Einzelbild herunterladen
 

MurSckuugsgebühvt

IAx gespaltene Petitzeile oder deren Rmrm 20 Pfg. tat Rellameteil die Zelle 60 Pfg.

General-Anzeiger

JtotatbnSbrndt und Verlag der Buchdrucker« deS verein, ev. Waisenhauses in Hanau.

BezugSpeeisr

Merreljährlich 8.15 Mk., monatlich 1.05 Mk., für Pop degug vierteljährlich 2.70 Mk* monatlich 90 Pf^

Die einzelne Nummer kostet 10 /

Derantwortlicher Redakteur: Gustav TchrekksN. Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn» und Feiertage, mit Unterhaltungsbeilage. fürAnzeigen mRellamen: DngustBro-t, beide m Hem«.

Fernsprechanschinß

Redaktion 640 Ervedirion 281

Snmstag den 22. März

Fernsprechanschluß Redaktion 648 Expedition 28t

19h

MUWMÄL--»«??«^

f

Der gestärkre Mehrheitswille.

I Mzu schnelle peütti^e Propheten haben geweissagt, baß sie Massen deS deutschen Volkes bei den heutigen Zuständen

sz das baaer des RadilaliSmus aesührt werden würden. Der s^ der Zeit bringe unaiWärlich nach links, sodaß die jetzige M drheit in absehbarer Zeil aufhären würde, eine Mehrheit I sein. Besonders die unabhängige Sozialdemokratie glaubte, M nun ihre Z it gekommen sei. Sie wies immer und Wer wieder auf die 300 000 Wähler bin, die bei der Berliner Kememdeveriretung für die U. S. P. D. gestimmt falten. Der Wahlausfall in Berlin ist noch niemals aus» jâoebend für das Reich gewesen. Man weiß, daß hier |ie Nenolutionspsychose und die Maffenkypnos« eine große Polle spulen, die aber nie von entscheidender Bedeutung für sie geiaiiite Politik sein kann. Ein Neberblict über die vor» Kommenen Wahlen in den ff^en Wochen ergibt vielmehr ;ein Bild, das von dem Wah'auslall in Berlin ganz erbeb« adiveicht. In den einzelnen thüringischen Kleinstaaten Wid die llua^hänaigen in ganz verschwindender Minderheit fliehen. So haben sie im Landtag von Schwarzburg» Plidolstadt und von Sach>n»Meiningen nur je 1 Sitz er» Klien, während die Melrheitssozialisten mit 10 bezw. 14

Migen die Majorität erhalten haben. Das gleiche Bild Mim auch die nordischen Haienstüdtr. Hier hofften die Un» I gängigen besonders deshalb zu siegen, weil sie eine Hetze MM des Vorgehens der Regierunastruvpen inszeniert Wlien. Der Erfolg blieb ihnen indessen auch hier »er« Hagi. Bei der Volksvertretung in Bremen konnten die ttn* we*e« nur 38 b.i- âAâMttsien â^15 er- togen, »»ährend rS die Mehrheitsiszialisten auf 67 brachten. Wehr gut schnitten auch mit 39 Sitzen die Demokraten sd, für die der Wahlausfall der letzten Wochen, genau so pie für d'e Mebrheitssozialisten, durchweg günstig ist. Be» ? uichnend für die Düffeldoi fer Vorgänge ist der Sieg des WrittrumS bei den dortigen Stadtverordnetenwshlen, die 33 Witze gegenüber den 23 der Unabhängigen erhielten. Die Wracke, daß die unabhängige Sozmldemskratie als sozia» . listige Mittelpariki Stimmen nach rechts oder links abgeben Miß, hat sich besonders deutlich bei den Arbeiterratswahlen Mzeigf. In .Halle, wo die Unabhängigen bisher fast alle Ettzk iimehallen, haben sie infolge ihrer Terrortaknk beim iortinen Generalstreik 36 Sitze an die Bürgerlichen und 12 in die Mkh'heits'ozialisien abgeben wüsten, während sie sklbst nur 37 et sielten. Bemerkenswert ist auch daS Chem» Htzkr Wahlergebnis, wo die Mehrheit^sozmüsten 43 713 Klimmen (17 Sitze) e«hielten, die Unabhängigen dagegen Mr 4356 Stimmen (1 Sitzt. Selbst wenn Chemnitz immer MN merkwürdiger Wahlbezirk gewesen ist, hat eS doch einen Menen Reiz, zu 'eheu, was hier die Unabhängigen vor allem MN Spartakus verloren; denn dieser erhielt hier 16 418 ßktimmen. In Magdeburg hatte die unabhängige General- Mtllhetze v,r ^.gig^ daß die N. S. P. im Arbeiterrat nur

Sitze gegen 135 der MehrheiiSsosial^sten erhielt. In lymoüfr brachten sie es sogar nur auf 11 gegenüber den P? der S. P. D. Im ganzen bat allo der Ausfall der jgenannten Wahlen bewiesen, daß Mehrheitssozialisten, Demo» r'raten und Zentrum vor der Zukunft keine Angst zu haben drauchen. Die Mehrheit des'Volkes steht fest hinter der ntgieriing; denn das Volk weiß, daß, wenn eS jetzt auch ^dur langiam vorwärtsy-chen kann, es doch sicher vorwârts- ^bt, und es vertraut den Parteien, bie es stetig vorwäns- rtngen und die sich nicht auf unsichere polnische Experimente itnlaffcii können.

Die Friedensfrage.

,. ^^- Genf, 22. Nach demCarriere della Sera" hatte Wilson » nch nach seiner Ankunft eine zweistündige Unterredung mit Clemencau, °S ^°n größter historischer Bedeutung gewesen ist. K« sollen end- ? ^8e Beschlüsse über die Regelung der Grenzen festgelegt worden & Man erzählt, daß Wcki'on an seinen 14 Punkten sesthalt«. Es uffre eine Formel gefunden* werden, welche Frankreich Kohlen- 1 ^strimgen aus dem Saargebiet ohne territorialen Besitz zusichert.

6rffs P" ^"kis, 22. März. Der ,â;elsior" veröffentlicht folgende ^nlarmig: In einer Besprechung mit englischen und amen kam scheu ^urnaltsten machte Oberst Hvuse gestern Erklärungen von außer- deutlichem Interesse. Er führte an«, daß die Geschäfte einen guten , "m "kbmen und schneller erledigt werden könnten, al« inan an« rY1*» wagte. Tie Friedenspräliminarien werden Sametag in h?. w?®fn endgültig festgelegt fein und eS ist möglich, daß man sie

- ablauf von drei Wochen der deutschen Abordnung in Versailles MUcn kann. Er werden bi» zum 29. März zwei Plenarsitzungen ^Usmden zur Ratifizierung der englischen FriedenSpriliminaric».

Bedenkl, (Gärung im franz. Besatzungsheere.

. ..^rrlkch, 20. STÜrg. Eon zuverlöffiger Seite wird gern elbet, Lr®il* honftijpWe Heeresleitung sich gezwungen sieht, den grüß- des Vesotzuugtheeres im Elsatz von schavor-eu Kolontol- ^u<rü,«n zu lassen. Die bisherige Gärung im sranzö- ME" * e'aturgtleere im Elsosi nimmt täglich an Umfang zu. S geplante Ersatz der weißen Franzosen in den besetzten Ee- Mr » Deutschlands durch schwarze Truppen ist auf bie Unzuvvr- ^WM«U Ur XBeiéen Stanaofen zurüäMjühreu.

Ungarn wieder im Kriegszustand mit der Entente.

Berlin, 22. März. (Privattelegramm.) DemD. ö.-A/ wird aus Budapest gemeldet, Ungarn befindet sich nach einer fp«! abends ringktroffenen Meldung wieder im Kriegs­zustand mit der Entente. Eine Bestätigung dieser Nachricht war nicht zu erreichen, da eine telephonische Ver­ständigung mit Budapest in bey Abendstunden nicht möglich war. Im Laufe deS Nachmittags waren aus Budapest Ge­rüchte eingelaufen, daß die ungarische Regierung bemüfleniert habe, um einem sozialistischen Ministerium Platz zu machen. Die Zeilnngen sind wegen des SetzerstreikS, der einen poli­tischen Charakter trägt, nicht erschienen. Zum besseren Verständnis dieser Meldung fei auf eine gestrige Meldung hingewieseu, mit der die Entente die Besetzung ganz Ungarns mit Ausnahme von Budapest plant, weil bie ungarische Regierung si ch gegenüber der bolsche» »vistischen Bewegung ju schwach gezeigt hat. Was an diesen Gerüchten war ist, muß abgewartet werden. Aus Budapest wird den Morgcnblâttern ge­rn el Bet, das ganze ungarische Reich steht nach den vorliegenden Meldungen seit gestern nachmittag inmitten schwerster Ereignisse, die nicht nur für Ungarn, sondern auch für alle Nachbarländer, sogar für ganz Europa von entscheidender Bedeutung sein können.

Die Hamburger Seeleute für die Ausfahrt.

Hamburg, 21. März. In der Versammlung im Zirkus Dusch machte Serator Dr. Petersen bie Seeleute in ernsten und mit ft«nein Leftall ari-sMnowi^.en Woreen auf bie totere Ser« antworturg auftrerifam, die sie mit ihrer Abstimmung auf sich nehmen. Dnch bie Vertreter der Bordangestellten sprachen sich dabei gegen den Beschluß vom Mittwoch aus, während bie Füh­rer des Seemannobundes auf ihrer ablehnenden Haltung ver­beulten. Die Abstimmung ergab 1770 für, 804 gegen die Aus- fahrt der Schiffe. Die Vertreter aus Emden, Norden, Bremen, Bremerhaven, Nordenham, Lübeck und Flensburg bliebe« auf ihrem ablehnenden Standpunkt.

Generalstreik in Mülhausen.

WB. Bern, 22. März. Nach dem BaslerVorwärts" hat sich der Konflikt zwischen dem Mülhauser Gewerksâftskartell und den Arbeitgebern so verschärft, daß im Prinzip für Donnerstag der Generalstreik kesäkossen worden ist. Die Zahl der an dein Generalstreik teilnehmenden Arbeiter wird auf 25 000 geschätzt. Die bürgerliche Presse befdurärt die Arbeitgeber, in der Lohn­frage nackzilyeben, da der Genera ist teil leicht einen revolutio­nären Charakter annehmen könne und bas französische Militär nicht mehr zuverläffig sei.

Zum Abbruch der Posener Verhandlungen.

Eine deutsche Nottz.

WB. Berlin, 21. März. General v. Hammerstein überreichte General Nudant in der Sitzung der Waffenstillstandskommission oo * 20. März eine Note, in der er feine am 19. Miirz mündlich abgegebenen Erklärungen über bie Frage der Landung polni­scher Truppen in Danzig schriftlich bestätigte und ergänzte. Die deutsche Regierung kost eh«, wie es in der Note auch heißt, auf ihrem 3 ed;t, bie Angelegenheit nicht von der interalliierten Kon Mission in L arsä.au, sondern von der internationalen Lasfenstikstandskommission in Spaa behandeln zu lassen. Die deutsche Regierung Tonne keinessalls die Landung in Danzig und den Turäzug der polnischen Truppen durch bas national ge­mischte Land zulassen. Nicht nur die Rechtslage spreche in ble­iern Falle unbedingt zu Gunsten der deutschen Auffassung, son­dern bie von den Alliierten geseiberte Landung in Danzig würbe auch außerdem zu Ergebnissen führen, die zu den von der Entente wiederholten Versicherungen im Gegensatz ständen. Die Entente behauptet, sie wolle in ben östlich der Weichsel gelegene« deuMen Gebieten ausschließlich die Ordnung erhalten und neues Vlntv«rgießen vermeiden; bie von ihr gefordert« Maß­nahme mürde aber in diesen Landstrich«, bie jetzt herrschende Ruhe stören, indem bas Auftreten der polnischen Truppen zum Versuch gewaltsamer blutiger Unterdrückung der unzweifelhaft deutschen Mehrheit in Westgreußen führen würde. Unter diesen Umständen könne die deutsche Regierung der Forderung nicht zu- Smmen, alliierte und panische Offiziere in den Gebieten östlich t Deichsel unLeschräntt und unbeauffidtigt reisen zu lassen. Es gebe keinen Paragraphen, der Deutschland dazu verpflichtet. Nach den Erfahrungen, die die deutsche Regisrung bei ihrem früheren Entgegenlrn n en in einem ähnlichen Fall mit Herrn Paderewski und Oberst Wade gemacht habe, müsse sie jetzt dop­pelt vorsichtig sein. Die deutsche Regierung sei jedoch bereit, das aieufjerfte zu tun. Sie werde jeden Einzelfall bereitwillig prüfen, ob und unter welchen Bedingungen die Reisen zu bestimmten und begrenzten Zwecken ohne Gefahr für bie öffentliche Ordnung zügel aßen werden können.

D. Hammorstein fügte mündlich noch hinzu, daß unter dem zu­letzt angeführten Gesiätspunkt bie von ben Alliierten gefordert« Reiseerlaubnis für alliierte Offiziere in dem gesamten Gebiet östlich der Weichsel einschließlich des von ben Deutschen besetzten ehen als russischen Gebiets solle, wo diese Offizier« nad) einer Erklärung des Generals Nudant die Lo^e des Bolsä-ewismus prüfen sollen. 3tubant nahm die Note mit bet Bemerkung ent­gegen, er werde sie sofort Foch übermitteln. Die Note habe den Vorzug, klar zu sein, indem sie bie deutliche kategorische Ab­lehnung aller Vorschläge und Forderungen der Alliierten und assoziierten Regierungen enthalte. Sie-osse somit eine tat« sächlich)« Lage, die in entsprechender Weise behandelt werben würbe.

Preußische Landesversammlung.

WB. Btrtht, 2L Mkr^

Eine Reihe von forstmevâ NUfrvgen wird nach «in« Mi tun« des Mir.ifterpräsidenten in allennächster Zeit beantwortet werden. Der Gesetzentwurf über die Entschädigung der Mitglie­der des Hauses wurde einstimmig amgenomnuan. Eine Anfrage von Linz-Darmen (Teutsch-Natt) betrifft die Urrteilbartsit USd Unrensehrtheit des preußischen Staates.

Mbg. Linz- Barmen (Teutsch-Rvt-l.): Das Haus muß Eku sprvch erheben gegen die Hebelgriffe des Reiches in das Selbst, iestiun mixsrecht der Einzelftvaten, und ein solcher Hebe (griff, ist der Beschluß der Nationalversammlung in Weimar, wonach es dem Reich möglich wird, Teile von Preußen loszureitzen, fâständig zu machen oder in andere deutsche Starrten zu oer» einigen, auch wenn Preußen nicht zustimmt. Das ist eine Unev. hörte Vergewalttgung Preußens durch das Reich. (Sehr räch, big! rechts) Es ist eine unerhörte Anmahuug, dich jetzt offe» die Gründung einer westdeutschen Republik betrieben wird. Die Regierung hätte diesen Trennung gelüsten aufs schärfste «Ut. gegentreten müssen. (Sehr richtig! rechts) Die RegierUM selbst ist schuld an diesen Bestrebungen durch ihren brutalen Ein»

gegentreten müssen. (Sehr richtig! rechts) Die RegievuM selbst ist schuld an diesen Destrebungew durch ihren brutalen Etu» griff in das Rechtsleben, durch ihr Prvguamin der Willkür und der UmgeTedytigfeit (Unruhe bei den Sog. Lebhafte Zuftibn- mitng rechts.) Die Schreckensherrschaft der Berliner Bolsche. wisten ist per Parole2©s von Der Kn!" zugute gekommen. Das Unerhörte ist, daß westliche Kreise mit der Entente in Derb im. dumg getreten sind, um eine DoLksabftitnrmung über die Bildung einer rheinisch-westfälischen Republik herbeiguführen. Das wäre nur die Vorstufe einer Loslösung vom Reiche. Die Loslösungs- bestrebungen gehen von Zentrumskreisen aus. In den evUnge-, lischen Kreisen des Rheinlandes denkt niemand da die W-

treiraung Preußens. Preußen darf auf die Rheinlande niemals verzichten.

Wbg. Cchlvßmann-Düsseldorf (Demokr.): Nachdem die Mldu'ng eines däubschen Einheitsstaates sich nicht hat verwirk» kicken lassen, lehnt die demokratische Partei alle ÄufterlUMs- plöne Preußens entschiedn ab. Insbesondere verwerfen auch wir alle D^trebungSir zur Gründung einer eigenen rheinisch- westfälischen Republik. Duck ein Teil des ZemtrUms steht diese» Bestrebungen kühl und ablehnend gegenüber.

Abg. Runge (Sog.): Wir Rheinländer sind Deutsche und wolls.r es bleiben. (Beifall) Die Losirrnnungsbestrebunaen stehen in direktem Widerspruch zu de« Wilsonschen Pla-ne-n, bie doch auch von der Entente angenommen worden sind. Die Lvs- lösungckestpebnngen gehen bis zum 9. November zurück. Schon am 4. Tezewber wurden ZentrawsstiinMen laut, die die rhei» nisck-w estfälische Republik ausrufen wollten. Auch an meine Parteitreurde hat man sich gewandt, die sich aber völlig ab­lehnend verhielten. Die Arbeiter im Rheinland sind gegen eine eigene Republik.

Ministerpräsident Hirsch: Die LvslLsungsbestrebunzen int Rhein lande gehen aus eine Zeit zurück, wo von Bolschewismus nickt die Rede sein konnte. Ich bedauere die einseitige Sitellung-- nohme des Abg. Linz in diesem Augenblick, wo das ganzr preu­ßische Volk einmütig sein sollte. Uevrigens so ahwegig die Los- läfungklesireburgen im Rheinland« sind, so holte ich es für unreckt, bie Führer der Bewegung der Teütftf-feiitMi$$eit zu beschuldigen. Die Gründe für die Bewegung liegen zum Teil in kulturellen Sorgen, zum Teil auch herrscht bie Befürchtung, daß die politischen Beamten sich künftig in einem den Rheim, ländern widersirritenden Sinne betätigen könnten. In West­falen hat sich dann eine Anschlutzbeweaung geltend gemacht. In, den LoslofuTTsbes!reinngen liegt Mangel an Soltdaritätsge- fühl, der auf das Ausland nur ungünstig und unter Umstände» gefährlich wirken kann. (Sehr richtig!) Im .Lomme libre" Lrnn man davon lesen, di« Franzosen wollten am Rhein nickt» anderes, als was bie Rheinländer selber wollten. (Hört, hört!)' In dieser schweren Zeit wüsten Sie bas Allgemetngc-fW doppelt zu stärken suchen. Das ist die Pflicht aller Staatsbürger. Die wirtzckastlicken Hofsnnngen,- die an die Loslökungsbcstrcbungen geknüpft werdor, sind irrig. Was Frankreich ersehnt, wird keinem Deuttcken nützen. (Sehr richtig!) Was die übrigen Abtrennvngsbestrebuinaen aulaugt, so wird Preußen nickt an-rwk» tiervir, aber auch nickt annektiert treiben. (Sehr nichtig!) Wir sind Anhänger der Reickseinheit unter der selbst verständlich e» Voraussetzung der Ausgestaltung der SoMtverwaltung. Dieser Ausga-be würde Preußen sogar seine Selbliöndigkeit opfern. Es kann aber auf diesem Gebiet nur vovanaehen. wenn die ander» Ginzessaaten folgen und das ist bis heute nickt der Fall. Des­halb bedauern wir lebhaft den gestrigen Bescklvß des Weimarer SRerfarurgsatsM-uffes, der letzten Endes darauf hinausläuftz' Preußen zu zerschlagen. (Sehr richtig!) Die Leistrungefähiokeft Preußens darf dem Reiche nickt Derloren noben. Das aber würbe durch die Zerlegung in unfähige Diitteffiaaten p-sckehen, und ! biete Verkümmerung Preußens würde zugleich bie Verkümme- : twg Deutschlands fein. (Sehr richtig!) Mr haben bie«n - Standprnnkt and) im Staatcnvusschuß vertreten. Selbstverständ, i Tita werben wir uns bemühen, den gestrigen Weimarer Bejcktlu^ der natürlich bei der Entente arrtze Freude auslösen würdg ! wieder zu Fall zu bringen. (Beifall.) Preußen hat eine große

Vergangenheit, es muß auch eine große Zukunft haben.

Aris ° mau Stadt und Land.

Hanau, 22. März.

Zwischen nnbes«tzt«m Deutsch»«»» uni »el^scker Z»» be» besser* Rbein,ebiete« find jetzt )ug*laffen anße r bebörbhta«! Briefwechsel auch eHgemeiner Briefwechsel in Handel«» «nd Jmdnfiriv angelesenbeiten, «atalo-e, Tarife, Preisv«r,cichnisse, Warennmster ferner in Bnw i^grleeenbeittn Postkarten «xb bei wichtigen Fami» limertigniflen S ;fe. Uebriger Verkehr varläufig unverändert.

*t*>itbi4t#r. Die Opcrettenposse ',O schömc Zeit, o feite Zeit' gelangt heute abend um 6 Ulr ,«r DarfieSung. Die »omödij »Der gutsitzende Frack* wird «anntag «»end nm 67» Uhr nach ei» mal au'gerüdrt. In diese» erfolgreichen Werk spielt Direkt^ ©pcwnutb-ISobtnRebt die Hanptrslle. Monta, Bolksaorsellnng »Ach nacsiance*. Die Erstaiiffadrung deS heiteren Traumsprels .Hang Eonnendöbers Höllenfahrt* findet DienSta, der nächsten Wache ,w Abonnement statt. Inszeniert vom Direktor werden die Hauvtiolleß

i Dox du» Lame»: s'enxet, ©tcixego, Wernicke, Saidi uud Gchwa^