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r. 68

Fernjprechanjch«

Redaktion 641 Expedl ton 231

Freitag den 21. März

Fernsprecha«fchl»ß Redaktion 641 Expedition 239

1919

|bie Verantwortung für unsere Ernährung.

Die Gefährdung drs Brüsseler Abkommens.

I WR Verl in, 20. SKt&. TerVorrrötts" meldet in einem MPatielkoevn m aus Hamburg: Zu dem Beschluß der See* I ssvimsversan « luug wird demHamburger Echo" mitgeteilt, I tag die vom Ceema'.rusbuud einberusene Versammlung nicht I Msckliehlich ton Eeeleuten, sondern auch von Arbeitslosen I Öderer Leruse besucht war. Unter dem an Bord der Echiff« be- Islrtllcken Gedeihen besieht jedenfalls eine starke Strömung I jtsfit einen solchen Beschluß, der das ganze Ernährungsabkom- I Mir mit der Entente in Frage stellen würde; denn die feind» I sicher Mächte sind einbchlossen, sich die Schiffe eventuell mit Ee- I ealt zu holen, wobei dann aber auf LebensmAtelsendungen in I dbschbvrer Zeit nicht gu rechnen wäre. Auch die nautischen lech- I tifden Lffizierverbande sind, so schwer ihnen der Verlust der kchM fällt, von der Notwendigkeit der Ausfahrt überzeugt. I fDesHan burger ESo" weist darauf hin, daß die im Trans» V Mtvrèeiterverbâd organisierten Seeleute sich bereit erklärt I töten, eine genügende Anzahl Seeleute für die Besatzung der I ßchiffe zu stellen.

WB. Hamburg, 20. März. Fm Wnschlrh an die am Mitt, Iwech abgehaltene Versammlung des TeutsckMi Seeman nsbundes I fonb heute auf demImperator" eiste Zusammenkunft der für I die Schiffe der HanEurg-Amerika-Linie angemusterten und auf I diesen bereits T irrst tuenden Seeleute statt, in der beschlossen I mrde, nach Möglichkeit an der einberufenen Versammlung, zu I bet auch Vertreter der Regierung geladen sind, teilgunehmer.

Tie TvmpferCleveland" undPatvicia", deren Ausreise I St heute in Aussicht genommen war, konnten nicht auslaufen, I da die Heizer und Trimmer erst den Beschluß der morgigen Ver-- l slwu buntz abwarten wollten.

WB. Hamburg, 20. März. Im einer Bekanntmachung wenden sich die Sozielden^okraiische Partei, das Gewerkschaft skarbell, der kellcienrat und der Kommandant von Grvß-HvinbnrZ an die I keelvute, sich der ungeheuren Verantwortwig für die Ernährung der ganzen Volkes verrußt zu sein und die Schiffe hervuszu» NMyen.^Alle Cicherheitsmantischasten und Truppen Grob-Herm. «lUW ständen zum Schutze der Seeleute geschlossen bereit, wenn «ntnörtliche Elemente die Lebemsmibiolschiffe mit Gewalt slaufen verhindern wollten. ^ s^&V

Die Stettiner Schiffe.

VD?. Stettin, 21. März. Hier werden gegenwärstig die auf Aund des Lebensmittelabkommens mit der Entente zu liefern« dm Schiffe für die Ausreise fertig gemacht. Es kommen fol* Schiffe in Betracht:Mafuria" (6500 T.),Mormonia" (5500 T.),Silesia" (5500 T.). .^ollandia" (5300 T.), ,Lispa-

(4500 T.),Gudrun" (6500 T.). Diese Dampfer kommen als Transport-, und Frachldampfer in Frage, während die kivtinM/chen RügemMni«Imperator",Rügen",Odin" und »Kerthv^ für Truppentransporte bestimmt sind. Die Ausreise M bereits in den ^nächsten Tagen erfolgen, wahrscheinlich schon von Stettin ab unter fremder Flagge.

Weigerung der Brem« Seeleute.

.^E Dremen.^l. März. Eine vom Deutschen Seemanns- 5k in Vtemest einberufene Versammlung von Seele» ven aller MM« beschloß, die deutschen Sälffe nicht an England auszu-

Symphonie-Konzert

tr auf 40 Musiker verstârkien Garni>onkapelle unser Leitung des ObermuftfmeifterS Herrn Paul Möller.

. ^na'kitft wurde der Abend durch Derihovens Sympho- ®ie pastorale Nr. 6. Diese Symphonie zu enträtseln, wird so wenig gelingen, wie es Beethoven selbst gelang. ®ar tr sich doch selbst der Fernste. Schon mancher wird M dgrm versn A haben, diesem Wunde-werke anderer Welten M Beredsamkeit des Woites nahezukommen. Vergeb» es Bemühen, das gleich einem Stein vor einer hehren, Wllaiütieü, unnahbaren F lsand zurückgeprallt; beim was ' ^: b'ldlos« und so überaus gestaltmvoNe Dynamik des 011 idgen Geiühls- und Gemütlebens au^drückt, ist für die «"mal fe^t vergrößernde, notwenig abkürzende Sprache beS ^^"es "'chi faßbar. Bei derSechsten Sym- Pyome hatte Beethoven die Absicht: Wenn die titanti^en H, I 'arung^Uf der schmerzvolle Kampf der Orchesterstimmen al« ^ "^°ßtnz filetcbfam von leuchtendem Gipfel herab Erlösung über dem ringenden Tonmeer, die mensch- ^ Stimmen das bringen, was der wortlosen prache ber Instrumente verschloss n blieb. Zu der Sym- 6ef) ni® Pastorale Nr. 6 werden alle Saiten zum Er ö»en üus ^ 'o ^^^ heiterer Empfindungen bei der Ankunft p.MKfein ^onde, Szene am Bach, lustiges Zusammensein ber Gewitter Stui m, frohe und dankbare Gefühle nach taff ^'"^" wir unS jetzt dem rein musi - Lin f.n ® balte zu Zm Allegro ma non troppo Hette/^?"* °"^ im Andante molto moto Oboe, Klan- G^ ' bloten und Fagotte ganz vorzügliches, während durch die Ein^s '" â" scharfen Strickes diese beiden Sätze etwa« Keiknn^r"»"' ^^ erf,e Satz würde mit vollkommener linden "^ a t 0^nc f^^ Anstrahlung von Persöntjchkei's- ikim ^^"""Ntsiverten gesp elt. Die Schuld lag bieraber nicht sich f j . ecr, ^"bern bei den Herrschaften, die nie pünkt- we'eud.»""^ ^""'" unb bann ohne Rücksicht auf die An- 3. eJ '."^ bie Spielenden ihren Plätzen zuströmen. Im Has UnHi 11 Wf 4rm ftch der Genins frei empsrnngt, war

>""Uche Buiammenipiel der Viol,neu und der Cellos

liefern und die Schiffe nur zur Ausfahrt zu bringen, wenn die deutsche Besatzung die Zusicherung erhält, daß sie an Bord ver­bleibt. Die MäNschaft des DampfersRaimond" ist abge­mustert worden, weil sie den Dampfer nicht ausfahren lassen wollte. Der Dampfer wurde von Schiffsoffizier«: nach Norden­ham gebracht. Die Lohnforderung der Seeleute', die als Sache für sich gelten soll, beträgt 25 Prozent.

Frieden und Völkerbund.

WB. lR»tf-rb*m, 21. März.Daily News" meldet tu8 Paris von «Pern, daß die midit^e Fraae der deutschen Ostgrmze, die am 19. März dem Obersten Rat vorgelegen hat, von der noch wichtigeren Frage in den Schatten gestellt wurde, wie a« besten und raschesten der Frieden zustande gebracht werden könne. Der Schritt Willon« wurde anfangs in einigen Kreisen mit Argwobn betrachtet, aber man siebt jetzt ein, daß er doch die beste Maßregel ist, um dm Gang der Sache zu beschleunigen. Man kann jetzt sagen, daß der Brieden nicht in zwei Stunden zustande gebracht werden wird. Die Bedingungen kür den Waffenstillstand und die vorläufigen FriedenSbrdinaungen zu­sammen mit dem Völkerbnndscntwurf werden den Deutschen gleich­zeitig vorgeleqt werden. Die neutralen Mächte, die von der Konferenz eingeladen wurden, ihre Anffaffungen über den Völkerbundsentwurf darzulegen, baben jetzt bei dem Sekretariat wichtige Denkschriften ein­gereicht. Sie nehmen ohne Ausnahme dm Entwurf an, wie er ist und machen keine Vorbehalte beräelich der grundsätzlichen Fragen. Die Schweiz verlangt die dauernde Neutralität des Landes ohne Rück­sicht auf die allgemeinen Verpstichtungrn der Mitglieder des Bundes. Als besten Beweis fftr die tatsächliche Existenz der B ndeS kann man das Ansuchen einiger neutraler Staaten um Anerkennung als Mit­glied des Bundes nach dem ursprünglichen Entwurf betrachten. Die FriedenSkonftrcnz wird unverzüglich darüber beraten. Die Holländer wollen Vorschlägen, den Haag zum Sitz des Bundes zu machen.

Die Chinadeulschen.

DDP. Amsterdam, 21. März. Nach dem .Abzieniceu Handels- blad" meldet di«Morning Post" aus Schanghai: Db depor irrten Deutschen, die am 9. März auf drei Schiffen einge^chifft wurden, sollten drei Tage später auèfahren und von dem KreuzerSuffolk" ^°^^ ?°u^verlassen. Es wurden zahlreiche Ausnahmen gemacht, z. B. für katdolyche Misnonare.

Eichhorn verhaftet und wieder freigelaffen.

DDP. Berlin, 21. März. Am vergangenen Dienstag wurden, so berichtet die .Germania" aus Hildesheim, der ehemalige Braun­schweigische Präsident MergeS und der frühere Berliner Polizeivröfident bösen Angedenkens Eichhorn von der Babnhojkkontrolle mit gefälschten Ausweisen betroffen und festgchaltcn, als sie sich auf einer Fahrt zu einer spartakischen Versanimlung befanden. Obwobl Eichborn zweifels- 'rei erkannt wurde, sah man von seiner Verhaftung ab uns zwar auf Veranlaffung de» Polizeivertreters, der daraiF hmwies, daß Eichhorn als Mitglied der Nationalversammlung nicht festgenomuien werden könne und dadurch der gegen ihn erlassene Steckbrief recktrungültig geworden sei. Man ließ die Herrschaften am anderen Tage uube- btlligt nachWraunschweig zurückkehren. Der Schutz der Immunität für den Verbrecher Eickhorn kommt, so bemerkt das Zentrumsblatt zu dem Vorlall, umsoweniger in Frage, als der Haftbefehl gegen ihn vor seiner Wahl zur Nationalversammlung erlassen worden war und die Nationalversammlung selber nicht an die Reichsregierung mit einem 6i fitdien herangetreten ist, die Stra Verfolgung auszusetzen.

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zu bewundern. Im 4. Satz kommt die notwendige Steige­rung: Denn einen Beethoven ohne Dynamik gibt es nicht. Kont'apunktisch und fugal ringen sich Instrumental- und Dokalftimmen immer mehr durch, steigen zu einer grandiosen Eihadenbeit empor. Hier rote im 5. Satz trat die vorzüg- l'che Instrumentalmusik der Gannsoukapelle ganz besonders hervor. Im Ganzen genommen war die Aufführung des ungemein schwierigen und anstrengenden Werkes eine aus­gezeichnete. Herr Obermusikmeister Paul Möller hatte dafür gesorgt, daß alles in der plastischen Klarheit heivor- trat, die unumgänglich ist, will man anders in alle heim- licben Ecken dieses monströsen Bauwerkes hineinschauen. Die volle Hingabe jedes Einzelnen in unserem vortrefflichen Or­chester tat das ihrige, um den Lauschenden einen erlesenen Genuß zu verschaffen. Des meckeren wurde von Liszt Präludien, symphonische Dichtung, geboten. Dieser Werk hörten wir in einer gediegenen und lebensvollen Darbietung, besonder» glanzvoll war ber Sturm, ein Meisterstück sprühenden Geiste» und glänzender Jnstrumentteriii'gskunst, der durch das vorzügliche Sp eien der Geigen eleftrifietenb wirkte. So war die Wiedergabe der Liszischen symphonischen Dichtung eine durchweg glänzende und zündende. Auf diesem feinen ureigensten Gebiete wie in seinen Kirchenwerken hat Liszt sein Bestes gegeben, unb man hört ihn da immer wieder gerne, so sehr man sonst seinen veräußerlichenden Einfluß auf die Klavier- und Gesangsmusik bedauern mag. Mck außer­ordentlicher Hingabe war auch dieses Werk von Herrn Cbeimufifmeifter Paul Möller ein studiert und geleitet worden. Den Schluß bildete die Ouverlü.e zur OperDer fiu geude Holländer" von R chard Wagner. Die'e Oiiveru'lie war wie die üorangegangenen Werke mit Sorgfalt vorbe­reitet worden und wurde vort-effl'ch zu Gehör gebracht. Das auSperfaufte Haus spendeie reichen, wohlverdieuteii Beifall, der neben dem Dir gentm auch dem Orchester galt. Als Solistin lernten wir Frl. Erna Bloch aus Frankfurt a. Main kennen. Zuerst sang diese junge Künstlerin Ave Maria aus der CamaieDas Feuerkreuz" von Max Bruch. Frl. Bloch besitzt einen iragfähigen, metallischen Sopran, der aber noch weiterer Schuluiig bedarf, um restlos genügen zu

Preußische Landesversammlung.

WB. Berlin, 20. MK»

Am Ministertifch: Hirsch, Ernst, Reinherrdt.

Der Eefetzenttvvrf über die CewLhrvng einer Entschädigung an die Mitglieder des Kaufes (1000 Mork monatlich während der Tagungen) wird ohne Erörterung in erster Lesung erledigt und in zweiter Lesung en bloc aneenemme». Die zweite See raiung der Nokverfassung wird fortgesetzt.

Aug. Oeser (Remote.): Bezüglich der Frage eines Staat» Präsidenten teerten wir erst Stellung nehmen, wenn uns der Entwurf der endgültigen Derfafsung selbst vorliegt. Der § 8 des Notgesetzes, der dem Präsidenten der LvndesverfammluNg die Berufung der Regierung überträgt, ist selbst als vorüber, gehende Maßnahme nicht unbedenklich. Es ist ein Verlegenheit» Paragraph. Da die Souveränität bei der Landesverfommlung selbst liegt, so ist sie auch berechtigt, daß sie den Ministerpräsi­denten wählt und dann die übrigen Minister beruft. Das be­antragen wir. (Beifall.)

Abg. Graef (Leutschnatt.) befürwortet einen Antrag auf Einsetzung eines Staatspräfidenter, der das Staatsministerin« zu berufen habe. Ein« sichtbare Spitze des Staates entspricht dem allgemeinen Lolisen.pfinden. Sollte unser Antrag abge» lehnt werden, so werden wir oem Anträge der Demokraten zu. stimmen.

Abg. Zehnhoff (Ztr.): Auch mir behalten die 5rage bei Staatsoberhaupt es noch unserer Prüfung vor. Für die Noh. verjasfuag genügt die von dem (Entwurf vorgesehene Regelung, Mir lehnen alle Anträge ab.

Abg. Leidig (Teutsche Volksp.): Wir nehmen an, daß wie beute die Vorlage verabschieden: daß die jetzige Regierung er, klären wird, das iDianbat das wir uns selbst genommen hahe^ ist erledigt. Soll denn unser Präsident den ihm vorher in di« Hand gedrückten Zettel vorlesen und sagen, das ist die neu« Regierung? Das wäre eine unwürdige Stellung unseres Präsi­denten. Soll er in der Lage sein, die Regierung nach seinem Wünsch zusawwenzufetzen, so würde er damit aus der Neutrali­tät heraus treten, die mit feinem Amt verbunden ist. Deshalb brauchen wir den Staatspräsidentei, der die Regierung ernennt.

Abg. Freymuth (Sc&): Wir wollen ein einheitliches DeutschMiK habeu. j^^te? ^^"u; ^^ergt^ y,: Em^tzung von Staatspräsidenten in den Einzelstaaten.

Abg. Dr. Rosenfeld (U. S.): Aus unserem Bekenntznis zur Republik folgt ohne weiteres, daß wir den Staatspräsi­denten ablehnen. Auch den Antrag der Demokraten leh.ien wir ab, denn et ist eine Hintertür, durch die der Staatspräsident hereinschlüpfen kann.

Unter Ablehnung aller Anträge wird § 8 in der Fassung des Entwurfs (Berufung der Regierung Lurch den Präsidenten der LainLesverfammlung) aufrechterhalten.

ALg. K r re s (Teutsch -Natl.) beantragt zu § 4a, der besagt, Letz die dem früheren König zustehenden Befugnisse auf bi# Stcatsregierur.fi übertragen werden, einen Zusatz, durch den di« Schlietzung und förmliche Vertagung avsgesck lohen wird. Um jeden Zweifel zu vermeiden, müsse eine solch« Bestimmung aus« drück!ich festgelegt werben, denn zu den Befugnissen Les Königs habe auch das Recht, den Landtag zu vertagen tutb zu schließe«, gehört.

Abg. Rade (Denn) empfiehlt einen Antrag seiner Freunde, die Eptskoxatsbefugnisse des Königs künftig auf drei evange­lische P irisier zu übertragen.

können. Eine ge chmackvollere Vortragsweise kam in den LiedernGesang Weyla's" von Hugo Wolf,Ich liebe Dich" von Edward G^ieg u bAn der Lmden" von Adolf Zensen zur Ge tung. Auch ihr wurde 'k'cher Be fall gezollt. Die Beg eilung der ©efchge am Flügel hatte Frl. Helene Lorsch ans Fi-auksurt a. M. übernommen. Auch ber Schluß bei Abends wurde durch das vorzeitige Weggehen eines Teil- her Anwesenden in nicht 'choner Weite gestört. Die Garnison» kavelle kann mit dem Verlauf des gestrigen Abends voll und ganz zufrieden sein. -ha-

Mezitation und VortragArbeiterdichter".

Wie bereits bekannt gegeben, veranstaltet am nächsten M o n* tag den 24. März der Kunstindustrie-Brrein einen Dor» trag«» und ReiilationSabend:Die Arbeiterdichte, unserer Tage." Nach einem einleitenden Bortrag von Schriftsteller Fritz Droop aus Mannheim, einem der be­rufensten Kenner der neu-eitlichen Literatur, wird Hoffchau» spiel,r Fritz Alberti-Mannheim, der vor wenigen Tagen in Hanau als Egmsnt einen ftürmi^en Beifall erntete, Dichtungen von Lersch, Petzold, Bröger und BarthÄ rezitieren. Mil größtem Erfolg hat dieser Vortrag nebst Rezilation in Mannheim Frankfurt, Karlsruhe, Nürnberg, Gera und Dortmund statigefunden. DerMannheimer Gen.-Aiiz." schrieb darüber vor wenigen Wochen folgendes : . . . Frei von überschwänglichem Pathos trug diese Auf» führung durch die kraftdrulsche Würde deS Dargebotenen dem sittlichen Zellinhalt in edelster Weise Rechnung. Der in die Dichterworteder Mensch kann nicht groß genug vom Menschen denken" gefaßte Gedanke beherrschte die Darbieten» den sowohl alS bie Kunstwerke, die sie zu Gehör brachten. Eine Meisterleistuns erlesener Art muß bei heimischen Schriftsteller» und Kritikers Fritz Droop ei n» leitender Vortrag genannt werden. Mit der Ge- iviffenhaftiakeil des Literarhistoriker« und mit dem auf nab ine« freudigen Empfinden bei DichterS verstand es der Bor^ tragende aus dem Schaffen jener kelteren, die gegen Ende bei neuuzehnten Jahrhunderts durch die Heranziehumt Net