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Rr. 95
Fernjprrchanichl »st
Redaktion 649 — Ervedi ton 289
Doniikrstng den 24. April
Frrnlvrechanschlsß Redaktion 646 — Erpedition 289
1919
Die Mission der deutschen Delegierten.
Um den Frieden.
= «erki», 24. April.
Zn der Antwort Les Marschalls Foch auf das deutsche Telegramm vom 21. Avril beißt es: Die deutschen Dele- gierten können abl eisen, wenn ste hierzu bere't sind; sie werden jede Bewegungsfreiheit zur Ausübung ihrer Mission haben, ebenso haben sie völlige Freiheit für telegraphische und telephonische Ver - tindung mit ihrer Regierung.
Wie daS WB e.iâh t, werden die keu schen Delegierten «ch Pressevertreter am Montag von Berlin ab • reisen.
— Berlin, 24. April.
Die nächste S'tzunq des Friedensansschusses der Nationalversammlung findet am 2. Mai in Berlin statt.
Die italienische Friedensdsiegation verläßt Paris.
WB. Amsterdam, 24. Api il.
Ein hiesiges Nachrichtenbüro meldet aus Paris, daß nach »em »Aounial* die italienischen Deie^ierle» vorläufig allen Beratungen der Friedenskonferenz fern bleiben, da in der Adri «frage noch keine Einigung erzielt worden ist. Der Cyef deS fianzSlijchtn Marlnestabes ist »ach Rom adgertlst.
— Pari», 24. April (Havas).
Nach der Veröffentlichung einer Nole Wilsons hielt die itasteniiche Delegation e ne Sitzung ab, in der sie be cd!offen hm, Paris zu verf ah c u. .^^ Wägen M Jullien Donnersisg abreisen.
= Pari«, 24. April (Havas).
Orlando benachncktigie Wil'on in einem Brief, daß die Balienif ten Delegierten Pans heute verlajjen »ürden. Dase.be teilte er Lloyd George mit.
Die neue Deutsche Reichswehr.
--- Berlin, 24. April.
Nach der ,Doff. Ztg." wird d e Bildung her neuen teutsche ' Nechsivehr im Juli beendet sein. i ie bisherigen Truppen ver. â ke, soweit sie noch bestehen, werden nach ein m gew sseu Zeitrunkie a u s g e l ö st, ebenso das große Hauptquartier in Kolberg anfangs Juli.
Der Aufmarsch um München.
WB. Augsburg, 24. April.
D'e Sammlung der boyerischen T uppen i m Mnnck en .»slIzieht 'ich glatt. Dem Eintirffeu der Uiver= Atzungen aus Wü rtemberg, Ba^eu, Hessen und dem übrigen Reich wird der Aufmarsch vollzog n sein.
Die Zukunft der Spandauer Werkstätten.
— Berlin, 24. April. (Eig. Meldung.)
Die von dem Unabbän.ugen Organ „Freiheit Dienstag gebrachte Notiz, daß die Negierung b-abücktige, die btaatswerlstäitcn in Spandau für billiges L«ld an gewisse „RapitaUrufimaßna'en" zu verccfjl«*ubern, trifft in keinem Falle zu. Die Negierung hat sich zur Schließung der Spandauer Werkstätten aus dem Grunde veranl^^t resehen, weil die Heeresdelriebe Unsummen Geldes verklingen, ohne auf der anderen Seite etwas ein'ubr n?en. Sie èpanbouer Werkstä ten kosten dem Stacke im Januar 1919 421! Mill. Mark, im Februar 5 MiN. Mark." denen eine Einnahme von gerade m verschwinden- btt Kl inheit gegenübersteht. Es wurden mona'lich allein 20 Mill. Mk. an Löhn n u ck l^ebâ tmi verbraucht, für die k ne D<ckun> vorhanden w r. Es wird bei stchi'ot, die Svanbauer Wnkstäten wieder auf ten Frie enéftanb vo > etwa OOOO Ar eirern zu bringe «, da es sich be« bei Auflö un, ^ei Heeres und der Marine als vö!I g unmöglich ermee* hat, die vo Han tu n 42( 00 Arbe ter weite hin zu b fcbâ'» l'aen. Es ist auch canz un > ögl ch, ans den Werknâ ien, wie sie sich je"« befinden, «r end ei> e« Gewinn Hera szn- bolen, da der Zustand der Maschinen »iw gera^ezn klâgl ch ist. D e für etwa 100 Millionen Ma k noch vorhandenen Rohstoffe sollen der Allgemeinin«ustr e D>utich!an s so ch^ell tote möglich zltgekMrt werde', da diese sie bringe ^d not g ^«t. Bis jetzt hatte ab r die Spandauec Arte icrs^afl- sich VN aller Energie dagegen gewehrt.
WB. £ 'sui^en, 2 ' P ik
Der Ausstand in gan; Oderschlosieu ist gestern L e- hb«» »»«»««.
Ende des Bolschewismus in Ungarn?
— Berlin, 24. April.
Nach aus Ungarn ein^etroffenen Nachrichten geht der Bolschewismus in Budapest, wie das „Berl. Tagebl." meldet, seinem Ende entgegen. Da derkomu- «'istischen Reaierung durch das Vorrücken der Rumänen und T'checho Slowaken jede Hilfsmittel fehlen, dürfte sie in sich zusammenfallen. Gestern ist eine Eiitentekommission nach Budapest gefahren, um sich über die Lage zu unterrichten.
Furchtbare Zustände in Hospitälern.
= Berlin. 24. April.
Aus dem Haag wird dem „Berl. L.-A." gemeldet: Das internationale Rote Kreuz Komitee teilt mit, daß die Zustinde in den Hospitälern gewiffer Teile Europas furchtbar seien. In Bukarest z. 93. würden die Leute ohne Betäubungsmittel operiert und aus Mangel an Bettdecken mit Zeitungen zugedeckt.
Unruhen n Kon^antiuopsl.
WB. Paris. 24. April. (Havas.)
Den Blättern wird aus Athen gemeldet, daß in Konstantinopel Unruhen ausgsbrochen und die Sowjetrepublik ausgeruten worden sei. Ausländer seien von den Unruhen nicht betroff n worden. Die. Revolutionäre scheinen der Bewegung einen rein internen C arakter geben zu wollen.
Abberufung des japunq'djm ^
= Berlin. 24. April.
Wie dem „Berl. L ^A.- aus dein Haag gemeldet wird, ist nach einer Meldnng des Washingtoner Berichterstatters der „Neuw. Sun* der japanische Botschafter ans Washington zuruckberufen worden. Die Begründung, daß er in privater Angelegenheit nach Japan reist, trifft nicht zu, er wird vielmehr n'cht mehr ans seinen Posten zurückkeh-.en, da seine Politik in Japan nicht gebilligt würde.
?!us$<tnau5fabhntb Land.
Hanort, 24. April.
Die höheren Kriegsbewil-en.
Nachdem die laufenden K iegstcu-'rungszulagen für d'e aktvni Deannen Prenbers und rcs Reichs mit W rkunq vom 1. 1. 19 wesentlich er* 6 t war een sind, sollen auch den v «sorgnnisbe echtigten H eiedb amien im RuVestanoe und ihren Hinterbliebenen ködere Kriegsbeibiifen geivâbrt roetien. Die Dew lligung ist nur auf Anirag und im Be- dürsnis'alle ru'â'stg.
Wer aber eine Krieqsbeibils« schon beantragt hat, braucht fein Ge'uck nicht zu wiede.ho'e>', auch nicht, wenn 's fri'her abgelehnt worden ist. Den D enststelleu, die die Anträge uachzupr^en haben, erwachn dadn-ch eine e, heb icke Arbeit. Es läßt sich Kober eiter nickt vermeiven. daß sich die Erledigung verwgcrn wird. Die Sete listen müssen sich infolge» dessen g buken
E ne aleiche A->fb fferunq robb für die ver or «ngsbe- r fugten O fixere nn Ruhestände und ihre Hlmtlblieb neu erfolgen. Auch ben versoraungsberech« gten HeeresannLörigen b * Ui!trl0ffi;ier- und Mannscka tsstande» und deren Hiuter- blikbenen sönnen höhe e lausende Unlerstützunzeli neben den einmaligen gewährt werden.
♦ r<rfctcttrß der suklendelelensmittel durch Tire k imd BLrger.ailg. Lie Ereignisse ter letzten Locken, insbesondere die K&erujtrg ter Sxtereprbli! in Tayern und der Streik im Ruhr- gtlkt, fielen Ken Krrss.and Ker teutschen D:ark im Auslande treider Lerarlig rersck lcchtert, Katz die unmittelbaren Folgen sich schon jetzt lei ter kes-sciung ter ? reife für die aus dem Auslande «incksihrtcu leieren; Hel gtUenb Zachem. Soweit es jetzt üLcrstlen'n erden lern, wirb Ler Preis, zu welchem das Pfund amcrilärâsckes Sckn alz an Len - rutschen Verbraucher abgegeben werben kann, nickt wehr, wie u..painolich möglich gewesen, auf 4.50 Mk. l is 5 L k.. sintern auf 6 L k. bis 6.50 Mk. sistgefetzt n erten n if.en. In gleicher Leise steigerten sich die Preise für Lie ülriccn du= ten. 2 riskante eirgesi hrten Lebensmittel, die Lem neck ft in xalferon L enoen — in Perlin allein wöchentlich 50 bis 55 2 oggcns ir.it Spea und Schinken — ein-treffen sollen, twTritfeki t, t<È tie leiteten Arbeiter durch ihre Arbeit für die nrtsien ^cHrsssnnttel sorgen.
* Citbitlcclet. 2 us Kein Theaterbüro wird uns geschah : "nfclge der »crsitrs verhaltn lsie ist wegen des Operugâft spw.es ?rar'?r rter fit? <r ene L er/intcrrn^ nickt möglich gerekn. ier Seit in Les t es ffkls a ârd roch Lekanut gegeben, jetock werten txlif.e ferten im Lhoatorbüro (9—12 und 2—6 Adr ,mwè âLânomweu-
• Gintn guten Feng machte die Krianinalpolizei gestern iW der Konditorei Lchihartt, Stirer Friedrich Meyer, in des Krünerfrotze. Gs los.and seit Icnoerer Zeit der Verdacht, Latz Meyer ein großes Schleichhandelslager u'.-vtevhalte» müsse, aus dem die Ma-terial-ien für seine Backwaren entnommen
wurden; aler trotz aller Tewühunyen gelang es bisher nicht, dieses Laorr aufzüfinken. Erst gefiern kam man ihm durch eine« Zufall auf die Spur. Tie Kellerräume her Konditorei hatte» einen geschickt rerboroenen Zrgeng zu einem wahren Labyrinth von IT Lumen, in tem ungeheuerliche Warenmengen faii grfteUt Murten. 90 Zentner L ehl, zum größten Teil prima Wsizen- avszrermehl, riesige Dengen Marmelade und Kw.rstho ig, urck tar sinke rrn ?Icfden Lein wurden dort entdeckt und sofort durch mehrere Lage,' der allgemeinen Lebensmit-tclver'orgumg zugeführt, L'Lhrend Leyer und einer seiner Gehilfen, der bs» sonders bclaftet bt, in llntsrsucknngshcrst abgeführt wurden, hatte die Kriminalpolizei mit mehreren Angestellten der Lebers- mittelrersirgung den ganzen Tag über zu tun, um die rieft gen Warenmengen durch die dunkelem Kellernamine wieder cm» Tagesliât zu fordern. Eingehende Unters Übungen sind im Gange, um die Quellen zu ermitteln^ aus denen Lie Schleich, Handelsware bezogen worden ist.
«8. gen ilferrlcrb der Konzentverbindung. In feftblch gr- fckmücktem Saale in der „Eentralhvlle" hatte die hiesige Kon- zertrerbintung am 2. ff; er feier tag abends 5 Uhr ein großes Familienfest arrangiert mit anschließendem Ball unter dem Motto „Ein SLudentenabend in Alt-Heidelberg". Der glückliche Schöpfer dieses Gedankens war Herr Wilhelm Jhl jr., der sich auch für vielseitigen Leifall bedanken und mit einer Blumen- spende zufrieden geben konnte. Besonders stimmungsvoll wirkte die prachtvoll hergeriâtete Dekoration. Ein nrshss,,selbstzufriedenes 1.cde"i war allen Gesichtern abgulekn, geziert mit .,Stuten,tenmüben" und „Kolorbändern". Freudetrunken Balkon froblide Stube ntro lieber ,.D alte Lurfckenherrlrchkeit! Wohin bist du entfckrunden?" durch den Saal, mit Merchfellerschütt-rn- der Humerist'k unterhielt Herr Louis Müller die Ariwriendem und wollte der LeifaU kein Ende nehmen. Ein „Stubenton- Fech tret gen" (Leitung Herr W. Rode), avsyeiühut von 4 Damen und 4 Herren aus den Reiben der Mitglieder bet Konzert- vcrhindnno, Ituitkn den guten Sinn auch für turnerische llnterfaltrnoen. Eine kleine Tbeatervorfübrung „Alt-He'.del- tew. du feine . .“, lebende Lieder in 1 Akt von Marcellus. PunvUkg k.i... 5- .... MW^t. &£i der ZMMY. Der Hc-M' darßeller Herr lf h. Zockmann der auch :Lr He Regie verantwortlich zeicknete, durfte sich für eine besonders große Blumchr- fpende bedanken. Auch die weiteren Darsteller — die Tiamat sind uns leider ridu bekannt — waren ganz bei der Sache und durf- te'.r wchlrerdienten Beißall entgeaennehmen. Herr Wilhelm ^hl jr. war um den musikalischen Teil bemüht. Verschiedene Konzertstücke der Garnisirckapelle bildeten einen weiteren Teil der A!erl u nterheltnug, an bi« sich noch eine Verlosung und
Ball anichloß. , . . .
* TuruoFsellfchast Hanau, gegr. 188L Am 1. Ofterfciertag hielt die Turreesellsck-ast 5ar.au in den Sälen der „Genival- hAlle" ihr 38. Stiftungsfest ab. Gleichzeitig formten wieder eine Anzahl Turner auf eine 25fäHiee urunier'brede.Te Mitgliedschaft in dem Herein zurückblicken. Es sind dies die Turner Herren Hugo Parbkel, Aikkelm Taite-rhausen. Andreas Becker, Huvo Eisermann, Karl Ganter, Wilhelm Herbert, Heinrich Lohrev, Wilhelm Martin, Theodor Staab und August Merchs-rl- färtner. Vom Vorstard der Turrgefefifdaft mürbe den Jubilaren eine ocjd nedreU areceführte EhrenurkurÄe überreicht. Senters der^ikilcr« kprack Herr H. Barthel seinen Dank aus und ricktete en alle Festleilredmer, ganz besonders an die jungen Leute die Bitte, sich zur Gesundung des Käfers und Geistes dem Turrsport zu widmen und dem Verein anzuschlichen. Aus dem reilllaltigen Prcoramm sind besonders die turnerischem Aufführungen an Beck und Barren, die ein Zeugnis körperlicher Kraft unb Cemvukbeft waren, sowie die gut sin'atmwmgqteCien- imb besonders fduicTire.i Freiprramiken kerrorzuhebtN. Das firr r chlhckcrrt» ,fcr“ Tcypelcrortett brachte einige Chöre äv^rft mirlurosnol' zum Vertrag, die ebenso w'e der Sartton« -olo ,Dos Gewitter" des Herrn A. Hohn sehr ge'kelen und starken' TeixU lei ton Zuhörern alt skaten. Desgleichen konnte Herr Thriftion Friedrich für den von ibm einstudrerien Ki-mder- noicen welckor ron 13 Töbder cukefüfrt wurde und der ge« rado'u' ollerliekst wirkte, reid e Bei^llslorbeewen ern'en. Zwei flott urd 1 cti ilich ge'pioltr Lustspiele „Sie lat ihr Herz entdeckt" und „Eine rollkompene Frau" trugen ebenmUs zur B«- fdfreru.ta des Abends bei und fanden ein beifallsfreudiges Publikum "um Sllluß sei noch der Küllleâen Karell« gedacht, die d<n irtfM'Tdm Teil des Bbends ükerncmmsn batte und in erfrrft -ust'ederstellerder Weise ihrer Ausockb« aerecht wurde. Nach B"«ndiouna des Festes trennten sich alle Semd-er mir dem Bemutztse'N. kei ter Turnern wieder Einige frohe, an-genehme Stunden verlebt zu leben. .
• fterHae XerGiwaren. 3nfercfenten machen wir betraut »»tm-rk am, daß besondere Wnntcke über .st"teilnng von fertigen De rtif waren bei dem Temobilmachunsraurschuß, Ror,üoffabte,lrma, schriftlich »"ter kinacd-nd-rBemündiing iVort eingereicbt werben sönnen.
* #i,h r» und euernahend. Auf den heute abend 7V« in b-r ?(knf>H\iIk“ switsindenden Lieder- und Opernabmd sei nochmals birq'Wiefen. Das Promamm ist rüchbaltig, abwechSliingSreich und funüro'! zukammena^stellt und büraen die Namen her Mi- wmkenden Künstler: Srau No>'a und Frl. Ria ® i n st er, »eins Schic«, Kavellmtister Eugen Imboff, ,ow,e die Garnison- ranelle für anteAuSnlhriwg des Programms, welche» Szenen an» dw Ope'n .Freüchiid'. ..6arm ne, .Cofi van Tutte*'. .Zar und ginitntrmann", sowie Lieder und Duetts enthält Auch gelangen yiofinfolt von Frl. R. Ginster, sow-e Klcviers»li von Herrn ^m» boK zum Bortran, außerdem noch Konzertstücke der biesigen Garniion- fovelle. Herr H. Sckien wird sich an dem heutigen Abend verabschieden, um sein Engagement an dem Neuen Overettentneater m Bonn (Dir. A. Stcfftcr), an weitem er auf mehrere ^ahre Der« Dßirfitet ist, auznireten. Der Saal ist gut gebeizt une bei ich!«!. Kaiten sind bis 5 Uhr zu haben in her .CentralbaGe , Mnig* âiufibanbhtng, Buckhnndlniig Eyermann, sodann an der Slbendkaim
* Vo« einem Treibriemen erfaßt. Im Betriebe der Kar tonnaoeiunonstrie G. m. b. H. in Wächtersbach wurde am Dienlta^ aberb der Fabrikarbeiter Heiimich Blos aus Wittgeuborn von rinemj t. br auen erfaßt und so schwer am linken' -ftiß verfttzh,^diP^fyk »E mb Kravkcâuje abgenommeu »erd« ®u&.4»/ -