Einzelbild herunterladen
 

EtnrückUngSgebührt

z>it 7gespaltene Petitzeile oder deren Raum 20 Pfg. i« Reklameteil die Zeile 60 Pfg.

Rotationsdruck und Verlag der Buchdruckerei der

General-Anzeiger

Kivlliches Organ für AM- und AMms Kaaa«.

verein, ev. WaifmbauseS in Hanau.

Dez«sSprei-r

Vierteljährlich 3.15 Mk., monatlich 1.05 Mk., für Post, bezug vierteljährlich 2.70 Mll, monatlich 90 Ph^

Die einzelne Nummer kostet 10 Pfg.

Verantwortlicher Redakteur: Gustav Schrecker-

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit Unterhaltungsbeilage. fürAnzeigen ».Reklamen: August Bro dt, beide in Hamm.

fr. 71 Redaktion 640 (Erp Ah ton 23® Dienstag den 25. März

Ferns prechanschlvß Redaktion 648 Ervedttion 23®

1919

Unsere FriedensunLerhanÄler.

Zn der Kabinettssitzung vom 21. d. M. sind nach ein* ^nden Vorarbeiten die irrten Entscheidungen über die Zn- Fmensetzxng der deutschen FriedenSdelegation gefallen, die die deutsche Sache in Paris oder Versailles in Deutschlands ^erster Stunde vertreten und verteidigen soll. In Ruck­et auf die Fülle der Probleme, dte die Liquidation des Weltkrieges aufwerfen dürfte, wird die Delegation ziemlich Wfanqreich sein. D'k Namenlisie stellt genau betrachtet ftiâzeltig eine Aufzählung der zur Zet führenden Männer Deutschlands dar. Mit Namen Heinicken und Rathenau Wbt ein schmerzliches Ermnern für immer die Epoche in unerhörten Aufschwungs Deutschlands verknüpft. Heute Mn dieselben Männer dafür kämpfen, daß dasselbe Deutsch« [mb nicht von französischer Rachsucht und englischem Neide zum langsamen Erdrosselungstod verurteilt werde. Wenn statt gewissen Presseorganen der Entente glauben müßte, dann ist die Mühe der Bildung einer deutschen Friedens, dilegation unter Umständen nur eine Aktion in den lufi« keren Raum hinein gewesen, dann toll nns ein Gewalffriede Miert werden und dann wird von der deutschen Reichs- Ikilung unter Umständen nur ein Beamter des Auswärtigen finite« nach Paris reisen, und daS historische Dokument eines Mson-FritdenS,wie sie ihn auffaffen" zur Weiterleitung alt die Reichsregierung abholen. Trotzdem aber hat die ieuische Regierung nur einer sell'stverständl chen Pflicht ge­nügt, als sie unbekümmert um alle Hetzmeldungen der Pa­riser Boulevardpresse mit der Bildung der deutschen Frie- teiiidelegat on einen weiteren Beweis dafür erbrachte, daß wir trotz allem auf der Hoffnung eines wahrhaften und dauernden Fiedens verharren. Wir wissen, was ungefähr an Pösem geschehen und beschlossen worden ist während der W. in der Wüson sich in Amerika beiAii^ii^

Mmenceau und Lloyd George starke Trümpfe bereit hielten, um sie gegen den ameulanischen Präsidenten auszuspielen, Hub wir wissen nicht, inwieweit es Wilson gelungen sein wirb, sich durchiusetzen, aber über allen sind wir eines ge» H: Wenn Clemenceau und Lloyd George in der Zeit bis zum endgültigen Friedemschluß sich nicht doch noch zu einer besseren Einsicht b kehren, dann wird Europa unabwend­bar ein Opfer deS We tbolschèwiSmus. Die Politik, die die gegenwärtige französische m b die e iglische Regierung ver­folgen und die keinerlei V -nunftsgründen zugänglich zu sein scheint, hat den Bolickew smus gerade jetzt wieder einen großen und weittragenden Erfolg verschafft. In Ungarn ist ein neuer Umsturz einpetreten. Die wiederholten Mißgriffe und die offensichtliche Vergcwaltigung^tendenz, die das Schuld- konnto der Entente schwerer und schwerer belastet haben, haben jetzt da-u geführt, daß Ungarn sich der Sowjet­republik auf Gedeih und Verderb in die Arme geworfen hat. @8 ist ein Bündnis aescblossrn winden, das den Herren in Paris noch einige Kopfschmerzen bereiten w rd, und der roten Armee ist ein weit offenes Eiufnllsior nach Westen aufgetan worden. Vielleicht wird die nächste Zet schon schreu, welche Folgen daraus entstehen. Der Hort- des Westens vor dem Bolschewismus ist noch immer Deutschland und zwar jetzt erst recht. Ein Diktaifriede würde bett schützenden Wall zertrümmern, der allein noch die boliche- wistische Sturmflut daran hnderte, sich in unwiderstehl chem breiten Strome ins offene Land zu ergießen.

Um das Privatvermögen des deutschen Kaisers.

Telegramm desHanauer Anzeigers".

WB. London, 25. März. (Unterhaus.) Beitonley fragte, bb etwas getan würde, um das Privaivermögen des deutschen Kaisers als Beitrag zum Ersatz der Kriegskosten vorzumerken, ^»nar Law antwortete, es werde jede mögliche Zah­lung s q u e l I e berücksichtigt, im übrigen werde er b'n Vorschlag einem britischen Vertreter im Ausschuß für bchadensvergütung überweisen.

Die Versorgung Deutschlands.

Wb Berlin, 24. März. Der Vorsitzende der britischen Rom. Mnon in Spa teilte in einer Note vom 23. März mit, daß in Aus- wvrung des Brüsseler Abkommens für rund 35 Millionen Dollar Nahrungsmittel aus amerikanischen Quellen und für rund 20 Mill, ^"""r ans britische» Quellen zu sofortiger Lieferung bereit feien, lv^ .Nische Regierung werde um Mitteilung gebeten, wann die tm -'rüffel« Abkommen als Bezahlung hierfür vor»esehenen 11 Nnlllonen ?l"Nd Sterling in Selb in Brüssel eintreffen; da die Ueberfubrung °er Goldes nach Brüssel, wie der Entente bereits mitgeteilt wurde, 26. März erfolgen wird, dürfte mit dem Beginn der Liderung oben erwähnten Lebensmittel in kurzer Zeit zu rechnen sein.

Am 23. März ist, ivic die deutsche WaffenstillstandskommMlon «urteilt, noch der DampferSecundoS" von Hamburg nach Downs Mangen. AiM- 2s März wir» außer den bereu» gemeldeten 'RwlutH bei Dawnier ^SÄuhelÄhurA" »äA Lnalaud in. See aebeu.

Die Sowjetrepublik Ungarn.

Während die Hyänen des Weltkriegsschlachtfelder sich mit heiserem Haß- und Rachegeschrei in wilder Länder­gier und widerlicher Profitwut neidvoll und eifersüchtig um die Beute balgen, geht hinter ihnen im blutigroten Widerscheine des Bolschewismus die Welt in Flammen auf. Für die Entente ist die Umwälzung in Ungarn doppelt verhängnisvoll für sie, weil gerade dieses Land das Aufmarsch- und Operationsgebiet für den inter­alliierten Entscheidungskampf gegen die russischen Bolsche­wik! hätte abgeben sollen ein furchtbares Mene Tekel, des grausamen, unheilvollen Spieler mit imperialistischer Gewaltpolitik und vernichtendem Diktatfrieden genug sein zu lassen und den armen Völkern endlich einmal wirklich den Frieden, aber auch den wirklichen Frieden zu geben und damit durch die Arbeit und den Ordnungs­willen der Masse gefestigte sichere Verhältnisse erstehen zu lassen, den natürlichen Damm, an dem allein sich Willkür, Gewalt und Aufruhr der Minderheit brechen.

Das ungarische Volk hat sich unter der Lockung des Bolschewismus nicht zuletzt gegen den Druck der von der Entente bereits vollzogenen und noch beabsichtigten wei­teren Besetzung seines Landes in Grimm und Ver­zweiflung aufgebäumt und ist, sich überschlagend, nun von dem einen an den anderen Rand des Abgrundes geraten. Die Hilflosigkeit und Ohnmacht einer schwachen Regierung haben diese Entwicklung der Dinge nur be­schleunigen können.

An neneren Nachrichten liegen heute die nachfolgen­den vor;

Wien, 24. März. Heute waren Gerüchte hier verbrei­tet, daß bie Verbindung zwischen Budapest und Wien unter­brochen sei dadurch, daß die Stadt Raab von den Tschechen, die von Homorn vorgesrungen find, genommen wurde. Zu Raab befindet sich die große unaarische Kanonensabrik, bereit Besitz dieser Anschlag in erster Re be gegolten haben wird. Es war bisher nicht möglich, eine Bestätigung des Gerüchts zu erhalten.

Keine Zerstückelung Deutschlands!

Berlin, 23. März. Heute fand hier im Zirkus Dusch eine außerordentlich stark besuchte Protestversammlung gegen die Zerstückelung Deutschlands statt Es sprachen die Abgeordneten von RickäHoseu und Eüdemann. Eduard Bernstein, der deutsch- österreichische Gesondte Prof. Ludo Hartmann, der Generalse­kretär der evangelischen Arbeiterverbände Rüffen und Abg. Dr. M. PfeifferDie Redner betonten, daß sich der Protest nicht nur gegen die beabsichtigte Losreißumg deutschen Gebietes in Ost und West vom Deutschen Reich, sondern auch gegen die Machen« schaßten richtet, durch die eine Vereinigung Deutschösterreichs mit Deutschland hintertrieben werden soll. Zum Schluß der Der- sonn lung wurde folgende, von allen Rednern genehmigte Re- folution verlesen, die mir einmütigem Beifall von der Versamm­lung begrüßt wurde

Aufs neue bekräftigen die Versammelten, daß Deutschland die Waffen niedergelegt und sich zum Frieden bereiterklärt hat in Uebereinstimmung mit dem Programm des Präsiden­ten Wilson. Das beutf^e Volk ist entschlossen, auf diesem Staüdpu.rkt M beharren und die Friedensverhandlungen nur in dieser Richtung durchzu führen. Die Gegner sind ebenso wie wir an das Wilsonsche Programm vertragsmäßig gebunden. Die Versammelten verlangen von den Friedensdellegterten und allen amtlichen Stellen auf der feierlichen Zusage der Entente zu bestehen, daß der Frieden nur unter Gleichberechtig­ten, auf Grund der Verlautbarungen des 'Präsidenten Wilson gefcklosten werden dürfe. Wir weisen entschieden jede Zer­stückelung deutschen La'ndes und jeden Eingriff in innerdeutsche Derhälliiifie zurück. Alle Stände und Parteien find sich einig, daß jede Vergewaltigung des Deutschtums ebenso abzuwehren ist wie die Vergewaltigung eines anderen Volkes. Ein Wille und ein Interesse ist in allen lebendig: der Frieden des Rei­ches und der Gerechtigkeit. Das deutsche Volk wird einen an­deren Frieden niemals anerkennen."

Eine Ansprache Schissers.

Berlin, 23. März. Nach Schluß der Versammlungen, die heute an verschiedenen Stellen Berlins über die Frage der Los­trennung deutscher Gebiete statigefunden haben, begab sich ein Teil der Besucher im ge'chlossenen Zuge nach dem Reichskanzler- Hause, um dort bie gefaßte Entschließung zu übergeben. Der Vizepräsident des Reichsministeriums Reichsminister Schiffer hielt darauf von einem Fenster des Reichskanzlerhauses aus eine Ansprache, in der es heißt:

Namens der ÜReid? siegte mag habe ich die Entschließung, die Sie in einer machtvollen Versammlung gefaßt haben, ent- Sgengenommen. Namens der Reichsregièruug verspreche ich men, alles zu tun, was in menschlichen Kräften steht, um das wahr zu macken, was Eie von uns verlangen. Aus Ihren Narten spricht der feste und heMye Entschluß eines ganzen Volkes, zu seinem Volkstum zu stehen und alles ihm zu opfern. Da in unseren Zeiten keine Regierung Kraft hat, die sich nicht stützt auf die Seele des Volkes. so hat jede Regierung nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, der Seele des Volkes in den Hecksten Dingen nachzugehen und nachzuleben. Und so wollen mir in demselben Geiste handeln wie Sie ihn verkündet haben. In Ihren Worten: Wir Hoden einen guten Grund, einen festen Baden, das ist ter Boden des Rechts, auf dem wir stehen bleiben, von dem losten wir uns nicht abdrängen. Und im Eüfc des STethts u ird das Heil des Vaterlandes liegen." (Stürm aih. Beifalls

Nackdem inzwischen neue Masten die Entschließumzen anderer Veilonuilunaem aedroelt Latten, die sich eben solle aeasa bi*

Abtrennung der deutschen Gebiete, namentlich der alten Stadt Danzig wenden, trat Herr Schiffer nochmals ans Fenster und sagte etwa:

Die Entschließung, die Sie gefaßt haben, hat mich tief ergriffen um des Geistes willen, in dem sie gefaßt rooAen ist. Ich fasse, was Sie in Ihrer Entsthltchung gesägt Haber, im wenige Worte zusammen: Wir Deutsche müsse« deutsch blei, bsn." (Sturm. Bravo.)

Eine Rede Erzberger«.

Berlin, 23. März. In einer im Sportpalast abgehaltene« Protestvevsammlung gegen die Zerstückelung Deutschlands führt« Reichsminister Erzberger u. a. aus:

Die Worte Wilsons über Polen werden mMraucht. In einet seiner Botschaften sortierte Wilson, daß alle strittigen Gebiets- fragen so gelöst werden sollen, daß seine neuen (Elemente von Zwist und Gegnerschaft und von Friedensgesährdu.igen ge­schaffen werden. Es müßte nicht schwer fallen, bei allseitigem guten Willen eine befriedigende Lösung zu finden. Aber bie Polen ziehen den Weg der brutalen Gewalt vor. Artikel 16 des Waffenstillstands obkvmmens schließt das Betreten von Danzig und bet Weichsel durch die Polen aus. Das deutsche Volk erhebt einmütig feierlichen Protest, daß ein in seiner überwiegenden Mehrheit deutscher und deutschgefinnter Teil seines Gebietes vergewaltigt werden soll.

Deutschland ist bereit M einer Neutralisierung der Weichsel, was Danzig als Freihafen einschlreßen würde. Das deutsche Volk sann und wird einen Frieden, der mit der Annexion von Danzig, Westpreußen und eines Teiles von Oberschlesien belastet wäre, nicht unterzeichnen. Was bann kommt, dafür überlassen wir bie Verantwortung einzig und allein der Entente.

Sofortige Herausgabe unserer Kriegs- und Zivilgefanysnem sofortige Aushebung^ der Hungerblockade sind die Punkte, in denen wir fordern, daß bie Franzosen und mit ihnen bie Alliier, den endlich dem deutschen Beispiel von 1871 folgen. Als dritte Forderung stellen wir auf die sofortige Räumung der besetzten Gebiete. Deutschland kann nur dann seinen Derpslichtungen nachkommen, wenn es völlige Bewegungsfreiheit besitzt. Das Friedesjahr 1919 soll feine Wiederholung sein des Friedens­jahres 1871.

Ein» Kundgebung *er besuchen IK-ustriNütr,

Berlin, 23. März. Der deutsche JuvtchUeLLt hat an d-n Prä­sidenten des Re'chsministertrm.s folgende Eingabe betreffend die Abtrennung der Rheinlande gerichtet:

Nach Mitteilung aus dem besetzten linksrheinischen Gebiet beabsichtigt die Entente, das linke Rheinufer unter Aufrichtung einer rheinischen Zollgrenze politisch und wirtschaftlich für eine Reihe von Jahren vom Deutschen Reich« zu trennen und die Dicdorzugchcii gleit zum Reiche einer späteren V-ollsabstinu» mung rorzubehalten. Der deutsche Industrierat als Vertretungs- kcrperfck ast ter gesamten deutschen Industrie legt gegen diese Bestrebungen die ichärfste Verwahrung ein. Er weist auf die un­ermeßlichen Ecködixungen hin, die bei der VerwirMchuüg bei feindlichen Absichten für bas deutsche Wirtschaftsleben und damit für das gesamte deutsch« Vaterland entstehen würden, Schädi­gungen, bie um so nachhaltiger empfunden werden würden, als bei dem augenblicklichen Tieffland unseres Wirtschaftslebens eine Wiederaufrichtung sich nur dann ermöglichen lassen würde, wenn alle bisher vorhandenen Kräfte mit äußerster Ansvannunst diesem Ziele dienstbar gemacht werben könnten. Die Besonder, holt der rheinischen Industrie und ihre große Bedeutung für bie deutsche Volkswirtschaft find zu bekannt, als daß es erforderlich wäre, noch arrdrücklich zu betonen, in wie hohem Maße gerade mit diesem Indvstricoebiet bie Hoffnung auf ein Wiedsrauf- blühen unseres LirlfSaftslekens verbunden ist. Ein auch nur zeitlich bearenzter Verlust dieses Wirtschastsgebietes würde zu uncbselborrn Folgen führen. Aber auch mit Bezug auf eine spätere Zeit scheint uns die Durchführung der feindlichen Plan« von unbeilvcver Bedeutung zu sein. Infolge der Errichtung bei rheinischen Zollgrenze würde eine Trennung der linksrhemrschea Industrie von ihrem bisherigen Hauptabsatzgebiete emtreten, die zvauxsläufig eine Annäberuug an die westlichen -ander herbcisühren müßte. Dieses aber wäre gleichbedeutend damit, daß eine spätere Velksabstim.m.ung über die endgültige Staats. Zugehörigkeit der linken Rheinland« zu Umgunsten des Reiche, Leeinflrßt werden würde.

Der teutfde Indrstrirrat gibt daher der Erwartung Aus. druck, daß die Regierung des Deutschen Reiches dar Bestre­bungen der Entente mit allen ihr zu Gebote stehenden Deuteln entgegentreten wird.

Die Ausstondsbewegung.

In Dortmund legten die Arbeiter des Eisen- und Stahl, werke? Union, mit Ausnahme der an den Hochöfen beschâfti-ten, wegen nicht erfüllter Lohnforderungen die Arbeit nieder. Zwilche, den Verbänden und dem Werk finden seit einiger Zeit Verhandlunge, über die Lohntarife statt.

Im Ruhrgebiete sind am SamStag die Belegschaften bei staatlichen ZeckenScholven" undWaltrop' wieder vollzählig an. angetahren. Auf den ZechenPräsident",Karolinenglück' betande» sich in der Freitagmittagrichicht und der Nachtschicht, sowie in bei Samrtagmorgenschicht 3240 Mann in Au»staud.

Durch den Streik auf der ZecheKarolinengluck ist, wie au« Bochum gemeldet wirb, auch der Bochumer Verein in Mftleidenschay gezogen worben, der von dort seinen Koks bezicht. 2 ereiH am Freitag mußten einige Betriebe des Bochumer Verein? feiern, und es desteht für dieser Werk die Gefahr, den Betrieb ganz, lich ein stellen zu müssen. In einer Bclcgschaftcrverlammlung d-i Bergleute der ZecheKarolinenglück" wurde duraus hmgewreien, daß bei einem längten Streik 10000 Arbeiter des Bochumer Vereins aui die Siraße gesetzt würben. Trotzdem nahm die Versammlung ein stimmig den B-'wluß an, bi« zur Haftentlassung bei Vertrauen». manncS Zimmermann zu streiken. .

Dee H ansa-L loyd-Werke in Bremen machen bekannt daß, nachdem ein großer Teil der Arbeiter der Bremer Werke fest einiger Zeit durch arbeit Widerstand die Arbeit verweigert un, Sabotage verübt, durch die Akte der Terror» sowohl gegenüber ihre, Mitarbeitern, wie gegenüber den Bcaintcn und der Direktion ein en spncßlicher Arbeiten unmöglich gemacht wird. Der Betrieb wird al 24. Märr für die Arbeit, r bi» auf weiteres aeicklone».