trianon-Palast-Hotel. Im ersten Wagen befanden sich Oberst Henry, der Chef der französischen Militärmisfion und Legationsrat Freiherr von Lersner.
3m zweiten Wagen Reichsminister Brockdorff-Rantzau und Reichsminister Dr. Landsberg, im dritten Reichsminister Siegberts und Präsident Leinert, im vierten Professor - SchückiNU, ddeMiinisterialdireÜoren Simons und Stockhammern und Legationsrat Roediger. Die kurze Fahrt wurde ohne Zwischenfall zurückgelegt. 2m Trianon-Palast erwartete ein großer Vortritt die deutsche Delegation und geleitete ,die Herren nach dem großen Saale des Hotels, wo sämtliche Mitglieder des Kongresses der assoziierten und alliierten Regierungen, an der Spitze Clemenceau, zu seiner Rechten Wilson, zu seiner Linken Lloyd George sich beim Eintritt der deutschen Delegierten erhoben. Unter den Teilnehmern an der Sitzung befanden sich außer Marschall Foch nur wenige Offiziere, die dienstlich mit der Veranstaltung im Zusammenhänge standen, darunter der Chef der Militärmission Oberst Henry, dem die Militärlontrolle in Versailles obliegt. Die Ankündigung, daß auch Damen zugelassen sein wurden, erfüllte sich nicht. Hingegen waren alle politischen Berühmtheiten der alliierten und assoziierten Staaten zur Stelle. Graf Brockdorff-Rantzau nahm mit den übrigen Herren an einem kurzen Tische in der Mitte des Saales statt, dahinter die Sekretäre. Wenige Minuten nach drei Uhr eröffnete Clemenceau die denkwürdige Versammlung mit einer kurzen Erklärung, in der er hervorhob, die Stunde zur Regelung der durch den so grausam aufgezwungenen Krieg entstandenen Abrechnung sei gekommen. Sie verlangen den Frieden. Wir sind bereit, ihn zu gewähren. Das Buch, das Ihnen überreicht wird, enthält seine Bedingungen. Wir werden Ihnen die nötige Zeit lassen, die die internationale Höflichkeit gebietet um sie zu prüfen. Wir werden aber für die notwendigsten Vorkehrungen und Sicherungen sorgen, damit auf diesem zweiten Versailler Frieden der einen so schrecklichen Krieg abschließt, kein weiterer folge. Hierauf gab Clemenceau den Inhalt der Fragen bekannt, über die von den deutschen Delegierten innerhalb vrv /1,4 Tasten schriftliche Antwort gegeben werden folle. Eratzhe von deutscher Seite schon früher Bescheid, ■so werbe auch die Entente eine schleunige Gegenantwort erteilen, um binnen einer weiteren noch zu bestimmenden Frist die endgültige schriftliche Entschließung von deutscher Seite zu erwarten. Inzwischen überreichte der Generalsekretär des Friedenskongresses der alliierten und affoziierten Mächte, Dutasta, dem Grafen Brockdorff- Rantzau das Buch mit dem Entwurf der von der Entente vorgeschlagenen Präliminarien. Nachdem Dolmetscher in englischer und deutscher Sprache diese Erklärung Clemenceaus der ganzen Versammlung zur Kenntnis gebracht hatten, erhob sich Clemenceau zu der Anfrage, ob jemand eine Bemerkung zu machen wünsche. Hierauf gab Graf Brockdorf-Rantzau zu erkennen, daß er das Wort wünsche. Er verlaß sodann sitzend eine längere Erklärung in heutiger Sprache, wobei die einzelnen Sätze von den Dolmetschern, Justizrat Schauer und Dr. Michaelis in das Französische und Englische übersetzt wurden. Der Vortrag des Hrafen Brockdorff war sehr ruhig. Stellenweise erhob der Reichsminister merklich seine Stimme. Die Versammlung folgte seiner Rede Mt Hrößtem Interesse. Nach Beendigung der Erklärung
stellte Clemenceau nochmals die Frage, ob weitere Bemerkungen gewünscht würden. Er schloß hierauf die Sitzung. Der denkwürdige Akt dauerte von 3.05 Uhr bis 3.50 Uhr. Die deutschen Delegierten kehrten sofort nach dem Hotel des Reservoirs zurück, wo Reichsminister Graf Brockdorff der ganzen deutschen Delegation einen eingehenden Bericht über den Verlauf der Sitzung er- ftattete.
Besprechung der preussischen Landesversammlung über die Friedensbedingllngen.
DDP. Berlin, 8. Mai.
Nach der Vereinbarung ter Parteien wwd die preußische Landesversammlong, wie die «Vossische Zeitung" erfährt, nach der Veröffemlichung der Friedensbedingungen eine Schung zur Besprechung dieser Fragen abhalten, um über die preußische Seile der Friedensklaufiln Beschluß zu fasseu.
Ueber die Friedensbediugungèn.
DDP, Versailles, 8. Mai.
Der Eindruck, den die Friedensbedingungen bei den Deutschen hervorriefen, ist nach dem „B. T." niederdrückend. Das Urteil eines hier anwesenden Politikers kennzeichnet das allgemeine Empfinden. Er sagte: „Dieser Vertrag ist das Todesurteil Deutschlands". Dennoch dürfen wir die Verhandlunger nicht abbrechen, sondern wir müssen versuchen, ob wir in einzelnen Punkten Aenderungen erzielen. Es wird also zunächst verhandelt werden. Mit welchem Erfolg? Das erscheint höchst âgewiß.
Austausch von Sohlen zwischen Deutschland und Frankreich.
V DDP. Versailles, 8. Mai.
Ueber den vorläufigen Austausch von Kohlen und Eisenerzen zwischen Frankreich und Deutschland wurde heute mit den Alliierten eine Vereinbarung erzielt, nach der Deutschland an Frankreich Koks liefert und dafür Minette erhält und zwar für die Tonne Koks 1'/«Tonne Minette. Deutsche Waggons bringen den Koks nach Frankreich und kehren von dort mit Minette beladen zurück. Weitere Einzelheiten des Abkommens werden von den einzu- setzenden Unterausschüssen zu behandeln sein.
Gegen die Tschechen.
DDP. Berlin, 7. Mai.
Aus T r o p v a u gehen Nachrichten ein, nach welchen in vielen Orten des Sudetenlande« eine wachsende Bewegung gegen bie tschechisch« Fremdherrschaft sich neigt. Mehrfach ist eS schon zu blutigen Zusammenstößen gekommen und zwar zwischen tschechischem Militär und Propagandisten. Männer und Frauen wurden verhaftet und einige van ihnen nach Mißhandlungen nach Prag -verschleppt.
WaffenMllstimd miß den Slovenen.
DDP. Wien, 7. Mai.
Wie die «Zeit* ouS Kreisen erfährt, bie der Entente nahestehen. hat der Chef der italienischen Mission in Wien, General Seeger, die italienische Mission in Laibach angewiesen, die Slovenen zur sofortigen Einstellung der Feindseligkeiten an der Kärntner-Front und zum Abschluß eines Waffenstillstände- aufzufordern.
Antiserdische Kundgebungen.
DDP. Lugano, 8. Mai.
In ganz Bosnien fanden ontisrrbische Kundgebungen statt. In Sarajewo verlangte die Bevölkerung Selbstbestimmung, worauf die serbischen Truppen feuerten. 20 Tote und über 50 Verwundete werden gemeldet. Auch in anderen Orten schossen die serbischen Truppen. Man spricht von zahlreichen Toten und Verwundeten. Für den 10. Mai sind für ganz Bosnien und Kroatien antiserdische Kundgebungen geplant.
Mobilisierung der Südslawen in Fèume.
DDP. Chiassr, 8. Mai.
Da« Büro «Europa Preß* meld-t aus Fiume, daß bie Südslavm die Mobilisierung aller Mähren bis zum 40. Lebensjahre «»geordnet haben. Die Bevölkerung beteiligt sich sehr gering.
Der" rumänische WaffenstiNstand.
DDP Budapest, 8. Mai.
Die rumänischen Waffensiillstandsbedingungen haben in der gesamten ungarischen Presse einen Sturm der Entrüstung entfesselt. Alle Blätter verweisen darauf, daß auf diesen frechen Antrag hin nur eine Antwort mözlich sei, die Antwort durch die Waffen. So schreibt «Nepssama*: Da« ungarische Proletariat versuchte wieder alles, um den Krieg einzustellen. Wir verlangten einen Waffenstillstand, und erhielten die Antwort, deren jede. ^-il ein schrecklicher Faustschlag ist. Die ungarische Arbeiters^ ft kann darauf nur eine Antwort geben, Widerstand bis zum Aeußersten, unver. weidlich« Bewaffnung. In gleicher Weise sprechen sich auch alle übrigen Blätter aus.
AusHanauStadtund Land.
Kana«, 8. Mass
* 000 000 deutsche Brüder schmachten «och in -efangen- chaft, der Friedr so« sie uxl zurSckgcden. Treffen wir alle Borbe- reilxngtx sie würdig zu empfangen. Last du ein Teil deiner Danke», schuld schon abgetragen ? Vergeht nicht, gebt und helft in der Opfer- woche vom 3.—10. Mai. Alle Banken und Raffen nehmen Be- träge an.
* Einziehung der Nernsprechaebühreu. In den nächsten Tagen wird mit der Einziehung der Fernsprechgebühren begonnen werden. Es empfiehlt sich, die fälligen Beträge bereit zu halten.
* Hauauer MissionSverei». Unsere deutsche Mission hat den schweren Druck, der auf unserem ganzen Vaterlande ruht, aufs schmerzlichste zu fühlen. Um so wichtiger ist es, daß alle Freunde der Mission auch in dieser si'weren Zeit standhast aus* darren. Wir laben deshalb herzlich zum Besuch einer Miss io ns.
Versammlung ein, die am nächsten Sonntag, nachmittags
5 Uhr, im Evaug. Vereinskaus, Nnßallee 22, stattfindet soll, Herr Pfarrer Koebels und Herr Missionar Stahl aus Kamerun werden über die gegenwärtige Lage der Mission berichten.
* Dem LandeSbauamt Hauau zugeteilt. .Der Sänket; ausschuß des Regierungsbezirks Cassel, der am Montag in Saffet unter Vorsitz des ObekbürgermeisterD a. D. Dr. G e b e s ch u 8 tagte, fiat it. a. beschlossen, das LaiideSbanamt in Gelnhausen aufzulösen und bessert Bezirk — die Kreise Gelnhausen und Schlüchtern — dem LaudeSbanamt Hanau znzuteilen. ,
HK. HaudelSattwalt für Italien. Ein gut empfohlener Herr, welcher ans langjähriger beruflicher Praxis gründliche Kenntnisse über Italien und weitgehende Beziehimgen daselbst besitzt, empfiehlt sich zur Erledigung von Vertrauensansträgen, geschäftlichen Transaktionen, Verhandlungen mit der Kundschaft, Prüfung bet Zwaugsverwaltmigeu deutscher Unternehmungen usw, Adresse zu erfahren von der Handelskammer zu Hanau.
* Für den Reichsbnnd der KriegSdefchädigten. Uns wird geschrieben: In den letzten Tagen bat sich in der KriegSbe- schädlgten-Bewegung eine Spaltung vollzogen, die von niemand mehr bedauert wird als von den Kriegsbeschädigten selbst. Durch die treffe ging dieser Tage die Nachricht, daß die OrtDgdnppe Hanau des Reichs. buudeS der Kriegkbesckädigten und Hinterbliebenen Bankrott gemacht und im Internationalen Bund beigetreten sei. Dieser Uebertritt jsi allerdings vollzogen worden, aber nicht restlos — es haben einige Kriegsbeschädigte den Mut gehabt gegen diesen Beschluß zu stimmen und sich weiterhin auf den Boden des parteipolitisch neutrale» ReichsbundeS zu stellen. Während her Reichsbund parteipolitisch neutral ist, sodaß jeder Kriegsbeschädigte ganz gleich welcher DenkungS. Weise Aufnahme in ihm finden kann, verwirft der Internationale Bund, der von dem Kommunist Tied ins Leben gerufen worden ist, die parteipolitische Neutralität und glaubt die Forderungen der Kriegs- beschädigten und Hinterbliebenen, die der Reichsbufid durch eine geschlossene Organisation zu erreichen gedenkt, nur durch Verwirklichung deS entschiedenen Sozialismus zu erreichen. Da eine Anrahl Mitglieder dem Reichsbunde treu geblieben war, darunter auch die Hälfte des Vorstandes, so wurde die Ortsgruppe Hanau des Reichs. bundeS weiter als bestehend erachtet und diese Ortsgruppe hatte für Dienstag abend nach der «Stadt Bremen* eine Versammlung von Kriegsbeschädigten »ab Hinterbliebenen einberufen, die febr gut besucht war. Herr Nagel, 1. Schriftführer, eröffnete die Versammlung Mi unterrichtete bie Erschienenen in kurzen Worten über bie Vorkommnisi! der fetzten Wachen. Alsdann nahm Herr Conrad S ch a d bar Wort, der u. st. ausfülwtc: In den öffentlichen Versammlungen vom 24. uni 27. Avril wurden von den Rednern Parteiprogramme entwickelt, die Tagesordnung aber nicht eingehalten, sodaß die Kriegsbeschädigten und Hinter- PHebenen nicht auf ihre Kosten kamen. — Sodann ging der Redner aus die Ziele der Reichsbundes ein und erläuterte eingehend, warum die Kriegsbeschädigten in ihrer Organisation parteipolitisch neutral sein müßten. Er führte hierzu öu8: Wir haben in allen parteipolitischen Lägern Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene und können nur mithin aus keine Parteiprogramme sestleg-n. Wir müssen für alle Opfer des Krieges foraeu, das ist unsere und unseres Volkes heiligste Pflicht. Den Kriegs- beschädigten steht cs frei, welcher Partei sie sich anschließen, es ist aber notwendig, daß sie in ihrer Partei darauf yinwjrkm, daß die in der Knegsbeschädiaten-Oraanisation gefaßten Beschlüsse in den Parteien Unterstützung finden. Einigen Heißspornen, die im Sturm vorauseilcn wollen, rufen wir ein gebieterisches Halt zu. Nur in einer f r ft« gefügten Einheitsorganisation können wir wirksam für unsere Ziele und Forderungen ciutreten. — Redner gab noch einen kur»en Bericht über bie Versammlung vom Freitag, 9. Mai und schloß mit den Worten, daß . die Kriegsbeschädigten unter allen Umständen bie parteipolitische Neutralität Hochhalten müßten, wenn positive Arbeit geleistet werden solle. Herr Eichinger aus Frankfurt, als Vertret« des Gaues 9 des ReichSbundes bedauerte lebhaft, daß in Hanau unter den Kriegsbeschädigten eine Spaltung eingetreten sei. Auch in Frankfurt habe Herr Carlö eine Spaltung herbeizufÄhren gesucht, doch dort sei er berb abgeführt wordk«. Redner unterstrich bie Ausführungen seines Vorredrwrs inbezu» auf, parteipolitische Ncutro- Titüt. T-de MartWW tu WWWWW
beschädigten schaden — als erste Folge würde die Zer>plitterung em- treten und dann die Leistungrunsälugkeit der Organisation. WM alle Forderungen ber Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen erreicht werden sollen, dann müßten alle KriesSbelchädizten und Hinterbliebenen in den Reichsbund. Würde dann die Regierung die Forderungen «och nicht erfüllen, dasin würden die Kriegsbeschädigten Mit selbst bie Straße aufinchen, aber dazu brauchen sie keine Kommunisten. Dem Redner wurde für seine Ausführungen lebhafter Beifall getont Er folgte sodann eine recht lebhafte Debatte, an der sich auch zwei Mitglieder des Internationalen Bundes beteiligten, obwohl diese fu der Versammlung nicht eingeladen und deshalb auch keinen Zutritt zu der Versammlung hatten. Da von bitter Seite eine größe Unruhe in die Versammlung getragen wurde, so wurde der Antrag eingebracht daß gemäß ber Einladung nur diejenigen Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen der Versammlung weiter beiwohnen sollen, die gegen eine Zersplitterung der Kriegsbeschädigten sind und auf dem Bodt» des Reichsbundes stehen. Ueber diesen Antrag wurde abgeftinnut - er wurde gegen die Stimmen der anwesenden Mitglieder des Int«' nationalen Bundes angenommen. Die Zahl der den Saal verlasieiu den Personen war verschivindend gering. ES wurde sodann in ber Debatte fortgefahren. Eine Entschließung, die wir bereits fitstem veröffentlichten, in der ganz entschieden gegen den Vernich, die Krica»^ beschädigtenorganisation in ein einseitiges, parteipolitisches Fahrwasser zu leiten, protestiert wird, wurde einstimmig angenommen. Damit hatten sämtliche Versammlungsbesucher ihre Einmütigkeit zuni Reichsbund erklärt, worauf die Ergânzuugswahl des Borstandes vorgenommcn wurde. In den Vorstand wurden gewählt laußer den bereits vorhandenen Mitgliedern) T h o m a als erster Vorsitzender, Gr«ser als zweiter Schriftführer, Ruth als zweiter Kassierer und als Beisitzer Wohltarter und Conrad Schad. Zwei weitere Beifitzerposten sollen für die Hinterbliebenen offengehaltc« werden. Die-Wahl wird in einer demnächst stattfindenden Hinter' bliebenenversammlung erfolgen.
* Beschkagnasimt wurde gestern durch die Polizei am Nord- bahnbofe ein Quaniüm Rindfleisch.
* Kahrrüderdiebstähle sind jetzt wieder an der Tagesordnun-. Vorsicht ist geboten.
* Konzerttzaus Wiener Spitze. Heute abend findet eint große Varictee-Vorstellung statt. Die Pausen werden mit einem gemütlichen Tanz ausgefüllt. *
- ---- Mittellmchen, 7. Mai. (Ehren b.) Bei dem am 4 Ma> 1919 in Offenbach a. M. stattgefundenen Verbandsschieben um Preisschietzen errang die Schsttzengesellschaft Mittelbuchen sechs seh' schöne Preise. Wir wünschen dem jungen Verein ein weiter«' gutes Fortbestehen und gut Ziel.
Vereine, Versammlungen.
* Reserve-Bürg erwehr. Eine Besprechung der II- Sucher Reserve-Bürgerwehr findet am Donnerstag den 8. Mw ds. Js„ abends 8 Uhr im Gasthaus „zur Sonne", Marktstraß«" statt. Das Erscheinen sämtlicher Mitglieder ist dringend notwendig
* Der Gewertschaftsbund Kaufmännischer Angesiettttw Berbânde, Ortsgruppe Hanau, beruft für Sonntag d«n Mai d. I., morgen» 97« Uhr, in bex großen Goal »zur Eentr« Haie" eine öffentliche Vrrso>umlu«g eix. Herr «rmi« Ä ebner M* V. D. H. au» Frankftrrt'a. M,, wird über btx in Ha»»« *’• schlosseren Tarifvertrag, sowie über die F«»ktl»nc« der geW-W. «nzcSeLtcn-AuSschüffe und Vertrauensleute sprechen. Die A»g«w tex Hönau», beionders die Herren Ausschußmitglieder, auch h^MN der Militärdtro» werden gebeten, zahlreich zu erscheinen. Naoc M-iicilun» erfolgt noch d»rch spätere ««nonce. .
• Mädchrubund Hanau. Den Mitgliedern, die an der S » stunde tcilnehme» wollen zur Nachricht, daß die erste Gtu«de Freu ' den 9. Mai, pünktlich um 7«8 Uhr, im Heim ebiebaltex wird.
• Deutschnationalev Sandlungsachilsen • Vkrp«" , Ortsgruppe Hana«. Wir erwarte» vollzählige» und Erscheinen zu der heutigen Mitglieder»!, âinln«, im „v,^1 ' Post* 8’/« Uhr, da über wichtige Fragen Beschluß zu fassen *