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«inrücknngSgebüfter

Jie 7gtspaltene Petitzeile oder deren Nanm 20 Pfg. im Reklameteil die Zeile 60 Pfg.

RotationSdrrrck und Verlag der Buchbruckerei de» verein, ev. WaismhauseS in Hana«.

^r. 66

FernjprechanfchI»h

Redaktion 649 Expedirion 28t

Die Woche ler Weltwende.

In St. Cloud setzt man das Haus, das die deutsche ^itbenSabordnunq aufnehmen soll, in Stand. Es ist an» ^nehmen, daß sich die Vorfriebensverhandlungen nicht über Den langen Zeitraum erstrecken werden, und viel Milbe staucht man sich deshalb um die Einrichtung einer Villa nicht |li machen. Viel wichtiger ist es, das Hans eines Friedens |it errichten, das allen Stürmen trotzen kann und das die sitiederkebr eines Kr eges überhaupt unmöglich macht. Nach )ta Nachri ch«en, die in der letzten Zeit aus Verbandslân- stru zu uns kamen, wird dieics Haus der Völker, das Frie- stnsbaiis, aber stark abweichen von den Forderungen der ßerechtigfch! und von den -Hoffnungen, die sich das deutsche Volk von einem Nechtsfriedru gemacht hat. Diè Kundgebung ter Liga für Völkerbund, die im Herrenhaus in Berlin statt» |a»b. und in der Reichsminister Erzber er über den kommen» stn Fliehen sprach, war deshalb von politischer Bedeutung, weil sie in letzter S unde noch einmal einen Appell an die Völker des Verbandes richtete. Der Präsident Wilson hat hl Deuischland nahezu ««begrenz es Vertrauen gehabt. Auf jein Programm der 14 Punkte hat sich die deutsche Regierung ^pflichtet, und hinter di ser Regierung steht der Mehrheits­wille des deutschen Volkes. Wir erwarten viel von IßiUon. Wir kennen das Ansehen, das er beim Verband« und in der Welt gcweßt. Wir wissen auck, hab ihm Machtmittel genügend zur Verfügung stehen, um seinen Willen durchzusetzen. Nach alledem, was wir leider in ^r letzten Zeit hören mussten, hat das Wckson- Brogramm eine Verzerrung erfahrest, die mit der lelbstver- händlicken Auffassuna nichts mehr zu tun hat. Ja, man be- __tx- sich, ogar nicht mit sovh stifcher Auslegung, sondern tinglne Mächte, insbe'onderr^rankreich, gingen Wèqe,"die mit dem WiNsu-Programm unvereinbar sind. Das deutsche Volk Hoffi, daß bei der Ankunft Wilsons in Europa diese Verfälschungen 'feiner Austastung wie ein Spuk zerrinnen. Dir wollen den Völkerbund, aber wir wollen nur den wirk­lichen Völkerbund, dem wir als gleichberechtiot angehore» können. Wilton ist nach seinen eigenen Worten verpflichtet, siir eine Teilnehmerschaft des deutsche» Volkes am Völker­bund mizutretcn. Die Völker!'undakte Wiltons vom 14. Februar kann uns nicht genügen. Wir wollen nicht so lange »or der Türe des Völkerbundes sieben, bis es den Völker- bundstaaten genehm ist, um ducke Tür zu öffnen. Soll der Völkerbund so aussehen, so soll man ihn noch nicht einen Vund der Völker nennen, sondern dann genügt eS, wenn man fürder ruhig Entente dazu sagt. Ferner braucht die Vnndesakie eine notwendige Aenderung hinsichtlich der Rege­lung der kolonialen Fragen. In dieser entscheidungsschweren Zeit lasten große Be'orqmffe auf uns. Die allergrößtes gelten dem Sch'ck'ül Elfaß-LotbringeNs, andere der Zukunft des Saaraebiktes und der Rheinlande. Nicht mindergroß sind die Befürchtungen, die wir nach allem Voraugegangenen auch hinsichtlich unserer Ostgebiete hegen müssen. Deutsch- land und die Alliierten haben die gleiche Plattform: Wilsons 14 Punkte. Daran müssen sowohl die Opfer Deutschlands »ls die Siegerwünsche der Entente ein Ende finden. Geht der Verband darüber hinaus, so werden in dem Friedens- Hause nicht die gleichberechtigten Völker eine danerndr Wohn- siatl finden, sondern eine Akliengesellichoft der Sieger muß in Unruhe stets bemüht sein, Ersiebtes und Geraubtes fest» Halten. B. Wilsons Punkte nicht im Vertrag.

DDP. Ha-rg, 19. März. »Vaderland" schreibt, daß die 15 Punkte Wilsons. auf die Deutschland die Waffen niedergeleat hat, in *cn bon den Alliierten ausgestellten Bedingungen nicht zu finden seien. Die Neutralen und der Völkerbund.

DDP. Amsterdam, 19. März. WieAllgemcen HandelSblad" Paris meldet, sind die Vertreter der neutralen Mächte «u ge» strdktt worden, am 90. z zu einer ofsiz-äse« Zusammenkunft im £?^ Grillon zu-ammen zu komme», um dort ihre Ansichten über den erkund «usemanuw zu setzen.

Die internierten deutschen U-Boote in Spanien.

öV8. Madrid, 19. März. (HavaS). Die französische Marine die in Spanien internierten deutschen U Boote in Besitz ge­nommen.

Erleichterungen für feindliche Ausländer in Amerika.

, WB. «pet.|ßn, 19. März. Wie erst jetzt bekannt wird, bat die i ^Nlerikanische Regierung seit dem 23. Dezember v. I. alle Etnichrän- I 'Vs^n der Bewegungsfreiheit der feindlichen Ausländer in den Ver- »ngten Staaten autgehob'N. Die Einschränkungen über den Eintritt Kwie die Ein- und Ausreise aus den Vereinigten Staaten bleiben itelicn. Gefährliche Ausländer bleiben weiter interniert. Für « Jnternicrungcn in diesem Falle behält sich das Justizminlsterinm 'lischt vor.

Der Prozeß gersen Iaures Mörder.

WB Bern, 19. März. Der Prozeß gegen den Mörder IaurcS «d am 24. März vor dem Geschworenengericht bei Scme-Dcparte- bcüüiuen.

Amtliches Organ sät Stadt- und Landkreis Sanaa

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit Unterhaltungsbeilage, für Anzeigen «.Reklame«: August Bro» r, beide «Hasa«.

Mittwoch den 19. März

Das Lebensmittelabkommen.

Liefer««- in einem Monat.

WB. Berlin, 18. März. Wie wi>r erfahren, batoerten die Der Handlmc-Fen über das Lebensmittelabkommen genau zwei Mo­nate. Die ersten Bezüge, Fett, SchwemefleifchP robuste und ton« bersterie Milch, werden namentlich den Säuglingen und Müt>- tern zugute kommen. Die Bezahlung der Pasten ist bereits im die Wege geleitet worden. Die Lieferung erfidlgit sofort nach Be­zahlung. Lieferant ist England, Die weiter schon gekauften 235 000 Tonnen Lebensmittel liegen in England, Frankreich und Belgien bereit und werden vermutlich innerhalb 30 Tagen ge­liefert werden. Der Preis ist ettva eine halbe Milliarde Mark. Außer den weiter monatlich zur Einfuhr bewilligten 370 000 Tonnen Lebensmitteln ist noch die Einfhihr von Fischen und Ee- müsen aus den angrenzenden Ländern gestattet. In Norwegen liegen bereits 100 000 Tonnen Heringe bereit. Der Handel mit den Neutralen wird so rasch wie möglich von den Beschränkungen befreit und der Post- und TelegraPhenverbehr freigegeben. DM der Lieferung von Rindfleisch sieht es nicht gut aus. Auch fehlt es für den Transport von Cefrierflei'ch an geeigneten Schiffen. Auch die Einfuhr von Futtermitteln konnte nicht erreicht wer­den. Immerhin wird durch die geringe Ausmahlung des Mehles ein entsprechendes Quantum Kleie gewonnen. Auch hat Frank­reich Kopra Nnd Palmkerne in Aussicht -gestellt. Reklamationen über die erfolgten Lieferungen sind nicht statthaft, doch ist diese Art des Verkehrs schon fetzt bei Lieferungen von Amerika an die Entente in Brauch. Die Preise werden natürlich wesentlich höher sein, als die Inlandspreise. Deutschersetts wird Koch­mehl besonders ausgegeben, und zwar zu einem höheren Preis, um so einen Ausgleich zu schaffen. Für das übrige Mehl wird ein Misch preis gefunden. Bei Speck und Fett werden sich die neuen Preise nicht wesentlich fühlbar machen.

Ueber das Finanzabkommen in Brüssel erfahre« wir, daß sich zwei Houptgrupven der Einfuhr unterscheiden lasten, die von feindlichen Cäwbern und die von den neutralen. Die ersten 270 000 Tonnen Lebensmittel sollen durch 100 Millionen Mark Eobd und 25 Millionen ausländischer Wertpapiere bezahlt wer­den. Für weitere Bezüge lehnt die Entente Zahlungen in Reichs« arr ab, eben jo ve»cheige.ri sie Kredite auf iâtdifche Werte. Es bleibt also nur der Ausfuhrwert der deutschen Waren und der Erlös von Ladungen deutscher Schiffe, die sich in Sem den Häfen befinden. In den neutralen Ländern kann die Ftnionzierung durch Kreditgerväkrnng auf atls-ländifche Wert, toupiere, die sich in deutfâm Besitz befinden, ermögltzbt werben. Man dachte auch an die deutschen Anlagen im Ausland. Bin­dende Besprechungen hierüber fanden aber nicht statt. Ein weiteres Zahlungsmittel ist Eold, doch stehen die Alliierten auf dem Standpunkt, daß Deutschland seinen Goldschatz nicht für Leben sn ittelkäufe verwenden soll. Gold soll einstweilen' nur als Sicherheit in Brüstel deponiett werden. Für die Ausfuhr nach den Ententeländern kommen in erster Linie in Betracht: Kohle, Holz und Farbstoffe. Für Kähfe . von den Neutralen trnwt erschwerend unsere starke Dersch-irldvag an Re in Frage. Die Entente boabsichtigt, die Neutralen zur Besprechung der Frage der deutschen schwebenden Kredite nach Paris einzuladen. Das könne allerdings auch zu einer Att Kuratel über Deutsch­land führen.

Instandsetzung der deutschen Lebensmittelschiffe.

Berlin,.sMärz. (Privattelcgrammh Nach den Morgenblâitern wird die Jnstandjetzung der deutschen Lebensmittelschiffe in Hamburg eiligst fortgesetzt. Schwierigkeiten bereitet aber die Be­kohlung der Scbiffe, die durch den Streik der Berg­leute und die Trantzpvrtschwierigkeiten verur­sacht wird.

Amerika und die Kaiserfrage.

DDP. «mAvrdam, 19. März. Der pariser Berichterstatter des ,WHgemeen tzasdelrbla»' drahtet, bai die cnhischr« Vertreter bei der Fnedcarkonkferenz der Ansicht zu sei« schiene«, daß der frühere deutsche Kaiser begrast werden müsse, die Am«rikaner «4 zezenwärtig für »»erwünscht hielten, diesen Weg einzuichlagen. Die französische öffentliche Memung fei in dieser Frage viel ruhiger und weniger rachtbürftiger, als die deutschen Blätter annâhmen.

Warum der Kaiser nach Holland ging.

WB Berlin, 18. März. Aus dem Großen Hauptquartier in Kolberg erhalten wir folgende Mitteilung:

Die öffentliche Meinung beschäftigte sich in letzter Zeit wieder vcrniehrt mit der Frage, warum der Kaiser nach Hollnnd ging. Um falscher Beurteilung ve^ubeugen, bemerke ich zur Sache kürz fol­gendes:

Als am 9. November der Reichskanzler Prinz Mar von Baden die Abdankung des Kaisers ohne desten vorherige Eiiiverständnis- crkläruu- veröffentlichte, war das deutsche Heer nicht geschlagen, aber seine Kralle scvwanden dahin, während der Feind frische Maßen zu weiteren Angriffen bereitftetlte. Der Abschluß des Waffenstillstandes stand unmittelbar bevor. In diesem Augenblick höchster militärischer Spannung brach in Deutschland die Revaliition ans. Die Aufstän­dischen bemächtigten sich im Rücken des deutschen Heeres der Rhein- brücken wichtiger Rlagazine und Verkc brSpunkte. Dadurch wurde die Zufüh'ung von Munition und Verpflegung gefährdet, während die Bestände der Truppen nur noch für w nigc Tage andreibten. Die Etappen- und ErjMtruppen löten sich auf. Auch über die Zuver- läjsigkeii des cigentricben Feldheeres liefen ungünstige Meldungen ein.

Angesichts dieser Lage war eine friedliche R ü ck k e h r des Kais cs in bie Heimat nicht mehr denkbar und konnte nur noch an der Spitze treuer Truppen erzwungen werden. Der völlige Zu­sammenbruch Deutschlands war baun unvermeidlich, hätte sich doch zum Kanipf mit dem zweifellos naeberängenben Feind der Bürgerkrieg gesellt. Der Salier konnte sich ferner zur fechtenden Truppe begeben, um an deren Ep'tze in einem letzten Angriff den Tov zu tuchen. Auch dadurch wtrö der vom Vocke heiß ersehnte Waffenstillstand hmausge choben und daS Leben vieler Soldaten nutzlos geopfert worden. Der Kaiser konnte entmch außer Landes geben. Er wählte diesen Weg im Einverständnis mit seinen Ratgebern nach unendlich schwelen Seclenkäuipsen lediglich in der Hvsfmmg, dadurch dem Vater» laude am treuesten zu bienen und Dvm-chand weitere Verluste, Not und Elenb in enparen und ihm Frieden, Rube uub Orbnung zurück» zugeben. Daß der Külser sich in diesem Glauben geirrt hat, ist nicht lerne Schuld. Hindenburg.

BezugSpeeirr

Vierteljährlich 3.15 Mk., monatlich 1.05 Mk., für Pc«, bezug vierteljährlich 2.70 Mk., monatlich 90 Pfg.

Die einzelne Nummer kostet 10 Pfg.

Verantwortlicher Redakteur: E v Tchreâer

Fernsprechanschlutz

Redaktion 646 Trpedtticm 28t

1919

AusHanau Stadt und Land.

Hana«, 19. MLrz.

Die Eierersaffung.

Mit Rücksicht auf die steigenden Emährun-Sschwierig» feiten und die völlig nnziireichende Eierablieferung im Vor­jahr (durchschnittlich 6 Eier pro Hubn) bat der KreiSLUsschuj in seiner letzten Sitzung beschlossen, eine gründliche Neuorganisation der Siererfassung mit genauer Veranlagung und Kontrolle der Hühner- halter vorzunehme«. Der ganze Kreis ist in sechs Sammelbezirie mit je einer Zentralsan, melstelle eingeteilt, und für die einzelnen Ge­meinden sind zum Aufkauf der Eier und zur Weiterleitung an die Zentraliammelstellen amtliche Aufkäufer bestellt worden. Unnötige Transporte solle« natürlich möglichst vermieden werden. Soweit ei sich mit der unbedingt notwendigen Kontrolle vereinbaren läßt, sollen die in den emzelncn Gemeinden gesammelten und dort auch benötigten Eier gleich im Ort verbleiben. Von den Hühncrhaltern wird er­wartet, daß sie Schwierigkeiten bet der Einsammlung der Eier ver­meiden. Der Sreii ist genötigt. Bei fairen Zahlcuangaben über die vorhandmen Hübner und bei unberechtigtem Zurückhalten der Eier von den ihm zur Verfügung siebenden Machtnnt.eln mit allem Nach­druck Gebrauch zu macken. Ant der Durchführung der neuen An­ordnungen ist im einzelnen daS VcrsorgungSamt, Abteilung Kreis- eicrstelle beauftragt worden.

Zur Lehrlingsftage.

Einer der wichtigsten Entschlüsse im Leben eines jungen Mannes ist die Wahl eines Berufes, von dem fein ganzes Lebensglück und feine Zukunft abhängt.

Es ist daher Elterrrpflicht, bei diesem schweren und wichtigen Entschlutz, ihren Kindern mit Rat und Hilfe zur Seite zu stehen, sich beizeiten darüber klar zu werben, was aus ihnen werben soll, um sie dann nach reiflid/er Prüfung und Ueberlegung einem Berufe zuzuführen, der ihnen für die Zukunft ein genügendes Auskommen und innere Deftiedigung verspricht.

Den Eltern und Vormündern sei daher aufs bringenbfte zur ^mr^oblen:

1. Wenn es die Vermögens- und Ein èomnue neue rhüitnisi e her Familie nur irgendwie gef/atten, sollte jeder Knabe und jedes MWckâ eine gute und gründliche Aätsbildung in- eine;« be, stimmten Berufe erhalten, fei es nun in der Landwirtschaft, in einem Hand-werk, oder in der Hauswirrschaft. Wer die nächst« ungelernte Arbeit ergreift, die sich bietet, der verdient freilich schneller Geld. Die Eltern bringen deshalb ein Opfer, wenn sie ihr Kind eine längere Lehrzeit durchmachen lassen; aber die­ses Lipser machet.sich später umso reichlicher bezahlt.

Der gelernte Arbeiter hat in feinem Einkommen den unge­lernten bald für immer überflügelt; er ist viel weniger der Gefahr ausgesetzt, auf längere Zeit arbeits- und verdienstlos zu werden, er genießt überall ein höheres Ansehen als der unge­lernte Arbeiter und arbeitet mit Lust und Liebe, weil seine Arbeit nicht nur seine Hände, sondern auch seinen Geist be- schäftigt. .

2. Für die Wahl des Berufes sollen immer nur die Nei­gungen und Fähigkeitei des Kindes entscheidend sein, nicht aber das Bestreben, das Kind einembesseren" odervornehmeren^ Beruf zuzuführen. Der vornehmste Beruf ist für jeden Mensche« derjenige, für den er sich am besten eignet und in dem er das Tüchtigste leisten kann. Besonders für das Studium und für ben kausmönnischen Beruf sollten nur diejenigen bestimmt werden, die eine ganz besondere Fähigkeit dazu mitbringen. Ein tüch­tiger Handwerker, der sein Fach versteht, ist viel mehr wert, als ein Kaufmans oder Beamter, der den Anforderungen seines Be­rufes nicht vollständig gewachsen ist. Auch der so viel begehrte Schreiberberuf ist überfüllt und bietet keine günstigen Aussichten.

3. Es hat zu allen Zeiten A edeberufe gegeben, denen die junge« Leute in Scharen -».strömten. Äe Zeiten ändern sich aber und Angehörige früherer Modeberüfe sind dann mehr als genug, während andere Gewerbe des notwendigen Nachwuchses entbehren. Es sollen nur diejenigen den- genanmten Berufen sich zuwenden, die ein besonderes Geschick dazu haben; die übri­gen werden in anderen Berufen besser vorwärts kosn me in, den« andere Gewerbe brauchen auch tüchtige Leute.

4. Wer auf dem Sankt geboren und ausgewachsen- ist, wird sein Brot am besten und sichersten wieder auf dem Lande finden, wo begabte Köpfe und kräftige Arme überall gebraucht werdem Auch in der Stadt ist nicht alles Gold, was gtängt: Did hohen Ba'rlthne werden durch die größeren Ausgaben für MoHniun^ Kleidung und «hrung reichlich ausgewogen, Arbeitskräfte sind in Fried-snszeiten im Ueberfluß vorhanden und auch sonst ist das Leben nidt so schön und angenehm', wie es dem Landbe- wrhner bei einem flurgen Aufenthalt in der Stadt vielleicht scheinen will.

' fileld er Beruf für jedes Kind der beste und geeignetste ist, das kann das Kind selbst und das können auch bie, Eltern nicht immer ganz tidfig beurteilen. Es gehört dazu nicht nur eine ganz genaue Kenntnis des Kindes selbst, seiner körperlichen, geistigen und Gen ütsanlag-en, sondern auch eine ebenso genaue Kenntnis der Sinfcrderungen, welche die netfdjfiebcuen Berufs­arten an ihre A-ng«höriye stellen, und der Aussichten, die sie für das fernere FortWmmen bieten.

Da die Eltern unmöglich die Verhältnisse in allen Berufen überblicken und auch die Fähi^eiten ihrer Kinder nicht immer ganz zutreffend beurteilen können, so erteilen die bei den ge. «eii è lick en Arbeitc-än tern erricht«teil Berufsberaiungsstelle« unei igeltltch Rat und Aufschluß in allen Fragen der Berufs, well. Sie sollen auch ran solchen Jugendlichen, die bereit, einen Beruf oowähtt haben, noch um Rat angegangen weüben. Erfahrene Angehörige der verschiedensten Berufe wirken bei diesen Stellen mit Lehren und Aerzten zum Wohl« der Jugentz zrsa««en und bürgen für eine sachgemäße und unparteiisch, Beratung.

Tas städtisch« Arbeitsamt in Hanau, Franz. Allee 19, ver, mittelt ieber, wit Lrbr- und Sünfaugefiefien in allen Berufen.

Eine ridiae und dem Wohl der schulentlassenen Zugentz em.spreckende Beratung und die Vermittlung geeigneter Lehr, steten ist aber nur dann möglich, trenn die Arbeitsämter übe, die körpcrlicken und geistigen Fähigkeiten der Knaben untz Mädchen genau unterrichtet sind. Die Schule unterstützt deshaW